DE1178856B - Verfahren zur Herstellung von neuen 3-Phenyl-granaten-(2)-derivaten und ihren Salzen. - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von neuen 3-Phenyl-granaten-(2)-derivaten und ihren Salzen.Info
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Description
BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
DEUTSCHES
PATENTAMT
AUSLEGESCHRIFT
Internat. KL: C07d
Deutsche KI.: 12 ρ -13
Nummer: 1178856
Aktenzeichen: B 75930IV d /12 ρ
Anmeldetag: 3. November 1962
Auslegetag: 1. Oktober 1964
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung
von neuen 3-Phenyl-granaten-(2)-derivaten
der allgemeinen Formel I
(D Verfahren zur Herstellung von neuen 3-Phenylgranaten-(2)-derivaten
und ihren Salzen
Anmelder:
C. F. Boehringer & Soehne G. m. b. H.,
Mannheim-Waldhof
Als Erfinder benannt:
Dr. rer. nat Otto DoId, Lampertheim (Hess.),
Dr.-Iag. Kurt Stach, Mannheim, Dr. med. Wolfgang Schaumann,
Maonheim-Waldhof
in der R niedere Alkylreste und R' niedere Alkyl- oder Dialkylaminoreste bedeutet, und ihren Salzen,
das dadurch gekennzeichnet ist, daß man in an ach bekannter Weise N-substituierte Norgranatanone-(3)
der allgemeinen Formel II
granatanole-(3a) der allgemeinen Formel IV
(H)
OH (3 a)
(IV)
mit metallorganischen Verbindungen der allgemeinen Formel III
(III)
in der Me ein Alkalimetallatom oder den einwertigen Magnesiumhalogenidrest einer Grignardverbindung
bedeutet, umsetzt und die erhaltenen 3/S-Phenylmit wasserabspaltenden Mitteln behandelt und gegebenenfalls
die erhaltenen Basen mit Säuren umsetzt.
Die Umsetzung der Verbindungen II und ΠΙ erfolgt unter den üblichen Bedingungen metallorganischer
Synthesen; vorzugsweise arbeitet man unter Verwendung von lithiumorganischen Verbindungen.
Die Dehydratation der auf diese Weise erhaltenen Zwischenprodukte IV wird ebenfalls in
üblicher Weise durchgeführt; als wasserabspaltende Mittel kommen insbesondere anorganische Säurehalogenide,
wie Thionylchlorid, oder Mineralsäuren, z. B. Salzsäure, in Frage.
Die verfahrensgemäß hergestellten 3-Phenylgranaten-(2)-derivate
der allgemeinen Formel I besitzen eine blutdrucksteigernde Wirkung mit Angriffspunkt
hn Zentralnervensystem. Als Ursache für den Blutdruckanstieg ist eine Erregung des Vasomotorenzentrums anzusehen, denn er bleibt aus, wenn
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man dieses operativ entfernt. Der hypertensive Effekt kann demnach nicht mit dem der bekannten
Sympathicomimetica verglichen werden, die den Blutdruck infolge einer peripheren Vasokonstriktion
steigern.
Die verfahrensgemäß hergestellten Granatene wurden hinsichtlich ihrer kreislaufanregenden Wirkung
mit dem bekannten blutdrucksteigernd wirksamen 1 - Phenyl - 2 - pyrrolidino - pentan - hydrochlorid verglichen.
Die pharmakologischen Untersuchungen wurden an Katzen durchgeführt, wobei eine umfangreiche
Kreislaufanalyse (Bestimmung des Blutdrucks, des Herzminutenvolumens, der Herzschlagfolge usw.)
vorgenommen wurde. Hierbei ergab sich, daß die verfahrensgemäß hergestellten Verbindungen ebenso 1S
wie die Vergleichssubstanz den arteriellen Blutdruck erhöhen sowie zu einer Steigerung des Herzminutenvolumens
führen. Sie unterscheiden sich jedoch von der bekannten Verbindung hinsichtlich der Regulationsvorgänge
und deren Auswirkungen. Die not- Μ wendige Vermehrung der Herzleistung wird bei den
Granatenen durch eine primäre Vergrößerung des Herzschlagvolumens erreicht, während bei der bekannten
Verbindung eine sehr starke Frequenzzunahme des Herzens vorliegt; die gleichzeitige
Verminderung des Auswurfsvolumens pro Herzschlag führt bei dieser Verbindung zwangläufig zu
einer unökonomischen Belastung des Herzens unter Verminderung des Nutzeffektes.
Aus dem Journal of the American Chemical Society, Bd. 73 (1951), S. 3419 bis 3424, ist bereits
das 3-Phenyl-granaten-(2) bekannt, jedoch wurden Angaben über seine Wirkungsweise nicht gemacht.
Diese Verbindung wurde ebenfalls hinsichtlich ihrer kreislaufanregenden Wirkung untersucht; sie ist
bei gleichem Dosierungsverhältnis den neuen Granatenderivaten erheblich unterlegen. Insbesondere
ist hervorzuheben, daß die neuen Verbindungen in erster Linie das Herzminutenvolumen steigern und
nur ausnahmsweise zu einer Zunahme des Gefäß-Widerstandes führen, während das bekannteGranatenderivat
lediglich den Gefäßwiderstand steigert.
Im Vergleich mit zentral erregenden Stoffen, wie Pentamethylentetrazol und /?,/?-PentamethyIen-5>-hydroxy-natriumbutyrat,
besitzen die Verfahrensprodukte praktisch keine analeptische Wirkung, steigern
aber trotzdem den Blutdruck bei Ratten, Kaninchen und Katzen in Urethan-Narkose, während die
genannten Verbindungen in dieser Versuchsanordnung selbst in krampferzeugenden Dosen unwirksam
sind.
Die Verfahrensprodukte können bei der Behandlung der Hypotonie Verwendung finden.
Die folgenden Beispiele erläutern die Erfindung.
Für die Bezeichnung der Verfahrensprodukte wurde die von K. Aider in die Literatur eingeführte
moderne Nomenklatur benutzt (vgl. Berichte der deutschen Chemischen Gesellschaft, Bd. 86
(1953), S. 1544 bis 1554).
6o
Beispiele
1. 3-(p-Dimethylamino-phenyl)-granaten-(2)
1. 3-(p-Dimethylamino-phenyl)-granaten-(2)
Zu einer aus 2,1 g (0,3 Mol) Lithiumspäne in 120 ml absolutem Äther und 30 g (0,15 Mol) p-Brom- 6s
dimethylanilin in 150 ml absolutem Äther hergestellten Mischung, die 1 Stunde unter Rückfluß
erhitzt worden ist, läßt man 15,3 g (0,1 Mol) Granatan-3-on in 100 ml absolutem Äther zutropfen. Die
Reaktionslösung wird 4 Stunden am Rückfluß erhitzt und anschließend langsam mit 100 ml Eiswasser
zersetzt. Die Ätherlösung wird abgetrennt, getrocknet und eingeengt. Bei der Destillation des Rückstandes
erhält man 8,3 g 3/?-(p-Dimethylaminophenyl)-granatanol-(3a)
vom Kp.0,5 205 bis 2200C; F. 106 bis
1080C (nach der Umkristallisation aus Petroläther).
Die Ausbeute beträgt 30,3% der Theorie.
36,3 g 3β -(p-Dimethylamino- phenyl) -granatanol-(3a)
werden in einem Gemisch von 50 ml konzentrierter Salzsäure und 50 ml Wasser unter Rühren
im siedenden Wasserbad 7 Stunden erhitzt. Die Reaktionslösung wird nach dem Abkühlen mit
200 ml Wasser versetzt, mit Natronlauge alkalisch gemacht und mit Methylenchlorid extrahiert. Der
Extrakt wird getrocknet und eingeengt, der Rückstand wird destilliert. Man erhält 29,4 g (= 86,7%)
3-(p-Dimethylamino-phenyl>granaten-(2) vom Kp.0,4
193 bis 2000C; die Base schmilzt nach dem Umkristallisieren
aus Petroläther bei 79 bis 8O0C. Das in üblicher Weise hergestellte Hydrochlorid
wird aus Isopropanol umkristallisiert und schmilzt unter Zersetzung bei 2390C.
2. 3-(p-Tolyl>granaten-(2)
Nach der im Beispiel 1 beschriebenen Arbeitsweise wird aus p-Bromtoluol und Lithium in Äther
hergestelltes p-Tolyl-lithium mit Granatan-3-on umgesetzt.
Man erhält in 54,3%iger Ausbeute 3jS-(p-Tolyl)-granatanol-(3a) vom Kp.0,i 190 bis
2200C; F. 163 bis 1640C (nach der Umkristallisation
aus Ligroin). Das in üblicher Weise hergestellte Hydrochlorid schmilzt bei 2280C unter Zersetzung
(nach der Umkristallisation aus Äthanol).
24,7 g 3/Kp-Tolyl)-granatanol-(3a) werden in 60 ml
Wasser und 60 ml konzentrierter Salzsäure gelöst und 7 Stunden unter Rückfluß erhitzt; nach dem
Abkühlen wird der Ansatz mit Natronlauge alkalisch gemacht und mit Äther extrahiert. Der Ätherextrakt
wird getrocknet, eingeengt und der Rückstand destilliert. Man erhält 21,2 g (= 92,6%)
3-(p-TolyI)-granaten-(2) vom Kp.0,15 123 bis 1320C.
Aus einer ätherischen Lösung von 3-(p-Tolyl)-granaten-(2)
wird mit in Äther gelöster Maleinsäure das Maleinat ausgefällt; das Salz schmilzt nach dem
Umkristallisieren aus Methyläthylketon bei 149 bis 1510C.
Claims (1)
- Patentanspruch:Verfahren zur Herstellung von neuen 3-Phenylgranaten-(2)-derivaten der allgemeinen Formelin der R einen niederen Alkylrest und R' einen niederen Alkyl- oder Dialkylaminorest bedeutet, und ihren Salzen, dadurch ge kenn·;zeichnet, daß man in an sich bekannter Weise N-substituierte Norgranatanone-(3) der allgemeinen FormelIOmit metallorganischen Verbindungen der allgemeinen Formel '5verbindung bedeutet, umsetzt, und die erhaltenen 3ß- Phenyl -granatanole- (3 o) der allgemeinen FormelOH (3 a)in der Me ein Alkalimetallatom oder den einwertigen Magnesiumhalogenidrest einer Grignard- 25 und 717. mit wasserabspaltenden Mitteln behandelt und gegebenenfalls die erhaltenen Basen mit Säuren umsetzt.In Betracht gezogene Druckschriften:
Journal of the American Chemical Society, Bd. 73 (1951), S. 3419 bis 3424;
B. H e 1 w i g, Moderne Arzneimittel, 1961, S. 716
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1962B0075930 DE1178856B (de) | 1962-11-03 | 1962-11-03 | Verfahren zur Herstellung von neuen 3-Phenyl-granaten-(2)-derivaten und ihren Salzen. |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1962B0075930 DE1178856B (de) | 1962-11-03 | 1962-11-03 | Verfahren zur Herstellung von neuen 3-Phenyl-granaten-(2)-derivaten und ihren Salzen. |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1178856B true DE1178856B (de) | 1964-10-01 |
Family
ID=34428032
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1962B0075930 Pending DE1178856B (de) | 1962-11-03 | 1962-11-03 | Verfahren zur Herstellung von neuen 3-Phenyl-granaten-(2)-derivaten und ihren Salzen. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1178856B (de) |
-
1962
- 1962-11-03 DE DE1962B0075930 patent/DE1178856B/de active Pending
Non-Patent Citations (1)
| Title |
|---|
| None * |
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