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DE1080105B - Verfahren zur Herstellung von im Kern ungesaettigten Jononverbindungen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von im Kern ungesaettigten Jononverbindungen

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Publication number
DE1080105B
DE1080105B DEH34820A DEH0034820A DE1080105B DE 1080105 B DE1080105 B DE 1080105B DE H34820 A DEH34820 A DE H34820A DE H0034820 A DEH0034820 A DE H0034820A DE 1080105 B DE1080105 B DE 1080105B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
sulfuric acid
mixture
cyclization
temperature
solution
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEH34820A
Other languages
English (en)
Inventor
Solomon Kaiser
Florham Park
Walter Kimel
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
F Hoffmann La Roche AG
Original Assignee
F Hoffmann La Roche AG
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Filing date
Publication date
Application filed by F Hoffmann La Roche AG filed Critical F Hoffmann La Roche AG
Publication of DE1080105B publication Critical patent/DE1080105B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C49/00Ketones; Ketenes; Dimeric ketenes; Ketonic chelates
    • C07C49/587Unsaturated compounds containing a keto groups being part of a ring

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von im Kern ungesättigten Jononverbindungen Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von im Kern ungesättigten Jononverbindungen mittels Schwefelsäure in Gegenwart von organischen Lösungs- oder Verdünnungsmitteln, welches dadurch gekennzeichnet ist, daß man die Cyclisierung in Gegenwart eines unterhalb 130° C siedenden gesättigten aliphatischen oder cycloaliphatischen Kohlenwasserstoffs durchführt.
  • Als Ausgangsmaterialien für das erfindungsgemäße Verfahren können beispielsweise Pseudojononverbindungen der nachstehenden Formel verwendet werden: worin R1, R2, R3, R4, RS und R, Wasserstoff oder niedere Alkylreste darstellen.
  • Vorzugsweise cyclisiert man diese Verbindungen unter Rühren in einer Mischung, welche aus dem gesättigten Kohlenwasserstoff und ungefähr 60 bis 100°/oigerSchwefelsäure besteht, bei einer Temperatur von ungefähr - 20 bis -f- 25° C, wobei zur Hauptsache Verbindungen der folgenden Formeln erhalten werden: Ri, R2, R3, R4, RS und R6 besitzen darin dieselbe Bedeutung wie oben.
  • Ein wesentliches Merkmal des erfindungsgemäßen Verfahrens besteht darin, daß die Cyclisierung in einem heterogenen (zweiphasigen) System erfolgt. Das organische Lösungsmittel wird in genügender Menge angewendet, um das als Ausgangsmaterial eingesetzte Pseudojonon zu lösen. Nach der Cyclisierungsreaktion befindet sich das gebildete Jonon ebenfalls gelöst im organischen Lösungsmittel. Das saure Cyclisierungsmittel löst sich dagegen nicht im organischen Medium. Um einen genügenden Kontakt zwischen der Pseudojononverbindung und der Schwefelsäure zu gewährleisten, ist es notwendig, die Reaktionsmischung stark zu rühren. Nach einer bevorzugten Ausführungsform wird diePseudoj ononverbindung in einem organischen Lösungsmittel gelöst und die erhaltene Lösung langsam einer Mischung von Schwefelsäure mit demselben organischen Lösungsmittel zugefügt.
  • Auf einenVolumteil derPseudoj ononverbindung werden zweckmäßigmindestens 2 Volumteile organisches Lösungsmittel verwendet. Vorzugsweise führt man die Reaktion in einem Gemisch durch, welches pro Volumteil Pseudoj ononverbindungungefähr 4 VolumenorganischesLösungsmittel enthält. Es können jedoch auch größere Mengen Lösungsmittel zugesetzt werden. Eine Grenze nach oben ist nur aus ökonomischen Gründen oder durch die Kapazität des Reaktionsgefäßes gesetzt. Zweckmäßig setzt man jedoch nicht mehr organisches Lösungsmittel zu, als zur Gewährleistung leichten Rührens derReaktionsmischung notwendig ist.
  • FürdaserfindungsgemäßeVerfahren besonders geeignete organische Lösungsmittel sind unterhalb ungefähr 130° C siedende gesättigte aliphatische und cycloaliphatische Kohlenwasserstoffe. Zweckmäßig verwendet man z. B. n-Pentan, n-Hexan, n-Heptan, Cyclohexan, Petroläther, Benzin, Ligroin und andere Petroleumfraktionen, welche die oben angegebenen Charakteristika aufweisen und zwischen 30 und 100° C sieden. Vorzugsweise können auch verschiedene der im Handel leicht erhältlichen Petroleumfraktionen verwendet werden, z. B. eine zur Hauptsache aus n-Hexan bestehende Petroleumfraktion vom Siedeintervall 60 bis 70° C oder eine im wesentlichen aus n-Heptan bestehende Petroleumfraktion vom Siedeintervall 85 bis 100° C.
  • Die Konzentration der zu verwendenden Schwefelsäure richtet sich nach dem herzustellenden Jonon, d. h. j e nachdem, ob ein Jonon der a-Reihe (z. B. a-Jonon, a-Iron oder 3-Äthyl-a-jonon) oder ein Jonon der ß-Reihe (z. B. ß-Jonon oder ß-Iron) hergestellt werden soll, wird die Konzentration der Schwefelsäure verschieden gewählt. Im allgemeinen nimmt der Gehalt des Endproduktes an ß-isomerem Jonon mit zunehmender Konzentration der Schwefelsäure zu. Zwecks Herstellung eines jonones mit überwiegendem ß-Jononcharakter wird bevorzugt ungefähr 93 bis 100°/@ge Schwefelsäure benutzt. Für die Herstellung eines Jonones, welches in überwiegendem Maße a-Charakter aufweist, setzt man bevorzugt ungefähr 60 bis 85°/@ge Schwefelsäure ein. Zweckmäßig wird die Schwefelsäure im Verhältnis von 1,5 bis 4 Gewichtsteilen auf ein Teil Pseudojononverbindung eingesetzt. Als besonders vorteilhaft hat sich die Verwendung von ungefähr 2,5 bis 3,5 Gewichtsteilen Schwefelsäure pro Gewichtsteil Ausgangsmaterial erwiesen.
  • In ähnlicher Weise ist der für die Cyclisierung gewählte Temperaturbereich von entscheidendem Einfluß auf den Charakter des gebildeten Endproduktes. Im allgemeinen nimmt mit niederer Cyclisierungstemperatur der Anteil an ß-isomerem jononprodukt zu. Zwecks Herstellung eines Präparates mit überwiegendem ß-Jononcharakter führt man die Cyclisierung vorzugsweise bei einer Temperatur zwischen ungefähr - 20 und 0° C durch. Um zu Verbindungen mit überwiegendem a-Jononcharakter zu gelangen, wendet man bevorzugt Cyclisierungstemperaturen von ungefähr - 10 bis -E- 25° C an.
  • Zwecks Herstellung eines Cyclisierungsproduktes,mit bestimmten Eigenschaften ist es in gewissen Fällen erwünscht, ein Reaktionsprodukt zu erhalten, welches nicht in überwiegendem Maße aus einem a- oder ß-isomeren Jonon besteht. In diesen Fällen wählt man zweckmäßig Reaktionstemperaturen und Säurekonzentrationen, die im Zwischenbereich der für die Herstellung der reinen Komponenten bevorzugten Bedingungen liegen. So wird z. B., ausgehend von Pseudoiron, ein besonders wertvolles Produkt mit feinem Himbeergeruch durch Anwendung von ungefähr 70°/@ger Schwefelsäure und Cyclisierung bei einer Temperatur zwischen - 5 und + 5° C erhalten.
  • Eine bevorzugte Ausführungsform der Erfindung besteht darin, daß man als Ausgangsmaterial Pseudojonon verwendet und die Cyclisierung in Gegenwart eines bei ungefähr 30 bis 100° C siedenden gesättigten aliphatischen Kohlenwasserstoffes und ungefähr 93 bis 100 °/oiger Schwefelsäure bei einer Temperatur von ungefähr - 15 bis 0° C durchführt, wobei hauptsächlich ß-Jonon erhalten wird.
  • Eine weitere bevorzugte Ausführungsform der Erfindung besteht darin, daß man als Ausgangsmaterial Pseudoiron verwendet und die Cyclisierung in Gegenwart eines bei ungefähr 30 bis 100° C siedenden gesättigten aliphatischen Kohlenwasserstoffs und ungefähr 60 bis 65 "/Qiger Schwefelsäure bei einer Temperatur von ungefähr 10 bis 20° C durchführt, wobei ein im wesentlichen aus a-Iron bestehendes Produkt erhalten wird.
  • Eine dritte bevorzugte Ausführungsform der Erfindung besteht darin, daß man als Ausgangsmaterial Pseudoiron verwendet und die Cyclisierung in Gegenwart eines bei ungefähr 30 bis 100° C siedenden gesättigten aliphatischen Kohlenwasserstoffs mit 70°/oiger Schwefelsäure bei ungefähr - 5 bis + 5° C durchführt, wobei ein Ironprodukt mit besonders feinem Himbeergeruch erhalten wird.
  • Das erfindungsgemäße Verfahren zeichnet sich durch seine großen Variationsmöglichkeiten, Einfachheit und Wirtschaftlichkeit aus.
  • Es ist bekannt, zur Cyclisierung von Verbindungen vom Typ des Pseudojonons Schwefelsäure zu verwenden. So wird z. B. in den deutschen Patentschriften 933149 und 960097 die Cyclisierung mittels eines Schwefelsäure-Eisessig-Gemisches beschrieben. In der deutschen Auslegeschrift 1000374 wurde ferner schon beschrieben, daß man die zur Cyclisierung geeigneten sauren Mittel vorteilhaft zusammen mit Lösungs- oder Verdünnungsmitteln, wie Eisessig, Kohlenwasserstoffen oder Äther, einsetzt. Als zweckmäßiges Verdünnungsmittel für Schwefelsäure ist z. B. Eisessig angegeben.
  • Die erfindungsgemäß verwendeten gesättigten Kohlenwasserstoffe weisen nun gegenüber beispielsweiseBenzolganz abgesehen von ihrer geringeren Toxizität und ihrer geringeren Anfälligkeit gegenüberSulfonierungsreaktionen - den Vorteil auf, daß sie bei allen praktisch in Frage kommenden Reaktionstemperaturen, also auch bei den die Bildung der ß-Form begünstigenden Temperaturen unter 0° C, ohne weiteres verwendet werden können. Bei der Cyclisierung von Pseudojonon zu ß-Jonon bilden sich zudem, wie überraschenderweise gefunden wurde, bei den tiefsten mit Benzol erreichbaren Temperaturen, d. h. bei Temperaturen, die das notwendige Vermischen der wäßrigen mit der organischen Phase gerade noch gestatten, mit Benzol als Verdünnungsmittel mehr Nebenprodukte als bei Verwendung von Hexan und unter Einhaltung der damit ermöglichten Temperaturen unter 0° C. So hat es sich gezeigt, daß bei Verwendung von Hexan an Stelle von Benzol die Ausbeuten an ß-Jonon bis zu 15 °/o besser sind.
  • Ebenso überraschende Resultate ergaben sich beim Vergleich mit Äther. Wie gefunden wurde, sind die Ausbeuten an ß-Jonon bei Verwendung von Hexan an Stelle von Äther bis zu 40 °/o besser. Beispiel 1 Eine Lösung von 200 g Pseudojonon (welches gemäß Analyse im UV-Absorptionsspektrum eine 81 °/oige Reinheit aufweist) in 200 ml einer im wesentlichen aus n-Hexan bestehenden Petroleumfraktion vom Siedeintervall 60 bis 70° C wird auf - 10° C abgekühlt. Nun wird unter kräftigem Rühren tropfenweise eine Mischung von 500 g 98°/Qiger technischer Schwefelsäure und 600 ml derselben Petroleumfraktion zugefügt, wobei dafür gesorgt wird, daß die Reaktionstemperatur stets ungefähr - 10° C beträgt. Nach beendeter Zugabe (30 Minuten) läßt man die Mischung stehen, bis sie sich auf 0° C erwärmt hat, und gießt dann das Gemisch auf 21 Eiswasser. Die wäßrige Phase wird abgetrennt und mit 300 ml der Petroleumfraktion extrahiert. Die organischen Phasen werden vereinigt und nacheinander mit einer wäßrigen Salzlösung, anormaler wäßriger Natriumhydroxydlösung und wieder mit Salzlösung bis zur Neutralität gewaschen. Nach dem Trocknen und Abdestillieren des Lösungsmittels destilliert man im Vakuum; wobei man bei Kp., 87 bis 92° C 150 g einer Fraktion erhält, welche gemäß dem UV-Absorptionsspektrum zu 94,10/, aus ß-Jonon besteht; n.5 = 1,5181.
  • Beispiel 2 Eine Lösung von 200 g Pseudojonon (gemäß UV-Absorptionsspektrum von 84,8°/°iger Reinheit) in 200 ml einer zur Hauptsache aus n-Heptan bestehenden Petroleumfraktion vom Siedeintervall 85 bis 100° C wird auf - 10° C abgekühlt. Nun wirddieseLösungunterkräftigem Rühren tropfenweise zu einer Mischung von 700 g 93 °/°iger technischer Schwefelsäure und 600 ml des bereits oben verwendeten Lösungsmittels gegeben, wobei die Reaktionstemperatur stets bei - 10° C gehalten wird. Nach beendeter Zugabe erwärmt man die Reaktionsmischung auf 0° C und gießt sie auf 21 Eiswasser. Die wäßrige Phase wird abgetrennt und mit 500 m1 der Petroleumfraktion extrahiert. Die organischen Phasen werden nun vereinigt und nacheinander mit wäßriger Salzlösung, anormaler wäßriger Natriumhydroxydlösung, und bis zur Neutralität wieder mit Salzlösung gewaschen. Nun wird getrocknet, das Lösungsmittel abdestilliert und der Rückstand fraktioniert. Dabei erhält man 152 g eines Produktes, das gemäß dem UV-Absorptionsspektrum zu 93,7 °/° aus ß-Jonon besteht; n"5 = 1,5178.
  • Beispiel 3 Eine Lösung von 200g Pseudojonon (gemäß UV-Absorptionsspektrum von 81°/°iger Reinheit) in 200m1 einer Petroleumfraktion (die im wesentlichen aus Hexan besteht [Siedeintervall 72 bis 75° C]) wird auf - 20° C gekühlt. Diese Lösung gibt man nun tropfenweise zu einer kräftig gerührten Mischung von 500 g 98°/°iger technischer Schwefelsäure und 300 ml des oben verwendeten Lösungsmittels, wobei die Reaktionstemperatur bei - 20° C gehalten wird. Nach beendeter Zugabe erwärmt man die Mischung auf 0° C und gießt sie auf 1,51 Eiswasser. Die wäßrige Phase wird abgetrennt und mit 500 ml der obigen Petroleumfraktion extrahiert. Die organischen Phasen werden nun vereinigt und mit Salzlösung, anormaler wäßriger Natriumhydroxydlösung und schließlich wieder mit Salzlösung bis zur Neutralität gewaschen. Das so gewaschene organische Material wird getrocknet und vom Lösungsmittel befreit. Beim Fraktionieren des Rückstandes erhält man 147,5 g eines Produktes, welches gemäß dem UV-Absorptionsspektrum zu 94,3°/o aus ß-Jonon besteht; n2D5 = 1,5181. Beispiel 4 Eine kräftig gerührte Mischung von 600g 650%iger Schwefelsäure und 600 ml der im Beispiel 1 verwendeten Petroleumfraktion wird tropfenweise innerhalb von 45 Minuten bei einer Temperatur von 10° C mit einer Lösung von 200 g Pseudoiron in 200 ml desselben Lösungsmittels versetzt. Nach beendeter Zugabe wird das Gemisch noch 1 Stunde bei 10° C weitergerührt, dann ebenfalls unter Rühren in 1800 ml Eiswasser gegossen und die Mischung stehengelassen. Die sich abscheidende wäßrige Phase wird abgetrennt und mit 300 ml der Petroleumfraktion extrahiert. Die organischen Phasen werden vereinigt, mit einer gesättigten Natriumbicarbonatlösung und anschließend mit Wasser bis zur Neutralität gewaschen. Nach der Entfernung des Lösungsmittels im Vakuum wird das Produkt durch Destillation unter vermindertem Druck isoliert. Auf diese Weis erhält man 157,8 g eines zur Hauptsache aus a-Iron bestehenden Produktes; Siedepunkt Kp.", 90 bis 95° C; nö = 1,4998; Schmelzpunkt des 4-Phenylsemicarbazons 172° C.
  • Beispiel 5 Das im vorhergehenden Beispiel beschriebene Verfahren wird unter Verwendung von 60°/°iger Schwefelsäure und bei einer Reaktionstemperatur von 20'C wiederholt. Die Aufarbeitung des Reaktionsgemisches erfolgt ebenfalls in gleicher Weise wie im Beispie14. Man erhält 163,3 g eines Produktes, welches zur Hauptsache aus a-Iron besteht; Siedepunkt Kp.", 87 bis 92° C; W5 = 1,4998.
  • Beispiel 6 Eine Mischung von 500 g 70°/°iger Schwefelsäure und 600 ml n-Hexan wird innerhalb von 20 Minuten unter kräftigem Rühren zu einer Lösung von 200 g Pseudoiron in 200 ml n-Hexan gegeben. Durch Kühlung wird die Reaktionstemperatur dabei auf 0° C gehalten. Nachdem die gesamte Pseudoironlösung zugegeben ist, wird das Reaktionsgemisch 10 Minuten bei erhöhter Temperatur weitergerührt. Ebenfalls unterRühren wird dasReaktionsgernisch nun in 21 Eiswasser gegossen. Die Aufarbeitung durch Extraktion, Waschen und Destillation erfolgt in der gleichen Weise wie im Beispiel 1, wobei man 144 g einer himbeerartig riechenden Mischung von a- und ß-Iron erhält; Siedepunkt Kp.", 96 bis 102° C; no = 1;5032.
  • Beispiel 7 Eine Lösung von 200 g Pseudoiron in 200 ml n-Hexan wird langsam unter kräftigem Rühren bei einer Temperatur von -10 bis -12° G zu einer Mischung von 500 g 98°/°iger technischer Schwefelsäure und 600 ml n-Hexan gegeben. Die Zugabe erfolgt innerhalb von 55 Minuten; das Reaktionsgemisch wird anschließend weitere 10 Minuten bei -10° C gehalten, dann in 1800 ml Eiswasser gegossen und 50 Minuten gerührt. Die wäßrige Phase wird abgetrennt und mit 200 ml n-Hexan extrahiert. Dieser Extrakt wird mit der nach Abtrennung der wäßrigen Phase verbleibenden organischen Phase vermischt und mit 5°/°iger wäßriger Natriumcarbonatlösung und anschließend mit Wasser bis zur Neutralität gewaschen. Die organische Lösung wird mit Calciumsulfat getrocknet, im Vakuum eingeengt und unter vermindertem Druck destilliert. Man erhält auf diese Weise 156;9 g ein zur Hauptsache aus ß-Iron bestehendes Produkt; Siedepunkt Kp.", 99 bis 104° C; nD5 = 1,5162; Semicarbazon Schmp. 170° C. Beispiel 8 Durch Kondensation von Citral mit Methyläthylketon wird nach Hibbert und Cannon (J. Am. Chem. Soc., Bd. 46, 1924, S. 119) eine Mischung von Methylpseudoj ononen hergestellt. Eine Lösung von 200 g dieser Mischung in 200 ml n-Hexan wird unter kräftigem Rühren bei 10° C innerhalb von 55 Minuten zu einer Mischung von 600 g 65°/°iger Schwefelsäure und 600 ml n-Hexan gegeben. Man hält die Reaktionsmischung eine weitere Stunde bei 10° C und vermischt sie schließlich mit 1800 g Eis und Wasser. Die wäßrige Phase wird abgetrennt und mit n-Hexan extrahiert. Dieser Extrakt wird mit der nach Abtrennung der wäßrigen Phase verbleibenden organischen Lösung vermischt und neutral gewaschen. Nach der Entfernung des Lösungsmittels wird im Vakuum destilliert, wobei man 166,7 g ein zur Hauptsache aus einer Mischung von Iso- und n-Methyljonon bestehendes Produkt erhält; n2D5 = 1,4972.
  • Beispiel 9 Eine kräftig gerührte Mischung von 600g 65°/jger Schwefelsäure und 600m1 n-Pentan wird tropfenweise innerhalb von 45 Minuten bei 10° C zu einer Lösung von 200 g 6,10-Dimethyldodecatrien-(3,5,9)-on-(2) in 200 ml n-Pentan gegeben. Anschließend wird das Gemisch 1 Stunde bei dieser Temperatur weitergerührt und schließlich das Reaktionsgemisch in 21 Eiswasser gegossen. Die organische Phase wird abgetrennt, zuerst mit 5°/jger wäßriger Natriumcarbonatlösung bis zur Neutralität und anschließend mehrere Male mit Wasser gewaschen. Nach dem Wegdampfen des Lösungsmittels wird unter vermindertem Druck destilliert, wobei 154,4 g eines im wesentlichen aus 4-[6-Äthyl-2,6-dimethylcyclohexen-(2)-yl]-buten-(3)-on-(2) bestehenden Produktes erhalten wird; Siedepunkt Kp.o,ö 98 bis 102° C; nD5 =1,5019. Beispiel 10 Eine Lösung von 200g 6,10-Dimethyldodecatrien-(3,5,9)-on-(2) in 200 ml n-Heptan wird innerhalb von 15 Minuten zu einer kräftig gerührten Mischung von 500g 98°/jger Schwefelsäure und 500m1 n-Heptan gegeben. Die Reaktionstemperatur wird dabei durch Kühlung auf -8 bis -12° C gehalten. Nach beendeter Zugabe erwärmt man das Reaktionsgemisch auf 0° C und rührt es noch 5 Minuten weiter. Nun wird das Reaktionsgemisch auf eine Mischung von 1 kg Eis und 1 1 Wasser gegossen und 30 Minuten weitergerührt. Die organische Phase wird abgetrennt und mit verdünnter wäßriger Natriumhydroxydlösung und schließlich mit Wasser bis zur Neutralität gewaschen. Durch Fraktionierung im Vakuum erhält man 134,8 g eines Produktes, welches im wesentlichen aus 4-[6-Äthy12,6-dimethylcyclohexen-(1)-yl]-buten-(3)-on-(2) besteht; Siedepunkt Kp.D,3 100 bis 103° C; n2D5 = 1,5175.
  • Beispiel 11 In gleicher Weise wie im Beispiel 9 wird eine Lösung von 200 g 6,10,12-Trimethyltridecatrien-(3,5,9)-on-(2) in 200 ml n-Heptan bei 10° C mit 700 g 65%iger Schwefelsäure und 700 ml n-Heptan vermischt und cyclisiert. Die Aufarbeitung gemäß Beispiel 9 ergibt 164,2 g eines Produktes, welches im wesentlichen aus 4-[6-Isobutyl-2,6-dimethylcyclohexen-(2)-yl]-buten-(3)-on-(2) besteht; Siedepunkt Kp.o,2 104 bis 108° C; n2D5 =1,4971.
  • Beispiel 12 234g 6,10,12-Trimethyltridecatrien-(3,5,9)-on-(2) werden in 234 m1 n-Pentan gelöst und genauso wie im Beispiel 10 bei -10° C unter Zufügung einer Mischung von 585 g 98°/@ger Schwefelsäure und 685 ml n-Pentan cyclisiert. Die Aufarbeitung ergibt 158,8 g eines Produktes, welches im wesentlichen aus 4-[6-Isobutyl-2,6-dimethylcyclohexen-(1)-yl]-buten-(3)-on-(2) besteht; Siedepunkt Kp.o,2 bis o,3 112 bis 118° C; n2D5 = 1,5103.
  • Beispiel 13 Eine Lösung von 25,6 g 6,7,10-Trimethylundecatrien-(3,5,9)-on-(2) in 13 ml Cyclohexan wird tropfenweise unter kräftigem Rühren bei 20° C zu einer Mischung von 74 g 60"/oiger Schwefelsäure und 90 ml Cyclohexan gegeben. Nach beendeter Zugabe, was ungefähr 1 Stunde erfordert, wird das Gemisch weitere 20 Minuten bei 20°C gerührt. Nun wird das Reaktionsgemisch auf 500 ml Eiswasser gegossen und wie im Beispiel 1 aufgearbeitet. Man erhält dabei 18,8 g einer Mischung, welche zur Hauptsache 4- [2, 3; 6, 6 -Tetramethylcyclohexen- (2) -yl]-buten-(3)-on-(2) enthält; Siedepunkt Kp.o," 89 bis 92° C 45 = 1,5012.

Claims (4)

  1. PATENTANSPRÜCHE: 1. Verfahren zur Herstellung von im Kern ungesättigten jononverbindungen durch Cyclisierung von Pseudojononverbindungen mittels Schwefelsäure in Gegenwart von organischen Lösungs- oder Verdünnungsmitteln, dadurch gekennzeichnet, daß man die Cyclisierung in Gegenwart eines unterhalb 130° C siedenden gesättigten aliphatischen oder cycloahphatischen Kohlenwasserstoffs durchführt.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man eine Pseudojononverbindung der Formel worin RI, R2, R3, R4, R5 und R, Wasserstoff oder niedere Alkylreste darstellen, unter Rühren in einer Mischung aus einem gesättigten Kohlenwasserstoff und ungefähr 60- bis 100Q/@ger Schwefelsäure bei einer Temperatur von ungefähr -20 bis +25° C cyclisiert.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß man als Ausgangsmaterial Pseudojonon verwendet und die Cyclisierung in Gegenwart eines bei ungefähr 30 bis 100° C siedenden gesättigten aliphatischen Kohlenwasserstoffs und ungefähr 93-bis 100°/jger Schwefelsäure, vorzugsweise 98°/oiger Schwefelsäure, bei einer Temperatur von ungefähr -15 bis 0° C, vorzugsweise bei ungefähr -10° C, durchführt.
  4. 4. Verfahren nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß man als Ausgangsmaterial Pseudoiron verwendet und die Cyclisierung in Gegenwart eines bei ungefähr 30 bis 100° C siedenden gesättigten aliphatischen Kohlenwasserstoffs und ungefähr 60-bis 65°/oiger Schwefelsäure, vorzugsweise 65%iger Schwefelsäure, bei einer Temperatur von ungefähr 10 bis 20°C, vorzugsweise bei ungefähr 10°C, bzw. mit 70°/oiger Schwefelsäure bei ungefähr -5 bis +5'C, durchführt. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr. 933149, 960 097; deutsche Auslegeschrift Nr. 1000 374.
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