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TECHNISCHES GEBIET
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Die vorliegende Erfindung betrifft ein elektronisches Blutdruckmessgerät, welches eine Manschette, die an eine Messstelle für den Blutdruck befestigt wird, und eine Blutdruckberechnungseinheit zum Berechnen eines Blutdruckwertes aus einem Manschettendruck aufweist, und ein Blutdruckmessverfahren, welches das Blutdruckmessgerät verwendet.
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HINTERGRUND DER ERFINDUNG
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Ein Blutdruck ist eine Art von Hinweis zum Untersuchen einer Kreislauferkrankung. Das Durchführen der Risikoanalyse basierend auf dem Blutdruck ist wirkungsvoll für das Verhindern von kardiovaskulär bedingten Erkrankungen, wie zum Beispiel Schlaganfall, Herzstillstand und Herzinfarkt. Für gewöhnlich wird eine Diagnose für das Durchführen der Risikoanalyse aus dem Blutdruck (gelegentlicher Blutdruck) erstellt, der in medizinischen Einrichtungen zum Zeitpunkt des Besuchs von Krankenhäusern und bei Vorsorgeuntersuchungen gemessen wurde. Aus neueren Forschungsergebnissen ist jedoch anerkannt, dass der Blutdruck, welcher zuhause gemessen wurde, wirkungsvoller für das Diagnostizieren der Kreislauferkrankung als der gelegentliche Blutdruck ist. Davon begleitet wird das Blutdruckmessgerät für zuhause häufig eingesetzt.
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Die meisten derzeit häufig eingesetzten elektronischen Blutdruckmessgeräte setzen den Blutdruckberechnungsalgorithmus der oszillometrischen Methode oder der Mikrofonmethode ein.
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Bei der oszillometrischen Methode wird die Veränderung des arteriellen Volumens als eine Druckpulswellenamplitude entdeckt, die eintritt, wenn der Manschettendruck bis zu einem vorbestimmten Druck mit Druck beaufschlagt wird (z. B. systolischer Blutdruck + 30 mmHg) und dann schrittweise mit einer vorbestimmten Geschwindigkeit (Druckentlastungrate) der Druck abgebaut wird, und es wird ein vorbestimmter Algorithmus auf die Änderung bei der Druckpulswellenamplitude zum Berechnen des Blutdruckwertes angewandt. Die Veränderung des arteriellen Volumens, welche beim schrittweisen Beaufschlagen des Manschettendrucks mit Druck bei einer vorbestimmten Geschwindigkeit (Druckbeaufschlagungsrate) eintritt, kann als eine Druckpulswellenamplitude erkannt werden, und ein vorbestimmter Algorithmus kann auf die Änderung bei der Druckpulswellenamplitude zum Berechnen des Blutdruckwertes angewandt werden.
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Bei der Mikrofonmethode werden das Auftreten und Abschwächen und Verschwinden der Korotkoff-Geräusche, welche auftreten, wenn der Manschettendruck bis zu einem vorbestimmten Druck (z. B. systolischer Blutdruck + 30 mmHg) mit Druck beaufschlagt und dann schrittweise mit einer vorbestimmten Geschwindigkeit (Druckentlastungrate) der Druck abgebaut wird, mit einem Mikrofon erkannt, welches in der Manschette zum Bestimmen des systolischen Blutdrucks und des diastolischen Blutdrucks angeordnet ist.
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Bei beiden Berechnungsverfahren für den Blutdruck muss der Druckbeaufschlagungswert bis zu einem Manschettendruck (z. B. systolischer Blutdruck + 30 mmHg) mit Druck beaufschlagt werden, welcher ausreichend größer als der systolische Blutdruck ist. Die Druckentlastungsrate und die Druckbeaufschlagungsrate müssen derart festgelegt werden, dass die Informationen über die Druckpulswellenamplitude oder die Korotkoff-Geräusche vollständig erhalten werden können.
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(Stand der Technik beim Druckbeaufschlagungswert)
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Bei den Blutdruckmessgeräten werden bis jetzt Verfahren, wie zum Beispiel (1) Festlegen eines Druckbeaufschlagungswerts mit einem Umschaltschalter vor der Messung (siehe hierzu Patent Dokument 1), (2) Schätzen eines systolischen Blutdrucks während der Beaufschlagung mit Druck und Festlegen eines Drucks, welcher durch das Hinzufügen eines vorbestimmten Drucks (z. B. 30 mmHg) zu dem geschätzten systolischen Blutdruck als ein Druckbeaufschlagungswert erhalten wird (siehe hierzu Patent Dokumente 2, 3), und (3) Festlegen eines Drucks, welcher durch das Hinzufügen eines vorbestimmten Drucks (z. B. 30 mmHg) zu einem Mittelwert der systolischen Blutdruckwerte bis zu der vorherigen Messung als ein Druckbeaufschlagungswert (siehe hierzu Patent Dokument 4) erhalten wird, angewandt.
Patent Dokument 1: Offenlegungsschrift des ungeprüften
japanischen Patents Nr. 62-66835 Patent Dokument 2:
Offenlegungsschrift des japanischen Patents Nr. 2842696 Patent Dokument 3:
Offenlegungsschrift des japanischen Patents Nr. 3393432 Patent Dokument 4:
Offenlegungsschrift des ungeprüften japanischen Patents Nr. 2005-185681
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OFFENBARUNG DER ERFINDUNG
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PROBLEME, DIE VON DER ERFINDUNG GELÖST WERDEN
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Der Blutdruck verändert sich stark durch Faktoren, wie zum Beispiel dem Messzeitpunkt, dem Wochentag, der Jahreszeit, der Umwelt, Stress, Krankheit, unterschiedliche Aktionen mit Bezug auf die Lebensgewohnheiten (Mahlzeiten, Ausgleichssport, Rauchen, Ruhe) und dergleichen. Somit muss sein/ihr systolischer Blutdruck bei dem Verfahren nach (1) zuvor bekannt sein, aber braucht nicht notwendigerweise korrekt festgelegt werden, sogar wenn der Druckbeaufschlagungswert basierend auf dem zuvor gemessenen Blutdruckwert gewählt wird, da der Blutdruck stark schwankt, sobald die Messung durchgeführt wird.
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Ähnlich dazu braucht er bei dem Verfahren (3) nicht notwendigerweise korrekt festgelegt zu werden, sogar wenn ein Mittelwert oder dergleichen aus einer Vielzahl von Messergebnissen verwendet wird.
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Bei der Berechnung des Blutdrucks im Laufe der Druckentlastung des Manschettendrucks muss des Weiteren die Beaufschlagung mit Druck des Manschettendrucks mit so großer Geschwindigkeit wie möglich für eine genaue Blutdruckmessung ausgeführt werden.
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Falls die Beaufschlagung mit Druck bei einer niedrigen Geschwindigkeit ausgeführt wird, dann staut (Stauung) sich das Blut an der peripheren Seite (Vorderarm im Falle der Oberarmmessung) der Messstelle, bevor die Arterie vollständig geschlossen ist und es wird unmöglich, eine genaue Messung auszuführen. Deshalb wird die Druckbeaufschlagungsrate so groß wie möglich festgesetzt, als Folge davon werden die Informationen zu der Pulswelle während der Beaufschlagung mit Druck weniger und der Fehler bei dem geschätzten systolischen Blutdruck wird bei dem Verfahren (2) groß und somit kann der Druckbeaufschlagungswert nicht korrekt festgelegt sein.
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Im Hinblick auf die vorstehend beschriebenen Probleme ist es eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein elektronisches Blutdruckmessgerät und ein Verfahren zur Blutdruckmessung bereitzustellen, welches in der Lage ist, einen optimalen Messparameter für den Blutdruck für jeden Anwender durch das Korrigieren eines Messparameters für den Blutdruck, basierend auf bei einer vergangenen Messung aufgezeichneten Informationen, festzulegen, welche nahe bei den Zuständen zur Zeit der Blutdruckmessung sind, und das Niveau der Zufriedenheit des Anwenders zu verbessern.
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MITTEL ZUM LÖSEN DES PROBLEMS
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Gemäß einem Aspekt der vorliegenden Erfindung wird ein elektronisches Blutdruckmessgerät zur Verfügung gestellt, umfassend eine Manschette, die an eine Messstelle für den Blutdruck befestigt wird, Mittel für die Druckbeaufschlagung und Druckentlastung zum Einstellen des Drucks, welcher auf die Manschette angewandt wird, ein Druckerkennungsmittel zum Erkennen des Drucks in der Manschette, Blutdruckberechnungsmittel für das Berechnen eines Blutdruckwertes aus dem Manschettendruck, Aufzeichnungsmittel zum Aufzeichnen des Blutdruckwertes, und Betriebsmittel zum Ausführen von Operationen, wie zum Beispiel Messung des Blutdrucks, wobei das elektronische Blutdruckmessgerät umfasst: Erfassungsmittel für Zustandsinformationen zum Erfassen von Informationen, welche auf einen Zustand zur Zeit der augenblicklichen Blutdruckmessung bezogen sind, wobei das Aufzeichnungsmittel dazu ausgelegt ist, den Zustand zur Zeit der Blutdruckmessung zu speichern, welcher von dem Erfassungsmittel für Zustandsinformationen als Messprotokollinformationen zusammen mit dem Blutdruckwert erfasst wurde; Erfassungsmittel für Messprotokollinformationen zum Erfassen von vergangenen Messprotokollinformationen nahe dem Zustand zur Zeit der Blutdruckmessung des Aufzeichnungsmittels; und Korrekturmittel zum Korrigieren eines Messparameters für den Blutdruck basierend auf den Messprotokollinformationen, wenn die vergangenen Messprotokollinformationen nahe dem Zustand zur Zeit der Blutdruckmessung von dem Erfassungsmittel für Messprotokollinformationen erfasst werden.
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Der Messparameter für den Blutdruck kann ein Sollwert für die Druckbeaufschlagung sein.
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Der Messparameter für den Blutdruck kann eine Druckentlastungsrate sein.
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Der Messparameter für den Blutdruck kann eine Druckbeaufschlagungsrate sein.
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Das Messprotokoll, welches verwendet wird, wenn der Zustand zur Zeit der Blutdruckmessung festgelegt wird, ist der neueste Datensatz des Messprotokolls nahe dem augenblicklichen Messzustand.
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Das Messprotokoll, welches verwendet wird, wenn der Zustand zur Zeit der Blutdruckmessung festgelegt wird, ist das statistische Berechnungsergebnis einer Vielzahl von Datensätzen des neuesten Datensatzes des Messprotokolls nahe dem augenblicklichen Messzustand.
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Das Messprotokoll, welches verwendet wird, wenn der Zustand zur Zeit der Blutdruckmessung festgelegt wird, ist das statistische Berechnungsergebnis aller Datensätze des Messprotokolls nahe dem augenblicklichen Messzustand.
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Gemäß der vorliegenden Ausführungsform kann der optimale Messparameter für den Blutdruck für jeden Anwender festgelegt werden.
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Bei dem Aspekt der vorliegenden Erfindung kann der Zustand zur Zeit der Blutdruckmessung das Messdatum und die Uhrzeit oder die Temperatur zur Zeit der Messung sein.
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Bei dem Aspekt der vorliegenden Erfindung umfasst das elektronische Blutdruckmessgerät zudem Eingabemittel zum Eingeben des Zustands zur Zeit der Blutdruckmessung an dem Betriebsmittel als das Erfassungsmittel für Zustandsinformationen; wobei der Zustand, welcher in das Eingabemittel eingegeben wurde, zusammen mit dem Blutdruckwert in dem Aufzeichnungsmittel gespeichert wird.
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Der Zustand zur Zeit der Blutdruckmessung kann ein Messzustand sein, wie zum Beispiel der Ort der Messung, Informationen zur Erkrankung, der Dosierungsstatus, der Inhalt der Leibesübungen und Informationen zu den Lebensgewohnheiten. Die Informationen zu den Lebensgewohnheiten umfassen unterschiedliche Arten von Informationen, wie zum Beispiel vor der Mahlzeit, nach der Mahlzeit, nach den Leibesübungen, nach dem Rauchen, Ruhe (Pause) und dergleichen.
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Gemäß einem anderen Aspekt der vorliegenden Erfindung wird ein Verfahren zur Blutdruckmessung zur Verfügung gestellt, zum Einstellen eines Drucks, welcher mit Mitteln für die Druckbeaufschlagung und Druckentlastung auf die Manschette aufgebracht werden soll, wenn die Manschette an eine Messstelle für den Blutdruck befestigt ist, und Berechnen eines Blutdruckwerts durch Blutdruckberechnungsmittel, basierend auf einem Manschettendruck, welcher von einem Druckerkennungsmittel erkannt wurde, wobei das Verfahren zur Blutdruckmessung die Schritte umfasst: Erfassen von Informationen, welche auf einen Zustand zur Zeit der augenblicklichen Blutdruckmessung bezogen sind, mit Erfassungsmittel für Zustandsinformationen; Speichern des Zustands zur Zeit der Blutdruckmessung, welche von dem Erfassungsmittel für Zustandsinformationen erfasst wurden, zusammen mit dem Blutdruckwert als Messprotokollinformationen in dem Aufzeichnungsmittel; und Korrigieren eines Messparameters für den Blutdruck, basierend auf Messprotokollinformationen durch Korrekturmittel, wenn die vergangenen Messprotokollinformationen nahe dem Zustand zur Zeit der Blutdruckmessung von dem Erfassungsmittel für Messprotokollinformationen aus dem Aufzeichnungsmittel erfasst werden.
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Gemäß der vorliegenden Erfindung kann der Prozess des Festsetzens des optimalen Messparameters für den Blutdruck für jeden Anwender ausgeführt werden.
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Bei dem Aspekt der vorliegenden Erfindung kann der Schritt des Korrigierens durch das Korrekturmittel den Messparameter für den Blutdruck mit dem Zustand zur Zeit der Blutdruckmessung als das Messdatum und die Uhrzeit oder die Temperatur zur Zeit der Messung korrigieren.
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Bei dem Aspekt der vorliegenden Erfindung kann der Schritt des Speicherns in dem Aufzeichnungsmittel das Aufzeichnen des Zustands zur Zeit der Blutdruckmessung, welcher dem Betriebsmittel eingegeben wurde, welches als das Erfassungsmittel für Zustandsinformationen zusammen mit dem Blutdruckwert dient, enthalten.
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EFFEKT DER ERFINDUNG
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Gemäß der vorliegenden Erfindung werden ein elektronisches Blutdruckmessgerät und ein Verfahren für die Blutdruckmessung zur Verfügung gestellt, welches in der Lage ist, einen optimalen Messparameter für den Blutdruck für jeden Anwender festzulegen, und das Niveau der Zufriedenheit des Anwenders wird verbessert.
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KURZBESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN
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1 ist ein Blockschaltbild, das ein elektronisches Blutdruckmessgerät gemäß einem Beispiel der vorliegenden Erfindung zeigt.
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2 ist ein Ablaufdiagramm, das ein Beispiel einer Messoperation für den Blutdruck bei dem Beispiel der vorliegenden Erfindung zeigt.
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3 ist eine Tabelle, die Daten, welche mit Datum und Uhrzeit, Messwert und Messzustand (Dosierungsstatus) verknüpft sind, zeigt.
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4 ist eine Tabelle, die Daten, welche mit Datum und Uhrzeit, Messwert und Temperatur zur Zeit der Messung verknüpft sind, zeigt.
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5 ist eine Tabelle, die Daten, welche mit Datum und Uhrzeit, Messwert und Messzustand (Informationen zu Lebensgewohnheiten) verknüpft sind, zeigt.
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6 ist eine Tabelle, die Daten, welche mit Datum und Uhrzeit, Messwert und Messzustand (Ort der Messung) verknüpft sind, zeigt.
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BESCHREIBUNG VON AUSFÜHRUNGSFORMEN
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Eine Ausführungsform der vorliegenden Erfindung wird unten stehend mit Bezugnahme auf die Zeichnungen beschrieben werden.
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[Beispiel]
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Wie in 1 dargestellt, weist ein elektronisches Blutdruckmessgerät 2600 einer ersten Ausführungsform eine Manschette 2101, einen Luftschlauch 2102, einen Drucksensor 2103, eine Pumpe 2104, ein Ventil 2105, einen Schwingkreis 2111, eine Steuerschaltung für eine Pumpe 2112, eine Steuerschaltung für ein Ventil 2113, eine Zeitsteuerungseinheit 2115, ein Netzgerät 2116, eine CPU bzw. Zentraleinheit 2120, eine Anzeigeeinheit 2121, einen Speicher (zum Verarbeiten) 2122, einen Speicher (zum Aufzeichnen) 2123, eine Betriebseinheit 2630, eine Schnittstelle 2171 und ein Aufzeichnungsmedium 2172 auf. 1 ist ein Blockdiagramm, das eine Konfiguration des elektronischen Blutdruckmessgeräts 2600 der ersten Ausführungsform zeigt.
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Die Manschette 2101 ist ein band-förmiges Teil, welches mit dem Luftschlauch 2102 verbunden ist und welches an einer Messstelle für den Blutdruck des Anwenders zum Beaufschlagen mit Druck durch Luftdruck befestigt ist.
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Der Drucksensor 2103 ist ein elektrostatisch kapazitiver Drucksensor, bei dem sich ein Kapazitätswert gemäß dem Druck in der Manschette (Manschettendruck) verändert.
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Die Pumpe 2104 und das Ventil 2105 bringen Druck auf die Manschette auf und stellen (steuern) den Druck in der Manschette ein. Der Schwingkreis 2111 gibt ein Signal der Frequenz entsprechend dem Kapazitätswert des Drucksensors 2103 aus. Die Steuerschaltung für eine Pumpe 2112 und die Steuerschaltung für ein Ventil 2113 treiben jeweils die Pumpe 2104 und das Ventil 2105 an.
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Die Zeitsteuerungseinheit 2115 ist ein Gerät zur Zeitsteuerung des augenblicklichen Datums und der Uhrzeit und überträgt das zeitlich gesteuerte Datum und die Uhrzeit an die Zentraleinheit 2120 soweit erforderlich. Das Netzgerät 2116 stellt jeder Konfigurationseinheit elektrische Energie zur Verfügung.
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Die Zentraleinheit 2120 führt die Steuerung der Pumpe 2104, des Ventils 2105, der Anzeigeeinheit 2121, der Speicher 2122, 2123, der Betriebseinheit 2630 und der Schnittstelle 2171, den Festlegungsprozess für den Blutdruck und das Management der Aufzeichnungswerte aus.
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Die Anzeigeeinheit 2121 wird von einer Anzeigevorrichtung, wie zum Beispiel einem Flüssigkristallbildschirm, gebildet und zeigt den Blutdruckwert gemäß einem Signal an, welches von der Zentraleinheit 2120 übertragen wurde.
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Der Speicher (zum Verarbeiten) 2122 speichert das Steuerungsprogramm oder dergleichen des Blutdruckmessgeräts.
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Der Speicher (zum Aufzeichnen) 2123 speichert den Blutdruckwert und zudem speichert er das Datum und die Uhrzeit, den Messwert und den Messzustand durch Verknüpfung.
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Zusätzlich zu dem Netzschalter 2131, dem Messschalter 2132, dem Stopschalter 2133 und dem Datensatzausgabeschalter 2141, weist die Betriebseinheit 2630 zudem einen Eingabeschalter für den Messzustand 2641 zum Eingeben von Messzuständen auf, bei dem die Operationseingabe, wie zum Beispiel AN/AUS des Blutdruckmessgeräts und der Start der Messung erlaubt ist, und das eingegebene Eingabesignal wird an die Zentraleinheit 2120 übertragen. Die Schnittstelle 2171 führt das Aufzeichnen/Auslesen des Blutdruckwerts in Bezug auf das Aufzeichnungsmedium 2172 gemäß der Steuerung der Zentraleinheit 2120 aus.
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Der Eingabeschalter für den Messzustand 2641 ist dazu ausgelegt, die Eingabe des Dosierungsstatus zu ermöglichen, ob oder nicht nach dem Dosieren für den Messzustand.
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Die Messoperation für den Blutdruck unter Verwendung des Blutdruckmessgeräts 2600, welches wie oben stehend beschrieben konfiguriert ist, wird in Übereinstimmung mit dem Ablaufdiagramm von 2 beschrieben werden. 2 ist ein Ablaufdiagramm, das die Messoperation für den Blutdruck bei dem vorliegenden Beispiel zeigt.
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Wenn der Netzschalter des Blutdruckmessgeräts gedrückt wird (Schritt S2601), dann initialisiert die Zentraleinheit 2120 zuerst den Betriebsspeicher des Blutdruckmessgeräts und führt eine 0 mmHg-Einstellung des Drucksensors 2103 aus (Schritt S2602).
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Nachdem der Initialisierungsprozess beendet ist, werden die Messzustände, wie zum Beispiel nach dem Dosieren, eingegeben (Schritt S2603) und der Messschalter wird gedrückt (Schritt S2604), so dass die Zentraleinheit 2120 das augenblickliche Datum und die Uhrzeit von der Zeitsteuerungseinheit 2115 erfasst (Schritt S2605) und legt einen oder mehrere der Messparameter für den Blutdruck fest, wie zum Beispiel den Druckbeaufschlagungswert, die Druckbeaufschlagungsrate und die Druckentlastungsrate (Schritt S2606). Das Verfahren des Festlegens der Messparameter für den Blutdruck in Schritt 2606 wird später beschrieben werden.
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Der Manschettendruck wird dann von der Pumpe 2104 bis zu einem vorbestimmten Druckbeaufschlagungswert mit Druck beaufschlagt (Schritte S2607 bis S2608). Die hier verwendete Druckbeaufschlagungsrate und der Druckbeaufschlagungswert sind die Druckbeaufschlagungsrate und der Druckbeaufschlagungswert, welche in Schritt S2606 festgelegt wurden. Nach dem Beaufschlagen mit Druck bis zu dem vorbestimmten Druckbeaufschlagungswert baut die Zentraleinheit 2120 schrittweise den Manschettendruck mit dem Ventil 2105 (Schritt S2609) ab. Die Zentraleinheit 2120 extrahiert die Druckänderungskomponente, welche bei der Volumenänderung in der Arterie beteiligt ist, welche dem Manschettendruck überlagert ist, der während der Druckentlastung erhalten wird, und berechnet mittels einer vorbestimmten Berechnung den Blutdruck (Schritt S2610). Nach dem Berechnen des Blutdrucks (Schritt S2611: JA), öffnet die Zentraleinheit 2120 das Ventil 2105 und lässt die Luft in der Manschette ab. Die Zentraleinheit 2120 zeigt den berechneten Blutdruckwert an der Anzeigeeinheit 2121 (Schritt S2612) an und zeichnet den selben in dem Speicher (zum Aufzeichnen) 2123 in Verknüpfung mit dem Datum und der Uhrzeit, dem Messwert und dem Messzustand (Dosierungsstatus) auf (Schritt S2613).
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In Schritt S2606 legt die Zentraleinheit 2120 den Messparameter für den Blutdruck auf die folgende Art und Weise fest.
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(Falls der Messparameter für den Blutdruck der Druckbeaufschlagungswert ist)
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Der Druckbeaufschlagungswert muss im Allgemeinen auf einen Manschettendruck festgesetzt werden, welcher ausreichend größer als der systolische Blutdruck ist. Insbesondere muss die Druckbeaufschlagung bis zu ungefähr dem systolischen Blutdruck + 30 mmHg mit Druck beaufschlagt werden. Der Druckbeaufschlagungswert wird basierend auf den aufgezeichneten Messdaten festgesetzt. Insbesondere gibt die Zentraleinheit 2120 eine Tabelle aus, wie in 3 dargestellt, welche in dem Speicher (zum Aufzeichnen) 2123 aufgezeichnet ist. Die in dem Speicher (zum Aufzeichnen) 2123 aufgezeichnete Tabelle, welche hierin verwendet wird, zeichnet das Messdatum und die Uhrzeit („YY (Jahr)/MM (Monat)/DD (Tag)” ... „ hh (Stunde): mm (Minute) ... in der Figur), den Dosierungsstatus (Messzustand „nach dem Dosieren” in der Figur) und jeden Messwert, wie zum Beispiel den Blutdruckwert und die Pulsrate („SYS1 (systolischer Blutdruck)”, „DIA1 (diastolischer Blutdruck)”, „PLS1 (Pulsrate)”) in der Figur) in Verknüpfung miteinander auf, wie in 3 dargestellt.
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Die Zentraleinheit 2120 extrahiert dann die Daten, welche am nächsten an dem augenblicklichen Messdatum und der Uhrzeit und/oder die Daten, bei denen der Messzustand, welcher den Dosierungsstatus oder dergleichen kennzeichnet, wie zum Beispiel, ob oder ob nicht nach dem Dosieren, der gleiche ist, aus den Messdaten, welche in der Tabelle aufgezeichnet sind.
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Die Zentraleinheit 2120 setzt den Druck, welcher durch das Hinzufügen von 30 mmHg zu dem systolischen Blutdruck der neuesten Daten der Messdaten erhalten wurde, die mit dem obigen Zustand übereinstimmt, als den Druckbeaufschlagungswert fest.
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Wenn hier auf am nächsten an dem Messdatum und der Uhrzeit verwiesen wird, dann meint dies, dass zumindest einer oder mehrere der Zustände einschließlich demselben Monat der Messung, Messung in der gleichen Woche, Messung an dem gleichen Tag der Woche und Messung zur gleichen Zeit miteinander übereinstimmen.
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Nicht beschränkt auf die Verwendung des systolischen Blutdrucks der neuesten Daten der Messdaten, welche mit den obigen Zuständen wie oben stehend beschrieben übereinstimmen, kann ein Mittelwert der systolischen Blutdrücke aus einer Vielzahl von Messdaten, welche mit den Zuständen übereinstimmen, verwendet werden und der Druck, bei dem 30 mmHg zu diesem Mittelwert hinzugefügt wird, kann als der Druckbeaufschlagungswert festlegt werden.
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Alternativ dazu kann ein repräsentativer Wert des systolischen Blutdrucks aus einer Vielzahl von Messdaten, welche mit den Zuständen übereinstimmen, verwendet werden, und der Druck, bei dem 30 mmHg zu diesem repräsentativen Wert hinzugefügt wird, kann als der Druckbeaufschlagungswert festgelegt werden. Der repräsentative Wert kann ein Maximalwert, ein Medianwert oder dergleichen aus der Vielzahl von Daten sein.
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Falls die Messdaten, welche mit dem Messzustand übereinstimmen, nicht existieren, wie zum Beispiel bei der ersten Verwendung des Blutdruckmessgeräts, dann kann der im Voraus festgelegte Druckbeaufschlagungswert (zum Beispiel 180 mmHg) festgesetzt werden. Der systolische Blutdruck kann während der Druckbeaufschlagung geschätzt werden, und der Druck, bei dem 30 mmHg zu dem auf diese Art geschätzten Wert hinzugefügt wird, kann als der Druckbeaufschlagungswert festgesetzt werden, wie in den Patent Dokumenten 2, 3 beschrieben.
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(Falls der Messparameter für den Blutdruck der Druckentlastungswert ist)
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Die Druckentlastungsrate muss auf eine Geschwindigkeit festgesetzt werden, bei der Informationen für die Pulswellenamplitude in einem angemessenen Verhältnis von der erforderlichen Anzahl für die Blutdruckmessung erfasst werden können. Die erforderliche Anzahl von Informationen für die Pulswellenamplitude beträgt ungefähr fünf oder mehr, wie in der Offenlegungsschrift des
japanischen Patents Nr. 3149873 beschrieben. Wie in dem gleichen Patentdokument beschrieben, kann die Druckentlastungsrate, welche selbiges erfüllt, mithilfe des systolischen Blutdrucks (SYS), dem diastolischen Blutdruck (DIA) und der Pulsrate (PLS) berechnet werden.
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Ähnlich zu dem Druckbeaufschlagungswert, werden die Daten, welche am nächsten an dem augenblicklichen Messdatum und der Uhrzeit und/oder den Daten, bei denen der Messzustand der gleiche ist, aus den aufgezeichneten Messdaten extrahiert, und die Druckentlastungsrate kann basierend auf dem systolischen Blutdruck, dem diastolischen Blutdruck und der Pulsrate, welche in den relevanten Daten aufgezeichnet wurden, berechnet werden.
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Ähnlich zu dem Druckbeaufschlagungswert kann die Druckentlastungsrate (zum Beispiel 5,5 mmHg/sec) im Voraus festgesetzt werden, wenn die Messdaten, welche mit dem Messzustand übereinstimmen, nicht existieren, wie zum Beispiel bei der ersten Verwendung des Blutdruckmessgeräts. Alternativ dazu können der systolische Blutdruck, der diastolische Blutdruck und die Pulsrate während der Druckbeaufschlagung geschätzt werden, wie in der Offenlegungsschrift des
japanischen Patents Nr. 3149873 beschrieben, und die Druckentlastungsrate, welche von einem derartig geschätzten Wert berechnet wurde, kann festgesetzt werden.
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Das Blutdruckmessgerät des vorliegenden Beispiels wendet ein Verfahren des Berechnens des unter Druck Setzens des Blutes während der Druckentlastung an, aber es kann auf ein Blutdruckmessgerät mit einem Verfahren des Berechnen des Blutdrucks während der Druckbeaufschlagung angewandt werden. In diesem Fall kann anstatt der Druckentlastungsrate die Druckbeaufschlagungsrate festgelegt werden. Das Verfahren zur Festlegung ist ähnlich zu demjenigen der Druckentlastungsrate, und somit wird deren Beschreibung ausgelassen werden.
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Der Blutdruck verändert sich abhängig von der umgebenden Umgebung, wie zum Beispiel der Temperatur zur Zeit der Messung. Bei dem elektronischen Blutdruckmessgerät wird der Blutdruck mit dem Dosierungsstatus als der Messzustand gemessen, aber der Messzustand ist nicht auf den Dosierungsstatus beschränkt und kann das Messdatum und die Uhrzeit oder die Temperatur zur Zeit der Messung sein. Wie in 4 dargestellt, wird in diesem Fall eine Tabelle, bei der das Messdatum und die Uhrzeit, die Temperatur (Temperatur zur Zeit der Messung „25°C” in der Figur) zur Zeit der Messung, und jeder Messwert, wie zum Beispiel der Blutdruckwert und die Pulsrate, verknüpft sind, in dem Speicher 2123 aufgezeichnet. Die Temperatur verändert sich während des Datums (Jahreszeit) und der Uhrzeit, und somit kann nur das Messdatum und die Uhrzeit und jeder Messwert in Verknüpfung miteinander in dem Speicher 2123 gespeichert werden.
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In diesem Fall kann der Anwender die Information zu der Temperatur unter Verwendung des Eingabeschalters für den Messzustand 2641 eingeben, oder es kann ein Temperaturmessmittel in dem elektronischen Blutdruckmessgerät 2600 zum Erfassen der Information für die Temperatur, basierend auf dem Erkennungsergebnis des relevanten Mittels, enthalten sein.
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Der Messzustand ist nicht auf den Dosierungszustand beschränkt und kann Informationen bezüglich der Dosierung, wie zum Beispiel die Art der eingenommenen Medikamente, oder zumindest eine aus den Informationen zum Inhalt der Leibesübungen, wie zum Beispiel Dosierungsinformationen, Ort der Messung, Informationen zur Erkrankung oder bis zu welchem Ausmaß welche Art von Leibesübungen ausgeführt wird, umfassen oder Informationen zu den Lebensgewohnheiten bezüglich der Mahlzeit, Leibesübungen, Rauchen, Ruhe (Pause) oder dergleichen können als der Messzustand verwendet werden. In diesem Fall ist der Eingabeschalter für den Messzustand 2641 dazu ausgelegt, dass unterschiedliche Arten von Informationen eingegeben werden können.
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So verändert sich zum Beispiel der Blutdruck abhängig von unterschiedlichen Arten von Tätigkeiten, die im Zusammenhang mit den Lebensgewohnheiten stehen und einen Unterschied bei dem Blutdruck zwischen demjenigen vor der Mahlzeit und nach der Mahlzeit, vor den Leibesübungen und während der Ruhe, und vor dem Rauchen und nach dem Rauchen bewirken. Wie in 5 dargestellt, kann eine Tabelle, in der das Messdatum und die Uhrzeit („Y1 (Jahr)/M1 (Monat)/D1 (Tag)” ..., „h1 (Stunde): m1 (Minute)” ... in der Figur), die Informationen zu den Lebensgewohnheiten (Messzustand „nach der Mahlzeit”, „nach den Leibesübungen”, „nach dem Rauchen” und „während der Ruhe” ... in der Figur), und jeder Messwert, wie zum Beispiel der Blutdruckwert und die Pulsrate, miteinander verknüpft sind, für die in dem Speicher 2123 gespeicherten Tabelle verwendet werden.
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Es gibt einen Unterschied bei dem Blutdruck aus dem psychologischen Stress, dem der Anwender zur Zeit der Messung ausgesetzt ist. Aus diesem Grund wird angenommen, dass dieser Unterschied bei dem Blutdruck aufgrund des Orts der Messung auftritt, welcher ein Messzustand ist. So ist der Anwender zum Beispiel zuhause in einem entspannten Zustand, bei dem es kaum einen Stress gibt, und oftmals in einem Zustand großer Anspannung im Büro, so dass es zu einem Unterschied bei dem Messergebnis kommen kann, wenn die Messung des Blutdrucks zuhause ausgeführt wird und wenn die Messung des Blutdrucks im Büro ausgeführt wird.
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Eine Tabelle, in der das Messdatum und die Uhrzeit, der Ort des Messung (Ort der Messung „Zuhause”, „Büro”, „Krankenhaus” etc. in der Figur) und jeder Messwert, wie zum Beispiel der Blutdruckwert und die Pulsrate, miteinander verknüpft sind, wie in 6 dargestellt, kann für die in dem Speicher 21243 gespeicherte Tabelle verwendet werden.
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Wie oben stehend beschrieben, wird ein elektronisches Blutdruckmessgerät 2600 zur Verfügung gestellt, welches Erfassungsmittel für biologische Informationen zum Messung eines Blutdruckwertes, ein Aufzeichnungsmittel (Speicher 2123) zum Aufzeichnen des Blutdruckwertes, Mittel (Speicher 2122) zum Speichern eines Steuerungsprogramms des Blutdruckmessgeräts oder dergleichen, Betriebsmittel (Betriebseinheit 2630) zum Ausführen von Operationen, wie zum Beispiel Blutdruckmanagement, Korrekturmittel (Zentraleinheit 2120) zum Korrigieren der von dem Erfassungsmittel für biologische Informationen erfassten biologischen Informationen, basierend auf getrennt erfassten Korrekturinformationen, und ein Ausgabemittel (Anzeigeeinheit 2121) zum Ausgeben der korrigierten Informationen (Blutdruckwert) nach der Korrektur, aufweist und zudem umfassend eine Manschette 2101, die an eine Messstelle für den Blutdruck befestigt wird, Mittel für die Druckbeaufschlagung und Druckentlastung 2104, 2105 zum Einstellen des Drucks, welcher auf die Manschette 2101 angewandt wird, ein Druckerkennungsmittel (Drucksensor 2103) zum Erkennen des Drucks in der Manschette und Blutdruckberechnungsmittel (Zentraleinheit 2120) für das Berechnen eines Blutdruckwertes aus dem Manschettendruck, wobei das elektronische Blutdruckmessgerät zudem Erfassungsmittel für Zustandsinformationen (Eingabeschalter für den Messzustand 2641) zum Erfassen von Informationen, welche auf einen Zustand zur Zeit der augenblicklichen Blutdruckmessung bezogen sind, wobei das Aufzeichnungsmittel dazu ausgelegt ist, den Zustand zur Zeit der Blutdruckmessung zu speichern, welcher von dem Erfassungsmittel für Zustandsinformationen als Messprotokollinformationen zusammen mit dem Blutdruckwert erfasst wurde, und ein Erfassungsmittel für Messprotokollinformationen (Zentraleinheit 2120, die den Schritt S2606 ausführt) zum Erfassen von vergangenen Messprotokollinformationen nahe dem Zustand zur Zeit der Blutdruckmessung des Aufzeichnungsmittels, wobei das Korrekturmittel (Zentraleinheit 2120, die den Schritt S2606 ausführt) dazu ausgelegt ist, einen Messparameter für den Blutdruck basierend auf den Messprotokollinformationen, wenn die vergangenen Messprotokollinformationen nahe dem Zustand zur Zeit der Blutdruckmessung von dem Erfassungsmittel für Messprotokollinformationen erfasst wird, zu korrigieren, aufweist.
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Gemäß der oben stehend beschriebenen Konfiguration wird ein Effekt erzielt, dass der optimale Messparameter für den Blutdruck für jeden Anwender festgesetzt werden kann.
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Des Weiteren wird ein geeigneter Messparameter für den Blutdruck entsprechend der Veränderung des Blutdrucks, welche von dem Unterschied in der umgebenden Umgebung (hierin die Temperatur) zu der Zeit der Messung durch das Korrigieren des Messparameters für den Blutdruck mit dem Zustand zur Zeit der Blutdruckmessung als das Messdatum und die Uhrzeit oder als die Temperatur zur Zeit der Messung festgesetzt.
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Der Eingabeschalter für den Messzustand 2641, welcher als ein Eingabemittel zum Eingeben des Zustands zur Zeit der Blutdruckmessung dient, ist an der Betriebseinheit 2630 als das Erfassungsmittel für Zustandsinformationen angeordnet, und der Zustand, welcher dem Eingabeschalter für den Messzustand 2641 eingegeben wird, wird in dem Speicher 2123 mit dem Blutdruckwert aufgezeichnet, so dass unterschiedliche Arten von Informationen, die relevant sind für die Faktoren, die den Blutdruck verändern, einfach erfasst werden können. Der geeignete Messparameter für den Blutdruck, der jeden Faktor berücksichtigt, kann somit festgesetzt werden.
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Bei dem vorliegenden Beispiel wird der Messparameter für den Blutdruck korrigiert, durch das Fokussieren auf einen aus dem Dosierungsstatus, der Temperatur, Informationen zu den Lebensgewohnheiten, Ort der Messung und dergleichen, welche die Zustände zur Zeit der Blutdruckmessung sind, aber nicht notwendigerweise darauf beschränkt sind, und manche der unterschiedlichen Zustände können miteinander kombiniert werden. In diesem Fall kann ein geeigneterer Messparameter für den Blutdruck durch das Verwenden der Messprotokollinformationen, bei dem unterschiedliche Messzustände miteinander übereinstimmen, festgesetzt werden.
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Aus diesem Grund sollen die Messprotokollinformationen vorzugsweise aus noch besser übereinstimmenden Messzuständen extrahiert werden, wenn eine Konfiguration des Verwendens der Messprotokollinformationen, bei denen eine Vielzahl von Messzuständen miteinander übereinstimmen, angewandt wird.
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Es kann sich jedoch möglicherweise ein Unterschied bei dem Blutdruckwert in einem Fall ergeben, in dem die Zeit der Messung (am Morgen, nachts) oder die Zeitwahl der Messung (nach der Mahlzeit, vor der Mahlzeit, etc.) verschieden ist, sogar wenn der Dosierungsstatus und wenige andere Messzustände miteinander übereinstimmen.
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Die Messprotokollinformationen, bei denen ein bestimmter spezieller Zustand und wenige andere Zustände miteinander übereinstimmen, können außerhalb des Ziels der Extraktion in einem Fall sein, bei dem ein anderer bestimmter spezieller Zustand unterschiedlich ist. In diesem Fall wird eine Tabelle, bei welcher der übereinstimmende Messzustand und der Messzustand, welcher als außerhalb des Ziels der Extraktion festgelegt wurde, wenn die Zustände verschieden sind, miteinander verknüpft sind, in dem Speicher 2123 gespeichert, oder dergleichen und die Zentraleinheit 2121 kann die Messprotokollinformationen als außerhalb des Ziels der Extraktion festlegen, wenn der Messzustand, welcher als außerhalb des Ziels der Extraktion festgelegt wurde, verschieden ist.
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Wie oben stehend beschrieben, weist das elektronische Blutdruckmessgerät 2600 des vorliegenden Beispiels Eingabemittel (Eingabeschalter für den Messzustand 2641) zum Eingeben von Messzuständen in das Betriebsmittel (Betriebseinheit 2630) auf, und zeichnet den Messzustand, wie zum Beispiel den Ort der Messung, Informationen zur Erkrankung, den Dosierungsstatus und die Leibesübung zusammen mit dem Blutdruckwert in dem Aufzeichnungsmedium (Speicher 2122, 2123) auf.
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Die vorliegende Erfindung ist nicht nur auf die Konfiguration der oben stehend beschriebenen Ausführungsformen beschränkt, und es kann eine große Anzahl von Ausführungsformen realisiert werden.
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Zum Beispiel kann das elektronische Blutdruckmessgerät 2600 zum Herunterladen eines geeigneten Parameters, Schwellenwerts, Algorithmus oder dergleichen von einen zugeordneten Server zum Erweitern der Funktion ausgelegt sein. In diesem Fall kann die Version der Software mit der vorhandenen Hardware aufgerüstet werden, oder eine Optimierung kann von dem/der Anwender(in) einfach realisiert werden.
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Die Funktionserweiterung des elektronischen Blutdruckmessgeräts 2600 kann von einem Bedienungsterminal, wie zum Beispiel einen Personal Computer, welcher der Anwender besitzt, ohne Verwendung des Servers ausgeführt werden. In diesem Fall kann der Parameter, der Schwellenwert, der Algorithmus und dergleichen von einem Aufzeichnungsmedium, wie zum Beispiel einer CD-ROM, heruntergeladen werden.
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Das elektronische Blutdruckmessgerät 2600 kann direkt und drahtlos oder mittels einer Drahtverbindung kommunikationsfähig mit einer anderen Erfassungsvorrichtung für biologische Informationen, wie zum Beispiel einem Gerät zur Messung der Körperzusammensetzung, einem Schrittzähler oder einem elektronischen Thermometer verbunden sein. In diesem Fall können die Daten ebenfalls zum Verbessern der individuellen Genauigkeit wechselseitig übertragen und empfangen werden.
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GEWERBLICHE ANWENDBARKEIT
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Die vorliegende Erfindung kann bei einem elektronischen Blutdruckmessgerät verwendet werden, welches die oszillometrische Methode anwendet, welches die Manschette benutzt, oder das Mikrofonverfahren einsetzt.
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Bezugszeichenliste
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- 2600
- Blutdruckmessgerät
- 2101
- Manschette
- 2103
- Drucksensor
- 2104
- Pumpe
- 2105
- Ventil
- 2115
- Zeitsteuerungseinheit
- 2120
- CPU bzw. Zentraleinheit
- 2121
- Anzeigeeinheit
- 2122
- Speicher (zum Verarbeiten)
- 2123
- Speicher (zum Aufzeichnen)
- 2630
- Betriebseinheit
- 2641
- Eingabeschalter für den Messzustand
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ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
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Zitierte Patentliteratur
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- JP 62-66835 [0007]
- JP 2842696 [0007]
- JP 3393432 [0007]
- JP 2005-185681 [0007]
- JP 3149873 [0059, 0061]