DE19734522C2 - Hydraulikstoßdämpfer mit einstellbarer Dämpfungskraft - Google Patents
Hydraulikstoßdämpfer mit einstellbarer DämpfungskraftInfo
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Description
Die vorliegende Erfindung betrifft einen Hydraulikstoßdämpfer
mit einstellbarer Dämpfungskraft, der in einer
Fahrzeugaufhängung oder dergleichen einbaubar ist.
Unter den heutigen Hydraulikstoßdämpfern gibt es auch
Hydraulikstoßdämpfer mit einstellbarer Dämpfungskraft, bei
denen die Dämpfungskraft zweckmäßig eingestellt werden kann, um
den Fahrkomfort und die Lenkstabilität in Abhängigkeit von den
Straßenverhältnissen und/oder den Fahrbedingungen zu erhöhen.
Ein Beispiel dafür ist der weiter unten abgehandelte
Hydraulikstoßdämpfer gemäß der JP 5-332 388 (A).
Allgemein ist in einem Hydraulikstoßdämpfer mit einstellbarer
Dämpfungskraft ein Hydrauliköl aufnehmender Zylinder in zwei
Kammern unterteilt, und zwar durch einen innerhalb des
Zylinders verschiebbar gehaltenen Kolben. Der Kolben ist mit
einer Kolbenstange verbunden. Im Kolben sind ein
Ölhauptdurchlaßkanal und ein Bypaß-Durchlaßkanal ausgebildet,
um die zwei Zylinderkammern miteinander zu verbinden. Der
Ölhauptdurchlaßkanal ist mit einer Dämpfungskraft erzeugenden
Einrichtung versehen, die aus einer Öffnung und einem
Tellerventil besteht. Der Bypass-Durchlaßkanal ist mit einem
Ventil zur Einstellung der Dämpfungskraft ausgestattet, um den
Durchflußquerschnitt des Bypass-Durchlaßkanals einzustellen.
Eine der Zylinderkammern ist über ein Bodenventil mit einem
Reservoir zur Kompensierung von Voluminaänderungen in dem
Zylinder durch Gasverdichtung oder -expansion verbunden
(bewirkt durch Zug oder Druck der Kolbenstange).
Mittels dieser Anordnung wird, wenn der Bypass-Durchlaßkanal
durch Öffnung des Ventils zur Einstellung der Dämpfungskraft
geöffnet wird, der Ölflußwiderstand zwischen den zwei
Zylinderkammern vermindert, um die Dämpfungskraft zu
vermindern, und, wenn der Bypass-Durchlaßkanal geschlossen
wird, um den Ölflußwiderstand zwischen den zwei Zylinderkammern
zu erhöhen, wird die Dämpfungskraft erhöht. Auf diese Weise
kann die Dämpfungskraft zweckmäßig eingestellt werden.
Neben den Hydraulikstoßdämpfern mit einstellbarer Dämpfungs
kraft der vorgenannten Art gibt es auch Stoßdämpfer mit
einstellbarer Dämpfungskraft, bei denen ein Ventilkörper des
Ventils zur Einstellung der Dämpfungskraft durch ein
Proportionalsolenoid angetrieben wird, um die Dämpfungskraft
gemäß dem einer Spule des Solenoids angelegten Stroms
einzustellen. Bei diesen Hydraulikstoßdämpfern mit
einstellbarer Dämpfungskraft dient allgemein, um den Stoß
dämpfer insgesamt kompakt auszugestalten, ein Kolben des
Proportionalsolenoids als Ventilkörper und ein feststehender
Eisenkern des Proportionalsolenoids dient als Ventilsitz
element. Der Bypass-Durchlaßkanal ist mit zwei Einlässen
versehen, wovon einer in dem Ventilkörper ausgebildet ist und
der andere in dem Ventilsitzelement zur verschiebbaren Führung
des Ventilkörpers gebildet ist, so daß, wenn der Ventilkörper
gemäß dem der Spule des Proportionalsolenoids zugeführten
Stroms hin- und herbewegt wird, der Ventilkörper relativ zu dem
Ventilsitzelement verschoben wird, um den Ölflußwiderstand des
Bypass-Durchlaßkanals, der durch die Einlässe gebildet ist,
einzustellen, wodurch die Dämpfungskraft zweckmäßig eingestellt
wird.
Bei dieser herkömmlichen Technik tritt das Problem auf, daß die
Verschiebung des Ventilkörpers nicht einwandfrei proportional
der Änderung der Dämpfungskraft ist.
Nachfolgend wird der Öffnungs- bzw. Schließvorgang der in einem
Ventilkörper und einem Ventilsitzelement geschaffenen Ein- bzw.
Auslässe unter Bezugnahme auf die Fig. 7 gemäß dem Stand der
Technik beschrieben und erläutert.
Ein Wandabschnitt 100 eines Ventilsitzelementes zum gleitbaren
Führen eines Ventilkörpers eines Proportionalsolenoids ist mit
einer Anzahl von voneinander in Umfangsrichtung in
vorbestimmten Abständen beabstandeten Einlässen 101 versehen,
die sich radial durch den Wandabschnitt hindurch erstrecken.
Überdies ist eine Umfangsnut 102 in dem Ventilsitzelement (in
der Seite, die in der Fig. 7 dem Betrachter zugewandt ist) in
solch einer Weise ausgebildet, daß die Nut vollständig mit den
Einlässen 101 überlappt. Andererseits ist eine Wand des
Ventilkörpers mit einer Anzahl von Einlässen 103 ausgestaltet,
die voneinander in Umfangsrichtung in vorbestimmten Abständen
der Umfangsnut 102 des Ventilsitzelementes gegenüberstehend
beabstandet sind. Durch diese Anordnung wird ein
Gesamtdurchflußquerschnitt (das ist die in der Fig. 7
schraffierte Fläche) eines Bypass-Durchlaßkanals durch Änderung
der Position verändert, sowie die Einlässe 103 relativ zur
Umfangsnut 102 durch eine Hin- und Herbewegung (bzw.
Verschiebung) des Ventilkörpers aufgrund einer auf eine Spule
des Proportionalsolenoids angelegten Stroms bewegt werden,
wodurch die Dämpfungskraft nach und nach reduziert wird. Die
Einlässe und die Umfangsnut werden unter Verwendung eines
herkömmlichen Maschinenwerkzeugs, wie beispielsweise einer
Bohrmaschine oder einer Drehbank, hergestellt.
Bei dem oben erwähnten herkömmlichen Hydraulikstoßdämpfer mit
einstellbarer Dämpfungskraft, der ein Proportionalsolenoid
verwendet, treten jedoch folgende Probleme auf. Beispielsweise
wird, wie es durch die durchgezogene Linie in Fig. 4
dargestellt ist, der Durchflußquerschnitt bis zu einer
Zwischenstellung, in der gerade die jeweiligen Hälften der
zweiten Einlässe 103 mit der Umfangsnut 102 überlappen, entlang
einer quadratischen Kurve erhöht, wenn die Dämpfungskraft von
einer "harten" Einstellung (bei der der Durchflußquerschnitt
klein ist) in eine sogenannte "weiche" Stellung (bei der der
Durchflußquerschnitt groß ist) verändert wird. Nachdem der
Ventilkörper durch die Zwischenposition hindurchgegangen ist,
wird die Durchflußmenge entlang einer quadratischen Kurve
vermindert.
Der Grund hierfür besteht darin, daß die Einlässe 103
kreisförmig sind.
Da die Dämpfungskraft umgekehrt proportional zum Quadrat des
Durchflußquerschnitts ist, ist das Verhältnis zwischen der
Verschiebung des Ventilkörpers und der Dämpfungskraft gemäß der
durchgezogenen Linie in Fig. 5. Das heißt, daß bei einer
"harten" Einstellung beobachtet werden kann, daß, obwohl die
Dämpfungskraft entlang einer Kurve verändert wird, wenn der
Ventilkörper verschoben wird, die Dämpfungskraft
llmakroskopischll betrachtet entlang einer geraden Linie
(linear) verändert wird, mit einer Änderungsrate, die relativ
groß ist. Andererseits wird bei einer "weichen" Einstellung (in
der Fig. 5 auf der rechten Seite einer Position "all, nachdem
der Ventilkörper um etwa ein Drittel (1/3) verschoben wurde),
die Dämpfungskraft entlang einer quadratischen Kurve verändert,
da der Ventilkörper um eine Änderungsrate verschoben wird, die
sehr gering ist.
Demgemäß unterscheiden sich die Dämpfungskraftänderungen in
Erwiderung auf den gleichen Änderungsstrom bei einer weichen
und bei einer harten Einstellung sehr stark voneinander, d. h.
bevor und nachdem der Ventilkörper um etwa ein Drittel
verschoben wurde, und die Antwort auf das Schalten der
Dämpfungskraft bei einer harten Einstellung unterscheidet sich
beträchtlich von der bei einer weichen Einstellung (folglich
muß der Ventilkörper bei einer weichen Einstellung (weiche
Seite) im Vergleich zu einer harten Einstellung (harte Seite)
beträchtlich mehr verschoben werden, um die gleiche
Dämpfungskraftänderung zu erzielen). Um die Antwort auf das
Schalten der Dämpfungskraft zu verbessern, kann der dem
Proportionalsolenoid (Spule) zugeführte Strom bevor und nachdem
der Ventilkörper um etwa ein Drittel verschoben wurde, variiert
werden, um eine gewünschte Änderungsrate in der Dämpfungskraft
zu erzielen. In diesem Fall tritt jedoch das Problem auf, daß
die Steuerung sehr kompliziert wird. Wenn die Dämpfungskraft
von einer weichen zu einer harten Einstellung (oder umgekehrt)
verändert wird, tritt manchmal in bezug auf den Fahrkomfort ein
störender Einfluß auf, da die Dämpfungskraftänderung in
Erwiderung auf die Verschiebung des Ventilkörpers nicht
konstant ist. Da der Ventilkörper beträchtlich verschoben
werden muß, wenn die Dämpfungskraft in einer weichen
Einstellung verändert werden soll, kann der gesamte Stoßdämpfer
nicht kompakt ausgeführt werden.
Um den Nachteil zu eliminieren, daß die Änderungsrate in der
Dämpfungskraft bei einer weichen Einstellung sehr gering ist,
ist es beispielsweise möglich, eine andere Nut vorzusehen, die
die zweiten Einlässe komplett überlappt. Diese zweite Nut ist
dann der zuvor erwähnten ersten Umfangsnut gegenüberliegend
anzuordnen. In diesem Fall, wie es durch die strichpunktierte
Linie in Fig. 4 dargestellt ist, kann die
Durchflußquerschnittsänderung in Abhängigkeit der
Ventilkörperverschiebung konstant (linear) gestaltet werden.
Wie es durch die strichpunktierte Linie in Fig. 5 gezeigt ist,
wird die Änderungsrate in der Dämpfungskraft in einer harten
Einstellung sehr groß, obwohl nunmehr erfüllt ist, daß die
Änderungsrate der Dämpfungskraft bei einer weichen Einstellung
nicht mehr sehr klein ist. Demgemäß wird sich die
Dämpfungskraft bei einer harten Einstellung beträchtlich
verändern, bereits wenn sich der Ventilkörper aufgrund von
Erschütterungen, Vibrationen oder Störungen nur geringfügig
verschiebt. In diesem Fall tritt das Problem auf, daß es sehr
schwierig ist, die Steuerung in gewünschter Weise auszuführen.
Um diese obigen Probleme zu lösen, sollte die Dämpfungskraft
nahezu linear in Abhängigkeit der Ventilkörperverschiebung
verändert werden. Zu diesem Zweck offenbart beispielsweise das
offengelegte japanische Patent Nr. 5-332388 nicht kreisförmige
(keilförmige) zweite Einlässe. In diesem Fall ist es jedoch
schwierig die Form der Einlässe herzustellen bzw. zu
bearbeiten, da die Einlässe nicht kreisförmig sind. Aufgrund
dessen können diese Einlässe nicht mit herkömmlichen Werkzeugen
wie beispielsweise einer Bohrmaschine oder einer Drehbank
hergestellt werden. Folglich ist die Herstellung der Einlässe
teuer und zeitaufwendig, da eine Vielzahl von nicht
kreisförmigen Einlässen in einem Ventilkörper hergestellt
werden muß.
Ein weiterer Hydraulikstoßdämpfer mit einstellbarer
Dämpfungskraft, der einem Ventilkörper mit Öldurchgangskanälen
aufweist, bei deren Öffnung zuerst ein kreisförmiger Einlaß
gebildet wird, bevor der Kanal vollständig geöffnet ist, ist
aus der EP 0 285 909 A1 bekannt.
Die vorliegende Erfindung zielt darauf ab, die oben erwähnten
Nachteile bei den herkömmlichen Einrichtungen zu eliminieren.
Es ist eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, einen
Hydraulikstoßdämpfer bereitzustellen, in dem Einlässe sowie
eine Nut leicht mittels herkömmlicher Werkzeuge, wie
beispielsweise eine Bohrmaschine oder eine Drehbank,
hergestellt werden können, und mit dem eine Dämpfungskraft
nahezu linear in Abhängigkeit der Verschiebung eines
Ventilkörpers mittels eines Proportionalsolenoids unter
Verwendung derartiger Einlässe und einer Nut verändert werden
kann. Des weiteren zielt die Erfindung darauf ab, derartige
Stoßdämpfer kompakt auszuführen.
Gelöst wird diese Aufgabe durch einen Hydraulikstoßdämpfer
gemäß Anspruch 1.
Ein derartiger Hydraulikstoßdämpfer umfaßt einen
Hydraulikflüssigkeit beinhaltenden Zylinder, einen in dem
Zylinder verschiebbar gehaltenen Kolben, eine Kolbenstange,
die an einem Ende mit dem Kolben verbunden ist und dessen
anderes Ende sich aus dem Zylinder heraus erstreckt, einen
Flüssigkeitsdurchlaßkanal, durch den die Hydraulikflüssigkeit
in Erwiderung auf die Verschiebebewegung des Kolbens strömt,
ein Ventil zur Dämpfungskrafteinstellung, das in dem
Flüssigkeitsdurchlaßkanal geschaffen ist und zur Änderung des
Durchflußquerschnitts des Flüssigkeitsdurchlaßkanals angepaßt
ist, um eine Dämpfungskraft einzustellen, und ein
Proportionalsolenoid zum Betreiben des Ventils zur
Dämpfungskrafteinstellung, wobei das Ventil zur
Dämpfungskrafteinstellung einen durch das Proportionalsolenoid
angetriebenen Ventilkörper und ein zylindrisches
Ventilsitzelement zum verschiebbaren Führen des Ventilkörpers
umfaßt, und das Ventilsitzelement oder der Ventilkörper
mindestens einen kreisförmigen Einlaß, der einen Teil des
Flüssigkeitsdurchlaßkanals bildet, und eine Ölnut aufweist, die
sich in Umfangsrichtung teilweise überlappend mit einem offenen
Ende des kreisförmigen Einlasses erstreckt und in einer den
mindestens einen kreisförmigen Einlaß beinhaltenden Gleitfläche
ausgebildet ist, so daß, wenn der Flüssigkeitsdurchlaßkanal
durch das andere Element, also das Ventilsitzelement oder den
Ventilkörper, geöffnet wird, ein Bogenabschnitt des mindestens
einen kreisförmigen Einlasses und die Ölnut nacheinander in
dieser Reihenfolge geöffnet werden.
Mit einem erfindungsgemäßen Hydraulikstoßdämpfer, der die
genannten Merkmale aufweist, kann im Gegensatz zu der zuvor
erwähnten herkömmlichen Technik - wenn der Durchflußquerschnitt
des Öldurchlaßkanals verändert wird, um die Dämpfungskraft
einzustellen -, die Dämpfungskraft im wesentlichen proportional
zur Verschiebung des Ventilkörpers verändert werden, da der
Bogenabschnitt des kreisförmigen Einlasses und die Ölnut in
dieser Reihenfolge geöffnet werden. Ferner kann das Ventil zur
Einstellung der Dämpfungskraft leicht unter Verwendung eines
herkömmlichen Werkzeuges, wie beispielsweise einer Bohrmaschine
oder einer Drehbank, hergestellt werden, da kreisförmige
Einlässe und die Ölnut Verwendung finden.
Nachfolgend wird nun eine Ausführungsform der vorliegenden
Erfindung unter Bezugnahme zu den Fig. 1 bis 6 näher erläutert.
Im folgenden werden zur weiteren Erläuterung und zum besseren
Verständnis der Erfindung mehrere Ausführungsformen unter
Bezugnahme zu den beigefügten Zeichnungen näher beschrieben und
erläutert. Es zeigt:
Fig. 1 eine Querschnittsansicht eines Hydraulikstoßdämpfers
mit einstellbarer Dämpfungskraft gemäß einer
Ausführungsform der vorliegenden Erfindung,
Fig. 2 eine vergrößerte Querschnittsansicht eines Hauptteils
des Hydraulikstoßdämpfers mit einstellbarer
Dämpfungskraft nach Fig. 1,
Fig. 3 eine Ansicht eines Kolbens des Hydraulikstoßdämpfers,
in der ein Abschnitt (A) eine Teilquerschnittsansicht
des Kolbens und ein Abschnitt (B) eine vergrößerte
Teilansicht des Kolbens ist,
Fig. 4 ein Schaubild, das das Verhältnis zwischen der
Verschiebung des Kolbens und dem Durchflußquerschnitt
eines Öldurchlaßkanals für die vorliegende Erfindung
im Vergleich zur herkömmlichen Technik zeigt,
Fig. 5 ein Diagramm, das das Verhältnis zwischen der
Verschiebung des Kolbens und einer Dämpfungskraft für
die vorliegende Erfindung im Vergleich mit einer
herkömmlichen Technik zeigt,
Fig. 6 eine vergrößerte Teilquerschnittsansicht eines
Führungsabschnitts und eines Kolbens gemäß einer
weiteren Ausführungsform der vorliegenden Erfindung,
und
Fig. 7 eine Darstellung, die einen durch die Relativbewegung
zwischen einem Kolben und einem Führungsabschnitt
eingestellten Durchflußquerschnitt bei einer
herkömmlichen Verfahrensweise zeigt.
Wie in den Fig. 1 und 2 gezeigt ist, besitzt ein
Hydraulikstoßdämpfer 1 mit einstellbarer Dämpfungskraft einen
Zweirohrzylinderaufbau mit einem Innenzylinder 2 und einem
Außenzylinder 3. Ein Reservoir 4 ist zwischen den Zylindern 2
und 3 definiert. Ein Kolben 5 ist innerhalb des Innenzylinders
2 verschiebbar gehalten, wobei der Kolben 5 den Innenraum des
Innenzylinders in eine obere Zylinderkammer 2a und eine untere
Zylinderkammer 2b unterteilt. Eine Kolbenstange 6 ist an einem
Ende mit dem Kolben 5 über eine Mutter 7 verbunden. Das andere
Ende erstreckt sich über die Außenseite des Innenzylinders 2
durch die obere Zylinderkammer 2a und durch eine Stangenführung
6a sowie eine in einem oberen Ende des Außenzylinders 3
angebrachte Öldichtung 6b nach außen. Ein Bodenventil 4a, das
innerhalb
eines unteren Endabschnitts des Innenzylinders 2 angeordnet
ist, dient dazu, die untere Zylinderkammer 2b vom Reservoir 4
zu isolieren und ist mit Öldurchlaßkanälen 4b zur Herstellung
einer Verbindung der unteren Zylinderkammer 2b mit dem
Reservoir 4 versehen. Außerdem weist es ein Rückschlagventil
4c auf, das einen Ölfluß nur vom Reservoir 4 durch die
Öldurchlaßkanäle 4b hindurch zur unteren Zylinderkammer 2b
zuläßt. Hydrauliköl (Hydraulikflüssigkeit) ist im
Innenzylinder 2 beinhaltet. Hydrauliköl und Gas sind im
Reservoir 4 beinhaltet.
Eine Anzahl (es sind lediglich zwei gezeigt) Öldurchlaßkanäle
8 sind im Kolben 5 entlang einer Umfangsrichtung ausgebildet
und dienen dazu, die obere Zylinderkammer 2a mit der unteren
Zylinderkammer 2b zu verbinden. Des weiteren ist der Kolben 5
mit einem Tellerventil 9 versehen, das verschlossen ist, um
einen Ölfluß von der oberen Zylinderkammer 2a zur unteren
Zylinderkammer 2b durch die Öldurchlaßkanäle 8 hindurch zu
verhindern. Es ist geöffnet oder es wird geöffnet, um einen
Öldurchfluß von der unteren Zylinderkammer 2b zur oberen
Zylinderkammer 2a zu erlauben und um eine Dämpfungskraft
gemäß einem Öffnungsgrad des Tellerventils zu erzeugen. Das
Tellerventil 9 besteht aus aufeinander laminierten
scheibenförmigen Ventilkörpern 9a, die auf einer oberen
Stirnfläche des Kolbens 5 angeordnet sind. In zumindest dem
unteren Ventilkörper 9a sind Öffnungen (Einkerbungen oder
Rillen) 9b eingeformt, um eine ständige Verbindung der oberen
Zylinderkammer 2a mit der unteren Zylinderkammer 2b über die
Durchlaßkanäle 8 sicherzustellen.
Ein Rohrstück 10 ist auf dem Innenzylinder 2 aufgesetzt.
Zwischen dem Innenzylinder 2 und dem Rohrstück 10 ist ein
Ringdurchlaßkanal 11 definiert. Der Ringdurchlaßkanal 11
steht mit der oberen Zylinderkammer 2a über einen
Öldurchlaßkanal 2c, der in der Seitenwand des Innenzylinders
2 an einem oberen Endabschnitt hiervon eingeformt ist, in
Verbindung. Ein Öffnungsabschnitt 12 ist in einer Seitenwand
des Rohrstücks 10 ausgebildet.
Eine Dämpfungskraft erzeugende Einrichtung 13 ist an einer
Seite des Außenzylinders 3 angeordnet. Die Dämpfungskraft
erzeugende Einrichtung 13 ist an dem Außenzylinder durch
Verschweißen eines offenen Endes (das einen gebogenen
Abschnitt 14a aufweist) eines Zylindergehäuses 14 der
Dämpfungskraft erzeugenden Einrichtung an einer Seitenwand
des Außenzylinders 3 fest angebracht. Innerhalb des Gehäuses
14 sind ein Durchgangselement 15, ein Ventilkörper 16, ein
zylindrisches Element 17 und ein Führungselement 18
angeordnet, die in dieser Reihenfolge von der Seite des
gebogenen Abschnitts 14a aus angeordnet sind und die
aneinander anliegen. Ein Proportionalsolenoidkörper 19 ist in
das andere offene Ende des Gehäuses 14 eingesetzt und in
einer Halterung 20 fest eingeschraubt. Dadurch, daß es dem
Proportionalsolenoidkörper 19 erlaubt ist, gegen das
Führungselement 18 anzuliegen, werden das Durchgangselement
15, der Ventilkörper 16, das zylindrische Element 17 und das
Führungselement 18 festgelegt und fixiert. Ein einen kleinen
Durchmesser aufweisender Öffnungsabschnitt 15a des
Durchgangselementes 15 ist in den Öffnungsabschnitt 12 des
Rohrstücks 10 eingesetzt, um eine Verbindung zwischen der
Ölkammer 15b des Durchgangselements 15 mit dem
Ringdurchlaßkanal 11 herzustellen. Ein ringförmiger
Öldurchlaßkanal 21 ist zwischen dem Durchgangselement 15 und
dem zylindrischen Element 17 definiert. Das Gehäuse 14 mit
dem ringförmigen Öldurchlaßkanal 21 steht mit dem Reservoir 4
durch in dem gebogenen Abschnitt 14a des Gehäuses 14
gebildeten Öldurchlaßkanälen 22 in Verbindung. Ein
ringförmiger Hilfsventilkörper 23, der innerhalb des
zylindrischen Elementes 17 angeordnet ist, ist mit dem
Ventilkörper 16 mittels eines Stiftes 24, der durch eine
Zentralöffnung des Hilfsventilkörpers 23 hindurchgeht, und
einer Mutter 25 fest angebracht.
Der Ventilkörper 16 ist ein im wesentlichen plattenförmiges
Element und mit einer Anzahl (es sind lediglich zwei gezeigt)
Öldurchlaßkanäle 26 versehen, die in Umfangsrichtung
angeordnet sind und sich in radialer Richtung erstrecken. Ein
ringförmiger Innendichtungsabschnitt 27 steht von einem Ende
des Ventilkörpers 16 vor und ist radial einwärts der
Öldurchlaßkanäle 26 angeordnet. Ein ringförmiger Ventilsitz
28 steht von dem Ende des Ventilkörpers 16 vor und ist radial
auswärts der Öldurchlaßkanäle 26 angeordnet. Eine Ringnut 29
ist radial auswärts des Ventilsitzes 28 ausgebildet. Ein
ringförmiger Außendichtungsabschnitt 30 steht von einem Ende
des Ventilkörpers 16 vor und ist radial auswärts der Ringnut
29 angeordnet. Eine Außenumfangsfläche des Außendichtungs
abschnitts 30 liegt gegen eine Innenumfangsfläche des
zylindrischen Elementes 17 an. Die Ringnut 29 steht mit dem
ringförmigen Öldurchlaßkanal 23 über Öldurchlaßkanäle 31 in
Verbindung.
Der Ventilkörper 16 beinhaltet ein Tellerventil 32, das eine
innere Innenfläche aufweist, die an dem Innendichtungs
abschnitt 27 angebracht ist. Außerdem weist der Ventilkörper
16 eine äußere Innenfläche auf, die auf dem Ventilsitz 28
aufliegt. Eine innere Innenfläche einer ringförmigen
Dichtungsscheibe 33 liegt gegen eine Außenfläche des
Tellerventils 32 an. Eine äußere Innenfläche der Dichtungs
scheibe 33 liegt am äußeren Dichtungsabschnitt 30 an. Eine
äußere Innenfläche einer Ventilfeder 34 umfaßt aufeinander
geschichtete Scheiben und besitzt eine an dem Stift 24
befestigte Innenumfangsfläche, die gegen die Dichtungsscheibe
33 anliegt, wodurch die Dichtungsscheibe 33 und das
Tellerventil 32 zu dem äußeren Dichtungsabschnitt 30 hin
gedrückt werden. Eine Steuerkammer 35 ist innerhalb des
Zylinderelementes 17 durch das Tellerventil 32 und die
Dichtungsscheibe 33 begrenzt.
Der Ventilkörper 16, das Tellerventil 32, die Dichtungs
scheibe 33 und die Steuerkammer 35 bilden ein Hauptdämpfungs
ventil A, das steuerbar ist (im folgenden als Hauptdämpfungs
ventil "A" bezeichnet). Das Hauptdämpfungsventil A wird
geöffnet, wenn das Tellerventil 32 einem Öldruck von den
Öldurchlaßkanälen 26 unterworfen wird, wodurch eine
Dämpfungskraft in Abhängigkeit des derartigen Drucks erzeugt
wird. Der Ventilöffnungsdruck des Hauptdämpfungsventils A
kann durch den Druck in der Steuerkammer 35 (wirkt in
Schließrichtung des Dämpfungsventils A) eingestellt werden.
Der Hilfsventilkörper 23 ist mit einem Öldurchlaßkanal 38 zur
Herstellung einer Verbindung der Ölkammer 15b mit der
Steuerkammer 35 durch einen Öldurchlaßkanal 36 und durch
feste Öffnungen 37, die in dem Stift 24 ausgebildet sind. Der
Hilfsventilkörper 23 beinhaltet ein normalerweise
geschlossenes Hilfstellerventil 39, das geöffnet wird, wenn
es einem Öldruck in dem Öldurchlaßkanal 38 unterworfen wird,
um eine Dämpfungskraft in Abhängigkeit des derartigen Drucks
zu erzeugen. Das Hilfstellerventil 39 ist mit Öffnungen
(Einkerbungen oder Rillen) 39a versehen, um eine ständige
Verbindung des Öldurchgangs mit der Steuerkammer 35
herzustellen. Das Hilfstellerventil 39 und die Öffnungen 39a
bilden ein Hilfsdämpfungsventil B.
Das Führungselement 18 beinhaltet einen zylindrischen
Führungsabschnitt (Ventilsitzelement) 41, der einer Spule 40
der Proportionalsolenoidkörpers 19 gegenüberliegend
angeordnet ist und der zur verschiebbaren Führung eines
Kolbens (Ventilkörper) 45 ausgebildet ist, wobei der Kolben
nachfolgend noch erläutert wird. Der Führungsabschnitt 41
umfaßt einen zylindrischen Abschnitt 41a mit kleinem Durch
messer, der nahe der Spule 40 angeordnet ist. Ferner umfaßt
es einen zylindrischen Abschnitt 41b mit großem Durchmesser,
der nahe dem zylindrischen Element 17 angeordnet ist.
Außerdem besitzt der Führungsabschnitt 41 Öldurchlaßkanäle
44a (werden später beschrieben). Der zylindrische Abschnitt
48b mit großem Durchmesser des Führungsabschnitts 41 ist mit
den obenerwähnten Durchlaßkanälen 44a (es sind hier nur zwei
gezeigt) versehen, die entlang einer Umfangsrichtung in
vorbestimmten Abständen angeordnet sind. Außerdem ist er mit
einer Ringnut 44b versehen, die in einer Innenumfangsfläche
(entlang dieser Fläche wird der Kolben 45 verschoben) des
Führungsabschnitts 41 ausgebildet. Der zylindrische Abschnitt
41b besitzt zudem eine vorbestimmte Tiefe und überlappt die
Öldurchlaßkanäle 44a vollständig. Die Innenumfangsfläche
(entlang dieser Fläche wird der Kolben 45 verschoben) des
Führungsabschnitts 41 steht mit dem ringförmigen
Öldurchlaßkanal 21 über die Ringnut 44b in Verbindung.
Der Kolben 45 wird innerhalb des Führungsabschnitts 41
verschiebbar gehalten. Der Führungsabschnitt 41 und der
Kolben 45 bilden ein Ventil zur Einstellung der Dämpfungs
kraft. Ein Abschnitt (b) in Fig. 3 ist eine vergrößerte
Ansicht des Kolbens 45. Eine Anzahl kreisförmiger
Öldurchlaßkanäle (kreisförmige Öffnung) 61, die entlang einer
Umfangsrichtung in vorbestimmten Abständen angeordnet sind,
sind im Kolben 45 gegenüberliegend der Ringnut 44b des
Führungsabschnitts 41 angeordnet. Eine Ringnut (Ölnut) 62,
die eine vorbestimmte Tiefe aufweist und sich in Umfangs
richtung erstreckt, ist in einer Oberfläche des Kolbens 45,
die dem Führungsabschnitt 41 zugewandt ist, eingeformt. Die
Ringnut 62 überlappt teilweise mit den Öldurchlaßkanälen 61
in Kolbenverschiebungsrichtung (leicht außermittig von den
Öldurchlaßkanälen 61 zu dem Stift 24 hin).
Der Öldurchlaßkanal 2c, der ringförmige Durchlaßkanal 11, der
Öffnungsabschnitt 15a mit kleinem Durchmesser, die Ölkammer
15b, der Öldurchlaßkanal 36, die festen Öffnungen 37, der Öl
durchlaßkanal 38, die Öffnungen 39a, die Steuerkammer 35, der
Öldurchlaßkanal 52, die Öldurchlaßkanäle 61, die Ringnut 62,
die Ringnut 44b, die Öldurchlaßkanäle 44a, der ringförmige
Öldurchlaßkanal 21 und die Öldurchlaßkanäle 22 bilden ein
Ölwegsystem.
Die Öldurchlaßkanäle 44a und die Ringnut 44b des Führungs
abschnitts 41 sowie die Öldurchlaßkanäle 61 und die Ringnut
62 des Kolbens 45 bilden eine variable Öffnung C, so daß,
wenn der Kolben 55 relativ zu dem Führungsabschnitt 41
verschoben wird, ein Durchflußquerschnitt zwischen den
Öldurchlaßkanälen 44a/der Ringnut 44b und den
Öldurchlaßkanälen 61/der Ringnut 62 eingestellt wird.
Die Spule 40 des Proportionalsolenoids 19 ist in einem einen
Boden aufweisenden zylindrischen Gehäuse 46 untergebracht.
Des weiteren ist die Spule 40 über eine ringförmige Halterung
47 festgehalten, die in einem Öffnungsabschnitt des Gehäuses
46 angebracht ist. Ein Stopfen 48 ist in eine Zentralöffnung
der Halterung 47 eingesetzt. Ein zylindrischer Abstandshalter
49 ist zwischen dem Stopfen 48 und dem Boden des Gehäuses 46
angeordnet. Der zylindrische Abschnitt 41a mit kleinem Durch
messer des Führungsabschnitts ist in eine Zentralöffnung des
Bodens des Gehäuses 46 eingesetzt. Außerdem ist der Stopfen
48 einem Ende des Kolbens 45 gegenüberliegend verschiebbar in
dem Führungsabschnitt 41 eingesetzt.
Eine Druckfeder 51 ist zwischen einem Ende des Kolbens 44 und
dem Stopfen 48 angeordnet. Eine weitere Druckfeder 50 ist
zwischen dem anderen Ende des Kolbens 55 und dem Stift 24
angeordnet, so daß der Kolben 45 zu dem Stift 24
(geschlossene Position) durch die Federkräfte der Druckfedern
50, 51 vorgespannt wird. Der Kolben 55 ist mit einer axialen
Öldurchgangsbohrung 52 versehen, die mit den
Öldurchlaßkanälen 44a und der Ringnut 44b durch die
Öldurchlaßkanäle 61 und die Ringnut 62 in Verbindung steht.
Die Ölbohrung 52 dient dazu, die Ölkammern an beiden Enden
des Kolbens 45 miteinander zu verbinden, so daß der Kolben 45
innerhalb des Führungsabschnitts 41 sanft bzw. reibungslos
verschoben werden kann. Es ist übrigens zu bemerken, daß in
der Fig. 2 das Bezugszeichen 53 einen leitfähigen Draht
bezeichnet, durch den der Strom zu Spule 40 geführt wird.
Wenn über den leitfähigen Draht 53 Strom auf die Spule 40
aufgebracht wird, wird ein magnetischer Fluß L erzeugt, der
dazu führt, daß der Kolben 45 gegen die Federkraft der
Druckfeder 51 zu dem Stopfen 48 hin angezogen wird. Der
Durchflußquerschnitt der variablen Öffnung C wird gemäß der
auf die Spule 40 aufgebrachten Stromstärke eingestellt.
Es wird nun nachfolgend die Funktionsweise eines Stoßdämpfers
mit dem obigen Aufbau beschrieben.
Während der Zugstufe der Kolbenstange 6, wenn der Kolben 5
verschoben wird, ist das Tellerventil 9 des Kolbens 5
geschlossen, mit dem Ergebnis, daß das Öl in der oberen
Zylinderkammer 2a unter Druck gesetzt wird und das unter
Druck stehende Öl über den Öldurchlaßkanal 2c, den
ringförmigen Durchlaßkanal 11 und den Öffnungsabschnitt 15a
mit einem Durchmesser in die Ölkammer 15b der Dämpfungskraft
erzeugenden Einrichtung 13 fließt und über den
Öldurchlaßkanal 36, die festen Öffnungen 37, den
Öldurchlaßkanal 38, das Hilfsdämpfungsventil B, die
Steuerkammer 35, den Öldurchlaßkanal 52, die Öldurchlaßkanäle
61, die Ringnut 26, die Ringnut 44b, die Öldurchlaßkanäle
44a, den ringförmigen Öldurchlaßkanal 21 und die
Öldurchlaßkanäle 22 in das Reservoir 4 fließt. In diesem
Fall, wenn der Druck in der oberen Zylinderkammer 2a den
Ventilöffnungsdruck des Hauptdämpfungsventils A erreicht,
wird das Hauptdämpfungsventil A geöffnet, mit dem Ergebnis,
daß das Öl von der Ölkammer 15b über die Öldurchlaßkanäle 26,
die Ringnut 29 und die Öldurchlaßkanäle 31 in den
Öldurchlaßkanal 21 fließt. Andererseits strömt eine Ölmenge,
die dem Verschiebebetrag es Kolbens 5 entspricht, von dem
Reservoir 4 durch das geöffnete Rückschlagventil 4c des
Bodenventils 4a in die untere Zylinderkammer 2b.
Wenn die Kolbengeschwindigkeit gering ist und bevor das
Hauptdämpfungsventil A geöffnet wird, wird die Dämpfungskraft
durch die Durchflußquerschnitte des Hilfsdämpfungsventils B
und die der variablen Öffnung C erzeugt. In diesem Fall wird
im Hilfsdämpfungsventil B, bevor das Tellerventil 39 geöffnet
wird, durch die Öffnung 39a eine Dämpfungskraft mit
Öffnungscharakteristik erzeugt und, nachdem das Tellerventil
39 geöffnet ist, wird der Durchflußquerschnitt gemäß dem
Öffnungsgrad des Tellerventils eingestellt, um eine
Dämpfungskraft mit Ventilkörpercharakteristik zu erzeugen.
Auf diese Weise kann eine zweckentsprechende Dämpfungskraft
erzielt werden, bevor das Hauptdämpfungsventil A geöffnet
wird (d. h. in unteren und mittleren Geschwindigkeitsbereichen
des Kolbens).
Wenn die Kolbengeschwindigkeit ausreichend angestiegen ist,
um das Hauptdämpfungsventil A durch den erhöhten Druck in der
oberen Zylinderkammer 2a zu öffnen, wird eine Dämpfungskraft
gemäß dem erhöhten Druck erzeugt. In diesem Fall wird der
Steuerdruck des Hauptdämpfungsventils A erhöht, um den Druck
in der stromaufwärts liegenden Steuerkammer 35 zu erhöhen, da
gilt, daß, je kleiner der Durchflußquerschnitt der variablen
Öffnung C ist, je größer ist der Druckverlust. Da der
Steuerdruck in Schließrichtung des Tellerventils 32 wirkt,
wird der Ventilöffnungsdruck für das Hauptdämpfungsventil A
erhöht. Somit kann durch Änderung des Durchflußquerschnitts
der variablen Öffnung C auf der Grundlage des der Spule 40
zugeführten Stroms die Öffnungscharakteristik direkt
eingestellt werden und durch Änderung des Drucks
(Steuerdruck) in der Steuerkammer 35 kann zur Änderung des
Ventilöffnungsdrucks für das Hauptdämpfungsventil A die
Ventilcharakteristik eingestellt werden. Auf diese Weise kann
der Dämpfungskrafteinstellbereich erweitert werden.
Andererseits wird während der Druckstufe der Kolbenstange 6,
da der Kolben 5 verschoben wird, das Rückschlagventil 4c des
Bodenventils 4a geschlossen, mit dem Ergebnis, daß das Öl in
der unteren Zylinderkammer 2b in die obere Zylinderkammer 2a
strömt, während es das Tellerventil 9 des Kolbens 5 öffnet
und eine Ölmenge, die dem in den Zylinder 2 eingeführten
Abschnitt der Kolbenstange 6 entspricht, fließt von der
oberen Zylinderkammer 2a in das Reservoir 4 durch den
gleichen Ölflußweg, wie während der Zugstufe.
In ähnlicher Weise zur Zugstufe wird die Dämpfungskraft mit
Öffnungscharakteristik durch die Durchflußquerschnitte des
Hilfsdämpfungsventils B und die der variablen Öffnung C
erzeugt, wenn die Kolbengeschwindigkeit klein ist und bevor
das Hauptdämpfungsventil A geöffnet wird. Wenn die
Kolbengeschwindigkeit ausreichend erhöht wird, um das
Hauptdämpfungsventil A durch den erhöhten Druck in der oberen
Zylinderkammer 2a zu öffnen, wird eine Dämpfungskraft mit
Ventilcharakteristik gemäß dem erhöhten Druck erzeugt.
Da eine Druckaufnahmefläche der Kolbenstange 6 während der
Druckstufe kleiner ist als eine Druckaufnahmefläche während
der Zugstufe, wird die Dämpfungskraft während der Druckstufe
kleiner als während der Zugstufe. Wenn Blasen im Zylinder 2
erzeugt werden, wird eine Verzögerung bei der
Dämpfungskraftgenerierung auftreten, da ein größerer Hub
benötigt wird, um die Blasen zusammenzudrücken. In der
Druckstufe jedoch werden die Dämpfungskraft mit
Öffnungscharakteristik und die mit Ventilcharakteristik durch
das die Öffnung 9b aufweisende Tellerventil aufsummiert, da
das Öl in der unteren Zylinderkammer 2b durch das
Tellerventil 9 des Kolbens 5 hindurch in die obere
Zylinderkammer 2a fließt, mit dem Ergebnis, daß die
Dämpfungskraft in der Druckstufe erhöht wird und eine
Verzögerung bei der Dämpfungskrafterzeugung verhindert wird.
Ferner kann durch Änderung des Durchflußquerschnitts der
variablen Öffnung C auf der Grundlage des der Spule 40
zugeführten Stroms die Öffnungscharakteristik direkt
eingestellt werden. Durch Änderung des Drucks in der
Steuerkammer 35 kann die Ventilcharakteristik eingestellt
werden. Auf diese Weise kann die Dämpfungskraft von einem
niedrigen Kolbengeschwindigkeitsbereich bis zu einem hohen
Kolbengeschwindigkeitsbereich eingestellt werden.
Auf diese Weise kann durch das Hilfsdämpfungsventil B eine
zweckentsprechende Dämpfungskraft von niedrigen
Kolbengeschwindigkeitsbereichen bis mittleren
Kolbengeschwindigkeitsbereichen erzielt werden und die
Öffnungs- und Ventilcharakteristiken auf der Zug- und
Druckseite der Kolbenstange kann durch Einstellung des
Durchflußquerschnitts der variablen Öffnung C eingestellt
werden. Somit kann eine zweckentsprechende Dämpfungskraft
über den gesamten Kolbengeschwindigkeitsbereich erzielt
werden, der von einem niedrigen Kolbengeschwindigkeitsbereich
bis zu hohen Kolbengeschwindigkeitsbereichen reicht. Da das
Hauptdämpfungsventil A und das Hilfsdämpfungsventil B
parallel zueinander angeordnet sind, kann die
Ventilöffnungscharakteristik des Hilfsdämpfungsventils B
unabhängig von dem Ventilöffnungspunkt des
Hauptöffnungsventils A festgesetzt werden. Aufgrund dessen
ist es möglich, die Festlegung der Dämpfungskraftkennlinie
freier festzulegen.
Nachfolgend wird die Funktionsweise und Dämpfungskraft
kennlinieneinfluß des Proportionalsolenoids ausführlich
beschrieben.
Wenn die Dämpfungskraft am härtesten eingestellt ist, wird
der Spule 40 kein Strom zugeführt, so daß durch die
Federkräfte der Druckfedern, die an beiden Enden des Kolbens
55 angeordnet sind, der Kolben 45 in der in Fig. 2 gezeigten
äußerst links liegenden Position positioniert ist. In dieser
Stellung sind die Öldurchlaßkanäle 44a und die Ringnut 44b
durch die Seitenwand des Kolbens 45 verschlossen. Da der
Druck in der Steuerkammer 35, die auf der stromaufwärts
liegenden Seite der variablen Öffnung C angeordnet ist, durch
die Öffnung 39a immer mit der stromaufwärts liegenden Seite
des Hauptdämpfungsventils A in Verbindung steht, gleicht sich
der Druck in der Steuerkammer 35 im wesentlichen an den Druck
auf der stromaufwärts liegenden Seite des Haupt
dämpfungsventils A an, mit dem Ergebnis, daß es schwierig
ist, das Hauptdämpfungsventil A zu öffnen. Das bedeutet, daß
die Dämpfungskraft am größten ist. Ausgehend von dieser
Stellung wird, wenn der auf die Spule 40 aufgebrachte Strom
erhöht wird und somit der Magnetfluß L anwächst, der Kolben
45 allmählich auf die in Fig. 2 rechts liegende Seite zu dem
Stopfen 48 hin verschoben bzw. angezogen, mit dem Ergebnis,
daß die Bogenabschnitte der Öldurchlaßkanäle 61 des Kolbens
45 der Ringnut 44b (Öldurchlaßkanäle 44a) (Bereich X in den
Fig. 3, 4 und 5) hin geöffnet werden. In diesem Fall wird, da
die Bogenabschnitte der Öldurchlaßkanäle 61 zu der Ringnut
44b hin geöffnet werden, wie es durch die durchgezogene Linie
in Fig. 4 gezeigt ist, der Durchflußquerschnitt entlang der
quadratischen Kurve langsam erhöht. Obwohl die Dämpfungskraft
in der Anfangsphase, nachdem die Öldurchlaßkanäle 61 geöffnet
sind, entlang einer Kurve verändert wird, wie es durch die
durchgezogene Linie in Fig. 5 gezeigt ist, wurde
"makroskopisch betrachtet" beobachtet, daß die Dämpfungskraft
im wesentlichen sanft linear verändert wird. Auf diese Weise
wird durch Öffnung der Bogenabschnitte der Ringnut 44b
(Öldurchlaßkanäle 44a) solch eine Situation verhindert, daß,
wenn der Kolben 45 aufgrund von Schwingungen, Störungen oder
sonstigen Einflüssen geringfügigst verschoben wird, die
Zuwachsrate der Durchflußquerschnitt bezüglich der
Verschiebung des Kolbens 45 groß ist, wodurch eine große
Dämpfungskraftänderung bewirkt wird.
Wenn der auf die Spule 40 aufgebrachte Strom ansteigt, und
entsprechend der magnetische Fluß L anwächst, wird hiernach,
da die Anziehungskraft ebenso ansteigt, der Kolben 45
allmählich in der Fig. 2 nach rechts verschoben. Als Ergebnis
wird die Ringnut 62 zur Ringnut 44b (Bereich Y in den Fig. 3,
4 und 5) geöffnet. In diesem Fall wird der
Durchflußquerschnitt linear verändert und bezüglich des
Verschiebebetrags des Kolbens 45 beträchtlich verändert, wie
es durch die gestrichelte Linie der Fig. 4 gezeigt ist.
Andererseits, obwohl die Dämpfungskraft umgekehrt
proportional zum Quadrat des Durchflußquerschnitts ist, da
der Durchflußquerschnitt relativ groß ist und bezüglich dem
Betrag der Verschiebung des Kolbens 45 sehr stark verändert
wird, wird die Dämpfungskraft entlang einer Kurve verändert,
die nahezu eine gerade Linie ist und die Dämpfungskraft wird
beträchtlich bezüglich der im Betrag der Verschiebung des
Kolbens 45 verändert, wie es durch die gestrichelte Linie in
Fig. 5 gezeigt ist.
Wenn der Kolben 45 weiterhin in Fig. 2 nach rechts verschoben
wird, um die Durchflußquerschnitt zu maximieren (in den Fig.
3, 4 und 5 ist das die Position Z, in der der
Durchflußquerschnitt gleich den Gesamtquerschnitten der
Öldurchlaßkanäle 61 ist), wird der Druck in der Steuerkammer
35 auf der stromaufwärts gelegenen Seite der variablen
Öffnung C im wesentlichen gleich dem Druck im Reservoir 4 auf
der stromabwärts gelegenen Seite der variablen Öffnung C, mit
dem Ergebnis, daß das Dämpfungsventil A leicht geöffnet
werden kann (d. h., die Dämpfungskraft wird sehr klein; es
handelt sich hier um die weichste Einstellung).
Da die Bogenabschnitte der Öldurchlaßkanäle (kreisförmige
Einlässe) 61 sich zuerst zu der Ringnut 44b hin öffnen und
dann sich die Ringnut (Ölnut) 62 der Ringnut 44b hin öffnet,
wenn der Kolben (Ventilkörper) 45 verschoben wird, kann die
Dämpfungskraft in der harten wie auch in der weichen
Einstellung (d. h. über den gesamten Bereich) sanft nahezu
linear verändert werden. Insbesondere im Vergleich mit dem
Stand der Technik, wie er in der Fig. 5 durch die
durchgezogene Linie dargestellt ist, aus der hervorgeht, daß,
wenn der Kolben 45 durch die Position "a" (d. h., auf der
weichen Seite) hindurchgegangen ist, die
Dämpfungskraftänderung bezüglich der Verschiebung des Kolbens
45 extrem klein ist, kann die Dämpfungskraft verändert
werden, in der Weise, wie es durch die gestrichelte Linie
dargestellt ist, wodurch die Reaktion auf das Schalten der
Dämpfungskraft verbessert wird.
Bei der dargestellten Ausführungsform kann der Stoßdämpfer
leicht und kostengünstig hergestellt werden, da die
zusammenwirkenden kreisförmigen Durchlaßkanäle 44a, die
kreisförmigen Durchlaßkanäle 61, die Ringnut 44b und die
Ringnut 62 unter Verwendung herkömmlicher Werkzeuge, wie
beispielsweise eine Bohrmaschine oder eine Drehbank, leicht
hergestellt werden können.
Bei der dargestellten Ausführungsform ist zwar beispielhaft
gezeigt, daß die Ringnut 44b in der Oberfläche des Führungs
abschnitts (Ventilsitzelement) 41 eingeformt ist, entlang der
Kolben 45 in solch einer Weise verschoben wird, daß die Ring
nut 44b mit den Öldurchlaßkanälen 44a des Führungsabschnitts
vollständig überlappt und die Ringnut 62 auf der Gleitfläche
des Kolbens 45 teilweise überlappend zu den Öldurchlaßkanälen
(kreisförmige Einlässe) 61 des Kolbens 45 eingeformt ist, so
daß, wenn der Ölweg geöffnet wird, die Bogenabschnitte der
kreisförmigen Einlässe 61 und die Ringnut 62 in dieser
Reihenfolge durch den Führungsabschnitt (Ventilsitzelement)
41 geöffnet werden, die vorliegende Erfindung ist aber auf
diese Anordnung nicht beschränkt. Es ist ebenso möglich, die
Ringnut 62 in der Gleitfläche des Kolbens (Ventilkörper) 45
in solch einer Weise einzuformen, daß die Ringnut komplett
mit den Öldurchlaßkanälen 61 überlappt und die Ringnut
(Ölnut) 44b in der Oberfläche des Führungsabschnitts
(Ventilsitzelement) 41 eingeformt wird, entlang der Kolben 45
teilweise überlappend zu den Öldurchlaßkanälen (kreisförmige
Einlässe) 44a des Führungsabschnitts verschoben wird, so daß,
wenn der Ölweg geöffnet wird, die Bogenabschnitte der
kreisförmigen Einlässe 44a und die Ringnut 44b durch den
Kolben (Ventilkörper) 45 in dieser Reihenfolge geöffnet
werden.
Während bei der dargestellten Ausführungsform beispielhaft
dargestellt ist, daß die kreisförmigen Einlässe und die
Ringnut sowohl in dem Führungsabschnitt (Ventilsitzelement)
und dem Kolben (Ventilkörper) eingeformt sind, ist die
vorliegende Erfindung hierauf nicht beschränkt. Es ist
beispielsweise auch, wie es in der Fig. 6 gezeigt ist,
möglich, Öldurchlaßkanäle (kreisförmige Einlässe) 71 und eine
Ringnut (Ölnut) 72 in einen Führungsabschnitt 70 in solch
einer Weise einzuformen, daß die Ringnut 72 teilweise mit den
Öldurchlaßkanälen 71 überlappt und Öldurchlaßkanäle und eine
Ringnut bei einem Kolben 73 weggelassen werden können, wie es
in der Figur dargestellt ist. Das heißt, wenn der Kolben 73
in einer untersten Position positioniert wird, wie es gezeigt
ist, werden die Öldurchlaßkanäle 71 und die Ringnut 72 des
Führungsabschnitts 70 durch einen Wandabschnitt 73a des
Kolbens 73 geschlossen (in diesem Fall wird die
Dämpfungskraft am härtesten), und, wenn der Kolben 73 in Fig.
6 nach oben hin verschoben wird, öffnet ein unterer
Kantenabschnitt 73b des Kolbens 73 zuerst den Bogenabschnitt
der Öldurchlaßkanäle 71 und öffnet dann die Ringnut 72. In
diesem Fall kann die Herstellung des Kolbens erleichtert
werden und die axiale Kolbenlänge kann reduziert werden,
wodurch der Stoßdämpfer kompakter ausgestaltet werden kann,
da die kreisförmigen Einlässe und die Ringnut am Kolben
(Ventilkörper) weggelassen werden können.
Während bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel die
Ringnuten (Ölnuten), in Umfangsrichtung durchgehend, in dem
Führungsabschnitt (Ventilsitzelement) und dem Kolben
(Ventilkörper) eingeformt sind, ist die vorliegende Erfindung
natürlich nicht hierauf beschränkt. Die Ringnut kann
beispielsweise mit Unterbrechungen in Umfangsrichtung unter
Verwendung einer herkömmlichen Fräsmaschine hergestellt
werden. Bei einem solchen Fall, wenn eine Anzahl von Kolben,
die jeweils periodisch unterbrochene Umfangsnuten mit
unterschiedlichen Umfangsgrößen aufweisen, vorgefertigt
werden, kann nur durch Austausch der Kolben die Dämpfungs
kraft in Abhängigkeit von der Verschiebung des Kolbens leicht
verändert werden, durch die Ausgestaltung des Proportional
solenoids freier vorgenommen werden kann.
Bei der dargestellten Ausführungsform sind die vollständig
mit der Ringnut überlappenden Einlässe (entsprechend den
Öldurchlaßkanälen 44a in der dargestellten Ausführungsform)
kreisförmig ausgestaltet. Die Form der Einlässe, die
vollständig mit der Ringnut überlappen, ist jedoch nicht auf
einen Kreis beschränkt. Jeglich Form kann verwendet werden.
Wenn die Größe der Abschnitte (Bogenabschnitte) der
kreisförmigen Einlässe, die nicht mit der Ringnut überlappen,
gleich oder weniger als R/2 gewählt werden (R ist der
Durchmesser des kreisförmigen Einlasses), kann ein
exzellentes Ergebnis erzielt werden. Wünschenswerter Weise
ist die Größe gleich oder weniger als ungefähr R/4.
Die vorliegende Erfindung ist zudem nicht darauf beschränkt,
daß die Einstellung der Dämpfungskraft durch Einstellung des
Steuerdrucks erfolgt. Es ist ebenso möglich, die vorliegende
Erfindung bei standardgemäßen Hydraulikstoßdämpfern mit
einstellbarer Dämpfungskraft anzuwenden, bei denen die
Dämpfungskraft durch Einstellung eines Durchflußquerschnitts
eines Durchlaßkanals (Öldurchlaßkanal) eingestellt wird, der
eine Verbindung zu der oberen und unteren Zylinderkammer
herstellt.
Die die kreisförmigen Einlässe und die Ölumfangsnut entweder
im Ventilsitzelement oder im Ventilkörper in einer teilweise
überlappenden Art zueinander eingeformt sind, wie es zuvor
erwähnt wurde, so daß, wenn der Ölweg durch das andere
Element, d. h. vom Ventilsitzelement oder dem Ventilkörper
geöffnet wird, die Bogenabschnitte der kreisförmigen Einlässe
und der Ölnut nacheinander in dieser Reihenfolge geöffnet
werden, kann die Dämpfungskraft nahezu linear in Abhängigkeit
der Ventilkörperverschiebung verändert werden und die
Reaktion auf das "Schalten" (Verändern) der Dämpfungskraft
bei einer weichen Einstellung kann verbessert werden. Da die
Dämpfungskraft in Abhängigkeit auf die Gegebenheiten der
Straßenoberfläche schnell verändert werden kann, kann auch
der Fahrkomfort und die Lenkstabilität verbessert werden.
Aufgrund der Kombination der kreisförmigen Einlässe und der
Ölnut, die unter Verwendung einer herkömmlichen Maschine, wie
beispielsweise eine Bohrmaschine oder Drehbank, herstellbar
sind, kann der Stoßdämpfer gemäß der Erfindung leicht
hergestellt werden und die Herstellungskosten können
reduziert werden. Ferner kann ein erfindungsgemäßer
Stoßdämpfer kompakter hergestellt werden und leichter in
kleinen Fahrzeugen eingebaut werden, da der Betrag der
Verschiebung des Ventilkörpers im Vergleich zu dem
Änderungsbereich der Dämpfungskraft klein ist.
Claims (4)
1. Hydraulikstoßdämpfer mit einstellbarer Dämpfungskraft
umfassend:
- 1. einen Hydraulikflüssigkeit beinhaltenden Zylinder (2),
- 2. einen in dem Zylinder (2) verschiebbar gehaltenen Kolben (5),
- 3. eine Kolbenstange (6), die an einem Ende mit dem Kolben (5) verbunden ist und dessen anderes Ende sich aus dem Zylinder (2) heraus erstreckt,
- 4. einen Flüssigkeitsdurchlaßkanal, durch den die Hydraulikflüssigkeit in Erwiderung auf die Verschiebebewegung des Kolbens (5) strömt,
- 5. ein Ventil zur Dämpfungskrafteinstellung, das in dem Flüssigkeitsdurchlaßkanal geschaffen ist und zur Änderung des Durchflußquerschnitts des Flüssigkeitsdurchlaßkanals angepaßt ist, um eine Dämpfungskraft einzustellen, und
- 6. ein Proportionalsolenoid (19) zum Betreiben des Ventils zur Dämpfungskrafteinstellung,
- 1. das Ventil zur Dämpfungskrafteinstellung einen durch das Proportionalsolenoid (19) angetriebenen Ventilkörper (45) und ein zylindrisches Ventilsitzelement (41) zum verschiebbaren Führen des Ventilkörpers (45) umfaßt, und
- 2. das Ventilsitzelement (41) oder der Ventilkörper (45) mindestens einen kreisförmigen Einlaß, der einen Teil des Flüssigkeitsdurchlaßkanals bildet, und eine Ölnut aufweist, die sich in Umfangsrichtung teilweise überlappend mit einem offenen Ende des mindestens einen kreisförmigen Einlasses erstreckt und in einer den mindestens einen kreisförmigen Einlaß beinhaltenden Gleitfläche ausgebildet ist, so daß, wenn der Flüssigkeitsdurchlaßkanal durch das Ventilsitzelement oder den Ventilkörper geöffnet wird, ein Bogenabschnitt des mindestens einen kreisförmigen Einlasses und die Ölnut nacheinander in dieser Reihenfolge geöffnet werden.
2. Hydraulikstoßdämpfer gemäß Anspruch 1, ferner umfassend
ein Ventil zur Erzeugung einer Hauptdämpfungskraft mit
einem Tellerventilelement in dem Flüssigkeitsdurchlaß
kanal und eine Steuerkammer (35) zum Halten der
Hydraulikflüssigkeit, so daß der Flüssigkeitsdruck in
der Steuerkammer (35) den Ventilöffnungsdruck des
Tellerventilelementes einstellt, und wobei das Ventil
zur Einstellung der Dämpfungskraft ebenso den
Flüssigkeitsdruck in der Steuerkammer (35) einstellt.
3. Hydraulikstoßdämpfer nach Anspruch 2, bei dem der
Flüssigkeitsdurchlaßkanal einen
Hauptdurchlaßkanalabschnitt, der in dem Ventil zur
Erzeugung der Hauptdämpfungskraft vorhanden ist, und
einen Bypass-Durchlaßkanalabschnitt umfaßt, der mit dem
Hauptdurchlaßkanal parallel verläuft, wobei der Bypass-
Durchlaßkanalabschnitt eine feste Öffnung aufweist, und
die Steuerkammer zwischen der festen Öffnung und dem
Ventil zur Einstellung der Dämpfungskraft ausgebildet
ist.
4. Hydraulikstoßdämpfer nach Anspruch 3, bei dem der Kolben
(5) einen Durchlaßkanal besitzt, der sich hierdurch
erstreckt, so daß eine obere Zylinderkammer (2a), die
oberhalb des Kolbens (5) definiert ist, und eine untere
Zylinderkammer (2b), die unterhalb des Kolbens (5)
definiert ist, miteinander in Verbindung stehen, und ein
Rückschlagventil nur den Fluß der Flüssigkeit von der
unteren Zylinderkammer (2b) zur oberen Zylinderkammer
(2a) zuläßt, wobei der Flüssigkeitsdurchlaßkanal mit dem
Zylinder so verbunden ist, daß sowohl bei einem Zughub
wie auch bei Druckhub der Kolbenstange (6) die
Hydraulikflüssigkeit von der festen Öffnung zum Ventil
zur Einstellung der Dämpfungskraft strömt.
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