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DE1175689B - Verfahren zur Herstellung von neuen 7ª‰-Phenyl-granatanol-(3)-derivaten und ihren Hydrochloriden - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von neuen 7ª‰-Phenyl-granatanol-(3)-derivaten und ihren Hydrochloriden

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Publication number
DE1175689B
DE1175689B DEB75060A DEB0075060A DE1175689B DE 1175689 B DE1175689 B DE 1175689B DE B75060 A DEB75060 A DE B75060A DE B0075060 A DEB0075060 A DE B0075060A DE 1175689 B DE1175689 B DE 1175689B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
phenyl
derivatives
hydrochlorides
general formula
new
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEB75060A
Other languages
English (en)
Inventor
Dr Rer Nat Otto Dold
Dr-Ing Kurt Stach
Dr Med Wolfgang Schaumann
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Roche Diagnostics GmbH
Original Assignee
Boehringer Mannheim GmbH
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Boehringer Mannheim GmbH filed Critical Boehringer Mannheim GmbH
Priority to DEB75060A priority Critical patent/DE1175689B/de
Publication of DE1175689B publication Critical patent/DE1175689B/de
Pending legal-status Critical Current

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  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)
  • Pharmaceuticals Containing Other Organic And Inorganic Compounds (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von neuen 7fl-Phenyl-granatanol-(3)-derivaten und ihren Hydrochloriden Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von neuen 7ß-Phenyl-granatanol-(3)-derivaten der allgemeinen Formel 1 in der R Alkyl- oder Aralkylreste und R, Wasserstoffatome oder niedrige Acylgruppen bedeuten, und ihren Hydrochloriden, das dadurch gekennzeichnet ist, daß man in an sich bekannter Weise 7fl-Phenylgranatanone-(3) der allgemeinen Formel Il entweder mit Lithiumaluminiumhydrid oder mit Natrium in Gegenwart von primären Alkoholen behandelt, gegebenenfalls die erhaltenen Granatanole mit niederen aliphatischen Säurechloriden in Gegenwart von säurebindenden Mitteln umsetzt und die erhaltenen Basen mit Chlorwasserstoffsäure behandelt.
  • Führt man die Reduktion der Verbindungen Il mit Natrium in einem primären Alkohol durch, so erhält man 7ß-Phenyl-granatanole-(3) der Formel 1, bei denen sich die Hydroxylgruppe in ß-Stellung befindet. Dagegen ergibt die Reduktion mit Lithiumaluminiumhydrid die isomeren 7ß-Phenyl-granatanole-(3a).
  • Die als Ausgangsmaterial verwendeten 7ß-Phenylgranatanone-(3) der allgemeinen Formel Il können hergestellt werden, indem man 3-Phenyl-glutardialdehyd mit Acetondicarbonsäure und primären Aminen der allgemeinen Formel R - NH2 unter den Bedingungen der Robinson-Schöpf-Synthese umsetzt. Das vorstehend angegebene Herstellungsverfahren für die 7p-Phenyl-granatanone-(3) ist nicht Gegenstand der Erfindung.
  • Die verfahrensgemäß hergestellten 7fl-Phenylgranatanol-(3)-derivate der allgemeinen Formel 1 besitzen eine blutdrucksteigernde Wirkung mit Angriffspunkt im Zentralnervensystem. Als Ursache für den Blutdruckanstieg ist eine Erregung des Vasomotorenzentrums anzusehen, denn er bleibt aus, wenn man dieses operativ entfern Der hypertensive Effekt kann demnach nicht mit dem der bekannten Sympathicominietica. verglichen werden, die den Blutdruck infolge einer peripheren Vasokonstriktion steigern.
  • Die verfahrensgemäß hergestellten Granatanole wurden hinsichtlich ihrer kreislaufanregenden Wirkung mit dem bekannten blutdrucksteigernden Mittel 1 - Phenyl - 2 - pyrrolidino - pentan - hydrochlorid verglichen. Die Untersuchungen wurden an Katzen durchgeführt, wobei eine umfangreiche Kreislaufanalyse (Bestimmung des Blutdrucks, des Herzminutenvolumens, der Herzschlagfolge usw.) vorgenommen wurde. Hierbei ergab sich, daß die neuen Verbindungen ebenso wie die Vergleichssubstanz den arteriellen Blutdruck erhöhen sowie zu einer Steigerung des Herzminutenvolumens führen, Sie unterscheiden sich jedoch von der bekannten Verbindung hinsichtlich der Regulationsvorgänge und deren Auswirkungen. Die notwendige Vermehrung der Herzleistung wird bei den Granatanolen durch eine primäre Vergrößerung des Herzschlagvolumens erreicht, während bei der bekannten Verbindung eine sehr starke Frequenzzunahme des Herzens vorliegt, die gleichzeitige Verminderung des Auswurfvolumens pro Herzschlag führt bei dieser Verbindung zwangläufig zu einer unökonomischen Belastung des Herzens unter Verminderung des Nutzeffektes.
  • Im Vergleich mit zentral erregenden Stoffen, wie Pentamethylentetrazol und fl,ß-Pentamethylen-),-hydroxy-natriumbutyrat, besitzen die Verfahrensprodukte praktisch keine analeptische Wirkung, steigern aber trotzdem den Blutdruck bei Ratten, Kaninchen und Katzen in der Urethannarkose, während die genannten Verbindungen in dieser Versuchsanordnung selbst in krampferzeugenden Dosen unwirksam sind.
  • Die Verfahrensprodukte können bei der Behandlung der Hypotonie Verwendung finden.
  • Die folgenden Beispiele erläutern die Erfindung. Für die Bezeichnung der Verfahrensprodukte wurde die von K. A 1 d e r in die Literatur eingeführte moderne Nomenklatur benutzt (vgl. Berichte der Deutschen Chemischen Gesellschaft, 86 [1953], S. 1544 bis 1554). B e i s p i e 1 e 1. 7ß-Phenyl-granatanol-(3a) 15,9 g 7fl-Phenyl-granatanon-(3) [Kp.o,5 140 bis 148'C; F. 135 bis 1370C] werden in 150m1 absolutem Tetrahydrofuran gelöst und langsam unter Rühren zu einer Lösung von 1,7 g Lithiumaluminiumhydrid in 200 ml absolutem Tetrahydrofuran zugetropft. Danach erhitzt man noch 5 Stunden am Rückfluß. Nun werden langsam, zuerst tropfenweise, unter Rühren 20 ml Natriumehloridlösung zugesetzt-Das ausgefallene Aluminiumhydroxyd wird abgesaugt, das Filtrat getrocknet und eingeengt. Bei der Destillation des Rückstandes erhält man 11,7 g 7fl-Phenyl-granatanol-(3a) vom Kp.o,1 160 bis 170'C; die Ausbeute beträgt 72,7 g. Das Hydrochlorid erhält man, indem man eine ätherische Lösung der Base mit ätherischer Salzsäure versetzt und das ausfallende Salz abfiltriert; es schmilzt bei 266'C unter Zersetzung (aus Isopropanol).
  • Zu einer Lösung von 34,7 g (0,15 Mol) des erhaltenen 7ß-Phenyl-granatanols-(3a) und 28 g Tri-n-butylamin in 170 ml Benzol werden 21,5 ml Acetylchlorid zugetropft und anschließend 4 Stunden unter Rückfluß erhitzt. Dann zersetzt man das überschüssige Acetylchlorid mit 200 ml Wasser, macht mit Natronlauge alkalisch und extrahiert mit Benzol. Der Extrakt wird eingeengt und der Rückstand destilliert. Die Destillation ergibt 36,6 g 7fl-Phenyl-3aracetoxy-granatan vom Kpo,3 160 bis 185'C; die Ausbeute beträgt 78,9%. Das in üblicher Weise hergestellte Hydrochlorid schmilzt bei 236 bis 238'C (aus Isopropanol).-2. 7ß-Phenyl-granatanol-(3ß) 34,4g 7ß-Phenyl-granatanon-(3) werden in 600m1 Äthanol gelöst. Man fügt vorsichtig in kleinen Portionen 47 g Natrium zu, wobei der Ansatz ins Sieden gerät. Wenn alles Natrium aufgelöst ist, erhitzt man noch 1 Stunde am Rückfluß. Man gibt 100 ml Wasser zu und engt auf ein Viertel des Gesamtvolumens ein. Darauf werden 500 ml Wasser zugegeben und mit Methylenchlorid extrahiert. Der Extrakt wird getrocknet und eingeengt. Man erhält als Rückstand 28,4 g 7ß-Phenyl-granatanol-(3fl); F. 129 bis 130'C (aus Petroläther vom Kp. 100 bis 140'C). Die Ausbeute beträgt 81,8%. Das Hydrochlorid schmilzt bei 280 bis 281'C (aus Athanol).

Claims (1)

  1. Patentanspruch: Verfahren zur Herstellung von neuen 7fl-Phenylgranatanol-(3)-derivaten der allgemeinen Formel in der R Alkyl- oder Aralkylreste und R, Wasserstoffatome oder niedrige Acylgruppen bedeutet, und ihren Hydrochloriden, d a d u r c h g e - kennzeichnet, daß man in an sich bekannter Weise 7ß-Phenyl-granatanone-(3) der allgemeinen Formel entweder mit Lithiumaluminiumhydrid oder mit Natrium in Gegenwart von primären Alkoholen behandelt, gegebenenfalls die erhaltenen Granatanole mit niederen aliphatischen Säurechloriden in Gegenwart von säurebindenden Mitteln umsetzt und die erhaltenen Basen mit Chlorwasserstoffsäure behandelt. In Betracht gezogene Druckschriften: Berichte der Deutschen Chemischen Gesellschaft, Bd. 86 (1953), S. 1544 bis 1554; B. H c 1 w i g, Moderne Arzneimittel, 1961, S. 716 und 717.
DEB75060A 1962-10-04 1962-10-04 Verfahren zur Herstellung von neuen 7ª‰-Phenyl-granatanol-(3)-derivaten und ihren Hydrochloriden Pending DE1175689B (de)

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