DE1163789B - Verfahren zur Herstellung von ungesättigten aliphatischen Aldehyden oder Ketonen. - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von ungesättigten aliphatischen Aldehyden oder Ketonen.Info
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Description
DEUTSCHES
PATENTAMT
AUSLEGESCHRIFT
Internat. Kl.: C 07 c
Deutsche Kl.: 12 ο -7/03
Nummer: 1163 789
Aktenzeichen: D 35239IV b /12 ο
Anmeldetag: 24. Januar 1961
Auslegetag: 27. Februar 1964
Die Erfindung betrifft die Herstellung von ungesättigten aliphatischen Aldehyden oder Ketonen.
Die Herstellung von Acrolein durch Umsetzung von Propylen mit wäßrigem saurem Mercurisulfat
wurde bereits beschrieben. In diesem Verfahren wird das Quecksilbersalz reduziert, und es ist erforderlich,
eine schwierige Reoxydation des Mercurosulf ates durchzuführen, bevor es wieder verwendet werden
kann. Durch die vorliegende Erfindung soll nun diese Schwierigkeit beseitigt werden. Das erfindungsgemäße
Verfahren zur Herstellung von ungesättigten aliphatischen Aldehyden oder Ketonen durch Oxydation
von Olefinen mittels Quecksilberverbindungen in Gegenwart von Säuren ist nun dadurch gekennzeichnet,
daß man das Olefin mit einer wäßrigen Suspension von Mercurosulfat bei einer Temperatur
von 50 bis 150° C umsetzt, wobei die genannte Suspension noch eine starke Säure in einer Konzentration
zwischen etwa 0,1- und lOnormal und das Mercurosulfat in einem Anteil zwischen 0,1 und 100 Gewichtsprozent
(berechnet als Quecksilbermetall), bezogen auf das Gewicht der Säurelösung, enthält.
Das in dem erfindungsgemäßen Verfahren verwendete Olefin ist vorzugsweise ein niedriges Monoolefin
mit bis zu 6 Kohlenstoffatomen, beispielsweise Propylen, Buten-(l) oder Isobuten. Die Verwendung
von Propylen, das zu Acrolein umgewandelt wird, wird besonders vorgezogen.
Für die vorliegende Erfindung geeignete starke Säuren sind unter anderem Perchlorsäure, p-Toluolsulfonsäure,
Methansulfonsäure und vorzugsweise Schwefelsäure.
Die Reaktion kann entweder als einstufiges oder auch als zweistufiges Verfahren durchgeführt werden.
In dem zweistufigen Verfahren wird beispielsweise Propylen in einer wäßrigen Suspension des Mercurosulfates
absorbiert. Jedes sich in dieser Stufe bildende metallische Quecksilber wird zweckmäßigerweise
entfernt, bevor in der zweiten Stufe, die aus dem Erwärmen der Reaktionsmischung in Anwesenheit
der starken Säure besteht, das hierbei entstehende Acrolein abdestilliert wird. Die Destillation kann erleichtert
werden, indem Propylen oder ein inertes Gas durch die Reaktionsmischung geleitet wird. In
dem einstufigen Verfahren wird Propyleln durch eine erhitzte Suspension des Mercurosulfates in Anwesenheit
der starken Säure geleitet, wobei das Acrolein aus dem abströmenden Gas gewonnen wird.
Die Reaktion kann gegebenenfalls unter Druck durchgeführt werden; dies erfolgt besonders in dem
einstufigen Verfahren oder in der ersten Stufe des zweistufigen Verfahrens.
Verfahren zur Herstellung von ungesättigten
aliphatischen Aldehyden oder Ketonen
aliphatischen Aldehyden oder Ketonen
Anmelder:
The Distillers Company Limited, Edinburgh
(Großbritannien)
Vertreter:
Dr. W. Schalk, Dipl.-Ing. P. Wirth,
Dipl.-Ing. G. E. M. Dannenberg
und Dr. V. Schmied-Kowarzik, Patentanwälte,
Frankfurt/M., Große Eschenheimer Str. 39
Als Erfinder benannt:
John Bentley Williamson, Sutton, Surrey
(Großbritannien)
Beanspruchte Priorität:
Großbritannien vom 30. Januar 1960 (Nr. 3377)
Gegenüber dem bekannten Verfahren unter Verwendung von Mercurisulfat ergibt sich erfindungsgemäß
der Vorteil, daß zur Wiederherstellung des Katalysators nicht die schwierige Oxydation des
Mercurosulfates in das Mercurisulfat durchgeführt werden muß, sondern daß nur das Quecksilber zum
Mercurosulfat oxydiert werden muß, was wesentlich einfacher durchzuführen ist.
Es konnte dabei nicht vorausgesehen werden, daß für die Oxydation von z. B. Propylen zu Acrolein
das Mercurosulfat in gleicher Weise wirksam sein würde wie das Mercurisulfat.
Die vorliegende Erfindung wird weiterhin durch die nachfolgenden Beispiele erläutert, in denen die
Gewichts- und Volumteile im gleichen Verhältnis zueinander stehen wie Kilogramm zu Liter.
Durch eine unter Rühren gehaltene Mischung aus 25 Gewichtsteilen Mercurosulfat (Hg2SO4) und
Volumteilen Wasser wurde während 5V2 Stunden
Propylen geleitet. Nach Ablauf dieser Zeit wurden aus der Reaktionsmischung 2,5 Gewichsteille
metallisches Quecksilber entfernt. Der Mischung wurde hierauf konzentrierte Schwefelsäure zugegeben,
um eine Konzentration von etwa 2 η zu erhalten. Anschließend wurde die Mischung auf 80° C
409 510/535
erhitzt und mit einer Geschwindigkeit von 90 Volumteilen je Minute ein Stickstoffstrom durch die
Mischung geleitet.
Nach 5 Stunden wurden aus dem abströmenden Gas 0,25 Gewichtsteile Acrolein gewonnen und aus
der Lösung weitere 1,2 Gewichtsteile metallisches Quecksilber entfernt. Das hierbei erhaltene Acrolein
entsprach einer Ausbeute von 100% der Theorie, bezogen auf das Gesamtgewicht des abgesonderten
metallischen Quecksilbers.
IO
Durch eine auf 95° C erhitzte und unter Rühren gehaltene Mischung aus 25 Gewichtsteilen Mercurosulfat
und 100 Volumteilen 1 η-Schwefelsäure wurde Propylen mit einer Geschwindigkeit von 90 Volumteilen
je Minute geleitet. Hierbei wurden aus dem abströmenden Gas innerhalb von 30 Stunden
0,28 Gewichtsteile Acrolein gewonnen.
20
Claims (6)
1. Verfahren zur Herstellung von ungesättigten aliphatischen Aldehyden oder Ketonen durch
Oxydation von Olefinen mittels Quecksilberverbindungen in Gegenwart von Säuren, dadurch
gekennzeichnet, daß man das Olefin mit einer wäßrigen Suspension von Mercurosulfat bei
einer Temperatur von 50 bis 150° C umsetzt, wobei die genannte Suspension noch eine starke
Säure in einer Konzentration zwischen etwa 0,1- und lOnormal und das Mercurosulfat in einem
Anteil zwischen 0,1 und 100 Gewichtsteilen (berechnet als Quecksilbermetall), bezogen auf das
Gewicht der Säurelösung, enthält.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß als Olefin ein niedriges Monoolefin
mit bis zu 6 Kohlenstoffatomen, vorzugsweise Propylen, verwendet wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß ate starke Säure Perchlorsäure,
p-Toluolsulfonsäure, Methansulfonsäure
oder Schwefelsäure verwendet wird.
4. Verfahren nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß als Olefin Propylen verwendet
und das Verfahren in zwei Stufen durchgeführt wird, wobei das Propylen zuerst in einer
wäßrigen Suspension des Mercurosulfats absorbiert und die Reaktionsmischung anschließend in
Anwesenheit einer starken Säure erhitzt wird, worauf das hierbei hergestellte Acrolein abdestilliert
wird.
5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß das gesamte in der ersten Verfahrensstufe
gebildete metallische Quecksilber von der Reaktionsmischung abgetrennt wird, bevor
diese in Anwesenheit der starken Säure erhitzt wird.
6. Verfahren nach Anspruch 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Reaktion unter erhöhtem
Druck durchgeführt wird.
In Betracht gezogene Druckschriften:
USA.-Patentschriften Nr. 2197 258, 2270 705,
USA.-Patentschriften Nr. 2197 258, 2270 705,
2 334 091; comtes rendus hebdomadaires des seances de
l'academie des sciences. 126, 1S98, S. 1145.
In Betracht gezogene ältere Patente:
Deutsches Patent Nr. 1 109 659.
Deutsches Patent Nr. 1 109 659.
409 510/535 2.64 ® Bundesdruckerei Berlin
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| GB3377/60A GB918186A (en) | 1960-01-30 | 1960-01-30 | Production of unsaturated aliphatic aldehydes and ketones |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1163789B true DE1163789B (de) | 1964-02-27 |
Family
ID=9757172
Family Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DE1961D0035239 Pending DE1163789B (de) | 1960-01-30 | 1961-01-24 | Verfahren zur Herstellung von ungesättigten aliphatischen Aldehyden oder Ketonen. |
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| GB (1) | GB918186A (de) |
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| US2270705A (en) * | 1939-09-27 | 1942-01-20 | Acrolein Corp | Production of acrolein |
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1961
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Patent Citations (4)
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|---|---|---|---|---|
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Also Published As
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|---|---|
| GB918186A (en) | 1963-02-13 |
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