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DE1096671B - Schaedlingsbekaempfungsmittel - Google Patents

Schaedlingsbekaempfungsmittel

Info

Publication number
DE1096671B
DE1096671B DEF23004A DEF0023004A DE1096671B DE 1096671 B DE1096671 B DE 1096671B DE F23004 A DEF23004 A DE F23004A DE F0023004 A DEF0023004 A DE F0023004A DE 1096671 B DE1096671 B DE 1096671B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
mol
water
compounds
german patent
yield
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEF23004A
Other languages
English (en)
Inventor
Dr Hanshelmut Schloer
Dr Dr H C Gerhard Schrader
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Bayer AG
Original Assignee
Bayer AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Bayer AG filed Critical Bayer AG
Priority to DEF23004A priority Critical patent/DE1096671B/de
Publication of DE1096671B publication Critical patent/DE1096671B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07FACYCLIC, CARBOCYCLIC OR HETEROCYCLIC COMPOUNDS CONTAINING ELEMENTS OTHER THAN CARBON, HYDROGEN, HALOGEN, OXYGEN, NITROGEN, SULFUR, SELENIUM OR TELLURIUM
    • C07F9/00Compounds containing elements of Groups 5 or 15 of the Periodic Table
    • C07F9/02Phosphorus compounds
    • C07F9/06Phosphorus compounds without P—C bonds
    • C07F9/16Esters of thiophosphoric acids or thiophosphorous acids
    • C07F9/165Esters of thiophosphoric acids
    • C07F9/1651Esters of thiophosphoric acids with hydroxyalkyl compounds with further substituents on alkyl

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Biochemistry (AREA)
  • General Health & Medical Sciences (AREA)
  • Molecular Biology (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)
  • Agricultural Chemicals And Associated Chemicals (AREA)

Description

  • Schädlingsbekämpfungsmittel Zusatz zum Patent 1 393 Gegenstand des Hauptpatentes 1 046 393 sind Schädlingsbekämpfungsmittel bzw. Pflanzenschutzmittel, enthaltend Thiophosphorsäureester der Formel Unter die Begriffsbezeichnung der Acylgruppe fallen nach den Angaben der dem Hauptpatent zugrunde liegenden Patentschrift auch Reste von Carbaminsäuren.
  • In den Beispielen des Hauptpatentes werden jedoch nur Verbindungen mit substituierten Carbaminsäureresten aufgeführt.
  • Es wurde nun gefunden, daß insektizid hochwirksame Thio- bzw. Dithiophosphorsäureesterderivate sich auch in der Gruppe der unsubstituierten Carbaminsäuren bzw.
  • Thiocarbaminsäuren der Formel befinden.
  • Die erfindungsgemäßen Verbindungen werden, wie für andere Phosphorsäureester üblich, d. h. bevorzugt in Kombination mit geeigneten festen oder flüssigen Streck-oder Verdünnungsmitteln angewandt.
  • Aus der deutschen Patentschrift 917 668 sind schon Dithiophosphorsäureester bekannt, in denen an Stelle des Acylrestes ein Alkylrest steht. Diesen Verbindungen gegenüber zeichnen sich die erfindungsgemäßen Verbindungen durch eine Wirksamkeit gegen fressende Insekten (Raupen) aus, die den Verbindungen der deutschen Patentschrift 917 668 nicht zukommt. Außerdem sind die erfindungsgemäßen Verbindungen hinsichtlich ihrer Toxizität gegen Warmblüter günstiger als die aus der vorgenannten deutschen Patentschrift bekannten Verbindungen.
  • Auch den aus der deutschen Patentschrift 963 872 bekannten Verbindungen sind die erfindungsgemäßen in gleicher Weise überlegen. Auch die aus der vorgenannten Patentschrift bekannten Verbindungen, die einen Urethanrest an Stelle eines S-Acylrestes besitzen, haben keine Wirkung gegen fressende Insekten. Ebenfalls sind die Toxizitäten der letztgenannten Verbindungen höher als die der erfindungsgemäßen Schädlingsbekämpfungsmittel.
  • Die Verbindungen der vorliegenden Erfindung können auf prinzipiell bekannte und hier nicht beanspruchte Weise dadurch erhalten werden, daß B-Halogenäthylthio carbamide mit Salzen von O,O-Dialkylthio- bzw. -dithiophosphorsäuren umgesetzt werden.
  • Die folgenden Beispiele mögen einen besseren Überblick darüber geben, wie einige der erfindungsgemäß zu verwendenden Verbindungen hergestellt werden.
  • Beispiel 1 44 g (0,2 Mol) diäthyl-dithiophosphorsaures Ammonium werden in 100 ccm Wasser zusammen mit 28 g (0,2 Mol) ß-Chloräthylthiocarbamid (Fp. 1040C) 1/2 Stunde zum Sieden erwärmt. Nach dem Abkühlen scheidet sich ein Öl ab, das in Chloroform aufgenommen wird. Man trocknet mit Natriumsulfat, destilliert das Lösemittel ab und erhält den neuen Ester als hellgelbes wasserlösliches Ö1.
  • (43 g, entsprechend 750/o der Theorie.) Für Molekulargewicht 289 berechnet ... N4,850/,, P 10,7°/o, S 33>20/o; gefunden .... N4,5°/oJ PtS,1°/o, S32,301,,.
  • DL50 Ratte per os: 5 mg/kg.
  • 0,1°/Oige Lösungen töten Spinnmilben zu 10001, ab.
  • Das als Ausgangsmaterial verwendete ß-Chloräthylthiocarbamid wird in hier nicht beanspruchter Weise folgendermaßen erhalten: Unter Außenkiiblung mit Eis-Kochsalz-Mischung werden in eine Mischung aus 300 ccm konzentrierter Schwefelsäure und 15 ccm Wasser innerhalb einer Stunde 60 g (0,5 Mol) ß-Chloräthylrhodanid bei einer Temperatur von -10 bis 0°C zugetropft, man hält die Temperatur noch 24 Stunden bei 0°. Die Aufarbeitung erfolgt durch Aufgießen auf viel Eis. Man saugt das ausgefallene Produkt ab, äthert das Filtrat noch zweimal aus, trocknet die Ätherlösung und kristallisiert nach dem Abdestillieren des Äthers den festen Rückstand (zusammen mit der zuerst abgesaugten Substanz) aus wenig Benzol um.
  • Fp. 104"C. Ausbeute: 31 g. (0,22 Mol), das sind 44% der Theone.
  • Beispiel 2 28 g (0,2 Mol) ,B-Chloräthylthiocarbamid (s. Beispiel 1) und 38g (0,2 Mol) diäthyl-thiolphosphorsaures Ammonium in 80 ccm Wasser werden 112 Stunde zum Sieden erhitzt. Nach dem Abkühlen saugt man das ausgeschiedene Produkt ab. Durch Urccristallisation aus Aceton-Essigester wird eine Substanz vom Fp. 66 bis 68"C erhalten.
  • Ausbeute: 20 g (0,073 Mol), das sind 37% der Theone.
  • Beispiel 3 28 g (0,2 Mol) ß-ChloräthyIthiocarbamid (s. Beispiel 1) und 58 g (0,25 Mol) diisopropyl-dithiophosphorsaures Ammonium werden in 100 ccm Wasser 112 Stunde zum Sieden erhitzt. Nach dem Abkühlen arbeitet man in gewohnter Weise auf und erhält ein schwachgelbgefärbtes O1. Ausbeute: 51 g (0,16 Mol), das sind 80 0/, der Theorie.
  • Beispiel 4 a) CH3 # CHCl # CH2 # SCN p-Chlorpropylrhodanid 165 g (1,05 Mol) 1-Brom-2-chlorpropan und 97 g (1 Mol) Kaliumrhodanid werden in 300 ccm Propanol erhitzt.
  • Um eine befnedigende Ausbeute zu verhalten, ist ein 6stündiges Kochen unter Rückfluß erforderlich. Anschließend gießt man die Reaktionsmischung in kaltes Wasser, schüttelt, trennt und trocknet mit Chlorcalcium.
  • Man filtert und destilliert das Rohprodukt; nach einem Vorlauf von Bromchlorpropan geht die reine Verbindung bei Kp.l 57 bis 59°C über.
  • Ausbeute 47 g (0,35 Mol), das sind 3501o der Theorie.
  • ß-Chlorpropylthiocarbamid Zu 300 ccmkonzentrierterSchwefelsäure fügt man1 5 ccm Wasser zu und läßt unter guter Außenkühlung 68 g (0,5 Mol) ,B-Chlorpropylrhodanid zutropfen. Die Tempe- natur beträgt -5 bis 0°C, anschließend hält man noch 24 Stunden unter Rühren bei 0" C. Sodann gießt man das Reaktionsgemisch in 11 Eiswasser, extrahiert zweimal mit Äther, trocknet die Ätherlösung mit Natriumsulfat, filtriert und zieht den Äther im Vaknum ab. Der Rückstand erstarrt nach einiger Zeit, der Schmelzpunkt liegt nach der Umkristallisation aus Benzol-Petwläther bei 9100.
  • Ausbeute: 10 g (0,065 Mol), das sind 130/o der Theorie.
  • 21 g (0,14 Mol) ,B-Chlorpropylthiocarbamid und 38 g (0,2 Mol) diäthyl-thiolphosphorsaures Ammonium werden in 60 ccm Wasser 1 Stunde zum Sieden erhitzt. Nach dem Abkühlen wird mit Eiswasser verdünnt, in Chloroform aufgenommen, getrocknet, filtriert und das Lösungsmittel abgezogen. Es hinterläßt ein gelbgefärbtes Öl.
  • Ausbeute: 21 g (0,073 Mol), das sind 52% der Theorie.
  • Beispiel 5 23 g (0,15 Mol) fl-Chlorpropylthiocarbamid und 46 g (0,2 Mol) düsopropyl-dithiophosphorsaures Ammonium werden in 80 ccm Wasser 1 Stunde zum Sieden erhitzt.
  • Die Aufarbeitung erfolgt in gewohnter Weise und liefert ein Öl.
  • Ausbeute: 40 g (0,121 Mol), das sind 8101o der Theorie.
  • Beispiel 6 25 g (0,163 Mol) jB-Chlorpropylthiocarbamid und 41 g (0,2 Mol) diäthyl-dithiophosphorsaures Ammonium wurden in 80 ccm Wasser 1 Stunde zum Sieden erhitzt. Nach der üblichen Aufarbeitung erhält man ein Ö1.
  • Ausbeute 34 g (0,112 Mol), das sind 69% der Theorie.
  • Das nächste Beispiel möge die Wirksamkeit der erfindungsgemäß zu verwendenden Verbindungen erläutern, wobei gleichzeitig zum Vergleich die aus der deutschen Patentschrift 917 668, Beispiel 3, und aus der deutschen Patentschrift 963 872, Beispiel 4, bekannten Thiophosphorsäureester herangezogen wurden.
  • Beispiel 7 Der nach dem vorangehenden Beispiel 5 erhältliche Dithiophosphorsäureester wurde mit der gleichen Gewichtsmenge Dimethylformamid versetzt, und danach wurden dieser Mischung 25%, bezogen auf Phosphorsäureester, eines handelsüblichen Emulgators (aromatischer Polyglykoläther) zugesetzt. Diese Vormischung wurde mit Wasser auf eine Konzentration von 0,1 01o (aktiver Bestandteil) eingestellt.
  • Weißkohlpflanzen wurden mit dieser Lösung bis zum taufeuchten Zustand besprüht und darauf mit Raupen (der Kohlschabe, Plutella cruciferarum Zell.) besetzt.
  • Nach 24 bis 48 Stunden wurde der Zustand der Schädlinge beobachtet. Es trat vollständige Abtötung ein.
  • Auf gleiche Weise hergestellte Lösungen der gleichen Konzentration der aus den Beispielen der obengenannten Patentschriften bekannten Verbindungen der Formeln (C2H5O)8PS S CH8CH2 S C2H5 (deutsche Patentschrift 917 668) (C2H5°)2- PO 5. S OH2 CONHCOOC2H5 (deutsche Patentschrift 963 872) waren bei gleicher Testanordnung ohne Wirkung auf die Raupen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Schädlingsbekämpfungsmittel bzw. Pflanzenschutzmittel in Abänderung des Hauptpatentes 1 046 393, enthaltend Verbindungen der allgemeinen Formel worin R niedere Alkylreste und R' Methyl oder Wasserstoff bedeuten.
    In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr. 917 668, 963 872.
    In Betracht gezogene ältere Patente: Deutsches Patent Nr. 1 046 393.
DEF23004A 1957-05-10 1957-05-10 Schaedlingsbekaempfungsmittel Pending DE1096671B (de)

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DEF23004A DE1096671B (de) 1957-05-10 1957-05-10 Schaedlingsbekaempfungsmittel

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DE1096671B true DE1096671B (de) 1961-01-05

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DEF23004A Pending DE1096671B (de) 1957-05-10 1957-05-10 Schaedlingsbekaempfungsmittel

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1155431B (de) * 1961-04-05 1963-10-10 Bayer Ag Verfahren zur Herstellung von Phosphorverbindungen

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE917668C (de) * 1952-08-01 1954-09-09 Bayer Ag Verfahren zur Herstellung von neutralen Estern der Dithiophosphorsaeure
DE963872C (de) * 1955-09-08 1957-05-16 Bayer Ag Verfahren zur Herstellung von Thiophosphorsaeureestern
DE1046393B (de) 1956-03-12 1958-12-11 Bayer Ag Schaedlingsbekaempfungsmittel

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