DE1174986B - Verfahren zur Herstellung von hochmolekularen Polyoxymethylenen oder deren Estern bzw. AEthern - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von hochmolekularen Polyoxymethylenen oder deren Estern bzw. AEthernInfo
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Description
BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
DEUTSCHES
PATENTAMT
AUSLEGESCHRIFT
Internat. Kl.: C 08 g
Deutsche Kl.: 39 c -18
Nummer: 1174 986
Aktenzeichen: F 38029IV d / 39 c
Anmeldetag: 13. Oktober 1962
Auslegetag: 30. Juli 1964
Es ist bekannt, daß praktisch wasserfreier, hochgereinigter Formaldehyd mit einem Wassergehalt von
weniger als 0,05 °/0 mit Hilfe von zahlreichen Katalysatoren,
wie Bortrifluorid, Oxoniumsalzen, tertiären und quartären Stickstoffbasen, Metallsalzen, Metallalkoholaten,
metallorganischen Verbindungen, SuI-foniumsalzen oder Phosphoniumsalzen in inerten
Lösungsmitteln zu hochmolekularen Polyoxymethylenen polymerisiert werden kann. Es ist ferner bekannt,
relativ wasserhaltige Formaldehydgase mit Hilfe von speziellen Katalysatoren zu hochmolekularen PoIyoxymethylenen
zu polymerisieren. Hierbei wird unreiner Formaldehyd mit einem Wassergehalt von etwa 0,5 bis 5°/o m em indifferentes organisches
Lösungsmittel bzw. in ein acylierend oder alkylierend wirkendes Lösungsmittel eingeleitet oder aber in
Abwesenheit von Lösungsmitteln auf hochmolekulare Polyoxymethylene aufgeleitet und dem Polymerisationsansatz
spezielle Katalysatoren, vorzugsweise Verbindungen des zweiwertigen Zinns, zugesetzt. Bei
dieser Arbeitsweise gelingt es, die durch Wasser und andere Verunreinigungen bedingten Kettenabbruchreaktionen
weitgehend in ihrem Ablauf zu verlangsamen, so daß hochwertige Polyoxymethylene mit
inneren Viskositäten (gemessen in Dimethylformamid oder Butyrolacton bei 1500C in 0,5°/,,iger Lösung)
von etwa 0,6 bis 3, was Durchschnittsmolekulargewichten von etwa 30000 bis 150000 entspricht,
erhalten werden.
Bisher haben bei den bekannten Verfahren aus der Reihe der Zinn(II)-Verbindungen vorwiegend Zinn(II)-salze
organischer Carbonsäuren sowie frisch hergestellte, kolloidal gelöste Zinn(II)-hydroxyde praktische
Bedeutung bei der Polymerisation von Formaldehyd erlangt. Mit zahlreichen anderen Zinn(II)-Verbindungen,
anorganischen wie auch organischen, konnten die außergewöhnlichen Eigenschaften des
Zinn(II)-Restes als Initiator bei der Formaldehydpolymerisation nicht bestätigt werden, so daß angenommen
werden mußte, daß das Anion des Katalysators, d. h. vorwiegend Acylreste organischer Carbonsäuren,
bei der durch Wasser relativ wenig gestörten Polymerisationsreaktion für das Polymerisationsgeschehen (Kettenstart, Kettenabbruch, Übertragungsreaktionen) von entscheidender Bedeutung ist. Diese
z. B. aus Zinn(II)-chlorid herstellbaren und bisher nicht brauchbaren Katalysatoren sind zwar gegenüber
hochgereinigtem Formaldehyd sehr aktive Polymerisationskatalysatoren, aus wasserhaltigeren Formaldehyddämpfen
werden jedoch bei der Polymerisation mit den genannten Katalysatoren nur paraformaldehydähnliche
Polyoxymethylene erhalten.
Verfahren zur Herstellung von hochmolekularen Polyoxymethylenen oder deren Estern
bzw. Äthern
bzw. Äthern
Anmelder:
Farbenfabriken Bayer Aktiengesellschaft,
Leverkusen
Leverkusen
Als Erfinder benannt:
Dr. Kuno Wagner,
Dr. Ernst-Ulrich Köcher, Leverkusen
Die Ursache der Unbrauchbarkeit zahlreicher Zinn(II)-Verbindungen bei ihrem Einsatz besteht
darin, daß Zinn(II)-Verbindungen, sofern sie ausgehend von Zinn(II)-chlorid hergestellt werden, meist
kleine Mengen an dissoziierbaren Halogenverbindungen enthalten, des weiteren lösliche Anteile an Alkalisalzen
und schließlich mehr oder weniger große Anteile an Zinn(IV)-Verbindungen. Der erhöhte Anteil an
Zinn(IV)-Verbindungen ist darauf zurückzuführen, daß bisher bei der Herstellung der Katalysatoren der
Oxydationsanfälligkeit des Sn(II) nicht genug Rechnung getragen wurde. Die ersten beiden Verunreinigungskomponenten
beeinflussen schon in wenigen Milligramm pro Liter des Polymerisationsmediums den Polymerisationsablauf sehr störend, während die
dritte Störungskomponente, also Zinn(IV)-Verbindungen in Anteilen von mehr als 10%, bezogen auf
Sn(II), die katalytische Wirkung des Katalysators ebenfalls stark herabsetzt. Die durch die genannten
Verunreinigungen ausgelösten Kettenabbruchreaktionen bewirken, daß die den Zinn(II)-Katalysatoren
zukommende günstige Eigenschaft der raschen Polymerisationsanregung bei relativ stark verlangsamten
Kettenabbruchreaktionen von dem Einfluß der Störkomponenten vollständig überdeckt wird.
Es wurde nun gefunden, daß man hochmolekulare Polyoxymethylene oder deren Ester bzw. Äther durch
Polymerisation von nicht vorgereinigtem Formaldehyd, der 0,5 bis 3°/0 Wasser und etwas Methanol enthält,
mittels organischer Verbindungen des zweiwertigen Zinns als Katalysatoren in Gegenwart von indifferenten
Lösungsmitteln, Alkylierungsmitteln und/oder Acylierungsmitteln bei Temperaturen von —120 bis +15O0C
herstellen kann, indem man als Katalysatoren Kom-
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plexverbindungen der Formel
R
Sn · [NXR1RJn
Sn · [NXR1RJn
verwendet, in der R einen organischen Carbonsäurebzw. Dithiocarbonsäurerest, eine Hydroxyl-, Mercapto-,
Cyanid-, Rhodanid- oder Cyanatgruppe, X ein Wasserstoffatom oder einen Alkoxymethylrest,
R1 einen Alkyl-, Aryl- oder Alkoxymethylrest, R2 einen
Alkyl-, Aryl-, Carbamid- oder Thiocarbamidrest bedeutet oder R1 und R2 die gemeinsamen Glieder
eines Kohlenwasserstoffringes bilden und η eine ganze Zahl von 1 bis 10 darstellt.
Der Vorteil dieser Zinn(II)-Komplexverbindungen gegenüber den bekannten Katalysatoren ist darin zu
sehen, daß diese Komplexverbindungen zumeist eine bessere Beständigkeit gegenüber oxydierend wirkenden
Einflüssen und gegenüber Luftfeuchtigkeit und eine bessere Löslichkeit in Polymerisationsmedien aufweisen.
Des weiteren ist als Vorteil noch zu nennen, daß diese Zinn(II)-Komplexverbindungen eine leichtere
Entfernung der Zinn(II)-Komponente aus dem Polymeren bei der Acetylierung ermöglichen.
Das Verfahren kann derart durchgeführt werden, daß man gasförmigen Formaldehyd, der Verunreinigungen,
wie z. B. 0,5 bis 3 % Wasser, enthält, in indifferenten Lösungsmitteln, in Acylierungsmitteln
und/oder in Alkylierungsmitteln in Gegenwart katalytischer Mengen der genannten Zinn(II)-Verbindungen
polymerisiert.
Beispielsweise werden als Katalysatoren Komplexe mit Diphenylamin, Harnstoff-monomethylol-butyläther
oder Caprolactam-mononiethylol-butyläther verwendet. Diese Komplexe sind in indifferenten organischen
Lösungsmitteln gut löslich.
Zweckmäßigerweise verwendet man die Komplexbildner in Mengen von etwa 1 bis 5 Mol pro 1 Mol
der entsprechenden Zinnverbindung. Diese Komplexbildner besitzen ferner die Fähigkeit, während der
Polymerisation kettenregelnd zu wirken, so daß erforderlichenfalls die Möglichkeit gegeben ist, die
ίο Durchschnittsmolekulargewichte der Polyoxymethylene
zu vermindern und so Produkte mit verbesserter Verarbeitbarkeit zu erhalten. Die genannten Komplexbildner
ermöglichen es ferner, die Katalysatoren aus den Polymerisaten weitgehend zu entfernen und damit
ihre Thermostabilität zu erhöhen.
Mit Hilfe dieser neuen Zinn(II)-KataIysatoren mit erhöhtem Reinheitsgrad gelingt es, relativ unreinen
Formaldehyd, wie er beispielsweise durch Pyrolyse von Paraformaldehyd oder ■v-Polyoxymethylen erhältlieh
ist, ohne Zwischenreinigung, z. B. durch Ausfrieren, Vorpolymerisation oder sonstige Maßnahmen,
für die Polymerisation zu verwenden und diesen unreinen Formaldehyd in hochmolekulare Polyoxymethylene
mit wertvollen technischen Eigenschaften überzuführen. Dieser Befund ist — wie schon angedeutet
— insofern überraschend, als bei Verwendung der gleichen Katalysatoren mit Halogengehalten von
nur 0,5 °/0, Alkaligehalten von nur 0,3% und Sn(IV)-Anteilen
von 15 bis 20°/0 bei der Polymerisation von
durch Zersetzung von Paraformaldehyd hergestellten Formaldehyddämpfen in den verschiedensten Polymerisationsmedien
nur paraformaldehydähnliche, sehr niedermolekulare Polyoxymethylene erhältlich sind.
Besonders Zinn(II)-Verbindungen, die kleine Anteile an — Sn — Cl-Gruppierungen, z. B. als
N — C — S — Sn- Cl oder Sn
S-CN
CI
enthalten, wirken bei der Polymerisation sehr störend, weil hierbei die durch Wasser und andere Verunreinigungen
verursachten Kettenabbruchreaktionen wesentlich rascher ablaufen und die Bildung von hochmolekularen
Polyoxymethylenen daher nicht zulassen.
Diese Katalysatoren ergeben auch gleichzeitig einen erhöhten Schutz gegenüber Oxydationsreaktionen und
führen zu Produkten, die nach ihrer Acetylierung oder
Verätherung einen verminderten Gehalt an Ascheresten (oft bedingt durch SnO2) aufweisen, wodurch
die Thermostabilität der endgruppenstabilisierten Polyoxymethylene ansteigt.
Zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens wird vorzugsweise mit Formaldehyddämpfen
gearbeitet, die etwa 0,5 bis 1 % Wasser und etwa 0,3% Methanol enthalten. Ein Formaldehyd dieses
Verunreinigungsgrades kann in einfacher Weise hergestellt werden, indem z. B. Paraformaldehyd mit
einem Wassergehalt bis 1 % m& oder ohne Wärmeübertrager
pyrolysiert wird. Die erhaltenen Pyrolysegase werden sodann bei Temperaturen von etwa 90
bis 1500C unter Vermeidung jeder Vorpolymerisation in das Polymerisationsgefäß — gegebenenfalls unter
vermindertem oder erhöhtem Druck — übergeführt.
Eine gute Quelle zur Herstellung methanolhaltiger und wasserärmerer Formaldehyddämpfe sind auch Formaldehydgase,
die bei der Dehydrierung von Methanol in Abwesenheit von Wasserstoffakzeptoren erhalten
werden. Manchmal ist es wünschenswert, derartige Gase von Spuren gefärbter, leichtflüchtiger unbekannter
Stoffe zu befreien, indem man sie in auf über 90° C erhitzten Lösungsmitteln wäscht oder durch geeignete
Maßnahmen von erhöhten Anteilen von Ameisensäure befreit, wobei ebenfalls jede Vorpolymerisation bei
ausreichend hoch gewählter Temperatur unterbleibt.
Bei der Durchführung des erfindungsgemäßen Polymerisationsverfahrens
ist es von Bedeutung, daß der Formaldehyd nach und nach in das Polymerisationsmedium eingeführt und hierbei laufend mit frisch
zugeführtem Katalysator angeregt wird. Dadurch werden die Ausbeuten an hochmolekularem Polyoxymethylen
erhöht. Man arbeitet im allgemeinen mit einer Menge von 0,000015 bis 0,01 Mol, vorzugsweise
mit 0,0001 bis 0,002 Mol Katalysator pro Mol Formaldehyd, sofern man in indifferenten oder alkylierend
wirkenden Lösungsmitteln polymerisiert. Wird dagegen in Essigsäureanhydrid oder anderen Acylierungsmitteln
polymerisiert, so verwendet man vorteil-
5 6
hafterweise wesentlich höhere Konzentrationen, näm- ist oft vorteilhaft, bei Temperaturen zwischen —20
lieh 0,001 bis 0,006 Mol Katalysator pro Mol Form- und +9O0C zu arbeiten.
aldehyd. Bei der Polymerisation in Essigsäureanhydrid Die Strömungsgeschwindigkeit, mit der die Formverwendet
man im übrigen vorteilhaft Formaldehyd- aldehyddämpfe ins Polymerisationsgefäß aufgeleitet
dämpfe mit einem Wassergehalt < 1 0I0, da sonst im 5 oder eingeleitet werden, ist variabel und richtet
Verlauf der Polymerisation entstehende freie Essig- sich nach der Pyrolysegeschwindigkeit wie auch
säure zu einem zunehmend störenden Kettenabbruch nach der Temperaturführung im Polymerisations-
führt. gefäß.
Die Katalysatoren werden vorzugsweise in Form Sofern man in indifferenten Lösungsmitteln polyvon
0,01- bis 1 °/oigen Lösungen in inerten Lösungs- io merisiert hat, wird das Polymerisat vom Lösungsmittel
mitteln, in acylierend oder alkylierend wirkenden durch Filtrieren oder Zentrifugieren abgetrennt. Das
Lösungsmitteln, beispielsweise in Methylenchlorid, Verfahren kann kontinuierlich oder halbkontinuierlich
1,2-Dichlorpropan, Tetrachlorkohlenstoff, in aroma- durchgeführt werden; in dem Maße, wie die Abtrentischen
Kohlenwasserstoffen, wie Toluol, Äthylacetat, nung des Polymerisates erfolgt, kann neues Lösungs-Essigsäureanhydrid,
Orthoameisensäureäthylester, 15 mittel und neuer Katalysator dem Polymerisations-Formaldehyddimethylacetal,
zur Anwendung gebracht. gefäß zugeführt werden.
Der Katalysator soll möglichst gleichmäßig über Sofern man in acylierend wirkenden Lösungsmitteln
die ganze Zeitdauer der Polymerisation dosiert polymerisiert hat, setzt man dem Ansatz nach beendigwerden,
ter Polymerisation Acylierungskatalysatoren und vor-
Selbstverständlich ist dabei die Zufuhrgeschwindig- 20 teilhafterweise die genannten Komplexbildner zu und
keit des Katalysators variabel und richtet sich nach der erhitzt auf Temperaturen über 100° C, um alle End-
Strömungsgeschwindigkeit, mit der der Formaldehyd gruppen umzusetzen und Katalysatorreste zu ent-
dem Polymerisationsgefäß zugeführt wird. Vorteilhaft fernen.
legt man z. B. bei diskontinuierlicher Arbeitsweise 30 Der große Vorteil des erfindungsgemäßen Ver-
bis 70°/o der benötigten Katalysatorlösung vor und 25 fahrens gegenüber den bisher bekannten Polymeri-
dosiert die restlichen Mengen über das ganze Zeit- sationsverfahren besteht darin, daß Formaldehyd
Intervall der Polymerisation mit einer Dosierpumpe. relativ hohen Wassergehaltes zu hochmolekularen
Eine genaue und kontinuierliche Dosierung des Polyoxymethylenen polymerisiert werden kann und
Katalysators ist deshalb von Bedeutung, weil der hierbei eine Reinigung der Formaldehyddämpfe durch
Formaldehyd z. B. mit einem Verunreinigungsgrad 30 Vorpolymerisation sowie die schwierige kontinuier-
von 2,5 % Wasser und 0,1 bis 0,3 % Ameisensäure liehe Entfernung der Vorpolymerisate vollständig
Verunreinigungen einschleppt, die selbst katalytisch entfällt. Ein wesentlicher Vorteil besteht ferner in der
wirksam sind. Diese katalytische Aktivität fällt aber leichten Zugänglichkeit des für die Polymerisation
infolge der vielfach höheren Aktivität der zwei- eingesetzten unreinen Formaldehyds. Weitere Vorteile
wertigen Zinn(II)-Verbindungen praktisch nicht ins 35 des erfindungsgemäßen Verfahrens bestehen in der
Gewicht, sofern diese Verbindungen in einer aus- erleichterten Entfernbarkeit der Katalysatorreste aus
reichenden Konzentration im Polymerisationsansatz den hochmolekularen Polyoxymethylenen, wodurch
vorliegen. die Thermostabilität und die Farbeigenschaften der
Wird die Polymerisation in indifferenten Lösungs- Polymerisate besonders nach ihrer Verarbeitung
mitteln durchgeführt, so können aromatische, aralipha- 40 verbessert werden. Weitere Vorteile bestehen in einer
tische, cycloaliphatische und/oder aliphatisch^ Kohlen- verbesserten Möglichkeit der Kettenregelung und der
Wasserstoffe sowie ihre Halogenierungsprodukte als Herstellung von leichter verarbeitbaren hochmole-
Lösungsmittel Anwendung finden. Vorzugsweise arbei- kularen Polyoxymethylenen.
tet man jedoch in Methylenchlorid, da dieses ein aus- Die nach dem erfindungsgemäßen Verfahren hergezeichnetes
Lösungsmittel für sich bildende sehr 45 gestellten und nach den oben angegebenen Verfahren
niedermolekulare Formaldehydhydrate darstellt und stabilisierten hochmolekularen Polyoxymethylene
weil dieses Lösungsmittel in besonderer Reinheit können mit und ohne Zusätze anderer Substanzen zu
hergestellt werden kann. Brauchbar sind auch Lösungs- hochwertigen Kunststoffen verarbeitet werden; dermittel
wie 1,3-Dichlorpropan. Tetrachlorkohlenstoff artige Substanzen sind beispielsweise Wärmestabili-
und Chloroform können bei ausreichender Chlor- 50 satoren, Antioxydantien, Weichmacher, Füllstoffe,
Wasserstofffreiheit und Phosgenfreiheit ebenfalls zur Pigmentfarben, Lichtschutzmittel, optische Aufheller
Polymerisation verwendet werden. u. dgl.
Wird die Polymerisation in Acylierungsmitteln aus- Unerwartete technische Vorteile des erfmdungs-
geführt, so wird Essigsäureanhydrid, gegebenenfalls in gemäßen Verfahrens gegenüber dem aus der belgischen
Mischung mit anderen Lösungsmitteln, bevorzugt. Es 55 Patentschrift 608 622 bekannten Verfahren ergeben
können aber auch andere Acylierungsmittel verwendet sich aus den folgenden Versuchen:
werden. Gasförmiger, monomerer Formaldehyd mit einem
Wird die Polymerisation in Alkylierungsmitteln Wassergehalt von 0,65 % wird in ein flüssiges PoIyausgeführt,
so wird bevorzugt Orthoameisensäure- merisationsmedium geleitet. Das Polymerisationsäthylester
als Lösungsmittel verwendet. 60 medium besteht aus 1000 Volumteilen Methylen-
Die angewendete Menge an Lösungsmittel kann in chlorid.
weiten Grenzen variieren. Es ist meist zweckmäßig, Man verwendet den in der Tabelle angeführten
auf 1 Gewichtsteil Formaldehyd 7 bis 12 Volumteile Polymerisationskatalysator und vergleicht das erhal-
Lösungsmittel anzuwenden. Im allgemeinen wird der tene acetylierte Polymerisat mit acetylierten Polymeri-
Katalysator in dem gleichen Lösungsmittel gelöst, in 65 säten, die mit dem Zinn(II)-salz der 2-Äthylcapron-
dem die Polymerisation durchgeführt wird. säure erhalten wurden.
Die Polymerisation kann in einem Temperatur- Konzentration des Katalysators: 0,005 Mol pro
bereich von —120 bis +150°C ausgeführt werden. Es Liter Methylenchlorid.
Katalysator
Innere
Viskosität
acetylierter
Viskosität
acetylierter
Proben
CH2O-Verlust nach 2stündigem
Erhitzen auf 222° C
C2H5-CH2-CH2-CH-C-O = Sn
C2H5
C1HH,, — N— C— S =Sn
CH3
C18H37-NH-CH,
Sn(SCN)2 ■
HO-CH2-N CH2
CH2 (CH2)3
HO-CH2-NH-C-NH-CH2-O-C4H9
S
1,75
0,93
0,72
0,65
0,09
0,03
0,04
0,04
25
11
13
Die Tabelle zeigt die Vorteile des Verfahrens gegenüber den Polymerisationsverfahren mit Zinn(II)-salzen
organischer Carbonsäuren. Die Entfernbarkeit des Sn-Katalysators ist verbessert, wodurch nicht nur die
Thermostabilität, sondern auch die Farbeigenschaften nach Verformung der Polyoxymethylene im Spritzguß
deutlich verbessert werden, da erhöhte Sn-Gehalte zu gelblichen Verfärbungen der Polyoxymethylene neigen.
Ein weiterer Vorteil besteht in der verbesserten Möglichkeit der Herstellung leichter verarbeitbarer
Polyoxymethylene ohne spezielle Kettenregler. Wie aus der Tabelle zu ersehen ist, liegen die inneren
Viskositäten der Polymerisate in einem Bereich, der gute Fließeigenschaften gewährleistet. Demgegenüber
sind Produkte, die mit Zinn(II)-salzen organischer Carbonsäuren hergestellt werden (vgl. innere Viskosität:
1,75), durch wesentlich schlechtere Fließeigenschaften und schwere Verarbeitbarkeit gekennzeichnet.
In den folgenden Beispielen sind die für die Lösungsmittel angeführten Teile Volumteile, die übrigen Teile
Gewichtsteile.
140 Gewichtsteile Paraformaldehyd mit einem Wassergehalt von 0,65% werden bei 124 bis 1400C
in einem indifferenten Wärmeüberträger, bestehend aus einem Kohlenwasserstoffgemisch mit 12 bis
18 Kohlenstoffatomen, in einem Rundkölbchen in bekannter Weise zersetzt. Die heißen Formaldehyddämpfe
treten durch ein mit Wasserdampf auf 1000C
beheiztes Doppelmantelrohr aus VA-Stahl über einen ebenfalls mit Wasserdampf beheizten Deckel, der mit
einem Thermometerstutzen, einer Rührvorrichtung und einem Ableitungsrohr versehen ist, in ein zylindrisches
Reaktionsgefäß ein. Das Reaktionsgefäß besitzt einen Querschnitt von 12 cm und einen Rauminhalt
von 2000 cm3 und ist über eine isolierend wirkende Dichtung mit dem heißen Deckel verbunden.
Die Austrittsstelle des beheizten VA-Aufleitungsrohres befindet sich 2 cm über dem Flüssigkeitsspiegel des
Polymerisationsmediums. Der Ableitungsstutzen des beheizten Deckels wird mit einer Wulfschen Flasche
verbunden, die als Absperr- und Aufnahmeflüssigkeit Wasser enthält und gegen Überdruck mit einem kleinen
Steigrohr gesichert ist. Das Polymerisationsmedium besteht aus 1400 Teilen reinem Toluol mit einem
Wassergehalt von 0,02% und enthält als Katalysator
0,2 Gewichtsteile eines Zinn(II)-Komplexes der Formel
C1SH37 — NH
CH8
gelöst. Weitere 0,4 Gewichtsteile des gleichen Sn(II)-Komplexes werden, gelöst in Toluol, gleichmäßig über
die Dauer der Polymerisation dem Polymerisationsgefäß zugetropft. Die heißen, unreinen Formaldehyddämpfe
werden unter vollständiger Zurückdrängung der Vorpolymerisation, d. h. unter Beibehaltung ihres
Verunreinigungsgrades, auf die mit 60 Umdrehungen pro Minute gerührte Flüssigkeitsoberfläche aufgeleitet.
Die Polymerisation setzt sofort ein, die Pyrolyse ist in 2 Stunden beendet. Obwohl die Formaldehyddämpfe
nur aufgeleitet werden, ist die Formaldehydaufnahme ausgezeichnet, und trotz des gegen die Wulfsche
Flasche geöffneten Gasableitungsrohres befinden sich nach Beendigung der Polymerisation weniger als 4%
Formaldehyd in der Absperrflüssigkeit. Die Polymerisationstemperatur
wird durch Wasserkühlung auf 25 bis 300C gehalten. Nach Beendigung der Polymerisation
wird das Polymerisationsprodukt auf einer Nutsche abgesaugt, mit Aceton gewaschen und bei 5
400C im Vakuum getrocknet. Man erhält ein reinweißes, hochmolekulares Polyoxymethylen in einer
Ausbeute von 110 Gewichtsteilen. Nach seiner Acetylierung besitzt das Produkt eine innere Viskosität von
0,74, gemessen in 0,5%iger Lösung in Butyrolacton bei 15O0C.
Herstellung des Katalysators
56,6 Gewichtsteile N-Methyl-stearylamin werden in
200 cm3 Benzol gelöst und tropfenweise unter Luftausschluß mit 7,6 Gewichtsteilen Schwefelkohlenstoff
versetzt. Das sich bildende N-methyl-stearyl-dithiocarbaminsaure
N-Methyl-stearyl-ammonium wird entweder isoliert oder, noch besser, direkt mit einer
konzentrierten benzolischen Lösung von 20 Gewichtsteilen eines Zinn(II)-salzes der 2-Äthylcapronsäure
versetzt. Bei der Vermischung der beiden Reaktionskomponenten gehen eventuell ausgefallene Kristalle
von N-methyl-stearyl-dithiocarbaminsaurem N-Me-
10
thyl-stearyl-ammonium unter starker Gelbfärbung in
Lösung, und nach kurzer Zeit setzt erneute Kristallisation des Zinn(II)-dithiocarbaminates ein. Durch
leichtes Erwärmen löst man den Kristallbrei, verdünnt mit weiteren 100 Volumteilen Benzol, die 28 Gewichtsteile N-Methyl-stearyl-ammonium enthalten, und
tropft die klare Lösung unter gutem Rühren in 2 1 Methanol ein. Man erhält eine kristalline Ausfällung
einer Zinn(I I)-Verbindung, die nach Analyse einen Komplex der Formel
'CA-N-C-S- = Sn
CHa S
C18H37 N H
CHa
darstellt. Sie ist von hervorragender Löslichkeit in Benzol, Toluol, Methylenchlorid und von wesentlich
höherer Oxydationsbeständigkeit als Zinn(II)-salze organischer Carbonsäuren.
Man verfährt wie im Beispiel 1, als Katalysatoren werden aber folgende Zinn(II)-Verbindungen verwendet:
| Versuch | Rx | NH | R | • Sn | NH | -Sn \ |
NCO | Katalysator | R \ |
- | NH | / | OCN | = N | Katalysator menge in Gewichtsteilen |
• | 6 |
| χ | \ X |
■ Sn | |||||||||||||||
| a) | R = Phenyl χ = 4 bis 10 |
χ = 4 bis | 10 | NCO | oder | j/ | \ X |
OCN | ^=N | 5 | |||||||
| ,NCS | R\ | NH | S-C | ||||||||||||||
| -Sn | |||||||||||||||||
| b) | ^NCS | oder | R | \ X |
S-C | ||||||||||||
| R\ | |||||||||||||||||
Man polymerisiert gemäß Beispiel 1 und erhält amin zusammen mit geringen Anteilen an Zinn(II)-nach
der Acetylierung Polyoxymethylene mit folgen- Verbindungen aus, die Gemische von viel Zinn(II)-
den inneren Viskositäten und Ausbeuten:
| Versuch | Ausbeute in Gewichtsteilen |
Innere Viskosität, gemessen in Butyrolacton bei 1500C in 0,5°/0iger Lösung |
| a) b) |
99 78 |
0,85 0,71 |
Herstellung des Katalysators a)
15 Gewichtsteile auf 5 μ vermahlenes Silbercyanat werden in einer Lösung von 100 Gewichtsteilen
Diphenylamin in 500 Volumteilen Benzol mit 20 Gewichtsteilen eines Zinn(II)-salzes der 2-Äthylcapronsäure
bei Raumtemperatur 20 Stunden intensiv gerührt. Dabei bilden sich schwarzbraungefärbte
Umsetzungsprodukte, die abfiltriert werden. Die erhaltene Lösung wird von Benzol im Vakuum bei
1O0C befreit. Nach einiger Zeit kristallisiert Diphenyl-(OCN)2
mit weniger Zinn(II)-(NCO)2 darstellen. Die
Katalysatoren sind nur als Komplexe einige Zeit haltbar und werden in Mischung mit Diphenylamin
eingesetzt.
Herstellung des Katalysators b)
11,8 Gewichtsteile frisch hergestelltes Zinn(II)-acetat
werden in 100 Gewichtsteilen Diphenylamm und 100 Gewichtsteilen Dimethylformamid mit 9,7 Gewichtsteilen
gut pulverisiertem Kaliumrhodanid 2 Stunden bei 6O0C gehalten. Hierauf werden 600 Gewichtsteile
Benzol zugegeben. Die erkaltete Reaktionsmischung wird von Kaliumacetat und anderen
unlöslichen Anteilen durch Filtration befreit und das Benzol und Dimethylformamid im Vakuum verdampft.
Nach längerem Stehen kristallisiert Diphenylamin und darin gelöste Zinn(II)-Verbindungen aus. Diese Zinn(II)-Verbindungen
stellen Gemische von viel Sn(II)-(SCN)2 und wenig Sn(II)-(NCS)2 dar. Durch die Anwesenheit
von Diphenylamin ist das sonst unlösliche Zinn(II)-
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11
12
rhodanid als Komplex leichter löslich und beständiger Einsatz unter starkem Ausbeuteverlust sorgfältig von
geworden und wird zusammen mit überschüssigem Chlorionen befreit werden müssen.
Diphenylamin für die Durchführung der Polymeri- . .
sation im Beispiel 3 b) eingesetzt. Beispiel 3
Ersetzt man in der Herstellungsvorschrift das 5 Man verfährt wie im Beispiel 1, als Katalysatoren
Zinn(II)-acetat durch Zinn(II)-chlorid, so erhält man werden aber folgende Zinn(II)-Verbindungen ver-
die gleichen Katalysatoren, die jedoch vor ihrem wendet:
Versuch
Katalysator
Katalysatormenge in i Gewichtsteilen
CH3-(CH2)3—CH-C—O— = Sn
C8H5
,CH1-C-OZ=Sn-
'2
NH
| R | |
| NH | |
| R |
ι CH,-C-OZ = Sn
ί|
HO-CH2-N CH2
CH2 (CH2)3J
^CH8-C-Oy=Sn
HO CH2 CH2 OCN (CH2), N C-O CH2 CH2 OH
CH2OH CH2OH
CH3-(CH2)3 —CH-C —O— | = Sn
C2H5
CH2 NH
CH2
N-CH2-OC4H9
N-CH2-OC4H9
2,5
3,5
3,5
χ = 4 bis 10; die Katalysatoren werden durch Man polymerisiert gemäß Beispiel 1 und erhält
Auflösen der Zinn(II)-salze in den Aminen bzw. nach der Acetylierung Polymerisate mit folgenden
N-Methylol-Derivaten hergestellt. Ausbeuten und inneren Viskositäten:
| Kataly sator |
Ausbeute in Gewichtsteilen |
Innere Viskosität, gemessen in Butyrolacton bei 1500C in O,5°/oiger Lösung |
| a) b) c) d) e) |
108 104 102 88 105 |
1,15 1,08 1,15 0,79 1,34 |
Man verfährt wie im Beispiel 1. Als Katalysatoren werden folgende Sn(II)-Komplexe verwendet:
a) Sn(OH)2, in Lösung gehalten durch Komplexbildung
mit 5 bis 10 Mol Ν,Ν'-Dimethylol-
13 14
tetramethylendiurethan - N, N' - dimethylol - di - η -butyläther der Formel
O O
ii Il
C4H9- Ο — CH2- Ν — C — Ο — (CH2)4 — Ο — C-N- CH2- Ο — C4H9
HOH2C
6 Gewichtsteile;
b) Sn(SH)2, löslich geworden durch Komplexbildung
mit etwa 5 bis 10 Mol des Caprolactam-monomethylol-n-butyläthers
der Formel
(CH2)5—N — CH2 — O — C4H9
4 Gewichtsteile.
Man erhält nach der Acetylierung die in der Tabelle angegebenen hochmolekularen Polyoxymethylene.
| Versuch | Polymerisationsmedium | Ausbeute in Gewichts teilen |
Innere Vis kosität1) |
| a) a) b) |
Toluol | 104 88 94,5 |
1,05 1,25 0,82 |
| Essigsäureanhydrid.... Methylenchlorid |
x) Gemessen in Butyrolacton bei 1500C in 0,5°/0iger Lösung.
Herstellung des Katalysators a)
40 Gewichtsteile Zinn(II)-octoat werden in einer Mischung aus 200 Volumteilen Dioxan und 400 Gewichtsteilen
Ν,Ν'-Dimethylol-tetramethylendiurethan-N,N'-dimethylol-n-butyläther
gelöst und mit 2 Volumteilen Wasser hydrolysiert, indem der Ansatz 3 Stunden bei 6O0C gehalten wird. Es wird mit 300 Volumteilen
Benzol verdünnt, filtriert und anschließend im Vakuum bei Raumtemperatur von Dioxan und Benzol
befreit. Man erhält eine viskose, in organischen Lösungsmitteln lösliche Zinn(II)-Komplexverbindung,
die in diesem Beispiel [Versuch a)] als Katalysator verwendet wird.
Herstellung des Katalysators b)
Man verfährt wie unter a) beschrieben, ersetzt aber Wasser durch Schwefelwasserstoff, der in großem
Überschuß im Verlaufe von 3 Stunden in den Reaktionsansatz eingeleitet wird. Nach der Aufarbeitung
gemäß a) erhält man eine goldgelbe Katalysatormischung, die im Versuch b) bei der Polymerisation
verwendet wird.
Man verfährt wie im Beispiel 1. Als Katalysatoren werden folgende Zinn(II)-Komplexe verwendet:
a) Sn — (SNC)2, löslich geworden durch Komplexbildung
mit 5 bis 10 Mol Monomethylolthioharnstoff-n-butyläther
H2N — C — NH — CH2 — O -C4H9
3,5 Gewichtsteile;
CHoOH
b) Sn(CN)2, löslich geworden durch Komplexbildung
mit 5 bis 10 Mol N-Methylol-harnstoff-N'-methylol-n-butyläther
HOCH2 — NH — C — NH — CH2 — O — C4H
Man erhält nach der Acetylierung die in der Tabelle angegebenen hochmolekularen Polyoxymethylene.
Versuch
a)
b)
b)
Polymerisationsmedium
Toluol
Methylenchlorid
Ausbeute
in
Gewichtsteilen
92
87
Innere Viskosität1)
0,89
1,32
1,32
*) Gemessen in Butyrolacton bei 150° C in 0,5°/0iger Lösung.
Herstellung des Katalysators a)
22,5 Gewichtsteile SnCl2 · 2H2O werden in wenig
Wasser gelöst und in eine Mischung von 500 Volumteilen Benzol und 162 Gewichtsteilen Monomethylolthioharnstoff-n-butyläther
unter gutem Rühren und unter gleichzeitiger azeotroper Entfernung des Wassers eingetropft. Parallel zur Zinn(II)-chloridzugabe erfolgt
Zugabe einer konzentrierten wäßrigen Lösung von 18,4 Gewichtsteilen Kaliumrhodanid. Nach der azeotropen
Entfernung des Wassers wird von unlöslichen anorganischen Salzen abfiltriert und Benzol im Wasserstrahlvakuum
bei Raumtemperatur entfernt. Man erhält eine klare viskose Katalysatorlösung, die in
diesem Beispiel [Versuch a)] bei der Polymerisation verwendet wird.
Herstellung des Katalysators b)
Man verfährt wie unter a) beschrieben, ersetzt aber Kaliumrhodanid durch 13 Gewichtsteile Kaliumcyanid
und verwendet als Komplexbildner N-Methylolharnstoff-N'-methylol-butyläther.
Nach der azeotropen Entfernung des Wassers wird 1 Stunde CO2 in die
benzolische Lösung eingeleitet und von unlöslichen Nebenprodukten und anorganischen Salzen abfiltriert.
Nach der Entfernung von Benzol gemäß a) erhält man eine viskose Katalysatorlösung, die in diesem Beispiel
[Versuch b)] bei der Polymerisation verwendet wird.
Die Herstellung der Katalysatoren erfolgt in bekannter Weise.
Claims (1)
- Patentanspruch:Verfahren zur Herstellung von hochmolekularen Polyoxymethylenen oder deren Estern bzw. Äthern durch Polymerisation von nicht vorgereinigtem Formaldehyd, der 0,5 bis 3% Wasser und etwas Methanol enthält, mittels zweiwertiger organischer Zinnverbindungen als Katalysatoren in Gegenwart von indifferenten Lösungsmitteln, Alkylierungsmitteln und/oder Acylierungsmitteln bei Tempera-15 16türen von —120 bis +1500C, dadurch Mercapto-, Cyanid-, Rhodanid- oder Cyanat-gekennzeicb.net, daß man als Katalysa- gruppe, X ein Wasserstoffatom oder einen Alkoxy-toren Komplexverbindungen der Formel methylrest, R1 einen Alkyl-, Aryl- oder Alkoxy-methylrest, R2 einen Alkyl-, Aryl-, Carbamid- oder/ 5 Thiocarbamidrest bedeutet oder R1 und R2 diec_ rxTVD w ι gemeinsamen Glieder eines Kohlenwasserstoffen · I JNaK1K2Jk . ,.,, , . , ,. , . . , _ \ ringes bilden und η eine ganze Zahl von 1 bis 10Xr darstellt.verwendet, in der R einen organischen Carbon- io In Betracht gezogene Druckschriften:säure- bzw. Dithiocarbonsäurerest, eine Hydroxyl-, Belgische Patentschrift Nr. 608 622.409 638/441 7.64 Q Bundesdruckerei Berlin
Priority Applications (6)
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|---|---|---|---|
| BE638529D BE638529A (de) | 1962-10-13 | ||
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| DEF38029A DE1174986B (de) | 1962-10-13 | 1962-10-13 | Verfahren zur Herstellung von hochmolekularen Polyoxymethylenen oder deren Estern bzw. AEthern |
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| DEF38029A DE1174986B (de) | 1962-10-13 | 1962-10-13 | Verfahren zur Herstellung von hochmolekularen Polyoxymethylenen oder deren Estern bzw. AEthern |
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- 1963-09-25 US US311329A patent/US3311592A/en not_active Expired - Lifetime
- 1963-10-10 GB GB40029/63A patent/GB1006786A/en not_active Expired
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| US3311592A (en) | 1967-03-28 |
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