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DE1165607B - Verfahren zur Herstellung von N-(Polyhydroxybenzyl)-N-(aminoacyl)-hydraziden - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von N-(Polyhydroxybenzyl)-N-(aminoacyl)-hydraziden

Info

Publication number
DE1165607B
DE1165607B DEH45718A DEH0045718A DE1165607B DE 1165607 B DE1165607 B DE 1165607B DE H45718 A DEH45718 A DE H45718A DE H0045718 A DEH0045718 A DE H0045718A DE 1165607 B DE1165607 B DE 1165607B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
hydrogen
optionally
hydrazine
general formula
water
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEH45718A
Other languages
English (en)
Inventor
Dr Balthasar Hegedues
Dr Paul Zeller
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
F Hoffmann La Roche AG
Original Assignee
F Hoffmann La Roche AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by F Hoffmann La Roche AG filed Critical F Hoffmann La Roche AG
Publication of DE1165607B publication Critical patent/DE1165607B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C281/00Derivatives of carbonic acid containing functional groups covered by groups C07C269/00 - C07C279/00 in which at least one nitrogen atom of these functional groups is further bound to another nitrogen atom not being part of a nitro or nitroso group
    • C07C281/16Compounds containing any of the groups, e.g. aminoguanidine

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
DEUTSCHES
PATENTAMT
AUSLEGESCHRIFT
Internat. KX: C 07 c
Deutsche Kl.: 12q-13
Nummer: 1165 607
Aktenzeichen: H 45718 IV b /12 q
Anmeldetag: 8. Mai 1962
Auslegetag: 19. März 1964
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von N1-(Polyhydroxybenzyl)-N2-(aminoacyl)-hydraziden der allgemeinen Formel
OH
Ri-NH-NH-CH2
OH
in der Ri den Acylrest einer nativen α-Aminosäure *° und R2 Wasserstoff oder Hydroxyl bedeutet, und von Salzen dieser Verbindungen.
Das erfindungsgemäße Verfahren ist dadurch gekennzeichnet, daß man ein Hydrazin der allgemeinen Formel 1S
Ri-NH-NH2
in der Ri die angegebene Bedeutung aufweist und die Wasserstoffatome durch Schutzgruppen ersetzt sein können, bzw. ein Salz desselben mit einem Benzaldehyd der allgemeinen Formel
OHC-
R5 R4
R3
in der R3 und R4 gegebenenfalls mit einem hydrogenolytisch abspaltbaren Alkylrest verätherte Hydroxyl- 3·> gruppen und R5 Wasserstoff oder eine gegebenenfalls mit einem hydrogenolytisch abspaltbaren Alkylrest verätherte Hydroxylgruppe darstellt, umsetzt, das gebildete Hydrazon hydriert, die erhaltene Hydrazinverbindung gegebenenfalls von Schutzgruppen befreit und gegebenenfalls in ein Salz überführt.
Der in den allgemeinen Formeln mit Ri bezeichnete Rest stellt vorzugsweise den Seryl-, Threonyl- oder Alanylrest dar. +0
Nach dem erfindungsgemäßen Verfahren wird das gebildete Hydrazon entweder isoliert und anschließend hydriert oder ohne Isolierung direkt hydriert. Die Hydrierung wird zweckmäßig unter Verwendung eines Hydrierungskatalysators, wie Platin oder Palla- +5 diumkohle, oder durch Umsetzung mit Lithiumaluminiumhydrid vorgenommen. Als hydrogenolytisch leicht abspaltbare Schutzgruppe der Hydroxylsubstituenten kommt z. B. der Benzylrest in Betracht. Falls ein mit einem hydrogenolytisch abspaltbaren 5" Acylrest, z. B. dem Carbobenzoxyrest, substituiertes Hydrazinderivat verwendet wird, erfolgt bei der Verfahren zur Herstellung von
NMPolyhydroxybenzyty-NMaminoacyl)-
hydraziden
Anmelder:
F. Hoffmann-La Roche & Co. Aktiengesellschaft, Basel (Schweiz)
Vertreter:
Dr. G. Schmitt, Rechtsanwalt,
Lörrach (Bad.), Friedrichstr. 3
Als Erfinder benannt:
Dr. Balthasar Hegediis, Binningen,
Dr. Paul Zeller, Allschwil (Schweiz)
Beanspruchte Priorität:
Schweiz vom 16. Juni 1961 (Nr. 7072)
Hydrierung des Hydrazone gleichzeitig die Abspaltung dieses Restes.
Die erfindungsgemäß erhältlichen N1-(Polyhydroxybenzyl)-N2-(aminoacyl)-hydrazide üben in vitro und in vivo eine hemmende Wirkung auf die Decarboxylase aus. Die Stärke der von diesen Verbindungen ausgelösten Decarboxylasehemmung wurde mit Hilfe des Diarrhoe-Testes von Woolley (Proc. Soc. Exp. Biol., Bd. 98 [1958], S. 367 bis 390) bestimmt, bei dem eine Hemmung der Decarboxylase eine Hemmung der Diarrhöe bewirkt. Dabei wurde festgestellt, daß schon geringe Mengen dieser Verbindungen bei Mäusen die durch den Test provozierte Diarrhöe vollständig aufheben können. So vermag z. B. das N1-Alanyl-N2-(2,3,4-trihydroxybenzyl)-hydrazin als Vertreter der erfindungsgemäß erhältlichen Verbindungsklasse bei oraler Verabreichung an Mäusen in einer Konzentration von 2,5 mg/kg Körpergewicht die Diarrhöe vollständig zu hemmen. Entsprechend vermögen auch z. B. das N1-Seryl-N2-(2,3,4-trihydroxybenzyl)-hydrazin in einer Konzentration von 5 mg/kg und das N^Seryl-N2-(3,4-dihydroxybenzyl)-hydrazin in einer Konzentration von 10 mg/kg die Diarrhöe vollständig aufzuheben.
409 539/536
Beispiel 1
16,0 g 3,4-Dibenzyloxy-benzaldehyd werden in 250 ml absolutem Alkohol warm gelöst und mit einer Lösung von 7,7 g DL-Serin-hydrazid-hydrochlorid in wenig Wasser versetzt. Nach 15 Minuten Kochen auf dem Dampfbad erhält man einen dicken Kristallbrei. Man läßt abkühlen, nutscht und wäscht mit Alkohol, Äther und Petroläther aus. Das erhaltene dl - Serin - (3,4 - dibenzyloxy - benzyliden) - hydrazid-hydrochlorid schmilzt bei 200 bis 2020C und ist schwer löslich in kaltem, leichter in heißem Wasser.
Dieses Produkt wird in einem Gemisch von 200 ml Wasser und 200 ml Methanol suspendiert und in Gegenwart von Palladiumkohle hydriert. Nach Aufnahme von 1800 ml Wasserstoff bleibt die Hydrierung stehen. Diese Menge entspricht annähernd der zur Hydrogenolyse der Benzyläthergruppen benötigten. Man nutscht vom Katalysator ab, gibt zu der Lösung 250 mg Platinoxyd und hydriert weiter. Es werden weitere 400 ml Wasserstoff aufgenommen. Man filtriert, dampft im Vakuum zur Trockne und trocknet den Rückstand durch zweimaliges Eindampfen aus einer äthanolischen Lösung im Vakuum. Der Rückstand wird in 200 ml absolutem Alkohol lauwarm gelöst, klar filtriert und mit 200 ml Essigester versetzt. Man läßt über Nacht bei —15°C stehen, nutscht ab und wäscht mit Essigester und Äther aus. Nach dem Trocknen im Vakuum über Phosphorpentoxyd schmilzt das erhaltene dl - Serin - (3,4 - dihydroxy - benzyl) - hydrazidhydrochlorid bei 90 bis 1000C (Zersetzung) und ist in Wasser mit neutraler Reaktion leicht löslich.
Beispiel 2
Zu einer Lösung von 15,5 g DL-Serin-hydrazidhydrochlorid in 200 ml Wasser gibt man eine warme Lösung von 13,8 g Protocatechualdehyd (3,4-Dihydroxy-benzaldehyd) in 100 ml Wasser. Hierauf gibt man 0,5 g Platinoxyd hinzu und hydriert. In etwa 36 Stunden werden 2,6 1 Wasserstoff aufgenommen. Man filtriert ab, dampft im Vakuum ein und arbeitet auf gemäß Beispiel 1, wobei man das bei 90 bis 1000C (Zersetzung) schmelzende DL-Serin-(3,4-dihydroxy-benzyl)-hydrazid-hydrochlorid erhält.
Beispiel 3
35,5 g dl - Serin - hydrazid - hydrochlorid werden in 350 ml Wasser gelöst und auf einmal 35 g 2,3,4-Trihydroxy-benzaldehyd zugegeben. In etwa 5 bis 10 Minuten entsteht eine klare Lösung, worauf langsam Kristallisation einsetzt und die Temperatur um 6 bis 7° C ansteigt. Man läßt über Nacht bei 5° C kristallisieren und isoliert den sehr feinen Niederschlag durch Zentrifugieren und Waschen in der Zentrifuge mit Wasser, Alkohol und Äther. Man erhält das Dihydrat des DL-Serin-(2,3,4-trihydroxybenzyliden) - hydrazid - hydrochlorids, Schmelzpunkt 134 bis 136° C, das sich schwer in kaltem und sehr leicht in heißem Wasser löst.
Wird die Kondensation in absolutem Alkohol vorgenommen, so wird die wasserfreie Form des Hydrazons erhalten; Schmelzpunkt 225 bis 2280C.
33,5 g des Hydrazon-dihydrates werden in 330 ml Methanol suspendiert und mit 2,5 g Palladiumkohle hydriert. Nach Aufnahme von 2,8 1 Wasserstoff wird vom Katalysator filtriert und die Lösung bis zu einem Gewicht von etwa 52 bis 55 g im Vakuum eingedampft. Man vermischt sofort mit 160 ml absolutem Alkohol und läßt zuerst 24 Stunden bei Raumtemperatur und hierauf weitere 24 Stunden bei 00C kristallisieren. Hierauf wird abgenutscht und mit absolutem Alkohol und absolutem Äther gewaschen. Das erhaltene DL-Serin-(2,3,4-trihydroxybenzyl)-hydrazid-hydrochlorid bildet ein weißes in Wasser leicht lösliches Kristallpulver; Schmelzpunkt ίο 146 bis 148°C.
Beispiel 4
21 g 2,3,4-Tribenzyloxy-benzaldehyd werden in einem Gemisch von 300 ml Methanol und 3 ml Eisessig gelöst und mit einer Lösung von 6 g DL-Serinhydrazid in 8 ml Wasser versetzt. Man kocht 3 Stunden unter Rückfluß, dampft im Vakuum ein und verdünnt mit 300 ml Methylenchlorid. Man schüttelt im Scheidetrichter mit 200 ml 3 n-Ammoniak (Zersetzung des Acetates), wäscht die Methylenchloridlösung zweimal mit Wasser, trocknet mit Natriumsulfat und dampft im Vakuum ein. Der Rückstand zerfällt beim Anreiben mit Äther zu einem Kristallpulver. Nach Umkristallisieren aus Acetonitril schmilzt das DL-Serin-(2,3,4-tribenzyloxy-benzyliden)-hydrazid bei 136 bis 138° C.
Man suspendiert 10,3 g dieses Hydrazons in einem Gemisch von 200 ml Methanol und 50 ml Wasser und hydriert mit Palladiumkohle. In 24 Stunden werden 2050 ml Wasserstoff aufgenommen. Man gibt nach beendeter Hydrierung verdünnte Salzsäure bis etwa zum pH 4,8 hinzu, filtriert den Katalysator ab und dampft im Vakuum ein. Die Aufarbeitung erfolgt nach den Angaben im Beispiel 3.
Beispiel 5
8,4 g DL-Threonin-hydrazid-hydrochlorid werden in 120 ml Wasser gelöst und unter Rühren 7,7 g Pyrogallolaldehyd eingetragen. Unter vorübergehender Auflösung entsteht in etwa 30 Minuten ein Kristallbrei. Dieser wird gemäß Beispiel 3 durch Zentrifugieren isoliert. Man erhält das Dihydrat des DL-Threonin-(2,3,4-trihydroxy-benzyliden)-hydrazidhydrochlorids; Schmelzpunkt 217 bis 219°C.
Die Überführung dieses Hydrazons in DL-Threonin-(2,3,4-trihydroxy-benzyl)-hydrazid-hydrochlorid erfolgt gemäß Beispiel 3. Die Verbindung ist in Wasser leicht löslich und schmilzt bei 124 bis 1270C.
Beispiel 6
21 g DL-Alanin-hydrazid-hydrochlorid werden in 300 ml Wasser gelöst und 23 g Pyrogallolaldehyd unter Rühren eingetragen. In kurzer Zeit entsteht eine klare Lösung, welche im Vakuum eingedampft wird. Man verreibt den Rückstand mit absolutem Alkohol, wobei DL-Alanin-(2,3,4-trihydroxy-benzyliden)-hydrazid-hydrochlorid wasserfrei kristallisiert und bei 257 bis 2600C (Zersetzung) schmilzt.
28 g dieses Hydrazons werden in 350 ml Wasser gelöst und mit Palladiumkohle hydriert. Nach beendeter Wasserstoffaufnahme wird filtriert und im Vakuum bis auf etwa 40 ml eingedampft. Beim Verdünnen mit 150 ml absolutem Alkohol beginnt die Kristallisation. Das erhaltene DL-Alanin-(2,3,4-trihydroxybenzyl)-hydrazid-hydrochlorid schmilzt bei 170 bis 172° C.

Claims (1)

  1. Patentanspruch:
    Verfahren zur Herstellung von N1-(Polyhydroxybenzyl)-N2-(aminoacyl)-hydraziden der allgemeinen Formel
    R2 OH
    Ri — NH — NH — CH2
    OH
    10
    in der Ri den Acylrest einer nativen α-Aminosäure und R2 Wasserstoff oder die Hydroxylgruppe bedeutet, sowie deren Salzen, dadurch gekennzeichnet, daß man ein Hydrazin der allgemeinen Formel
    Ri-NH-NH2
    in der Ri die angegebene Bedeutung hat und die Wasserstoffatome durch Schutzgruppen er-
    setzt sein können, bzw. ein Salz desselben mit einem Benzaldehyd der allgemeinen Formel
    OHC
    in der R3 und R4 gegebenenfalls mit einem hydrogenolytisch abspaltbaren Alkylrest verätherte Hydroxylgruppen und R5 Wasserstoff oder eine gegebenenfalls mit einem hydrogenolytisch abspaltbaren Alkylrest verätherte Hydroxylgruppe darstellt, umsetzt, das gebildete Hydrazin hydriert, die erhaltene Hydrazinverbindung gegebenenfalls von Schutzgruppen befreit und gegebenenfalls in ein Salz überfuhrt.
    In Betracht gezogene Druckschriften:
    Belgische Patentschrift Nr. 568 942.
DEH45718A 1961-06-16 1962-05-08 Verfahren zur Herstellung von N-(Polyhydroxybenzyl)-N-(aminoacyl)-hydraziden Pending DE1165607B (de)

Applications Claiming Priority (1)

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CH1165607X 1961-06-16

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Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
BE568942A (de) *

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
BE568942A (de) *

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