DE2911768A1 - Regelbarer stossdaempfer, insbesondere fuer kraftfahrzeuge - Google Patents
Regelbarer stossdaempfer, insbesondere fuer kraftfahrzeugeInfo
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- B60G17/06—Characteristics of dampers, e.g. mechanical dampers
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- F16F—SPRINGS; SHOCK-ABSORBERS; MEANS FOR DAMPING VIBRATION
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- F16F9/44—Means on or in the damper for manual or non-automatic adjustment; such means combined with temperature correction
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Description
- Die Erfindung betrifft einen regelbaren Stoßdämpfer, insbesondere fur Kraftfahrzeuge, bestehend aus einem mit einer Dämpfungsflüssigkeit gefullten Zylinder, in dem axial eine darin verschieblich angeordnete, hohle Kolbenstange eintaucht, in der ein Steuermittel angeordnet ist und die an ihrem Ende eine gegen die Zylinderwandung abgedichtete Scheibe trägt die den Zylinderraum in zwei Kammerhälften aufteilt und die richtungsabhängige Hoch- und Niederdruckventile aufweist zur Verbindung der beiden Kammerhälften für die Dämpfungsflüssigkeit nach verwindung der Schließkraft der Ventile.
- Es sind eine Vielzahl von Stoßdämpfern bekannt geworden, wobei auch schon stufenlos verstellbare oder regelbare Stoßdämpfer bekannt sind. Die DE-OS 15 05 497 beinhaltet z. B. einen stufenlos verstellbaren Stoßdämpfer, insbesondere für Kraftfahrzeuge, bestehend aus einem mit Dämpfungsflüssigkeit gefüllten Zylinder, einer darin verschieblich angeordneten, hohl ausgebildeten Kolbenstange mit darin untergebrachtem Steuermittel und einem Arbeitskolben, der mit zwei in ihm angeordneten Gruppen von axial verlaufenden Flüssigkeits-Durchtrittskanälen versehen ist, von denen jede Gruppe austrittsseitig durch vorzugsweise an ihrem Innenumfang fest am Kolben eingespannte Ventilfederplatten abgedeckt ist, wobei zumindest ein Ventilplattenpaket durch einen an seinem Außenumfang mit durch das Steuermittel regelbaren Anpreßdruck anliegenden Stützkolben abgestützt ist. Das die hohle Kolbenstange durchsetzende Steuermittel greift unmittelbar am Stützkolben an, wobei der Anpreßdruck des Stützkolbens unabhängig von den im Dämpfer herrschenden hydraulischen Verhältnissen geregelt werden kann. Die hier verwendete Gestaltung zur Regelung des Stoßdämpfers ist jedoch nicht sehr wirkungsvoll. Denn es tritt trotzdem eine Überlagerung der Dämpfungseinflüsse ein, wodurch eine genaue und einwandfreie stufenlose Dämpfungseinstellung nicht. möglich ist.
- Bei einem weiteren bekannten regelbaren Stoßdämpfer dieser Art gemäß der Deutschen Patentanmeldung a 81 235 I1/63 c und B 82 476 II/63 c erfolgt die Regelung des oder der an den Ventilfederplattenpaketen anliegenden Stützkolben zwecks Andrung der Dämpfereinstellung über eine in der hohl ausgebildeten Kolbenstange angeordnete Verstellstange, durch welche zu den Stützkolben führende Drosselöffnungen mehr oder weniger weit geöffnet und durch den sich dabei einstellenden hydraulischen Strömungsdruck bzw. Staudruck die Stützkolben hinsichtlich ihres Anpreßdruckes auf die Ventilfederplatte geregelt werden. Die Regelung der Stützkolben erfolgt hier also in Abhängigkeit von den im Dämpfer herrschenden hydraulischen Verhältnissen. Eine solche Steuerung des Dämpfungswiderstandes führt ebenfalls zu überlagerungen der Dämpfungseinflüsse. Der Dämpfung, die durch die verschiedene Auflegung der am Arbeitskolben eingespannten Ventilfederpiatten bewirkt wird, überlagert sich die von den jeweiligen Staudruckverhältnissen abhängige Anpreßkraft des oder der Stützkolben. Dadurch ergeben sich größere Ungenauigkeiten, die für den heutigen Kraftfahrzeugbau nicht mehr tolerierbar sind. Des weiteren ist die Verwendung der Stützkolben nachteilig.
- Durch die DE-OS 16 55 647 ist des weiteren ein regelbarer hydraulischer Teleskopstoßdämpfer, insbesondere für Kraftfahrzeuge, bekannt geworden, der mit einem außerhalb des Dämpfungskörpers befindlichen Regelorgan über eine Quer- und/oder eine axiale Bohrung in einer Kolbenstange in Verbindung steht. Innerhalb eines Steuerraumes, der durch eine zylindrische Erweiterung der axialen Bohrung am Ende der Kolbenstange gebildet wird, sind eine Steuerbüchse und ein Steuerkolben zwischen Federelementen und einem Anschlag angeordnet. Diese Anordnung arbeitet, wie die vorher genannten, rein hydraulisch. Zur Steuerung oder Regelung des Stoßdämpfers muß also von außen in nachteiliger Weise ein zusätzliches Hydraulik-Medium zugeführt werden. Dafür müssen außen zusätzliche Aggregate zur Verfügung gestellt werden, so z. B. zur Druckerzeugung, was einen heute nicht mehr vertretbaren zusätzlichen Aufwand macht.
- Des weiteren ist durch die DE-OS 24 41 174 eine Radaufhängung für Landfahrzeuge bekannt geworden, wobei zwischen dem Träger und der Karosserie eine hydraulische Dämpfungsvorrichtung, ein Verlagerungswandler und ein Beschleunigungswandler an der Fahrzeugkarosserie angeordnet sind. Der Verlagerungswandler erzeugt ein erstes Signal, das der Position des Radträgers der Karosserie gegenüber entspricht, der Beschleunigungswandler an der Fahrzeugkarosserie erzeugt ein zweites Signal, welches der vertikalen Komponente der Beschleunigung der Karosserie an dem Rad entspricht. Des weiteren ist eine Steuervorrichtung vorhanden, die zur Änderung der Dämpfungskraft der Dämpfungsvorrichtung entsprechend dem ersten und dem zweiten Signal in Funktion setzbar ist, so daß das zweite Signal des Beschleunigungswandlers einen Sollwert als Funktion des ersten Signals einzunehmen veranlaßt wird. Dazu weist die Steuervorrichtung einen Funktionsgenerator auf, dem an einem Ausgangsanschluß das erste Signal zugeleitet wird und der ein Ausgangssignal erzeugt, das einem Sollwert des zweiten Signals entspricht, wobei ein Komparator vorgesehen ist, der die Dämpfungsvorrichtung entsprechend dem Fehler zwischen dem zweiten Signal und dem Ausgangssignal vom Funktionsgenerator steuert.
- Nachteilig bei dieser hydraulischen Dämpfungsvorrichtung ist, daß die beiden Signale von verschiedenen Dämpfungsgliedern abgenormen werden müssen und das Stellsignal wiederum zwei verschiedenen Dämpfungsvorrichtungen zugeführt wird.
- Der Erfindung liegt deshalb die Aufgabe zugrunde, einen Stoßdämpfer der eingangs genannten Gattung zu schaffen, dessen Dämpfungscharakteristik zusätzlich elektrisch regelbar ist, wobei alle zur Regelung oder Steuerung notwendigen Teile innerhalb des Stoßdämpfers - ausgenommen ein elektronischer Verstärker oder ein elektronischer Signalgeber -integriert angeordnet sein sollen.
- Die Lösung dieser Aufgabe besteht darin, daß erfindungsgemäß im oberen Teil der Kolbenstange eine Spule angeordnet ist, innerhalb der ein Anker beweglich angeordnet ist, der axial an seinem Zylinder zugewandten Ende einen das Steuermittel bildenden Steuerschieber trägt, der innerhalb der axialen Längsbohrung der Kolbenstange glEitbar angeordnet ist und die in die untere Kammerhälfte mündende öffnung dieser LänSsbohrung verschließt, wobei die Längsbohrung im Bereich der oberen Kammerhälfte von einer Querbohrung durchsetzt ist, die in Ruhestellung/Arbeitsstellung des Steuerschiebers von diesem verschlossen ist oder umgekehrt.
- Die Spule weist in vorteilhafter Weise eine elektrische Zufuhrleitung von außerhalb des Stoßdämpfers auf.
- Der erfindungsgemäße Stoßdämpfer besitzt den hervorstechenden Vorteil, daß dieser über von außen auf den Stoßdämpfer aufgebbare Steuersignale bzw. Schaltimpulse in seiner Dämfungscharakteristik verändert und den jeweiligen Verhältnissen angepaßt werden kann. In vorteilhafter Weise sind dabei alle zur Steuerung oder Regelung notwendigen Aggregate - ausgenommen natürlich einen eventuell notwendigen elektronischen Verstärker oder einen elektronischen Signalgeber - innerhalb des Stoßdämpfers integriert, wobei dieser trotzdem die gleichen Abmessungen beibehalten kann, wie bekannte Stoßdämpfer des Standes der Technik.
- In vorteilhafter Weise können der Spule innerhalb des erfindungsgemäßen Stoßdämpfers über die äußere Zuleitung Steuersignale bzw. Steuerimpulse oder Regel impulse zugeführt werden, so daß entsprechend diesen Impulsen der Anker mehr oder weniger in die Spule eintaucht und dadurch der mit dem Anker befestigte Steuerschieber die untere Uffnung der Längsbohrung innerhalb der Kolbenstange mehr oder weniger freigibt. Durch die Freigabe der Längsbohrung wird somit eine zusätzliche Verbindung zwischen der unteren Kammerhälfte und der oberen Kammerhälfte des Zylinders geschaffen unter Umgehung der bekannten Ventile innerhalb eines Stoßdämpfers. Diese Längsbohrung der Kolbenstange in Zusammenarbeit der die Längsbohrung durchsetzenden Querbohrung stellen somit einen Bypass dar, der durch den Steuerschieber gesteuert oder geregelt verschließbar und öffenbar ist. Dabei kann der Bypass im unbelasteten Betrieb entweder geöffnet oder auch geschlossen sein.
- In weiterer, erfindungsgemäßer Ausgestaltung kann die Längsbohrung innerhalb der Kolbenstange eine Sackbohrung sein, wobei innerhalb der Stirnwandung der Kolbenstange eine axiale Durchgangsbohrung geringeren Durchmessers als der Durchmesser der Längsbohrung angeordnet ist, durch welche Durchgangsbohrung die Querbohrung geführt ist, wobei der Steuerschieber mit seinem unteren Ende in die Durchgangsbohrung eintaucht und zusätzlich federbelastet sein kann. Die Feder kann sich dabei einerseits auf der Stirnwandung bzw. auf dem Boden der Kolbenstange und andererseits an einem Halteglied an dem Steuerschieber abstützen. Dadurch, daß die Längsbohrung innerhalb der Kolbenctarge eine Sackbohrung ist, in die zentrisch eine Durchgangsbohrung mündet, wird in vorteilhafter Weise eine Führung für den Steuerschieber innerhalb der Kolbenstange geschaffen. Gleichzeitig wird somit Platz geschaffen für die Anordnung einer Feder, um den Steuerschieber und somit den Anker innerhalb der Spule in einer definierten Grundstellung zu halten.
- In einer weiteren, höchst erfinderischen Ausgestaltung kann das untere Ende des Steuerschiebers eine Längsbohrung aufweisen, die im Bereich der Längsbohrung der Kolbenstange von einer Querbohrung durchsetzt ist, so daß die Längsbohrung der Kolbenstange und der Innenraum der Spule mit Dämpfungsflüssigkeit gefüllt sind. Dadurch wird in vorteilhafter Weise erreicht, daß das Steuermittel - sei es in der Arbeitsstellung oder in der Ruhestellung - immer unter dem selben Druck steht, wie die obere Kammerhälfte des Zylinders. Dadurch wird insbesondere auch verhindert, daß das Steuermittel, der Anker mitsamt dem Steuerschieber, eine undefinierte Lage einnehmen kann. Durch die Federbelastung des Steuerschiebers und des Ankers und durch die Füllung des Innenraumes der Kolbenstange und der Spule mittels Dämpfungsflüssigkeit des Druckes der oberen Kammerhälfte des Zylinders wird somit jegliche Fehlbeeinflussung durch verschiedene Drucke innerhalb der Kolbenstange und dem Kammersystem verhindert.
- In einer weiteren, bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung kann ein regelbarer Teleskopstoßdämpfer mit einem den Zylinder übergreifenden, zylindrischen Topf Verwendung finden, der innen zentrisch die Kolbenstange trägt, wobei der Zylinder an seinem oberen Ende an oder in der Außenwandung einen Dauermagneten aufweist und an der zylindrischen Innenwandung des Topfes in axialer Richtung eine Spule angeordnet sein kann, die eine Zuführleitung nach außen besitzt. Der Dauermagnet kann ein Ringmagnet sein, der auf oder in dem Mantel des Zylinders angeordnet ist.
- Diese erfindungsgemäße Ausführungsart stellt in höchst vorteilhafter Weise einen vollständigen regelbaren (oder auch steuerbaren) Teleskopstoßdämpfer zur Verfügung. Denn innerhalb der Spule oder der Spulen des Topfes werden durch den oder die Ringmagneten des Zylinders bei Wechselbelastung des Teleskopstoßdämpfers eine oder mehrere Spannungen induziert, über die alle Daten, die zur Anpassung der Dämpfungseigenschaften an den jeweiligen Zustand des Stoßdämpfers abgeleitet werden können.
- Diese Daten sind Amplitude, Steilheit, Beschleunigung, Frequenz und Richtung. Diese Daten können in einem Rechner ausgewertet werden, der wiederum ein dem jeweiligen Zustand des Teleskopstoßdämpfers entsprechendes Ausgangssignal erzeugt, welches der Spule innerhalb der Kolbenstange des Stoßdämpfers als Stellsignal zugeführt wird.
- Des weiteren kann der erfindungsgemäße Teleskopstoßdämpfer als Regler mit speziellen Eigenschaften geschaltet werden, in dem diesem das Ausgangssignal der Spule innerhalb des Topfes nach Verstärkung und Analyse wieder als Eingangssignal für die Spule innerhalb der Kolbenstange zugeführt wird.
- Insbesondere ist es beim erfindungsgemäßen Teleskopstoßdämpfer möglich, diesen entsprechend der aus dem Gebersystem Topfspule-Zylindermagnet herstammenden Signal zu regeln. Deshalb kann der erfindungsgemäße Teleskopstoßdämpfer praktisch sofort auf jede Bodenbeschaffenheit oder auf jedes Fahrverhalten ansprechen und dementsprechend seine Charakteristik für ein optimales Fahrverhalten korrigieren oder unterstützen.
- In höchst vorteilhafter Weise ist auch dieser erfindungsgemäße Teleskopstoßdämpfer vollständig integriert aufgebaut, d. h., daß sämtliche zur Regelung oder Steuerung notwendigen Mittel -ausgenommen natürlich einen elektronischen Rechner und Auswerter und eventuell einen elektronischen Verstärker - innerhalb des Stoßdämpfers liegen. Gegenüber dem Aussehen eines konventionellen Teleskopstoßdämpfers unterscheidet sich der Teleskopstoßdämpfer gemäß vorliegender Erfindung nur dadurch, daß dieser zusätzlich mehrere äußere, elektrische Zuführanschlüsse aufweist.
- Des weiteren kann der erfindungsgemäße Stoßdämpfer wie auch der erfindungsgemäße Teleskopstoßdämpfer, mit einem Schalter versehen sein, der z.B. bei einem Belastungsbetrieb des Fahrzeuges den Bypass innerhalb der Kolbenstange nur ein- oder nur ausschaltet. Dadurch kann in der einfachsten Ausführung des erfindungsgemäßen Stoßdämpfers ein Stoßdämpfer für zwei Fahrbetriebe erhalten werden, nämlich für Belastungsbetrieb und für den normalen Betrieb.
- Des weiteren ist es möglich, innerhalb des lopfes eine Spule mit z. B. nur einer einzigen Windung vorzusehen, welche als Grenzwertgeber dient und welche deshalb am Ende des Topfes in oder an diesem angeordnet ist. Wird dann über diesen Grenzwertgeber ein Signal gegeben, so wird der Teleskopstoßdämpfer in einen härteren Betrieb umgeschaltet.
- In weiterer, vorteilhafter Ausgestaltung können innerhalb des Topfes zwei Spulen angeordnet sein, welche zwei getrennte Zuführungen nach außen aufweisen. Der Zylinder weist dazu an seinem Außenmantel zwei Dauermagnete, insbesondere Ringmagnete auf, welche bezüglich ihres Abstandes derart versetzt sind, daß beim Eintauchen in die Spulen von diesen zwei Signale abgegeben werden, die um 900 phasenverschoben sind. In diesem Falle kann in vorteilhafter Weise auch die jeweilige Richtung, in der sich der Stoßdämpfer bewegt, diskriminiert werden.
- Die Erfindung stellt somit zum ersten Mal einen regelbaren Stoßdämpfer zur Verfügung, der nur über von außen zuführbare elektronische Schaltsignale bzw. Impulse regelbar ist, wobei alle zur Regelung notwendigen Teile innerhalb des Stoßdämpfers integriert sind und die dieser sich somit in seinem Aussehen von gewohnlichen Stoßdämpfern nicht zu unterscheiden braucht.
- Die Erfindung ist mit weiteren Einzelheiten und Vorteilen in der nachfolgenden Beschreibung anhand von vier in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispielen näher erläutert. Dabei zeigen: Figur 1: einen Querschnitt durch einen erfindungsgemäßen Stoßdämpfer, bestehend aus einem Zylinder mit einem darüber gestülpten zylindrischen Topf Figur 2: einen Schnitt längs der Linie A-A in Figur 1 zur Darstellung der Querbohrung innerhalb der Kolbenstange Figur 3: ein weiteres Beispiel eines erfindungsgemäßen Teleskopstoßdämpfers, wobei der Topf und der Zylinder zusätzlich als elektrisches Gebersystem ausgebildet sinC Figur 4: ein Ausführungsbeispiel gemäß der Figur 3, wobei die Spule im Topf nur eine einzige Windung besitzt und als Grenzwertgeber dient und Figur 5: ein weiteres Beispiel eines erfindungsgemäßen Teleskopstoßdämpfers mit jeweils zwei Spulen und zwei Dauermagneten zur Richtungsdiskriminierung desselben.
- In den Figuren sind gleiche Teile mit gleichen Bezugskennzeichen gekennzeichnet.
- Gemäß der Figuren 1 und 2 besteht der regelbare Stoßdämpfer 1 aus einem unteren, zylindrischen Teil 2, welches mit einer Dämpfungsflüssigkeit gefüllt ist und einem oberen, zylindrischen Topf-Teil 3, welches den Zylinder 2 übergreift. Am oberen Ende des Topfteiles 3 wie am unteren Ende des Zylinders 2 sind je eine Halterung 4, 5 angeordnet ur Befestigung des Stoßdämpfers 1 einerseits an der Karosserie und andererseits am Rad oder an der Radachse.
- Innerhalb des Topfes 3 ist zentrisch eine hohle Kolbenstange 13 angeordnet, die somit eine Durchgangsbohrung 19 aufweist. Die Kolbenstange 13 ist innerhalb eines Deckels 17 zentrisch und abgedichtet geführt, wobei der Deckel 17 den Zylinder 2 verschließt.
- Eine Ringdichtung 18 dichtet den Deckel 17 gegen die Kolbenstange 13 ab. Am unteren, in den Zylinder 2 eingetauchten Ende der Kolbenstange 13 befindet sich eine Scheibe 8, die fest mit der Kolbenstange 13 verbunden ist. Diese Scheibe 8 ist gleitbar innerhalb des Zylinders 2 angeordnet und gegenüber der Zylinderwandung geeignet abgedichtet. In dem in Figur 1 gezeigten Beispiel ist die Scheibe 8 mittels einer Zwischenscheibe 16 und einer Mutter 15, die auf das untere Ende der Kolbenstange 13 aufgeschraubt ist, fest gehaltert. Die Scheibe 8 weist des weiteren auf ihren beiden planen Hauptoberflächen je ein Federpaket 11, 12 auf, welche Durchgangsbohrungen 9 und 10 innerhalb der Scheibe 8 abdecken.
- Die Federn können z. B. unterschiedliche Federwerte aufweisen, wodurch die Scheibe 8 ein Hochdruck- und Niederdruckventil darstellt. Der Topf mitsamt der Kolbenstange und der daran befestigten Scheibe ist nun gegenüber dem Zylinder relativ beweglich. Die Scheibe 8 teilt somit den Zylinderraum in zwei Kammerhälften 6 und 7, welche über die Ventil bohrungen 9, 10 miteinander in Verbindung stehen.
- Im oberen Teil der Kolbenstange 13 ist nun eine Spule 20 in Längsrichtung angeordnet, die in ihrem Innenraum einen Anker 21 aufnimmt.
- Das untere Ende des Ankers 21 besitzt eine konische Verjüngung, welche in einen am unteren Ende der Spule 20 angeordneten konischen Halteteil 22 eingreift. Dadurch wird eine definierte Endlage des Ankers 21 geschaffen.
- Der Anker 21 ist an seinem unteren, verjüngten Ende mit einem Steuerschieber 23 verbunden, der sich ebenfalls innerhalb der Längsbohrung 19 der Kolbenstange 13 erstreckt. Diese Längsbohrung 19 ist in dem hier gezeigten Beispiel eine Sackbohrung, wobei durch das untere Ende zentrisch eine Durchgangsbohrung 31 geführt ist. Der Durchmesser dieser Durchgangsbohrung 31 ist geringer als derjenige der Längsbohrung 19. Des weiteren ist quer zu dieser Längsbohrung 31 eine Querbohrung 30 durch die Kolbenstange geführt, wobei somit diese Querbohrung 30 im Bereich der oberen Kammerhälfte 7 des Zylinders 2 liegt. Der Steuerschieber 23 taucht nun in die Durchgangsbohrung 31 ein, wobei der Steuerschieber in die Durchgangsbohrung passt. Der Steuerschieber 23 ist des weiteren durch eine Druckfeder 24 vorgespannt, die sich einerseits an der Stirnwand 26 der Sackbohrung 19 und andererseits an einem fest mit dem Steuerschieber 23 verbundenen Halteteil 25 abstützt. Das Halteteil 25 kann z. B. eine Mutter oder ein Querzapfen sein. Durch die Druckfeder 24 wird somit der Steuerschieber 23 und der Anker 21 in eine definierte Lage gedrückt, in dem in Figur 1 gezeigten Beispiel nach oben.
- Die Spule 20 weist des weiteren eine nach außen führende Zuleitung 32 auf, wobei diese Zuleitung innerhalb des Stoßdämpfers isoliert ist. Des weiteren kann der Stoßdämpfer einen Masseanschluß 33 aufweisen.
- Der Steuerschieber 23 besitzt des weiteren an seinem unteren Ende eine in axialer Richtung verlaufende Längsbohrung 27, die im Bereich der Längsbohrung 19 oder der Sackbohrung von einer Querbohrung 28, 29 durchsetzt ist. Dadurch ist der gesamte Innenraum der Kolbenstange 13 mit der Dämpfungsflüssigkeit gefüllt, welche immer unter dem gleichen Druck steht, der innerhalb der oberen Kammerhälfte 7 herrscht. Dadurch nimmt der Anker 21 mitsamt den Steuerschieber 23 immer eine definierte Lage ein, wobei diese Lage nicht durch verschiedene Drücke innerhalb des Systems beeinflußt wird.
- Die Wirkungsweise des gezeigten Stoßdämpfers ist folgende: In der Ruhestellung des Ankers 21 und des Steuerschiebers 23 arbeitet der Stoßdämpfer wie ein gewöhnlicher Stoßdämpfer. Der Bypass, gebildet durch die Durchgangsbohrung 31 und die Querbohrung 30 innerhalb der Kolbenstange 13 ist entweder geschlossen oder geöffnet; in dem hier gezeigten Beispiel ist der Bypass bei Ruhestellung geöffnet. In diesem Falle ist somit die Dämpfung dieses Stoßdämpfers weich eingestellt.
- Wird nun durch die Spule 20 über die Zuleitung 32 ein Strom geschickt, so wird aufgrund des magnetischen Feldes der Anker 21 vollständig in die Spule 20 hineingezogen, wodurch das untere Ende des Steuerschiebers 23 in die Durchgangsbohrung 31 einfährt und die dazu verlaufende Querbohrung 30 versperrt. Dadurch kann der Bypass schlagartig geschlossen werden, wodurch die Dämpfungscharakteristik des Stoßdämpfers schlagartig verändert werden kann. In dem hier gezeigten Beispiel wird somit der Stoßdämpfer 1 auf einen "harten" Betrieb umgeschaltet.
- Figur 2 zeigt eine Seitenansicht der Kolbenstange 13, wobei die Scheibe 8 in einem Teilschnitt dargestellt ist. Aus Figur 2 ist der Verlauf der Querbohrung 30 quer zur Durchgangsbohrung 31 ersichtlich. Die Querbohrung 30 ist hier als länglicher Schlitz ausgeführt.
- Figur 3 zeigt ein weiteres Ausführungsbeispiel eines regelbaren Teleskopstoßdämpfers, bestehend wiederum aus einem Zylinder 2 mit einem darüber angeordneten zylindrischen Topf 34, der den Zylinder 2 nach unten überlappt. Dieser Topf 34 weist auf seiner Innenwandung eine axial ausgerichtete Spule 35 auf, wobei diese Spule z. B. aus einer einlagigen Windung bestehen kann. Die Spule 35 besitzt eine nach außen führende Zuleitung 37, welche innerhalb des Topfes isoliert geführt ist.
- Der Zylinder 2 besitzt an seinem oberen Ende in oder an der Mantelwandung einen Dauermagneten 36, der vorteilhaft ein ringförmiger Dauermagnet sein kann. Somit wird durch die Spule 35 innerhalb des Topfes und und den Dauermagnet 36 auf dem Zylinder ein elektrisches Gebersystem gebildet. Die übrigen Teile des Teleskopstoßdämpfers entsprechen denen in Figur 1, auf die verwiesen wird.
- Bewegt sich nun der Topf 34 relativ zum Zylinder 2, so wird aufgrund dieser Bewegung innerhalb der Spule 35 eine Spannung induziert, die über die Zuleitung 37 in eine nicht dargestellte elektronische Auswertung gegeben werden kann. Gleichermaßen kann ein aus dieser Auswertung her stammendes Steuersignal der Zuführung 32 zugeleitet und somit auf die Spule 20 innerhalb der Kolbenstange 13 zur Veränderung der Lage des Steuerschiebers gegeben werden.
- Figur 4 zeigt ein Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Teleskopstoßdämpfers, wobei im Topf im Bereich seines Bodens eine Spule 38 angeordnet ist, welche nur aus einer einzigen Windung besteht. Der Zylinder trägt an seinem oberen Ende innerhalb des Topfes einen Dauermagneten 39, der auch hier vorzugsweise ein Ringmagnet ist. Die übrige Ausführung des Teleskopstoßdämpfers entspricht der in Figur 1, weshalb auf diese verwiesen wird.
- Bewegt sich der Zylinder soweit in den Topf hinein, daß der Grenzwertgeber, gebildet durch das System Spule 38 - Dauermagnet 39, ein Signal abgibt, so wird der Teleskopstoßdämpfer härter gesteuert.
- Figur 5 zeigt ein weiteres Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Teleskopstoßdämpfers, wobei hier zusätzlich eine Richtungsdiskriminierung der Bewegurg des Stoßdämpfers stattfindet.
- Innerhalb des Topfes ist z. B. eine bifilargewickelte Doppelspule 41 angeordnet. Diese Doppel spule 41 besitzt zwei nach außen gehende Zuführleitungen 44 und 45 für ihre beiden Wicklungslagen. Der Zylinder trägt an seinem oberen Ende zwei Dauermagnete 42, 43, die vorzugsweise als Ringmagnete ausgebildet sind.
- Diese beiden Dauermagnete 42, 43 weisen bezüglich ihres Abstandes voneinander z. B. eine Teilung um das 1,5-fache des Windungsabstandes der Doppel spule 41 auf, damit die beiden aus der Doppelspule 41 erhaltenen Signale eine Phasenverschiebung von 900 aufweisen. Auf diese Weise kann zusätzlich zu den übrigen Daten, wie Geschwindigkeit, Beschleunigung, Frequenz auch die Richtung der Bewegung diskriminiert werden. Mit der Bezugsziffer 46 ist der Masseanschluß des Teleskopstoßdämpfers gekennzeichnet. Im übrigen entspricht der Teleskopstoßdämpfer der Ausführung gemäß den Figuren 1 und 3, weshalb auf diese verwiesen wird.
- Liste der Bezugszeichen 1 Stoßdämpfer 2 Zylinder 3 zylindrischer Topf 4,5 Halterungen 6 untere Kammerhälfte 7 obere Kammerhälfte 8 Scheibe 9,10 Ventilbohrungen 11,12 Ventilfedern 13 Kolbenstange 14 Endteil der Kolbenstange 15 Mutter 16 Zwischenscheibe 17 Zylinderdeckel 18 Ringdichtung 19 Längsbohrung innerhalb der Kolbenstange 20 Spule 21 Anker 22 konisches Halteteil 23 Steuerschieber 24 Druckfeder 25 Gegenhalterung der Feder 26 Stirnwand 27 Längsbohrung innerhalb des Endes des Steuerschiebers 28,29 Querbohrungen innerhalb des Steuerschiebers 23 zur Längsbohrung 27 30 Querbohrung innerhalb der Kolbenstange zur Durchgangsbohrung 31 innerhalb der Kolbenstange 31 Durchgangsbohrung 32 elektrische Zuführung zur Spule 20 33 Masseanschluß 34 zylindrischer Topf 35 Spule 36 ringförmiger Dauermagnet 37 Zuführung zur Spule 35 38 Spule, bestehend aus einer einzigen Windung 39 Dauermagnet 40 Spulenzuführleitung 41 Doppelspule 42, 43 Dauermagnete 44, 45 Zuführleitungen der Doppel spule 41 46 Masseanschluß L e e r s e i t e
Claims (7)
- Patentansprüche Regelbarer StoBdämpfer, insbesondere für Kraftfahrzeuge, bestehend aus einem mit einer Dämpfungsflüssigkeit gefüllten Zylinder, in den axial eine darin verschieblich angeordnete, hohle Kolbenstange eintaucht, in der ein Steuer- oder Regelmittel angeordnet ist und die an ihrem Ende eine gegen die Zylinderwandung abgedichtete Scheibe trägt, die den Zylinderraum in zwei Kammerhälften aufteilt und die richtungsabhängige Hoch- und Niederdruckventile aufweist zur Verbindung der beiden Kammerhälften für die Dämpfungsflüssigkeit nach Oberwindung der Schließkraft der Ventile, dadurch gekennzeichnet, daß im oberen Teil der Kolbenstange (13) eine Spule (20) angeordnet ist, innerhalb der ein Anker (21) beweglich angeordnet ist, der axial an seinem dem Zylinder (2) zugewandten Ende (14) einen das Steuermittel bildenden Steuerschieber (23) trägt, der innerhalb der axialen Längsbohrung (19, 31) der Kolbenstange gleitbar angeordnet ist und die in die untere Kammerhälfte (16) mündende Uffnung dieser Längesbohrung verschließt, wobei die Längsbohrung im Bereich der oberen Kammerhälfte (7) von einer Querbohrung (30) durchsetzt ist, die in Ruhçstellung/Arbeitsstellung des Steuerschiebers von diesem verschlossen ist oder umgekehrt.
- 2. Regelbarer Stoßdämpfer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Längsbohrung (19) innerhalb der Kolbenstange (13) eine Sackbohrung ist, wobei innerhalb der Stirnwand (26) der Kolbenstange eine axiale Durchgangsbohrung (31) geringeren Durchmessers als der Durchmesser der Längsbohrung zentrisch angeordnet ist, durch welche Durchgangsbchrung die Querbohrung (30) geführt ist und daß der Steuerschieber (23) mit seinem unteren Ende in die Durchgangsbohrung eintaucht und federbelastet ist.
- 3. Regelbarer Stoßdämpfer nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das untere Ende des Steuerschiebers (23) eine Längsbohrung (27) aufweist, die im Bereich der Längsbohrung (19) der Kolbenstange (13) von einer Querbohrung (28, 29) durchsetzt ist, so daß die Längsbohrung der Kolbenstange und der Innenraum der Spule (20) mit Dämpfungsflüssigkeit gefüllt sind.
- 4. Regelbarer Stoßdämpfer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Spule (20) eine elektrische Zuführleitung (32) von außerhalb des Stoßdämpfers (1) aufweist.
- 5. Regelbarer Teleskopstoßdämpfer mit einem dem Zylinder übergreifenden zylindrischen Topf, der innen zentrisch die Kolbenstange trägt nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Zylinder (2) an seinem oberen Ende an oder in der Außenwandung mindestens einen Dauermagneten (36) aufweist und daß an der zylindrischen Innenwandung des Topfes (34) in axialer Richtung mindestens eine Spule (35) angeordnet ist, die eine Zuführleitung (37) nach außen aufweist.
- 6. Regelbarer Teleskopstoßdämpfer nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Dauermagnet mindestens ein Ringmagnet (36) ist, der auf oder in dem 11anteil des Zylinders (2) angeordnet ist.
- 7. Regelbarer Teleskopstoßdämpfer nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Zylinder < 2) an seinem oberen Ende zwei an oder in der Außenwandung angeordnete Dauermagneten (42, 43) aufweist, die gegenseitig versetzt sind, um ein richtungsabhängiges, um 90° phasenversetztes elektrisches Signal zu erzeugen und daß an der zylindrischen Innenwandung des Topfes (34) in axialer Richtung zwei Spulen (41) angeordnet sind, die je eine Zuführleitung (44,45) nach außen aufweisen.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19792911768 DE2911768C2 (de) | 1979-03-26 | 1979-03-26 | Regelbarer Stoßdämpfer, insbesondere für Kraftfahrzeuge |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19792911768 DE2911768C2 (de) | 1979-03-26 | 1979-03-26 | Regelbarer Stoßdämpfer, insbesondere für Kraftfahrzeuge |
Publications (2)
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