DE1188067B - Verfahren zur Herstellung ungesaettigter aliphatischer Aldehyde und Ketone - Google Patents
Verfahren zur Herstellung ungesaettigter aliphatischer Aldehyde und KetoneInfo
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- DE1188067B DE1188067B DED35238A DED0035238A DE1188067B DE 1188067 B DE1188067 B DE 1188067B DE D35238 A DED35238 A DE D35238A DE D0035238 A DED0035238 A DE D0035238A DE 1188067 B DE1188067 B DE 1188067B
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Description
BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
DEUTSCHES
PATENTAMT
AUSLEGESCHRIFT
Int. CL:
C07c
Deutsche Kl.: 12 ο-7/03
Nummer: 1188 067
Aktenzeichen: D 35238IV b/12 ο
Anmeldetag: 24. Januar 1961
Auslegetag: 4. März 1965
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf die Herstellung ungesättigter aliphatischer Aldehyde und
Ketone.
Die Herstellung von Acrolein durch Umsetzung von Propylen mit wäßrigem saurem Quecksilbersulfat
ist bereits bekannt. In diesem Verfahren wird das Quecksilbersalz zum Mercurosulfat reduziert.
Das erfindungsgemäße Verfahren zur Herstellung ungesättigter aliphatischer Aldehyde und Ketone
durch Umsetzung von Olefinen mit sauren wäßrigen ίο Lösungen von Mercurisalzen ist nun dadurch gekennzeichnet,
daß man das Olefin mit einer wäßrigen Lösung oder Suspension von Mercuriperchlorat
oder des Mercurisalzes einer Sulfonsäure bei einer Temperatur von 50 bis 150° C umsetzt, wobei die
genannte Lösung oder Suspension noch die dem Mercurisalz entsprechende Säure in einer Konzentration
von 0,1- bis lOnormal und das Mercurisalz in einem Anteil zwischen 0,1 und 100 Gewichtsprozent,
berechnet als Quecksilbermetall, bezogen auf das Gewicht der Säurelösung, enthält.
Das im erfindungsgemäßen Verfahren verwendete Olefin ist zweckmäßig ein niedriges Monoolefin mit
bis zu 6 Kohlenstoffatomen, ζ. Β. Propylen, Buten-(l) oder Isobuten. Die Verwendung von Propylen,
das in Acrolein umgewandelt wird, wird besonders bevorzugt.
Geeignete Sulfonate sind z. B. Mercuri-p-toluolsulfonat
und Mercurimethansulfonat.
Die Reaktion kann gegebenenfalls unter Druck durchgeführt werden.
Die Reaktion kann z. B. erfolgen, indem Propylen in eine erhitzte wäßrige Lösung oder Suspension des
Mercurisalzes in der entsprechenden Säure eingeleitet und das Acrolein aus dem austretenden Gas
gewonnen wird. Das Propylen kann auch in einer ersten Stufe in einer kalten Lösung des Mercurisalzes
absorbiert und die Reaktionsmischung dann in einer zweiten Stufe erhitzt werden, wobei das hergestellte
Acrolein abdestilliert wird; die Destillation kann erleichtert werden, indem Propylen oder ein inertes
Gas durch die Mischung geleitet wird.
In einer Ausführungsform der Erfindung wird das Mercuriperchlorat bzw. -sulfonat in situ in der Reaktionsmischung
durch Oxydation des entsprechenden Mercurosalzes oder von metallischem Quecksilber
mit entsprechenden Ferrisalzen als Oxydationsmittel gebildet. In diesem Fall braucht das Quecksilbersalz
nur in katalytischen Mengen anwesend zu sein und kann entweder als Mercurosalz, als Mercurisalz oder
als metallisches Quecksilber zugegeben werden, da das Ferrisalz das durch Oxydation des Olefins zum
Verfahren zur Herstellung ungesättigter
aliphatischer Aldehyde und Ketone
aliphatischer Aldehyde und Ketone
Anmelder:
The Distillers Company Limited,
Edinburgh (Großbritannien)
Edinburgh (Großbritannien)
Vertreter:
Dr. W. Schalk, Dipl.-Ing. P. Wirth,
Dipl.-Ing. G. E. M. Dannenberg
und Dr. V. Schmied-Kowarzik, Patentanwälte,
Frankfurt/M., Große Eschenheimer Str. 39
Dipl.-Ing. G. E. M. Dannenberg
und Dr. V. Schmied-Kowarzik, Patentanwälte,
Frankfurt/M., Große Eschenheimer Str. 39
Als Erfinder benannt:
George William Godin, London;
John Bentley Williamson, Sutton, Surrey
(Großbritannien)
Beanspruchte Priorität:
Großbritannien vom 30. Januar 1960
(3375, 3376)
Großbritannien vom 30. Januar 1960
(3375, 3376)
Aldehyd gebildete Mercurosalz ständig in die Mercuriform zurückoxydiert. Die Menge des Ferrisalzes
beträgt zweckmäßig das 5- bis 50fache des anwesenden Quecksilbersalzes, berechnet als metallisches
Quecksilber. Bei der Reaktion wird das Ferrisalz in die Ferroform umgewandelt.
Geeignete Ferrisalze sind Ferriperchlorat, Ferrip-toluolsulfonat
und Ferrimethansulfonat.
Es war bereits bekannt, Acrolein herzustellen, indem man Propylen in eine Lösung von Mercurisulfat
einleitet. Bei diesem Verfahren entsteht das unlösliche Mercurosulfat, das dann anschließend
wieder in das Mercurisulfat übergeführt werden muß. Diese Oxydation verursacht nun ziemliche Schwierigkeiten,
da z. B. eine Verwendung von Luft als Oxydationsmittel nicht möglich ist. Durch die vorliegende
Erfindung wird diese Schwierigkeit behoben, da das Mercuroperchlorat bzw. die Mercurosulfonate
leichter löslich sind und so eine Oxydation der einwertigen Quecksilberverbindungen zu den zweiwertigen
Quecksilberverbindungen ohne weiteres mit Luft erfolgen kann.
Das Problem zur Überwindung der Schwierigkeiten, die bei der Verwendung von Mercurosulfat
509 517/485
Claims (5)
1. Verfahren zur Herstellung ungesättigter aliphatischer
Aldehyde und Ketone durch Umsetzung von Olefinen mit sauren wäßrigen
I 188 067
Lösungen von Mercurisalzen, dadurch gekennzeichnet,
daß man das Olefin mit einer wäßrigen Lösung oder Suspension von Mercuriperchlorat
oder des Mercurisalzes einer Sulfonsäure bei einer Temperatur von 50 bis 150° C umsetzt, wobei die genannte Lösung oder Suspension
noch die dem Mercurisalz entsprechende Säure in einer Konzentration von 0,1- bis
10 normal und das Mercurisalz in einem Anteil zwischen 0,1 und 100 Gewichtsprozent, berechnet
als Quecksilbermetall, bezogen auf das Gewicht der Säurelösung, enthält.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Umsetzung mit einem
niedrigen Monoolefm mit bis zu 6 Kohlenstoffatomen, vorzugsweise Propylen, durchgeführt
wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Umsetzung mit Mercuri-p-toluolsulfonat
oder Mercurimethansulfonat durchgeführt wird.
4. Verfahren nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß man das Mercuriperchlorat
bzw. -sulfonat in situ in der Reaktionsmischung erzeugt, indem man die entsprechenden Mercurosalze
oder das metallische Quecksilber mit entsprechenden Ferrisalzen oxydiert.
5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Verfahren mit einer gegenüber
dem Quecksilbersalz, berechnet als Quecksilbermetall, 5- bis 50fachen Menge Ferrisalz
durchgeführt wird.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Auslegeschriften Nr. 1103 911,
1001673;
Deutsche Auslegeschriften Nr. 1103 911,
1001673;
britische Patentschrift Nr. 821999;
USA.-Patentschriften Nr. 2 197 258. 2 270 705,
334091;
USA.-Patentschriften Nr. 2 197 258. 2 270 705,
334091;
Comtes renduds hebdomadaires des seances de l'academie de France, 126, 1898, S. 1145;
H. Remy, Lehrbuch der anorganischen Chemie,
so 2, 1959, S. 549.
In Betracht gezogene ältere Patente:
Deutsches Patent Nr. 1109 659.
Deutsches Patent Nr. 1109 659.
509 517/485 2.65 © Bundesdruckerei Berlin
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| GB1188067X | 1960-01-30 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1188067B true DE1188067B (de) | 1965-03-04 |
Family
ID=10880902
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DED35238A Pending DE1188067B (de) | 1960-01-30 | 1961-01-24 | Verfahren zur Herstellung ungesaettigter aliphatischer Aldehyde und Ketone |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1188067B (de) |
Citations (7)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US2197258A (en) * | 1936-01-31 | 1940-04-16 | Du Pont | Preparation of acrolein |
| US2270705A (en) * | 1939-09-27 | 1942-01-20 | Acrolein Corp | Production of acrolein |
| US2334091A (en) * | 1938-07-27 | 1943-11-09 | Aerolein Corp | Production of acrolein |
| DE1001673B (de) * | 1954-07-23 | 1957-01-31 | Bataafsche Petroleum | Verfahren zur Herstellung von Acrolein |
| GB821999A (en) * | 1957-06-10 | 1959-10-14 | Standard Oil Co | Process for the catalytic oxidation of olefins |
| DE1103911B (de) * | 1957-10-31 | 1961-04-06 | Montedison Spa | Verfahren zur kontinuierlichen Herstellung von ungesaettigten Carbonylverbindungen aus Olefinen |
| DE1109659B (de) | 1959-04-24 | 1961-06-29 | Hoechst Ag | Verfahren zur Herstellung von Olefinoxydationsprodukten |
-
1961
- 1961-01-24 DE DED35238A patent/DE1188067B/de active Pending
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