DE69607973T2 - Verfahren zum automatischen entfernen eines falschen schussfadens aus dem webfach einer greiferwebmaschine - Google Patents
Verfahren zum automatischen entfernen eines falschen schussfadens aus dem webfach einer greiferwebmaschineInfo
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Description
- Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zum Ausführen der automatischen Extraktion von fehlerhaften Schußfäden aus dem Fach einer Greiferwebmaschine. Insbesondere ist das Verfahren darauf gerichtet, die automatischen Extraktion von Schußfäden zu erlauben, die sich während des Zubringens oder während des Austausches des Schußfadens zwischen dem Bringgreifer und dem Holgreifer gelöst haben. Das Verfahren nach der vorliegenden Erfindung kann, mit anderen Worten, auf all die Fälle eines fehlerhaften Fadens angewendet werden, bei denen keine Unterbrechung in der Kontinuität des Schußfadens selbst aufgetreten ist.
- Bisher wurden verschiedene Verfahren und Vorrichtungen vorgeschlagen, die auf einem mechanischen oder einem pneumatischem Vorgang oder einer Kombination beider beruhen, um die automatische Extraktion von fehlerhaften Garnen aus dem Fach der Webmaschine auszuführen, jedoch lediglich in dem Bereich von Luft-Webmaschinen. Zu den fortgeschrittensten Verfahren dieser Art zählen diejenigen, die eine Extraktion des fehlerhaften Schußfadens von der den Schußfaden aufnehmenden Seite des Webstuhls mit einem "Abzieh"-Effekt (in der Art und Weise eines Klebebandes) erlauben, um so eine unerwünschte Überbeanspruchung des Schußfadens selbst und der Schußfäden, die - insbesondere im Fall der natürlichen Garne - bereits in Folge des Aufschlagens des Faches eng mit diesem verbunden sind. Es ist zu beachten, daß dann, wenn die Webmaschinenüberwachungseinrichtung erkennt, daß der Schußfaden nicht auf der den Schußfaden aufnehmenden Seite angekommen ist und daher ein Stoppsignal an die Webmaschine aussendet, die Web maschine - aufgrund der Trägheit ihrer sich bewegenden Teile - nicht unmittelbar, sondern erst nach wenigstens einem Schlag gestoppt werden kann. Während dieses während des Bremsens erfolgenden Schlags wird die Schußfadeneintrageinrichtung unverzüglich gestoppt, aus diesem Grund wird der Schlag als ein "Leerschlag" bezeichnet, es ist offensichtlich nicht möglich, eine Bewegung des Fachs zu verhindern, das daher in der normalen Art und Weise ein Aufschlagen des fehlerhaften Garns an das zu bildende Gewebe ausführt. Wenn die Webmaschine unmittelbar nach dem Stoppen einen Leerschlag ausführt und so den fehlerhaften Schußfaden angibt, der offensichtlich - außer in dem Fall von sehr leichten synthetischen Fasern - schon eng an die Kettfäden angedrückt ist, was eine Extraktion mittels eines Abziehvorgangs erfordert, d. h. von der Einsatzseite der Webmaschine, aber mit der Richtung der Extraktion in Richtung auf die den Schußfaden aufnehmende Seite der Webmaschine.
- Eine verbesserte Vorrichtung dieser Art ist in dem Patent EP-A-534541 beschrieben.
- Einige Zeit lang hat der Anmelder versucht, das Problem des Übertragens eines Systems für eine automatische Extraktion von fehlerhaften Schußfäden auch bei Greiferwebmaschinen durchzuführen, die in den Ausdrücken des Betriebsvorgangs demjenigen ähnlich ist, der für Luft-Webmaschinen entwickelt worden ist. Die Schwierigkeiten bei dem Bewirken der Übertragung sind jedoch vielfältig und bestehen insbesondere in dem Erfordernis zu vermeiden, daß die Webmaschine mit einer übermäßigen Menge an zusätzlicher Ausrüstung belastet wird, verglichen mit derjenigen, die für normale Webvorgänge erforderlich ist, was zu ganz erheblichen Beeinträchtigungen bezüglich der Wirtschaftlichkeit führt und einen Raum benötigt, der durch die zusätzliche Einrichtung erforderlich wird, was nicht immer mit dem Raum verträglich ist, der an der Webmaschine verfügbar ist. Infolgedessen war die Anordnung, die von dem Anmelder in dem vorgenannten Patent zu Extraktion von fehlerhaften Schußfäden in Luft-Webmaschinenen verwendet wird - die die Bildung einer Schlaufe des Schußfadens, die mit dem fehlerhaften Schußfaden verbunden ist und eine Extraktion der Schlaufe und sodann des fehlerhaften Schußfadens von der den Schußfaden aufnehmenden Seite der Webmaschine beinhaltet - nicht bei Greiferwebmaschinen verwendbar, da diese offensichtlich in der Position keine pneumatische Einrichtung zum Spannen des Fadens haben, der bei Luft-Webmaschinen vorhanden ist (mit der Einrichtung daher bei diesen Webmaschinen die Extraktionseinrichtung versehen werden könnte). Schließlich würde der Vorgang einen weiteren Austausch von Schußfaden, zusätzlich zu dem, der normalerweise ausgeführt wird, zwischen dem Ringgreifer und dem Holgreifer, d. h. einen Austausch von Schußfaden zwischen dem Bringgreifer und der vorgenannten hypothetischen Extraktionseinrichtung verlangen, ein Austausch, der sicherlich eine Modifikation des Vorgangs des Holgreifers erfordern würde, da der letztere, wie allgemein bekannt, üblicherweise so gesteuert wird, daß er den Schußfaden freigibt, sobald dieser das Fach verläßt.
- Ein weiterer wichtiger Unterschied zwischen Luft-Webmaschinen und Greiferwebmaschinen betrifft die Positionierung der wartenden Schußfäden auf der Seite, auf der der Schußfaden eingetragen wird. Während in dem Fall von Luft-Webmaschinen die Fäden immer in der Schußposition im Inneren der Düsenkanone sind, müssen sie bei Greiferwebmaschinen dagegen bei jeder Gelegenheit vor den Eingangsweg des Bringgreifers gebracht werden. Die ser Vorgang wäre sicherlich unmöglich oder jedenfalls weit komplizierter in dem Fall, daß der Schußfaden, der in den fehlerhaften Schußfaden aufläuft, von der den Schußfaden aufnehmenden Seite herausgezogen werden würde, wie dies stattdessen vorteilhaft bei Luft-Webmaschinen erfolgt.
- EP-A1-0332257 beschreibt ein Verfahren zum Entfernen eines nicht korrekten Stücks eines Schußfadens aus dem Fach von Webmaschinen, das auch auf Greiferwebmaschinen angewendet werden kann. Nach diesem Verfahren wird eine Schußfadenschlaufe, die mit dem fehlerhaften Schußfaden verbunden ist, in dem Fach mittels der Greifer gebildet. Diese Schußfadenschlaufe verbleibt von dem Haken des Zugreifers aufgenommen und der fehlerhafte Schußfaden kann unter Nutzung des Abzieheffekts herausgezogen werden, und zwar von der Schußfadeneintragseite der Webmaschine her. Dieses Verfahren schafft jedoch ein nur unzureichend effizientes System zum Sammeln des neuen Schußfadens, der in das Fach eingeschossen wird und zum Kontrollieren der wartenden Schußfäden. Entsprechend der vorliegenden Erfindung werden Verbesserungen bezüglich des obigen Verfahrens vorgeschlagen, das daher als der nächstkommende Stand der Technik betrachtet wird, um dieselbe hohe Effizienz und Zuverlässigkeit zu erreichen.
- Dies wird durch das Verfahren nach Anspruch 1 bewirkt. Ansprüche 2 bis 5 geben weitere vorteilhafte Merkmale des Verfahrens nach Anspruch 1 an.
- Das Verfahren zum automatischen Herausziehen von fehlerhaften Schußfäden nach der vorliegenden Erfindung wird in seinen Einzelheiten unter Bezugnahme auf die beiliegenden Zeichnungen erläutert, die schematisch einige Betriebsschritte wiedergeben. Dabei zeigt bzw. zeigen:
- Fig. 1 eine schematische Draufsicht der Webmaschine, die das Einbringen eines fehlerhaften Schußfadens zeigt;
- Fig. 2 und 3 derjenigen von Fig. 1 ähnliche Ansichten, die die anfänglichen Schritte der Trennung des fehlerhaften Schußfadens von den Kettfäden unter Nutzung des Abzieheffekts wiedergeben;
- Fig. 4 eine derjenigen von Fig. 3 ähnliche Ansicht, die den abschließendens Schritt der Extraktion des fehlerhaften Schußfadens in der pneumatisch/mechanischen Wickeleinrichtung wiedergibt; und
- Fig. 5 eine schematische Seitenansicht der Webmaschine an der Schußfadeneintragseite während des letzten Schrittes der Extraktion des fehlerhaften Schußfadens in die pneumatische/- mechanische Wickeleinrichtung.
- In den Zeichnungen sind die üblichen Teile einer Greiferwebmaschine in einer Art und Weise gezeigt, die nur recht schematisch ist, obwohl im ganzen zum Verständnis der Erfindung durch einen Fachmann geeignet, und um eine größere Einfachheit der Intpretation der Zeichnungen selbst sicherzustellen. Die einzelnen Einrichtungen, die für sich bekannt sind, einer Greiferwebmaschine, bei der das Verfahren nach der Erfindung anwendbar ist, werden durch die folgenden Bezugsbuchstaben bezeichnet:
- W sind die wartenden Schußfäden, O sind die Kettfäden, T ist das gebildete Gewebe, P ist das Fach, S ist die Einrichtung, die den Schußfaden auf der den Schußfaden aufnehmenden Seite erkennt, G ist die Schußfadenführungseinrichtung auf der Seite, auf der der Schußfaden eingetragen wird, M ist das den Schußfaden schneidende Mittel, F sind die Einrichtungen zum Eintragen des Schußfadens oder Finger (in den Zeichnungen einfach mit der jeweiligen Fadenöse bezeichnet), C ist der Bringgreifer, R ist der Zuggreifer.
- Wenn der Eintrag eines fehlerhaften Schußfadens A auftritt, erkennt der Sensor S den Fehler und sendet ein Stoppsignal zu der Webmaschine, die unmittelbar die Schußfadenspeisebewegung der Finger F und das Schneidemittel M deaktiviert. Die Webmaschine führt daher, wie oben erwähnt, einen Leerschlag aus, während der Schußfaden durch das Fach gegen das zu bildende Gewebe T geschlagen wird. Zu demselben Zeitpunkt wie die Deaktivierung der Finger wird das Saugen der Düse 1, die senkrecht zu dem Schußfaden angeordnet ist, aktiviert, was sicherstellt, daß der Schußfaden F gespannt bleibt, um so zu vermeiden, daß er während des Leerschlags der Webmaschine fehlerhaft ergriffen wird. An dem Ende des Leerschlags stoppt die Webmaschine und führt automatisch einen Leerschlag zurück aus, um so den fehlerhaften Schußfaden A von den Kettfäden zu befreien.
- Wenn man, wie bereits erwähnt, zu diesem Zeitpunkt versucht, den fehlerhaften Kettfaden von dem Fach zu befreien, werden erhebliche Schwierigkeiten auftreten, da der Schußfaden bereits eingesetzt und im Inneren des Fachs aufgeschlagen ist und jeder Extraktion wiedersteht, da es sowohl mit den Kettfäden verschlungen ist sowie mit den vorangehenden Schußfäden, gegen die er aufgeschlagen ist. Dieser Vorgang kann daher sehr selten ausgeführt werden und nur dann, wenn die Fäden einen sehr geringen gegenseitigen Anhaftungsfaktor haben (beispielsweise einige synthetische Fasern). In anderen Fällen und insbesondere in dem Fall von natürlichen Fäden wie Wolle oder Baumwolle, würde die Zugkraft, die erforderlich ist, um den fehlerhaften Schußfaden abzuziehen, einen Bruch des Schußfadens oder eines oder mehrerer der Schußfäden bewirken, oder wenigstens zu einer nichtakzeptablen seitigen Verschiebung dieser Fäden führen.
- Nach dem automatischen Extraktionsverfahren der Erfindung wird dagegen eine Schlaufe gebildet, wobei der Schußfaden A' noch an dem fehlerhaften Faden A angebracht ist, wobei zu diesem Zweck das Paar von Bring- und Holgreifern C und R verwendet wird, wie in Fig. 2 und 3 gezeigt, während die Ausführung eines vorwärtsgerichteten Schlags der Webmaschine, der mit einer sehr geringen Geschwindigkeit ausgeführt wird. Zu diesem Zweck wird derselbe Finger F der Schußfadenspeiseeinrichtung dort, wo das Stoppen wegen des Fehlers den Schußfaden aufgetreten ist - in den Fig. 2 und 3 durch das Bezugszeichen angegeben - erneut ausgewählt ausschließlich mit geeigneten Steuermitteln der Schneidemittel M und unter gleichzeitigem Anheben der Schußfadenführung G aus der Arbeitsposition, wie dies in Fig. 5 in durchgezogenen Linien angegeben ist, in die Ruheposition G, die in derselben Figur gestrichelt dargestellt ist und Befreien der wartenden Schußfäden F in dieser Art und Weise aus der Kerbe 4 einschließlich des Schußfadens A', der noch mit dem fehlerhaften Schußfaden A verbunden ist, da das Schneidemittel M deaktiviert worden ist.
- Wenn der Bringgreifer C wieder diesen neuen Schußfaden A' aufgreift und ihn in das Fach transportiert, erstreckt sich der Schußfaden, der von der Schußfadenführung G frei ist, in gestreckter Weise in dem Fach zwischen dem Finger 3 und dem Bringgreifer C und, wie es in den Fig. 2 und 3 deutlich erkennbar ist, der fehlerhafte Schußfaden A wird, wenn der neue Schußfaden durch das Fach durch den Bringgreifer C getragen und sodann von dem Zuggreifer R aufgenommen wird, von dem Fach mit einem Abzieheffekt getrennt, der genau an der Schußfadeneinbringseite der Webmaschine beginnt. Auf diese Weise ist es möglich, eine zuverlässige und problemlose Extraktion auch dann zu erreichen, wenn die Schußfäden einen hohen Anhaftungsfaktor und einen geringen mechanischen Widerstand haben. Wenn der Holgreifer aus dem Fach ausgetreten ist, stoppt die Webmaschine, der fehlerhaften Schußfaden kann jedoch noch nicht vollständig befreit werden (er ist tatsächlich nur dann befreit, wenn er auf die erste Hälfte des Fachs beschränkt ist) und sein Ende an diesem Punkt wird frei in dem Haken des Holgreifers R außerhalb des Fachs aufgenommen. Die Halteeinrichtung des Holgreifers ist, wie bekannt, so ausgebildet, daß sie sich öffnet, wenn er das Fach verläßt, ohne es jedoch der Schlaufe, die von dem Schußfaden A-A' gebildet wird zu erlauben, aus der Öse herauszukommen, die von dem Haken des Greifers R gebildet wird.
- Um die Extraktion des fehlerhaften Schußfadens zu vervollständigen, wird bei dem Verfahren nach der vorliegenden Erfindung an diesem Punkt von einer pneumatisch/mechanischen Extraktionseinrichtung E, wie sie an sich bekannt ist und schematisch in, Form eines Beispiels in Fig. 4 gezeigt ist, Gebrauch gemacht. Es können beispielsweise Vorrichtungen verwendet werden, wie sie in dem obengenannten Patent oder aber in dem Patent EP-A2-200 168 (Tsudakoma) gezeigt sind. In jedem Fall sind die in Frage stehenden Einrichtungen solche, die eine Saugfunktion, die das Ziehen des Schußfadens in das Innere eines Saugmunds der Vorrichtung selbst durchführen können, kombinieren, wobei ein intermittierendes oder kontinuierliches mechanisches Rückgewinnen des Schußfadens ausgeführt wird.
- Eine solche Saugeinrichtung ist jedoch normalerweise im Hinblick auf ihre Position bezüglich des Schußfadens A-A' nicht dazu in der Lage, den Faden direkt in das Innere des eigenen Saugmundes 5 zu ziehen. Aus diesem Grund ist die Einrichtung E nach der vorliegenden Erfindung mit einem Haken 6 versehen, der von einem pneumatischen Zylinder oder aber durch andere Mittel so betätigt wird, daß er sich auf einem linearen Weg zwischen einer herausgeschobenen Position, in der er den Weg des Schußfadens A-A' kreuzt, um so diesen aufzunehmen, und einer Position nahe zu dem Saugmund 5, in den der Schußfaden A-A' direkt durch den Saugluftstrom im Inneren der pneumatisch/mechanischen Einrichtung E eingesaugt wird. Ein Paar von Garnführungen 7 und 8, die an dem Blatt P befestigt sind, verhindern während der Aufnahmeaktion von dem Haken 6 und während des nachfolgenden Betriebs einschließlich der Extraktion des Schußfadens A-A', daß der Faden selbst mit dem Blatt P in Berührung kommt.
- Wenn der Schußfaden A-A' durch die Zieh- oder Wickeleinrichtung, die im Inneren der pneumatisch/mechanischen Einrichtung E angeordnet ist, aufgenommen wird, kann die Extraktion des fehlerhaften Schußfadens A aus dem Fach aufgrund der Tatsache, daß der Faden geführt wird, in der Art und Weise einer Scheibe durch den Ha ken des Holgreifers Rfortgesetzt werden. Die Extraktion wird dabei mit einem Abzieheffekt fortgesetzt, bis der Faden A aus dem Fach herausgezogen ist und in das Innere der pneumatisch/mechanischen Einrichtung E eingeführt ist, wo ein besonderer Sensor (nicht gezeigt) das Fehlen des zweiten einkommenden Fadens erkennt und einen Befehl an die Webmaschine gibt, um die Webvorgänge wieder zu starten.
- Die Webmaschine ist zu diesem Zeitpunkt in der in Fig. 5 gezeigten Position, wobei das Schußfadenfach jetzt vollständig geschlossen ist (es ist daran zu erinnern, daß die Webmaschine gestoppt wurde, als der Holgreifer sich R bereits aus dem Fach herausbewegt hat), jedoch noch nicht wieder in der entgegengesetzten Richtung geöffnet ist, um so die Rückgewinnung des Schußfadens A-A' durch die pneumatisch-mechanische Einrichtung E nicht zu behindern. Es ist daher notwendig, einen rückwärtsgerichteten Schlag der Webmaschine auszuführen, um wieder die Startposition zu erreichen, wie sie vor dem Eintrag des fehlerhaften Schußfadens A voranging. Bei dem Ausführen dieses Vorgangs kehrt das Fach P in die Aufschlagzone (in Fig. 5 gestrichelt dargestellt) zurück, und die Schußfadenführung ist dazu in der Lage, den Schußfaden A-A' (der durch die pneumatisch/mechanische Einrichtung E gespannt gehalten wird) in Richtung auf die Fadenführung G, die zwischenzeitlich wieder in ihre Arbeitsposition abgesenkt worden ist, zu ziehen, wobei sie wieder den Schußfaden in das Innere ihrer Kerbe 4 aufnimmt.
- Der Schußfaden ist zu diesem Zeitpunkt wieder vorbereitet, um erneut zu starten, nachdem eines der gewöhnlichen automatischen Neustartprogramme ausgeführt worden ist mit einem oder mehreren Leerschlägen, um die Zeichen des Stoppens zu eliminieren. Sobald von der Schußfadenspeiseeinrichtung das Arbeitssignal abgegeben wird, ist diese dazu in der Lage, den Finger 3 abzusenken, so daß der Bringgreifer C den Schußfaden A' aufnimmt und diesen in das Innere des Fachs einträgt. Zu diesem Zeitpunkt arbeiten die Schneidmittel mit dem Schneiden des Schußfadens, dessen hinteres Ende sodann vollständig durch die pneumatisch/mechanische Einrichtung E eingesaugt wird und sodann in einer an sich bekannten Weise abgeführt wird, in üblicher Weise weiter. Die pneumatisch/mechanische Einrichtung wird sodann für einen neuen Extraktionsvorgang zurückgestellt, und das Weben wird in der normalen Art und Weise fortgesetzt.
- Die Erfindung des Verfahrens zur automatischen Extraktion eines fehlerhaften Schußfadens nach der vorliegenden Erfindung wurde unter Bezugnahme auf ein Ausführungsbeispiel beschrieben. Es ist jedoch zu beachten, daß zwar einige Schritte des Verfahrens als wesentlich zu betrachten sind und daher die Erfindung beschränken, es versteht sich jedoch weiter aus den beiliegenden Ansprüchen, daß die restlichen Schritte auch mit Einrichtungen und Systemen durchgeführt werden können, die den hier beschriebenen unterschiedlich sind, ohne sich von dem Schutzbereich der Erfindung selbst zu lösen.
Claims (5)
1. Verfahren zum automatischen Entfernen eines
fehlerhaften Schußfadens aus dem Fach einer
Greiferwebmaschine von der Art mit einer Schußfadenzufuhreinrichtung,
einem Bringgreifer, einem Holgreifer, einem Blatt zum,
Aufschlagen des Fadens, Fadenschneidemittel und eine
Fadenführungseinrichtung, die dazu ausgebildet ist, die
wartenden Schußfäden in einer ihrer Kerben
rückzuhalten, die beide auf der Schußfadeneinbringseite der
Webmaschine angeordnet sind, und einer
Schußfadenerkennungseinrichtung auf der den Schußfaden aufnehmenden
Seite der Webmaschine von der Art, bei der dann, wenn
von der Schußfadenerkennungseinrichtung ein Signal
ausgegeben wird, das angibt, daß der Schußfaden nicht
angekommen ist, mit den folgenden Schritten:
a) Deaktivieren des Schußfadenschneidemittels und des
Schußfadeneinbringmittels und gleichzeitig Stoppen
der Webmaschine;
b) Rückbewegen der Webmaschine unter deren Rückführen
in die Position, in der der fehlerhafte Faden
eingesetzt worden war;
c) Auswählen der Schußfadenzufuhreinrichtung an
demselben Schußfaden, bei dem der fehlerhafte Eintrag
aufgetreten ist und Eintragen eines neuen
Schußfadens durch das Fach mittels des Bringgreifers und
des Holgreifers;
d) Stoppen der Webmaschine sobald der neue Schußfaden
aus der den Schußfaden aufnehmenden Seite der
Webmaschine austritt;
e) Ziehen des eingebrachten neuen Schußfadens und
damit des mit diesem verbundenen fehlerhaften
Schußfadens von der Schußfadeneinbringseite,
während der fehlerhafte Schußfaden frei von dem Haken
des Zuggreifers aufgenommen wird;
dadurch gekennzeichnet, daß der Schritt e) durch die
folgenden weiteren Schritte bewirkt wird:
f) Aufnehmen des Schußfadens, der mit dem fehlerhaften
Faden zurückzuholen ist, durch eine
Hakeneinrichtung;
g) Bewegen der Hakeneinrichtung zwischen einer ersten
Position, in der er mit dem Weg des Schußfadens
(A-A') interferiert, um so den Faden aufzunehmen
und einer zweiten Position nahe zu dem Saugmund (5)
einer pneumatischen/mechanischen Einrichtung;
h) Ziehen des Schußfadens (A-A') in das Innere der
pneumatischen, mechanischen Einrichtung durch
dessen Saugmittel;
i) Ausführen einer intermittierenden oder
kontinuierlichen mechanischen Rückholung des Schußfadens
(A A') im Inneren der pneumatischen/mechanischen
Einrichtung durch deren mechanisches Mittel.
2) Verfahren nach Anspruch 1, weiter mit zwei
Fadenführungseinrichtungen, die lateral zu dem Blatt auf der
Schußfadeneintragseite der Webmaschine befestigt sind,
um den Schußfaden während der vorangehend genannten
Schritte g) bis i) zu führen.
3) Verfahren nach Anspruch 2, wobei eine der beiden
Fadenführungseinrichtungen, die an dem Blatt befestigt,
sind, den Schußfaden in das Innere der Rückhaltekerbe
der Schußfadenführungsvorrichtung zieht.
4. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche,
wobei Schritt a) die Aktivierung einer Saugdüse, die
senkrecht auf den freien Schußfaden außerhalb des Fachs
wirkt, einschließt, um diesen unter Spannung zu halten.
5. Verfahren nach Anspruch 1, wobei das Einsetzen des
neuen Schußfadens nach Schritt c) mit einer geringen
Geschwindigkeit ausgeführt wird.
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