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Verfahren zur Erzeugung xerographischer Kopien Bei den bekannten xerographischen
Druckverfahren wird zunächst eine auf einer elektrisch leitenden Platte angeordnete
photoelektrische leitende Schicht aufgeladen und entsprechend der durch das zu kopierende
Original fallenden Lichtverteilung entladen. Das an den nicht vom Licht getroffenen
Teilen der Xeroplatte bestehengebliebene Ladungsbild wird anschließend in einer
Entwicklervorrichtung mit elektroskopischem Tönungsmittel bestäubt, so daß es sichtbar
wird. In einer Druckstation wird schließlich das Pulverbild auf eine Papierbahn
übertragen und auf dieser z. B. durch Wärme oder chemische Lösungsmittel befestigt.
Da bei diesem Verfahren nach jeder Bildübertragung eine Reinigung und Neuaufladung
der Xeroplatte erfolgt, kann von jedem latenten elektrostatischen Bild nur eine
Kopie hergestellt werden.
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Es sind weiterhin xerographische Verfahren bekanntgeworden, die eine
beliebige Zahl von Kopien von einem Original herzustellen gestatten. Bei diesem
Verfahren wird das Tönungsmittelbild auf der Xeroplatte selbst fixiert. Dieses permanente
Bild wird beliebig oft aufgeladen und entsprechend dem vorher geschilderten Verfahren
bestäubt und auf eine Druckunterlage übertragen.
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Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren und eine Vorrichtung zur
Durchführung dieses Verfahrens zur Erzeugung xerographischer Kopien, bei dem zuerst
ein erstes latentes Ladungsbild mittels elektrisch isolierenden Tönungsmittels auf
der photoelektrischen Schicht der Xeroplatte fixiert wird. Danach wird die zugleich
das fixierte erste Ladungsbild tragende Xeroplatte wieder aufgeladen und entsprechend
einem zweiten Original nochmals belichtet. Schließlich wird das auf dem fixierten
.ersten Ladungsbild befindliche Ladungsbild gleichzeitig mit dem vom zweiten Original
herrührenden Ladungsbild durch Tönungsmittel entwickelt und gemeinsam auf eine Druckunterlage
übertragen und fixiert. Sind dieser Originalunterlage mit gleichbleibenden Angaben
mehrere für jeden Übertragungs- und Druckvorgang einzeln wirksame Originalunterlagen
mit unterschiedlichen Angaben, z. B. Zähl- oder Lochkarten, zugeordnet, so können
nach der Erfindung diese zur jeweiligen Einfügung ihrer Angaben in das auf der photoelektrischen
Platte erzeugte permanente Bild in Abhängigkeit von der Umdrehungsbewegung der Xerotrommel
durch eine Transporteinrichtung einer lichtelektrischen Abfühlstation zugeführt
werden. Diese Kombination bietet somit den größeren Vorteil, z. B. Formbriefe herzustellen,
deren Grundtext als permanentes elektrostatisches Bild auf der Schichtplatte festgehalten
wird, während die Adresse od. dgl. wechselnde Angaben in dieses Bild eingefügt und
nach einem Maschinengang für den Abdruck vor Zuführung einer neuen Adressenangabe
durch eine nächste Karte wieder gelöscht werden. Die bekannten Vorteile, welche
das xerographische Druckverfahren bietet, werden auf diese Weise erweitert, und
es entstehen beispielsweise Formbriefe, die gleichmäßig sind, da sie in einem Druckvorgang
hergestellt werden.
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Die Steuerung der Arbeitsweise sowie die der einzelnen Vorrichtungen
zum Fixieren, Drucken, Reinigen und Löschen usw. werden dabei vorteilhaft von den
vom Mas®hin.enbetrieb abhängigen und wirksam gemachten Steuerorganen überwacht.
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Gemäß einer weiteren Ausbildung der Erfindung kann die Vorrichtung
auch als reine Vervielfältigungsmaschine Verwendung finden, bei welcher die wirksame
Steuerung der Fixiereinrichtung zur Fertigung des permanenten Bildes und der Druckeinrichtung
zur Übertragung des Pulverbildes auf die Papierbahn durch Zähl- oder Lochkarten
erfolgt. Diese Lochkarten können weiterhin zur Bestimmung der herzustellenden Anzahl
von Kopien Wertmarkierungen erhalten, die zur Überwachung der Maschinengänge in
ein Speicherwerk eingeführt werden.
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Eine weitere vorteilhafte Ausbildung der Erfindung besteht noch darin,
daß die Angaben für die photoelektrische Platte von einem Bildschirm einer Kathodenstrahlröhre
abgenommen werden, wodurch beispielsweise bei schnell arbeitenden Rechenmaschinen
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und auch Endresultate schnell festgehalten werden können.
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In den Zeichnungen ist als Ausführungsbeispiel eine Druckvorrichtung
für die Herstellung von Formbriefen dargestellt. In den Zeichnungen zeigt Fig. 1
eine schematische Darstellung einer xerographischen Druckeinrichtung zur Herstellung
von gedruckten Unterlagen, Fig. 2 die verschiedenen Arbeitsstufen, Fig. 3 die Originalunterlage,
Karten für den Kopf und ein fertiges Druckexemplar, Fig. 4 einen Teil zur Fortbewegung
der Unterlage, Fig.5 eine schematische Darstellung einer xerographischen Druckeinrichtung,
bei der für den optischen Eingang eine Kathodenstrahlröhre verwendet wird, Fig.
6a und 6b das Schaltschema zur Steuerung der xerographischen Druckeinrichtung, Fig.
7 ein Blockschaltbild für den Antrieb des Motors, Fig. 8 ein Nockendiagramm.
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Bei dem in Fig. 1 dargestellten Ausführungsbeispiel sind die Karten
10 für das Originaldokument, in diesem Fall für den Briefkopf, in dem Kartenmagazin
11 gestapelt. Sie werden bei jedem Kartenmaschinenspiel eine nach der anderen aus
dem Kartenmagazin über eine Transporteinrichtung in ein Ablagemagazin 12 abgelegt.
Aufeinanderfolgende Transportrollenpaare 13 bis 20 veranlassen, daß bei jedem Kartengang
eine Karte über die Bürstenabfühlstation 21 und die optische Station 22 vorgeschoben
wird. Aus Gründen, die im Verlauf der Beschreibung noch klar werden, sind die Antriebsgeschwindigkeiten
der vorgenannten Transportrollen so gewählt, daß die Karten mit Geschwindigkeiten
über die Bürstenstation 21 und die optische Station 22 vorgeschoben werden, die
mit der Oberflächengeschwindigkeit der xerographischen Trommel 23 in Wechselbeziehung
stehen.
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Die optische Station besitzt einen Projektor 24, der durch ein Fenster
26 ein Strahlenbündel auf eine Spiegelfläche wirft. Jede Karte 10, die durch die
Station 22 geführt wird, wird daher einer Belichtung ausgesetzt. wobei ein auf die
Karte gedrucktes Bild, hier mit 27 bezeichnet (s. auch Fig. 3), auf die lichtelektrische
Schichtoberfläche der photoelektrischen Platte 29 auf der xerographischen Trommel
23 übertragen wird.
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Der Zylinder der xerographischen Trommel ist auf einer Welle 28 drehbar
befestigt und wird durch einen elektrischen Motor (Fig. 7) im Uhrzeigersinn angetrieben.
Auf dieser Trommel befindet sieh eine photoelektrische Platte 29 (Fig. 1), die beispielsweise
aus einer photoelektrischen Schicht aus amorphem Selen auf einer elektrisch leitenden
Trägerschicht 32 aus Aluminium besteht. Die Platte 29 ist rund um den Zylinder 33
gelegt und auf übliche Weise, z. B. mittels passenden Klemmvorrichtungen, daran
befestigt. Wie auch immer die Befestigung durchgeführt wird, ist es wesentlich,
daß die Schicht 32 der photoelektrischen Platte 29 in gutem elektrischem Kontakt
mit dem elektrisch geerdeten und mit der Welle 28 verbundenen Trommelzylinder ist.
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Während des ersten Maschinenganges wird eine Formalunterlage 34 (Fig.
3) von einer Förderstation 36 zu einer Empfangsstelle 37 bewegt. Während dieser
Zeit wird diese Unterlage 34 von der xerographischen Trommel 23 zwischen der Schichtplatte
29 und einem durchsichtigen Riemen 38 bewegt. Der durchsichtige Riemen wird durch
ein Paar frei angebrachte Räder 39 und 41 angetrieben, von denen jedes durch eine
an einer Rahmenstütze angeordneten Welle getragen wird und die durch Federn 43 und
44 gegen die Außenfläche des Zylinders 33 angedrückt werden-Wie später noch erläutert
wird, wird durch die optische Station 22 keine Karte transportiert, wenn eine Unterlage
34 von der xerographischen Trommel unter dem durchsichtigen Riemen und über die
Belichtungsstelle 45 geschoben wird. In diesem Fall wird vom Spiegel 46 durch die
Linsen 47 und den durchsichtigen Riemen 38 ein gleichförmiger Lichtstrahl in ziemlich
konstanter Stärke auf und durch die Unterlage 34 reflektiert.
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Die xerographische Trommel 23 wird durch einen Motor über eine Welle
28 im Uhrzeigersinn angetrieben. Sobald aufeinanderfolgende Felder der lichtempfindlichen
und photoelektrischen Schicht 31 über die beim xerographischen Verfahren bekannte
ionenerzeugende Ladeeinheit 48 geschoben werden, wird die vorgenannte Schicht elektrostatisch
aufgeladen.
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Auf der Welle 28 der Xerotrommel befindet sich noch ein Nocken 49
(Fig. 1), der beim ersten Maschinengang bei annähernd 71° auf einen Schieber 51
einwirkt (Fig. 8), um diesen gegen eine Feder 52 zu drücken. Bei dieser Bewegung
gibt der Schieber 51 eine Öffnung 53 für den Durchtritt der Unterlage 34 frei. Infolge
der Stoßwirkung des gespannten Treibers 54 auf das hintere Ende der Unterlage 34
wird das vordere Ende der Unterlage zwischen den durchsichtigen Riemen 38 und Schichtplatte
29 geschoben. Der Treiber 54 ist gleitbar an dem Stützrahmen 55 befestigt. Sobald
das vordere Ende der photoelektrischen Platte 29 sich etwas hinter der vorgeschobenen
Öffnung 53 befindet, wird diese geöffnet, und damit wird die Unterlage in der Förderstation
36 freigegeben. Die Unterlage wird dann zusammen mit der Platte 29 über die konstante
Lichtstrahlung, die durch den durchsichtigen Riemen 38 zur Belichtungsstelle 45
dringt, vorgeschoben. Durch Belichtung der lichtelektrischen Oberfläche der photoelektrischen
Platte 29 mit dem optischen Bild der Unterlage 34 wird auf der Platte 29 ein latentes,
elektrostatisches Bild erzeugt; dieses Bild entsteht bekannterweise dadurch, daß
die elektrisch geladenen Felder der lichtelektrischen Schicht 31, welche die Lichtstrahlen
direkt treffen, entladen werden, während die durch die Lichtstraihlen nicht belichteten
Felder aufgeladen bleiben. Auf diese Weise verbleibt nach Übertragung der Unterlage
auf die Platte ein latentes elektrostatisches Bild, das den Angaben der ursprünglichen
Unterlage 34 entspricht. Auf dem elektrostatischen Bild stellen die dunklen Felder
die Angaben der Unterlage dar, welche die elektrische Ladung halten, während die
den Untergrund der Unterlagen darstellenden hellen Stellen nicht mehr aufgeladen
sind.
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Durch kontinuierliche Rotation der xerographisehen Trommel 23 im Uhrzeigersinn
wird die Unterlage 34 in eine Ablagestation 37 geschoben, wo die Finger 83 und 84
die Unterlage 34 von der Platte 29 abstreifen (Fig. 4). Durch die kontinuierliche
Rotation wird außerdem das latente, elektrostatische Bild auf der Platte 29 in eine
in ihrer Wirkung bekannte Entwicklungskammer 56 (Fig. 2) gebracht. In der Entwicklungskammer
wird der xerographische Entwickler, beispielsweise das entsprechende Pulver auf
der photoelektrischen Oberfläche der Schichtplatte, über das gesamte latente, elektrostatische
Bild verteilt. Durch den Entwickler, der nur an den vorgenannten dunklen Feldern
der Platte 29, die aufgeladen sind, haftet, entsteht auf der Oberfläche der Photoplatte
ein Bild, welches das latente, elektrostatische Bild
sichtbar umreißt.
Der überschüssige, xerographische Entwickler, der nicht auf der Oberfläche der Platte29
haftenbleibt, fällt in der Kammer 56 ab und in eine entsprechende Aufnahme.
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Bei der weiteren Rotation der xerographischen Trommel wird das Bild
auf der Platte 29 aus der Kammer 56 in den Bereich einer Fixierstation 57 gebracht,
so daß die Pulverteilchen auf der Bildschicht etwas verdichtet werden und auf der
Oberfläche der photoelektrischen Platte 29 haftenbleiben. An dieser Station 57 befindet
sich ein elektromagnetisch gesteuerter Spritzapparat, in dem sich ein Fixiermittel
65, beispielsweise Methylenchlorid, befindet. Durch Betätigung des Kolbens 58 auf
eine Weise, die später noch erläutert wird, wird aus der Düse 59 ein Strahl-und
Lösungsmittel auf ein erwärmtes Element 61 geschleudert. Dieses angewärmte Zerstäuberelement
hat die Aufgabe, die großen Teilchen im Lösungsmittelstrahl sofort in dampfförmige
Teilchen aufzuspalten. Zur besseren Fixierung wird das Fixiermittel mittels Dampf
auf das Bild aufgestrahlt, so daß dort ein permanentes Bild aus isolierendem Material
entsteht, das auf der photoelektrisclhen Schicht 31 haftet.
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Nach der Fixierstation 57 wird das Bild in die Druckstation übergeführt.
Während des ersten Maschinenganges ist die bewegliche, den Abdruck veranlassende
Übertragswalze 62 außer Tätigkeit, so daß kein Abdruck des Xerobildes stattfindet.
Da die Druckeinrichtung an sich bekannt ist und kein Teil der vorliegenden Erfindung
gehört, ist dieselbe nicht ausführlich erläutert.
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Die Abdruckrolle 62 besteht aus einem inneren stromführenden Teil
63 aus Metall und einem äußeren Teil 64 aus sehr elastischem oder weichem Material
mit hohem elektrischem Widerstand von mindestens 10s Ohm pro cm3, beispielsweise
eine Schicht aus weichem leitenden Gummi. Der Arm 68, an welchem die Walze 62 befestigt
ist, wird normalerweise durch eine Feder in einer bestimmten Stellung gehalten,
so daß die Walze 62 von der Oberfläche der xerographischen Trommel 23 abgehoben
ist und die Papierbahn 66 mit der Oberfläche der xerographischen Trommel 23 und
der photoelektrischen Platte 29 nicht in Berührung kommt. Zur Herbeiführung eines
Abdrucks wird das Solenoid 67 unter Strom gebracht. Dadurch wird der Arm 68 um die
Achse 69 bewegt, wodurch die Abdruckwalze 62 gegen die Oberfläche der xerographischen
Trommel 23 bewegt und die Papierbahn 66 mit der Xeroplatte 29 in Berührung gebracht
wird. Die in die Abdruckwalze geleitete positive Spannung bewirkt, daß die auf dem
Xerobild haftenden Pulverteilchen auf die Papierbahn übertragen werden.
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Um alle auf der Platte 29 übriggebliebenen xerographischen Entwickler-Pulverteilchen
vor dem nächsten elektrischen Laden der Felder der lichtelektrischen Schicht mittels
der ionenerzeugenden Ladeeinheit 48 zu entfernen, ist eine rotierende Plüschwalze
71 vorhanden. Diese Reinigungswalze ist in einem Gehäuse 72 angebracht, das die
durch die in Uhrzeigerrichtung auf der Platte 29 bewegte Walze entfernten Entwicklerteilchen
aufnimmt. An das Gehäuse 72 kann auch ein Absaugegerät (nicht dargestellt) angeschlossen
werden, um die in dem Gehäuse angehäuften xerographischen Entwicklerteilchen abzusaugen.
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Bei der weiteren Rotation der xerographischen Trommel im Uhrzeigersinn
gelangen die Felder der Schichtplatte 29 über eine Station 73 zur Reinigung der
permanenten Bildschicht. Während des ersten Maschinengangs und allen Gängen der
Druckeinrichtung für Originaldokumente bis zum und einschließlich dem Maschinengang
NTH ist die Vorrichtung zur Reinigung der Bildschicht außer Tätigkeit. Nachdem jedoch
das letzte Originaldokument auf die Papierbahn 66 übertragen wurde, wird die Vorrichtung
73 zur Reinigung infolge der Erregung des Magneten 74 in Betrieb gesetzt. Dieser
Magnet zieht einen Anker 75 an, der um einen Drehzapfen 76 schwingt, so daß die
drei Reihen am oberen Teil des Ankers 75 angebrachten Reinigungsschwämme 77 für
die Schichtplatte mit dieser in Berührung gebracht werden. Zu diesem Zeitpunkt gibt
ein ebenfalls am oberen Teil des Ankers angebrachtes Nockenglied 78 eine Öffnung
79 frei, damit durch entsprechende Anschlußröhren 80 zu jedem der Schwämme 77 etwas
flüssiges Entwicklerlösungsmittel 81 fließen kann. Die mit Lösungsmittel gesättigten
Schwämme 77 wirken in solcher Weise auf die Oberfläche der Platte ein, daß diese
gereinigt wird, d. h. anhaftende fixierte Entwicklerteilchen entfernt werden. Die
Schwämme sind. am besten so an ihren Haltern befestigt, daß sie, wenn Ersatz erforderlich
ist, schnell ausgewechselt werden können. Während des zweiten Maschinenganges werden
die aufeinanderfolgenden Felder der photoelektrischen Platte 29, welche die permanente
Bildschicht aus isolierendem Material enthält, elektrisch aufgeladen, indem sie
über eine ionenerzeugende Ladeeinheit 48 (Fig. 2) gefördert werden. Bei annähernd
38° des zweiten Maschinenganges wird die erste Angaben enthaltende Karte 10 durch
eine Kartentransporteinrichtung zum ersten Transportrollensatz 13 und 14 geführt.
Die Arbeitsweise ist derart, daß diese Karte über die optische Station 22 gebracht
wird, durch welche die Angaben 27 (Fig. 3) der Karte auf den vorgeschobenen Abschnitt
der photoelektrischen Platte 29 projiziert werden. In dem gewählten Ausführungsbeispiel
entspricht dieser Abschnitt dem Feld 35 der Unterlage 34 (Fig. 3) und befindet sich
auch innerhalb der Abgrenzungen der permanenten Bildschicht. Nach dieser optischen
Übertragung des Angabenfeldes auf das entsprechende Feld der lichtelektrischen Schicht
31 wird auf dieser ein elektrostatisches Bild von dem Angabenfeld der Karte gebildet.
In Anbetracht der Tatsache, daß die vorhandene permanente Bildschicht auf der xerographischen
Platte 29 aus einem isolierenden Material besteht (in Wirklichkeit fixierter xerographischer
Entwickler), wird bei der Lichtbestrahlung der permanenten Bildschicht die durch
Ladeeinheit 48 erfolgte elektrische Aufladung nicht aufgehoben. Nachdem noch die
photoelektrische Schicht 31 mit dem optischen abgetasteten Angabenteil 27 der Karte
belichtet wurde, ist auf der xerographischen Platte 29 ein latentes, elektrostatisches
Bild, das den Angaben auf der Unterlage 34 und der Karte 10 entspricht. Mit diesem
latenten elektrostatischen Bild wird ein Originaldokument 34a (Fig. 3) hergestellt,
das Angaben sowohl aus der Formalunterlage 34 als auch der Karte 10 enthält.
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Bei Durchführung der Schichtplatte 29 durch die Entwicklungskammer
56 wird infolge der Wirkung des xerographisclhen Entwicklers das latente, elektrostatische
Bild entwickelt (Fig. 1 und 2). Soll nun dieses Pulverbild zur Herstellung eines
Originaldokumentes auf die Papierbahn 66 übertragen werden, so darf die Fixierstation
57 nicht zur Wirkung kommen, während die Abdruckwalze 62 in Arbeitsstellung übergeführt
wird, also in eine Stellung, in der die Papierbahn 66 während des zweiten Maschinenganges
mit der xerographischen Trommel in Berühreng
gebracht wird. Die
elektrische Spannung, die in die Abdruckwalze geleitet wird, veranlaßt alsdann,
daß die geladenen Entwicklerteilchen von der xerographischen Trommel auf die Papierrolle
wandern. Da die Entwicklerteilchen gefärbt sind, zeichnen sich diese auf der Papierbahn
66 ab und liefern ein gut leserliches gedrucktes Originaldokument. Zur Fixierung
dieser auf die Papierbahn 66 übertragenen Bilder werden die Druckrollen 77 und 78
benutzt. Ein Druck von 500 Pfund pro Längenzoll veranlaßt beispielsweise, daß die
xerographischen Entwicklerteilchen in die Fasern des Papierbahnmaterials eindringen.
Zur Entfernung überschüssiger Entwicklerteilchen ist ein Ölkissen 79 vorhanden,
das sich an der oberen Fixierrolle 77 befindet. Der Einfachheit halber wird bei
dem Ausführungsbeispiel (Fig. 1) an Stelle einzelner Blätter eine Papierbahn 66
gezeigt. Die Papierbahn kann natürlich nach dem Bedrucken beschnitten werden, um
einzelne Dokumente zu bekommen. Die Anordnung für den Transport der Papierbahn und
die Steuerung derselben wird nicht beschrieben, da sie nicht zur Erfindung gehören.
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Solange Karten 10 im Kartenmagazin 11 zum Transport vorhanden sind,
ist jeder zweite Maschinengang dem zweiten beschriebenen Maschinengang ähnlich.
Nach dem Vorschub der letzten Karte 10 aus dem Kartenmagazin 11 beim Maschinengang
n wird auf der Papierbahn 66 das letzte Originaldokument hergestellt. Nach der Herstellung
dieses letzten Dokumentes wird die Vorrichtung 73 für die Reinigung in Betrieb gesetzt
und die permanente Bildschicht auf der photoelektrischen Platte 29 entfernt.
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Wie bereits erwähnt, wird während des Maschinenganges, der auf denjenigen
folgt, bei dem auf der Papierbahn 66 das letzte Dokument gedruckt wird, d. h. während
dem Maschinengang n+1, die Vorrichtung 73 zur Reinigung in Betrieb gesetzt, d. h.
der Magnet 74 wird durch Stromkreise, die später noch beschrieben werden, erregt,
woraufhin der Anker 75 geschwenkt wird, so daß die mit Lösungsmittel gesättigten
Schwämme 77 zu der Oberfläche der Schicht 31 auf der photoelektrischen Platte 29
in Reinigungsstellung gebracht werden. Während die Schwämme 77 in Reinigungsstellung
sind, wird durch die kontinuierliche Drehung der xerographischen Trommel 23 die
permanente Bildschicht aus isolierendem Material entfernt (Fig.2) und damit die
gesamte photoelektrische Schicht 31 der Platte 29 gereinigt und für die nächste
Serie Originaldokumente vorbereitet.
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Wird angenommen, daß beispielsweise ein sogenannter Formbrief, der
sich mit medizinischen Dingen befaßt, an fünfhundert Personen des medizinischen
Berufes geschickt werden soll, so müssen solche Originaldokumente u. dgl. hergestellt
werden. Die Formalunterlage, welche alle Angaben für einen solchen Brief enthält,
mit Ausnahme der Angaben für den Briefkopf, insbesondere den Namen und die Adresse,
wird in Förderstation 36 gelegt (Fig. 1). Fünfhundert Karten 10, von denen jede
die Adressenangaben für die Briefköpfe enthält, werden in das Kartenmagazin 11 gelegt.
Durch Niederdrücken der Starttaste schließen sich die in der Ruhestellung offenen
Kontakte 91 (Fig. 6a), um zum Relais 10 einen Stromkreis zu schließen von Leitung
92 durch die den in der Ruhestellung geschlossenen Stopptastenkontakte 94 und Starttastenkontakte
91 nach dem Relais R 10 und von da zur Leitung 93. Die Stromversorgungsleitungen
92 und 93 sind an eine entsprechende Stromquelle angeschlossen, die mit 96 bezeichnet
ist. Da der Kartenmagazinkontakt 97 immer geschlossen ist, wenn sich im Kartenmagazin
11 Karten befinden (Fig. 1), und das Relais R10 durch das Niederdrücken der Starttaste
anspricht, wird für das Relais RIO ein Haltestromkreis geschlossen, von der Leitung
92 über die Kontakte 94, 97 und R 10a zum Relais R10 und von dort zur anderen Seite
der Leitung. Durch diese Stromkreise wird die Stromzuführung für den Motor 98 (Fig.
7) und die Elektromagnetkupplung 81 vorbereitet. Sobald durch Niederdrücken der
Stopptaste das Stoppen der Maschine gewünscht wird, wird der in Ruhestellung geschlossene
Stoppkontakt 94 (Fig. 6a) geöffnet. Der Haltekreis für Relais R10 über Nockenkontakt
C6 wird jedoch bis annähernd 355° (Fig.8) eines Maschinenganges aufrechterhalten.
Dieser Vorgang findet auch statt, wenn sich der Kartenmagazinkontakt 97 öffnet,
nachdem die letzte Karte 10 aus dem Kartenmagazin 11 transportiert worden
ist.
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Es wird erwähnt, daß die CF-Nocken nur arbeiten, wenn die Kartenvorschubeinrichtung
arbeitet. Die C-Nocken und CB-Nocken sind dagegen wirksam, wenn die Xerotrommel
rotiert.
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Sobald sich der Kontakt R 10 b schließt, spricht das Steuerrelais
HD für den Hochleistungsmotor an, wodurch sich die Kontakte HDa (Fig. 7) und HDb
schließen, so daß der elektrische Motor 98 und die elektromagnetische Kupplung 81
an die Stromquelle 99 angeschaltet werden. Der Motor 98 dient für den Antrieb der
Kartenvorschubeinrichtung und der Xerotrommel. Wie aus Fig. 7 zu entnehmen ist,
wird durch die Kupplung 101 der Antriebsmotor 98 an den Steuernocken 25 der Kartentransporteinrichtung
angeschlossen. Die Kupplung 101 wird durch den Kupplungsmagneten 102 gesteuert (Fig.
6 a), dessen Arbeitsweise noch erläutert wird. Die Kupplung 81 dient zur Kupplung
des Antriebsmotors mit Xerotrommel. Beide Kupplungen rasten bei 290° des Maschinenganges
ein (Fig. 8), der auf denjenigen folgt, bei welchem die Steuermagneten aus diesem
Grund außer Tätigkeit gesetzt werden.
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Der erste Gang der Maschine wird durch das Niederdrücken der Starttaste
91 eingeleitet und dadurch der Motor 98 in Tätigkeit gesetzt. Nachdem die Kupplung
81 auch in Tätigkeit gesetzt wurde, wird die xerographische Trommel 23 bei 29° des
ersten Ganges angetrieben. Sobald das vordere Ende der photoelektrischen Platte
29 (Fig. 1 und 2) sich im Uhrzeigersinn dreht, wird durch die Ladeeinheit 48 die
Schicht 31 elektrostatisch aufgeladen. Bei annähernd 71° (Fig. 8) wird der Schieber
51 durch Nocken 49 betätigt, und das vordere Ende der Unterlage 34 wird durch die
Öffnung 53 zwischen Riemen 38 und Platte 29 durchgeführt. Bei dieser Bewegung wird
die Unterlage an der Belichtungsstelle 45 vorbeigeführt, wo ein konstanter Lichtstrahl
durch den Spiegel 46 auf die xerographische Trommel reflektiert wird. Über die Unterlage
34 wird daher auf der lichtelektrischen Schicht 31 ein latentes, elektrostatisches
Bild hergestellt. Bei der weiteren Drehbewegung der Xerotrommel gelangen die Felder
der photoelektrischen Platte nach der Entwicklungskammer 56, innerhalb welcher das
latente, elektrostatische Bild entwickelt wird, wodurch das elektrostatische Bild
sichtbar wird. Dieses sichtbare Bild entspricht alsdann der Formalunterlage.
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Bei annähernd 48° des ersten Maschinenganges (Fig. 6 a und 8) schließen
sich die Nockenkontakte C 1, um einen Stromkreis zum Ansprechen der Relais R 1 P
und R2P zu schließen. Die Nockenkontakte CF1 im Relais@R2P-Kreis schließen bei 22°
und unterbrechen
bei 40° eines Kartenvorschubmaschinenspiels. Da
die Kupplung 101 (Fig. 7) bei 29° eines Maschinenganges einrastet und während des
ersten. Maschinenganges eingerastet bleibt, weil Kupplungsmagnet 102 nicht in Tätigkeit
ist, schließen die Nockenkontakte CF1, wenn die Nockenkontakte C 1 während dem ersten
Maschinengang schließen. Der Nocken zur Steuerung der Kontakte CF 1 wird nur gedreht,
wenn die Kupplung 101 wirksam ist. So sind bei allen darauffolgenden Maschinengängen,
wenn die Karten 10 vom Magazin 11 zur Ablage 12 transportiert werden, die Nockenkontakte
CF 1 getrennt, wenn die Nockenkontakte C1 schließen, und das Relais R2P spricht
nicht an.
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Der Haltekreis für das. Relais R2 geht von der Leitung 92 über die
Kontakte R 10c und R 1 a. zum Relais R 1 H und von da zur anderen: Seite der Leitung.
Ein paralleler Kreis zu den Kontakten R 10c schließt die Nockenkontakte C 11 und
die Magazin.-kontakte 82 ein, so daß Relais R 1 so lange gehalten: wird, wie das
Relais R 10 oder solange sich im Magazin 11 Karten befinden. Der Haltekreis. für
Relais R2H ist über die Kontakte C2 (Fig. 8) und Relaiskontakte R 2 a von annähernd
54° bis 18° des zweiten Maschinenganges wirksam. Daraus ist zu schließen, daß, wenn
die Starttaste einmal niedergedrückt wurde, Relais R 1 so lange in angesprochenem
Zustand verbleibt, wie sich im Magazin 11 Karten befinden, wohingegen das Relais
R2 nur für einen Gang, der auf den ersten Maschinengang folgt, erregt bleibt.
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Bei annähernd 216° des ersten Maschinenganges kommt die Führungskante
der Platte 29 in den wirksamen Bereich der Fixierstation 57 (Fig. 1). Da aus dem
Pulverbild eine permanente Bildschicht gemacht werden soll, muß während dieses ersten
Maschinenganges eine Fixierung der Bildschicht in der Fixierstation 57 vorgenommen
werden. So wird bei annähernd 216° der Magnet 103 für das Aufsprühen des Fixiermittels
erregt, und zwar über Leitung 92 (Fig. 6 a), Nockenkontakt C 3, Relaiskontakt R
2 b, R 11 d und R 12 e, nach Magnet 103 und von da zur Leitung 93. In der Zeit zwischen
216° und 314° werden alle Felder der Schichtplatte 29, auf denen sich das Pulverbild
befindet., durch die Fixierstation 57 geführt. Dieser Steuermagnet 103 wird bis
314° sechsanal erregt und wieder außer Tätigkeit gesetzt. Auf diese Weise wird der
Kolben 58 hintereinander reziprok betätigt, um den Lösungsmittelstrahl 65 auf das
Wärmeelement 61 zu richten. Der Lösungsmittelstrahl wird durch das Wärmeelement
61 verdampft, und dieser durchsetzte Dampf fixiert das Pulverbild auf die Platte
29.
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Bei annähernd 270° befindet sich die Führungskante der Schichtplatte
29 auf der Höhe der beweglichen Druckwalze 62. Da während des ersten Maschinenganges
das Relais R2 anspricht, wird der Magnet zur Steuerung der Abdruckwalze 62 nicht
erregt, weil der Stromkreis für den Magneten 67 die im normalen Zustand geschlossenen.
Kontakte R 2 c einschließt.
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In den verschiedenen Arbeitsstufen: Aufladen, Belichten, Entwickeln
und Fixieren, die während des ersten Maschinenganges stattfinden (Fig. 2), wird
auf der Oberfläche der Photoplatte 29 eine permanente Bildschicht erzeugt und befestigt.
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Beim zweiten Maschinengang wird der Kartenvorschubkupplungsmagnet
102 zur Steuerung der Kupplung 101 (Fig. 7) infolge des während allen Maschinengängen
wirksamen Relais R 1 (Fig. 7) zum erstenmal bei annähernd 20° und bis 40° des zweiten
Maschinenganges erregt. Der Stromkreis zur Erregung des Magneten 102 wird von Leitung
92 über die Kontakte C 5, R 1 b und R 14 nach Magnet 102 und von da zur anderen
Seite der Leitung geschlossen.
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Durch diesen Stromverlauf zur Erregung des Magneten 102 wird der Kartentransportnocken
25 (Fig. 7) mechanisch an den Antriebsmotor 98 gekuppelt, so daß bei annähernd 38°
des zweiten Maschinenganges die Nockenrolle 30 (Fig. 1) für den Antrieb des Kartenmessers
in den Ausschnitt des Nockens 25 einfällt. Dabei schiebt das Kartenmesser die unterste
Karte 10 aus dem Magazin 11 gegen das erste Transportrollenpaar 13 und 14. Die Transportrollen.
13 und 20 arbeiten so, daß jede Karte 10 in einer Geschwindigkeit transportiert
wird, die zu der Oberflächengeschwindigkeit der xerographischen Trommel 23 in Wechselbeziehung
steht, d.. h., die Wechselbeziehung der Geschwindigkeit ist so gewählt, daß das
Angabenfeld 27 jeder Karte 10 in der Station 22 dann abgetastet wird, wenn der entsprechende
Teil des Xerobildes auf der Schicht 31 vorliegt; das ist der Teil 35 der Formalunterlage
34 (Fig. 3), der über die optische Station gefördert wird. Beim zweiten Maschinengang
wird der Schieber 51 (Fig. 1) durch Nocken 49 betätigt, dies ist aber ohne Belang,
da, sich in der Transportstation 36 keine Unterlagen mehr befinden.
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Beim zweiten Maschinengang wird die erste Karte abgetastet, sobald
sie durch die optische Station 22 geführt wird, wodurch von der gedruckten Angabe
27, die eine Adresse sein kann (Fig. 3), ein, latentes, elektrostatisches Bild auf
dem entsprechenden Feld der Photoschicht 31 erzeugt wird. Das bereits von der Formalunterlage
hergestellte permanente Bild auf der Schicht 31 ist von isolierendem Material, so
daß bei Bestrahlung keine Entladung stattfindet. Alle anderen Felder der lichtelektrischen
Schicht werden jedoch, abgesehen von dem eben erwähnten Kartenfeld, das dem Feld
35 entspricht, durch die auffallenden Lichtstrahlen entladen. Bei der fortlaufenden
Rotation der Xerotrommel werden nur die aufgeladenen Felder durch den xerographischen
Entwickler in der Kammer 56 entwickelt.
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Sobald beim zweiten Maschinengang die xerographische Platte 29 in
den wirksamen Bereich der Fixierstation 57 geführt wird, wird das fertig entwickelte
Pulverbild nicht fixiert, da der Steuermagnet 103 (Fig. 6) infolge des offenen Kontaktes
R2b nicht zum Ansprechen kommt.
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Während dieses zweiten Maschinenganges wird der Abdruckmagnet 67 bei
annähernd 270° unter Strom gesetzt, um dadurch die Abdruckrolle 62 (Fig.1 und 2)
gegen die xerographische Platte 29 zu bewegen. Dann werden die Entwicklerteilchen,
welche das in Fig.3 mit 34a bezeichnete Originaldokument zur sichtbaren Darstellung
bringen und elektrostatisch an der Bildschicht haften, auf die Oberfläche der Papierbahn
66 übertragen.
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Die Bewegung der Papierbahn wird durch eine Vorrichtung (nicht dargestellt)
gesteuert. Der Vorschub der Papierbahn zusammen mit der Platte 29 erfolgt nur, solange
die Papierbahn mit dieser in Kontaktberührung ist. Die Papierbahn kann anschließend
durch eine Papierschneideeinrichtung geschoben werden., um die fortlaufend erscheinenden
Dokumente in einzelne Originaldokumente zu trennen.
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Beim n-ten Maschinengang wird die letzte Karte 10 aus dem Magazin
entnommen. Ein Abdruck auf die Papierbahn wird auf dieselbe Weise erreicht wie beim
zweiten Maschinengan. Während dieses Maschinenk#
Banges öffnen sich
jedoch die in normalem Zustand geschlossenen Magazinkontakte 104 (Fig. 6a), da die
letzte Karte aus dem Magazin 11 geschoben wurde. Sobald diese letzte Karte von den
Transportrollen: 13, 14 erfaßt und zu den Transportrollen 15 und 16 transportiert
wurde, schließt sich der Kartenhebelkontakt 107 infolge der Einwirkung der Karte
auf den Kartenhebel 106. Durch das Schließen der Kontakte 104 und 107 wird beim
n-ten Maschinengang das Relais R11 unter Strom gebracht. Ein. Haltekreis für dieses
Relais wird durch die Nockenkontakte C7 hergestellt, die - wie Fig. 8 zeigt - von
annähernd 59° bis 40° des nächsten Maschinenganges schließen. Dieser Haltekreis
geht von Leitung 92 über Kontakte C7 und R 11 a nach Relais R 11 und von da zur
Leitung 93. Bei annähernd 20° des nächsten Maschinenganges, d. h., beim Gang n+1,
schließt sich der Kontakt C8, um von Leitung 92 über Kontakte C 8 und R 11 b nach
Relais R 12 zur Leitung 93 einen Stromkreis zu errichten. Der Haltekreis für Relais
R12 wird über die Kontakte C 9 und R 12a, his zu: annähernd 10° des Maschinenganges
n+2 errichtet.
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Da. der Magazinkontakt 97 sich zur gleichen Zeit öffnet wieder Magazinkontakt
104 sich schließt, wird der Haltekreis für Relais R 10 während des Maschinenganges
n unterbrochen, wenn der Nockenkontakt C6 sich bei annähernd 355° des Maschinenganges
n öffnet. Da Relais R 11 schon angesprochen hat, wenn Relais RIO abfällt, bleibt
das Motorsteuerrela.is HD über den Kontakt R 11c unter Strom. Infolge der Tatsache,
daß Relais R 11 bei annähernd 40° des Maschinenganges n+1 abfällt, wenn der Nockenkontakt
C7 öffnet (Fig. 8), wird der Kontakt R 12 b mit den Kontakten R 10b und R 11c parallel
gechaltet, so daß das hochempfindliche Motorrelais HD für eine genügend lange Auslaufzeit
unter Strom gehalten wird.
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Das Relais R 1 fällt bei 355° ab, wenn Kontakt R10c sich öffnet, da
Kontakt 82 schon offen ist. Die Kartenvorschubeinrichtung wird daher bei 29° des
Maschinenganges n + 1 unwirksam, da auch der im normalen Zustand offene Kontakt
R 1 b die Einrichtung eines Stromkreises zum Kupplungsmagnet 102 verhindert.
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Bei annähernd 30° des folgenden Maschinen-Banges n+l schließt Kontakt
C10 (Fig. 8), um einen Stromkreis zum Magneten 74 für die Reinigungsvorrichtung
73 (Fig. 1 und 6a) über den Kontakt R 12 d zu schließen. Die Betätigung dieser Vorrichtung
bewirkt. daß die Schwämme 77 mit der Oberfläche der Elektrophotoplatte 29 in Berührung
gebracht werden. Durch die fortlaufende Umdrehungsbewegung der Xerotrommel 23 entlang
der mit Lösungsmittel getränkten Schwämme 77 wird die permanente Bildschicht von
der Platte 29 entfernt und die Platten oherfläche gereinigt.
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Bei der weiteren Drehung der xerographischen Trommel wird die photoelektrische
Schicht 31 durch die Einheit 48 aufgeladen und durch die folgende Bestrahlung mit
Lichtstrahlen konstanter Stärke in der Station 25 entladen. Da zu diesem Zeitpunkt
auf der xerographischen Platte 29 keine elektrostatische Ladung vorhanden ist. unterbleibt
die Entwicklung (Fig. 2). Der Magnet 103 für die Fixierung wird nicht erregt, da
Kontakt R 12 e offen ist. Der Druckmagnet 67 wird ebenfalls nicht erregt, weil die
Kontakte R 12c getrennt sind. Bei annähernd 10° des Maschinenganges n + 2 fällt
das Relais R 12 ab, und der Motormagnet HD wird, wie auch der Motor 98 und die elektromagnetische
Kupplung 81 (Fig. 7), außer Tätigkeit gesetzt. Die xerographische Trommel kommt
jedoch erst zum Stillstand, wenn die Kupplung 81 bei 29° einrastet.
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Die in Fig. 1 dargestellte xerographische Druckeinrichtung kann auch
als Vervielfältigungsmaschine Verwendung finden; das ist eine Maschine, mit der
eine bestimmte Anzahl Kopien von einer einzigen Druckglatte angefertigt werden können.
Bei der Verwendung der xerographsichen Druckeinrichtung als Vervielfältigungsmaschine
wird nur eine die zu kopierende Unterlage 34 in die Förderstation 36 und zwei Karten
10 in das Kartenmagazin 11 gelegt. Die zweite oder oberste Karte im Kartenmagazin
ist eine Leerkarte. Sie ist notwendig, um die Kartenmagazinkontakte zu steuern,
während die xerographische Maschine von der Unterlage eine Vielzahl Kopien anfertigt.
Auf der ersten oder untersten Karte 10 im Kartenmagazin 11 befinden sich keine zu
übertragenden Angaben; sondern in einer Steuerspalte nur eine Lochung, die eine
Wertziffer für die Anzahl der herzustellenden Kopien darstellt.
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Nach Niederdrücken der Starttaste beginnt die xerographische Druckeinrichtung
in der bereits erläuterten Weise zu arbeiten. Die Unterlage wird über die Belichtungsstation
25 geschoben, um von ihr auf der lichtelektrischen Schicht 31 der Elektro-Photoplatte
29 ein latentes, elektrostatisches Bild zu erzeugen. Während des ersten Maschinenganges
wird dieses latente, elektrostatische Bild in der Kammer 56 entwickelt und durch
eine Einrichtung der Station 57 fixiert. Beim zweiten Maschinengang wird die entstandene
permanente Bildschicht durch die Einheit 48 aufgeladen und in der Kammer 56 entwickelt,
so daß ein Pulverbild zum Übertrag auf eine Papierbahn 66 zur Verfügung steht. Beim
zweiten Maschinengang wird durch die Kartentransporteinrichtung die erste oder unterste
Karte 10 zwischen: die Transportrollen 13 und 14 geschoben. Die Wertlochung in der
Steuerspalte der Karte wird in der Station 21 in bekannter Weise abgefühlt und in
einen durch einen Addiermagneten 111 (Fig. 6 a) gesteuerten Speicher aufgenommen.
Bei der Speicherung eines Wertes unterschiedlich von Null wird der Transport der
zweiten Karte aus dem Magazin 11 verhindert und die Herstellung einer solchen Vielzahl
von Kopien veranlaßt, die der Wertangabe auf der Karte entspricht.
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Wird angenommen, daß die erste Karte 10 (Fig. 1) eine Ziffernlochung
4 enthält, so wird dieser Wert in bekannter Weise in den Speicher eingeführt. Dieser
wird durch den Magnet 111 gesteuert, und zwar über den Stromkreis von Leitung 92
über Nockenkontakte CB 1 und CB 2, Kartenhebelkontakt 112, Abfühlstation 21, Steckverbindung
113 und 114, Kontakt R 16 b zum Addiermagneten 111 und von da zur anderen Seite
der Leitung. Das Relais R 16 ist zu diesem Zeitpunkt unter Strom, da R16p bei 54°
des ersten Maschinenganges über Nockenkontakt C 2 stromführend wird, und über Nockenkontakt
C12 (Fig. 6b) bis 90° des darau;ffol-gend.en oder zweiten. Maschinenganges gehalten
wird. Der Subtraktionsmagnet 87 erhält in der Nullstellung des Speichers einen Impuls,
um den Speicher abzukuppeln. Das Relais R14p wird bei 279° des ersten Maschinenganges
angesprochen, sobald sich Nockenkontakt C40 schließt, und wird durch den Stromkreis
von Leitung 92 über Kontakte R 15 a und R 14 b gehalten. Der Schalter 86 verhindert,
daß der Stromkreis des Relais R14p während anderer Maschinenarbeiten geschlossen
wird. Es ist zu beachten, .diaß Relais R'15 während eines Maschinenganges nur angesprochen
werden kann, wenn der
Schaltarm 116 mit dem Kontaktsegment 0 und
der gemeinsamen Kontaktschiene 115 in Berührung ist. Somit kann, wenn der Ziffernwert
4 während des zweiten Maschinenganges in den Speicher übergeführt ist, das Relais
R15 während dieses Maschinenganges nicht ansprechen, weil der Schaltarm 116 mit
dem Kontaktsegment 4 und der Kontaktschiene 115 in Verbindung steht. Die an sich
bekannte Wertabgabe kann mit dem Speicher zusammen benutzt werden. Das Relais R14
bleibt unter Strom, und der Kupplungsmagnet 102 (Fig. 6 a) wird nicht erregt, wenn
Nockenkontakt C5 schließt. Außerdem wird, nachdem Nockenkontakt C12 bei 90° unterbricht,
das Relais R16 beim zweiten Maschinengang stromlos und ein Stromkreis zum Addiermagnet
111 geschlossen. Dieser geht bei Index »9« über die Nockenkontakte CB3 und CB 4
und die Relaiskontakte R 14 c und R 16 b. Dieser Stromkreis ist während des dritten,
Maschinenganges wirksam, um einen Wert 9 in den Speicher zu bringen. Der Eingang
dieser Ziffer verursacht, daß der Schaltarm 116 vom Kontaktsegment 4 zum Kontaktsegment
3 übergeführt wird. Somit wird Relais R15 während des dritten Maschinenganges nicht
angesprochen. Während des vierten Maschinenganges wird wiederum ein über Ziffernwert
9 geleiteter Impuls über den beschriebenen. Stromkreis in den Speicher einsgeführt,
und das Schaltelement 116 wird vom Kontaktsegment 3 zum Kontaktsegment 2 bewegt.
Ähnlich veranlaßt beim fünften Maschinengang ein Zifferneingang 9, daß der durch
den Magneten 11 gesteuerte Schaltarm 116 vom Kontaktsegment 1 zum Kontaktsegment
0 gleitet.
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Bei 144° des fünften Maschinenganges wird Relais R 15 durch Nockenkontakt
C13 wirksam. Dadurch fällt Relais R14 sofort ab-, da die Kontakte R 15 a unterbrechen,
und der Stromkreis, der die Kontakte CB3 und CB4 einschließt, unterbrochen ist,
wenn die Kontakte R 14 c sich öffnen. Außerdem ist der Stromkreis zum Kupplungssteuermagneten
102 so beschaffen, daß der Kupplungsmagnet 102 bei 20° des fünften Maschinenganges
erregt wird. Dann wird die zweite Karte 10 aus dem Magazin transportiert, und weil
diese Karte keinerlei Steuermerkmale enthält, wird sie einfach in das Ablagemagazin
12 gebracht. Zur Herstellung der Kopien ist es nicht unbedingt .erforderlich, Unterlagsblätter
od. dgl. zu haben. Eine weitere Verbesserung der Erfindung, die schematisch in Fig.
5 gezeigt ist, besteht in der Benutzung einer Kathodenstrahlröhre 120, die von Stromkreisen
zur Bildung und Darstellung von Zeichen- und Buch:-stabend:arstellung gesteuert
wird:. Die entsprechenden Stromkreise 121 werden durch mechanisch gesteuerte Triggeranordnungen
geschaltet und werden z. B. zu der Zeit eingeschaltet, wenn die optische Belichtung
notwendig ist. Nach Belichtung der photoelektrischen Schicht auf der Platte 29 mit
den auf dem Bildschirm der Kathodenstrahlröhre gebildeten Schriftzeichen, wird der
Trigger 122 AUS-geschaltet, um die Einstellung der Kathodenstrahlröhre zu löschen.
Die Einrichtung zur Bildung von Schriftzeichen auf der Oberfläche einer Kathodenstrahlröhre
120 und zum Projizieren der Schriftzeichen auf eine Unterlage ist bekannt und bedarf
daher auch keiner weiteren Erläuterung.