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CH538510A - Verfahren zur Herstellung neuer 3-Aza-A-homo-steroide - Google Patents

Verfahren zur Herstellung neuer 3-Aza-A-homo-steroide

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Publication number
CH538510A
CH538510A CH1448968A CH1448968A CH538510A CH 538510 A CH538510 A CH 538510A CH 1448968 A CH1448968 A CH 1448968A CH 1448968 A CH1448968 A CH 1448968A CH 538510 A CH538510 A CH 538510A
Authority
CH
Switzerland
Prior art keywords
oxo
formula
esterified
aza
free
Prior art date
Application number
CH1448968A
Other languages
English (en)
Inventor
Jeger Oskar Dr Prof
Ueli Dr Wehrli Hans
Original Assignee
Ciba Geigy Ag
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Ciba Geigy Ag filed Critical Ciba Geigy Ag
Priority to CH1448968A priority Critical patent/CH538510A/de
Priority to CH1561972A priority patent/CH537948A/de
Priority to DE19691947455 priority patent/DE1947455A1/de
Priority to US860089A priority patent/US3706736A/en
Priority to GB46832/69A priority patent/GB1254626A/en
Priority to FR6932700A priority patent/FR2019022A1/fr
Priority to BE739418D priority patent/BE739418A/xx
Priority to BR212781/69A priority patent/BR6912781D0/pt
Priority to NL6914671A priority patent/NL6914671A/xx
Publication of CH538510A publication Critical patent/CH538510A/de

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    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07JSTEROIDS
    • C07J73/00Steroids in which the cyclopenta[a]hydrophenanthrene skeleton has been modified by substitution of one or two carbon atoms by hetero atoms
    • C07J73/001Steroids in which the cyclopenta[a]hydrophenanthrene skeleton has been modified by substitution of one or two carbon atoms by hetero atoms by one hetero atom
    • C07J73/005Steroids in which the cyclopenta[a]hydrophenanthrene skeleton has been modified by substitution of one or two carbon atoms by hetero atoms by one hetero atom by nitrogen as hetero atom
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B65CONVEYING; PACKING; STORING; HANDLING THIN OR FILAMENTARY MATERIAL
    • B65BMACHINES, APPARATUS OR DEVICES FOR, OR METHODS OF, PACKAGING ARTICLES OR MATERIALS; UNPACKING
    • B65B27/00Bundling particular articles presenting special problems using string, wire, or narrow tape or band; Baling fibrous material, e.g. peat, not otherwise provided for
    • B65B27/02Bundling bricks or other building blocks
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
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Description


  
 



   Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist ein Verfahren zur Herstellung neuer 3-Aza-A-homo-steroide der allgemeinen Formel
EMI1.1     
 oder von 5,6-Dehydroderivaten davon, in welcher Formel   R O    für eine freie, veresterte oder verätherte Hydroxylgruppe, vorzugsweise für einen   Niederalkanoyloxyrest    oder einen gegebenenfalls durch Phenylreste substituierten Niederalkyloxyrest steht und R1 eine ketalisierte Oxogruppe, z. B.



  die Äthylendioxygruppe, oder eine   ss-ständige    freie, veresterte oder verätherte Hydroxylgruppe zusammen mit einem Wasserstoffatom oder einen aliphatischen Kohlenwasserstoffrest mit 1-5 Kohlenstoffatomen oder ein a-ständiges Wasserstoffatom oder eine a-ständige freie, veresterte oder verätherte Hydroxylgruppe zusammen mit einer Acetyl- oder Hydroxyacetylgruppe oder ein a-ständiges Wasserstoffatom zusammen mit der   1',5'-Dintethyl-hexylgruppe    bedeutet.



   Eine veresterte   Hydroliylgruppe    ist insbesondere eine mit einer aliphatischen, alicyclischen, araliphatischen, aromatischen oder heterocyclischen Carbonsäure mit höchstens 20 Kohlenstoffatomen, z. B. der Ameisen-, Methylkohlen-, Essig-, Trifluoressig-, Trimethylessig-, Propion-, Caprin-, Dekan-, Undecylen-, Hexahydrobenzol-,   Cyclupentylpropion-,    Phenylpropion-, Benzoe- oder Furancarbonsäure veresterte Hydroxylgruppe. Eine verätherte Hydroxylgruppe ist insbesondere eine solche, die mit aliphatischen, cycloaliphatischen, araliphatischen oder heterocyclischen Alkoholen, wie Alkanolen mit 1-5 Kohlenstoffatomen oder Furanyl- oder Pyranylalkanolen veräthert ist.



   Als aliphatische Kohlenwasserstoffreste mit 1-5 Kohlenstoffatomen kommen z. B. Alkyl-, wie Methyl-, Äthyl-, Propyl- oder Isopropylreste, oder Alkenyl-, wie Vinyl-, Allyl- oder Methallylreste, oder Alkinyl-, wie Äthinyl- oder Propinylreste, in Frage.



   Die erfindungsgemäss erhältlichen neuen Verbindungen besitzen wertvolle pharmakologische Eigenschaften. So haben sie eine starke Wirkung auf das Zentralnervensystem, ähnlich derjenigen der Salamander-Alkaloide; ferner weisen sie eine starke lokalanästhetische Wirkung auf und können somit in der Human- und Veterinärmedizin Verwendung finden. Sie sind ferner wertvolle Zwischenprodukte zur Herstellung der Salamander-Alkaloide und deren Derivate. So können z. B.



  entsprechende Androstanverbindungen zur Herstellung des hochwirksamen Salamander-Alkaloids Cycloneosamandion oder dessen Derivate dienen.



   Die genannten neuen Verbindungen werden erhalten, wenn man erfindungsgemäss eine Verbindung der Formel
EMI1.2     
 oder das 5,6-Dehydroderivat solcher Verbindungen mit Hydroxylamin oder einem Salz davon umsetzt, das erhaltene Oxim der Beckmann'schen Umlagerung unterwirft und die gebildete Oxogruppe in 2-Stellung durch Reduktion abspaltet. Anschliessend wird, wenn erwünscht, eine vorhandene veresterte Hydroxylgruppe in Freiheit gesetzt, eine geschützte Oxogruppe in die freie Oxogruppe überführt oder die Azagruppe acyliert.



   Diese Reaktionen können in an sich bekannter Weise durchgeführt werden. So kann man beispielsweise die Bildung des Oxims durch Umsetzung der 2-Oxoverbindung mit Hydroxylamin oder einem Salz davon, wie Hydroxylaminhydrochlorid, in Gegenwart einer tertiären Base, z. B. Pyridin, durchführen. Das Oxim wird   zweckmässig    mit einer starken Lewissäure, z. B. Schwefelsäure, Salzsäure, Phosphorpentachlorid, Sulfurylchlorid oder Thionylchlorid, vorzugsweise in einem inerten Lösungsmittel, wie Dioxan, nach Beckmann in die Azaverbindung umgelagert. Enthält das Ausgangsmaterial in 5,6-Stellung eine Doppelbindung, erhält man immer die 3-Azaverbindung, während bei Abwesenheit der 5,6-Doppelbindung ein Gemisch der 2- und 3-Azaverbindungen anfällt, das sich nach dem Acylieren leicht chromatographisch trennen lässt.



   Die reduktive Abspaltung der Oxogruppe in 2-Stellung erfolgt z. B. mittels Lithiumaluminiumhydrid.



   In den erhaltenen Aza-A-homo-verbindungen können gegebenenfalls vorhandene Schutzgruppen, d. h. die Ketalgruppen, hydrolytisch gespalten werden. Die verwendeten Ausgangsstoffe sind bekannt oder lassen sich nach an sich bekannten Verfahren herstellen.



   Die Ausgangsstoffe sowie die Reaktionskomponenten können gegebenenfalls in Form ihrer Salze vorliegen.



   Die erfindungsgemäss erhältlichen neuen Verbindungen der Formel I können als Heilmittel in Form pharmazeutischer Präparate, Verwendung finden, welche sie in Mischung mit einem für die enterale oder parenterale Applikation geeigneten pharmazeutischen organischen oder anorganischen, festen oder flüssigen Trägermaterial enthalten. Für die Bildung desselben kommen solche Stoffe in Frage, die mit den neuen Verbindungen nicht reagieren. Die pharmazeutischen Präparate können in fester oder in flüssiger Form vorliegen.



  Gegebenenfalls enthalten sie Hilfsstoffe, wie Konservierungs-, Stabilisierungs-, Netz- oder Emulgiermittel, Lösungsvermitt   ler    oder Salze zur Veränderung des osmotischen Druckes oder Puffer. Sie können auch andere therapeutisch wertvolle Substanzen enthalten. Die pharmazeutischen Präparate werden nach üblichen Methoden gewonnen.



   Die erfindungsgemäss erhaltenen neuen Verbindungen können auch in der Tiermedizin, z. B. in einer der oben genannten Formen oder in Form von Futtermitteln oder von Zusatzmitteln für Tierfutter, verwendet werden. Dabei werden z. B. die üblichen Streck- und Verdünnungsmittel bzw.



  Futtermittel angewendet.



   In den folgenden Beispielen sind die Temperaturen in Celsiusgraden angegeben. Die IR-Spektren sind in Nujol aufgenommen.



   Beispiel 1
200 mg   2-Oxo-17-äthylendioxy-19-triphenylmethoxy-t5-    10a-androsten werden mit 200 mg Hydroxylaminhydrochlorid in 10 ml Pyridin 2 Stunden gekocht. Man dampft die Reaktionsmischung ein, nimmt in Methylenchlorid auf und chromatographiert an Kieselgel (Merck,   0,05-0,2    mm). Man eluiert mit einer 10   :1-Mischung    von Benzol und Essigester und erhält nach dem Eindampfen des Eluats das 2-Oximino   17-äthylendioxy-19-triphenylmethoxy- t5-lOa-androsten    vom F.   235-2360.      [aln      300    (c = 0,57 in Chloroform). Im IR-Spektrum zeigt es Banden bei 3580 und 1450   cm-t.     



   5,1 g dieses Oxims werden in 25 ml absolutem Dioxan gelöst und bei 50 mit 1,5 ml Thionylchlorid versetzt. Das Gemisch wird 2 Stunden bei 200 stehen gelassen, auf eine eisgekühlte, wässrige Natriumhydrogencarbonatlösung gegossen und mit Methylenchlorid extrahiert. Chromatographie an Kieselgel und Eluieren mit einer 1 : 2-Mischung von Benzol Essigester liefert ein Gemisch aus dem durch weitere Chromatographie mittels Stufensäule das 2-Oxo-3-aza-17-äthylen   dioxy-A-homo-l9-triphenylmethoxy-ssçó-lOa-androsten    abgetrennt wird, das nach zweimaligem Umkristallisieren aus Aceton-Petroläther bei   229-2300    schmilzt.   [ai    = - 130 (c = 0,53 in Chloroform). Im IR-Spektrum zeigt es Banden bei 3410, 1665 und 1450 cm-1.



   700 mg dieser Verbindung kocht man 20 Stunden mit 1,4 g Lithiumaluminiumhydrid in 250 ml Dioxan, tropft dann unter Eiskühlung Wasser zu, filtriert von den ausgeschiedenen anorganischen Bestandteilen ab, wäscht mit Methylenchlorid nach und dampft das Filtrat zur Trockne ein. Das Rohprodukt wird eine Stunde auf dem Wasserbad mit Essigsäureanhydrid und Pyridin acetyliert und dann an Kieselgel chromatographiert.

  Man erhält so N-Acetyl-3-aza-17-äthylen   dioxy-194n.phenylmethoxy-'-10a-A-homo-androsten,    das nach Kristallisation aus Aceton-Petroläther bei   150-1550    schmilzt.   [ai    = - 250 (c = 0,47 in Chloroform) und das N   Acetyl-3-aza-17-äthylendioxy-19-acetoxy-t5-lOa-A-homo-    androsten vom Schmelzpunkt   112-1140.      [11n    = - 120 (c = 0,50 in Chloroform).



   18 mg   N-Acetyl-3-aza-17-äthylendioxy-19-acetoxy-t5-lOa-    A-homo-androsten werden in 2 ml 5   obiger    wässeriger Essigsäure eine Stunde bei 900 gekocht. Dann dampft man im Vakuum ein, chromatographiert an Silicagel und kristallisiert die einheitlichen Eluate aus Äther-Hexan. Das N-Acetyl-3   aza-17-oxo-19-acetoxy-t5-lOa-A-homo-androsten    schmilzt bei   1441450.    [a]D =   +    630 (c = 0,35 in Chloroform). Im IR-Spektrum zeigt diese Verbindung Banden bei 1735, 1720 (Schulter), 1630 und 1250   cm-t.   



   Das in diesem Beispiel verwendete Ausgangsmaterial lässt sich z. B. wie folgt erhalten:
1 g   2-Oxo-17ss-acetoxy-t,5-lOa-androsten    kocht man in 80 ml Tetrahydrofuran mit 2 g Tri-tert-butoxy-lithiumaluminiumhydrid 2 Stunden am Rückfluss und arbeitet anschliessend nach Zugabe von   50/obiger    wässriger Essigsäure wie üblich auf. Das   2a-Hydroxy-17B-acetoxy-n5-l0a-androsten    schmilzt nach zweimaligem Umkristallisieren aus Aceton-Petroläther bei 2000. [a]n = - 680 (c = 0,69 in Chloroform). Banden im IR-Spektrum:   3610, 1724, 1250 cm-l.   



   600 mg Bleitetraacetat und 250 mg Calziumcarbonat werden eine Stunde am Hochvakuum getrocknet, in 20 ml Cyclohexan suspendiert und 10 Minuten gekocht. Das siedende Gemisch wird zuerst mit 130 g Jod, dann mit 100 mg 2a   Hydroxy-17ss-acetoxy-t5-lOa-androsten    versetzt und 11/2 Stunden unter gleichzeitiger Bestrahlung mit zwei Glühlampen (210 Watt) weitergekocht. Dann wird durch Watte filtriert, die Lösung in Essigester aufgenommen, mit Thiosulfat- und gesättigter Kochsalzlösung gewaschen, über Magnesiumsulfat getrocknet und eingedampft. Chromatogaphie an Kieselgel in Benzol-Essigester 9   1    und Kristallisation in Aceton-Petroläther ergibt   2a-19-Oxido-17ss-acetoxy-19-oxo-      ns-l0a-androsten    vom F.   1800.    [a]D = + 640 (c = 0,27 in Chloroform).



   1,7 g dieser Verbindung werden in 140 ml gesättigter methanolischer Kaliumcarbonatlösung über Nacht bei 200 hydrolysiert. Dann wird mit verdünnter Salzsäure sauer gestellt (pH 5) und eingedampft. Nach Aufarbeitung resultiert das   2a-19-Oxido-17ss-hydroxy-19-oxo-t5-lOa-androsten,    das nach Kristallisation aus Aceton-Petroläther bei 2250 schmilzt.



  [a]D = + 880 (c = 0,50 in Chloroform).



   Man löst 1,35 g davon in 70 ml Aceton und gibt bei   0     1,2 ml 8n Chromtioxyd in 8n Schwefelsäure zu. Nach   1t/2    Stunden wird das überschüssige Oxidationsmittel durch Zugabe einiger Tropfen Methanol zerstört. Nach üblicher Aufarbeitung erhält man das   2a,19-Oxido-17,19-dioxo-A5-      lOa-androsten,    das nach Kristallisation aus Aceton-Petrol äther bei 2080 schmilzt. [a]n = + 1750 (c = 0,66 in Chloroform).



   1,2 g dieser Verbindung wird mit 300 mg p-Toluolsulfonsäure in einem Gemisch aus 200 ml Benzol und 30 ml Äthylenglykol 24 Stunden am Wasserabscheider gekocht.



  Dann giesst man in eine eisgekühlte wässrige Natriumhydrogencarbonatlösung und nimmt in Methylenchlorid auf. Nach dem Waschen, Trocknen und Eindampfen des Extrakts erhält man das   2a,19-Oxido-17-äthylendioxy-19-oxo-t5-lOa-andro-    sten, das nach Kristallisation aus Aceton-Petroläther bei 2330 schmilzt.   [ai    = +   36     (c = 0,75 in Chloroform).



   750 mg davon werden mit 1,1 g Lithiumaluminiumhydrid in 100 ml Tetrahydrofuran 3 Stunden gekocht. Nach üblicher Aufarbeitung erhält man das 2a,19-Dihydroxy-17-äthy   lendioxy-t,5-lOa-androsten    vom F. 2240.   [alD      = 680    (c = 0,31 in Chloroform).



   Man kocht 316 mg dieser Verbindung mit 500 mg Triphenylchlormethan in 30 ml Pyridin 7 Stunden, dampft dann ein und arbeitet wie üblich auf. Chromatographie in einem 10: 1 Gemisch von Benzol- und Essigester und Kristallisation aus Aceton-Petroläther gibt das 2a-Hydroxy-17-äthylendioxy   19-triphenylmethoxy-ns-l0a-androstan    vom F.   211-2120.   



  [a]D = - 330 (c = 0,58 in Chloroform).



   Zu 10 ml Pyridin gibt man unter Kühlung 1,3 g Chromtrioxyd, versetzt die Mischung bei   0     mit 780 mg der erhaltenen 2a-Hydroxyverbindung in 10 ml Pyridin und lässt 18 Stunden bei 200 stehen. Dann wird durch eine Glasfilternutsche filtriert, das Filtrat in Essigester aufgenommen. Die übliche Aufarbeitung und Chromatographie in eine 10: 1 Mischung von Benzol und Essigester und Kristallisation aus Aceton-Petroläther ergibt das 2-Oxo-17-äthylendioxy-19-tri   phenylmethoxy-,5-lOa-androsten    vom F. 2150. [a]D = - 200 (c = 0,77 in Chloroform).



   Beispiel 2
Man kocht 1764 mg 2-Oxo-17-äthylendioxy-19-triphe   nylmethoxy-5a,l0a-androstan    2 Stunden mit 1760 mg Hydroxylamin-chlorhydrat in 80 ml Pyridin, dampft dann ein und arbeitet wie üblich auf. Man chromatographiert das erhaltene Rohprodukt an Kieselgel (Merck   0,05-0,2    mm) und eluiert mit einer 10 : 1-Mischung von Benzol und Essigester. Nach dem Eindampfen des Eluats und Umkristallisieren aus Aceton-Petroläther erhält man das 2-Oximino-17 äthylendioxy-19-triphenylmethoxy-5a,10a-androstan vom F.



  2100. [a]D = - 160 (c = 0,42 in Chloroform).



   1460 mg dieser Verbindung werden in 8 ml Dioxan gelöst und bei 50 mit 1 ml Thionylchlorid versetzt. Man lässt das Gemisch 2 Stunden bei 200 stehen, giesst es dann auf eine eisgekühlte, wässerige Natriumhydrogencarbonatlösung, nimmt in Methylenchlorid auf und dampft den Extrakt nach dem Trocknen über Natriumsulfat ein. Man chromatographiert an Kieselgel und eluiert mit Essigester. Nach zweimaliger Kristallisation aus Aceton-Petroläther erhält man das   2-Oxo-3-aza-17-äthylendioxy-19-triphenylmethoxy-5a,10a-    A-homo-androstan vom F.   267-2690.    [a]D = +   2"    (c = 0,46 in Chloroform).

 

   275 mg dieser Verbindung kocht man 20 Stunden mit 0,6 g Lithiumaluminiumhydrid in 100 ml Dioxan, tropft dann unter Eiskühlung Wasser zu, filtriert von den ausgeschiedenen anorganischen Bestandteilen ab, wäscht mit Methylenchlorid nach und dampft das Filtrat zur Trockne ein. Das er  haltene Gemisch wird in üblicher Weise acetyliert und chromatographiert. Man erhält so   N-Acetyl-3 -aza- 1 7-äthylendi-    oxy-19-triphenylmethoxy-5 a, 10a-A-homo-androstan vom F.



  2020   [n    = + 180 (c = 0,45 in Chloroform) und N-Acetyl   3-aza-17-äthylendioxy-19-acetoxy-A-homo-5a,10a-androstan    vom   F. 132-1340.      [aJ    = + 520 (c = 0,16 in Chloroform).



   Das   N-Acetvl-3-aza-17-äffiylendioxy-19-acetoxy-5a,10a-    androstan lässt sich wie im Beispiel 1 beschrieben mit Essigsäure zum   N-Acetyl-3-nza-17-oxo-19-acetoxy-5a, 10a-A-ho-    mo-androstan verseifen, das nach Kristallisation aus Aceton Petroläther bei   171-1720    schmilzt. [a]D = + 1350 (c = 0,41 in Chloroform).



   90 mg N-Acetyl-3-aza-17-oxo-19-acetoxy-5a, 10a-A-homoandrostan werden über Nacht bei Zimmertemperatur in 10 ml gesättigter methanolischer Kaliumcarbonatlösung verseift.



  Übliche Aufarbeitung und Chromatographie an Kieselgel in Essigester-Methanol 9 : 1 liefert das amorphe N-Acetyl-3   aza-19-hydroxy-A-homo-5a,l0a-androstan,    das in IR-Spektrum Banden bei 3580, 1730 und 1625   cm-l    aufweist.



   Das in diesem. Beispiel verwendete Ausgangsmaterial lässt sich z. B. wie folgt erhalten:
500 mg   2a-Hydroxy-17ss-acetoxy-,s-androsten    werden in 75 ml Äthanol in Gegenwart von 100 mg 5-proz. Pd/C Katalysator erschöpfend hydriert. Man filtriert vom Katalysator ab, dampft im Vakuum ein, nimmt das Rohprodukt in Methylenchlorid auf und filtriert über Aluminiumoxyd (neutral, Aktivität III) und chromatographiert an Silicagel. Man erhält so das ölige   2a-Hydroxy-17ss-acetoxy-5a,10a-andro-    stan, das in IR-Spektrum Banden bei 3600, 1725 und 1255   cm - 1    zeigt.



   500 mg dieser Verbindung setzt man in analoger Weise zu der in Beispiel 1 beschriebenen Methode mit Bleitetraacetat und Jod in Cyclohexan um, arbeitet auf und chromatographiert an Kieselgel (Merck,   0,05-0,2    ml). Nach dem Umristallisieren des Eluats aus Aceton-Petroläther erhält man das   2a,19-Oxido-17ss-acetoxy-19-oxo-5a,10a-androstan    vom F.   174-1750      [2]n    = +370 (c = 0,40 in Chloroform).



   Analog zu der in Beispiel 1 gegebenen Arbeitsweise wird diese Verbindung zum   2a,19-Oxido-17ss-hydroxy-l 9-oxo-5a    10a-androstan vom F.   162-1630    [a]D = + 470 (c = 0,46 in Chloroform) verseift, dann zum   2a,19-Oxido-17,19-dioxo    5a,10a-androstan vom F. 2010   [al    = +1310 (c = 0,45 in Chloroform) oxydiert, dann in das   2a,19-Oxido-17-äthylendi    oxy-19-oxo-5a,10a-androstan vom F.   229-2300      [alD    = + 190 (c = 0,48 in Chloroform) übergeführt, mit Lithiumaluminiumhydrid zum   2a, 1 9-Dihydroxy- 17-äthylendioxy-5a,    10a-androstan vom F. 

   =   194-1960      [alD    = - 140 (c = 0,56 in Chloroform) reduziert, dieses mit Triphenylchlormethyl zum   2a-Hydroxy-l7-äthylendioxy-l9-triphenylmetho-    xy-5a,10a-androstan umgesetzt und dann zum 2-Oxo-17-äthy   lendioxy-19-triphenylmethoxy-5a, 10a-androstan    vom F. 2240   [ajn    = - 140 (c = 0,50 in Chloroform) oxydiert. 

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH
    Verfahren zur Herstellung von 3-Aza-A-homo-steroiden der Formel EMI3.1 oder von 5,6-Dehydroderivaten davon, in welcher Formel R2O für eine freie, veresterte oder verätherte Hydroxylgruppe steht und R1 eine ketalisierte Oxogruppe oder eine ss-ständige freie, veresterte oder verätherte Hydroxylgruppe zusammen mit einem Wasserstoffatom oder einem aliphatischen Kohlenwasserstoffrest mit 1-5 Kohlenstoffatomen oder ein a-ständiges Wasserstoffatom oder eine a-ständige freie, veresterte oder verätherte Hydroxylgruppe zusammen mit einer Acetyl- oder Hydroxyacetylgruppe oder ein a-ständiges Wasserstoffatom zusammen mit der 1',5'-Dimethylhexylgruppe bedeutet, dadurch gekennzeichnet, dass man eine Verbindung der Formel EMI3.2 oder das 5,6-Dehydroderivat einer solchen Verbindung mit Hydroxylamin oder einem Salz davon umsetzt,
    das erhaltene Oxim der Beckmann'schen Umlagerung unterwirft und im Umlagerungsprodukt die gebildete Oxogruppe in 2-Stellung durch Reduktion abspaltet.
    UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man die Beckmann-Umlagerung durch Einwirken einer starken Lewissäure, vorzugsweise in einem inerten Lösungsmittel vornimmt.
    2. Verfahren nach Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man als starke Lewissäure Schwefelsäure, Salzsäure, Phosphorpentachlorid, Sulfurylchlorid oder Thionylchlorid verwendet.
    3. Verfahren nach einem Patentanspruch oder einem der Unteransprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass man als Ausgangsstoffe 2-Oxo-17-äthylendioxy-19-triphenylmetho xy-t5SlOa-androsten verwendet.
    4. Verfahren nach Patentanspruch oder einem der Unteransprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass man als Ausgangsstoffe 2-Oxo-17-äthylendioxy-19.triphenylmethoxy 5a,10a-androstan verwendet.
    5. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man in erhaltenen Verbindungen der Formel I, Schutzgruppen hydrolytisch abspaltet.
    6. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man erhaltene Verbindungen der Formel I N-acyliert.
CH1448968A 1968-09-27 1968-09-27 Verfahren zur Herstellung neuer 3-Aza-A-homo-steroide CH538510A (de)

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