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DE1203117B - Elektrophotographisches Verfahren zur automatischen und kontinuierlichen Reproduktion von Vorlagen und Vorrichtung zu dessen Ausfuehrung - Google Patents

Elektrophotographisches Verfahren zur automatischen und kontinuierlichen Reproduktion von Vorlagen und Vorrichtung zu dessen Ausfuehrung

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Publication number
DE1203117B
DE1203117B DEK48118A DEK0048118A DE1203117B DE 1203117 B DE1203117 B DE 1203117B DE K48118 A DEK48118 A DE K48118A DE K0048118 A DEK0048118 A DE K0048118A DE 1203117 B DE1203117 B DE 1203117B
Authority
DE
Germany
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format
card
roller
cards
command
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEK48118A
Other languages
English (en)
Inventor
Erich Blume
Kurt Joens
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Kalle GmbH and Co KG
Original Assignee
Kalle GmbH and Co KG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Priority to BE631624D priority Critical patent/BE631624A/xx
Priority to NL292136D priority patent/NL292136A/xx
Application filed by Kalle GmbH and Co KG filed Critical Kalle GmbH and Co KG
Priority to DEK48118A priority patent/DE1203117B/de
Priority to AT336163A priority patent/AT251421B/de
Priority to FR932955A priority patent/FR1448716A/fr
Priority to NL292136A priority patent/NL141670B/xx
Priority to GB1682463A priority patent/GB1028493A/en
Priority to US277415A priority patent/US3256791A/en
Publication of DE1203117B publication Critical patent/DE1203117B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • GPHYSICS
    • G03PHOTOGRAPHY; CINEMATOGRAPHY; ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ELECTROGRAPHY; HOLOGRAPHY
    • G03GELECTROGRAPHY; ELECTROPHOTOGRAPHY; MAGNETOGRAPHY
    • G03G15/00Apparatus for electrographic processes using a charge pattern
    • G03G15/22Apparatus for electrographic processes using a charge pattern involving the combination of more than one step according to groups G03G13/02 - G03G13/20
    • G03G15/26Apparatus for electrographic processes using a charge pattern involving the combination of more than one step according to groups G03G13/02 - G03G13/20 in which the charge pattern is obtained by projection of the entire image, i.e. whole-frame projection

Landscapes

  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Projection-Type Copiers In General (AREA)
  • Combination Of More Than One Step In Electrophotography (AREA)
  • Paper Feeding For Electrophotography (AREA)
  • Sheets, Magazines, And Separation Thereof (AREA)

Description

  • Elektrophotographisches Verfahren zur automatischen und kontinuierlichen Reproduktion von Vorlagen und Vorrichtung zu dessen Ausführung Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein elektrophotographisches Verfahren, das es gestattet, vorzugsweise von Filmnegativen, die in eine Filmsortkarte eingefügt sind, mit Hilfe von Kommandokarten automatisch und kontinuierlich Kopien im Format bis DIN A 3 herzustellen. Die Erfindung bezieht sich ferner auf eine Vorrichtung zur Ausführung dieses Verfahrens.
  • Es sind bereits Verfahren und Apparaturen bekannt, die eine kontinuierliche Reproduktion mittels eines bandförmigen elektrophotographischen Materials in Kontaktbelichtung bzw. mit optischer übertragung erlauben. Hierbei ist es jedoch notwendig, vor dem Reproduktionsprozeß jeweils die Vorlagen getrennt einzulegen, worauf lediglich die elektrophotographischen Verfahrensschritte: Aufladung, Belichtung, Entwicklung und Fixierung, selbsttätig ablaufen. Falls von einer Vorlage mehrere Kopien erhalten werden sollen, ist es erforderlich, den Kopiervorgang für den jeweiligen Fall durch Einlegen und Auswahl der Vorlage von Hand getrennt auszulösen.
  • Es wurde weiterhin schon vorgeschlagen, Filmnegative in einem Magazin zu stapeln und von der Kopiervorrichtung daraus die einzelnen Negative entnehmen zu lassen. Es war auch bekannt, Filmnegative zu verwenden, die in Filmsortkarten eingefügt sind. Es besteht nun in der Technik, insbesondere bei solchen der Dokumentation dienenden Filmvorlagen, die in Filmsortkarten eingefügt sind, das Bestreben, in möglichst praktischer Weise und mit möglichst viel Zeit- und Arbeitsersparnis Reproduktionsvorgänge ablaufen zu lassen, unter anderem auch die Anzahl und das Format der herzustellenden Kopien nach Bedarf wechseln zu können.
  • Man hat bei solchen kontinuierlich arbeitenden Vorrichtungen auch bereits eine Meßvorrichtung verwendet, welche die Belichtungsintensität entsprechend dem optischen Dichtewert der Vorlage gesteuert hat. Ferner kann man bei den bisher bekannten optischen Kopiergeräten der genannten Art die Projektion von der kontinuierlich bewegten Vorlage auf ein kontinuierlich bewegtes Kopiermaterial vornehmen.
  • Diesen Verfahrensweisen bzw. Vorrichtungen haften unter anderem die Mängel an, daß sie verhältnismäßig leicht von Störungen befallen werden und daher hinsichtlich Genauigkeit und Zuverlässigkeit nicht allen Wünschen entsprechen können.
  • Ein Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist ein elektrophotographisches Verfahren zur automatischen und kontinuierlichen Herstellung von Reproduktionen bis zu einem Format DIN A 3 von transparenten Vorlagen, die als formatgerechte Negative oder Positive in Filmsortkarten eingefügt und gestapelt sind und von dort optisch auf ein aufgeladenes elektrophotographisches Material übertragen, entwickelt, fixiert und formatmäßig abgeschnitten werden. Gemäß der Erfindung ist das Verfahren dadurch gekennzeichnet, daß die Filmsortkarten abwechselnd mit Kommandokarten, die die jeweils dafür gewünschten Reproduktionskommandos nach dem Lochkartenprinzip verschlüsselt tragen, in einem Eingabekopf gestapelt werden, von dort selbsttätig aufeinanderfolgend dem Abfühlsystem bzw. dem optischen Teil zugeführt werden, wobei der jeweils spezifische Impuls der Kommandokarte über ein elektrisches System gespeichert und der nachfolgenden Filmsortkarte im optischen Teil wieder zugeleitet wird, daß ein Prismenwechselsystem entsprechend der Bildgröße derart in den Strahlengang eingeschwenkt wird, daß für eine Abbildung im DIN-A3-Format ein Dachkantprisma und für eine Abbildung im DIN-A4-Format ein Halbwürfelprisma und ein Spiegel zur Wirkung kommen und daß die Papierbahn an der Projektionsfläche bewegungslos gehalten wird, während sie gleichzeitig bei allen anderen Verfahrensschritten kontinuierlich weitertransportiert wird.
  • Das erfindungsgemäße Verfahren soll im folgenden näher erläutert werden.
  • Zunächst muß die transparente Vorlage in eine geeignete Form gebracht werden, um in der Maschine verarbeitet werden zu können. Dies geschieht bei Filmnegativen, die im vorliegenden Fall vorzugsweise verwendet werden, durch Einfügen bzw. Einkleben in eine Lochkarte mit einem der Vorlage entsprechenden Fenster, sogenannte Filmsortkarte. Eine Filmsortkarte, wie sie beispielsweise im vorliegenden Fall Verwendung finden kann, ist mit ihren Maßen in A b b. 6 gezeigt. Als Negative kommen für die eben genannte spezielle Filmsortkarte unperforierte Filme 32 - 45 mm oder perforierte Filme 24 - 36 mm etwa in Frage. Besonders brauchbar sind unperforierte Filme. Das vorliegende Verfahren ist jedoch nicht auf die Verwendung der eben genannten normalen Filmnegative mit den erwähnten Maßen beschränkt, es können vielmehr auch andere transparente Vorlagen, die etwa die genannte Größe besitzen, reproduziert werden. Es spielt keine Rolle, ob die Vorlagen optimal - oder mehr oder minder schlecht - belichtet sind, sofern sie überhaupt reproduzierbar sind. Diese Vorlagen können, sofern sie Ablichtungen von Originalvorlagen sind, diese positiv oder negativ zeigen. Wie später ausgeführt werden wird, ist es möglich, durch entsprechende Wahl des Toners, d. h. Positiv- oder Umkehrtoner, in allen Fällen ein der Vorlage entsprechendes Bild zu erhalten.
  • Die genannte Filmsortkarte, die die Vorlage trägt, wird nun in ein speicherähnliches Kartenmagazin eingelegt. Unter diese Filmsortkarte wird die ihr zugehörige sogenannte Kommandokarte gelegt. Diese Kommandokarte besitzt die gleichen Ausmaße und trägt Aufdrucke, die in bekannter Weise eine Markierung mittels Lochstempels ermöglichen. Diese Markierung wird mittels eines vorgegebenen Schlüssels so vorgenommen, daß das unten erwähnte Abfühlsystem daraus die entsprechenden Impulse abzuleiten vermag. Diese Kommandokarte soll den Zweck erfüllen, die Zahl der Kopien, die von einer Vorlage angefertigt werden sollen, festzulegen.
  • Dadurch wird es möglich, bei Verwendung z. B. einer Kommandokarte mit zwei Zehnerdekaden bis zu 99 Kopien anfertigen zu lassen. Bei einem Mehrbedarf an Reproduktionen einer Vorlage wird z. B. eine Kommandokarte mit einer Einteilung in drei Zehnerdekaden angewendet, die dann bis zu 999 Kopien liefert.
  • In der angegebenen Weise werden nun die zu reproduzierenden Vorlagen mit der jeweils für sie spezifischen Kommandokarte nacheinander im Kartenmagazin gestapelt. Es lassen sich so sehr viele Karten, etwa bis zu 600, stapeln. Nun wird durch ein messerartiges Abziehsystem, dem sogenannten Kartenmesser, jeweils eine Karte dem erwähnten Magazin entnommen, d. h. also zuerst jeweils die Kommandokarte, die nun über ein Kontaktabfühlsystem, das die Karte nach gelochten Markierungen abgreift, weiterläuft. Diese von der Karte abgegriffenen Kommandos werden im elektrischen System in bekannter Weise gespeichert, während die Kommandokarte selbst ausgeworfen und in einem Auffangbehälter gesammelt wird, ohne in dieser Phase das optische System auszulösen.
  • Kurz darauffolgend wird von dem erwähnten Kartenmesser die zur Kommandokarte zugehörige Filmsortkarte ebenfalls abgezogen und durch ein mechanisch angetriebenes Rollensystem dem op- i tischen Teil zugeführt. Im optischen Teil wird die Bewegung der Karte genau an der Stelle zum Stillstand gebracht, die unter der Durchlichtungseinrichtung liegt. In diesem Abschnitt des Verfahrensablaufes wird die Durchlichtung ausgelöst. Hierbei wird eine punktförmige Lichtquelle - vorzugsweise einer Quecksilberhochdrucklampe zugehörig - über ein Kondensorsystem in der Eintrittspupille des Objektivs abgebildet. Zwischen Objektiv und Kondensorsystem liegt hierbei die Vorlage, deren Bildebene in bekannter Weise über ein optisches Prismenwechselsystem um 90° gedreht und darauffolgend der bildmäßig differenzierte Strahlengang um 90° geknickt wird. Dies bringt große Vorteile, da damit, wie weiter unten gezeigt werden wird, ein die ganze Breite des im Strahlengang stehenden bandförmigen elektrophotographischen Materials bedeckendes Bild erzeugt wird, wodurch eine volle Ausnutzung der Bandbreite im Falle der Anwendung des Formates DIN A 4 erzielt wird, ohne daß dabei die Vorlage, die ja in den am häufigsten angewandten Fällen von Filmnegativen 32 - 45, wie sie in der Dokumentation verwendet werden, mit ihrer langen Bildkante parallel zur Längskante der Filmsortkarte eingefügt ist, im optischen Teil gedreht werden müßte. Falls auf ein Format DINA3 vergrößert werden soll, wird im Prismenwechselsystem der Strahlengang nur um 90° geknickt, Bildgröße und Bildschärfe erfolgen durch Verstellung der Ebene für das latente Bild und des Objektivs.
  • Um eine Erhitzung des Negativs und damit eine Beschädigung zu vermeiden, wird der Strahlengang der erwähnten punktförmigen Lichtquelle über einen sogenannten Kaltlichtspiegel geleitet, der die Ultrarotstrahlen ableitet und lediglich die Strahlen des sichtbaren und ultravioletten Bereichs für die Durchlichtung nutzbar macht. Um eine genaue Belichtungszeit zu erreichen, ist eine sogenannte Lichtdosiereinrichtung angebracht. Diese Einrichtung mißt das reflektierte oder auffallende Licht an den Rändern des projizierten Bildes, d. h. an den dunkelsten Stellen des Bildes, und macht so die Werte, die die Angaben über den Belichtungsspielraum zeigen, dem optischen System zugänglich. Ist die optimale Lichtmenge erreicht, wird von dem Lichtdosiergerät die Belichtung unterbrochen. Damit ist die Belichtung der weiter unten speziell noch beschriebenen elektrostatisch aufgeladenen Photohalbleiterfläche des elektrophotographischen Materials beendet.
  • Durch ein weiteres, automatisch folgendes Kommando wird sodann die Vorlage weitertransportiert und ebenfalls dem Auffangbehälter zugeführt. Liegen nun von der Kommandokarte gespeicherte Kommandos vor, die eine mehrmalige Reproduktion fordern, so wiederholt sich dieser Vorgang mit der gleichen Vorlage ohne Weitertransport so oft wie gewünscht.
  • Es folgt sodann die nächste Kommandokarte mit der nächsten Filmsortkarte in der gleichen Weise wie angegeben. Dieser Vorgang wiederholt sich so lange, bis das Kartenmagazin entleert ist. Der Ablauf der einzelnen Vorgänge wird nahezu so rasch durchgeführt, wie es die mechanische Beanspruchung der Karte bzw. der Vorlage zuläßt.
  • Vor jeder Belichtung wird gleichzeitig das bei der vorhergehenden Durchlichtung differenzierte elektrophotographische Material weitertransportiert, so daß darauffolgend wieder aufnahmebereite, elektrostatisch aufgeladene Photoleiterfläche vorliegt.
  • Das obengenannte elektrophotographische Material wird vor seiner Belichtung in üblicher Weise durch eine Aufladevorrichtung mit einer elektrostatischen Ladung versehen. Es besteht aus einem bandartigen Material. Nach der vorerwähnten Beendigung der Belichtung, nach der das latente elektrostatische Bild erzeugt worden ist, wird das elektrophotographische Material nun mit gleichförmiger Geschwindigkeit weitertransportiert und den folgenden Behandlungsstationen zugeführt, während der in Bewegungsrichtung nachfolgende Teil des Materials während seiner Belichtung stillsteht. Dies wird durch eine sich bildende und abnehmende Vorratsschlaufe bewirkt.
  • Das das latente Bild tragende Material durchläuft nun die Entwicklungsstation, wo es in bekannter Weise mit einer sich auf einer Magnetbürste befindenden Entwicklermischung in Berührung gebracht wird. Hierbei kann eine Vorspannung angewendet werden. Als Toner können solche Verwendung finden, die gleichsinnig oder nicht gleichsinnig mit den nicht vom Licht getroffenen Flächen aufgeladen sind. Es entsteht dabei ein UmkehrbUd bzw. ein den aufgeladenen Flächen entsprechendes Bild.
  • Das so sichtbar gemachte latente Bild wird in einer darauffolgenden Station durch einen Infrarotbrenner, der durch einen diesen umgebenden elliptischen Reflektor den Glühfaden auf der Oberfläche des elektrophotographischen Papiers abbildet, einer Wärmebehandlung unterworfen. Das auf diese Weise fixierte Bild wird nun weitergefördert, wobei, durch zwei Marken gesteuert, ein Abschneiden der einzelnen Formate vorgenommen wird. Die fertige Kopie fällt in einen Vorratsbehälter und ist dort zu entnehmen.
  • Ein weiterer Gegenstand der Erfindung ist eine Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens gemäß der Erfindung. Die kennzeichnenden Merkmale der Vorrichtung sind ein Prismenwechselsystem, eine Lichtdosiereinrichtung 31 zur Steuerung der Belichtungszeit, eine zusätzliche Steuermarken erzeugende Belichtungsvorrichtung 55, eine unter der Projektionsfläche liegende Steckwalze zur Aufnahme des bandförmigen elektrophotographischen Materials, eine in Bewegungsrichtung nach der genannten Vorlageebene liegende diskontinuierlich angetriebene Antriebswalze 34 und eine weitere kontinuierlich angetriebene Walze 43, zwischen denen sich eine Pendelwalze 42 zum Ausgleich der Diskontinuität befindet, eine durch obige Steuermarken gesteuerte -Formatschneidvorrichtung 50 und einen Auffangbehälter 58.
  • Die erfindungsgemäße Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens soll im folgenden an Hand von Zeichnungen näher beschrieben werden.
  • A b b. 1 zeigt im Längsschnitt den Eingabekopf, A b b. 2 das optische System im Seitenschnitt, A b b. 3 das Prismenwechselsystem in Vorderansicht, A b b. 4 die Papierführung und Verfahrensvorrichtung im Längsschnitt, A b b. 5 den Antrieb im Längsschnitt, A b b. 6 die Filmsortkarte mit genauen Maßen und A b b. 7 die Kommandokarte.
  • Im Kartenmagazin 3 a der A b b. 1, das eine größere Anzahl von Filmsortkarten und Kommandokarten bis zu etwa 600 Stück faßt, sind übereinanderliegend Kommandokarten und Filmsortkarten eingelegt, wobei die das Negativ steuernde Kommandokarte jeweils räumlich unter der Filmsortkarte liegt. Falls die Kommandokarte für mehrere Filmsortkarten gleichzeitig gelten soll, sind über dieser Kommandokarte die entsprechenden Filmsortkarten angeordnet. Die Ausmaße des Kartenmagazins sind vorzugsweise den Ausmaßen der verwendeten Karten angepaßt, günstigerweise werden solche Formate, wie sie in den A b b. 6 und 7 gezeigt werden, angewendet. Es ist jedoch prinzipiell möglich, auch andere Karten mit veränderten Ausmaßen in der vorliegenden Apparatur zu verwenden.
  • Die Kommandokarte wird mit einem sogenannten Kartenmesser 3 in bekannter Weise erfaßt und mittels Zahnstangen und Zahnsegment über einen Kurbeltrieb durch Rolle 4 und Rollenmesser 5 hindurch dem ersten Transportwalzenpaar 6, 7 zugeführt. Diese Kommandokarte wird in der Abfühlstation, bestehend aus einer Kontaktwalze 8 und Abfühlbürsten 9, abgefühlt und der Impuls, der sich auf die Anzahl der von einer Vorlage zu fertigenden Kopien bezieht, über ein elektrisches System in bekannter Weise gespeichert. Die Kommandokarte wird anschließend über das optische System hinweg, ohne weitere Reaktionen auszulösen, ausgeworfen. Dies wird wie folgt bewirkt: Ein Photowiderstand mit Geberlampe 10 ist so angeordnet, daß die Kante der Kommandokarte ihn schaltet, bevor die erste Lochreihe über Abfühlbürste 9 und Kontaktwalze 8 ist und damit den Stromkreis der Abfühlstation schließt. über ein Zeitglied wird der zweite Photowiderstand 11 erst dann eingeschaltet, wenn die Kommandokarte über das Walzenpaar 12, 13 und 14, 15 gelaufen ist. Von dort gelangt sie in den Auffangbehälter 16. Nun treten die erwähnten Vorrichtungsmerkmale, Kartenmesser 3, Rolle 4 und Rollenmesser 5, ,erneut in Tätigkeit und ziehen die nächstfolgende Filmsortkarte von dem Stapel des Magazins. Diese läuft bis zur Durchlichtungszone und schaltet mit ihrer Kartenkante über Photowiderstand 11 den Antriebsmotor 17 mittels Magnetkupplung aus. Das vorher von der Kommandokarte gegebene und gespeicherte Kommando wird freigegeben und öffnet den Objektivverschluß für die Belichtungsdauer. Dieser Vorgang wiederholt sich so oft, wie es das gespeicherte Kommando vorschreibt. Dann läuft die Filmsortkarte ebenfalls in den Auffangbehälter 16.
  • In A b b. 2 wird das optische System gezeigt. Dieses optische System läßt sich unterteilen in lichtoptische Teile und Vorrichtungen, die den Strahlengang weiterleiten.
  • Der lichtoptische Teil besteht aus einer Lichtquelle 18, z. B. einem Höchstdruck-Quecksilberdampfstrahler mit sehr kleinem Brennfleck, dem Kaltlichtspiegel 19, dem Kondensorsystem 20, dem Objektivverschluß 21 und dem Objektiv 22. Der Kaltlichtspiegel sorgt dafür, daß der Film möglichst wenig thermisch beansprucht wird, da er die Ultrarotstrahlen durchläßt und nur die zur Bilderzeugung wichtigen sichtbaren Strahlen für die Durchlichtung reflektiert. Solche Spiegel werden z. B. in einer Firmendruckschrift der Jenaer Glaswerke Schott & Gen., Mainz, beschrieben. Ein Kühlgebläse 23 bewirkt ausreichende Kühlung von Lampe und Kaltlichtspiegel. Der optische Strahlengang läuft vom Negativ 24 über Verschluß und Objektiv zu einem Prismenwechselsystem, wie es in A b b. 3 gezeigt wird. Dieses Prismenwechselsystem, das den Strahlengang weiterleitet, ist, um 90° drehbar, über Lagerung 25 am Prismenhalter 26 befestigt. Bei Projektion für das DIN-A3-Format läuft der Strahlengang über ein Dachkantprisma 27 zur Vor-lag enebene 28. Das von oben betrachtete, lesbare Negativ wird dadurch lesbar auf der Vorlagenebene als Längsformat abgebildet.
  • Bei Projektion für das DIN-A4-Format wird eine Bilddrehung um 90° verlangt, da es als Querformat (Halbblattformat) zur Papierbahn abgebildet werden muß. Diese Bilddrehung wird bei gleichbleibender Lage des Negativs über einen Halbwürfel29 und einen Oberflächenspiegel 30 erzeugt. Die dabei auftretende Versetzung des Objektivs 22 wird durch Verschiebung des Eingabekopfes ausgeglichen. Bildgröße und Bildschärfe erfolgen durch Verstellung der Vorlagenebene 28 und des Objektivs über justierte Rastpunkte.
  • In den A b b. 4 und 5 wird schematisch die Papierführung mit Antrieb, die Papierschneidvorrichtung und die verfahrenstechnischen Einrichtungen beschrieben.
  • Von der Abwicklung 32 läuft die Papierbahn zunächst über eine Aufladevorrichtung - dies kann in bekannter Weise, wie im vorliegenden Fall, eine Coronadrahtanordnung 33 sein - zur Belichtungsebene 28 und Transportwalze 34. Der Papiertransport erfolgt folgendermaßen: Der Antriebsmotor 35 treibt über ein Vorgelege 36 die Kurbelschwinge 37 an. Über Kurbelstange 38 mit Gleitkopf 39 wird Kette 40 hin und her bewegt. Kettenrad 41, welches auch im Sinne der hin- und hergehenden Kette nach rechts und links gedreht wird, nimmt über einen Freilauf die Transportwalze 34 nur nach links mit. Dadurch bewegt sich die Papierbahn über die Belichtungsebene 28 diskontinuierlich. Ihre Bewegung erfolgt über den Kurbeltrieb sinusförmig, so daß ein Nachlauf der Rolle 32 nicht erfolgt.
  • Die Papierbahn läuft weiter über Pendelwalze 42 zu den Drillingswalzen 43. Die Drillingswalzen werden über Zwischenrad 44 angetrieben. Von hier aus über Umlenkwalzen 45, 46, Zwillingswalzenpaar 47 mit angeflanschtem Spulmotor läuft die Papierbahn kontinuierlich. Zwischen beiden Bewegungsformen wird eine Schlaufe gebildet, die während der Belichtungszeit fortgezogen wird. Der kontinuierliche Papierlauf ist aus verfahrenstechnischen Gründen für die Entwicklung und die Fixierung sowie für die Abschneidevorrichtung 50 notwendig.
  • Die Entwicklung kann vorzugsweise durch eine Magnetwalzenanordnung mit Umwälzrad 48 ausgeführt werden.
  • Zum Fixieren durch eine Einbrennvorrichtung 49 wird vorteilhafterweise ein Quarzbrenner verwendet, der mit einer Strahlungsreflexionsfläche umgeben ist, die so geformt ist, daß die Summe der Infrarotstrahlung auf der Oberfläche des Papiers konzentriert wird.
  • Zum Schutz von Nacherhitzung wird bei Stromlosigkeit der Infrarotquelle in den Reststrahlengang eine Schutzklappe eingeschoben. Diese Schutzklappe wird bei Arbeitsstellung der Infrarotquelle durch einen stromdurchflossenen Elektromagneten aus dem Strahlengang gezogen. Bei Stromunterbrechung fällt diese Klappe mechanisch in den Strahlengang zwischen Infrarotquelle und elektrophotographischem Material.
  • In der Abschneidevorrichtung 50 wird eine Transportwalze 51 über einen Kettentrieb von Drillingswalze 43 angetrieben. Eine Oberwalze 52, durch einen Hubmagnet zum Andruck gebracht, sorgt für den Papiertransport bzw. Stillstand während des Schnittvorganges. Ein fest eingebautes Untermesser 53 mit einem Hubmesser 54 erzeugt den Papierschnitt. Eine durch Kontaktbelichtung 55 erzeugte Marke an der Vorlagenebene 28 wird mit einem Photowiderstand 56 durch Reflexmessung abgetastet und löst den Messerschnitt aus. Nachfolgend wird das Format DIN A 3 oder DIN A 4 ausgestoßen. Dieses fällt dann in die Auffangmulde 58. Eine Anzahl elektronischer Analogglieder sorgen in bekannter Weise für den genauen zeitlichen Ablauf dieser Vorgänge.
  • Die elektrophotographische Papierrolle besitzt eine Breite, die es gestattet, DIN-A3- und DIN-A4-Formate abzubilden, wobei DIN A 3 als Längsformat und DIN A 4 als Querformat abgebildet wird. Die Rolle besitzt ein größeres Fassungsvermögen. Es ist möglich, Papierrollen bis zu 300 m anzuwenden. Es ist Vorsorge getroffen, daß die Rolle mit wenigen Handgriffen ausgewechselt werden kann. Das Ende der auslaufenden Papierbahn kann in einfacher Weise mit dem Anfang der neuen Papierbahn verbunden werden, so daß ein weiterer kontinuierlicher Ablauf gewährleistet ist und das Einziehen einer neuen Papierrolle vermieden wird.
  • Die ganze Vorrichtung ist mit einem lichtdichten Gehäuse umgeben. Zur leichteren Zugänglichkeit sind auf beiden Längsseiten Türen angebracht, die den zwischen zwei Seitenwänden liegenden inneren Aufbau erreichen lassen. Die genannten Seitenwände tragen Durchbrüche, die zur leichten und reibungslosen ersten Einführung des elektrophotographischen Papiers dienen. Diese Durchbrüche sind sowohl in unbenutztem als auch Betriebszustand durch Lichtfilterplatten, die trotzdem eine Beobachtung des inneren Ablaufs gestatten, abgedeckt. Dadurch wird selbst beim Öffnen der Türen während des Betriebes keine Störung des Kopiervorganges verursacht.
  • Ferner sind die Teile, wie Coronavorrichtung, Entwicklungsvorrichtung und Einbrennvorrichtung, als solche herausnehmbar, so daß bei eventueller Betriebsstörung, die durch diese stark beanspruchten Elemente verursacht werden könnte, ein rasches Auswechseln des jeweiligen gesamten Elementes möglich wird. Ferner können bei Störungen im elektrischen System die einzelnen Schaltelemente als solche ausgewechselt werden, da diese durch eine Blockverschaltung im Schubkastensystem angebracht sind.
  • Das erfindungsgemäße Verfahren und die Vorrichtung lassen das automatische und kontinuierliche Kopieren von Vorlagen zu. In besonders vorteilhafter Weise können dabei von den jeweiligen Vorlagen variierende Zahlen von Kopien gefertigt werden. Vor allen Dingen spielen hierbei die Dichtewerte der Vorlage, die in der Praxis infolge der verschiedenen Herkunft und Aufnahmezeiten häufig sehr schwankt, keine Rolle. Es wird selbsttätig in jedem Fall die bestmögliche Kopie erhalten.
  • Besonders günstig ist der Umstand, daß Filmsortkarten, wie sie in Dokumentationsabteilungen verwendet werden, als solche ohne Änderung verwendet werden können. Ferner wird durch den Kaltlichtspiegel und durch das mechanische Transportsystem eine schonende Behandlung der Negative gewährleistet.
  • Darüber hinaus arbeitet das erfindungsgemäße Verfahren und die Vorrichtung außerordentlich schnell, d. h., es geht keinerlei Zeit durch BeobachtÜngen und manuelles Eingreifen in den Ablauf des Verfahrens verloren, beispielsweise können im vorliegenden Fall 600 Kopien im DIN-A4-Format innerhalb längstens 40 Minuten gefertigt werden. Ferner ist es möglich, mehrere Kartenmagazinfüllungen mit dem in der Vorrichtung vorhandenen Papiervorrat zu verarbeiten. Die Ausnutzung des bandförmigen elektrophotographischen Materials ist durch die Anpassung der Bildachse an die geforderten Formate in optimaler Weise gewährleistet.
  • Auch ein diskontinuierlicher Betriebsablauf läßt sich mit der vorliegenden Apparatur durchführen. Einrichtungen, wie die erwähnte Schutzklappe vor dem Infrarotbrenner oder z. B. ein Abrißschalter für die Papierbahn, verhindern einen unbeabsichtigten störenden oder zerstörenden Gebrauch des elektrophotographischen Materials sowie der Vorrichtung, vor allem im Falle des beabsichtigten und unbeabsichtigten plötzlichen Stillstandes der Vorrichtung. Ferner sind sämtliche Teile, die einer erhöhten Beanspruchung unterworfen sind, wie Aufladevorrichtung, Entwicklungsteil, Einbrennvorrichtung, Formatschnittanordnung und elektrische Schaltelemente, als Ganzes leicht auswechselbar, so daß bei Unvorhergesehenem ein Auswechseln dieser Teile und damit eine sofortige Wiederaufnahme des Betriebes gewährleistet wird. Es wird gemäß der Erfindung zur gewerblichen Verwendung also möglich, durch geringsten Aufwand an Arbeitskräften eine kontinuierliche Durchführung der anfallenden Aufträge zu gewährleisten.

Claims (2)

  1. Patentansprüche: 1. Elektrophotographisches Verfahren zur automatischen und kontinuierlichen Herstellung von Reproduktionen bis zu einem Format DINA3 von transparenten Vorlagen, die als formatgerechte Negative oder Positive in Filmsortkarten eingefügt und gestapelt sind und von dort optisch auf ein aufgeladenes elektrophotographisches Material übertragen, entwickelt, fixiert und formatmäßig abgeschnitten werden, dadurch gekennzeichnet, daß die Fihnsortkarten abwechselnd mit Kommandokarten, die die jeweils dafür gewünschten Reproduktionskommandos nach dem Lochkartenprinzip verschlüsselt tragen, in einem Eingabekopf gestapelt werden, von dort selbsttätig aufeinanderfolgend dem Abfühlsystem bzw. dem optischen Teil zugeführt werden, wobei der jeweils spezifische Impuls der Kommandokarte über ein elektrisches System gespeichert und der nachfolgenden Filmsortkarte im optischen Teil wieder zugeleitet wird, daß ein Prismenwechselsystem entsprechend der Bildgröße derart in den Strahlengang eingeschwenkt wird, daß für eine Abbildung im DIN-A3-Format ein Dachkantprisma und für eine Abbildung im DIN-A4-Format ein Halbwürfelprisma und ein Spiegel zur Wirkung kommen, und daß die Papierbahn an der Projektionsfläche bewegungslos gehalten wird, während sie gleichzeitig bei allen anderen Verfahrensschritten kontinuierlich weitertransportiert wird. 2. Vorrichtung zur Ausführung des erfindungsgemäßen Verfahrens nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch ein Prismenwechselsystem, eine Lichtdosiereinrichtung (31) zur Steuerung der Belichtungszeit, eine zusätzliche Steuermarken erzeugende Belichtungsvorrichtung (55), eine unter der Projektionsfläche liegende Steckwalze zur Aufnahme des bandförmigen elektrophotographischen Materials, eine in Bewegungsrichtung nach der genannten Vorlageebene liegende diskontinuierlich angetriebene Antriebswalze (34) und eine weitere kontinuierlich angetriebene Walze (43), zwischen denen sich eine Pendelwalze (42) zum Ausgleich der Diskontinuität befindet, eine durch obige Steuermarken gesteuerte Formatschneidvorrichtung (50) und einen Auffangbehälter (58). In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Auslegeschriften Nr. 1046 477, 1056 920,1101942; Reprographie, 2. Jahrgang (1962), Nr.
  2. 2, S. 37 bis 40; Bild und Ton, Heft 7, 1961, S. 201 bis 203.
DEK48118A 1962-11-02 1962-11-02 Elektrophotographisches Verfahren zur automatischen und kontinuierlichen Reproduktion von Vorlagen und Vorrichtung zu dessen Ausfuehrung Pending DE1203117B (de)

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BE (1) BE631624A (de)
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GB (1) GB1028493A (de)
NL (2) NL141670B (de)

Citations (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE1046477B (de) * 1954-12-24 1958-12-11 Ibm Deutschland Verfahren zur Erzeugung xerographischer Kopien
DE1056920B (de) * 1957-11-07 1959-05-06 Soennecken Fa F Vorrichtung zur automatischen, elektronisch gesteuerten Belichtungs-regelung fuer Mikrofilm-Durchlaufgeraete
DE1101942B (de) * 1955-10-12 1961-03-09 Microfilm Service Mikrofilm-Aufnahmegeraet mit selbsttaetiger Zufuehrung der zu fotografierenden Dokumente

Patent Citations (3)

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