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TECHNISCHES GEBIET
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Die vorliegende Erfindung betrifft ein elektronisches Blutdruckmessgerät, welches eine Manschette, die an eine Messstelle für den Blutdruck befestigt wird, und eine Blutdruckberechnungseinheit zum Berechnen eines Blutdruckwertes aus einem Manschettendruck aufweist, und ein Blutdruckmessverfahren, welches das Blutdruckmessgerät verwendet.
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HINTERGRUND DER ERFINDUNG
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Ein Blutdruck ist eine Art von Hinweis zum Untersuchen einer Kreislauferkrankung. Das Durchführen der Risikoanalyse basierend auf dem Blutdruck ist wirkungsvoll für das Verhindern von kardiovaskulär bedingten Erkrankungen, wie zum Beispiel Schlaganfall, Herzstillstand und Herzinfarkt. Für gewöhnlich wird eine Diagnose für das Durchführen der Risikoanalyse aus dem Blutdruck (gelegentlicher Blutdruck) erstellt, der in medizinischen Einrichtungen zum Zeitpunkt des Besuchs von Krankenhäusern und bei Vorsorgeuntersuchungen gemessen wurde. Aus neueren Forschungsergebnissen ist jedoch anerkannt, dass der Blutdruck, welcher zuhause gemessen wurde, wirkungsvoller für das Diagnostizieren der Kreislauferkrankung als der gelegentliche Blutdruck ist. Davon begleitet wird das Blutdruckmessgerät für zuhause häufig eingesetzt.
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Die meisten derzeit häufig eingesetzten elektronischen Blutdruckmessgeräte setzen den Blutdruckberechnungsalgorithmus der oszillometrischen Methode ein. Bei der oszillometrischen Methode wird eine Manschette um eine Messstelle herumgewickelt, wie zum Beispiel einen Oberarm, und wird bis zu einem vorbestimmten Druck mit Druck beaufschlagt und dann graduell oder in einer schrittweisen Art abgebaut. Die oszillometrische Methode ist ein Verfahren des Erkennens einer Veränderung des arteriellen Volumens, welche in der Mitte des Druckentlastung als eine Druckänderung auftritt (Druckpulswellenamplitude), welche dem Manschettendruck überlagert ist, und des Aufbringens eines vorbestimmten Algorithmus auf die Änderung bei der Druckpulswellenamplitude zum Festlegen des systolischen Blutdrucks und des diastolischen Blutdrucks. Im Allgemeinen wird ein Punkt, an dem die Druckpulswellenamplitude plötzlich groß wird, welche während der Druckentlastung erhalten wurde, dem systolischen Blutdruck angenähert, und ein Punkt, an dem die Druckpulswellenamplitude plötzlich niedrig wird, wird dem diastolischen Blutdruck angenähert. Unterschiedliche Algorithmen wurden zum Erkennen von solchen Punkten geprüft.
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Wie zum Beispiel in 9 und der folgenden [Gleichung 1] dargestellt, wird ein Wert, welcher durch das Multiplizieren einer vorbestimmten Kennzahl (erste Konstante α, zweite Konstante β), welche zuvor festgesetzt wurde, mit einem Maximalwert der Druckpulswellenamplitude als ein Berechnungsparameter für den Blutdruck festgesetzt, und ein Manschettendruck, bei dem die Druckpulswellenamplitude erhalten wird, welche mit dem relevanten Parameter übereinstimmt (oder am nächsten ist), wird als der Blutdruckwert berechnet (siehe hierzu Patent Dokument 1).
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[Gleichung 1]
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Berechnungsparameter für den systolischen Blutdruck = Maximalwert der Druckpulswellenamplitude × α
Berechnungsparameter für den diastolischen Blutdruck = Maximalwert der Druckpulswellenamplitude × β
- Patent Dokument 1: Offenlegungsschrift des ungeprüften japanischen Patents Nr. 3-81375
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OFFENBARUNG DER ERFINDUNG
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PROBLEME, DIE VON DER ERFINDUNG GELÖST WERDEN
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Es gibt jedoch keinen theoretischen Beweis, dass der Punkt, an dem sich die Druckpulswellenamplitude plötzlich verändert, mit dem systolischen Blutdruck und dem diastolischen Blutdruck übereinstimmt. Deshalb mussten die ersten und zweiten Konstanten (α, β) zum Festlegen des Berechnungsparameters für den Blutdruck experimentell oder statistisch festgelegt werden, basierend auf einem Veränderungsmuster (hierin im Folgenden als „Hüllkurve” bezeichnet) aus einer großen Anzahl von Blutdruckwerten und Druckpulswellenamplituden. Für gewöhnlich ist die ersten Konstante α ein Festwert von ungefähr 0,5 und die zweite Konstante β ist ein Festwert von ungefähr 0,7, unabhängig von einer Beschaffenheit des Anwenders und/oder einem Zustand der Manschette zur Zeit der Blutdruckmessung.
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Eine Druckpulswellenamplitude, welche die Hüllkurve bildet, besitzt die folgenden Probleme. Zuerst wird die Druckpulswellenamplitude durch das Erkennen einer Volumenänderung einer Arterie erkannt, welche auf die Manschette, die an der Messstelle befestigt ist, als die Druckänderung übertragen wird. Die Druckpulswellenamplitude ist somit dem Einfluss der Eigenschaften der Manschette unterworfen. Eine der Eigenschaften der Manschette ist ein Luftdurchsatz (hierin im Folgenden als „Folgebereitschaft der Manschette” bezeichnet), der für das Verändern des Drucks in der Manschette (hierin im Folgenden als „Manschettendruck” bezeichnet) um 1 mmHg notwendig ist, wie in dem Schaubild von 10 dargestellt. Wie in 10 dargestellt, wird die Folgebereitschaft der Manschette geringer, sobald der Manschettendruck höher wird. Aus diesem Grund wird die Amplitude als groß erkannt, sobald der Manschettendruck höher wird, falls eine konstante Druckpulswellenamplitude der Manschette zur Verfügung gestellt wird, ohne von dem Manschettendruck abzuhängen, wie in 11 dargestellt.
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So unterscheidet sich zum Beispiel beim Messen von zwei Anwendern, die unterschiedliche Blutdrücke besitzen, mit einer Änderung der Druckpulswellenamplitude von der gleichen Gestalt der Hüllkurve, die Druckpulswellenamplitude, das heißt, die Gestalt der von dem Blutdruckmessgerät erkannten Hüllkurve, in Abhängigkeit von dem Blutdruck. Auf diese Weise gibt es in Abhängigkeit von dem Blutdruck einen Unterschied bei der Messgenauigkeit.
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Einen Zustand, bei dem eine Arterie B eines Arms A eines Anwenders mit einer Manschette 2101 komprimiert wird, wird mit Bezugnahme auf 12 beschrieben werden. Wie in 12 dargestellt, wird der Druck des Mittenteils der Manschette 2101 ausreichend auf die Arterie B übertragen, so dass die Arterie B vollständig druckgeschlossen ist, wenn der Manschettendruck größer als oder gleich groß wie ein vorbestimmter Druck eines Blutdruckmessbereichs mit Druck beaufschlagt wird.
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Die Arterie B ist jedoch nicht vollständig druckgeschlossen, da der Druck am Ende der Manschette 2101 nicht vollständig auf die Arterie B übertragen wird. Dies hängt von der Struktur der Manschette 2101 ab, bei welcher sich der Abschnitt, wo die Arterie B nicht druckgeschlossen ist, immer in der allgemein verwendeten Manschettenstruktur ausbildet. Es gibt einen Blutfluss in einem Abschnitt, wo die Arterie nicht druckgeschlossen ist, entsprechend der Herzseite der Manschette 2101, und somit tritt die Volumenänderung der Arterie B auf und es wird die dabei verursachte Druckpulswelle entdeckt. In dem Patent Dokument 1 wird solch eine Druckpulswelle als die Hintergrundpulswelle bezeichnet. Aufgrund der Existenz der Hintergrundpulswelle wird der systolische Blutdruck als zu groß festgestellt und der diastolische Blutdruck wird in einer Unterschätzung wahrgenommen in [Gleichung 1].
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Auf die herkömmliche Weise, wie sie in Patent Dokument 1 offenbart ist, wird [Gleichung 1] zu der folgenden [Gleichung 2] verändert. Ein Verschiebungskorrekturwert (dritte Konstante ζ), welcher die Komponente der Hintergrundpulswelle kennzeichnet, wird zu dem Wert, welcher durch das Multiplizieren einer vorbestimmten Kennzahl (erste Konstante α), die zuvor festgesetzt wurde, mit einem Maximalwert der Druckpulswellenamplitude erhalten wurde, zum Berechnen des Berechnungsparameters für den systolischen Blutdruck hinzugefügt, und ein Verschiebungskorrekturwert (vierte Konstante η), welche die Komponente der Hintergrundpulswelle kennzeichnet, wird zu dem Wert, welcher durch das Multiplizieren einer vordefinierten Kennzahl (zweite Konstante β), die zuvor festgesetzt wurde, mit einem Maximalwert der Druckpulswellenamplitude erhalten wurde, zum Berechnen des Berechnungsparameters für den diastolischen Blutdruck hinzugefügt.
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[Gleichung 2]
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Berechnungsparameter für den systolischen Blutdruck = Maximalwert der Druckpulswellenamplitude × α + ζ
Berechnungsparameter für den diastolischen Blutdruck = Maximalwert der Druckpulswellenamplitude × β + η
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[Gleichung 2] basiert auf der Annahme, dass die Hintergrundpulswelle konstant ist, ohne dabei von der Beschaffenheit des Anwenders und/oder dem Zustand der Manschette 2101 zur Zeit der Blutdruckmessung abzuhängen, wie zum Beispiel die Attribute des Anwenders (Umfangslänge, Blutdruck von Arm A), der Größe oder dem Manschettendruck der Manschette 2101 und dergleichen.
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Es ist jedoch anerkannt, dass sich die Hintergrundpulswelle innerhalb unterschiedlicher Zustände zur Zeit der Blutdruckmessung verändert. Wenn der Manschettendruck zum Beispiel erhöht wird, dann wird eine Breite, auf der die Arterie B druckgeschlossen ist, breiter, wie in 12 dargestellt. Davon begleitet wird eine Breite enger, auf der die Hintergrundpulswelle entsteht, wenn die Arterie B nicht druckgeschlossen ist, wobei das Niveau der Hintergrundpulswelle, welches als Ergebnis erkannt wird, gering wird, wie in dem Schaubild von 13 dargestellt.
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Die Druckpulswellenamplitude verändert sich abhängig von den dynamischen Eigenschaften (arterielle Volumenänderung, die bei dem Druckunterschied in der Arterie zwischen innen und außen beteiligt ist) der Arterie B des Anwenders. So besitzt zum Beispiel eine Person mit einer weichen Arterie B eine große Amplitude von selbiger, wohingegen eine Person mit fortgeschrittener Arteriosklerose eine kleine Amplitude von selbiger besitzt (siehe hierzu 14). Aus diesem Grund verändert sich die Hintergrundpulswelle zudem in Abhängigkeit von den dynamischen Eigenschaften.
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Wenn der systolische Blutdruck und der diastolische Blutdruck durch [Gleichung 2] festgelegt werden, bei der die Komponente der Hintergrundpulswelle als konstant festgelegt ist, dann wird der Blutdruck, abhängig von dem Anwender, unterschätzt oder als zu groß festgelegt.
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Im Hinblick auf die vorstehend beschriebenen Probleme ist es eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein elektronisches Blutdruckmessgerät und ein Verfahren zur Blutdruckmessung zum Korrigieren einer Konstante bereitzustellen, basierend auf den Messzustand bezogenen Informationen beim Ausführen einer vorbestimmten Operation unter Verwendung der Konstanten, welche zuvor im Hinblick auf die Veränderung bei einer Druckpulswellenamplitude festgesetzt wird, welche die Volumenänderung der Arterie zur Zeit der Blutdruckmessung kennzeichnet, um den Blutdruckwert unter Verwendung der erfassten Daten genau zu erfassen und dabei das Niveau der Zufriedenheit des Anwenders zu erhöhen.
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MITTEL ZUM LÖSEN DES PROBLEMS
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Die vorliegende Erfindung betrifft ein elektronisches Blutdruckmessgerät umfassend eine Manschette, die an eine Messstelle für den Blutdruck befestigt wird, Mittel für die Druckbeaufschlagung und Druckentlastung zum Einstellen eines Drucks, welcher auf die Manschette angewandt wird, Druckerkennungsmittel zum Erkennen eines Drucks in der Manschette, Blutdruckberechnungsmittel für das Berechnen eines Blutdruckwertes aus einem Manschettendruck, Aufzeichnungsmittel zum Aufzeichnen des Blutdruckwertes, und Betriebsmittel zum Durchführen einer Operation, wie zum Beispiel Messung des Blutdrucks; wobei das Blutdruckberechnungsmittel eine Konfiguration besitzt, die eingerichtet ist, einen Berechnungsparameter für den Blutdruck durch das Ausführen einer vorbestimmten Berechnung unter Verwendung einer Konstanten, welche zuvor im Hinblick auf eine Änderung bei einer Druckpulswellenamplitude festgesetzt wurde, welche eine Volumenänderung in einer Arterie zur Zeit der Blutdruckmessung kennzeichnet, zu berechnen; und das elektronische Blutdruckmessgerät umfasst zudem Erfassungsmittel für Informationen zum getrennten Erfassen von auf den Messzustand bezogenen Informationen, welche auf eine Beschaffenheit des Anwenders und/oder auf einen Zustand der Manschette zur Zeit der Blutdruckmessung bezogen sind; und Korrekturmittel zum Korrigieren des Berechnungsparameters für den Blutdruck durch das Korrigieren der Konstanten, basierend auf die auf den Messzustand bezogenen Informationen, wenn die auf den Messzustand bezogenen Informationen von dem Erfassungsmittel für Informationen erfasst werden.
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Die auf den Messzustand bezogenen Informationen, welche auf die Beschaffenheit des Anwenders bezogen sind, können Informationen umfassen, welche auf den Blutdruckwert des Anwenders zur Zeit der Messung, auf den Maximalwert der Druckpulswellenamplitude, auf Informationen bezogen auf die Messstelle, auf Informationen zu Erkrankungen des Anwenders und Altersinformationen des Anwenders bezogen sind.
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Die auf den Messzustand bezogenen Informationen, welche auf den Zustand der Manschette bezogen sind, können Informationen zusätzlich zu dem Maximalwert des Manschettendrucks zur Zeit der Blutdruckmessung und die Umwicklungsstärke der Manschette, Informationen zur Spezifikation der Manschette umfassen, wie zum Beispiel über eine Größe und über einen Typ der Manschette.
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Gemäß der vorliegenden Erfindung kann ein optimaler Berechnungsparameter für den Blutdruck für jede Beschaffenheit des Anwenders und/oder den Zustand der Manschette zur Zeit der Blutdruckmessung festgesetzt werden, und der Messfehler kann verringert werden.
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Bei der vorliegenden Erfindung besitzt das Berechnungsmittel für den Blutdruck eine Konfiguration, die eingerichtet ist, einen Berechnungsparameter für den systolischen Blutdruck, basierend auf einer vorbestimmten Berechnung des Multiplizierens einer ersten Konstanten mit einem Maximalwert der Druckpulswellenamplitude, zu berechnen, und einen Berechnungsparameter für den diastolischen Blutdruck, basierend auf eine vorbestimmten Berechnung des Multiplizierens einer zweiten Konstanten mit einem Maximalwert der Druckpulswellenamplitude, zu berechnen; das Erfassungsmittel für Informationen erfasst Informationen eines temporär festgelegten Blutdruckwertes als die auf den Messzustand bezogenen Informationen, welche auf die Beschaffenheit des Anwenders bezogen sind; und das Korrekturmittel korrigiert die ersten und zweiten Konstanten, basierend auf dem temporär festgelegen Blutdruckwert.
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Der temporär festgelegte Blutdruckwert kann temporär während der Druckentlastung durch einen Standardberechnungsparameter für den Blutdruck festgelegt werden. Der temporär festgelegte Blutdruckwert kann temporär während der Druckbeaufschlagung durch einen Standardberechnungsparameter für den Blutdruck festgelegt werden. Der temporär festgelegte Blutdruckwert kann der Blutdruckwert sein, welcher in dem Aufzeichnungsmittel aufgezeichnet wurde. Gemäß der vorliegenden Erfindung kann der optimale Berechnungsparameter für den Blutdruck für jeden Blutdruckwert des Anwenders festgesetzt werden, und der Messfehler kann verringert werden.
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Bei der vorliegenden Erfindung besitzt das Berechnungsmittel für den Blutdruck eine Konfiguration, die eingerichtet ist, einen Berechnungsparameter für den systolischen Blutdruck, basierend auf einer vorbestimmten Berechnung des Multiplizierens einer ersten Konstante mit einem Maximalwert der Druckpulswellenamplitude und Addieren einer dritten Konstante, welche auf eine Komponente einer Hintergrundpulswelle bezogen ist, welche erzeugt wird, wenn der Druck in der Manschette bis zu einem vorbestimmten Druck außerhalb eines vorbestimmten Messbereich für den Blutdruckwert mit Druck beaufschlagt wird, zu berechnen, und einen Berechnungsparameter für den diastolischen Blutdruck, basierend auf einer vorbestimmten Berechnung des Multiplizierens einer zweiten Konstante mit einem Maximalwert der Druckpulswellenamplitude und Addieren einer vierten Konstanten, welche auf eine Komponente einer Hintergrundpulswelle bezogen ist, zu berechnen; und das Korrekturmittel korrigiert die dritten und vierten Konstanten, basierend auf die auf dem Messzustand bezogenen Informationen.
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Gemäß der vorliegenden Erfindung können die dritten und vierten Konstanten, welche auf die Komponente der Hintergrundpulswelle bezogen sind, für jede Beschaffenheit des Anwenders und/oder den Zustand der Manschette zur Zeit der Blutdruckmessung korrigiert werden, so dass ein genauer Blutdruckmesswert berechnet werden kann, während dabei der Fehlereinfluss, welcher durch die Komponente der Hintergrundpulswelle verursacht wird, unterdrückt wird.
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Bei der vorliegenden Erfindung kann das Erfassungsmittel für Informationen eine Konfiguration besitzen, die eingerichtet ist, Informationen zu einem temporär festgelegten Blutdruckwert als die auf den Messzustand bezogenen Informationen, welche auf die Beschaffenheit des Anwenders bezogen sind, zu erfassen; und das Korrekturmittel kann eine Konfiguration besitzen, die eingerichtet ist, die ersten und zweiten Konstanten oder die dritten und vierten Konstanten, basierend auf dem temporär festgelegten Blutdruckwert, zu korrigieren.
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Zudem kann bei der vorliegenden Erfindung das Erfassungsmittel für Informationen eine Konfiguration besitzen, die eingerichtet ist, Informationen zu einem Maximalwert des Manschettendrucks als die auf den Messzustand bezogenen Informationen zu erfassen; und das Korrekturmittel kann eine Konfiguration besitzen, die eingerichtet ist, die ersten und zweiten Konstanten oder die dritten und vierten Konstanten, basierend auf dem Maximalwert des Manschettendrucks, zu korrigieren.
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Bei der vorliegenden Erfindung kann das Erfassungsmittel für Informationen eine Konfiguration besitzen, die eingerichtet ist, Informationen zu einem Maximalwert der Druckpulswellenamplitude als die auf den Messzustand bezogenen Informationen, welche auf die Beschaffenheit des Anwenders bezogen sind, zu erfassen; und das Korrekturmittel kann eine Konfiguration besitzen, die eingerichtet ist, die dritten und vierten Konstanten, basierend auf dem Maximalwertwert der Druckpulswellenamplitude, zu korrigieren.
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Zudem kann bei der vorliegenden Erfindung das Erfassungsmittel für Informationen eine Konfiguration besitzen, die eingerichtet ist, Informationen zu einem Maximalwert des Manschettendrucks als die auf den Messzustand bezogenen Informationen zu erfassen; und das Korrekturmittel kann eine Konfiguration besitzen, die eingerichtet ist, die ersten und zweiten Konstanten oder die dritten und vierten Konstanten, basierend auf dem Maximalwert des Manschettendrucks, zu korrigieren.
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Bei der vorliegenden Erfindung kann das Erfassungsmittel für Informationen eine Konfiguration besitzen, die eingerichtet ist, Informationen zu einem Maximalwert der Druckpulswellenamplitude als die auf den Messzustand bezogenen Informationen, welche auf die Beschaffenheit des Anwenders bezogen sind, zu erfassen; und das Korrekturmittel kann eine Konfiguration besitzen, die eingerichtet ist, die dritten und vierten Konstanten, basierend auf dem Maximalwert der Druckpulswellenamplitude, zu korrigieren.
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Bei der vorliegenden Erfindung kann das Erfassungsmittel für Informationen eine Konfiguration besitzen, die eingerichtet ist, Informationen zu einer Umwicklungsstärke der Manschette als die auf den Messzustand bezogenen Informationen zu erfassen; und das Korrekturmittel kann eine Konfiguration besitzen, die eingerichtet ist, die dritten und vierten Konstanten, basierend auf der Information zu der Umwicklungsstärke der Manschette, zu korrigieren.
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Bei der vorliegenden Erfindung kann das Erfassungsmittel für Informationen eine Konfiguration besitzen, die eingerichtet ist, Informationen zur Spezifikation der Manschette, welche auf eine Größe und/oder einen Typ der Manschette als die auf den Messzustand bezogenen Informationen bezogen sind, zu erfassen; und das Korrekturmittel kann eine Konfiguration besitzen, die eingerichtet ist, die dritten und vierten Konstanten, basierend auf der Information zur Spezifikation der Manschette, zu korrigieren.
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Bei der vorliegenden Erfindung kann das Erfassungsmittel für Informationen eine Konfiguration besitzen, die eingerichtet ist, Informationen, welche auf eine Messstelle des Anwenders als die auf den Messzustand bezogenen Informationen bezogen sind, zu erfassen; und das Korrekturmittel kann eine Konfiguration besitzen, die eingerichtet ist, die dritten und vierten Konstanten, basierend auf den Informationen, welche auf die Messstelle des Anwenders bezogen sind, zu korrigieren.
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Die Informationen, welche auf die Messstelle des Anwenders bezogen sind, können Informationen umfassen, wie zum Beispiel die Umfangslänge und die Beschaffenheit der Messstelle.
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Die Beschaffenheit der Messstelle kann den Prozentsatz des Körperfetts, den Prozentsatz des subkutanen Fettes oder den BMI umfassen.
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Bei der vorliegenden Erfindung kann das Erfassungsmittel für Informationen eine Konfiguration besitzen, die eingerichtet ist, Informationen zu Erkrankungen des Anwenders als die auf den Messzustand bezogenen Informationen zu erfassen; und das Korrekturmittel kann eine Konfiguration besitzen, die eingerichtet ist, die dritten und vierten Konstanten, basierend auf den Informationen zu Erkrankungen des Anwenders, zu korrigieren.
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Bei der vorliegenden Erfindung kann das Erfassungsmittel für Informationen eine Konfiguration besitzen, die eingerichtet ist, Altersinformationen des Anwenders als die auf den Messzustand bezogenen Informationen zu erfassen; und das Korrekturmittel kann eine Konfiguration besitzen, die eingerichtet ist, die dritten und vierten Konstanten, basierend auf den Altersinformationen des Anwenders, zu korrigieren.
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Bei der vorliegenden Erfindung kann das Erfassungsmittel für Informationen eine Konfiguration besitzen, die eingerichtet ist, die auf den Messzustand bezogenen Informationen basierend auf einer Veränderung des Innendrucks der Manschette zu erfassen.
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Bei der vorliegenden Erfindung können zudem Eingabemittel zum Erlauben der Eingabe der auf den Messzustand bezogenen Informationen durch den Anwender angeordnet sein; wobei das Erfassungsmittel für Informationen eine Konfiguration besitzen kann, die eingerichtet ist, die auf den Messzustand bezogenen Informationen zu erfassen, welche vor dem Start der Blutdruckmessung eingegeben wurden.
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Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Blutdruckmessung zum Einstellen eines Drucks, welcher mit Mitteln für die Druckbeaufschlagung und Druckentlastung auf eine Manschette aufgebracht wird, wenn die Manschette an eine Messstelle für den Blutdruck befestigt ist, und Berechnen eines Blutdruckwerts mit Blutdruckberechnungsmitteln, basierend auf dem Manschettendruck, welcher von einem Druckerkennungsmittel erkannt wurde; das Verfahren kann die Schritte umfassen des Berechnens eines Berechnungsparameters für den Blutdruck durch das Ausführen einer vorbestimmten Berechnung in dem Blutdruckberechnungsmittel unter Verwendung einer Konstanten, welche zuvor im Hinblick auf einen Maximalwert von einer Druckpulswellenamplitude festgelegt wurde, welche eine Volumenänderung einer Arterie zur Zeit der Blutdruckmessung kennzeichnet, des getrennten Erfassens von auf den Messzustand bezogenen Informationen, welche auf eine Beschaffenheit des Anwenders und/oder einen Zustand der Manschette zur Zeit der Blutdruckmessung bezogen sind, mit einem Erfassungsmittel für Informationen; und des Korrigierens des Berechnungsparameters für den Blutdruck durch das Korrigieren der Konstanten mit einem Korrekturmittel, basierend auf die auf den Messzustand bezogenen Informationen durch Korrekturmittel, wenn die auf den Messzustand bezogenen Informationen von dem Erfassungsmittel für Informationen erfasst werden.
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Gemäß der vorliegenden Erfindung kann der optimale Berechnungsparameter für den Blutdruck für jede Beschaffenheit des Anwenders und/oder den Zustand der Manschette zur Zeit der Blutdruckmessung festgesetzt werden, und der Messfehler kann verringert werden.
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Bei der vorliegenden Erfindung kann der Schritt des Berechnens des Berechnungsparameters für den Blutdruck durch das Blutdruckberechnungsmittel das Berechnen eines Berechnungsparameters für den systolischen Blutdruck, basierend auf einer vorbestimmten Berechnung des Multiplizierens einer ersten Konstanten mit einem Maximalwert der Druckpulswellenamplitude, und das Berechnen eines Berechnungsparameters für den diastolischen Blutdruck, basierend auf einer vorbestimmten Berechnung des Multiplizierens einer zweiten Konstanten mit einem Maximalwert der Druckpulswellenamplitude, umfassen; und der Schritt des Korrigierens durch das Korrekturmittel kann das Erfassen von Informationen eines temporär festgelegten Blutdruckwertes durch das Erfassungsmittel für Informationen als die auf den Messzustand bezogenen Informationen, welche auf die Beschaffenheit des Anwenders bezogen sind, umfassen und das Korrigieren der ersten und zweiten Konstanten, basierend auf dem temporär festgelegen Blutdruckwert.
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Gemäß der vorliegenden Erfindung kann der optimale Berechnungsparameter für den Blutdruck für jeden Blutdruckwert des Anwenders festgesetzt werden, und der Prozess des Verringerns des Messfehlers kann ausgeführt werden.
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Bei der vorliegenden Erfindung kann der Schritt des Berechnens des Berechnungsparameters für den Blutdruck durch das Blutdruckberechnungsmittel das Berechnen eines Berechnungsparameters für den systolischen Blutdruck, basierend auf einer vorbestimmten Berechnung des Multiplizieren einer ersten Konstante mit einem Maximalwert der Druckpulswellenamplitude und Addieren einer dritten Konstante, welche auf eine Komponente einer Hintergrundpulswelle bezogen ist, umfassen, und das Berechnen eines Berechnungsparameters für den diastolischen Blutdruck, basierend auf einer vorbestimmten Berechnung des Multiplizierens einer zweiten Konstante mit einem Maximalwert der Druckpulswellenamplitude und Addieren einer vierten Konstanten, welche auf eine Komponente einer Hintergrundpulswelle bezogen ist, umfassen; und der Schritt des Korrigierens durch das Korrekturmittel kann das Korrigieren der dritten und vierten Konstanten, basierend auf die auf dem Messzustand bezogenen Informationen, umfassen.
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Gemäß der vorliegenden Erfindung können die dritten und vierten Konstanten, welche auf die Komponente der Hintergrundpulswelle bezogen sind, für jede Beschaffenheit des Anwenders und/oder den Zustand der Manschette zur Zeit der Blutdruckmessung korrigiert werden, so dass ein Prozess des Berechnens eines genauen Blutdruckwertes ausgeführt werden kann, während dabei der Fehlereinfluss, welcher durch die Komponente der Hintergrundpulswelle verursacht wird, unterdrückt wird.
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EFFEKT DER ERFINDUNG
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Gemäß der vorliegenden Erfindung werden ein elektronisches Blutdruckmessgerät und das Verfahren für die Blutdruckmessung zum genauen Erfassen des Blutdruckwerts unter Verwendung der erfassten Daten zur Verfügung gestellt, so dass das Niveau der Zufriedenheit des Anwenders verbessert werden kann.
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KURZBESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN
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1 ist ein Blockschaltbild, das eine Konfiguration eines elektronischen Blutdruckmessgeräts einer ersten Ausführungsform zeigt.
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2 ist ein Ablaufdiagramm, das eine Messoperation für den Blutdruck gemäß der ersten Ausführungsform zeigt.
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3 ist eine Tabelle, die eine Kennzahl für das Festlegen der Berechnungsparameter für den Blutdruck für einen Standard- und für jeden temporären Durchschnittsblutdruckwert zeigt.
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4 ist ein Ablaufdiagramm, das ein weiteres Beispiel einer Messoperation für den Blutdruck gemäß der ersten Ausführungsform zeigt.
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5 ist ein Ablaufdiagramm, das ein weiteres Beispiel einer Messoperation für den Blutdruck gemäß der ersten Ausführungsform zeigt.
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6 ist ein Ablaufdiagramm, das eine Messoperation für den Blutdruck gemäß einer zweiten Ausführungsform zeigt.
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7 ist eine Ansicht, die einen Zustand zeigt, bei dem eine Arterie eines Arms eines Anwenders mit einer Manschette komprimiert ist, und eine Ansicht, die eine Beziehung zwischen einer Hintergrundpulswelle und einer Umfangslänge der Messstelle des Anwenders beschreibt.
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8 ist eine Ansicht, die einen Zustand zeigt, bei dem eine Arterie eines Arms eines Anwenders mit einer Manschette komprimiert ist, und eine Ansicht, die eine Beziehung zwischen einer Hintergrundpulswelle und der Größe der Manschette beschreibt.
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9 ist ein Schaubild, das ein Beispiel für einen Blutdruckberechnungsalgorithmus eines Blutdruckmessgeräts des oszillometrischen Typs beschreibt.
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10 ist ein Schaubild, das ein Beispiel einer Eigenschaft (Folgebereitschaft der Manschette) der Manschette zeigt.
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11 ist ein Schaubild, das ein Beispiel einer Druckpulswellenamplitude zeigt, welche von dem Blutdruckmessgerät entdeckt wurde, wenn eine konstante Pulswellenamplitude eingegeben wird.
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12 ist eine Ansicht, die einen Zustand zeigt, bei dem die Arterie des Arms des Anwenders mit der Manschette komprimiert ist, und eine Ansicht, welche die Beziehung der Hintergrundpulswelle und dem Blutdruckwert beschreibt.
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13 ist ein Schaubild, das Eigenschaften der Hintergrundpulswellenamplitude zeigt.
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14 ist ein Schaubild, das ein Beispiel von dynamischen Eigenschaften der Arterie zeigt.
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BESCHREIBUNG VON AUSFÜHRUNGSFORMEN
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Eine Ausführungsform der vorliegenden Erfindung wird unten stehend mit Bezugnahme auf die Zeichnungen beschrieben werden.
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Erste Ausführungsform
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Als erstes wird eine erste Ausführungsform beschrieben werden, bei der ein Berechnungsparameter für den Blutdruck für jeden Blutdruckwert eines Anwenders optimiert wird. Wie in 1 dargestellt, weist ein elektronisches Blutdruckmessgerät 2100 einer ersten Ausführungsform eine Manschette 2101, einen Luftschlauch 2102, einen Drucksensor 2103, eine Pumpe 2104, ein Ventil 2105, einen Schwingkreis 2111, eine Steuerschaltung für eine Pumpe 2112, eine Steuerschaltung für ein Ventil 2113, eine Zeitsteuerungseinheit 2115, ein Netzgerät 2116, eine CPU bzw. Zentraleinheit 2120, eine Anzeigeeinheit 2121, einen Speicher (zum Verarbeiten) 2122, einen Speicher (zum Aufzeichnen) 2123, eine Betriebseinheit 2130, eine Schnittstelle 2171 und einen externen Speicher 2172 auf. 1 ist ein Blockdiagramm, das eine Konfiguration des elektronischen Blutdruckmessgeräts 2100 der ersten Ausführungsform zeigt.
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Die Manschette 2101 ist ein band-förmiges Teil, welches mit dem Luftschlauch 2102 verbunden ist und welches an einer Messstelle für den Blutdruck des Anwenders zum Beaufschlagen mit Druck durch Luftdruck befestigt ist.
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Der Drucksensor 2103 ist ein elektrostatisch kapazitiver Drucksensor, bei dem sich ein Kapazitätswert gemäß dem Druck in der Manschette (Manschettendruck) verändert.
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Die Pumpe 2104 und das Ventil 2105 bringen Druck auf die Manschette auf und stellen (steuern) den Druck in der Manschette ein. Der Schwingkreis 2111 gibt ein Signal der Frequenz entsprechend dem Kapazitätswert des Drucksensors 2103 aus. Die Steuerschaltung für eine Pumpe 2112 und die Steuerschaltung für ein Ventil 2113 treiben jeweils die Pumpe 2104 und das Ventil 2105 an.
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Die Zeitsteuerungseinheit 2115 ist ein Gerät zur Zeitsteuerung des augenblicklichen Datums und der Uhrzeit und überträgt das zeitlich gesteuerte Datum und die Uhrzeit an die Zentraleinheit 2120 soweit erforderlich. Das Netzgerät 2116 stellt jeder Konfigurationseinheit elektrische Energie zur Verfügung.
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Die Zentraleinheit 2120 führt die Steuerung der Pumpe 2104, des Ventils 2105, der Anzeigeeinheit 2121, der Speicher 2122, 2123, der Betriebseinheit 2130 und der Schnittstelle 2171, den Festlegungsprozess für den Blutdruck und das Management der Aufzeichnungswerte aus.
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Die Anzeigeeinheit 2121 wird von einer Anzeigevorrichtung, wie zum Beispiel einem Flüssigkristallbildschirm, gebildet und zeigt den Blutdruckwert gemäß einem Signal an, welches von der Zentraleinheit 2120 übertragen wurde.
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Der Speicher (zum Verarbeiten) 2122 speichert eine Kennzahl (die später beschrieben werden soll) zum Festlegen des Berechnungsparameters für den Blutdruck und ein Steuerungsprogramm des Blutdruckmessgeräts.
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Der Speicher (zum Aufzeichnen) 2123 speichert den Blutdruckwert und er speichert das Datum und die Uhrzeit, den Anwender, und die Messwerte in Verknüpfung miteinander, soweit erforderlich.
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Die Betriebseinheit 2130 wird von einem Netzschalter 2131, einem Messschalter 2132, einem Stopschalter 2133, einem Datensatzausgabeschalter 2141 und einem Anwenderauswahlschalter 2142 gebildet und ermöglicht die Operationseingabe, wie zum Beispiel AN/AUS des Blutdruckmessgeräts und der Start der Messung, und überträgt das eingegebene Eingabesignal an die Zentraleinheit 2120. Die Schnittstelle 2171 zeichnet/liest den Blutdruck auf/aus an den und von dem externen Speicher 2172 gemäß der Steuerung der Zentraleinheit 2120.
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Die Messoperation für den Blutdruck unter Verwendung des Blutdruckmessgeräts 2100, welches wie oben stehend beschrieben konfiguriert ist, wird in Übereinstimmung mit dem Ablaufdiagramm von 2 beschrieben werden. 2 ist ein Ablaufdiagramm, das die Messoperation für den Blutdruck bei der ersten Ausführungsform zeigt.
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Als erstes, wenn der Netzgerät durch die Betätigung des Netzschalters 2131 (Netzschalter) (Schritt S2101) EINgeschaltet wird, dann führt die Zentraleinheit 2120 den Initialisierungsprozess des Betriebsspeichers des Blutdruckmessgeräts aus und führt eine 0 mmHg-Einstellung des Drucksensors 2103 durch (Schritt S2102).
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Nachdem der Initialisierungsprozess beendet ist, wird die Manschette 2101 um die Messstelle des Anwenders herumgewickelt, der Anwender wird ausgewählt (Schritt S2103) und der Messschalter 2132 (Messschalter) wird gedrückt (Schritt S2104), so dass die Zentraleinheit 2120 den Manschettendruck bis zu einem vorbestimmten Druck durch die Pumpe 2104 mit Druck beaufschlagt (Schritt S2105 bis S2106), und baut schrittweise den Manschettendruck durch das Ventil 2105 ab (Schritt S2107). Nachdem der temporäre Blutdruckwert berechnet ist (Schritt S2109), öffnet die Zentraleinheit 2120 das Ventil 2105 und lässt die Luft in der Manschette ab. Die Zentraleinheit 2120 optimiert den Berechnungsparameter für den Blutdruck durch den berechneten temporären Blutdruckwert (Schritt S2110), und berechnet den Blutdruckwert unter Verwendung des optimierten Berechnungsparameters für den Blutdruck (Schritt S2111). Die Zentraleinheit 2120 zeigt den berechneten Blutdruckwert an der Anzeigeeinheit 2121 (Schritt S2112) an und zeichnet den selben in dem Speicher (zum Aufzeichnen) 2123 in Verknüpfung mit dem Messdatum und der Uhrzeit und dem Anwender auf (Schritt S2113).
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Der Prozess der Schritte S2105 bis Schritt S2111 wird genauer mit der Konzentration auf den Optimierungsprozess (Schritt 2110) des Berechnungsparameters für den Blutdruck beschrieben werden. Wie in der Tabelle von 3 dargestellt, zeichnet der Speicher (zum Verarbeiten) die Kennzahlen α, β zum Festlegen des Berechnungsparameters für den Blutdruck (Berechnungsparameter für den systolische Blutdruck und Berechnungsparameter für den diastolischen Blutdruck) für den Standard- und für jeden temporären Blutdruckwert auf. 3 ist eine Tabelle, welche die Kennzahlen (α, β) zum Festlegen der Berechnungsparameter für den Blutdruck zeigt, welche gemäß den Standard- und temporären Durchschnittsblutdruckwerten klassifiziert werden.
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Die Zentraleinheit 2120 zum Ausführen des Schritts S2108 in 2 berechnet den temporären Berechnungsparameter für den systolischen Blutdruck und den temporären Berechnungsparameter für den diastolischen Blutdruck durch das Multiplizieren der Keimzahlen α, β (erste und zweite Konstanten) zum Festlegen des Standardberechnungsparameters für den Blutdruck mit dem Maximalwert der Druckpulswellenamplitude, und berechnet dabei den temporären Blutdruckwert (temporärer diastolischer Blutdruck, temporärer systolischer Blutdruck). Die Kennzahl α (erste Konstante) zum Festlegen des Berechnungsparameters für den systolischen Blutdruck wird auf 0,5 (50%) festgesetzt, und die Kennzahl β (zweite Konstante) zum Festlegen des Berechnungsparameters für den diastolischen Blutdruck wird auf 0,7 (70%) festgesetzt. Nachdem der temporäre Berechnungsparameter für den systolischen Blutdruck und der temporäre Berechnungsparameter für den diastolischen Blutdruck berechnet sind, berechnet die Zentraleinheit 2120 den temporären Durchschnittsblutdruckwert mit der folgenden Gleichung.
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[Gleichung 3]
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Temporärer Durchschnittsblutdruckwert = temporärer diastolischer Blutdruck + (temporärer systolischer Blutdruck – temporärer diastolischer Blutdruck)/3
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Nach dem Ausführen der Schritte S2109 bis S2110 legt die Zentraleinheit 2120 die Kennzahlen α, β für das Festlegen der Berechnungsparameter für den Blutdruck entsprechend dem temporären Durchschnittsblutdruckwert, basierend auf 3, fest, legt den Berechnungsparameter für den Blutdruck, welcher durch das Multiplizieren der Kennzahlen α, β mit dem Maximalwert der Druckpulswellenamplitude erhalten wurde, als den optimierten Berechnungsparameter für den Blutdruck fest, und verwendet den optimierten Berechnungsparameter für den Blutdruck, um nochmals die Blutdruckberechnung in Schritt S2111 auszuführen.
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Bei der vorliegenden Ausführungsform wird der temporäre Durchschnittsblutdruckwert in eine Vielzahl von (zum Beispiel drei) Abschnitten für jeden vorbestimmten Bereich aufgeteilt, wobei die Kennzahl α zum Festlegen des Berechnungsparameters für den systolischen Blutdruck und die Kennzahl β zum Festlegen des Berechnungsparameters für den diastolischen Blutdruck für jeden Abschnitt zuvor festgesetzt werden.
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Für die Kennzahl α ist der Abschnitt, welcher kleiner als 100 mmHg ist, der größte oder 55%, und die Kennzahl α wird umso kleiner, je größer der temporäre Durchschnittsblutdruckwert wird. Er ist zum Beispiel am kleinsten oder 45% in dem Abschnitt größer als oder gleich groß wie 150 mmHg.
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Auf der anderen Seite, ist für die Kennzahl β der Abschnitt, dessen Abschnitt kleiner als 100 mmHg ist, am kleinsten oder 60% und die Kennzahl β wird umso größer, je größer der temporäre Durchschnittsblutdruckwert wird. Er ist zum Beispiel am größten oder 80% in dem Abschnitt, welcher größer als oder gleich groß wie 150 mmHg ist.
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Wie oben stehend beschrieben, werden die Kennzahlen α, β basierend auf dem temporären Durchschnittsblutdruckwert klassifiziert, aber sie können auch klassifiziert werden basierend auf einem beliebigen von dem temporären systolischen Blutdruckwert und dem temporären diastolischen Blutdruckwert oder zwei oder mehreren aus der Vielzahl von Blutdruckwerten. Zudem können die Kennzahlen mit dem Manschettendruck, bei dem die Pulswellenamplitude einen Maximalwert annimmt, klassifiziert werden.
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Des Weiteren kann der Berechnungsparameter für den Blutdruck mit der folgenden Gleichung unter Verwendung von einem beliebigen von dem temporären systolischen Blutdruck, dem temporären diastolischen Blutdruck, dem temporären Durchschnittsblutdruck und dem Manschettendruck, an dem der Maximalwert der Pulswellenamplitude erreicht wird, berechnet werden.
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[Gleichung 4]
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Berechnungsparameter für den systolischen Blutdruck P_SBP = ψ × P2 + ω × P + ε
Berechnungsparameter für den diastolischen Blutdruck P_DBP = δ × P2 + π × P + ρ
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Hier bezeichnet P einen beliebigen von dem temporären systolischen Blutdruck, dem temporären diastolischen Blutdruck, dem temporären Durchschnittsblutdruck und dem Manschettendruck, an dem der Maximalwert der Pulswellenamplitude erreicht wird, und ψ, ω, ε, δ, π, ρ kennzeichnen jeweils einen vorbestimmten Koeffizienten, welcher von der Folgebereitschaft der Manschette festgelegt wird.
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Eine Ausführungsform, bei welcher der temporärer festgelegte Blutdruckwert temporär während der Druckbeaufschlagung von dem Standardberechnungsparameter für den Blutdruck festgelegt wird, wird gemäß einem Ablaufdiagramm von 4 als ein weiteres Beispiel der Messoperation für den Blutdruck beschrieben werden. 4 ist ein Ablaufdiagramm, das ein Beispiel der Messoperation für den Blutdruck bei der ersten Ausführungsform zeigt. Bei jeder unten stehend beschriebenen Ausführungsform unterscheidet sich hauptsächlich die Berechnung in der Zentraleinheit 2120, aber die Hardwarekonfiguration des elektronischen Blutdruckmessgeräts 2100 ist im Wesentlichen ähnlich zu der oben stehend beschriebenen Ausführungsform und somit wird die Konfiguration von jeder Einheit unter Verwendung der Bezugszeichen von 1 beschrieben werden.
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Als erstes initialisiert die Zentraleinheit 2120 den Verarbeitungsspeicher des Blutdruckmessgeräts, wenn der Netzschalter 2131 des Blutdruckmessgeräts gedrückt wird (Schritt S2121) und führt eine 0 mmHg-Einstellung des Drucksensors 2103 aus (Schritt S2122). Der Anwender, dessen Blutdruck gemessen werden soll, wird dann ausgewählt (Schritt S2123), und der Messschalter 2132 wird gedrückt (Schritt S2124), so dass die Zentraleinheit 2120 schrittweise mit der Pumpe 2104 den Manschettendruck mit Druck beaufschlagt (Schritt S2125). Die Zentraleinheit 2120 extrahiert die Druckänderungskomponente, welche bei der Volumenänderung der Arterie beteiligt ist, welche an dem Manschettendruck überlagert ist, welcher während der Druckbeaufschlagung erhalten wird, und berechnet den temporären Blutdruckwert mittels einer vorbestimmten Berechnung (Schritt S2126). Nach dem Beaufschlagen mit Druck bis zu einem vorbestimmten Druck (Schritt S2127) optimiert die Zentraleinheit 2120 den Berechnungsparameter für den Blutdruck mit dem temporären Blutdruckwert, welcher während der Druckbeaufschlagung berechnet wurde (Schritt S2128).
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Die Zentraleinheit 2120 baut dann schrittweise den Manschettendruck mit dem Ventil 2105 ab (Schritt S2129). Die Zentraleinheit 2120 extrahiert die Druckänderungskomponente, welche bei der Volumenänderung in der Arterie beteiligt ist, welche an dem Manschettendruck überlagert ist, welcher während der Druckentlastung erhalten wurde, und berechnet den Blutdruckwert mittels einer vorbestimmten Berechnung unter Verwendung des optimierten Berechnungsparameters für den Blutdruck (Schritt S2130). Nach der Berechnung des Blutdruckwerts (Schritt S2131) öffnet die Zentraleinheit 2120 das Ventil 2105, um Luft aus der Manschette abzulassen. Die Zentraleinheit 2120 zeigt den berechneten Blutdruckwert an der Anzeigeeinheit 2121 an (Schritt S2132) und zeichnet selbigen in dem Speicher (zum Aufzeichnen) 2123 in Verknüpfung mit dem Messdatum und der Uhrzeit und dem Anwender auf (Schritt S2133). Der Optimierungsprozess des Berechnungsparameters für den Blutdruck ist ein Prozess, welcher ähnlich zu dem oben stehend beschriebenen Prozess ist, und deshalb wird dessen Beschreibung nicht wiedergegeben.
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Eine Ausführungsform, bei welcher der temporärer festgelegte Blutdruckwert derjenige Blutdruckwert ist, welcher in dem Speicher (zum Aufzeichnen) 2123 aufgezeichnet wird, wird nun gemäß einem Ablaufdiagramm von 5 als ein weiteres Beispiel der Messoperation für den Blutdruck beschrieben werden. 5 ist ein Ablaufdiagramm, das ein Beispiel der Messoperation für den Blutdruck in der ersten Ausführungsform zeigt.
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Wenn der Netzschalter 2131 des Blutdruckmessgeräts gedrückt wird (Schritt S2141), dann initialisiert die Zentraleinheit 2120 den Verarbeitungsspeicher des Blutdruckmessgeräts und führt eine 0 mmHg-Einstellung des Drucksensors 2103 aus (Schritt S2142).
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Der Anwender, dessen Blutdruck gemessen werden soll, wird dann ausgewählt (Schritt S2143) und der Messschalter 2132 wird gedrückt (Schritt S2144), so dass die Zentraleinheit 2120 den sofortigen Aufzeichnungswert des ausgewählten Anwenders aus dem Speicher (zum Aufzeichnen) 2123 ausliest (Schritt S2145), und optimiert den Berechnungsparameter für den Blutdruck, basierend auf einem derartigen Aufzeichnungswert (Schritt S2146). Die Zentraleinheit 2120 beaufschlagt dann mit der Pumpe 2104 schrittweise den Manschettendruck mit Druck (Schritt S2147). Nach dem Beaufschlagen mit Druck bis zu einem vorbestimmten Druck (Schritt S2148) baut die Zentraleinheit 2120 dann schrittweise den Manschettendruck mit dem Ventil 2105 ab (Schritt S2149).
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Die Zentraleinheit 2120 extrahiert die Druckänderungskomponente, welche bei der Volumenänderung der Arterie beteiligt ist, welche an dem Manschettendruck überlagert ist, welcher während der Druckentlastung erhalten wurde, und berechnet den Blutdruckwert mittels einer vorbestimmten Berechnung unter Verwendung des optimierten Berechnungsparameters für den Blutdruck (Schritt S2150). Nach dem Berechnen des Blutdruckwerts (Schritt S2151: JA) öffnet die Zentraleinheit 2120 das Ventil 2105, um die Luft in der Manschette abzulassen. Die Zentraleinheit 2120 zeigt den berechneten Blutdruckwert an der Anzeigeeinheit 2121 an (Schritt S2152) und zeichnet selbigen in dem Speicher (zum Aufzeichnen) 2123 in Verknüpfung mit dem Messdatum und der Uhrzeit und dem Anwender auf (Schritt S2153).
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Der Optimierungsprozess des Berechnungsparameters für den Blutdruck ist der Prozess, welcher ähnlich zu dem oben stehend beschriebenen Prozess ist, und deshalb wird dessen Beschreibung nicht wiedergegeben.
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Der Aufzeichnungswert, welcher zur Optimierung des Berechnungsparameters für den Blutdruck verwendet wurde, kann ein Durchschnittswert oder ein repräsentativer Wert von zwei oder mehreren sofortigen Aufzeichnungswerten sein. Der Aufzeichnungswert kann einen Wert verwenden, welcher in einem externen Aufzeichnungsmedium aufgezeichnet wird (externer Speicher 2172, wie zum Beispiel USB-Speicher) oder ein Personal Computer, oder ein Server über das Internet.
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Wie oben stehend beschrieben, wird ein elektronisches Blutdruckmessgerät 2100 zur Verfügung gestellt, welches Erfassungsmittel für biologische Informationen zum Messung eines Blutdruckwertes, ein Aufzeichnungsmittel (Speicher 2123) zum Aufzeichnen des Blutdruckwertes, Mittel (Speicher 2122) zum Speichern einer Kennzahl für vorbestimmte Berechnungsparameter für den Blutdruck und ein Steuerungsprogramm von einem Blutdruckmessgerät, Betriebsmittel (Betriebseinheit 2130) zum Ausführen von Operationen, wie zum Beispiel Blutdruckmessung, Korrekturmittel (Zentraleinheit 2120) zum Korrigieren des Blutwertes, welcher von dem Erfassungsmittel für biologische Informationen erfasst wurde, basierend auf den Messzustand bezogenen Informationen, welche auf die Beschaffenheit des Anwenders und/oder den Zustand der Manschette 2101 zur Zeit der Blutdruckmessung bezogen sind, und Ausgabemittel (Anzeigeeinheit 2121) zum Ausgeben der korrigierten Informationen (Blutdruckwert) nach der Korrektur, aufweist und das Erfassungsmittel für biologische Informationen umfasst eine Manschette 2101, die an eine Messstelle für den Blutdruck befestigt wird, Mittel für die Druckbeaufschlagung und Druckentlastung 2104, 2105 zum Einstellen des Drucks, welcher auf die Manschette 2101 angewandt wird, ein Druckerkennungsmittel (Drucksensor 2103) zum Erkennen eines Drucks in der Manschette und Blutdruckberechnungsmittel (Zentraleinheit 2120) für das Berechnen eines Blutdruckwertes aus dem Manschettendruck, wobei das Blutdruckberechnungsmittel (Zentraleinheit 2120) dazu eingerichtet ist, den Berechnungsparameter für den Blutdruck zu berechnen, basierend auf einer vorbestimmten Berechnung des Multiplizierens einer Kennzahl α, welche als eine erste Konstante dient, und einer Kennzahl β, welche als eine zweite Konstante dient, welche zuvor im Hinblick auf einen Maximalwert (Änderung) einer Druckpulswellenamplitude festgesetzt werden, welche eine Volumenänderung einer Arterie zur Zeit der Blutdruckmessung kennzeichnet; und umfasst Erfassungsmittel für Informationen (Zentraleinheit 2120 zum Ausführen der Schritte S2108, S2126, S2145) zum Erfassen von Informationen von dem temporär festgelegten Blutdruckwert für die auf den Messzustand bezogenen Informationen des Anwenders; und das Korrekturmittel (Zentraleinheit 2120 zum Ausführen der Schritte S2110, S2128, S2146) ist dazu eingerichtet, den Berechnungsparameter für den Blutdruck durch das Korrigieren der Kennzahlen α, β, basierend auf dem temporär festgelegten Blutdruckwert, zu korrigieren.
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Gemäß der oben stehend beschriebenen Konfiguration wird ein optimaler Berechnungsparameter für den Blutdruck für jeden Blutdruckwert des Anwenders festgesetzt, und der Messfehler kann verringert werden, während dabei der Fehlereinfluss, welcher durch die Komponente der Hintergrundpulswelle verursacht wird, unterdrückt wird.
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Zweite Ausführungsform
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Eine zweite Ausführungsform, bei der ein Verschiebungskorrekturwert (dritte und vierte Konstanten), welcher auf eine Komponente der Hintergrundpulswelle bezogen ist, von den auf den Messzustand bezogenen Informationen zum Verringern des Messfehlers korrigiert wird, welche auf die Beschaffenheit des Anwenders und/oder den Zustand der Manschette 2101 zur Zeit der Blutdruckmessung bezogen sind, wird gemäß einem Ablaufdiagramm von 6 beschrieben werden. 6 ist ein Ablaufdiagramm, das ein Beispiel der Messoperation für den Blutdruck bei der zweiten Ausführungsform zeigt.
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Als erstes initialisiert die Zentraleinheit 2120 den Verarbeitungsprozess des Blutdruckmessgeräts, wenn der Netzschalter 2131 des Blutdruckmessgeräts gedrückt wird (Schritt S2161) und führt eine 0 mmHg-Einstellung des Drucksensors 2103 durch (Schritt S2162). Der Anwender, dessen Blutdruck gemessen werden soll, wird dann ausgewählt (Schritt S2163) und der Messschalter 2132 wird gedrückt (Schritt S2164) so dass die Zentraleinheit 2120 schrittweise den Manschettendruck mit der Pumpe 2104 mit Druck beaufschlagt (Schritt S2165 bis Schritt S2166), und baut schrittweise den Manschettendruck mit dem Ventil 2105 ab (Schritt S2167).
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Die Zentraleinheit 2120 extrahiert die Druckänderungskomponente, welche bei der Volumenänderung der Arterie beteiligt ist, welche an dem Manschettendruck überlagert ist, welcher während der Druckentlastung erhalten wird, und berechnet den temporären systolischen Blutdruckwert und den temporären diastolischen Blutdruckwert mittels einer vorbestimmten Berechnung, welche in der folgenden [Gleichung 5] dargestellt ist (Schritt S2168).
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[Gleichung 5]
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T_AmpSys = Maximalwert der Druckpulswellenamplitude × α + ζtsys
T_AmpDia = Maximalwert der Druckpulswellenamplitude × β + ηtdia
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Hier ist T_AmpSys in [Gleichung 5] der temporäre Berechnungsparameter für den systolischen Blutdruck, und T_AmpDia ist der temporäre Berechnungsparameter für den diastolischen Blutdruck. Zudem sind ζtsys und ηtdia Verschiebungskorrekturwerte (dritte und vierte Konstanten), welche auf die Komponente der Hintergrundpulswelle bezogen sind, welche erzeugt wird, wenn der Druck in der Manschette 2101 bis zu einem vorbestimmten Druck mit Druck außerhalb des Messbereichs für den Blutdruckwert beaufschlagt wird, und es sind Werte, welche zuvor mit Hilfe eines Experiments festgelegt wurden.
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Die Zentraleinheit 2120 legt den Manschettendruck an einem Punkt, an dem T_AmpSys, welches in Schritt S2168 berechnet wurde, die in 9 dargestellte Hüllkurve schneidet, als den temporären systolischen Blutdruckwert, und den Manschettendruck an einem Punkt, an dem T_AmpDia, welches in Schritt S2168 berechnet wurde, die in 9 dargestellte Hüllkurve schneidet, als den temporären diastolischen Blutdruckwert fest.
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Die Zentraleinheit 2120 korrigiert dann den Verschiebungskorrekturwert ζ (dritte Konstante) und den Verschiebungskorrekturwert η (vierte Konstante), welche auf die Komponente der Hintergrundpulswelle bezogen sind, in [Gleichung 5] mit dem temporären systolischen Blutdruckwert und dem temporären diastolischen Blutdruckwert, welche in Schritt S2168 festgelegt wurden. Wie in 13 dargestellt, wird die Komponente der Hintergrundpulswelle kleiner, sobald der Manschettendruck größer wird, so dass der Verschiebungskorrekturwert mittels einer vorbestimmten Berechnung korrigiert wird, welche in der folgenden [Gleichung 6] (Schritt S2168) dargestellt ist.
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[Gleichung 6]
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ζ = ζtsys + temporärer systolischer Blutdruckwert × θ
η = ηtdia + temporärer diastolischer Blutdruckwert × τ
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Hier sind θ und τ in [Gleichung 6] Werte, welche zuvor mit Hilfe eines Experiments festgelegt wurden.
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Die Zentraleinheit 2120 berechnet den Berechnungsparameter für den systolischen Blutdruck und den Berechnungsparameter für den diastolischen Blutdruck mittels einer vorbestimmten Berechnung, welche in der folgenden [Gleichung 7] dargestellt ist, bei der ζ, η, welche in Schritt S2169 korrigiert wurden, durch ζtsys, ηtdia von [Gleichung 5] ersetzt werden und optimiert die selbigen in (Schritt S2170).
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[Gleichung 7]
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Berechnungsparameter für den systolischen Blutdruck = Maximalwert der Druckpulswellenamplitude × α + ζ
Berechnungsparameter für den diastolischen Blutdruck = Maximalwert der Druckpulswellenamplitude × β + η
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Ähnlich zu dem Fall des temporären systolischen Blutdruckwerts und des temporären diastolischen Blutdruckwerts legt die Zentraleinheit 2120 den Manschettendruck an einem Punkt, an dem der Berechnungsparameter für den systolischen Blutdruck und der Berechnungsparameter für den diastolischen Blutdruck, welche in Schritt S2170 berechnet wurden, die Hüllkurve schneiden, als den systolischen Blutdruckwert und den diastolischen Blutdruckwert fest (Schritt S2171).
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Die Zentraleinheit 2120 zeigt den berechneten Blutdruckwert an der Anzeigeeinheit 2121 an (Schritt S2172) und zeichnet den selbigen in dem Speicher (zum Aufzeichnen) 2123 in Verknüpfung mit dem Messdatum und der Uhrzeit und dem Anwender auf (Schritt S2173).
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Wie oben stehend beschrieben, wird ein elektronisches Blutdruckmessgerät 2100 zur Verfügung gestellt, welches Erfassungsmittel für biologische Informationen zum Messung eines Blutdruckwertes, ein Aufzeichnungsmittel (Speicher 2123) zum Aufzeichnen des Blutdruckwertes, Mittel (Speicher 2122) zum Speichern eines Steuerungsprogramms von einem Blutdruckmessgerät, Betriebsmittel (Betriebseinheit 2130) zum Ausführen von Operationen, wie zum Beispiel Blutdruckmessung, Korrekturmittel (Zentraleinheit 2120) zum Korrigieren des Blutwertes, basierend auf einer Komponente der Hintergrundpulswelle, welche erzeugt wurde, wenn der Druck einer Manschette 2101 zu einem vorbestimmten Druck außerhalb eines Messbereichs für den Blutdruckwert mit Druck beaufschlagt wird, und Ausgabemittel (Anzeigeeinheit 2121) zum Ausgeben der korrigierten Informationen (Blutdruckwert) nach der Korrektur, aufweist und das Erfassungsmittel für biologische Informationen umfasst eine Manschette 2101, die an eine Messstelle für den Blutdruck befestigt wird, Mittel für die Druckbeaufschlagung und Druckentlastung 2104, 2105 zum Einstellen des Drucks, welcher auf die Manschette 2101 angewandt wird, ein Druckerkennungsmittel (Drucksensor 2103) zum Erkennen eines Drucks in der Manschette und Blutdruckberechnungsmittel (Zentraleinheit 2120) für das Berechnen des Blutdruckwertes aus dem Manschettendruck; wobei das Blutdruckberechnungsmittel (Zentraleinheit 2120) dazu eingerichtet ist, eine Kennzahl α, welche als eine erste Konstante dient, welche zuvor festgesetzt wurde, im Hinblick auf einen Maximalwert (Änderung) einer Druckpulswellenamplitude zu multiplizieren, welche eine Volumenänderung von einer Arterie zur Zeit der Blutdruckmessung kennzeichnet, und berechnet einen Berechnungsparameter für den systolischen Blutdruck, basierend auf einer vorbestimmten Berechnung des Addierens eines Verschiebungskorrekturwerts ζ, welcher als eine dritte Konstante dient, welche auf die Komponente der Hintergrundpulswelle bezogen ist, und multipliziert zudem eine Kennzahl β, welche als eine zweite Konstante dient, welche zuvor festgesetzt wird, im Hinblick auf einen Maximalwert (Änderung) der Druckpulswellenamplitude; und umfasst Erfassungsmittel für Informationen (Zentraleinheit 2120, welche den Schritt S2168 ausführt) zum Erfassen von Informationen eines temporären systolischen Blutdruckwerts und eines temporären diastolischen Blutdruckwerts als die auf den Messzustand bezogenen Informationen, welche auf die Beschaffenheit des Anwenders zur Zeit der Blutdruckmessung bezogen sind; und das Korrekturmittel (Zentraleinheit 2120, welche den Schritt S2169 ausführt) ist dazu eingerichtet, die Berechnungsparameter für den Blutdruck durch das Korrigieren der Verschiebungskorrekturwerte ζ, η des Blutdruckwerts, basierend auf den Informationen des temporär systolischen Blutdruckwerts und des temporären diastolischen Blutdruckwerts, zu korrigieren.
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Gemäß der oben stehend beschriebenen Konfiguration können die Verschiebungskorrekturwerte ζ, η, welche auf die Komponente der Hintergrundpulswelle bezogen sind, für jede Beschaffenheit (Blutdruckwert des Anwenders bei der vorliegenden Ausführungsform) des Anwenders zur Zeit der Blutdruckmessung korrigiert werden, so dass ein genauer Blutdruckwert berechnet werden kann, während dabei der Fehlereinfluss, welcher durch die Komponente der Hintergrundpulswelle verursacht wird, unterdrückt wird.
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Bei der obigen Beschreibung werden die Verschiebungskorrekturwerte (dritte und vierte Konstanten) durch das Multiplizieren einer vorbestimmten Kennzahl im Hinblick auf den temporären systolischen Blutdruckwert und den temporären diastolischen Blutdruckwert festgelegt, aber eine Festlegungstabelle für den Verschiebungskorrekturwert (zum Festlegen der dritten und vierten Kostanten) entsprechend dem temporären systolischen Blutdruckwert und dem temporären diastolischen Blutdruckwert kann in dem Speicher 2123 des elektronischen Blutdruckmessgeräts 2100 gespeichert sein, und die Verschiebungskorrekturwerte (dritte und vierte Konstanten) können aus der Tabelle ausgelesen werden.
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Eine Ausführungsform des Korrigierens der Verschiebungskorrekturwerte, basierend auf dem Maximalwert des Manschettendrucks, wird nun als ein weiteres Beispiel der Messoperation für den Blutdruck beschrieben werden.
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Für gewöhnlich umfasst das Festlegungsverfahren des Blutdruckwerts einer oszillometrischen Methode das folgende. Als erstes gibt es ein Verfahren (hierin im Folgenden als Druckentlastungsmessverfahren bezeichnet) des Festlegens des Blutdruckwerts während der Druckentlastung des Manschettendrucks, bei dem Druckentlastungsmessverfahren wird der Manschettendruck bis zu einem Druck, welche höher als ein vorbestimmter Druck ist, mit Druck beaufschlagt, wobei ein Punkt, an dem die Druckpulswellenamplitude schnell zunimmt, während der Manschettendruck schrittweise abgebaut wird, als der systolische Blutdruckwert festgelegt wird, und ein Punkt, an dem die Druckpulswelle schnell abnimmt, während der Manschettendruck weiter schrittweise abgebaut wird, wird als der diastolische Blutdruckwert festgelegt. Es gibt zudem ein Verfahren (hierin im Folgenden als Druckbeaufschlagungsmessverfahren bezeichnet) des Festlegens des Blutdruckwerts während der Druckbeaufschlagung der Manschette 2101, bei dem Druckbeaufschlagungsmessverfahren wird die Manschette schrittweise mit Druck beaufschlagt und ein Punkt, an dem die Druckpulswellenamplitude in dem Prozess schnell zunimmt, wird als der diastolische Blutdruckwert festgelegt, und ein Punkt, an dem die Druckpulswelle schnell abnimmt, während der Manschettendruck schrittweise abgebaut wird, wird als der systolische Blutdruckwert festgelegt.
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In dem Fall der Druckentlastungsmessverfahrens wird der Manschettendruck bis zu einem Druck, welche höher um einen vorbestimmten Druck (zum Beispiel 30 mmHg) als der Messbereich ist, mit Druck beaufschlagt, bei dem dessen Druckwert als ein Maximalwert des Manschettendrucks Pcmax bei der vorliegenden Ausführungsform definiert wird. Bei der Blutdruckmessvorrichtung des Druckbeaufschlagungsmessverfahren wird die Druckbeaufschlagung ausgeführt, bis die Information der Druckpulswellenamplitude, welche notwendig zum Festlegen des systolischen Blutdruckwerts ist, erkannt ist, während der Manschettendruck schrittweise mit Druck beaufschlagt wird. Nachdem der systolische Blutdruckwert festgelegt ist, wird die Druckbeaufschlagung angehalten und der Manschettendruck wird schnell mit dem Ventil 2105 abgebaut, wobei der Manschettendruck unmittelbar vor dem Start der Druckentlastung als ein Maximalwert des Manschettendrucks Pcmax bei der vorliegenden Ausführungsform definiert wird.
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Bei der vorliegenden Ausführungsform korrigiert die Zentraleinheit 2120 die Verschiebungskorrekturwerte ζ, η, welche die Komponente der Hintergrundpulswelle kennzeichnen, mittels einer vorbestimmten Berechnung, die in der folgenden [Gleichung 8] dargestellt ist, basierend auf dem Wert Pcmax. Bei der vorliegenden Ausführungsform werden die Verschiebungskorrekturwerte ζ, η unter Verwendung der Verschiebungskorrekturwerte ζtsys, ηtdia, welche in [Gleichung 5] dargestellt sind, korrigiert, wie in der folgenden [Gleichung 8] dargestellt.
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[Gleichung 8]
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ζ = ζtsys + Pcmax × κ
η = ηtdia + Pcmax × λ
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Hier in [Gleichung 8] sind κ und λ Werte, welche zuvor mit Hilfe eines Experiments festgelegt wurden. Bei der vorliegenden Ausführungsform werden die Verschiebungskorrekturwerte ζ, η, welche mit [Gleichung 8] korrigiert wurden, auf [Gleichung 7] angewandt, ähnlich zu der in 6 dargestellten Ausführungsform, um den Berechnungsparameter für den systolischen Blutdruck und den Berechnungsparameter für den diastolischen Blutdruck zu berechnen und zu optimieren, wobei dadurch der Blutdruckwert festgelegt wird.
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Bei der vorliegenden Ausführungsform kann die Festlegungstabelle für den Verschiebungskorrekturwert (Festlegung der dritten und vierten Konstanten), in welcher der Verschiebungskorrekturwert und der Wert für Pcmax aufeinander bezogen sind, zuvor in dem Speicher 2123 des elektronischen Blutdruckmessgeräts 2100 aufgezeichnet werden, und die Verschiebungskorrekturwerte (dritte und vierte Konstanten) können aus der Tabelle ausgelesen werden.
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Aus diesem Grund kann ein genauer Blutdruckwert berechnet werden, während dabei der Fehlereinfluss, welcher durch den Unterschied bei dem Maximalwert Pcmax des Manschettendrucks durch das Korrigieren der Verschiebungskorrekturwerte ζ, η verursacht wird, basierend auf der Information des Maximalwerts Pcmax des Manschettendrucks, unterdrückt wird.
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Eine Ausführungsform des Korrigierens des Verschiebungskorrekturwerts, basierend auf dem Maximalwert der Druckpulswellenamplitude, wird nun als ein weiteres Beispiel der Messoperation für den Blutdruck beschrieben werden. Bei der vorliegenden Ausführungsform wird der Manschettendruck an einem Punkt, an dem die Druckpulswellenamplitude ein Maximum (AmpMax) annimmt, als Pcamp in der in 9 dargestellten Hüllkurve definiert. Die Zentraleinheit 2120 korrigiert die Verschiebungskorrekturwerte ζ, η, welche die Komponente der Hintergrundpulswelle kennzeichnen, gemäß einer vorbestimmten Berechnung, basierend auf dem Wert Pcamp, welche in der folgenden [Gleichung 9] dargestellt ist.
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[Gleichung 9]
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ζ = ζtsys + Pcamp × μ
η = ηtdia + Pcamp × v
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Hier sind μ und v Werte in [Gleichung 7], welche zuvor mit Hilfe eines Experiments festgelegt wurden. Der Optimierungsprozess für die Berechnungsparameter des Blutdrucks hierin in dem Prozess ist ähnlich zu dem oben stehend beschriebenen Prozess und deshalb wird dessen Beschreibung nicht wiedergegeben.
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Bei der vorliegenden Ausführungsform kann die Festlegungstabelle für den Verschiebungskorrekturwert (Festlegung der dritten und vierten Konstanten), in welcher der Verschiebungskorrekturwert und der Wert für Pcamp aufeinander bezogen sind, zuvor in dem Speicher 2123 des elektronischen Blutdruckmessgeräts 2100 aufgezeichnet werden, und die Verschiebungskorrekturwerte können aus der Tabelle ausgelesen werden.
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Aus diesem Grund kann ein genauer Blutdruckwert berechnet werden, während dabei der Fehlereinfluss, welcher durch den Unterschied bei dem Maximalwert der Druckpulswellenamplitude durch das Korrigieren der Verschiebungskorrekturwerte ζ, η verursacht wird, basierend auf der Information des Wertes Pcamp oder des Manschettendrucks an dem Punkt, bei dem die Druckpulswellenamplitude ein Maximum (AmpMax) annimmt, unterdrückt wird.
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Als nächstes wird eine Ausführungsform des Korrigierens der Verschiebungskorrekturwerte, basierend auf der Umwicklungsstärke der Manschette 2101, als ein weiteres Beispiel der Messoperation für den Blutdruck beschrieben werden. In dem Fall des elektronischen Blutdruckmessgeräts 2100 muss, im Vergleich zu dem Fall, wenn die Manschette 2100 passend um die Messstelle herumgewickelt ist, wie zum Beispiel dem Arm A (siehe hierzu 12), um dabei keinen Raum zu bilden, eine große Menge an Luft in das Luftkissen in der Manschette 2101 durchströmt werden, um den gleichen Druck an der Messstelle aufzubringen, wie wenn ein Raum zwischen der Messstelle und der Manschette 2101 gebildet wird.
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Wie oben stehend beschrieben, erkennt die Druckpulswellenamplitude die Volumenänderung der Manschette 2101, welche mit der Volumenänderung der Arterie B auftritt (siehe hierzu 12), als die Druckänderung und somit ändert sich die Druckpulswellenamplitude um das Luftvolumen in der Manschette 2101, sogar wenn es sich um die Volumenänderung derselben Arterie handelt, bei der die Druckpulswellenamplitude kleiner wird, je größer das Luftvolumen wird. Aus diesem Grund verändert sich die Komponente der Hintergrundpulswelle in Übereinstimmung mit der Umwicklungsstärke der Manschette 2101.
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Die Verschiebungskorrekturwerte ζ, η von [Gleichung 7] müssen somit, basierend auf der Umwicklungsstärke der Manschette 2101, korrigiert werden. Bei der vorliegenden Ausführungsform berechnet die Zentraleinheit 2120 den Berechnungsparameter für den systolischen Blutdruck und den Berechnungsparameter für den diastolischen Blutdruck mittels einer vorbestimmten Berechnung, welche in der folgenden [Gleichung 10] dargestellt ist, bei der die Korrektur um die Art des Umwickelns der Manschette 2101 zu der [Gleichung 7] hinzugefügt wird, und optimiert die selbige. Mit anderen Worten wird bei der vorliegenden Ausführungsform eine vorbestimmte Kennzahl ξ mit dem Verschiebungskorrekturwert ζ multipliziert, um selbigen zu korrigieren, und eine vorbestimmte Kennzahl σ wird mit dem Verschiebungskorrekturwert η multipliziert, um selbigen zu korrigieren.
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[Gleichung 10]
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Berechnungsparameter für den systolischen Blutdruck = Maximalwert der Druckpulswellenamplitude × α + ζ × ξ
Berechnungsparameter für den diastolischen Blutdruck = Maximalwert der Druckpulswellenamplitude × β + η × σ
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Hier in [Gleichung 10] sind ξ und σ Werte, welche zuvor mit Hilfe eines Experiments festgelegt wurden. Derartige Werte können mittels eines Verfahrens des Aufzeichnens einer Festlegungstabelle für den Verschiebungskorrekturwert (Festlegung der dritten und vierten Konstanten) zuvor in dem Speicher 2123 des elektronischen Blutdruckmessgeräts 2100, in welcher die Werte und die Umwicklungsstärke der Manschette 2101 aufeinander bezogen sind, und des Auslesens der Werte aus der Tabelle, festgelegt werden.
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Die Umwicklungsstärke der Manschette
2101 kann durch das Verhältnis der Änderung bei dem Manschettendruck beim Beaufschlagen mit Druck der Manschette
2101 unter Verwendung der bekannten Techniken erkannt werden, wie sie in der Offenlegungsschrift des ungeprüften
japanischen Patents Nr. 62-84738 , in der Offenlegungsschrift des ungeprüften
japanischen Patents Nr. 5-62538 und dem
japanischen Patent Nr. 4134234 beschrieben sind.
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Aus diesem Grund kann durch das Korrigieren der Verschiebungskorrekturwerte ζ, η, basierend auf der Information zu der Umwicklungsstärke der Manschette 2101, ein genauer Blutdruckwert berechnet werden, während dabei der Fehlereinfluss, welcher durch den Unterschied bei dem Luftvolumen in der Manschette 2101, das aus dem Unterschied bei der Umwicklungsstärke auftritt, verursacht wird, unterdrückt wird.
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Eine Ausführungsform des Korrigierens der Verschiebungskorrekturwerte, basierend auf den Spezifikationen (Größe) der Manschette 2101, wird nun als ein weiteres Beispiel der Messoperation für den Blutdruck beschrieben werden. In dem Fall des elektronischen Blutdruckmessgeräts 2100 nimmt die Abschwächung der Druckübertragung auf die Arterie B zu, je länger die Umfangslänge der Messstelle ist. Aus diesem Grund muss die Manschette 2101 mit einer geeigneten Größe in Übereinstimmung mit der Umfangslänge der Messstelle ausgewählt werden, um eine genaue Blutdruckmessung auszuführen. Mit anderen Worten müssen die Breite (die Richtung orthogonal zu der Umfangsrichtung der Messstelle) und die Länge (Umfangsrichtung der Messstelle) der Manschette 2101 länger sein, je länger die Umfangslänge der Messstelle ist. Die Breite und die Länge der Manschette, welche für die Umfangslänge der Messstelle geeignet ist, werden von der WHO (World Health Organization bzw. Weltgesundheitsorganisation) oder dergleichen angeraten/empfohlen.
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Da die Größe (Breite, Länge) der Manschette 2101 umso länger wird, je länger die Umfangslänge der Messstelle ist, wird die Größe des Luftkissens in der Manschette 2101 dabei ebenfalls größer werden. Aus diesem Grund wird die zu entdeckende Druckpulswellenamplitude kleiner, wenn die Größe der Manschette 2101 größer wird, so dass die Komponente der Hintergrundpulswelle ebenfalls kleiner wird (siehe hierzu 7).
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Aus diesem Grund müssen die Verschiebungskorrekturwerte von [Gleichung 7] um die Größe der Manschette 2101 korrigiert werden. Bei der vorliegenden Ausführungsform berechnet die Zentraleinheit 2120 den Berechnungsparameter für den systolischen Blutdruck und den Berechnungsparameter für den diastolischen Blutdruck mittels einer vorbestimmten Berechnung, welche in der folgenden [Gleichung 11] dargestellt ist, bei welcher die Korrektur um die Größe der Manschette 2101 zu der [Gleichung 7] hinzugefügt wird, und optimiert die selbigen. Mit anderen Worten wird bei der vorliegenden Ausführungsform eine vorbestimmte Kennzahl τ mit dem Verschiebungskorrekturwert ζ multipliziert, um selbigen zu korrigieren, und eine vorbestimmte Kennzahl υ wird mit dem Verschiebungskorrekturwert η multipliziert, um selbigen zu korrigieren.
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[Gleichung 11]
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Berechnungsparameter für den systolischen Blutdruck = Maximalwert der Druckpulswellenamplitude × α + ζ × τ
Berechnungsparameter für den diastolischen Blutdruck = Maximalwert der Druckpulswellenamplitude × β + η × υ
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Hier in [Gleichung 11] sind τ und υ Werte, welche zuvor mit Hilfe eines Experiments festgelegt wurden. Derartige Werte können mittels eines Verfahrens des Aufzeichnens einer Festlegungstabelle für den Verschiebungskorrekturwert (Festlegung der dritten und vierten Konstanten) zuvor in dem Speicher 2123 des elektronischen Blutdruckmessgeräts 2100, in welcher die Werte und die Größe der Manschette 2101 aufeinander bezogen sind, und des Auslesens der Werte aus der Tabelle, festgelegt werden.
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Aus diesem Grund kann ein genauer Blutdruckwert berechnet werden, während dabei der Fehlereinfluss, welcher durch den Unterschied bei der Größe des Luftkissens in der Manschette 2101 verursacht wird, durch das Korrigieren der Verschiebungskorrekturwerte ζ, η, basierend auf der Information zu der Größe der Manschette 2101, unterdrückt wird.
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Die Größe der Manschette 2101 kann vor der Messung mit einem Schalter eingegeben werden, wobei der Schalter in der Eingabeeinheit angeordnet ist, wie zum Beispiel der Betriebseinheit 2130, oder sie kann automatisch durch das Anordnen eines Sensors zum Erkennen der Größe der Manschette 2101 an dem Verbindungsabschnitt mit der Manschette 2101 des Hauptkörpers des elektronischen Blutdruckmessgeräts 2100 erkannt werden.
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Durch das Anordnen eines Schalters in der Eingabeeinheit, wie zum Beispiel der Betriebseinheit 2130, und das Ermöglichen, dass unterschiedliche Arten von Informationen, wie zum Beispiel die Größe der Manschette 2101, vor der Messung eingegeben werden, können unterschiedliche Arten von Informationen, welche für die Berechnung des Blutdruckwerts notwendig sind, zuvor auf eine einfache Weise erfasst werden und die für die Blutdruckmessung benötigte Zeit kann verkürzt werden.
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Da das Luftvolumen, welches in die Manschette 2101 strömt, bis ein vorbestimmter Manschettendruck erreicht wird, in Übereinstimmung mit der Zunahme der Größe der Manschette 2101 groß wird, wird die darüber verstrichene Zeit ebenfalls länger. Aus diesem Grund kann die Zeit, bis der vorbestimmte Manschettendruck erreicht wird, basierend auf der Änderung des Manschettendrucks bei einer Blutdruckmessung gemessen werden, und die Größe der Manschette 2101 kann basierend auf dieser Zeit erkannt werden.
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Deshalb können unterschiedliche Arten von Informationen mit einer einfachen Konfiguration ohne das getrennte Anordnen der Eingabeeinheit, des Sensors oder dergleichen, zum Eingeben von unterschiedlichen Arten von Informationen, welche für die Berechnung des Blutdruckwerts erforderlich sind, wie zum Beispiel die Größe der Manschette 2101, erfasst werden.
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Der Fall des Korrigierens der Verschiebungskorrekturwerte ζ, η, basierend auf den Informationen, welche auf die Größe der Manschette
2101 aus den Informationen, welche auf die Spezifikationen der Manschette
2101 bezogen sind, bezogen sind, wurde beschrieben, aber die Korrektur kann ebenfalls basierend auf den Informationen, welche auf den Typ, wie zum Beispiel die Struktur und das Material aus den Informationen, welche auf die Spezifikationen der Manschette
2101 bezogen sind, bezogen sind, ausgeführt werden. Zum Beispiel ist im Hinblick auf die Manschette, bei der die Struktur des Luftkissens in der Manschette
2101 eine einzige Struktur wie ein Ballon ist und die Manschette, bei der eine Zwickelstruktur an der Seitenoberfläche des Luftkissens vorgesehen ist, wie in dem
japanischen Patent Nr. 3747917 beschrieben, das Luftvolumen, welches in das Luftkissen strömt, so dass die Manschette
2101 den vorbestimmten inneren Druck erreicht, umso größer, je weicher das Material des Luftkissens der Manschette
2101 ist.
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Im Gegensatz dazu kann durch das Korrigieren der Verschiebungskorrekturwerte ζ, η, basierend auf den Informationen, welche auf den Typ der Manschette 2101 bezogen sind, ein genauer Blutdruckwert berechnet werden, während dabei der Fehlereinfluss, welcher von dem Unterschied in dem Luftvolumen durch den Typ der Manschette 2101 verursacht wird, unterdrückt wird.
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Wie oben stehend beschrieben wird die Größe der Manschette 2101, welche für die Messung verwendet wird, umso größer, je länger die Umfangslänge der Messstelle ist. Aus diesem Grund können die Verschiebungskorrekturwerte (dritte und vierte Konstanten) von [Gleichung 11] um die Umfangslänge der Messstelle, basierend auf dem Umstand, dass sich die Komponente der Hintergrundpulswelle in Übereinstimmung mit der Größe der Manschette 2101 ändert, wie in 8 dargestellt, korrigiert werden. Auf diese Weise kann ein genauer Blutdruckwert berechnet werden, während dabei der Fehlereinfluss, welcher von dem Unterschied in der Größe der Manschette 2101 verursacht wird, unterdrückt wird.
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Die Expansion des Luftkissens in der Manschette 2101 wird umso größer, je weicher die Beschaffenheit der Messstelle ist. In diesem Fall wird ein Zustand gleich wie der Zustand erzeugt, bei dem es zwischen der Messstelle und der Manschette 2101 einen Raum gibt, und die Druckpulswellenamplitude wird gering. Aus diesem Grund kann die Korrektur durch die Beschaffenheit der Messstelle ausgeführt werden. Ein genauer Blutdruckwert kann somit berechnet werden, während dabei der Fehlereinfluss, welcher von dem Unterschied in der Expansion des Luftkissens der Manschette 2101 verursacht wird, unterdrückt wird.
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In diesem Fall kann die Umfangslänge oder die Beschaffenheit der Messstelle von der Eingabeeinheit, wie zum Beispiel die Betriebseinheit 2130 eingegeben werden oder die Zeit bis zum Erreichen des vorbestimmten Manschettendrucks kann, basierend auf der Änderung bei dem Manschettendruck in einer einzigen Blutdruckmessung, gemessen werden und die Umfangslänge oder die Beschaffenheit kann basierend auf selbiger Zeit erkannt werden. Die Eingabe der Beschaffenheit der Messstelle kann durch den BMI (Body Mass Index), den Prozentsatz des Körperfetts oder dergleichen ersetzt werden. Zum Beispiel wird ermittelt, dass eine große Menge an Fett an der Messstelle existiert, wenn der Prozentsatz des Körperfetts groß ist und es kann eine Korrektur unter der Annahme, dass die Beschaffenheit der Messstelle weich ist, vorgenommen werden.
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Aus diesem Grund können die Informationen, welche auf die Messstelle bezogen sind, mit einer einfachen Konfiguration ohne das getrennte Anordnen der Eingabeeinheit, des Sensors oder dergleichen zum Eingeben von unterschiedlichen Arten von Informationen, welche auf die Messstelle bezogen sind, erfasst werden.
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Eine Ausführungsform des Korrigierens der Verschiebungskorrekturwerte, basierend auf den Anwenderinformationen, welche vor dem Start der Blutdruckmessung eingegeben wurden, wird nun als ein weiteres Beispiel der Messoperation für den Blutdruck beschrieben werden. In dem Fall des elektronischen Blutdruckmessgeräts 2100 wird die Gestalt der Hüllkurve, die in 9 dargestellt ist, in Übereinstimmung mit den dynamischen Eigenschaften der Arterie festgelegt. In 14 ist ein Schaubild, das ein Beispiel der dynamischen Eigenschaften der Arterie zeigt, wobei eine der Faktoren zum Festlegen der dynamischen Eigenschaften der Arterie die Elastizität der Arterie umfasst, wie in 14 dargestellt. Die Elastizität der Arterie hängt von dem Alter und der Erkrankung (insbesondere Arteriosklerose) ab, und die Elastizität der Arterie wird mit zunehmendem Alter und dem voranschreiten der Erkrankung härter. Wenn die Elastizität der Arterie hart wird, dann ist es beinahe unmöglich die Arterie mittels Druck zu schließen, sogar wenn sie mit der Manschette 2101 komprimiert wird, und auf diese Art und Weise besteht die Hintergrundpulswelle fort, bis der Manschettendruck im Vergleich zu einer Person mit einer weichen Elastizität der Arterie groß wird.
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Die Informationen zum Alter und zu den Erkrankungen werden zuvor eingegeben und die Verschiebungskorrekturwerte ζ, η von [Gleichung 7] werden mit den Informationen zum Alter und zu den Erkrankungen korrigiert. Bei der vorliegenden Ausführungsform ist die Eingabe der Informationen zum Alter und zu den Erkrankungen mittels der Eingabeeinheit möglich, wie zum Beispiel der Betriebseinheit 2130, und die Zentraleinheit 2120 berechnet den Berechnungsparameter für den systolischen Blutdruck und den Berechnungsparameter für den diastolischen Blutdruck mittels einer vorbestimmten Berechnung, welche in der folgenden [Gleichung 12] dargestellt ist, bei der die Korrektur basierend auf den eingegebenen Informationen zum Alter und zu den Erkrankungen zu [Gleichung 7] hinzugefügt wird, und optimiert die selbigen. Mit anderen Worten wird bei der vorliegenden Ausführungsform eine vorbestimmte Kennzahl ☐ mit dem Verschiebungskorrekturwert ζ zum Korrigieren des selbigen multipliziert, und eine vorbestimmte Kennzahl χ wird mit dem Verschiebungskorrekturwert η zum Korrigieren des selbigen multipliziert.
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[Gleichung 12]
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Berechnungsparameter für den systolischen Blutdruck = Maximalwert der Druckpulswellenamplitude × α + ζ × ☐
Berechnungsparameter für den diastolischen Blutdruck = Maximalwert der Druckpulswellenamplitude × β + η × χ
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Hier in [Gleichung 12] sind ☐ und χ Werte, welche zuvor mit Hilfe eines Experiments festgelegt wurden. Die Informationen zu dem Anwender und zu dem Alter oder den Erkrankungen können in dem Speicher 2123 in Verknüpfung miteinander aufgezeichnet werden, und die Informationen können aus dem Speicher 2123 durch das Auswählen des Anwenders von der Betriebseinheit 2130 beim Start der Messung ausgelesen werden. Die Informationen zu dem Alter und zu den Erkrankungen kann in einem Medium, wie zum Beispiel dem externen Speicher 2172, aufgezeichnet werden und die Informationen können beim Start der Messung ausgelesen werden.
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Bei dem Fall der vorliegenden Erfindung wird die Zeit bis zum Erreichen eines vorbestimmten Manschettendrucks gemessen, basierend auf der Änderung in dem Manschettendruck bei einer einzigen Blutdruckmessung, die Elastizität der Arterie B des Anwenders wird basierend auf der Zeit erkannt, und die Informationen zu der Erkrankung (in diesem Fall Informationen zu Arteriosklerose) können basierend auf dem Ergebnis der Erkennung erfasst werden.
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Aus diesem Grund kann ein genauer Blutdruckwert berechnet werden, während dabei der Fehlereinfluss, welcher durch den Unterschied bei der Elastizität der Arterie B verursacht wird, durch das Korrigieren der Verschiebungskorrekturwerte ζ, η, basierend auf den Informationen zu dem Alter und zu den Erkrankungen des Anwenders, unterdrückt wird.
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Die vorliegende Erfindung ist nicht nur auf die Konfiguration der oben stehend beschriebenen Ausführungsformen beschränkt, und es kann eine große Anzahl von Ausführungsformen realisiert werden.
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Zum Beispiel kann das elektronische Blutdruckmessgerät 2100 zum Herunterladen eines geeigneten Parameters, Schwellenwerts, Algorithmus oder dergleichen von einem zugeordneten Server zum Erweitern der Funktion ausgelegt sein. In diesem Fall kann die Version der Software mit der vorhandenen Hardware aufgerüstet werden, oder eine Optimierung kann von dem/der Anwender(in) einfach realisiert werden.
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Die Funktionserweiterung des elektronischen Blutdruckmessgeräts 2100 kann von einem Bedienungsterminal, wie zum Beispiel einen Personal Computer, welcher der Anwender besitzt, ohne Verwendung des Servers ausgeführt werden. In diesem Fall kann der Parameter, der Schwellenwert, der Algorithmus und dergleichen von einem Aufzeichnungsmedium, wie zum Beispiel einer CD-ROM, heruntergeladen werden.
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Das elektronische Blutdruckmessgerät 2100 kann direkt und drahtlos oder mittels einer Drahtverbindung kommunikationsfähig mit einer anderen Erfassungsvorrichtung für biologische Informationen, wie zum Beispiel einem Gerät zur Messung der Körperzusammensetzung, einem Schrittzähler oder einem elektronischen Thermometer verbunden sein. In diesem Fall können die Daten ebenfalls zum Verbessern der individuellen Genauigkeit wechselseitig übertragen und empfangen werden.
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GEWERBLICHE ANWENDBARKEIT
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Die vorliegende Erfindung kann bei einem elektronischen Blutdruckmessgerät verwendet werden, welches eine oszillometrische Methode anwendet, welches eine Manschette benutzt.
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Bezugszeichenliste
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- 2100
- Blutdruckmessgerät
- 2101
- Manschette
- 2103
- Drucksensor
- 2104
- Pumpe
- 2105
- Ventil
- 2120
- CPU bzw. Zentraleinheit
- 2121
- Anzeigeeinheit
- 2122
- Speicher (zum Verarbeiten)
- 2123
- Speicher (zum Aufzeichnen)
- 2130
- Betriebseinheit