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DE19938508A1 - Farbfotografisches Silberhalogenidmaterial - Google Patents

Farbfotografisches Silberhalogenidmaterial

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Publication number
DE19938508A1
DE19938508A1 DE19938508A DE19938508A DE19938508A1 DE 19938508 A1 DE19938508 A1 DE 19938508A1 DE 19938508 A DE19938508 A DE 19938508A DE 19938508 A DE19938508 A DE 19938508A DE 19938508 A1 DE19938508 A1 DE 19938508A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
silver halide
alkyl
compound
formula
aryl
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Withdrawn
Application number
DE19938508A
Other languages
English (en)
Inventor
Joerg Hagemann
Markus Geiger
Heinrich Odenwaelder
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
AgfaPhoto GmbH
Original Assignee
Agfa Gevaert AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Agfa Gevaert AG filed Critical Agfa Gevaert AG
Priority to DE19938508A priority Critical patent/DE19938508A1/de
Priority to JP2000237248A priority patent/JP2001075246A/ja
Priority to US09/634,285 priority patent/US6403296B1/en
Publication of DE19938508A1 publication Critical patent/DE19938508A1/de
Withdrawn legal-status Critical Current

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    • GPHYSICS
    • G03PHOTOGRAPHY; CINEMATOGRAPHY; ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ELECTROGRAPHY; HOLOGRAPHY
    • G03CPHOTOSENSITIVE MATERIALS FOR PHOTOGRAPHIC PURPOSES; PHOTOGRAPHIC PROCESSES, e.g. CINE, X-RAY, COLOUR, STEREO-PHOTOGRAPHIC PROCESSES; AUXILIARY PROCESSES IN PHOTOGRAPHY
    • G03C7/00Multicolour photographic processes or agents therefor; Regeneration of such processing agents; Photosensitive materials for multicolour processes
    • G03C7/30Colour processes using colour-coupling substances; Materials therefor; Preparing or processing such materials
    • G03C7/392Additives
    • G03C7/39208Organic compounds
    • G03C7/3924Heterocyclic
    • G03C7/39268Heterocyclic the nucleus containing only oxygen as hetero atoms
    • GPHYSICS
    • G03PHOTOGRAPHY; CINEMATOGRAPHY; ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ELECTROGRAPHY; HOLOGRAPHY
    • G03CPHOTOSENSITIVE MATERIALS FOR PHOTOGRAPHIC PURPOSES; PHOTOGRAPHIC PROCESSES, e.g. CINE, X-RAY, COLOUR, STEREO-PHOTOGRAPHIC PROCESSES; AUXILIARY PROCESSES IN PHOTOGRAPHY
    • G03C1/00Photosensitive materials
    • G03C1/005Silver halide emulsions; Preparation thereof; Physical treatment thereof; Incorporation of additives therein
    • G03C1/06Silver halide emulsions; Preparation thereof; Physical treatment thereof; Incorporation of additives therein with non-macromolecular additives
    • G03C1/30Hardeners
    • GPHYSICS
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    • G03C2200/00Details
    • G03C2200/35Intermediate layer

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  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Spectroscopy & Molecular Physics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Silver Salt Photography Or Processing Solution Therefor (AREA)

Abstract

Ein gelatinehaltiges farbfotografisches Silberhalogenidmaterial mit einem Träger, wenigstens einer lichtempfindlichen Silberhalogenidemulsionsschicht und wenigstens einer nicht-lichtempfindlichen Schicht, das wenigstens eine Verbindung der Formel (I) ider (II) enthält und mit einer Vinylsulfonylverbindung gehärtet wird DOLLAR F1 worin R 1 , R 2 , R 3 , m und n in der Beschreibung genannten Bedeutungen besitzen und DOLLAR A wobei zwei Reste R 2 bzw. R 3 jeweils einen ankondensierten carbo- oder heterocyclischen Ring bedeuten können oder die Verbindung der Formel I über einen der Reste R 1 , R 2 oder R 3 an eine Polymerkette gebunden ist, DOLLAR F2 worin R 11 , R 12 , R 13 , R 14 , o und p die in der Beschreibung genannten Bedeutungen besitzen und DOLLAR A wobei zwei Reste R 13 bzw. R 14 jeweils einen ankondensierten carbo- oder heterocyclischen Ring bedeuten können oder die Verbindung der Formel II über einen Rest R 13 oder R 14 an eine Polymerkette gebunden ist, DOLLAR A zeichnet sich durch verbesserte Lagerstabilität aus.

Description

Die Erfindung betrifft ein farbfotografisches Silberhalogenidmaterial mit verbesserten Eigenschaften.
Die Anforderungen der Praxis an EOP-Fänger (Abfangreagenzien für das Entwickler­ oxidationsprodukt) in farbfotografischen Silberhalogenidmaterialien (Colorfilm und Colorpapier) sind
  • a) hohe Wirksamkeit, d. h. wirksame Vermeidung unerwünschter Mitkupplung,
  • b) große Lagerstabilität, d. h. Vermeidung von Wirkungsverlusten durch Oxidation vor der Verarbeitung;
  • c) keine Beeinträchtigung der Bildstabilität, d. h. bei Film z. B. Vermeidung der Nachkupplung, bei Papier z. B. Stabilität der Farbstoffe gegen Feuchte, Wärme und Licht.
Zur Lösung dieser Aufgaben werden sogenannte Weißkuppler oder redoxaktive Ver­ bindungen eingesetzt. Dabei handelt es sich üblicherweise um Pyrazolonkuppler mit einer Methylgruppe in der Kupplungsstelle bzw. um diffusionsfeste Hydrochinone, Disulfonamidophenole und N-Aryl-N'-acylhydrazine. Diese Verbindungen können aber die Anforderungen der Praxis, wie sie vorstehend beschrieben sind, nicht aus­ reichend erfüllen. Bessere Ergebnisse werden mit bestimmten Benzofuranonen erzielt.
Allerdings ist bei Einsatz dieser Verbindungen nach Lagerung belichteter und verarbeiteter Materialien unter Tropenbedingungen ein Anstieg des Purpur-Schleiers zu beobachten.
Überraschend wurde nun gefunden, daß dieser Purpur-Schleieranstieg verschwindet, wenn Vinylsulfonyl-Härtungsmittel eingesetzt werden.
Gegenstand der Erfindung ist daher ein gelatinehaltiges farbfotografisches Sillber­ halogenidmaterial mit einem Träger und wenigstens einer lichtempfindlichen Silber­ halogenidemulsionsschicht und wenigstens einer nicht lichtempfindlichen Schicht, das wenigstens eine Verbindung der Formel (I) oder (II) enthält und mit einer Vinyl­ sulfonylverbindung gehärtet wird
worin
R1 Wasserstoff, Alkyl oder Acyl,
R2, R3 unabhängig voneinander Alkyl, Cycloalkyl, Alkenyl, Aryl, Halogen, OR4, SR5, NR6R7, Nitro, Cyano, SO2R8, COOR9, COR10 oder Hetaryl,
R4, R5, R9 unabhängig voneinander Alkyl, Cycloalkyl, Alkenyl, Aryl oder Hetaryl,
R6, R7 unabhängig voneinander H, R4, COR10, COOR9, SO2R8,
R8, R10 unabhängig voneinander Alkyl, Cycloalkyl, Alkenyl, Aryl, Hetaryl oder NR6R7,
n, m 0, 1, 2, 3 oder 4 bedeuten,
wobei zwei Reste R2 bzw. R3 jeweils einen ankondensierten carbo- oder hetero­ cyclischen Ring bedeuten können oder die Verbindung der Formel I über einen der Reste R1, R2 oder R3 an eine Polymerkette gebunden ist,
worin
R11 und R12 unabhängig voneinander Alkyl, Cycloalkyl, Aryl, Halogen, SR5, NR6R7, Nitro, Cyano, SO2R8, COOR9, COR10 Hetaryl oder Wasserstoff und
R13 und R14 unabhängig voneinander OR15 bedeuten oder die Bedeutung von R11 besitzen,
R5, R6, R7, R8, R9 und R10 die oben angegebene Bedeutung besitzen,
R15 Wasserstoff, Alkyl oder Aryl,
o 0, 1, 2, 3 oder 4 und
p 0, 1, 2 oder 3 bedeuten,
wobei zwei Reste R13 bzw. R14 jeweils einen ankondensierten carbo- oder hetero­ cyclischen Ring bedeuten können oder die Verbindung der Formel II über einen Rest
R13 oder R14 an eine Polymerkette gebunden ist.
Acylreste R1 können Reste einer aromatischen oder aliphatischen Carbon-, Carb­ amin-, Kohlen-, Sulfon-, Sulfin- oder Phosphorsäure sein.
Bevorzugt befindet sich mindestens einer der Reste R2 und R3 in para-Stellung zum phenolischen Sauerstoff.
Der Einbau in eine Polymerkette kann über eine ungesättigte Gruppe erfolgen, bei­ spielsweise eine Styrol-, Acrylsäure- oder Methacrylsäuregruppe. Ein geeignetes Monomer der Formel (I) ist beispielsweise
Weiterhin kann die Verbindung der Formel I an ein Polymer über eine polymerana­ loge Reaktion erfolgen. Z. B. kann die folgende Verbindung
an ein Polymer gebunden werden:
In einer bevorzugten Ausführungsform ist jedes R2 gleich einem R3 und n gleich m.
Bevorzugt bedeuten R1 Wasserstoff oder Acyl, R2 und R3 Alkyl, wobei die Summe der C-Atome in den Alkylresten R2 und R3 ≧ 8 ist. Bevorzugte Acylreste sind die Reste aromatischer und aliphatischer Carbonsäuren. n und m sind vorzugsweise 1 oder 2.
Bevorzugt bedeuten R11 und R12 Wasserstoff oder Alkyl und R13 und R14 Alkyl, wobei die Summe der C-Atome in den Alkykesten R13 und R14 ≧ 8 ist. o und p sind vorzugsweise 0, 1 oder 2.
Beispiele für Verbindungen der Formel (I), in denen R1 Wasserstoff ist, sind:
Die Position der Substituenten bezieht sich auf den Sauerstoff. Die Position 3 ist para-ständig zur 2. Ringverknüpfung.
Weitere Beispiele sind:
Beispiel für Verbindungen der Formel (II), in denen R11 und R12 Wasserstoffatome sind, sind:
Die Position der Substituenten R14 bezieht sich auf den Sauerstoff, die Position der Substituenten R13 auf die Verknüpfungsstelle des Phenylrestes.
Weitere Beispiele sind
Der Einsatz von Benzofuranonen als EOP-Fänger ist aus EP 871 066 bekannt. Die Verbindungen der Formel (II) sind bevorzugt.
Die Vinylsulfonylhärtungsmittel entsprechen bevorzugt der Formel (III)
L-(SO2-CH=CH2)n (III)
worin
L eine n-valente Gruppe mit 1 bis 24 C-Atomen und n 2, 3 oder 4 bedeuten.
Vorzugsweise enthält L 1 bis 8 C-Atome und n = 2.
Geeignte Vinylsulfonylhärtungsmittel sind in Research Disclosure 37254, Teil 9 (1995), S. 294, 37038 Teil XII (1999), Seite 82 und 38957, Teil IIB (1996), S. 599 beschrieben.
Die Vinylsulfonylhärtungsmittel der Formel (III) können auch in Kombination mit anderen, in den vorstehenden Publikationen beschriebenen Härtungsmitteln einge­ setzt werden und machen in solchen Kombinationen bevorzugt wenigstens 50 mol-% aus.
Beispiele für besonders geeignete Härter der Formel (III) sind:
III-1 CH2 = CH-SO2CH2SO2-CH = CH2
III-2 CH2 = CH-SO2CH2CH2SO2-CH = CH2
III-3 CH2 = CH-SO2CH2OCH2SO2-CH = CH2
III-4 CH2 = CH-SO2CH2CONHCH2CH2NHCOCH2SO2-CH = CH2
III-5 CH2 = CH-SO2CH2CONH(CH2)3NHCOCH2SO2-CH = CH2
III-6 CH2 = CH-SO2CH2CH(OH)CH2SO2-CH = CH2
III-7 Umsetzungsprodukt aus C(CH2SO2-CH = CH2)4 und H2NCH2CH2SO3K im molaren Verhältnis 1,7 : 1.
Die Verbindungen der Formeln (I) und (II) werden bevorzugt in einer Menge von 10 bis 1000 mg/m2, insbesondere 20 bis 500 mg/m2 der betreffenden Schicht einge­ setzt.
Die Vinylsulfonylhärtungsmittel werden bevorzugt in einer Menge von 0,1 bis 5 Gew.-%, insbesondere 0,5 bis 2 Gew.-%, bezogen auf die Gelatine, eingesetzt.
Die Verbindungen der Formel (I) können auch als Salz (Phenolat) vorliegen; als Ka­ tionen eignen sich Metallkationen und Ammoniumionen, insbesondere Alkalimetall­ ionen und Trialkyl- oder Tetraalkylammoniumionen.
Die Verbindungen der Formeln (I) und (II) werden insbesondere in wenigstens einer nicht-lichtempfindlichen Schicht eingesetzt.
Beispiele für farbfotografische Materialien sind Farbnegativfilme, Farbumkehrfilme, Farbpositivfilme, farbfotografisches Papier, farbumkehrfotografisches Papier, farb­ empfindliche Materialien für das Farbdiffusionstransfer-Verfahren oder das Silber­ farbbleich-Verfahren.
Die fotografischen Materialien bestehen aus einem Träger, auf den wenigstens eine lichtempfindliche Silberhalogenidemulsionsschicht aufgebracht ist. Als Träger eig­ nen sich insbesondere dünne Filme und Folien. Eine Übersicht über Trägermateria­ lien und auf deren Vorder- und Rückseite aufgetragene Hilfsschichten ist in Research Disclosure 37254, Teil 1 (1995), S. 285 und in Research Disclosure 38957, Teil XV (1996), S. 627 dargestellt.
Die farbfotografischen Materialien enthalten üblicherweise mindestens je eine rot­ empfindliche, grünempfindliche und blauempfindliche Silberhalogenidemulsions­ schicht sowie gegebenenfalls Zwischenschichten und Schutzschichten.
Je nach Art des fotografischen Materials können diese Schichten unterschiedlich an­ geordnet sein. Dies sei für die wichtigsten Produkte dargestellt:
Farbfotografische Filme wie Colornegativfilme und Colorumkehrfilme weisen in der nachfolgend angegebenen Reihenfolge auf dem Träger 2 oder 3 rotempfindliche, blaugrünkuppelnde Silberhalogenidemulsionsschichten, 2 oder 3 grünempfindliche, purpurkuppelnde Silberhalogenidemulsionsschichten und 2 oder 3 blauempfindliche, gelbkuppelnde Silberhalogenidemulsionsschichten auf. Die Schichten gleicher spek­ traler Empfindlichkeit unterscheiden sich in ihrer fotografischen Empfindlichkeit, wobei die weniger empfindlichen Teilschichten in der Regel näher zum Träger ange­ ordnet sind als die höher empfindlichen Teilschichten.
Zwischen den grünempfindlichen und blauempfindlichen Schichten ist üblicherweise eine Gelbfilterschicht angebracht, die blaues Licht daran hindert, in die darunter lie­ genden Schichten zu gelangen.
Die Möglichkeiten der unterschiedlichen Schichtanordnungen und ihre Auswirkun­ gen auf die fotografischen Eigenschaften werden in J. Inf. Rec. Mats., 1994, Vol. 22, Seiten 183-193 und in Research Disclosure 38957 Teil XI (1996), S. 624 beschrie­ ben.
Farbfotografisches Papier, das in der Regel wesentlich weniger lichtempfindlich ist als ein farbfotografischer Film, weist in der nachfolgend angegebenen Reihenfolge auf dem Träger üblicherweise je eine blauempfindliche, gelbkuppelnde Silberhaloge­ nidemulsionsschicht, eine grünempfindliche, purpurkuppelnde Silberhalogenidemul­ sionsschicht und eine rotempfindliche, blaugrünkuppelnde Silberhalogenidemul­ sionsschicht auf; die Gelbfilterschicht kann entfallen.
Abweichungen von Zahl und Anordnung der lichtempfindlichen Schichten können zur Erzielung bestimmter Ergebnisse vorgenommen werden. Zum Beispiel können alle hochempfindlichen Schichten zu einem Schichtpaket und alle niedrigempfindli­ chen Schichten zu einem anderen Schichtpaket in einem fotografischen Film zusam­ mengefaßt sein, um die Empfindlichkeit zu steigern (DE-25 30 645).
Wesentliche Bestandteile der fotografischen Emulsionsschichten sind Bindemittel, Silberhalogenidkörner und Farbkuppler.
Angaben über geeignete Bindemittel finden sich in Research Disclosure 37254, Teil 2 (1995), S. 286 und in Research Disclosure 38957, Teil IIA (1996), S. 598.
Angaben über geeignete Silberhalogenidemulsionen, ihre Herstellung, Reifung, Sta­ bilisierung und spektrale Sensibilisierung einschließlich geeigneter Spektralsensibili­ satoren finden sich in Research Disclosure 37254, Teil 3 (1995), S. 286, in Research Disclosure 37038, Teil XV (1995), S. 89 und in Research Disclosure 38957, Teil VA (1996), S. 603.
Fotografische Materialien mit Kameraempfindlichkeit enthalten üblicherweise Sil­ berbromidiodidemulsionen, die gegebenenfalls auch geringe Anteile Silberchlorid enthalten können. Fotografische Kopiermaterialien enthalten entweder Silberchlorid­ bromidemulsionen mit bis 80 mol% AgBr oder Silberchloridbromidemulsionen mit über 95 mol-% AgCl.
Angaben zu den Farbkupplern finden sich in Research Disclosure 37254, Teil 4 (1995), S. 288, in Research Disclosure 37038, Teil II (1995), S. 80, in Research Disclosure 38957, Teil XB (1996), S. 616 und in Research Disclosure 40145, Teil A (1997), S. 614. Die maximale Absorption der aus den Kupplern und dem Farbent­ wickleroxidationsprodukt gebildeten Farbstoffe liegt vorzugsweise in den folgenden Bereichen: Gelbkuppler 430 bis 460 nm, Purpurkuppler 540 bis 560 nm, Blaugrün­ kuppler 630 bis 700 nm. Als Purpurkuppler werden vorzugsweise Pyrazolotriazole eingesetzt.
In farbfotografischen Filmen werden zur Verbesserung von Empfindlichkeit, Körnig­ keit, Schärfe und Farbtrennung häufig Verbindungen eingesetzt, die bei der Reaktion mit dem Entwickleroxidationsprodukt Verbindungen freisetzen, die fotografisch wirksam sind, z. B. DIR-Kuppler, die einen Entwicklungsinhibitor abspalten.
Angaben zu solchen Verbindungen, insbesondere Kupplern, finden sich in Research Disclosure 37254, Teil 5 (1995), S. 290, in Research Disclosure 37038, Teil XIV (1995), S. 86 und in Research Disclosure 38957, Teil XC (1996), S. 618.
Die meist hydrophoben Farbkuppler, aber auch andere hydrophobe Bestandteile der Schichten, werden üblicherweise in hochsiedenden organischen Lösungsmitteln ge­ löst oder dispergiert. Diese Lösungen oder Dispersionen werden dann in einer wäßri­ gen Bindemittellösung (üblicherweise Gelatinelösung) emulgiert und liegen nach dem Trocknen der Schichten als feine Tröpfchen (0,05 bis 0,8 µm Durchmesser) in den Schichten vor.
Geeignete hochsiedende organische Lösungsmittel, Methoden zur Einbringung in die Schichten eines fotografischen Materials und weitere Methoden, chemische Verbin­ dungen in fotografische Schichten einzubringen, finden sich in Research Disclosure 37254, Teil 6 (1995), S. 292.
Die in der Regel zwischen Schichten unterschiedlicher Spektralempfindlichkeit ange­ ordneten nicht lichtempfindlichen Zwischenschichten können Mittel enthalten, die eine unerwünschte Diffusion von Entwickleroxidationsprodukten aus einer lichtemp­ findlichen in eine andere lichtempfindliche Schicht mit unterschiedlicher spektraler Sensibilisierung verhindern.
Geeignete Verbindungen (Weißkuppler, Scavenger oder EOP-Fänger) finden sich in Research Disclosure 37254, Teil 7 (1995), S. 292, in Research Disclosure 37038, Teil III (1995), S. 84 und in Research Disclosure 38957, Teil XD (1996), S. 621.
Das fotografische Material kann weiterhin UV-Licht absorbierende Verbindungen, Weißtöner, Abstandshalter, Filterfarbstoffe, Formalinfänger, Lichtschutzmittel, Anti­ oxidantien, DMin-Farbstoffe, Zusätze zur Verbesserung der Farbstoff-, Kuppler- und Weißenstabilität sowie zur Verringerung des Farbschleiers, Weichmacher (Latices), Biocide und anderes enthalten.
Geeignete Verbindungen finden sich in Research Disclosure 37254, Teil 8 (1995), S. 292, in Research Disclosure 37038, Teile IV, V, VI, VII, X, XI und XIII (1995), S. 84 ff und in Research Disclosure 38957, Teile VI, VIII, IX und X (1996), S. 607 und 610 ff.
Die Schichten farbfotografischer Materialien werden üblicherweise gehärtet, d. h., das verwendete Bindemittel, vorzugsweise Gelatine, wird durch geeignete chemische Verfahren vernetzt.
Nach bildmäßiger Belichtung werden farbfotografische Materialien ihrem Charakter entsprechend nach unterschiedlichen Verfahren verarbeitet. Einzelheiten zu den Ver­ fahrensweisen und dafür benötigte Chemikalien sind in Research Disclosure 37254, Teil 10 (1995), S. 294, in Research Disclosure 37038, Teile XVI bis XXIII (1995), S. 95 ff und in Research Disclosure 38957, Teile XVIII, XIX und XX (1996), S. 630 ff zusammen mit exemplarischen Materialien veröffentlicht.
Beispiele Beispiel 1
Ein für einen Schnellverarbeitungsprozeß geeignetes farbfotografisches Aufzeich­ nungsmaterial wurde hergestellt, indem auf einen Schichtträger aus beidseitig mit Polyethylen beschichtetem Papier die folgenden Schichten in der angegebenen Rei­ henfolge aufgetragen wurden. Die Mengenangaben beziehen sich jeweils auf 1 m2. Für den Silberhalogenidauftrag werden die entsprechenden Mengen AgNO3 ange­ geben.
Schichtaufbau 101
Schicht 1:
7 (Substratschicht)
0,10 g Gelatine
Schicht 2:
(blauempfindliche Schicht)
blauempfindliche Silberhalogenidemulsion (99,5 Mol-% Chlorid, 0,5 Mol% Bromid, mittlerer Korndurchmesser 0,75 µm) aus 0,4 g AgNO3, spektral sensibilisiert mit 0,6 mg der Verbindung BS-1
1,25 g Gelatine
0,25 g Gelbkuppler GB-1
0,20 g Gelbkuppler GB-2
0,30 g Trikresylphosphat (TKP)
0,05 g Stabilisator ST-1
0,05 g Stabilisator ST-2
Schicht 3:
(Zwischenschicht)
0,10 g Gelatine
0,06 g EOP-Fänger SC-1
0,06 g EOP-Fänger SC-2
0,12 g TKP
Schicht 4:
(grünempfindliche Schicht)
grünempfindliche Silberhalogenidemulsion 99,5 Mol% Chlorid, 0,5 Mol% Bromid, mittlerer Korndurchmesser 0,45 µm) aus 0,2 g AgNO3, spektral sensibilisiert mit 0,12 mg der Verbindung GS-1
1,10 g Gelatine
0,10 g Purpurkuppler PP-1
0,10 g Purpurkuppler PP-2
0,15 g Stabilisator ST-3
0,20 g Stabilisator ST-4
0,20 g TKP
0,02 g Isotetradecanol
Schicht 5:
(UV-Schutzschicht)
1,05 g Gelatine
0,20 g UV-Absorber UV-1
0,10 g UV-Absorber UV-2
0,05 g UV-Absorber UV-3
0,06 g EOP-Fänger SC-1
0,06 g EOP-Fänger SC-2
0,15 g TKP
0,15 g Tris-(2-ethylhexyl)-phosphat
Schicht 6:
(rotempfindliche Schicht)
rotempfindliche Silberhalogenidemulsion (99,5 Mol-% Chlorid, 0,5 Mol-% Bromid, mittlerer Korndurchmesser 0,48 µm) aus 0,28 g AgNO3, spektral sensibilisiert mit 0,04 mg der Verbindung RS-1 und stabilisiert mit 0,56 mg Stabilisator ST-5
1,00 g Gelatine
0,10 g Blaugrünkuppler BG-1
0,30 g Blaugrünkuppler BG-2
0,30 g Dibutyladipat
0,10 g epoxidierter Sojaölfettsäurebutylester
Schicht 7:
(UV-Schutzschicht)
1,05 g Gelatine
0,10 g UV-Absorber UV- 1
0,30 g UV-Absorber UV-2
0,05 g UV-Absorber UV-3
0,20 g Tris-(2-ethylhexyl)-phosphat
Schicht 8:
(Schutzschicht)
0,90 g Gelatine
0,05 g Weißtöner W-1
0,07 g Polyvinylpyrrolidon
1,20 mg Silikonöl
2,50 mg Abstandshalter aus Polymethylmethacrylat, mittlere Teil­ chengröße 0,8 µm
0,30 g Soforthärtungsmittel H-1
In Beispiel 1 werden folgende Verbindungen verwendet:
Verarbeitung:
Je eine Probe des Materials wird hinter einem Graukeil durch einen Blau-, Grün- oder Rotfilter belichtet und wie folgt verarbeitet; eine Probe wird unbelichtet verarbeitet:
a) Farbentwickler - 45 s - 35°C
Triethanolamin 9,0 g
N,N-Diethylhydroxylamin 2,0 g
Bis(2-sulfoethyl)-hydroxylamin-di-natriumsalz 2,0 g
Diethylenglykol 0,05 g
3-Methyl-4-amino-N-ethyl-N-methansulfonamidoethyl-anilin-sulfat 5,0 g
Kaliumsulfit 0,2 g
Triethylenglykol 0,05 g
Kaliumcarbonat 22 g
Kaliumhydroxid 0,4 g
Ethylendiamintetraessigsäure-di-Na-Salz 2,2 g
Kaliumchlorid 2,5 g
1,2-Dihydroxybenzol-3,4,6-trisulfonsäuretrinatriumsalz 0,3 g
auffüllen mit Wasser auf 1000 ml; pH 10,0
b) Bleichfixierbad - 45 s - 35°C
Ammoniumthiosulfat 75 g
Natriumhydrogensulfit 13,5 g
Ammoniumacetat 2,0 g
Ethylendiamintetraessigsäure (Eisen-Ammonium-Salz) 57 g
Ammoniak 25%ig 9,5 g
auffüllen mit Essig auf 1000 ml; pH 5,5
c) Wässern - 2 min - 33°C d) Trocknen
Anschließend werden bei den grün- und blaubelicheteten Proben die Blaugrün- bzw. Purpur-Nebendichten bei der Purpurdichte Dpp = 1,0 (bg-NDpp) sowie bei der Gelb­ dichte Dgb = 1,0 (pp-NDgb) ermittelt.
Außerdem wird die unbelichtete Probe 42 Tage bei 35°C, 90% rel. Feuchte gelagert und die Änderung des pp-Schleiers (ΔDmin(pp)) ermittelt.
Weiterhin werden die belicheteten Proben mit dem Licht eine auf Tageslicht normi­ nierten Xenonlampe mit 10 × 106 bei einem Umgebungsklima von 35°C, 85% rel.
Feuchte bestrahlt. Es werden die Dichteänderung bei einer Anfangsdichte von 1,0 bestimmt (ΔDgb, ΔDpp, ΔDbg).
Die Ergebnisse sind in Tabelle 2 wiedergegeben.
Schichtaufbauten 102-110
Die Schichtaufbauten 102-110 werden hergestellt wie Schichtaufbau 101 mit dem Unterschied, daß an den Schichten 3 und 5 die EOP-Fänger SC-1 und SC-2 mengen­ gleich durch die in Tabelle 1 angegebenen Verbindungen eingesetzt werden und daß der Härtungsmittel durch das in Tabelle 1 angegebene ersetzt wird.
Tabelle 1 (V: Vergleich, E: erfindungsgemäß)
Wie Tabelle 2 zeigt, beeinflußt die Wahl des Härtungsmittel die Eigenschaften der Proben bei Einsatz der Vergleichsverbindungen SC-1/SC-2 nicht (vergleiche Schichtaufbau 101 mit 102). Der Einsatz erfindungsgemäßer EOP-Fänger verbessert unabhängig vom Härtungsmittel die Lichtstabilität der Bildfarbstoffe (vergleiche Schichtaufbauten 101 und 103 mit z. B. 102 und 105). Allerdings steigt bei gleich­ zeitigem Einsatz von Verbindungen der Formel (I) oder (II) und den Vergleichsver­ bindungen H-1 und H-2 der pp-Schleier nach Tropenlagerung prohibitiv an. Erst durch den erfindungsgemäßen kombinierten Einsatz von Verbindungen der Formel (I) bzw. (II) und Härtungsmitteln von Vinylsulfonyl-Typ (Formel (III) erhält man ein Material mit verbesserter Licht- und Tropenstabilität.

Claims (8)

1. Gelatinehaltiges farbfotografisches Sillberhalogenidmaterial mit einem Träger, wenigstens einer lichtempfindlichen Silberhalogenidemulsionsschicht und wenigstens einer nicht lichtempfindlichen Schicht, das wenigstens eine Verbindung der Formel (I) oder (II) enthält und mit einer Vinylsulfonylver­ bindung gehärtet wird
worin
R1 Wasserstoff, Alkyl oder Acyl,
R2, R3 unabhängig voneinander Alkyl, Cycloalkyl, Alkenyl, Aryl, Halogen, OR4, SR5, NR6R7, Nitro, Cyano, SO2R8, COOR9, COR10 oder Hetaryl,
R4, R5, R9 unabhängig voneinander Alkyl, Cycloalkyl, Alkenyl, Aryl oder Hetaryl,
R6, R7 unabhängig voneinander H, R4, COR10, COOR9, SO2R8,
R6, R10 unabhängig voneinander Alkyl, Cycloalkyl, Alkenyl, Aryl, Hetaryl oder NR6R7,
n, m 0, 1, 2, 3 oder 4 bedeuten,
wobei zwei Reste R2 bzw. R3 jeweils einen ankondensierten carbo- oder he­ terocyclischen Ring bedeuten können oder die Verbindung der Formel I über einen der Reste R1, R2 oder R3 an eine Polymerkette gebunden ist,
worin
R11 und R12 unabhängig voneinander Alkyl, Cycloalkyl, Aryl, Halogen, SR5, NR6R7, Nitro, Cyano, SO2R8, COOR9, COR10 Hetaryl oder Wasserstoff und
R13 und R14 unabhängig voneinander OR15 bedeuten oder die Bedeutung von R11 besitzen,
R5, R6, R7, R8, R9 und R10 die oben angegebene Bedeutung besitzen,
R15 Wasserstoff, Alkyl oder Aryl,
o 0, 1, 2, 3 oder 4 und
p 0, 1, 2 oder 3 bedeuten
wobei zwei Reste R13 bzw. R14 jeweils einen ankonensierten carbo- oder he­ terocyclischen Ring bedeuten können oder die Verbindung der Formel II über einen Rest R13 oder R14 an eine Polymerkette gebunden ist.
2. Silberhalogenidmaterial nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß in den Verbindungen der Formel (I)
R1 Wasserstoff oder Acyl
R2 und R3 Alkyl und
n und m 1 oder 2 bedeuten und die Summe der C-Atome in den Alkylresten R2 und R3 ≧ 8 ist.
3. Silberhalogenidmaterial nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß in den Verbindungen der Formel (II)
R13 und R14 Alkyl und
o und p unabhängig voneinander 0, 1 oder 2 bedeuten und die Summe der C- Atome in den Alkylresten R13 und R14 ≧ 8 ist.
4. Silberhalogenidmaterial nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß R2 und R3 bzw. n und m identisch sind.
5. Silberhalogenidmaterial nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Vinylsulfonylhärtungsmittel der Formel (III) enstpricht
L-(SO2-CH=CH2)n (III)
worin
L eine n-valente Gruppe mit 1 bis 24 C-Atomen und n 2, 3 oder 4 bedeuten.
6. Silberhalogenidmaterial nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß L 1 bis 8 C-Atome enthält und n gleich 2 ist.
7. Silberhalogenidmaterial nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Verbindungen der Formeln (I) und (II) in einer Menge von 10 bis 1000 mg/m2 der betreffenden Schicht eingesetzt werden.
8. Silberhalogenidmaterial nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Vinylsulfonylhärtungsmittel in einer Menge von 0,1 bis 5 Gew.-%, bezogen auf die Gelatine eingesetzt wird.
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