DE1291333B - Verfahren zur Herstellung von ª-Jonon - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von ª-JononInfo
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Description
1 2
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung thanol, Äthanol, Propanol, Isopropanol oder Äthylenvon
/?-Jonon durch Cyclisieren von Pseudoj'onon. - glykol, verwendet
Es ist bekannt, daß sich Pseudoj'onon unter der Das erfindungsgemäße Verfahren wird vorzugsweise
Einwirkung von Schwefelsäure zu «-Jonon und mit Schwefelsäure einer Konzentration von 93 bis
/S-Jonon cyclisieren läßt. Mit 50%iger wäßriger 5 98% und bei einer Temperatur von —10 bis O0C
Schwefelsäure besteht das erhaltene Produkt haupt- durchgeführt. Der Gewichtsanteil Pseudojonon zu
sächlich aus «-Jonon, und unter Anwenden konzen- Schwefelsäure beläuft sich vorzugsweise auf 1:3.
trierter Schwefelsäure wird andererseits praktisch Das Anwenden wenig polarer oder apolarer Verausschließlich
ß- Jonon erhalten (E. E. Roy als, dünnungsmittel, wie Diisopropyläther und gesättigter
Industrial Engineering Chemistry, Bd. 38,1946, S. 546 i° aliphatischer Kohlenwasserstoffe für die Cyclisierung
bis 548). von Pseudojonon mit Schwefelsäure, ist bereits in
Es stellt einen ernsthaften Nachteil des, Anwendens einer Reihe von Patentschriften, insbesondere in der
konzentrierter Schwefelsäure für das Cyclisieren von britischen Patentschrift 833 088, bezüglich des An-Pseudojonon
zu ß-Jonon dar, daß sich hierbei infolge Wendens von Diisopropyläther und in der deutschen
Oxydation und Sulfonierung unzweckmäßige Neben- 15 Auslegeschrift 1080105 bezüglich gesättigter aliphaumsetzungen
ergeben. Die Ausbeute an /S-Jonon wird tischer Kohlenwasserstoffe beschrieben,
hierdurch nachteilig beeinflußt. Das Anwenden der niederen aliphatischen Alkohole
Das Verdünnen von Schwefelsäure mit Wasser bedingt erhebliche Vorteile gegenüber diesen Verführt
zu einer Überwindung dieser Nachteile, be- dünnungsmitteln. Wenn Diisopropyläther oder niedere
günstigt jedoch die Bildung von α- Jonon. Wenn jedoch 2° Kohlenwasserstoffe angewandt werden, müssen diese
ein jß-Jonon großen Reinheitsgrades zur Verfügung Lösungsmittel durch fraktionierte Destillation entgestellt
werden soll, z. B. als Ausgangsverbindung für fernt werden, wodurch sich eine Verringerung der
die Synthese von Vitamin A, ist dies unzweckmäßig, Ausbeute an /S-Jonon ergibt, die durch thermische
auch weil das Trennen der zwei Jononisomeren keine Beeinflussungen verursacht wird. Die niederen aliphaeinfache
Arbeitsweise darstellt. 25 tischen Alkohole andererseits können aus dem Um-
Es ist bekannt, z. B. aus der britischen Patentschrift setzungsgemisch durch einfaches Waschen mit Wasser
833 088 und der deutschen Auslegeschrift 1 080 105, entfernt werden. Methanol bedingt weiterhin den zudaß
während der Cyclisierung von Pseudojonon unter sätzlichen Vorteil, daß dasselbe außerordentlich billig
der Einwirkung von konzentrierter Schwefelsäure in ist.
Gegenwart apolarer oder nur geringfügig polarer 30 Weiterhin ist die Menge des bei dem erfindungs-Lösungsmittel
hauptsächlich /S-Jonon gebildet wird. gemäßen Verfahren in Anwendung kommenden nie-Es
ist ebenfalls bekannt (R ο y a 1 s, a. a. O.; G i 1 d e- deren aliphatischen Alkohols viel kleiner als diejenige
meister — Hoffmann, Die Ätherischen Öle, an Diisopropyläther oder niederen Kohlenwasser-Bd.
IHc, S. 378/379, Berlin, 1963), daß das Verdünnen stoffen, wie sie bei den anderen Verfahren erforderlich
der Schwefelsäure mit dem polaren Lösungsmittel 35 ist. Vorzugsweise werden nur 7,5 bis 10 Gewichts-Wasser
während der Cyclisierung von Pseudojonon prozent der niederen aliphatischen Alkohole, berechstark
die Bildung von «-Jonon begünstigt. net auf die Schwefelsäure, angewandt, während nach
Aus der deutschen Patentschrift 73 089 war bekannt, dem Verfahren der deutschen Auslegeschrift 1 080 105
Glycerin der Cyclisierungsmischung zuzusetzen. Nach 50 bis 100 % Kohlenwasserstoffe verwendet werden,
diesem Verfahren erhält man ein Produkt aus über- 40 Die während der Cyclisierung bei Anwenden von
wiegend α-Isomerem, wie ersichtlich aus dem Wert Methanol in Freiheit gesetzte Umsetzungswärme ist
«D = 1,507, wie dort angegeben. Reines a-Jonon hat wesentlich geringer als die bei Anwenden von Diiso-
«0° = 1,498, reines ß-Jonon «?>0 = 1,521. Die deutsche propyläther oder aliphatischen Kohlenwasserstoffen
Patentschrift 138100 vermeidet Glycerin zur Er- auftretende Umsetzungswärme. Schließlich ist das
reichung höherer Ausbeuten an ß-Jonon. 45 Anwenden von Diisopropyläther nicht ungefährlich,
Es konnte deshalb erwartet werden, daß während da es bekannt ist, daß Diisopropyläther zu der Entdieser
Cyclisierung das Verdünnen der Schwefelsäure wicklung von gefährlichen organischen Peroxyden
mit einem polaren niederen aliphatischen Alkohol führen kann (Industrial and Engineering Chemistry,
ebenfalls zur Ausbildung von a-Jonon führen würde. Bd. 53, 1961, S. 63A). Wie aus den Beispielen ersicht-Die
Arbeitsweise mit apolaren Lösungsmitteln 50 lieh ist, ist der Gehalt an ß-Jonon in den erfindungsnach
der deutschen Auslegeschrift 1 080105 führt zu gemäß hergestellten Produkten niemals niedriger als
guten Ausbeuten an ß-Jonon, aber niemals mit einem 95 %·
höheren Gehalt als 94,3 %. B e i s ti i e 1 1
höheren Gehalt als 94,3 %. B e i s ti i e 1 1
Überraschend wurde nun gefunden, daß während
der Cyclisierung des Pseudojonons mit konzentrierter 55 Das Cyclisierungsmittel wird durch Zugabe von
Schwefelsäure in Gegenwart von wasserlöslichen 30 g Methanol zu 300 g Schwefelsäure (98 %ig) durch
niederen aliphatischen Mono- oder Dihydroxyalko- Rühren unterhalb von 1O0C hergestellt. Das Cycliholen,
wie Methanol, ausgezeichnete Ausbeuten an sierungsmittel wird durch Außenkühlung auf — 100C
jS-Jonon, mit einem höheren Gehalt als nach den be- gebracht. Unter Rühren werden 100 g Pseudojonon
kannten Verfahren, das praktisch frei von α-Jonon 60 (95%ig) auf Grund der UV-Spektroskopieanalyse
ist, erhalten werden. innerhalb von 60 Minuten zugesetzt. Das sodann er-
Das erfindungsgemäße Verfahren zur Herstellung haltene Gemisch weist eine Temperatur von —5°C
von /S-Jonon durch Cyclisieren von Pseudojonon in auf. Dasselbe wird weitere 5 Minuten bei der gleichen
Gegenwart von konzentrierter Schwefelsäure, bei Temperatur gerührt.
Temperaturen von —10 bis 0°C in Gegenwart eines 65 Das Umsetzungsgemisch wird sodann in 11 Eispolaren
Lösungsmittels, ist dadurch gekennzeichnet, wasser gegossen. Die organische Schicht wird abgedaß
man als polares Lösungsmittel ein wasserlösliches, trennt und nacheinander mit einer wäßrigen Salzniederes aliphatisches Mono- oder Diol, wie Me- lösung, mit einer 10%igen wäßrigen Natrium-
carbonatlösung und nochmals mit einer Salzlösung gewaschen, bis die Reaktion neutral ist. Nach dem
Trocknen und Fraktionieren bei verringertem Druck werden 88 g Jonon durch n™ = 1,5202 und einem
/3-Jonongehalt von 95 % (bestimmt durch UV-Spektroskopie)
erhalten; Kp.5 = 108 bis HO0C.
Unter Rühren werden 22,5 g Methanol zu 300 g technischer Schwefelsäure (93%ig) bei einer Temperatur
unterhalb von 100C zugesetzt. Unter Rühren werden 100 g Pseudojonon (95%ig) dem auf-100C
abgekühlten Cyclisierungsmittel innerhalb von 60 Minuten zugesetzt. Das erhaltene Gemisch weist sodann
eine Temperatur von-50C auf. Bei dieser Temperatur
wird weitere 15 Minuten gerührt.
Das Umsetzungsgemisch wird sodann in 11 Eiswasser
gegossen. Die organische Schicht wird abgetrennt und bis zum Neutralpunkt mit wäßrigen Salz-
und Natriumcarbonatlösungen in der im Beispiel 1 so beschriebenen Weise gewaschen. Nach dem Trocknen
und Fraktionieren bei verringertem Druck werden 87 g /3-Jonon mit n'S = 1,5206 und einem ß-Jonongehalt
von 96% erhalten; Kp.5 = 108 bis 1090C.
Der durch das vorliegende Verfahren erzielbare technische Fortschritt geht aus folgenden Vergleichszahlen
hervor:
Unter Rühren werden 30 g Äthanol zu 300 g Schwefelsäure (98%ig) bei einer Temperatur unterhalb
von 100C zugesetzt. Unter Rühren werden 100 g
Pseudojonon (95%ig) dem auf —10°C abgekühlten Cyclisierungsmittel innerhalb von 60Minuten zügesetzt.
Das erhaltene Gemisch weist sodann eine Temperatur von — 5°C auf. Es wird weitere 15 Minuten
bei dieser Temperatur gerührt und dann in 11 Eiswasser gegossen. Die organische Schicht wird abgetrennt
und bis zum Neutralpunkt mit wäßrigen Salz- und Natriumcarbonatlösungen gewaschen. Nach dem
Trocknen und Fraktionieren bei verringertem Druck werden 85 g £-Jonon mit n%° = 1,5203 und einem
/S-Jonongehalt von 95,5 % erhalten; Kp.lo = 125 bis
129°C.
BeisPie14
45
Unter Rühren werden 30 g n-Propanol zu 300 g Schwefelsäure (98 %ig) bei einer Temperatur unterhalb
von 1O0C zugesetzt. Unter Rühren werden 100 g Pseudojonon (95%ig) dem auf -1O0C abgekühlten
Cyclisierungsmittel innerhalb von 60 Minuten zugesetzt. Das erhaltene Gemisch weist eine Temperatur
von—5°C auf. Es wird weitere 15 Minuten bei dieser
Temperatur gerührt und dann in 11 Eiswasser gegössen.
Die organische Schicht wird abgetrennt und sodann bis zum Neutralpunkt mit wäßrigen Salz- und
Natriumcarbonatlösungen gewaschen. Nach dem Trocknen und Fraktionieren bei verringertem Druck
werden 83 g ß-Jonon mit nf — 1,5198 und einem
/3-Jonongehalt von 95,0% erhalten; Kp.5 = 108 bis
HO0C.
B e 1 s ρ 1 e 1 5
Unter Rühren werden 30 g Isopropanol zu 300 g Schwefelsäure (98 %ig) bei einer Temperatur unterhalb
von 1O0C zugesetzt. Unter Rühren werden 100 g Pseudojonon (95 %ig) zu dem auf —10°C abgekühlten
Cyclisierungsmittel innerhalb von 60 Minuten zugesetzt. Das erhaltene Gemisch weist sodann eine Temperatur
von —5 0C auf. Dasselbe wird weitere 15 Minuten
bei dieser Temperatur gerührt und anschließend in 11 Eiswasser gegossen. Die organische Schicht wird
abgetrennt und bis zum Neutralpunkt mit wäßrigen Salz- und Natriumcarbonatlösungen gewaschen. Nach
^61n Trocknen un(j Fraktionieren bei verringertem
Druck werden 81 g /3-Jonon mit nf = 1,5207 und
einem /3-Jonongehalt von 98,0 % erhalten; Kp.6 = 109
bis Hl0C.
B e ι s ρ ι e 1 6
Unter Rühren werden 30 g Äthylenglykol zu 300 g Schwefelsäure (98%ig) bei einer Temperatur unterhalb
von 1O0C zugesetzt. Unter Rühren werden 100 g
Pseudojonon (95 °/oig) dem auf —100C abgekühlten
Cyclisierungsmittel innerhalb von 60 Minuten zugesetzt. Das erhaltene Gemisch weist sodann eine Temperatur
von -50C auf. Dasselbe wird weitere 15 Minuten
bei dieser Temperatur gerührt und sodann in 11 Eiswasser gegossen. Die organische Schicht wird
abgetrennt und mit wäßrigen Salz- und Natriumcarbonatlösungen neutral gewaschen. Nach dem
Trocknen und Fraktionieren bei verringertem Druck werden 84 g /3-Jonon mit nsg = 1,5205 und einem
/8-Jonongehalt von 96,0% erhalten; Kp.5 = 108 bis
109°C.
-^jn beson(ierer Vorzug des erfindungsgemäßen
Verfahrens liegt in der Reinheit des gewonnenen /?-Jonons, wie aus der folgenden Gegenüberstellung
mit dem gemäß dem Verfahren der deutschen Auslegeschrift 1 080 105 erhaltenen Produkten ersichtlich ist:
an ß!j
, ,.,....„.,.. in Gewichts-
Deutsche Auslegeschnft 1080105: prozent
Beispiel 1 94,1
Beispiel 2 93,7
Beispiel 3 94,3
Erfindungsgemaß:
Beispiel 1 95
Beispiel2 96
Beispiel 3 95,5
Beispiel4 95
Beispiel 5 98
Beispiel 6 96
Claims (3)
1. Verfahren zur Herstellung von /3-Jonon durch Cyclisieren von Pseudojonon in Gegenwart von
konzentrierter Schwefelsäure bei Temperaturen von —10 bis 0° C in Gegenwart eines polaren
Lösungsmittels, dadurch gekennzeichnet, daß man als polares Lösungsmittel ein
wasserlösliches, niederes, aliphatisches Mono- oder Diol, wie Methanol, Äthanol, Propanol, Isopropanol
oder Äthylenglykol, verwendet.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Alkohol in einer Menge von
7,5 bis 10 Gewichtsprozent, berechnet auf die angewandte Schwefelsäuremenge, eingesetzt wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß Pseudojonon und Schwefelsäure im
Gewichtsverhältnis 1:3 eingesetzt werden.
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Also Published As
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