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DE1249871B - Verfahren zur Herstellung von 8,8-disubstituierten Pseudoxanthmdem aten - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von 8,8-disubstituierten Pseudoxanthmdem aten

Info

Publication number
DE1249871B
DE1249871B DENDAT1249871D DE1249871DA DE1249871B DE 1249871 B DE1249871 B DE 1249871B DE NDAT1249871 D DENDAT1249871 D DE NDAT1249871D DE 1249871D A DE1249871D A DE 1249871DA DE 1249871 B DE1249871 B DE 1249871B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
derivatives
general formula
disubstituted
preparation
alkyl
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DENDAT1249871D
Other languages
English (en)
Inventor
Radebeul Dr Günther Dietz Dresden Dr Ernst Carstens Radebeul Dr Herbert Goldner
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Teva GmbH
Original Assignee
Arzneimittelwerk Dresden GmbH
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Publication date
Publication of DE1249871B publication Critical patent/DE1249871B/de
Pending legal-status Critical Current

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  • Pharmaceuticals Containing Other Organic And Inorganic Compounds (AREA)

Description

BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
DEUTSCHES
PATENTAMT
AUSLEGESCHRIFT
Int. CL:
Deutsche Kl.:
C O 7 D
Nummer:
Aktenzeichen:
Anmeldetag:
Auslegetag:
C07d
, 4 73 .-ΜΙ 249871- .'■/
V26852IVd/12p .
25. September 1964
14. September 1967
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung bisher unbekannter Pseudoxanthinderivate der allgemeinen Formel
Ri-N
worin Ri und/oder R2 Wasserstoffatome oder Alkylgruppen darstellen, die geradkettig oder verzweigt sein können, während R3 eine gegebenenfalls durch ein Halogenatom, eine Hydroxy- oder tertiäre Aminogruppe substituierte Alkyl-, Cycloalkyl-, Aryl- oder Aralkylgruppe bedeutet, wobei die Alkylreste der tertiären Aminogruppe auch mit dem Stickstoffatom zu einem gegebenenfalls durch ein weiteres Heteroatom unterbrochenen heterocyclischen Ring geschlossen sein können.
Pseudoxanthinderivate obiger Struktur sind bislang noch nicht beschrieben worden. Als Bezeichnungen für das Ringsystem sind noch Isoxanthin oder 8-H-Xanthin möglich. Es unterscheidet sich vom Xanthin, mit dem es isomer ist, durch die Verschiebung zweiter Doppelbindungen. Diese vom Erfinder erstmals hergestellten Pseudoxanthinderivate enthalten das 2-Isoimidazol- = 2 H-Imidazolgerüst, das zuerst von M. W e i s s in »J. Am. Chem. Soc«, Bd. 74, 1952, S. 5193, aufgeführt wird, im Purinmolekül.
Es wurde gefunden, daß man zu den Verbindungen der oben angegebenen allgemeinen Formel auf einem einfachen Weg gelangt, wenn man die entsprechend substituierten Xanthinderivate der allgemeinen Formel
Verfahren zur Herstellung von
8,8-disubstituierten Pseudoxanthinderivaten
Anmelder:
VEB Arzneimittelwerk Dresden,
Radebeul 1, Wilhelm-Pieck-Str. 35
Als Erfinder benannt:
Dr. Herbert Goldner, Radebeul;
Dr. Günther Dietz, Dresden;
. Dr. Ernst Carstens, Radebeul
Anwesenheit der Methylgruppe in der 8-Stellung des Xanthinderivates. Die thermische Umlagerung läßt sich sowohl in Abwesenheit als auch in Gegenwart eines indifferenten organischen Lösungsmittels, wie Dimethylformamid, Xylol oder Cyclohexanol, durchführen.
Die Herstellung der Ausgangsprodukte erfolgt in nicht beanspruchter Weise durch Einwirkung von Oxydationsmitteln, z. B. i-Amylnitrit oder salpetriger Säure, auf entsprechend substituierte 4-Amino-5-nitrosouracile nach der allgemeinen Gleichung
R1-N
NO
NH — CH2 · CH3
OR3
Ri-N
OH
HONO
-H2
CH3
wobei Ri, R2 und R3 obige Bedeutung besitzen, wobei Ri und R2 obige Bedeutung besitzen. Dabei erhitzt.' Das geschieht z. B. durch einfaches Erhitzen 50 kann man vorteilhaft auch so verfahren, daß man das
für die
über ihren Schmelzpunkt. Voraussetzung Bildung der Pseudoxanthinderivate ist dabei
entsprechend substituierte 4-Aminouracilderivat nitrosiert, z. B. in Alkohol mit'überschüssigem i-Amyl-
709 647/539
nitrit und ohne Isolierung der zuerst entstehenden 5-Nitrosoverbindung in der Reaktionsmischung bis zum Verschwinden der Nitrosofarbe unter Rückfluß erhitzt. Die Erhitzungsdauer beträgt im allgemeinen 15 bis 60 Minuten.
Die zum Teil bei dem Erhitzen durch Wasserabspaltung aus den 5-Nitrosoverbindungen mit entstandenen entsprechenden Xanthinderivate können beispielsweise durch Umkristallisieren abgetrennt werden. Auch können die7-Hydroxyxanthin-Xanthin-Gemische z. B. durch Lösen in 1 η-Natronlauge und fraktionierte Ausfällung mit Kohlendioxid (Xanthin) und anschließende Fällung mit Salzsäure .(7-Hydroxyderivat) gereinigt werden.
Durch Umsetzungen der 7-Hydroxyxanthine mit einer entsprechenden Halogenverbindung der allgemeinen Formel R3 — Hai, worin R3 die obengenannte Bedeutung besitzt und Hai ein Halogenatom bedeutet, werden schließlich nach an sich bekannten Methoden die als Ausgangsstoffe verwendeten sub- 20 gefunden stituierten 7-Hydroxy-8-methylxanthinderivate erhalten.
Die neuen Pseudoxanthinderivate können als Arzneimittel, z. B. Herz- und Kreislaufmittel, Verwendung finden. Die folgenden Beispiele sollen die Erfindung näher erläutern.
Beispiell
2,25 g (0,01 Mol) 7-Methoxy-8-methyltheophyllin, Fp. 187 bis 187,50C, werden in einem offenen Kolben im ölbad geschmolzen und 10 Minuten auf dieser Temperatur gehalten. Die Substanz zeigt nach dem Abkühlen und einer Umkristallisation aus Alkohol einen Schmelzpunkt von 232 bis 232,50C, Ausbeute: 92°/o S-Methoxy-S-methylpseudotheophyllin. Molekulargewicht: C9H12N4O3: 224.
Berechnet... C 48,2%, H 5,4%; gefunden ... C 48,4%, H 5,5%.
Das als Ausgangsmaterial benötigte 7-Methoxy-8-methyltheophyllin ist auf folgendem Wege zugänglich: 18,3 g (0,01 Mol) l,3-Dimethyl-4-äthylaminouracil werden in 100 ml Alkohol gelöst und durch Zugabe von 35 ml i-Amylnitrit und wenigen Tropfen äthanolischer Salzsäure nitrosiert. Danach wird 20 Minuten unter Rückfluß zum Sieden erhitzt. Nach dem Abkühlen wird das mitgebildete 8-Methyltheophyllin abgesaugt und die Mutterlauge eingeengt, wobei in der Hauptsache die 7-Hydroxyverbindung isoliert wird (12 g). Fp. (nach Umkristallisation aus Wasser) 183 bis 184°C. Die Reinigung durch Lösen in 1 η-Natronlauge und fraktionierte Ausfällung mit Kohlendioxyd ergibt kein 8-Methyltheophyllin mehr. Durch Ansäuern mit Salzsäure fällt das 7-Hydroxy-8-methyltheophyllin aus, Fp. 184 bis 184,5° C, Ausbeute: 10 g, welches 1 Mol Kristallwasser enthält. Ein weiterer Teil kann aus den Umkristallisationsmutterlaugen des ersten und zweiten Teiles gewonnen und anschließend gereinigt werden.
Molekulargewicht: C8Hi0N4O3: 210+ IH2O: 228.
Berechnet ... C 42,1%, H 5,3%; gefunden ... C 41,9%, H 5,4%.
2,3 g (0,01 Mol) 7-Hydroxy-8-methyltheophyllin werden mit 5 ml Methyljodid in 150 ml Aceton und in Gegenwart von 2,5 g Kaliumcarbonat 2 Stunden unter Rückfluß erhitzt. Es wird heiß abgesaugt und das Aceton abdestilliert. Das erhaltene Rohprodukt wird aus Wasser umkristallisiert. Ausbeute: 81% 7-Methoxy-8-methyItheophyllin, Fp. 187 bis 187,50C.
Molekulargewicht: CgHi2N4O3: 224.
Berechnet ... C 48,2%, H 5,4%; gefunden ... C 48,15%, H 5,3%.
Beispiel 2
2,4 g (0,01 Mol) 7-Äthoxy-8-methyltheophyllin, Fp. 144,5 bis 146°C, erhalten aus 7-Hydroxy-8-methyltheophyllin und Äthyljodid, werden in einem offenen Kolben 10 Minuten auf 180°C erhitzt. Die Substanz zeigt nach dem Umkristallisieren aus Alkohol einen Schmelzpunkt von 172 bis 174° C, Ausbeute: 83% S-Äthoxy-S-methylpseudotheophyllin.
Molekulargewicht: C10H14N4O3: 238. Berechnet ... C 50,4%, H 5,9%;
C 50,7%, H 6,1%. Beispiel 3
2,4 g (0,01 Mol) 7-Äthoxy-8-methyltheophyllin werden in 20 ml Dimethylformamid 10 Minuten unter Rückfluß erhitzt. Nach dem Einengen werden g 8-Äthoxy-8-methylpseudotheophyllin, Fp. 171 bis 1730C, erhalten.

Claims (2)

Patentansprüche:
1. Verfahren zur Herstellung von 8,8-disubstituierten Pseudoxanthinderivaten der allgemeinen Formel
worin Ri und/oder R2 Wasserstoffatome oder Alkylgruppen darstellen, die geradkettig oder verzweigt sein können, während R3 eine gegebenenfalls durch ein Halogenatom, eine^ Hydroxy- oder tertiäre Aminogruppe substituierte Alkyl-, Cycloalkyl-, Aryl- oder Aralkylgruppe bedeutet, wobei die Alkylreste der tertiären Aminogruppe auch mit dem Stickstoffatom zu einem gegebenenfalls durch ein weiteres Heteroatom unterbrochenen heterocyclischen Ring geschlossen sein können, dadurch gekennzeichnet, daß man entsprechend substituierte Xanthinderivate der allgemeinen Formel
OR3
CH3
wobei Ri, R2 und R3 die obengenannte Bedeutung besitzen, erhitzt.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Umsetzung in einem indifferenten, organischen Lösungsmittel durchgeführt wird.
709 647/539 9. 67 © Bundesdtuckerei Berlin
DENDAT1249871D 1964-09-25 Verfahren zur Herstellung von 8,8-disubstituierten Pseudoxanthmdem aten Pending DE1249871B (de)

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DEV0026852 1964-09-25

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DENDAT1249871D Pending DE1249871B (de) 1964-09-25 Verfahren zur Herstellung von 8,8-disubstituierten Pseudoxanthmdem aten

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