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DE1271683B - Verfahren zur Herstellung von fluorhaltigen Katalysatoren fuer die Isomerisierung von alpha-monoolefinischen Kohlenwasserstoffen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von fluorhaltigen Katalysatoren fuer die Isomerisierung von alpha-monoolefinischen Kohlenwasserstoffen

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DE1271683B
DE1271683B DEP1271A DE1271683A DE1271683B DE 1271683 B DE1271683 B DE 1271683B DE P1271 A DEP1271 A DE P1271A DE 1271683 A DE1271683 A DE 1271683A DE 1271683 B DE1271683 B DE 1271683B
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DE
Germany
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fluorine
weight
alkali
percent
alkaline earth
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Pending
Application number
DEP1271A
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English (en)
Inventor
Walter Carlyle
Anthony George Goble
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BP PLC
Original Assignee
BP PLC
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Publication date
Application filed by BP PLC filed Critical BP PLC
Publication of DE1271683B publication Critical patent/DE1271683B/de
Pending legal-status Critical Current

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    • C07C5/00Preparation of hydrocarbons from hydrocarbons containing the same number of carbon atoms
    • C07C5/22Preparation of hydrocarbons from hydrocarbons containing the same number of carbon atoms by isomerisation
    • C07C5/2206Catalytic processes not covered by C07C5/23 - C07C5/31
    • C07C5/2213Catalytic processes not covered by C07C5/23 - C07C5/31 with metal oxides
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B01PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
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    • B01J23/38Catalysts comprising metals or metal oxides or hydroxides, not provided for in group B01J21/00 of noble metals
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Description

  • Verfahren zur Herstellung von fluorhaltigen Katalysatoren für die Isomerisierung von a-monoolefinischen Kohlenwasserstoffen Katalysatoren, die ein hydrierendes Metall, Aluminiumoxyd und Halogen enthalten, sind bekannt und wurden für eine Reihe von Reaktionen vorgeschlagen.
  • Die Form, in der das Halogen anwesend ist, beeinflußt die Aktivität des Katalysators.
  • Gegenstand des älteren deutschen Patentes 1 242 191 ist ein Verfahren zur Herstellung von Aluminiumoxyd, Fluor und ein hydrierendes Metall der VI. Nebengruppe und VIII. Gruppe enthaltenden Kohlenwasserstoff-Umwandlungskatalysatoren durch Halogenierung von aktiviertem Aluminiumoxyd mit Halogen enthaltenden organischen Verbindungen unter wasserfreien Bedingungen bei erhöhten Temperaturen, das dadurch gekennzeichnet ist, daß man unter nichtreduzierenden Bedingungen bei Temperaturen von 300 bis 500"C und Kontaktzeiten von 5 Minuten bis 24 Stunden mit gasförmigen Fluorverbindungen arbeitet, die der allgemeinen Formel entsprechen, wobei X Kohlenstoff oder Schwefel und Y Fluor oder Wasserstoff bedeutet, und daß man dabei das Fluor in Mengen von 1,2 10-4 bis 3,4 10-4 g/m2 Oberfläche in den Katalysator einführt.
  • Gegenstand der vorliegenden weiteren Entwicklung ist demgegenüber ein Verfahren zur Herstellung von Katalysatoren für die Isomerisierung von o;-monoolefinischen Kohlenwasserstoffen auf der Basis von Halogen und gegebenenfalls eine Komponente mit Hydrieraktivität enthaltenden anorganischen Oxyden, insbesondere Aluminiumoxyd, unter Behandlung des anorganischen Oxyds mit fluorhaltigen Verbindungen der allgemeinen Formel in der X Kohlenstoff oder Schwefel sowie Y und Y', die gleich oder verschieden sein können, Fluor oder Wasserstoff bedeuten, unter nichtreduzierenden wasserfreien Bedingungen bei erhöhten Temperaturen, das dadurch gekennzeichnet ist, daß man Alkali- oder Erdalkalimetallverbindungen in einer Menge von 0,01 bis 10 Gewichtsprozent Alkali- oder Erdalkalimetall, bezogen auf das Gewicht des anorganischen Oxyds, in die Katalysatormasse einbringt, diese durch Calcinierung zersetzt und die Fluorierung vorher oder nachher derart durchführt, daß der Katalysator 0,1 bis 10 Gewichtsprozent Fluor aufnimmt.
  • Der Katalysator kann neben dem anorganischen Oxyd, dem Alkali- oder Erdalkalimetall und dem Fluor noch andere Komponenten enthalten, die vorzugsweise vor der Fluorierung und vorzugsweise auch vor der Zugabe des Alkali- oder Erdalkalimetalls zugesetzt werden. So kann der Katalysator eine geringe Menge von vorzugsweise weniger als 25 Gewichtsprozent eines Metalls oder einer Metallverbindung mit Hydrieraktivität aus den Gruppen VIa oder VIII des Periodischen Systems enthalten. Bevorzugt wird ein Platingruppenmetall, das in einer Menge von 0,01 bis 5 Gewichtsprozent, vorzugsweise von 0,1 bis 2 Gewichtsprozent, anwesend sein kann. Bevorzugt als Platingruppenmetalle werden Platin und Palladium.
  • Die anorganischen Oxyde müssen nicht nur unter den obengenannten Bedingungen halogenierbar sein, sondern auch eindeutig die gewünschten physikalischen Eigenschaften aufweisen, um als Katalysatoren für die Umwandlung von Kohlenwasserstoffen geeignet zu sein. Besonders verwendet man feuerfeste Oxyde aus den Gruppen III bis V des Periodischen Systems, beispielsweise Aluminiumoxyd, Boroxyd, Siliciumdioxyd, Titandioxyd oder Zirkondioxyd. Bevorzugt von den feuerfesten Oxyden wird Aluminiumoxyd. Gegebenenfalls können auch Gemische von zwei oder mehr anorganischen Oxyden verwendet werden.
  • Das Alkali- oder Erdalkalimetall wird vorzugsweise vor dem Fluor dem anorganischen Oxyd zugegeben.
  • Durch Zugabe der Komponenten in dieser Reihenfolge werden Katalysatorherstellung und Regelung der Mengen der Komponenten erleichtert. Einige fluorhaltige Katalysatoren unterliegen in Gegenwart von Wasser der Hydrolyse. Bei Durchführung der Fluorierung als letzte Stufe der Herstellung kann die Katalysatorherstellung in situ in einem Reaktor vollendet werden, so daß es nicht notwendig ist, wasserempfindliche Katalysatoren zu lagern und zu transportieren.
  • Dadurch, daß die reaktionsfähigen Gruppen des anorganischen Oxyds zuerst mit dem Alkali- oder Erdalkalimetall umgesetzt werden, wird außerdem die Kontrolle der Fluorierung erleichtert, die, wie später näher erläutert, wichtiger und entscheidender ist als die Kontrolle des Zusatzes der Alkali- oder Erdalkalimetallverbindung. Aktivität und Selektivität des Katalysators für bestimmte Reaktionen hängen beispielsweise vom Mengenverhältnis des anwesenden Alkali-oder Erdalkalimetalls und Fluors ab. Eine gute Kontrolle über die zugesetzten Mengen ist daher notwendig, und die Reihenfolge des Zusatzes der gemäß der Erfindung verwendeten Komponenten ist ein besonders gutes Mittel zur Ausübung dieser Kontrolle.
  • Die zur Bildung der Katalysatoren verwendeten Alkali- oder Erdalkalimetallverbindungen sind vorzugsweise ionische Verbindungen. Bevorzugt werden hierbei Verbindungen, die unter den Bedingungen, unter denen sie mit dem anorganischen Oxyd zusammengeführt werden, oder unter den später, jedoch vor der Fluorierung des Katalysators angewendeten Bedingungen Metallkationen zu liefern vermögen.
  • Die genaue Art und Weise, in der durch den Zusatz eines Alkali- oder Erdalkalimetalls eine Veränderung der Aktivität des Katalysators bewirkt wird, ist nicht mit Sicherheit bekannt, jedoch wird angenommen, daß das Metallkation in irgendeiner Weise eine Bindung mit dem anorganischen Oxyd eingeht, und zwar möglicherweise an den auf der Oberfläche des Oxyds vorhandenen reaktionsfähigen Stellen. Das Oxyd wird daher nach dem Zusatz einer Behandlung unterworfen, durch die die Alkali- oder Erdalkalimetallverbindung zersetzt wird, beispielsweise einer Calcinierung, und vorzugsweise werden Verbindungen verwendet, die zersetzt werden können, ohne daß andere Elemente auf dem Oxyd zurückbleiben. Besonders geeignete Verbindungen sind die Carbonate, Bicarbonate und die Salze von organischen Säuren, insbesondere von Carbonsäuren, z. B. die Formiate, Acetate und Oxalate. Die Verbindungen können dem anorganischen Oxyd in einfacher Weise zu Beginn durch Imprägnierung mit einer Lösung der Verbindungen zugegeben werden..
  • Bevorzugt als Alkalimetalle werden Kalium und Natrium, insbesondere das erstere.
  • Die zurückbehaltene Alkali- oder Erdalkalimetallmenge kann im Verhältnis zur Menge des anorganischen Oxyds klein sein und liegt im Bereich von 0,01 bis 10°/o des Gewichts des anorganischen Oxyds. Die Mindestmenge, die bei jedem gegebenen Anwendungszweck erforderlich ist, um den Katalysator selektiv zu machen, kann experimentell bestimmt werden. Das über die Mindestmenge hinaus anwesende Metall verringert die Fluormenge, die vom Oxyd aufgenommen werden kann. Vorzugsweise beträgt die Metallmenge wenigstens 1 Gewichtsprozent, insbesondere wenigstens 2 Gewichtsprozent. Je nach der anwesenden Metallmenge liegt die aufgenommene Fluormenge im Bereich von 0,1 bis 10 Gewichtsprozent, vorzugsweise von 1 bis 6 Gewichtsprozent. Jedoch wird, wie später näher erläutert, die Umsetzung des Alkali- oder Erdalkalimetalls und des Fluors mit dem anorganischen Oxyd als eine Oberflächenerscheinung angesehen. Bei der Erwägung der zweckmäßigen Menge der Komponenten für jedes gegebene Oxyd ist auch die Oberfläche des Oxyds zu berücksichtigen. Oxyde mit größerer Oberfläche erfordern nämlich verhältnismäßig größere Mengen der Komponenten als Oxyde mit kleinerer Oberfläche.
  • Geeignete fluorhaltige Verbindungen sind Tetrafluorkohlenstoff, Fluoroform, Methylenfluorid und die entsprechenden Schwefelverbindungen, wobei Tetrafluorkohlenstoff bevorzugt wird. Tetrafluorkohlenstoff ist eine äußerst stabile Verbindung, so daß an sich nicht ohne weiteres anzunehmen war, daß sie sich zur Herstellung fluorhaltiger Katalysatoren eignen würde. Trotzdem erwies sie sich als geeignet und weist Vorteile gegenüber anderen fluorierenden Verbindungen auf. Im Vergleich beispielsweise zu Fluorwasserstoff ist Tetrafluorkohlenstoff nicht korrodierend, leichter zu handhaben, leicht in der Dampfphase verwendbar, von weniger schädigendem Einfluß auf Aluminium oxyd und geeigneter zur Herstellung von Katalysatoren mit hohem Fluorgehalt. Im Vergleich zu Alkylfluoriden von höherer C-Zahl ist mit geringeren Kohlenstoff- oder Kohlenwasserstoffablagerungen auf dem Katalysator während der Fluorierung zu rechnen.
  • Da gemäß einem bevorzugten Kennzeichen der Erfindung die Fluorierungsreaktion nach der Zugabe des Alkali- oder Erdalkalimetalls stattfindet, ergibt sich, daß das verwendete anorganische Oxyd keine großen Halogenmengen enthalten darf. Es zeigte sich jedoch, daß geringe Halogenmengen (z. B. bis zu 1 Gewichtsprozent) vorher im anorganischen Oxyd anwesend sein können, ohne daß die anschließenden Behandlungen nachteilig beeinflußt werden. Beispielsweise kann das nach dem Verfahren gemäß der Erfindung behandelte anorganische Oxyd ein bis zu 1 Gewichtsprozent Halogen enthaltender Platin-Aluminiumoxyd-Katalysator sein, wie er normalerweise für die Reformierung von Kohlenwasserstoffen des Benzinsiedebereichs verwendet wird.
  • Als Voraussetzung für die Halogenierbarkeit von anorganischen Oxyden unter den genannten Bedingungen ohne Bildung von freiem Fluorid wird die ursprüngliche Anwesenheit von Wasserstoff im Oxyd angesehen. Als anorganisches Oxyd wird Aluminiumoxyd bevorzugt, und es ist ein Merkmal von aktivierten Aluminiumoxyden, die normalerweise für die Herstellung von Katalysatoren zur Umwandlung von Kohlenwasserstoffen verwendet werden, daß sie zwar überwiegend aus Aluminiumoxyd bestehen, jedoch eine geringe, gewöhnlich unter 1 Gewichtsprozent liegende Wasserstoffmenge enthalten. Man ist allgemein der Ansicht, daß dieser Wasserstoff in Form von Oberfiächen-Hydroxylgruppen vorliegt, die saure oder potentiell saure Stellen bilden. Da die Fluorierung im wesentlichen eine Oberflächenerscheinung ist, steht die Fluormenge, die ohne Bildung von freiem Fluorid angelagert werden kann, zur Größe der Oberfläche in Beziehung. Je größer die Oberfläche, um so größer ist die Fluormenge, die angelagert werden kann. Die vorherige Behandlung mit dem Alkali- oder Erdalkalimetall bewirkt jedoch eine gewisse Veränderung der reaktionsfähigen Oberflächengruppen, und die anlagerbare Fluormenge wird durch diese vorherige Behandlung bestimmt und ist niedriger als die Menge, die man hätte anlagern können, wenn der Katalysator nicht mit einer Alkali- oder Erdalkalimetallverbindung behandelt worden wäre. In der Praxis zeigte sich, daß unter der Voraussetzung der Anwesenheit einer ausreichenden Alkali- oder Erdalkalimetallmenge die Fluormenge, die angelagert werden kann, bis zu 0,5 und in einigen Fällen weit mehr als 0,5, nämlich bis zu 2,5 10 g Fluor pro Quadratmeter der ursprünglichen Oberfläche des anorganischen Oxyds beträgt.
  • Bevorzugt wird normalerweise eine maximale Fluorierung. Geeignet ist daher ein Bereich von 1,0 10-4 bis 2,5 10-4 g/m2. Auf Grund der Oberflächengröße, die geeignete anorganische Oxyde normalerweise aufweisen, liegt der Fluorgehalt gewöhnlich bei wenigstens 1 Gewichtsprozent und kann bis zu 10 Gewichtsprozent betragen.
  • Es können beliebige Aluminiumoxydformen verwendet werden, die sich als Träger für Reformierkatalysatoren eignen. Besonders bevorzugt wird jedoch eine von einer Aluminiumoxydhydratvorstufe abgeleitete Form, in der das Trihydrat überwiegt. Besonders geeignet ist eine Aluminiumoxydform, die einen größeren Anteil ß-Aluminiumoxydtrihydrat enthält.
  • Das Aluminiumoxyd läßt sich in bekannter Weise durch Hydrolyse eines Aluminiumalkoholats, z. B.
  • Aluminiumisopropoxyd, in einem inerten Kohlenwasserstoff als Lösungsmittel, z. B. Benzol, herstellen.
  • Unter sonst gleichen Bedingungen ist die Aktivität des Katalysators um so größer, je größer die vom Aluminiumoxyd aufgenommene Fluormenge ist, und da, wie bereits erwähnt, die maximale Fluormenge, die angelagert werden kann, mit der Größe der Oberfläche im Zusammenhang steht, ist es vorteilhaft, wenn das Aluminiumoxyd eine große Oberfläche von beispielsweise mehr als 250 m2/g, vorzugsweise von mehr als 300 m2/g, aufweist.
  • Wenn der Katalysator ein hydrierendes Metall enthält, so wird dieses, wie bereits erwähnt, zweckmäßig vor der Fluorierung und vorzugsweise auch vor der Behandlung mit dem Alkali- oder Erdalkalimetall in das Aluminiumoxyd eingearbeitet. Bei Verwendung eines Platingruppenmetalls ist es ferner zweckmäßig, daß es als kleine Kristallite auf dem Aluminiumoxyd feinverteilt ist. Als Richtschnur für die Größe der Kristallite ist anzusehen, daß sie durch Röntgenstrahlenbeugung nicht feststellbar sind und daß sie bei Behandlung des aus dem Platingruppenmetall und Aluminiumoxyd bestehenden Gebildes mit Benzol bei 250°C eine meßbare Chemisorption an Benzol aufweisen, wobei vorzugsweise wenigstens 0,1 Molekül Benzol pro Platinatom und wenigstens 0,03 Molekül Benzol pro Palladiumatom absorbiert werden. Einzelheiten über die Benzol-Chemisorptionsmethode sind veröffentlicht in »Actes du Deuxième Congres International de Catalyse«, Paris, 1960, Bd. 2, S. 1851.
  • Eine zweckmäßige Methode zur Ablagerung des Platingruppenmetalls in der erforderlichen feinverteilten Form besteht darin, daß eine Lösung einer Verbindung eines Platingruppenmetalls zu einem Hydrogel des Aluminiumoxyds gegeben und das Metall der Platingruppe als Sulfid ausgefällt wird, beispielsweise durch Behandlung mit Schwefelwasserstoff. Die Behandlung der aus dem Platingruppenmetall und Aluminiumoxyd bestehenden Masse mit der Fluorverbindung wird vorzugsweise vorgenommen, während sich das Platingruppenmetall im reduzierten Zustand befindet. Dies läßt sich in einfacher Weise erreichen, indem die Masse mit Wasserstoff vorbehandelt wird.
  • Es wird angenommen, daß bei der Behandlung einer aus dem Platingruppenmetall und Aluminiumoxyd bestehenden Kombination mit einer Fluorverbindung gemäß der Erfindung ein Teil des aufgenommenen Fluors mit dem Metall der Platingruppe als aktiver Komplex assoziiert wird.
  • Die Behandlung des Aluminiumoxyds mit der Fluorverbindung wird unter nicht reduzierenden Bedingungen durchgeführt, um die Bildung von korrodierend wirkendem Chlorwasserstoff zu verhindern.
  • Die nichtreduzierenden Bedingungen, die für die Fluorierung angewendet werden, können entweder inerte oder oxydierende Bedingungen sein. Bevorzugt werden die letzteren. Eine einfache Methode der Behandlung des Aluminiumoxyds besteht darin, die Fluorverbindung als gasförmigen Strom entweder allein oder vorzugsweise in einem nichtreduzierenden Trägergas über das Aluminiumoxyd zu leiten. Geeignete Trägergase sind beispielsweise Stickstoff, Luft und Sauerstoff. Die Dämpfe können in vorteilhafter Weise im Kreislauf geführt werden, bis das gesamte Fluor verbraucht ist. Auf diese Weise läßt sich die vom Katalysator aufgenommene Fluormenge genau kontrollieren.
  • Bei Verwendung der fluorierenden Verbindungen sind nichtreduzierende Bedingungen wesentlich, da reduzierende Bedingungen die Fluorverbindung in Fluorwasserstoff umzuwandeln pflegen. Neben der anwesenden Alkali- oder Erdalkalimetallmenge können Temperatur, Kontaktzeit und verwendete Fluormenge die vom Katalysator aufgenommene Fluormenge beeinflussen, wobei eine Verschärfung dieser Bedingungen die aufgenommene Menge zu erhöhen pflegt. Die Halogenierungstemperatur liegt bei Verwendung von fluorhaltigen Verbindungen im Bereich von 300 bis 500"C, insbesondere von 350 bis 450"C. Die Kontaktzeit kann 5 Minuten bis 24 Stunden betragen und liegt insbesondere zwischen 10 Minuten und 10 Stunden.
  • Im allgemeinen werden bei kürzeren Kontaktzeiten höhere Temperaturen angewendet und umgekehrt.
  • Die aufgenommene Menge darf nicht so hoch sein, daß die durch Röntgenstrahlenbeugung feststellbare Oxydstruktur zerstört wird oder nachweisbare Mengen an freiem Fluorid oder flüchtigen Komplexen des hydrierenden Metalls mit Fluor gebildet werden.
  • Bei der Behandlung von Katalysatoren, die aus einem Platingruppenmetall und Aluminiumoxyd bestehen, ist ferner darauf zu achten, daß die Bildung von flüchtigen Platinkomplexen verhindert wird. Die Neigung zur Bildung solcher Komplexe wird ebenfalls mit steigender Temperatur stärker. Die Behandlung dieser Katalysatoren erfolgt vorzugsweise bei Temperaturen zwischen 149 und 371"C, wobei die Kombination Platin auf Aluminiumoxyd insbesondere zwischen 232 und 316°C und die Kombination Palladium auf Aluminiumoxyd bei 260 bis 343°C behandelt wird.
  • Die Fluorierungsreaktion ist exotherm, und bei den genannten Temperaturen handelt es sich um die angewendeten Anfangstemperaturen.
  • Die Geschwindigkeit des Zusatzes der Fluorverbindung ist vorzugsweise so niedrig wie möglich, um gleichmäßige Fluorierung sicherzustellen und einen schnellen Temperaturanstieg als Folge der exothermen Reaktion zu vermeiden. Vorzugsweise liegt die zugeführte Menge nicht über 1,3 Gewichtsprozent Fluorverbindung pro Minute, bezogen auf den Katalysator.
  • Bei Verwendung eines Trägergases beträgt die Strömungsgeschwindigkeit vorzugsweise wenigstens 200 V/V/Std. Geeignet ist hierbei ein Bereich von 200 bis 1000 V/V/Std. Zweckmäßig wird bei Normaldruck gearbeitet.
  • Wie bereits erwähnt, unterliegt der aktive Katalysator in Gegenwart von Wasser der Hydrolyse. Wenn er nicht am Verwendungsort hergestellt wird, muß er daher unter wasserfreien Bedingungen gelagert werden.
  • Vorzugsweise wird jedoch die Fluorierung erst vorgenommen, nachdem der Katalysator in einen Reaktor gefüllt worden ist. Auch die zur Herstellung des Katalysators verwendeten Materialien müssen wasserfrei sein.
  • Die neuen Katalysatoren sind für die Isomerisierung von olefinischen Kohlenwasserstoffen, deren Doppelbindung einer Wanderung zugänglich ist, geeignet.
  • Dabei können alle Olefine, deren Doppelbindung verschiebbar ist, oder Gemische, die wenigstens ein solches Olefin enthalten, eingesetzt werden. Die neuen Katalysatoren zeichnen sich insbesondere dadurch aus, daß die Verschiebung der Doppelbindung erfolgt, ohne daß in der Regel wesentliche Mengen von Olefinen mit verändertem Kohlenstoffgerüst gebildet werden.
  • Besonders geeignet sind die neuen Katalysatoren für die Doppelbindungsisomerisierung von niederen Olefinen, insbesondere Monoolefinen mit 4 bis 6 C-Atomen im Molekül, bei Temperaturen bis 300° C, insbesondere im Bereich von 100 bis 2000 C und beliebigen Drücken, in der Dampfphase, vorzugsweise in Gegenwart eines Trägergases, wie Stickstoff.
  • Beispiel 1 100-cm3-Proben eines Platin-Aluminiumoxyd- Katalysators, der 0,58 Gewichtsprozent Platin und 0,81 Gewichtsprozent Chlor enthielt, wurden 1 Stunde bei 500°C calciniert. Sie wurden dann in Lösungen von Natriumacetat in 200 cm3 entionisiertem Wasser getaucht. Die Lösungen enthielten 12,5 bzw. 25 g kristallines Natriumacetat. Nach 2 Stunden wurden die Katalysatoren abfiltriert und über Nacht bei 120°C getrocknet, worauf sie abschließend 1 Stunde bei 500°C calciniert wurden. Der Natriumgehalt der erhaltenen Katalysatoren betrug 0,44 bzw. 1,07 Gewichtsprozent.
  • 35-cm3-Proben dieser beiden Katalysatoren und des ursprünglichen Platin -Aluminiumoxyd - Katalysators wurden dann fluoriert, indem sie 20 Minuten bei 450°C mit trockenem Tetrafluorkohlenstoff behandelt wurden, der mit 150 cm3/Minute übergeleitet wurde.
  • Nach abschließender Spülung mit Stickstoff wurden die Katalysatoren zur Aufbewahrung in trockene Gefäße umgefüllt.
  • Aus den nachstehend angegebenen Fluorgehalten wird die erzielbare Änderung des Fluorgehaltes mit dem Alkalimetallgehalt deutlich.
    Natriumgehalt des zu Endgehalt an
    Katalysator fluorierenden Katalysators Fluor
    Gewichtsprozent Gewichtsprozent
    I 0 4,7
    II 0,44 1,5
    III 1,07 0,54
    Beispiel 2 Die Aktivität dieses Katalysatortyps für die Isomerisierung von Olefinen wurde unter Verwendung von 4-Methylpenten-1 (etwa 100 mm Partialdruck in Stickstoff) geprüft. Die Umsatzzahlen in der folgenden Tabelle (ermittelt nach einer Laufzeit von 2 Stunden bei 130°C bei einer Dämpfeaufenthaltszeit von 4 Sekunden) veranschaulichen die vorteilhafte Wirkung der Alkalimetallkomponente. Nebenprodukt: 3-Methylpenten-Katalysator 2-methylpenten-2 2-methylpenten-1 (hauptsächlich Gewichtsprozent Gewichtsprozent cis und trans) Gewichtsprozent Pt-Al2O3, unbehandelt .............................. 11,7 2,8 Spur Pt-Al2O3, mit CF4 behandelt (bei 450°C)............. 55,3 13,5 4,7 Na-Pt-Al3O3*, unbehandelt .......................... 0 0 0 Na-Pt-Al2O3, mit CF4 behandelt ..................... 63,6 13,7 Spur Gleichgewichtswerte................................. 67,9 18,8 -*) 0,8 Gewichtsprozent Na.

Claims (2)

  1. Patentansprüche: 1. Verfahren zur Herstellung von Katalysatoren für die Isomerisierung von a-monoolefinischen Kohlenwasserstoffen auf der Basis von Halogen und gegebenenfalls eine Komponente mit Hydrieraktivität enthaltenden anorganischen Oxyden, insbesondere Aluminiumoxyd, unter Behandlung des anorganischen Oxyds mit fluorhaltigen Verbindungen der allgemeinen Formel in der X Kohlenstoff oder Schwefel sowie Y und Y', die gleich oder verschieden sein können, Fluor oder Wasserstoff bedeuten, unter nichtreduzierenden wasserfreien Bedingungen bei erhöhten Temperaturen, dadurch gekennzeichnet, daß man Alkali- oder Erdalkalimetallverbindungen in einer Menge von 0,01 bis 10 Gewichtsprozent Alkali- oder Erdalkalimetall, bezogen auf das Gewicht des anorganischen Oxyds, in die Katalysatormasse einbringt, diese durch Calcinierung zersetzt und die Fluorierung vorher oder nachher derart durchführt, daß der Katalysator 0,1 bis 10 Gewichtsprozent Fluor aufnimmt.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß als Komponente mit Hydrierwirkung ein Platingruppenmetall in Mengen von 0,01 bis 5 Gewichtsprozent vorliegt und daß diese Komponente dem anorganischen Oxyd vor der Zugabe des Alkali- bzw. Erdalkalimetalls zugesetzt wird.
    In Betracht gezogene ältere Patente: Deutsches Patent Nr. 1 242 191.
DEP1271A 1961-11-29 1962-11-28 Verfahren zur Herstellung von fluorhaltigen Katalysatoren fuer die Isomerisierung von alpha-monoolefinischen Kohlenwasserstoffen Pending DE1271683B (de)

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Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1242191B (de) * 1961-06-07 1967-06-15 British Petroleum Co Verfahren zur Herstellung von Aluminiumoxyd und Fluor enthaltenden Katalysatoren

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