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DE887810C - Verfahren zur Herstellung von Lactonen der Cyclopentanophenanthrenreihe - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Lactonen der Cyclopentanophenanthrenreihe

Info

Publication number
DE887810C
DE887810C DEB4258D DEB0004258D DE887810C DE 887810 C DE887810 C DE 887810C DE B4258 D DEB4258 D DE B4258D DE B0004258 D DEB0004258 D DE B0004258D DE 887810 C DE887810 C DE 887810C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
series
cyclopentanophenanthrene
lactones
preparation
solution
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEB4258D
Other languages
English (en)
Inventor
Fritz Dr Johannessohn
Josef Dr Kraus
Erich Dr Rabald
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Roche Diagnostics GmbH
Original Assignee
Boehringer Mannheim GmbH
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Boehringer Mannheim GmbH filed Critical Boehringer Mannheim GmbH
Priority to DEB4258D priority Critical patent/DE887810C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE887810C publication Critical patent/DE887810C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07JSTEROIDS
    • C07J75/00Processes for the preparation of steroids in general

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • General Health & Medical Sciences (AREA)
  • Steroid Compounds (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von Lactonen der Cyclopentanophenanthre#nreihe Cholestenon wurde schon mit Oxalsäurediäthylester kondensiert und das hierbei entstehende Kondensationsprodukt durch Behandlung mit Bromwasserstoffsäure in ein Lacton umgewandelt (Helv. Chim. Acta, Bd. 21, S. 1717 [1938]). Andere Lactone von Verbindungen der Cyclopentanophenanthrenreihe sind bisher nicht bekanntgeworden.
  • Es wurde nun gefunden, daß man in analoger Weise aus Ketonen der Ätiocholan- und Pregnanreihe Lactone erhalten kann, die im Gegensatz zu dem physiologisch so gut wie unwirksamen Lacton des Cholestenons überraschenderweise eine ausgesprochene Herzwirksamkeit zeigen. Gegenstand vorliegender Erfindung ist demzufolge die Umsetzung derartiger Ketone, z. B. Testosteron, Androstendion, Progesteron, Dehydroandrosteron, Corticosteron, mit Oxalsä-Liredialkylestern und Überführung dieser Ester nach üblichen Methoden in die entsprechenden Lactone. Für die Lactonisierung der Oxalsäureester können mit Vorteil Halogenwasserstoffe, gasförmig oder in organischen Lösungsmitteln gelöst, zur Anwendung gelangen.
  • Die Eigenschaften der neuen Verbindungen können verändert und insbesondere ihre Wirksamkeit und Wasserlöslichkeit gelegentlich erhöht werden, wenn man Derivate der Cyclopentanophenanthrenreihe, wie Ester oder Äther, insbesondere Glykoside, die auch zur Salzbildung befähigte saure Gruppen enthalten können, der verfahrensgemäßen Kondensation und Lactonbildung -unterwirft. Die Wirksamkeit der Verfahrensprodukte ist etwa zehnmal so hochwie die derDigitalispräparate und entspricht in ihrer Größenordnung derjenigen des Strophanth*ins. So ergeben während der erstell Stunde nach der Injektion sistolischen Stillstand am isolierten Froschherzen z. B. das Testosteronlacton in einer Konzentration von i:2ooooo und das Testösteronlactonglukosid in einer solchen von 1:300000. Ein besonderer Vorteil des Verfahrens liegt vor allem darin, daß man nach ihm in die Lage versetzt ist, derartig hochwirksame Herzmittel unabhängig von einem pflanzlichen Ausgangsmaterial. auf rein chemischem Wege unmittelbar in reiner und kristalliner Form herzustellen, wobei man durch die Wahl der Ausgangsmaterialien ohne weiteres in der Lage ist, die Eigenschaf ten der Endprodukte in stets reproduzierbarerWeise zu ändern. Demgegenüber muß man die Digitalis- und Strophanthinwirkstoffe so hinnehmen, wie sie von den Pflanzen geliefert und aus ihnen durch teilweise recht komplizierte Extraktionsmethoden gewonnen werden. Beispiel i Eine Lösung von 6,3 9 TestOsterOll in IOG ccm absolutem Äther wird mit 15 ccm frisch destilliertem Oxalsä-urediäthylester versetzt. Zu diesem Gemisch werden 1,2 g Natrium, -die in 6o ccm frisch destilliertem absolutem Alkohol gelöst sind, gegeben. Man läßt zwei Tage im Eisschrank stehen, gibt 2oo cem Alkohol zu, destilliert den Äther ab und verstift den gebildeten Ester mit 18 cem einer 5o'/oi,-,en wäßrigcn Kalilauge auf dem Wasserbad unter Ausschluß von Luft. Dabei fällt ein gelblichweißes Salz aus, das abgesaugt und mit Wasser gewaschen wird. Das Salz wird dann mit verdünnter Essigsäure zerlegt und -die gebildete Säure mit Äther aufgenommen. Hierauf wird der Äther im Vakuum abgedampft. Der Verdampfungsrückstand wird mit 40 ccm Eisessig gelöst, in welchen 0,4 9 wasserfreier Bromwasserstoff eingeleitet worden sind. Man kocht kurze Zeit, dampft, wenn nötig, etwas Eisessig im Vakuum ab und erhält ein schön kristallisiertes Testosteron-2-oxalolacton-(3), welches schr luftempfindlich ist und deshalb vor Luft geschützt werden muß. Ausbeute 65 1/o der Theorie.
  • In der gleichen Weise wie vorher -werden. der Testosteronglulcosidooxalosäureester und sein Lactoll hergestellt, indeem man nicht vom freien Testosteron, _ sondern vom Testosteronglukosid oder besser noch von dessen Acetylverbindung ausgeht. Beispiel 2 Es wird wie im Beispiel i verfahren, nur wird an Stelle des Testosterons das Corticosteron be- nutzt. Ausbeute an Corticosteronlacton etwa 370/0. Bei spiel 3 Es wird Progesteron wie im Beispiel i mit Oxalsäurediäthylester umgesetzt. Dann wird mit Halogenwasserstoffsäure in Eisessiglösung das Lacton hergestellt, wIelches eine ausgesprochene Wirkung im Froschversuch zeigt. Ausbeute 41 '/0.
  • Beispiel 4 Zu einer Lösung von oß g Natrium in 2o, ccm absolutem Alkohol werden 5,o g Androstendion und 4,5 ccm Oxalsäurediäthylester gefügt. Nach 18 Stunden ist die Masse fest geworden. Man gibt 50 ccm Alkohol und 15 ccm 51/o-ig.- Kalilauge zu, "erwärmt eine Stunde auf demWasserbad, kühlt und saugt vom entstanden-en Niederschlag ab. Dieser wird in Wasser gelöst, die Lösung angesäuert und ausgeäthert. Die- Ätherlösung wird gewaschen, getrocknet und eingedampft. Den Rückstand unterwirft man der Lactonisierung, indem man ihn mit Eisessig (etwa 2-o ccm) löst, die Lösung mit etwas Eisessigbromwasserstoff versetzt und kurz aufkocht. Das sich sofort in einer Menge von 4 g abscheidende Produkt schmilzt nach Umlösen aus Pyri-din-E isessig bei 256 bis 2-57'; es liefert kein schwerläsliches Semicarbazon. Die C-H-Werte entsprechen denen eines Androstendion-2, 16-dioxalolactons-3, 17 von der Summenformel C,-"H2401. Beispiel 5 Zu einer Natrinmalkoholatlösung, hergestellt aus 0,8 g Natrium und 2o ccm absolutem Alkohol, fügt man 5,0 g Dehydroandrosteron und 4,5 ccyn Oxalsäurediäthylester. Das Keton geht sogleich in Lösung. Nach 16 Stunden wird die inzwischen erstarrte Mischung mit 5o ccm Alkohol verrieben -und nach Zusatz von 15 cem 5o%iger Kalilauge 1/2 bis i Stunde auf 7o bis 8o' erwärmt. Nach dem Ab- kühlen wird filtriert. Der gelbe Filterrückstand wird in Wasser gelöst, die wäßrige Lösung angesäuert und aus,-täthert. Nach dem Verdampfen des vorher mit Wasser gewaschenen und getrockneten Äthers bleiben 4,8 ' a Oxalsäure vom Schmelzpunkt 215 bis 2,2-o' zurück. Nach dem Umkristallisieren aus Methanol beträgt -der Schmelzpunkt 22,o biS 2,21'; die Verbindung liefert mit Semicarbazonacetatlösun- kein Semicarba-zon, während Dellydroandrosteron -unter gleichen Bedingungen sogleich unter Abscheidung seines Semicarbazons reagiert.
  • o,82 g Oxalosäur-,- werden mit 5 ccm etwas Bromwasserstoff enthalten-dem Eisessig i Viertelstunde auf dem Dampfbad in einer Stickstoffatmosphäre erwärmt. Nach dem Abkühlen wird eine Abscheidung von OJ7 bis o,:2o g erhalten, die aus Eisessig-Wasser sowie aus Methanol in Nadeln kristallisiert und einen konstanten Schmelzpunkt von 22o bis 22:2' besitzt. Eine Mischung dieses Stoffes mit der obigen Oxalosäilre (Schmelzpunkt 22-o bis 2-21') schmilzt bei 207'. Erhitzt man die Oxalosäure des D.ehydroandrosterons mit Eisessig-Brorn-v#,asserstoff hingegen nur wenigeMinuten (wie im Beispiel 4), dann erhält man lediglich ein amorphes Reaktionsprodukt von ganz unscharfem Schmelzpunkt.
  • B e i s p i - el 6 Zu einer Lösung von 0,239 Natrium in 5ccm Alkohol werden I,97g Androsteronbenzoat und 1,35 ccm Oxalsäurediäthylester gegeben. Nach :22 Stunden fügt man 12 ccm Alkohol und 4 ccm 51/oi,-e Kalilauge zu und erhitzt das Gemisch eine Stunde auf dzm Dampfbad.
  • Nach Erkalten wird der entstandene Niederschlag abgetrennt, mit Alkohol gewaschen und in Wasser gelöst. Die Lösung w' rd mit Eisessig angesäuert. Der Schmelzpunkt der ausgefällten Oxalosäure ist 238 bis 239'; die Ausbeute i,56g. Zur Lactonisierung wird i - der Oxalosäure zusamm--n mit 9 ccm Eisessig und ..einigen Tropfen Eisessi-Bromwasserstofflösung 4o Minuten in n z21 einer St,*ckstoffatmosphäre auf dem Dampfbad erhitzt. Nach Abkühlen wird Wasser zugesetzt und mit Kohle entfärbt; es kristallisieren o,7 g des Laictons aus. Sein Schmelzpunkt beträgt nach dem Umkristallisieren aus einem Essigester-Ligroin-Cklmisch 2o5 bis 2o8'. Die Kristalle sind schwach rötlich.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: 'Verfahren zur Darstellung von Lactonen der Cyclopentanophenanthrenreihe durch Umsetzung von Ketonen dieserReihe mitOxalsäuredialkylester und anschließender Lactonbildung, dadurch gekennzeichnet, daß man als Ketone dI-r Cyclopentanophenanthrenreihe Verbindungen der Ätiocholan- und Pregnanreihe verwendet. Angezogene Druckschriften: Helvetica Chimica Acta, Bd. 21, S- 1717.
DEB4258D 1939-06-10 1939-06-10 Verfahren zur Herstellung von Lactonen der Cyclopentanophenanthrenreihe Expired DE887810C (de)

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DEB4258D DE887810C (de) 1939-06-10 1939-06-10 Verfahren zur Herstellung von Lactonen der Cyclopentanophenanthrenreihe

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DE887810C true DE887810C (de) 1953-08-27

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Non-Patent Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
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