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DE2405283A1 - Thermolyse von styroloxid - Google Patents

Thermolyse von styroloxid

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DE2405283A1
DE2405283A1 DE19742405283 DE2405283A DE2405283A1 DE 2405283 A1 DE2405283 A1 DE 2405283A1 DE 19742405283 DE19742405283 DE 19742405283 DE 2405283 A DE2405283 A DE 2405283A DE 2405283 A1 DE2405283 A1 DE 2405283A1
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styrene oxide
phenylacetaldehyde
reaction
temperature
acid
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DE19742405283
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James M Watson
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Total Petrochemicals and Refining USA Inc
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Cosden Oil and Chemical Co
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    • C07C45/81Separation; Purification; Stabilisation; Use of additives by change in the physical state, e.g. crystallisation
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  • Organic Chemistry (AREA)
  • Crystallography & Structural Chemistry (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

PATENTANWÄLTE
//Dipl.-Ing. R WlRTH ■ Dr. V. SCHMIED-KOWARZIK K
DlpWrjg. G. DANNENBERG · Dr. P. WEINHOLD · Dr. D. GUDEL
/ i 281134 - β FRANKFURTAM MAIN
TEtEF^N ίΟβΙΟ 7 1 287014 GR. ESCHENHEIMER STRASSE 39
SK/SK COS 291
Cosden Oil & Chemical Company
118 V/est 2nd Street
Big Spring, Tex. 79720 / USA
- Thermolyse von Styroloxid
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf die Thermolyse von Styroloxid. Sie bezieht sich insbesondere auf die Thermolyse von Styroloxid zur Herstellung von Phenylacetaldehyd.
Styroloxid ist ein bekanntes Ausgangsmaterial zur Herstellung verschiedener Chemikalien. Auch Phenylacetaldehyd ist eine bekannte chemische Verbindung mit vielen Verwendungszwecken.
das So wird z.B. Phenylacetaldehyd sowie/Dimethylacetal und Äthylenglykolacetale desselben bei der Paifümherstellung und -formulierung verwendet.' Diese Verwendung ist dem Fachmann geläufig und braucht nicht weiter beschrieben zu werden.
Das typische Verfahren zur Herstellung von Phenylacetaldehyd erfolgt gewöhnlich in mehreren Stufen. Typischerweise werden Benzaldehyd und Äthylchloracetat einer Kondensationsreaktion unterworfen, worauf das Produkt hydrolysiert wird. Anschließend
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wird eine Decarboxylierungsstufe durchgeführt. Dieses mehrstufige Verfahren zur Herstellung von Phenylacetaldehyd ist teuer und oft mühsam. Ziel der vorliegenden Erfindung ist daher die Schaffung eines neuen und verbesserten Verfahrens zur Herstellung von Phenylacetaldehyd.
Die vorliegende Erfindung schafft ein neues Verfahren zur Herstellung von Phenylacetaldehyd aus Styroloxid nach einem relativ geradelinigen und einfachen Verfahren.
Ein weiteres Ziel der vorliegenden Erfindung ist die Schaffung einer, hier als Thermolyse beschriebenen, Umlagerung von Styroloxid zur Bildung wünschenswerter Reaktionsprodukte. Man kann nicht nur Phenylacetaldehyd .herstellen, sondern das rohe Reaktionsprodukt kann direkt zur Umwandlung des darin enthaltenen Phenylacetaldehyds in sein Athylenglykol acetal, und -dimethylacetal ohne notwendige vorherige Isolierung und Reinigung des Zwischenproduktes (Phenylacetaldehyd) behandelt werden.
Styroloxid kann erhitzt werden und zersetzt sich unter der Einwirkung dieser Wärme. Eine typische Zersetzung von Styroloxid bei erhöhter Temperatur kann als Pyrolyse von Styroloxid beschrieben werden. Die Reaktionsprodukte sind hauptsächlich Toluol und Kohlenmonoxid. Bei ausreichend drastischen Bedingungen zersetzt sich selbstverständlich sogar das Toluol unter Bildung von Reaktionsprodukten.
Erfindungsgemäß wurde festgestellt, daß sich Styroloxid unter einer relativ milden Kombination von Bedingungen, insbesondere bei relativ niedriger Temperatur von etwa 180-450°C, vorzugs-
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weise etwa 250-375°C, unter Bildung einer vollständig unterschiedlichen, jedoch erwünschten Reaktion umlagert. Dieses relativ milde Erhitzen von Styroloxid wird im folgenden als Thermolyse zur Unterscheidung vom schärferen Erhitzen bezeichnet, das zu einer Zersetzung in unerv/ünschte Reaktionsprodukte führt und im folgenden als Pyrolyse bezeichnet wird.
Gemäß einem wichtigen Merkmal der vorliegenden Erfindung wird Phenylacetaldehyd durch ein Verfahren hergestellt, das dadurch gekennzeichnet ist, daß man Styroloxid zur Bewirkung seiner Thermoplyse in Phenylacetaldehyd erhitzt. Dann kann der Phenylacetaldehyd von der Reaktionsproduktmischung unter Bildung von praktisch reinem Phenylacetaldehyd gewonnen werden.
In einer bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung kann die Thermolysestufe als absatzweises Verfahren durchgeführt werden. In einer anderen bevorzugten Ausführungsform erfolgt diese Thermoplyse als kontinuierliches Verfahren (Fließverfahren) .
In einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung erfolgt die Thermolyse von Styroloxid, während sich dieses in flüssiger Phase befindet. In einer anderen Ausführungsform erfolgt die Thermolyse mit Styroloxid in der Dampfphase.
In einer weiteren Ausführungsform der vorliegenden Erfindung wird die Styroloxidthermolyse durchgeführt, während sich das Styroloxid in Lösung in einem inerten Lösungsmittel, wie z.B. Benzol, Toluol, Xylol, 2,2,^-Trimethylpentan usw., befindet. In jeder Ausführungsform der vorliegenden Erfindung erfolgt die Thermolyse bei-relativ niedrigen Temperaturen innerhalb eines
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kritischen Temperaturbereiches. Die obere Grenze dieses Bereiches liegt bei etwa 450 C, während seine untere Grenze weniger entscheidend ist, zur Erzielung einer merklichen Ausbeute in einer vernünftigen Zeit jedoch um etwa 1800C. beträgt. Die Reaktion erfolgt vorzugsweise zwischen 250-375°C.
Die bisher besten Ergebnisse wurden bei Temperaturen innerhalb des bevorzugten Bereiches zwischen etwa 275-350°C. für die Reaktion in flüssiger Phase und zwischen etwa 325-375°C. für die Dampf phasenreaktion erzielt.
Obgleich der Temperaturbereich vermutlich entscheidend ist, ist ein numerischer Ausdruck desselben im Hinblick auf die Änderungen der Temperatur mit der Kontaktzeit etwas schwierig. Bei entsprechenden Temperaturen können viele verschiedene Kontaktzeiten angewendet werden. In der Praxis liegt eine Temperatur, die bei einer gegebenen Kontaktzeit die Styroloxidreaktion unter Bildung einer technischen annehmbaren Menge an Phenylacetaldehyd, z.B. um etwa 30 Gew.-%, bewirkt, gut innerhalb des entscheidenden Bereiches. Es wird bemerkt, daß bei höheren Temperaturen außerhalb des wirklichen kritischen Bereiches solche Prozentsätze nicht erreicht werden können, da die Reaktion in vollständig anderer Weise verläuft und z.B. wesentliche Mengen an Toluol und Kohlenmonoxid liefert. Diese unerwünschte Reaktion bei höherer Temperatur tritt ein, wenn die obere kritische Temperatur überschritten wird. Ein einfaches und schnelles Testverfahren, z.B. die übliche chromatographische Analyse, macht es leicht festzustellen, ob die Reaktion im Temperaturbereich für die Thermolyse verläuft oder nicht, indem man bestimmt, ob eine wesentliche Menge an Phenylacetaldehyd, z.B. etwa 30 Gew.-%
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oder mehr, im Reaktionsprodukt erhalten wurde. Dieses Verfahren zum Ausdrücken der kritischen Werte ist in der Praxis zweckmäßig und. relativ "billig.
Erf indungsgeinäß kann das. Styroloxid nun zur Thermolyse absatzweise oder in einem kontinuierlichen Fließverfahren erhitzt werden. Obgleich man so praktisch reines Styroloxid umsetzen kann, ist es oft zweckmäßig, das Styroloxid für die Thermolysestufe in einem inerten Lösungsmittel, wie Toluol, Benzol, Xylole, Äthylbenzol, Heptan, Octan und anderen analogen Kohlenwasserrstoffen oder anderen inerten Losungsmitteln zu lösen. Bei einer Reaktion mit Lösung, bei welcher das Styroloxid in einem inerten Lösungsmittel gelöst ist, wird vorzugsweise eine relativ geringe Menge Styroloxid in einer relativ großen Menge an inertem Lösungsmittel gelöst.
Die hier verwendete Bezeichnung "geringe Menge" bedeutet weniger als etwa die Hälfte, während "Hauptmenge*1 .als" mehr als etwa die Hälfte definiert ist. Die Lösungsreaktion kann entweder in flüssiger oder Dampfphase durchgeführt werden.
Wenn die Thermolyse des Styroloxids in Lösung durchgeführt wird,-ist das Styroloxid vorzugsweise in einer Menge" von etwa 2-20 %, ausgedrückt als Gew.-5o Styroloxid in der Gesamtlösung aus Styroloxid im inerten Lösungsmittel, anwesend, und die Reaktionstemperatur wird vorzugsweise zwischen etwa 250-3750C. gehalten.
Bei der Thermolyse von Styroloxid in Lösung wird das Reaktionsprodukt einer Verfahrensstufe zur Abtrennung des gebildeten Phenylacetaldehyds vom rohen Reaktionsprodukt unterworfen.
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Diese Abtrennu-ng kann auf verschiedene Weise, z.B. durch Destillation, durchgeführt werden, die für eine solche Abtrennung bevorzugt wird. Die Thermolysereaktion erfolgt vorzugsweise unter sdbhen Bedingungen, die zu einer praktisch vollständigen Umwandlung des Styroloxids führen, was jedoch in manchen Fällen nicht ganz möglich sein kann. Es wird darauf hingewiesen, daß in den Fällen, wo Styroloxidausgangsmaterial in dem zu reinigenden Reaktionsprodukt in schädlicher Menge zurückbleibt, das Reaktionsprodukt voijÖ.er Destillation zur'Eliminierung dieses Styroloxids behandelt werden sollte, da die Siedepunkte \aa Styroloxid und Phenylacetaldehyd sehr ähnlich (etwa 10C. .Unterschied) sind. Das Styroloxid kann durch Waschen der Reaktionsmischung mit verdünnter Mineralsäure in Phenyläthylenglykol umgewandelt werden. Das Glykol wird dann einfach zusammen mit der wässrigen Phase in einer üblichen Flüssigkeits-Flüssigkeits-Trennung abgetrennt. Die organische (oder Lösungsmittel-) Phase enthält den Phenylacetaldehyd, der dann durch übliches Destillationsverfahren gewonnen wird. Ist Mineralsäure für die Umwandlung von restlichem Styroloxid notwendig oder erwünscht, dann wird diese vorzugsweise
10 in einer Menge von etwa 1-3 Vol.-Teilen wässriger Säure pro/Vol.-Teil, Reaktionsproduktmischung einschließlich inertem Lösungsmittel verwendet. Es können unterschiedlich starke wässrige Säuren verwendet werden, die Konzentration derselben liegt jedoch vorzugsweise zwischen etwa 1-20 Gew.-96 (z.B. 1-20-gew.-Jtige H2SO^, HCl, HNO, oder eine andere Mineralsäure). Für die meisten Zwecke ist vermutlich der untere Teil des Bereiches, d.h. etwa 1-4 Gew.-#, am zweckmäßigsten. Zimmertemperatur hat sich für die Säurebehandlung als zufriedenstellend erwiesen.
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Während der Berührung der rohen Reaktionsmischung mit Säure variiert die Kontaktzeit erheblich mit der Stärke der Säure und liefert eine praktisch vollständige Umwandlung des restlichen Styroloxids. Bei einer Berührung bei Zimmertemperatur wurde erfindungsgemäß z.B. festgestellt, das mit etwa 1-20-%iger Schwefelsäure die Reaktionszeit von 1 Stunde bei der niedrigeren Säurekonzentration bis zu etwa. 5 Minuten bei der höheren Säurekonzentration variiert. Die Berührung erfolgt am besten durch Rühren oder andere Bewegung der wässrigen Säure und rohen Produktmischung; es können jedoch alle Maßnahmen angewendet werden, die einen innigen Kontakt für die erforderliche Dauer ergeben.
Wie erwähnt, kann die Thermolyse von relativ reinem Styroloxid sowie einer Lösung aus Styroloxid in inertem Lösungsmittel in der Dampfphase erfolgen. Bei Durchführung der vorliegenden Erfindung in der Dampfphase wild die Berührungzeit für die Reaktion vorzugsweise bei den etwas höheren Temperaturen im Vergleich zur Reaktion in flüssiger Phase relativ verkürzt, wobei die Temperatur vorzugsweise etwa 325-3750C. beträgt. Die Dampfphasenreaktion hat den Vorteil einer zweckmäßigeren Handhabung.
Ob" in flüssiger oder. Dampfphase, das erfindungsgemäße Verfahren liefert bei den höheren Temperaturen innerhalb des kritischen Bereiches beschleunigte Reaktionszeiten.
In vielen Fällen kann die Erzielung eines Acetals anstelle von Phenylacetaldehyd zweckmäßig sein. Dies kann direkt ohne Isolierung des Aldehyds durch Behandlung des rohen Reaktionsprodiiktes erfolgen. So kann durch Zugabe von Äthylenglykol mit einem Säurekatalysator, wie H2SO^, p-Toluolsulfonsäure, Benzolsulfon-
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säure, Phosphorsatire usw., die Umwandlung des Phenylacetaldehyds in Phenylacetaldehydäthylenglykolacetal erreicht werden. Mit Methanol als Zusatz zur rohen Reaktionsmischung in Anwesenheit eines solchen Säurekatalysators kann man das Dimethylacetal von Phenylacetaldehyd erhalten.
Die folgenden Beispiele veranschaulichen die vorliegende Erfindung, ohne sie zu beschränken. -
Beispiel ±
Eine 50-Mikroliter-Probe Styroloxid wurde unter Vakuum in ein klares Pyrex-Rohr (150 mm χ 5 mm innerer Durchmesser) verschlossen und das verschlossene Rohr 1 Stunde auf 300°C. erhitzt. Die chromatographische Analyse des Rohrinhaltes zeigte, daß 30,0 Gew.-% desselben in das gewünschte Reaktionsprodukt Phenylacetaldehyd umgewandelt waren, wobei 46,8 Gew.-% des Inhaltes aus nicht umgesetztem Styroloxid bestanden. Der Rest des Reaktionsprodukte s umfaßte 21,5 % schwere organische Materialien, 0,8 % Toluol, 0,1 % Phenylacetylen und 0,8 % leichte, nicht identifizierte Materialien. Im obigen Beispiel verlief die Reaktion hauptsächlich als Dampfphasenreaktion.
Beiispiel 2
Beispiel 1 wurde wiederholt, wobei statt einer- Stunde 2 Stunden auf 300°C. erhitzt wurde. Die chromatographische Analyse des Materials nach dem Erhitzen ergab die folgende Zusammensetzung:
Phenylacetaldeyd 409835/1026 44,7 %
Styroloxid 16,6 %
schwere im identifizierte organische
Haterialien 34,7 %
Toluol 2,5 %
Phenylacetylen 0,3 %
leichte, nicht identifizierte
Materialien — 1*2 %
Beispiel 3
Ein Parr-Rührreaktor aus rostfreiem Stahl wurde mit 700 ecm Toluol und 75 g Styroloxid beschickt, verschlossen und unter Rühren 3 Stunden auf 275+5°C erhitzt. Die Produktmischung bestand laut Gas-Flüssigkeits-dhromatographischer AQalyse (Toluol ausgeschlossen) aus Phenylacetaldehyd mit nur geringen Mengen an Verunreinigungen. Laut Analyse zeigte die Reaktionsmischung 85,4 Gew.-% Phenylacetaldehyd mit 1,6 % nicht umgesetztem Styroloxid. Nicht identifizierte Reaktionsmaterialien machten den Rest der Komponenten aus. Der Phenylacetaldehyd wurde durch Blitzdestillation des Lösungsmittels unter Vakuum und anschließende fraktionierte Vakuumdestillation isoliert. Die Ausbeute betrug 62 % d.Th. Es wird bemerkt, daß es in diesem Beispiel zur Erzielung eines praktisch styroloxidfreieh Endproduktes notwendig ist, das Reaktionsprodukt zuerst mit Mineralsäure zur Umwandlung des Styroloxids in das Glykol zu behandeln, das mit der wässrigen Phase in einer typischen Flüssigkeits-Flüssigkeits-Abtrennung abgetrennt wird. Dann wird die Toluol-Phenylacetaldehyd-Phase dem obigen Destillationsverfahren unterworfen und liefert praktisch reinen Phenylacetaldehyd.
Beispiel 4
Beispiel 3 wurde wiederholt, wobei eine Temperatur von 25O+5°C. bei einer Dauer von 5 Stunden angewendet wurde. Laut Analyse des Endproduktes war die Umwandlung des Styroloxids in diesen 5 Stunden praktisch beendet worden.
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Be. ispiel 5
Ein 2-1-Parr-Rührreaktor wurde mit 700 ecm Benzol und 75 g Styroloxid beschickt, verschlossen und unter Rühren 2 Stunden auf 275+5 C. erhitzt. Laut glc-Analyse bestand die Produktiaischung (ausschließlich Benzol) aus 95 % Phenylacetaldehyd, wobei der Rest von geringeren Verunreinigungen ausgemacht wurde. Phenylacetaldehyd von wesentlicher Reinheit wurde durch Blitzdestillation des Lösungsmittels unter Vakuum und anschließende fraktionierte Vakuumdestillation isoliert. Die Ausbeute betrug 65 % d.Th.
Beispiel 6
Beispiel 5 wurde bei einer Reaktionstemperatur von 3OO+5°C. wiederholt. Die zur Beendigung der Umwandlung des Styroloxids notwendige Zeit betrug 20 Minuten. Die Ausbeute an Phenylacetaldehyd betrug 67 % d.Th.
Beispiel 7
Flüssiges Styroloxid von 300°C. wurde durch das Rohr in einer erhitzten Schale eines üblichen Schalen-Rohr -Reaktors/geleitet. Bei diesem Fließverfahren betrug die Verweilzeit des Styroloxids etwa 30 Hinuten. Die Schalenseite des Reaktors wurde durch ein übliches geschmolzenes Salzbad auf 3000C. gehalten. Das Endprodukt aus dem Reaktor wurde zu einem Vakuumdestillationsturaa geführt, worauf das Bodenprodukt zu einem zweiten Turm geführt wurde, in welchem die fraktionierte Destillation zur Erzielung ' von Phenylacetaldehyd von befriedigender technischer Reinheit erfolgte.
/* ("shell tube ractor")
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Beispiel 8
Beispiel 7 wurde bei einer Temperatur von 3^O0C. und einer Verweilzeit von 3 Minuten wiederholt. Die Ergebnisse waren mit denen von Beispiel 7 vergleichbar.
B ei spiel 9 '
Beispiel 8 wurde wiederholt, wobei das Styroloxid unter Vakuum verdampft wurde und mit einer V.erweilzeit von 5 Minuten bei 3^0 C. durch-das Rohr floß. Dieses war mit Glasperlen gefüllt, um eine zur Schaffung der gewünschten Verweilzeit entsprechende Verzögenng zu ergeben. Am Austrittsende des Reaktors wurde eine Vakuumpumpe verwendet, um einen Druck von weniger als etwa 10 mm Hg aufrechtzuerhalten. Das Reaktionsprodukt wurde in einem üblichen Kühler (vom "knock-down" Typ) gesammelt und anschließend durch Destillation wie im obigen Beispiel gereinigt.
Beispiel 10
Beispiel 6 wurde wiederholt, wobei jedoch eine Temperatur von . 325°C. während des gesamten Verfahrensverlaufes angewendet wurde. Die Erhitzungszeit betrug etwa 6 Minuten. Die Umwandlung war praktisch vollständig; die Ausbeute war derjenigen von Beispiel 6 vergleichbar.
Beispiel 11
Dieses Beispiel zeigt, wie die Säurebehandlung in den notwendigen Fällen durchgeführt werden kann.
Zu 100 ecm rohem Reaktionsprodukt, einschließlich des inerten Lösungsmittels (Toluol, Benzol usw., wie oben beschrieben), wurden 10 ecm 1-gew.-50ige Schwefelsäure zugefügt. Diese 100 ecm Lösung sind in ihrer Zusammensetzung derjenigen von Beispiel 3 vergleichbar, wobei jedoch die Verunreinigung des Reaktions-
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2,4 3,2
11,0 keines
74,4 95,2
12,2 1,8
mit Styoloxid etwas größer war. Die erhaltene Mischung aus wässriger Säure und Rohprodukt mit organischem Lösungsmittel wurde 1 Stunde bei Zimmertemperatur gerührt, und die Phasen wurden durch einen üblichen .Scheidetrichter getrennt. Laut Analyse war4 die erhaltene organische Phase von Styroloxid frei. Ein Vergleich der Anitlyse des Rohproduktes (ohne den Toluolgehalt) und der aus der Trennung erhaltenen organischen Phase war wie folgt:
Rohprodukt organische Phase nach Trennung
leichte Materialien
Styroloxid
Phenylacetaldehyd schwere Materialien
Aus den obigen Daten ist ersichtlich, daß durch die Säurebehandlung und Trennung praktisch alles Styroloxid eliminiert wurde. ■■
Beispiel 1_2
Eine rohe Reaktionsmischung aus der Thermolyse von Styoloxid wurde der Reaktion mit Athylenglykol zur Bildung des entsprechenden Acetals ohne Reinigung des Phenylacetaldehyds in der rohen Reaktionsmischung unterworfen. Die Thermolyse erfolgte gemäß dem in Beispiel 3 angegebenen Verfahren, und die rohe Reaktionsmischung enthielt 89,4 Gew.-?6 Phenylacetladehyd, 7,6 Gev.-% schwere, nicht identifizierte organische Materialien und 3,0 Gew.-% leichte, nicht identifizierte Materialien ausschließlich das anwesenden Lösungsmittels (Benzol). 250 g dieses Materials mit anwesendem Lösungsaittel wurden in einem 500-ccm-Kolben mit 62 g Athylenglykol und 1,0 g p-Toluolsulfonsäure als Katalysator gemischt. Die Mischung wurde zum Rückfluß erhitzt,
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wobei das Benzol-Wasser-Azeotrop über Kopf abdestillierte und das Wasser aus dem-Azeotrop durch Kondensieren nach Abtrennung vom Benzol gesammelt wurde. Das Erhitzen zum Rückfluß erfolgte 5,5 Stunden, dann wurde die Reaktionsmischung abgekühlt, mit NaHCO, neutralisiert, mit Wasser verdünnt und die organische Phase von der wässrigen Phase abgetrennt. Laut Analyse enthielt die organische Phase auf benzolfreier Basis 66 Gev.-% des Ace- " tals. Die Ausbeute betrug fast 100 %, bezogen auf die in der rohen Mischung enthaltene Aldehydmenge.
in
Es wird bemerkt, daß/vielen der obigen Beispiele keine Säureumwandlungsstufe des Styroloxids zur Reinigung nötig ist. Diese Stufe ist nur da notwendig, wo die Thermolysereaktion des Styroloxids nicht bis zur vollständigen Beendigung geführt wird oder wo sehr geringe Mengen an Styroloxid als Verunreinigung im Phenylacetaldehydendprodukt nicht toleriert werden können. Gewöhnlich wird es unter solchen Bedingungen erfindungsgemäß bevorzugt, die Styroloxidreaktion zu beenden, wodurch die Säureumwandlungsstufe unnötig wird.
Die hier verwendete Bezeichnung "flüssige Phase" bezieht sich hauptsächlich auf das Styroloxid und. Phenylacetaldehyd und schließt die Möglichkeit leichterer Komponente* einschließlich lösungsmittel, im Dampfzustand nicht aus.
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Claims (14)

Patentansprüche
1.-- Verfahren zur Thermolyse von Styroloxid, dadurch gekennzeichnet, daß man Styroloxid zur Erzielung eines Phenylacet- · aldehyd umfassenden Reaktionsproduktes, auf eine Temperatur zwischen etwa 180-4500C. erhitzt.
2.- Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Temperatur zwischen etwa 250-375°C. beträgt.
3.- Verfahren nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Styroloxid zum Zeitpunkt der ersten Behandlung mit Wärme als praktisch reines Styroloxid ohne andere Komponenten vorliegt.
4.- Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Styroloxid sich während des Erhitzens in flüssiger Phase befindet und die Temperatur zwischen etwa 275-350°C. liegt.
5.- Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Styroloxid sich während des Erhitzens praktisch in der Dampfphase befindet und die Temperatur zwischen 325-3750C. liegt.
6.- Verfahren nach Anspruch 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß das Styroloxid zum Zeitpunkt der ersten Behandlung mit Wärme in einem inerten Lösungsmittel gelöst ist.
7.- Verfahren nach Anspruch 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Reaktion bis zur praktisch vollständigen Umwandlung von Styroloxid durchgeführt wird.
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8.- Verfahren nach Anspruch 7» dadurch gekennzeichnet, daß das Erhitzen des Styroloxids in Lösung in einem inerten Lösungsmittel erfolgt und das Reaktionsprodukt zur Bildung von gereinigtem Phenylacetaldehyd einer Destillation unterworfen wird.
9·- Verfahren nach Anspruch 1 Ms 6, dadurch gekennzeichnet, daß - falls in der Reaktionsmischung noch nicht umgesetztes Styroloxid anwesend ist - diese mit verdünnter Mineralsäure behandelt wird.
10.- Verfahren nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß sich nach der Säurebehandlung eine Abtrennung der wässrigen Phase und Destillation der organischen Phase .zur Bildung eines gereinigten Phenylacetaldehydproduktes anschließt.
11·.— Verfahren nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Stufen kontinuierlich durchgeführt werden.
12.- Verfahren nach Anspruch 1 bis 11., dadurch gekennzeichnet, daß zur Abtrennung des Phenylacetaldehyds als Acetal Äthylenglykol oder Methanol sowie ein Säurekatalysator zugefügt werden, worauf nach entsprechender Umsetzung das erhaltene Acetal abgetrennt wird.
13·- Verfahren nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß als Katalysator p-Toluolsulfonsäure verwendet wird.
14.- Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Styroloxid solange bei einer entsprechenden Temperatur umgesetzt wird, daß das Reaktionsprodukt, ohne anwesende inerte Komponenten und Verdünnungsmittel, mindestens etwa 30 Gew.-%
Phenylacetaldehyd enthält. Der Patentanwalt:
U ' - A
0 9 8 3 5 / 1 0 2 6 ■ ' 'J. ■'] /'
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