DE1655647A1 - Regelbarer hydraulischer Teleskopstossdaempfer,insbesondere fuer Kraftfahrzeuge - Google Patents
Regelbarer hydraulischer Teleskopstossdaempfer,insbesondere fuer KraftfahrzeugeInfo
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Description
Regelbarer hydraulischer Teleskopstoßdämpfer, insbesondere
für Kraftfahrzeuge
Die Erfindung betrifft einen während des Fährbetriebes
regelbaren hydraulischen Teleskopstoßdämpfer, insbesondere für Kraftfahrzeuge, der zur Erhöhung der Funktionsfähigkeit
und zur Verbesserung der Wirksamkeit der Schwingungsdämpfung bei unterschiedlicher Fahrzeugbeladung
und wechselnden Straßenverhältnissen besonders ausgestaltet ist und mit einem außerhalb des Dämpfungskörpors
befindlichen Rege!organ in Verbindung steht.
Ss wurden bereits regelbare Teleskopstoßdämpfer vorgeschlagen,
deren Kolbenstangen mit einer axialen Bohrung versehen sind. In dieser Bohrung ist ein Steuerkolben angeordnet,
dessen Bewegungen mechanisch oder hydraulisch während des Fährbetriebes von außen in den Teleskopstoßdämpfer
eingeleitet werden. Der Steuerkolben gibt je nach seiner Stellung den Querschnitt einer in der Kolbenstange
quer zu deren Achse oberhalb des Stoßdämpferkolbens angeordneten Bohrung mehr oder weniger frei. Heben
dem Durchfluß des Öles durch die Kolbenventile tritt eine zusätzliche Ölmenge durch die vom Steuerkolben
freigegebene Bohrung über die axiale Kolbenstangenbohrucr jeweils andere Seite- des Kolbens. Durch
den vergrößerten Durchflußquerschnitt tritt je nach Vorstellung
dos Steuerkolbens von außen eine geringere Dämpfwirkuiig des Teleskopstoßdämpfers ein.
109833/0475
Weitsrhin wurden bereits regelbar: j?:lsskopstoßdämpf ;r
vorgeschlagen, bei denen durch, oine Steuarflüssigkcit
dsr Dosierungsquerschnitt und gleichzeitig die Federvorspannung des Ventils verändert werden. Damit erfolgt
im gesamten Geschwindigkeitsbereich mit anwachsender Einfederungsgeschwindigksit eine starke Zunahme der
Dämpfkraft.
Diο genannter. IV^ge." - -'^if.h-uiige:;. haben den Nachteil,
daß auch bei Veränderung der Dämpfkraft im unteren I- reich
der Kolbengeschwiiidigkeit sich gleichzeitig die
Dämpfkraft bei größeren Kolbengeschwindigksiteii ändert.
Hur selten werden in großer Häufigkeit Geschwindigkeiten der Stoßdämpferkolben von etwa 1 m/s und -mehr erreicht.
Die Regelung dieses Bsreiches ist deshalb zweit—
rangig, denn hierdurch wird nicht der gleichbleibend gute Fahrkomfort bei unterschiedlichem Beladungszustand
des !Fahrzeuges und wechselnden Straßenverhältnissiin erreicht·
Diöse hohen Dämpfkräfte verhärten die Fahrzeugfederung
und führen zu Schaden am Fahrzeug und an der Ladung und vermindern die BetriebsiCchörhsit des Fahr-'
zeuges« Es ist notwendig, die Größe dor Dämpfkraft bosonders
im Hauptarbeitsbereich der Teleskopstoßdämpfer "bis zu einer Kolbengeschwindigkeit von ο,4 m/s dem Beladungszustand
und den Straßenvörhältnissen. anzupassen, ohne bei hohen Kolbengeschwindigkeiten zu große Dämpfkräfte
zu erhalten»
Zweck der Erfindung ist die Verbesserung der von außen
voriiöhmbaren Regelung von Teleskopstoßdämpfern in derail
Hauptarbeitsbereich bei normalen Betriebsbedingungen, durch die eine Erhöhung der Wirksamkeit der Schwingungsdämpfung
bsi unterschiedlicher Fahrzeugbeladung und wechselnden Straßenverhältnissen und damit ein verbesserter
und gleichbleibender Fahrkomfort erreicht werden soll.
109833/0475 bad or?s;-!al
Es ist Aufgabe der Erfindung, einen Teleskopstoßdämpfer
so auszubilden, daß durch ein Steuermsdium, vorzugsweise
Öl, welch.s mit einem sich außerhalb des Stoßdämpfers
bofindlichon Regelorgan in Verbindung steht, in
Abhängigkeit vom Druck des Steuermidiums Durchström«
querschiiitte einer Vontilkombination des Teleskopstoßdämpfers
derart verschlossen oder geöffnet werden, daß
bei geringem Steuerdruck nur der ständig freie Durchströmquerschnitt der Veiitilkombination und bei hohem
Steuerdruck der gesamte konstante Durchströmquerschnitt der V&nti!kombination verändert wird»
Erfindungsgemäß wird dies dadurch erreicht, daß die Kolbenstange
eines Teleskopstoßdämpfers, an deren unterem Ende ein Kolben mit zwei gegenläufig wirkenden Ventilen
angeordnet ist, eine axiale Bohrung enthält, die über eine Querbohrung mit einem sich außerhalb des Stoßdämpfers
befindlichen Re^elorgan in Verbindung steht. In einem Steuerraum, der durch eine zylindrische Erweitoru:*g
in der axialen Bohrung am Ende der Kolbenstange oder eines sich an dio Kolbenstange anschließenden Zwischenstückes
oder in einer zylindrischen Aussparung im Kolben gebildet wird, gleitet ^i:ie federnd abgostütztc-StiU^rbüchsc.
Dieser Stouerraum steht über eino radialc-Bohrung
mit dem über dem Kolben befindliche:. Arbeitsraum
in Verbindung*. In einer zentralen Bohrung der Steuorbüchse
befindet sich ein federnd abgestützter Stouor—
kolben, an dem oin Stift angeordnet ist, der an seinem t.i.-jer-öii Ende aine::. Kogal besitzt. Diesor Kogel stoht im
Eii-griff mit dem oberen Rand eii.-.rr Bohrung, welche den
Stouorraum mit dom sich unt^r dom Stoßdämpferkolbcn bcfiiidlichoii
Arbeitsraum vorbindet. Dor Kegel am Stift
des Stcuorkolboiis besitzt auf dem Kagolmantel eine Nut
als ständig freion Durchflußquorschnitt» DiuS^-r Durchflußquörschnitt
kann orfindungsgumäß auch in anderer Art
109833/0475
BAD 0F.131NM.
und Weise, ζ. B. als Nut am ebcron Rand dor Bohrung,
mit welcher der Kogel im Eingriff steht, ausgebildet
sein. Am Außendurchmosser des Steüorkolbons und der
Steuerbüchse oder am Außen- und Ir-nendurchmosser' dor
Stouirbuch.se sind elastische Dieht lippen angeordnet
beziehungsweise der ,Steuerkolben und/oder die Steuerbüchse
bestehen selbst aus einem elastischen Werkstoff.
In an sich bekannter Weise sind in der Querbohrung uixl/
oder in der axialen Bohrung eine oder mehrere zusätzliche
Drossulstellen angeordnet·
Dia Erfindung soll nachstehend an einem Ausführungsbeispiel näher erläutert werden. Ia der zugehörigen
Zeichnung zeigen?
51g. 's einen Längsschnitt durch den erfindungsgemäßen
Teleskopstoßdämpfer,
Fig. 2 s einen am Steuerkolben angeordneten Stift
mit einer Dichtkante des ständig freien Durchstr ömquerschtiittes.
Der Teleskopstoßdämpfer ist mit dem oberen Befestiguiigsauge
1 und dem unteren Befestigungsauge 2 aa Fahrzeug zwischen gefederter und ungefederter Masse parallel
zur Feder angebracht· Am oberen Befestigungsauge
ist eine Kolbenstange 3 angeordnet, an deren unterem
Ende ε·in Kolben 4 befestigt ist. Der.Kolben 4 gleitet
in einem Arbeitszylinder 5 und unterteilt dessen Inne:_- raum in einen Arbeitsraum 6 und einen Arbeitsraum 7.
Der Arbeitszylindc-r 5 ist nach oben durch ο in Verschlußstück
8 und nach unten durch eine Bodouvontiloinh.it
9 abgeschlossen. Der Arbeitszylinder 5 ist außen von einem Mantvilrohr 1o umgeben. Der hierdurch entstehende
Zwischenraum dient als ölreserveraum 11. An dom
Kolben .: sind zwei gegenläufig wirkende Ventile 12 und
13 angeordnet.
109833/0 47 5
■. . ■ BAD
'Die Kolbenstange 3 enthält eine axiale Bohrung
über eine Querbohrung 15 nach außen führt. Diese Querbohrung
15 dient als Anschluß an das sich außerhalb d<.s
Stoßdämpfers befindliche Rsgelorgan (nicht gezeichnet).
Am unteren Ende der Kolbenstange 3 ist die axiale Bohrung 14 zylindrisch erweitert und bildet den Steuerraum
16· In diesem Steuerraum 16 gleitet eine Steuerbüchse
17t äiö einen Absatz 18 besitzt und durch ein J?edere1Urment
19'gegen einen Anschlag 2o gedrückt wird· IJnterhalb
der Steuerbüchse 17 besitzt die- Kolbenstange 3 eine radiale Bohrung 21, welche den Steuerraum 16 mit
dem Arbeitsraum 6 verbindet. In ihrer zentralen Bohrung nimmt die Steuerbüchse 17 einen Steuerkolben 22 auf.
Ein iFederelement 23 belastet den Steuerkolben 22 einseitig.
Am Steuerkolben 22 ist ein Stift 24 angeordnet, der an seinem unteren Ende einc-n Kögel 25 besitzt. Dieser
K^gel 25, der mit dem oberen Rand einor Bohrung 26
im Eingriff steht, besitzt auf dem Kegelmantel öiiie Hut
27- .
Um ein einwandfreies Arbeiten der Stäuerbüchse 17 u::d
des StoU'erkolböris 22 zu gciwährlc-isten, ist es urfordür—
lieh, daß beide den sie umgebenden Eingspalt möglichst
gut abdichten» Doshalb tragen die Stouerbüchse 17 und
dur Stöuerkolben 22 am Außondurchm^ssor ulastischo
Dicht lippen 28. Di^ Steuo-rbüchsö 17 und dar Stv.uürkolbei.
22 bilden zusammen mit den Fedorclomonten 19 und 23
gssystsnrv. d»-roii froie Bc-weg^ungeii gedämpft
müssen. Deshalb sind in d^r axialen Bohrung 14
und in der Querbohrung 15 zusätzliche Drossoistollen 29
angeordnete ^
Bei Betätigung des Teleskopstoßdämpfers in Druclcrichtung
strömt das sich im Arbeitsraum 7 befindliche Öl
durch das Ventil 12 in den Arbeitsraum 6. ,Dasjenige 01-volumen,
welches dem eintauchenden Kolbenstangenvolumen entspricht, wird über die Bodenventileinheit 9 in den .
ölreserveraum 11 verdrängt,
109833/0A75 bad
In Zugrichtung ist das Ventil 12 geschlossen, und das
sich im Arbeitsraum 6 befindliche Öl gelangt über die
radiale Bohrung 21 in den Steusrraum 16 und von dort
aus über die Bohrung 26 und das Ventil 13 in. den Arbeitsraum
7. Das bei der Betätigung des Stoßdämpfers
in Druckrichtung durch das Volumen der Kolbenstange
verdrängte Öl strömt bei Betätigung in Zugrichtung durch die Bodenventileinheit 9 zurück in den Arbeitsraum 7·
Bei einsetzender Regeltätigkeit von einem außerhalb
des Teleskopstoßdämpfers befindlichen Regelorganes aus
wird übor die Querbohrung 15 ^ in. Druck auf das Steuc;rmedium,
welches sich in der axialen Bohrung 14 befindet, ausgeübt« Infolge dieses Druckanstieges weicht
dt-r Steu«jrkolben 22 entgegen der Kraft des Föderalementes
23 nach unten aus. Der Kegel 25 verschließt den Einlauf querschnitt der Bohrung 26. Das hat eine Erhöhung des Durchflußwiderstandes und damit der Dämpfkraft
zur Folge. Die Bohrung 26 ist ständig offen. Demzufolge
tritt deren Dämpfwirkung schon "bei sehr geringen Kolbengsschwindigkoiten ein, bei denen das Ventil
13 noch geschlossen ist. Somit wird durch den Steuerkolben 22 eine Dämpfkraftverändorung im unteren Geschwindigkeit sbereich bis zu einer Kolbengeschwindigkeit
von etwa o,4 m/s erzielt»
Steigt der Steuerdruck in der axialen Bohrung 14 weiter an, so dichtet der Kegel 25 den Einlaufquerschnitt
der Bohrung 26 völlig ab und läßt lediglich einen sehr kleinen Durchflußquerschnitt entsprechend der Größe
der Nut 27 frei. Somit wird ein zu -steiler Anstieg der
Dämpfkraft bei kleineren Kolbengeschwindigkeiten und ein Auftreten von Ölschlägen infolge Blockierung der
Bohrung 26 vermiedene
Mit wachsender Kolbengeschwindigkeii; steigt der Druck
im Arbeitsraum 6 und damit auch im Steuerraum 16, so
109 8 33/0475 . öad original
daß d^r Öffnungsdruck des Ventils 13 überschritten wird,
Das Ventil 13 ist die entscheidende Drosselstelle zur Erzeugung der Dämpfkraft bei großen Kolbengeschwindigkeiten·
Ein gewisser Anteil dieser Dämpfkraft wird jedoch bereits durch die Drosselung in der radialen Bohrung
2o erbrachte
Erhöht sich der Steuerdruck in der axialen Bohrung 14
über das beschriebene Maß hinaus, so weicht auch die
Stousrbüchse 17 entgegen der Kraft des Federelementes
19 nach unten aus.» Dabei wird der Durehtrittsquerschnitt der radialen Bohrung 21 nurhr und mehr verschlossen,
und der Anteil des Vordrosselwiderstandes wächst« Das hat zur Folge, daß die Dämpfkraft im oberen
Geschwindigkeitsbereich stärker ansteigt als vorher. -Demnach wird die Dämpfkraft im oberen. Bereich der Kolbongeschwindigkeit,
in dem normalerweise nur das Ventil 13 arbeitet, bei erhöhtem Steuerdruck hauptsächlich
durch die Steuerbüchse 17 gc-regelt. Um ein Blökkieren
des Stoßdämpfers zu vermeiden, läßt der Absatz 18 der Steuerbüchse 17 auch bei Anschlag dieser Steuerbüchse
17 auf das völlig zusammengedrückte Federelement 19 noch einen gewissen Durchflußquerschnitt frei.
1 0983 3/0475
BAD
Claims (6)
1b55b4/
Patentansprüche
·j Während des Fährbetriebes regelbarer hydraulischer
Teleskopstoßdämpfer, insbesondere für Kraftfahrzeuge
j der mit einem außerhalb des Dämpfungskörpers befindlichen Regelorgan über eine Quer- und/
oder eine axiale Bohrung in einer Kolbenstange in Verbindung steht, dadurch gekennzeichnet, daß in ,
einem Steuerraum (16), der durch eine zylindrische Erweiterung der axialen Bohrung (14) am Ende der
Kolbenstange (3) oder eines sich an die Kolbenstange (3) anschließenden Zwischenstückes oder in einer
zylindrischen Aussparung im Kolben (4) gebildet wird, eine Steuerbüchse (17) und ein Steuarkolben
(22) zwischen Jeder.:lementen (19;23) und einem Anschlag (2o) angeordnet sind.
2. Teleskopstoßdämpfer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß der Steuerkolben (22) in einer zentra-
.. lan Bohrung der Steuerbüchse (1?) angeordnet ist·
3. Teleskopstoßdämpfer nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß am Steuerkolben (22) ein Stift
(24) angeordnet ist, der an seinem Ende einen Kegel
(25) trägt.
4. Teleskopstoßdämpfer nach Anspruch 1 bis 3, dadurch
gekennzeichnet, daß der Mantel des Kegels (25) und/ oder die Dichtkante einer Bohrung (26) eine Nut (27)
besitzt.
1098 33/047 5
5· Teleskopstoßdämpfer nach Anspruch 1 bis 4, dadurch
gekennzeichnet, daß am Außendurchmesser des Steuer—
kolbens (22) und der Steuerbüchse (17) oder am·' Außen- und Innendurchmesser der Steuerbüchse (17)
elastische Dichtlippen (28) angeordnet sind beziehungsweise daß der Steuerkolben (22) und/oder die
Steuerbüchse selbst aus elastischem Werkstoff bestehen. · . '
6. Teleskopstoßdämpfer nach Anspruch 1 bis 5» dadurch
gekennzeichnet, daß in an sich bekannter. Weise in der Querbohrung (15) und/oder in der axialen Bohrung
(14) eine oder mehrere zusätzliche Drosselstellen (29) angeordnet sind*
109833/0475
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