DE3016192A1 - Elektronischer schussfadenwaechter an einer webmaschine mit greiferschuetzen - Google Patents
Elektronischer schussfadenwaechter an einer webmaschine mit greiferschuetzenInfo
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Description
-3- 3015192
Elektronischer Schussfadenwächter an einer
Webmaschine mit Greiferschützen
Die Erfindung bezieht sich auf einen elektronischen Schussfadenwächter
an einer Webmaschine mit Greiferschützen, einem Schusswerk und einem Fangwerk mit Organen zum Abbremsen und
Zurückschieben des abgebremsten Greiferschützens in eine definierte Fadenlösestellung, einem vor dem Schusswerk angeordneten
Fadenspannorgan, durch welches der Schussfaden während des Zurückschiebens des Greiferschützens durch eine Auslenkbewegung
zurückgezogen und dadurch gespannt wird, wobei der Schussfadenwächter mit einer auf der Schussseite angeordneten Abtastvorrichtung
und einer Schaltvorrichtung zur Ueberwachung des Schussfadens während des Spannvorgangs des Schussfadens versehen
ist.
Eine solche Webmaschine und ein Schussfadenwächter für diese
Webmaschine sind in der DE-AS 1 535 615 beschrieben. Webmaschinen dieser Art sind allgemein bekannt und weit verbreitet. Wesentlich
für die Funktion des Schussfadenwächters ist dabei das Zusammenwirken der beim Schusseintrag wirksamen Organe,, insbesondere
des Greiferschützens, auch Projektil genannt, ferner
einer schussseitig angeordneten Fadenbremse und des darauffolgenden Fadenspanners. Dieser Schussfadenwächter spricht auf die
sogenannte Nachziebewegung des Schussfadens an, die in der letzten
Phase der Auslenkbewegung des Fadenspanners auftritt: dabei wird, nachdem der im Webfach liegende Faden bereits gespannt ist,
ein kleines Fadenstück durch die Fadenbremse hindurch von der Vorratsspule her abgezogen. Gemäss einer in der genannten Auslegeschrift
beschriebenen Ausführungsform ist als Fadenabtastorgan
ein Röllchen vorgesehen, welches im Bereich der Auslenkbewegung angeordnet ist. Drehung des Röllchens wird durch einen
optoelektrischen Sensor angezeigt. Das Röllchen kommt mit dem
Schussfaden erst während der Auslenkbewegung in Kontakt, ohne
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dass zunächst eine Drehung erfolgt. Anschliessend wird es jedoch beim Einsetzen der Nachziehbewegung in Drehung versetzt,
wodurch der Sensor anspricht und ein den intakten Schussfaden anzeigendes Signal liefert. Durch eine besondere, von der Webmaschine
gesteuerte Triggervorrichtung wird das Ansprechen des Schussfadenwächters auf das gewünschte Zeitintervall der Nachziehbewegung
beschränkt.
Bei diesem bekannten Schussfadenwächter ist diese späte Ueberwachung
nach Beendigung des Schusses vorteilhaft, da auch die nicht selten in der letzten Phase des Eintrags auftretenden
Störungen, wie Fadenbrüche, erfasst werden. Andererseits steht hierbei nur noch sehr wenig Zeit für die rechtzeitige Abstellung
der Webmaschine zur Verfügung; die Trägheit des genannten mechanischen Abtastorgans wirkt sich in dieser Hinsicht nachteilig aus,
Es kann auch vorkommen, dass trotz intaktem Schussfaden die Nachziehbewegung
ausbleibt; in diesem Falle bewirkt der Schussfadenwächter eine Fehlabstellung der Webmaschine.
Aufgabe der Erfindung ist es nun, einen elektronischen Schussfadenwächter
zu schaffen, dessen Abtastorgan einerseits nur in der Phase anspricht, in welcher der im Fangwerk abgebremste Greiferschützen
zurückgeschoben und der intakte Schussfaden auf der Schussseite durch Betätigung des Fadenspanners in gestrecktem
und gespanntem Zustand gehalten wird, und welches andererseits trägheitslos arbeitet.
Dies wird durch die im Hauptanspruch angegebenen Merkmale verwirklicht.
Der erfindungsgemässe elektronische Schussfadenwächter soll im
folgenden im Hinblick auf seine besondere Arbeitsweise als "Spannphasenwächter " bezeichnet werden, im Gegensatz zu den konventionellen
während des Schusseintrags wirksamen Wächtern. Im folgenden wird der erfindungsgemässe Wächter anhand der Zeichnungen beispielsweise
erläutert. Es zeigen in schematischer Darstellung:
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Fig. 1 den Arbeitsablauf der am Schuss beteiligten Komponenten
einer Greiferschützenwebmaschine während eines Arbeitszyklus,
Fig„ 2 verschiedene Winkelstellungen des Fadenspanners während
des Spannvorgangs mit Kennzeichnung des Äbtastbereichs,
Fig. 3 und 4 die Anordnung der Abtastvorrichtung und den Fadenspanner
in den in Fig» 1 dargestellten Positionen,, sowie die zugehörigen Verläufe des Schussfadens, von vorn bzw„ vors oben gesehen
,
Fig„ 5 eine piezoelektrische Abtastvorrichtung im Längsschnitt,
Fig. β eine triboelektrische Abtastvorrichtung im Längsschnitt,
Fig. 7 ein Blockschaltbild mit den wesentlichen elektronischen
Kreisen des Spannphasenwächters, und
Fig. 8 ein Blockschaltbild eines mit einem konventionellen elektronischen
Schusseintragwächter kombinierten erfindungsgemässen
Spannphasenwächters mit mehreren Abtastvorrichtungen. ■
Die im folgenden beschriebene Fig„ 1 und die Kurzbeschreibung der
einzelnen Phasen des Arbeitszyklus sind im wesentlichen einem Prospekt
der Firma Gebrüder Sulzer AG entnommen.
Figο 1 zeigt verschiedene Phasen im Arbeitsablauf der Webmaschine,
wobei für die Wirkungsweise der im weiteren beschriebenen Abtastvorrichtungen insbesondere die verschiedenen Positionen des Fadenspanners
3 und des zwischen den Führungsösen 9 und 10 verlaufenden Abschnitts des Schussfadens F von Bedeutung sind. In dieser
Zeichnung sind weiter eine feststehende Vorratsspule V, eine Fadenbremse 4,7 ein Fadengeber 2ff der den Abschuss bewirkende Hebel
11 des Schusswerks, das Projektil 1, zwei Randfadenklemmen 5,
eine Schere 6, zwei Leistennadeln 7 und die im Fangwerk angeordnete Schützenbremse 8 dargestellt.
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Das Webfach ist mit W und das Gewebe mit G bezeichnet.
In Fig. 1 sind bei a) bis g) die folgenden Phasen bzw. Stellungen der beweglichen Organe der Webmaschine beschrieben:
a) Das Projektil 1 kommt in Abschussstellung. Der Fadenspanner 3 befindet sich in seiner oberen Endstellung oder Ruhestellung.
b) Der Fadengeber 2 öffnet sich, nachdem das Projektil 1 das dargebotene
Schussfadenende übernommen hat.
c) Vom Projektil 1 wird der Faden durch das Webfach 3 gezogen,
wobei der Fadenspanner 3 und die regulierbare Fadenbremse 4 so wirken, dass der Faden F beim Abschuss möglichst wenig beansprucht
wird. Während des Schusseintrags befindet sich der Fadenspanner 3 in seiner abgesenkten Stellung.
d) Das Projektil 1 wird im Fangwerk durch die Schützenbremse 8 abgebremst
und anschliessend zurückgeschoben, während der Fadenspanner 3 den Schussfaden F auslenkt und dadurch leicht gestreckt
hält. Gleichzeitig bewegt sich der Fadengeber 2 nahe an die Kante des Gewebes G. Während dieses Spannvorgangs tritt
auch die erwähnte Nachziehbewegung auf.
e) Der Fadengeber 2 übernimmt den Schussfaden F, während ihn die Randfaden-Klemmen 5 auf beiden Seiten des Gewebes G fassen.
f) Der Faden F wird schussseitig von der Schere 6 durchschnitten und fangseitig vom Projektil 1 freigegeben. Eine nicht dargestellte
Transportvorrichtung nimmt das ausgestossene Projektil 1 auf und befördert es ausserhalb des Webfachs W an die Abschussstelle
zurück.
g) Das Riet hat den Faden angeschlagen. Die Leistennadeln 7 legen die Fadenenden in das nächste Webfach ein (Einlegeleiste).
Der Fadenspanner 3 hat durch Bewegung in seine obere Endstellung die beim Rückgang des Fadengebers 2 frei werdende Fadenlänge
aufgenommen. Das nächste Projektil 1 wird in Abschussstellung
geführt.
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Zunächst soll anhand der Fig. 1 erläutert werden, in welcher Phase
des Arbeitszyklus der Webmaschine der Schussfaden im Bereich des Fadenspanners 3 überwacht wird. In der in Fig. la) und Ib) gezeigten
höchsten Stellung des Fadenspanners 3 wird der Schussfaden F nicht abgetastet. Zwischen den in Ib) und Ic) dargestellten Positionen
erfolgt der Abschuss des Projektils 1 und der Eintrag des Schussfadens F in das Webfach W. Auch in dieser Phase wird der
Schussfaden nicht überwacht. Das Projektil 1 befindet sich gemäss Fig. Ic) in seiner abgebremsten Stellung in der Schützenbremse 8
und in Fig. Id) in der zurückgeschobenen Position. Man erkennt, dass zwischen den in Fig. Ic) und Id) gezeichneten Phasen der Fadenspanner
3 aus seiner abgesenkten Stellung in eine Stellung zwischen der abgesenkten und der höchsten Stellung geführt worden ist.
In diesem Zeitintervall zwischen den Stellungen nach Fig. Ic) und Id) erfolgt durch den Spannphasenwächter die Abtastung und üeber=
wachung während der Auslenkung des gespannten Schussfadens, wie dies
im Zusammenhang mit Fig. 2 noch näher beschrieben wird. Im weiteren Verlauf des Arbeitszyklus gemäss Fig. Ie) bis Ig) wird der Schussfaden
im Bereich des Fadenspanners 3 nicht mehr abgetastet.
Es sei zu dieser Darstellung der in Fig„ 1 abgebildeten Bewegungsphasen des Fadenspanners 3 bemerkt, dass während des Laufes der
Webmaschine die bei d), e) und f) gezeigten Stellungen keinen absoluten
Stillstand des Fadenspanners bedeuten, sondern dass dieser mit stark verminderter Geschwindigkeit durch diese Stellungen läuft.
Der Darstellung der Fig. 2-4 liegt die Ausbildung des Fadenspanners
3 als um eine Drehachse 20 schwenkbarer Hebel 3 mit einer an seinem freien Ende angebrachten ringförmigen Fadenführung 21 zugrunde.
Grundsätzlich ist jedoch eine solche Ausbildung nicht notwendig für den Einsatz des erfindungsgemässen Fadenwächters; so könnte
z.B. auch ein Fadenspanner mit einer linear bewegten Fadenführung vorgesehen sein.
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Fig. 2 zeigt den Ablauf der aufwärts gerichteten Bewegung des Fadenspanners
3, wobei die Fadenführung 21 einen Kreisbogen zwischen einer abgesenkten Stellung AS und einer oberen Endstellung ES beschreibt.
Die Abtastung des Schussfadens erfolgt in einem Abtastbereich AB zwischen den Stellungen AS und ES.
Der Abtastbereich AB liegt nicht absolut fest, sondern kann je nach Art der Webmaschine und deren Betriebsbedingungen optimal
eingestellt werden, wobei folgendes zu beachten ist. Es wird vorausgesetzt, dass eine taktile Abtastvorrichtung eingesetzt wird;
hier kommen nach dem derzeitigen Stand der Technik vorzugsweise piezoelektrische und triboelektrische Abtastvorrichtungen in Frage,
weiter auch magnetoelektrische und elektrodynamische. Diese sprechen an auf.Bewegungskontakt mit einem unter einer gewissen Spannung
stehenden Faden.
Zu Beginn der Aufwärtsbewegung des Fadenspanners 3 aus der abgesenkten
Stellung AS hat der Schussfaden F noch keine genügende Spannung. Erst wenn der Schussfaden F gespannt ist, beginnt die
Abtastung im Punkt A. Sie endet in einem möglichst spaten Punkt B am Ende des Spannvorgangs und vor Erreichen der oberen Endstellung
ES des Fadenspanners 3.
Wie im folgenden anhand der Fig. 3 und 4 gezeigt wird, kann der Abtastbereich AB durch richtige Anordnung der Abtastvorrichtung
22 bestimmt werden. Die in diesen Figuren gezeigte Anordnung links
vom Fadenspanner 3 und oberhalb der vor diesem befindlichen Führungsöse 9 ist besonders vorteilhaft: erstens besteht hier beim
Spannvorgang eine relativ hohe Fadenspannung, und zweitens kann die Abtastvorrichtung 22 an der Halterung der Führungsöse 9 ohne
grossen Aufwand befestigt werden.
Aus Flg. 3 und 4 geht hervor, dass in der abgesenkten Stellung AS
der Abschnitt F des Schussfadens zwischen den Führungsösen 9,10 gestreckt ist und die Abtastvorrichtung 22 nicht berührt. Die Ab-
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tastvorrichtung 22 hat hier die Form eines flachen Kästchens und ist an ihrem in Fig. 3 rechts unten befindlichen Ende mit einem
zum Kontakt mit dem Faden bestimmten linearen Reibkörper 23 versehen. In Stellung A ist der ausgelenkte Fadenabschnitt Fl soeben
an den Reibkörper 23 angelegt worden, womit die Abtastung beginnt und bei weiterer Aufwärtsbewegung bis in die Stellung B andauert.
Der Fadenabschnitt F2 ist hierbei gemäss Fig. 3 aufwärts und gemäss
Fig. 4 von vorn nach hinten über den linearen Reibkörper 23 geschwenkt worden. Beim weiteren Aufwärtsschwenken des Fadenspanners
3 rutscht der Fadenabschnitt F2 vom Reibkörper 23 ab und nimmt schliesslich die Lage F3 entsprechend der Endstellung ES
des Fadenspanners 3 ein. Ebenso wie in Fig. 2 ist in Fig. 3 und 4 der Abtastbereich AB zwischen den Punkten A und B durch einen
nach oben weisenden Pfeil markiert. Der gesamte für die Anordnung der Abtastvorrichtung 22 in Frage kommende Bereich des Fadenspanners
3 zwischen den Führungsösen 9 und 10 ist mit FB bezeichnet.
Es sei angenommen, dass der Schussfaden F am Ende des Schusses korrekt in das Webfach eingetragen ist. Wenn sich dann der Fadenspanner
3 zwischen den Punkten A und B aufwärts bewegt, streicht der gespannte Schussfaden zwischen den Stellungen Fl und F2 über
den Reib- oder Kontaktteil 23 der Abtastvorrichtung 22, und es entsteht ein Abtastsignal.
Dieses Abtastsignal ist nicht abhängig von einer Nachziehbewegung in Längsrichtung des Schussfadens, die beim eingangs erwähnten
bekannten Schussfadenwächter ausgenutzt wird; vielmehr führt beim erfindungsgemässen Wächter die Querbewegung des Schussfadens beim
Spannvorgang zur Signalbildung.
Ist der Schussfaden jedoch gebrochen, dann fehlt beim Spannvorgang
die Fadenspannung im Bereich der Abtastvorrichtung 22, und es wird demgemäss kein Abtastsignal gebildet.
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Ein besonderer Vorteil des beschriebenen Wächters besteht darin, dass der Schussfaden nur kurzzeitig während des Spannvorgangs in
Kontakt mit der Abtastvorrichtung 22 steht. Dadurch werden die bei Verwendung konventioneller Schusseintragwächter an Mehrfarbenmaschinen
durch die ruhenden Fäden erzeugten Störsignale vermieden. Solche Störsignale sind von besonderer Bedeutung, weil für alle
Tastköpfe ein gemeinsamer Signalreis (40-2, Fig. 8) verwendet wird; die Störsignale können im Falle eines Fadenbruchs einen
regulären Schussreintrag vortäuschen.
Die piezoelektrische Abtastvorrichtung 22-1, auch Tastkopf genannt,
gemäss Fig. 5 umfasst einen linearen Reibkörper 23-1, der dem in Fig. 3 und 4 dargestellten Reibkörper 23 entspricht,
ein Gehäuse 24-1 in Gestalt eines rechteckigen Kästchens, eine schwingungsfähige Lamelle 25-1 aus Metall, wie Federstahl, ein
mit dieser fest verbundenes, flach-rechteckiges piezoelektrisches Element 25-2, einen schweren Block 26, an dem die Lamelle 25-1
starr befestigt ist, ein weiches Lagermaterial 27, z.B. Moosgummi, eine elastische Dichtungsmasse 28, ein Einsatzstück 29
und eine durch dieses geführte, an das piezoelektrische Element 25-2 angeschlossene Ausgangsleitung 30. Weitere Einzelheiten
solcher piezoelektrischer Tastköpfe sind in der CH-PS 580 533 beschrieben.
Piezoelektrische und auch andere taktile Tastköpfe sind an sich bekannt, und es können auch solche bekannten Vorrichtungen für den
erfindungsgemässen Spannphasenwächter vorgesehen werden. Es ist dabei jedoch zu beachten, dass die äusseren Formen des Gehäuses
und des Reibkörpers so beschaffen sind, dass ein glattes Auflaufen des zu überwachenden Schussfadens gewährleistet ist. Im vorliegenden
Fall der in Fig. 5 und 6 dargestellten Tastköpfe ist dies erreicht durch die nach unten abgeschrägte Form des Gehäuses
24-1 bzw. 24-2 und dadurch, dass der Reibkörper 23-1 bzw. 23-2 linear und im Querschnitt halbrund ausgebildet ist und deutlich
aus dem Gehäuse 24-1 bzw. 24-2 herausragt.
Der triboelektrische Tastkopf 22-2, Fig. 6, umfasst ausser den
bereits genannten Komponenten ein Einsatzstück 29 und eine Aus-
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gangsleitung 30, ein mit dem Reibkörper 23-2 fest verbundenes Elektrodenplattchen 31, eine mittels einer Halterung 32 am Gehäuse
24-2 befestigte Printplatte 33 aus Isoliermaterial sowie einen an dieser angeordneten Vorverstärker 34, z.B. einen Feldeffekttransistor.
Das Elektrodenplattchen 31 ist an der Printplatte 33 befestigt, z.B. aufgekittet, und über eine Verbindungsleitung 35 mit dem Eingang des Vorverstärkers 34 elektrisch verbunden.
Weitere Anweisungen über den Aufbau und die Funktion triboelektrischer Wandler können z.B. der CH-PS 479 478 entnommen
werden.
Fig. 7 zeigt ein Beispiel für den Aufbau eines Spannphasenwächters
mit einer einzigen Abtastvorrichtung 22, an die in Serie ein Signalkreis 40 und eine Schaltstufe 41 angeschlossen sind.
Der Signalkreis 40 umfasst einen an die Abtastvorrichtung 22 angeschlossenen
Vorverstärker 34 mit nachfolgendem Tiefpass 36, einen von der Webmaschine gesteuerten Taktgeber 37, z.B. ein Monoflop,
ein UND-Glied 38 mit einem ersten negierten und einem zweiten Eingang, und eine an das UND-Glied 38 angeschlossene Anzeigevorrichtung,
z.B. Leuchtdiode 39. Das UND-Glied 38 liefert nur dann ein einen Fadenbruch anzeigendes Signal, wenn während
der Dauer eines vom Taktgeber 37 erzeugten Taktimpulses kein Abtastsignal auftritt. In diesem Falle leuchtet die Leuchtdiode 39
auf, und die Webmaschine wird über die Schaltstufe 31 abgestellt.
Die Schaltstufe 41 enthält eine Treiberstufe 42, einen normalerweise
gesperrten steuerbaren Gleichrichter 43, einen zu diesem parallel geschalteten Speicherkondensator 45 und einen in Serie
mit dem steuerbaren Gleichrichter 43 liegenden Abstellmagneten 44. Der Speicherkondensator 45 ist im Betrieb normalerweise aufgeladen;
beim Auftreten eines Fadenbruchsignals wird der Gleichrichter 4 3 entsperrt, und der Speicherkondensator 45 entlädt sich
über den Abstellmagneten 44, der seinerseits die Webmaschine ausser Betrieb setzt.
Das Schaltbild der Fig. 7 trifft in verallgemeinerter Form auch für einen Schussfadenwächter zu, der lediglich den Schusseintrag,
aber nicht die Spannphase überwacht. Bei einem solchen "Schuss-
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eintragwächter" ist jedoch die Abtastvorrichtung 22 an anderer Stelle der Webmaschine, z.B. im geraden Fadenlauf, siehe Fig. la),
unmittelbar vor dem Fadengeber 2 auf der Seite der Führungsöse angeordnet; ferner wird der Taktgeber 37 so gesteuert, dass er
einen Taktimpuls nur während der Dauer des Schusseintrags bis zu der in Fig. Ic) gezeigten Stellung des Projektils 1 liefert. Im übrigen
können der Signalkreis 40 und insbesondere die Schaltstufe 41 so aufgebaut sein, wie dies in Fig. 7 dargestellt ist.
Ein solcher Wächter ist in der deutschen Patentanmeldung 2 950 654 vom 29.1.1979 beschrieben.
Wenn nun eine Projektilwebmaschine bereits mit einem Schusseintragwächter
dieser Art ausgestattet ist, kann sie mit verhältnismässig geringem Aufwand zusätzlich mit einem erfindungsgemässen
Spannphasenwächter versehen werden. Dies sei im folgenden anhand der Fig. 8 erläutert.
Fig. 8 zeigt einen solchen kombinierten Schusseintrag- und Spannphasenwächter
an einer Vierfarben-Projektilwebmaschine im üebersichtsschaltbild.
Der Schusseintragwächter umfasst eine Abtastvorrichtung 22a, einen Signalkreis 40-1 und eine Schaltstufe
Es ist hier nur eine Abtastvorrichtung 22a erforderlich, die im geraden Fadenlauf nach den vier Spannvorrichtungen der Webmaschine
angeordnet ist.
Der zusätzliche Spannphasenwächter besteht hier nur noch aus vier Abtastvorrichtungen 22b-22e und einem Signalkreis 40-2; ferner ist
zur Entkoppelung der beiden Signalkreise 40-1 und 40-2 ein ODER-Glied 46 zwischen deren Ausgänge und die Schaltstufe 41 eingeschoben.
Man erkennt hieraus, dass diese Schaltstufe 41 sowohl dem Schusseintragwächter mit den Komponenten 22a,40-1 als auch dem
Spannphasenwächter mit den Komponenten 22b-22e,40-2 angehört.
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Der vorstehend beschriebene Spannphasenwächter hat gegenüber dem eingangs beschriebenen bekannten Wächter, der die Nachziehbewegung
überwacht, den Vorteil einer sicheren und praktisch trägheitslosen Anzeige von Schussbrüchen und weiteren, besonders am
Ende des Projektilflugs auftretenden Eintragsfehlern.
Den konventionellen Schusseintragwächtern ist der Spannphasenwächter
überlegen, da er die soeben genannten, am Ende des Projektilflugs auftretenden Eintragsfehler erfasst. Darüber hinaus
bietet er beim Einsatz an Mehrfarbenwebmaschinen den bereits erwähnten
Vorteil, dass von ruhenden Fäden verursachte falsche Signale nicht auftreten können. Diese entstehen besonders leicht bei
gemischtem Eintrag von dicken und dünnen Fäden und verhindern bei einem Schussbruch die Abstellung der Webmaschine, so dass in
einem solchen Falle ein fehlerhaftes Gewebe erzeugt wird. Dies wird durch den erfindungsgemässen Spannphasenwächter vermieden.
030046/0754
GEBRUEDER LOEPFE AG, WETZIKON (SCHWEIZ)
Elektronischer Schussfadenwächter an einer Webmaschine mit Greiferschützen
Der elektronische Schussfadenwächter dient zur üeberwachung des
Schussfadens in einer letzten Phase, die unmittelbar auf den Eintrag des Schusses in das Webfach folgt und in welcher der
Schussfaden durch eine schussseitig angeordnete Spannvorrichtung durch seitliche Auslenkung gespannt gehalten wird. In dem
Gebiet der Auslenkung ist eine taktile Abtastvorrichtung derart angeordnet, dass sie vom nicht ausgelenkten Schussfaden frei
geht, jedoch bei Auslenkung mit ihm in Reibungskontakt kommt und ein Abtastsignal liefert, welches den intakten Faden anzeigt.
12.3.1980
La-bu
La-bu
030046/0754
Claims (6)
1. Elektronischer Schussfadenwächter an einer Webmaschine mit
Greiferschützen, einem Schusswerk und einem Fangwerk mit Organen zum Abbremsen und Zurückschieben des abgebremsten Greiferschützens
in eine definierte Fadenlösestellung, einem vor dem Schusswerk angeordneten Fadenspannorgan, durch welches der
Schussfaden während des Zurückschiebens des Greiferschützens durch eine Auslenkbewegung zurückgezogen und dadurch gespannt
wird, wobei der Schussfadenwächter mit einer auf der Schussseite angeordneten Abtastvorrichtung und einer Schaltvorrichtung
zur Ueberwachung des Schussfadens während des Spannvorgangs des Schussfadens versehen ist, gekennzeichnet durch eine ohne
bewegliche Teile arbeitende taktile Abtastvorrichtung (22,22-1, 22-2,22b-22e), die im Bereich (FB) des Fadenspannorgans (3) derart
angeordnet ist, dass sie während des Schusseintrags vom Schussfaden (F) freigeht und erst durch die Auslenkbewegung
mit ihm in Reibungskontakt kommt und bei intaktem Schussfaden ein Abtastsignal liefert.
2. Elektronischer Schussfadenwächter nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, dass die Abtastvorrichtung (22,22-1,22-2) so angeordnet ist, dass sie nur innerhalb eines Teilbereichs (AB)
der Auslenkbewegung des Fadenspannorgans (3) mit dem Schussfaden
in Reibungskontakt kommt und ein Abtastsignal liefert.
3· Elektronischer Schussfadenwächter nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, dass eine piezoelektrische Abtastvorrichtung (22-1) mit einem linearen Reibkörper (23-1) vorgesehen
ist.
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4. Elektronischer Schussfadenwächter nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass eine triboelektrische Abtastvorrichtung
(22-2) mit einem linearen Reibkörper (23-2) vorgesehen ist.
5. Elektronischer Schussfadenwächter nach einem der Ansprüche 1-4 an einer Mehrfarben-Greiferschützenwebmaschine, dadurch gekennzeichnet,
dass er mehrere Abtastvorrichtungen (22b-22e), einen an diese angeschlossenen Signalkreis (40-2) und eine
Schaltstufe (41) als Endstufe umfasst.
6. Elektronischer Schussfadenwächter nach Anspruch 5 an einer mit einem Schusseintragwächter (22a,40-1,41) ausgestatteten
Greiferschützenwebmaschine, dadurch gekennzeichnet, dass die als Endstufe vorgesehene Schaltstufe (41) des Schusseintragwächters
auch als Endstufe dem Signalkreis (40-2) nachgeschaltet ist.
030046/0754
Applications Claiming Priority (1)
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