DE19500904A1 - Schwingungsdämpfer mit verstellbarer Dämpfkraft - Google Patents
Schwingungsdämpfer mit verstellbarer DämpfkraftInfo
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Description
Die Erfindung betrifft einen Schwingungsdämpfer entsprechend dem Oberbegriff
von Patentanspruch 1.
Entsprechende Schwingungsdämpfer sind u. a. aus der DE-OS 41 18 030 A1
bekannt. Ein stetiges Problem ist die Verringerung des notwendigen Bauraums.
Bei den kolbenstangenseitigen verstellbaren Dämpfventilen darf sich durch die
Ventilbetätigungseinrichtungen der max. Hubweg nicht nennenswert reduzieren.
Die außenliegenden Dämpfventile hadern in den Radkästen stets mit Platzproble
men. Darüber hinaus muß eine Vereinfachung der Einzelteile und/oder eine Teile
reduzierung erreicht werden, um das Kostenproblem zu lösen.
Aufgabe der vorliegende Erfindung ist es die beschriebenen Schwierigkeiten be
züglich des Bauraums und der Kosten zu lösen.
Erfindungsgemäß wird die Aufgabe durch den Patentanspruch 1 gelöst.
Durch diese vorteilhafte Maßnahme kann der ohnehin knappe Bauraum besser
ausgenutzt werden. Ein separater Rückschlußkörper erübrigt sich, so daß sich die
verringerte Teilezahl positiv auf die Montage aber auch auf den Herstellungspreis
auswirkt.
Des weiteren ist vorgesehen, daß die Führung des Ankers außerhalb des Primär
magnetflusses liegt. Dadurch kann der Abstand zwischen dem Anker und den
radial benachbarten Teilen innerhalb einer Rückschlußkörperkette des Magnet
flusses so klein gewählt werden, daß gerade eben ein Klebeeffekt vermieden
wird, aber ein ausreichender magnetischer Fluß gewährleistet ist. Der dazu reali
sierbare Abstand ist so gering, daß ein handhabbarer Isolator deutlich mehr radia
len Bauraum benötigen würde. Bei einer Ausführungsvariante besteht innerhalb
der Führung des Ankers mindestens ein Teil aus einem Werkstoff mit einer ge
ringen magnetischen Leitfähigkeit. Alternativ kann der Anker eine Querschnitts
reduzierung aufweisen, die den Magnetfluß in einen Haupt- und mindestens einen
Nebenfluß aufteilt, wobei es für die Führung dann nicht zu Klebewirkungen
kommt, da diese im Nebenfluß liegt.
Als weitere vorteilhafte Maßnahme zur Bauraumreduzierung ist der Anker koaxial
zum Spulenkörper angeordnet. Damit der Magnetfluß präzise geführt ist, weist
der Spulenkörper eine gestufte Körperkontur auf. Zusätzlich weist der Anker mit
dem Spulenkern eine axiale Überdeckung auf, so daß in radialer Richtung ein
leichter Übergang des Magnetflusses erfolgen kann. Als weiteres Merkmal zur
Lenkung des Magnetflusses weist der Spulenkern in Richtung des Ankers eine
Ausnehmung auf. Dabei ist die Ausnehmung deutlich tiefer als die Länge
des Betätigungsweges des Ankers.
Gemäß einem vorteilhaften Unteranspruch weist der Spulenkörper eine Mindest
länge auf, die sich aus der Länge des im magnetischen Hauptflusses befindlichen
Ankerteils und dem Ankerbewegungsweg zusammensetzt. Dadurch wirkt der
Spulenkörper als Isolator zwischen Anker und Gehäuse und dient der Ausrichtung
des Magnetflusses.
Zur Reduzierung der erforderlichen Magnetkräfte ist der Anker zumindest teilwei
se druckausgeglichen, wofür der Anker eine Strömungsverbindung für einen
Druckausgleichsraum besitzt, wobei an einer beliebigen Stelle zwischen dem
Druckausgleichsraum und einem Kabelanschluß für den Spulenkörper ein Dich
tungseinsatz angeordnet ist. Der Dichtungseinsatz bewirkt, daß in den Bereich
des Kabelanschlusses kein Öl eindringen kann. Dadurch kann der Fertigungsauf
wand bei der Montage der Stromkabel und deren Abdichtung gegenüber dem
Hydraulikteil der Ventilbetätigungseinrichtung drastisch verringert werden.
Vorteilhafterweise weist der Spulenkern einen im wesentlichen T-förmigen Quer
schnitt auf. Der Spulenkern bildet damit einen Deckel für die Ventilbetätigungs
einrichtung. In einer vorteilhaften Ausführung weist die hohle Kolbenstange des
Schwingungsdämpfer den Gehäuseabschnitt, der den Rückschlußkörper darstellt,
auf.
Anhand der folgenden Figurenbeschreibung soll die Erfindung näher erläutert
werden. Es zeigt:
Fig. 1 Schwingungsdämpfer mit koaxialer Ankeranordnung,
Fig. 2 Schwingungsdämpfer mit einer Reihenanordnung bezüglich Anker und
Spulenkörper.
Die Fig. 1 zeigt einen Schwingungsdämpfer 23 beispielhaft in der Form eines Ein
rohrschwingungsdämpfers. Der Schwingungsdämpfer 23 umfaßt einen dämpf
mittelgefüllten Zylinder 25, der von einem Kolben 27 an einer hohlen Kol
benstange 29 in einen oberen und unteren Arbeitsraum 31; 33 unterteilt wird.
Beide Arbeitsräume sind über Dämpfungsventile 35; 37 für die Zug- und Druck
richtung der Vorrichtung 1 verbunden. Des weiteren weist der Kolben 27 eine
Fluidenverbindung 17 auf, die mittels eines Aktuators parallel zu den Dämp
fungsventilen 35; 37 die beiden Arbeitsräume 31; 33 verbindet.
Eine Ventilbetätigungseinrichtung, deren Gehäuse 1 von der hohlen Kolbenstange
gebildet wird und in dem ein Spulenkörper 3 angeordnet ist, bildet zusammen mit
einem axial beweglichen Anker 5 den Aktuator. Dabei ist der Anker 5 koaxial
zum Spulenkörper 3 angeordnet. Des weiteren umfaßt die Ventilbetätigungsein
richtung einen Spulenkern 7. Der Spulenkern 7 besitzt einen im wesentlichen T-för
migen Querschnitt, so daß der Spulenkern 7 für das Gehäuse einen Deckel 9
darstellt. An dem gegenüberliegen Ende ist ein Verschlußkörper 11 angeordnet,
der für den Anker 5 eine Führung 13 besitzt.
Der Anker 5 ist zweiteilig ausgebildet, wobei der Teil 5b des Ankers, der eine
axiale Überdeckung 5c mit dem Spulenkern 7 besitzt aus magnetisierbaren, der
Führungsteil 5a aus nicht magnetisierbaren Werkstoffen wie Kunststoff, Messing
oder austenitischen Stählen besteht.
Zur bildlichen Darstellung ist der magnetische Fluß, der die Axialbewegung des
Ankers bewirkt, eingezeichnet. So bildet der rohrförmige Abschnitt 15 mit dem
Deckel 9, dem Spulenkern 7, dem Anker 5b und dem Verschlußkörper 11 eine
Reihenanordnung von Rückschlußkörpern. Der einzige bedeutende Spalt innerhalb
der Reihenanordnung stellt den Betätigungsweg s dar.
Die Ventilbetätigungseinrichtung 1 weist eine Reihe von baulichen Maßnahmen
auf, die den Magnetfluß optimieren. Zum einen ist der Spulenkörper 3 gestuft
ausgebildet, wobei der Ankerteil 5b innerhalb des größeren Durchmesser ange
ordnet ist. Der gestufte Teil des Spulenkörpers isoliert einerseits den Deckel 9
gegenüber der oberen Stirnfläche 5d des Ankers 5b und ermöglicht durch das
größere Volumen der Spule eine größere Induktion. Die Stufe kann durch ein an
gepaßtes Wickelverfahren erfolgen aber auch durch den Einsatz von zwei Wick
lungen, die ineinander angeordnet sind, realisiert werden. Darüber hinaus besitzt
der Spulenkern eine Ausnehmung 7b, wobei die Stirnfläche 7c des Spulenkerns
sehr klein ausgeführt ist, um einen Übergangswiderstand zur Bodenfläche 5e des
Ankers zu bilden, gleichzeitig aber eine große Überdeckung 5c für einen möglichst
geringen Übergangswiderstand in radialer Richtung aufweist.
Zur Vermeidung von Klebeeffekten, die eine kaum beherrschbare Hysterese auf
grund von Reibung nach sich ziehen, ist zwischen dem Ankerteil 5b und dem
Spulenkern 7 ein geringer Luftspalt 5f vorgesehen. Die Führung des Ankers er
folgt zwischen dem Bodenteil 11 und dem Ankerteil 5a.
Die Fig. 2 teilt sich in eine rechte und eine linke Ausführungsvariante. Bei bei
den Ventilbetätigungseinrichtungen ist das Gehäuse Bestandteil des Rückschluß
körpers und der Spulenkörper 3 ist mit dem Anker 5 in Reihe angeordnet. In der
linken Zeichnungshälfte ist der Anker wiederum zweigeteilt ausgeführt. Der Ver
schlußkörper 11a oder das Ankerteil 5a muß aus unmagnetisierbarem Material
ausgeführt sein, will man die beschriebene Klebeeffekte vermeiden. Der Magnet
fluß tritt radial vom rohrförmigen Gehäuseabschnitt auf den Ankerteil 5b über
und setzt sich in den Spulenkern 7 fort.
Innerhalb des Ankers 5 ist eine Strömungsverbindung 17 zu einem Drucksaus
gleichsraum 5e eingebracht. Damit das Hydraulikmedium nicht auf die Rückseite
des Spulenkörpers 3 gelangt, ist an einer beliebigen Stelle zwischen dem Druck
ausgleichsraum 5e und einem Kabelanschluß 19 zur Stromversorgung des Spu
lenkörpers 3 ein Dichtungseinsatz 21 vorgesehen. Dadurch kann garantiert kein
Hydraulikmedium aus der Ventilbetätigungseinrichtung austreten.
In der rechten Zeichnungshälfte ist der Anker 5 einteilig ausgeführt. Um wieder
um die Klebeeffekte auszuschalten, besitzt der Anker 5 eine Querschnittsreduzie
rung 5g, die einen Übergangswiderstand für den Magnetfluß darstellt, so daß ein
Primärfluß radial über das Gehäuse auf den Anker 5 erreicht wird. Für den Fall,
daß das Bodenstück 11b ebenfalls aus magnetisierbaren Werkstoff besteht, stellt
sich ein Sekundärmagnetfluß ein, der jedoch aufgrund der Querschnittsreduzie
rung 5f unbedeutend ist. Wie weiterhin zu entnehmen ist, kann das Bodenstück
eingeschraubt, eingeschweißt oder eingerollt sein.
Claims (11)
1. Schwingungsdämpfer mit verstellbarer Dämpfkraft, umfassend einen Zy
linder, in dem eine hohle Kolbenstange mit einem Kolben axial beweglich
ausgeführt ist, wobei der Kolben den Zylinder in zwei Arbeitsräume unter
teilt, einen ansteuerbaren Spulenkörpers, in dem ein Anker eine Betäti
gungsbewegung ausführt, wobei der Spulenkörper einen Spulenkern auf
weist, dadurch gekennzeichnet, daß die hohle Kolbenstange des Schwin
gungsdämpfer zumindest teilweise einen Rückschlußkörper für den ma
gnetischen Fluß darstellt.
2. Schwingungsdämpfer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die
Führung (13) des Ankers (5) außerhalb des Primärmagnetflusses liegt.
3. Schwingungsdämpfer nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß in
nerhalb der Führung (13) des Ankers (5) mindestens ein Teil (5a, 11) aus
einem Werkstoff mit einer geringen magnetischen Leitfähigkeit besteht.
4. Schwingungsdämpfer nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der
Anker (5) eine Querschnittsreduzierung (5g) aufweist, die den Magnetfluß
in einen Haupt- und mindestens einen Nebenfluß aufteilt.
5. Schwingungsdämpfer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der
Anker (5) koaxial zum Spulenkörper (3) angeordnet ist.
6. Schwingungsdämpfer nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß der
Spulenkörper (3) eine gestufte Körperkontur aufweist.
7. Schwingungsdämpfer nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß der
Anker (5) mit dem Spulenkern (7) eine axiale Überdeckung (5c) aufweist.
8. Schwingungsdämpfer nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß der
Spulenkern (7) in Richtung des Ankers (5) eine Ausnehmung (7b) aufweist.
9. Schwingungsdämpfer nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß der
Spulenkörper (7) eine Mindestlänge aufweist, die sich aus der Länge des
im magnetischen Hauptflusses befindlichen Ankerteils und dem An
kerbewegungsweg (5) zusammensetzt.
10. Schwingungsdämpfer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der
Anker (5b) eine Strömungsverbindung (15) für einen Druckausgleichs
raum (5e) besitzt, wobei an einer beliebigen Stelle zwischen dem Druck
ausgleichsraum (5e) und einem Kabelanschluß (17) für den Spulenkörper
ein Dichtungseinsatz (19) angeordnet ist.
11. Schwingungsdämpfer nach einem beliebigen Anspruch, dadurch gekenn
zeichnet, daß der Spulenkern (7) einen im wesentlichen T-förmigen Quer
schnitt aufweist.
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