Farriba Schulz 4
80799 München
WEIHNACHTSBAUMSTÄNDER
Die Erfindung betrifft eine Haltevorrichtung zur Aufnahme von Weihnachtsbäumen, nach
dem Oberbegriff des Anspruches 1.
Weihnachtsbaumständer in verschiedensten Ausführungen sind aus der Praxis heraus
bekannt, Es werden Ständer angeboten, die aus einer Fußplatte, und einem darauf senkrecht
befestigtem Rohr bestehen in dem der Weihnachtsbaum mittels mehrerer waagerecht angeordneter Knebelschrauben befestigt wird, Das Aufstellen eines Baumes mittels
derartiger Ständer birgt in der Regel mehrere Probleme; es werden zum aufstellen und
ausrichten zwei Personen benötigt, die Baumstümpfe müssen in aller Regel passend gemacht
werden, die Knebelschrauben bieten nur geringe Angriffsflächen für die Finger und
sind somit nur schwer zu drehen und die Wasserversorgung ist entweder gar nicht oder nur
geringfügig gewährleistet,
Es sind Ständer bekannt, deren Aufnahmerohr einen überdimensionierten Durchmesser
aufweisen in das der Baum etwa mittig gestellt und dann mittels mehrerer Keile, die
zwischen den Rand des Aufnahmerohres und Baum getrieben werden, fest gekeilt wird,
Auch hier ist das Ausrichten des Baumes für eine Einzelperson schwierig,
Es ist ein Ständer bekannt, bei dem der zu befestigende Baumstamm in einer mit Schlitzen
versehenen Hülse geführt wird, wobei ein keilförmiger Verdrängungskörper nach Art einer
Überwurfmutter auf den äußeren Umfang der Hülse aufgeschraubt wird und durch sein
keilförmiges Verdrängungsprofil radial angeordnete Preßbacken in Richtung Baumstamm
drängt, Durch die sich radial nach innen bewegenden Preßbacken wird der in der Hülse
geführte Baumstamm schließlich eigeklemmt und fixiert, Auch bei diesem Baumständer ist
nachteilig, daß bei einer Abweichung des Baumstammquerschnittes von der Kreisform eine
ungleichmäßige Anlage der Preßbacken und somit eine ungenügende Befestigung einerseits
und eine nicht völlig senkrechte Ausrichtung andererseits erfolgt,
Weiterhin sind Weihnachtsbaumständer bekannt, mit einem an der Grundplatte angeordnetem
Aufnahmeteil für den Stamm und mehreren um eine Symetrieachse angeordneten Halteelementen, die oberhalb des Aufnahmeteils zwischen einer Lösestellung und einer
Haltestellung in Ebenen unabhängig voneinander einzeln schwenkbeweglich sind, welche
sich zumindest annähernd in de Symetrieachse schneiden, wobei die Haiteeiemente in der
Haltestellung mit einem Anlagebereich unter Druck an den Stamm des Weihnachtsbaumes
anlegbar sind und nur eine Spannvorrichtung aufweisen die über ein Kraftübertragungselement
gleichzeitig an sämtlichen Halteelementen mit gleicher Krafteinwirkung angreift und die
Halteelemente in ihre Haltestellung bewegt, Dieser Ständer, der eine ansehnliche Marktdurchdringung
erreicht hat, erscheint mir als der Beste, Dennoch weist auch dieser Weihnachtsbaumständer
Nachteile auf: Es muß eine erhebliche händische Kraft in stark gebückter Stellung, bei
der es schwierig ist den Baum in gerader Stellung zu halten, erzeugt werden um die Spannvorrichtung
zu betätigen, das Seil, welches von der Spannvorrichtung gezogen wird und die Halteelemente
an den Baumstumpf anlegt, arbeitet auf zwei erheblich unterschiedlichen Ebenen, entwickelt an dem von der Spannvorrichtung am weitesten entfernten Punkt, aiso an den hinteren
Halteelementen, eine erhebliche Zugkraft, die eine gleichmäßige Krafverteilung auf alle
Halfeeiemente nicht zuläßt und auch eine äußerst stabile Bauweise, d.h, Kostenintensiv, voraussetzt,
Es 1st ein Weihnachtsbaumständer bekannt, der im aufwendigen und teuren Gußverfahen
hergestellt wird, als Topf mit drei fest verbundenen Stegen im Abstand von 120° und einer
Neigung von 25° in schiefer Ebene ausgebildet ist, An den Stegen sind mit entsprechenden
Nuten versehene Spannkeile beweglich so angeordnet, daß der mittig eingestellte Baum
auf eine mit den Spannkeilen verbundene Platte drückt und dadurch die Spannkeile an
den Baum anlegt und ihn befestigt, Ein so befestigter Baum ist nur schwer wieder zu entfernen.
Der vorliegenden Neuerung liegt die Aufgabe zugrunde, eine mechanische Haltevorrichtung
der gattungsgemäßen Art zu schaffen, mittels derer Weihnachtsbäume bis ca, 2,50 m Höhe, mit
dicken oder dünnen Stümpfen und glatter oder ungleichmäßiger Oberfläche an den Stümpfen,
in senkrechter Lage mit möglichst geringem Kraftaufwand, gleichzeitig befestigt und selbsttätig
ausgerichtet werden,
Diese Aufgabe wird neuerungsgemäß dadurch gelöst, daß zwei oder mehr flexible Verbindungen
von einem Fixpunkt, der kipp-und drehbeweglich angeordnet ist, über mehrere Halteelemente
durch eine Umleitung an ein Zugelement geleitet werden und mittels des Zugelementes
so gestrafft werden, daß die kippbeweglich angeordneten Halteelemente sich mit ihren oberen, äußeren Enden in einem vorgegebenen Radius zur Symetrieachse eines Aufnahmegefäßes,
welches den Baumstamm aufnimmt, bewegen und ihn arretieren. Durch die Anordnung des Fixpunktes auf einer, auf die Haiteelemente bezogenen tieferen
Ebene, werden die Halteelemente bei Straffung der flexiblen Verbindungen, die bevor sie an die
Haiteelemente geleitet werden und zwischen den Halteelementen und den Endbefestigungspunkten
jeweils miteinander gekreuzt sind, mittels eines Zugelementes ohne Verlust von Kräffen
und dennoch durch die Beweglichkeit des Fixpunktes flexibel reagierend, also Unebenheiten ausgleichend,
an den Baumstumpf angelegt. Die einfache Bedienungsweise des Zugelementes, entweder durch Betätigung eines Fußhebels oder einer Fernbedienung, die einen Elektromotor
in Gang setzt, erlaubt es den Baum sicher und zu seiner Symetrieachse senkrecht aufzustellen,
ohne sich bücken zu müssen.
Fig. 1 schematische Draufsicht bei Funktion mit zwei flexiblen Verbindungen.
Fig. 2 schematische Schnittdarstellung bei Funktion mit zwei flexiblen Verbindungen
Fig. 3 stark vereinfachte Draufsicht bei durch Abdeckhaube geschlossenem Ständer
Mit der Grundplatte 1 gemäß Fig. 2 ist das Aufnahmegefäß 2 , welches zylindrisch oder
wegen des größeren Wasserinhaites eckig ausgearbeitet sein kann, das der Fixierung und
Bewässerung des Weihnachtsbaumes dient, fest verbunden. Innerhalb des Aufnahmegefäßes
2 Ist mittig ein Dorn 21 zur Fixierung des Baumstammes angebracht.
Zum überführen der Halteelemente 3,3a, 3b, 3c, die in gleichen Abständen zueinander
um das Aufnahmegefäß 2 herum, in oder an Lagerböcken 12,12a, 12b, 12c, 12d, 12e,
12f, 12g schwenkbeweglich auf Lagerbolzen 13,13a, 13b, 13c angeordnet sind, aus ihrer
Ruhestellung, die durch eine oder mehrere Rückzugsfedern 7 , die über Führungsnuten 22
und 22a geleitet sind, bewirkt wird, in eine Haltestellung, dient eine handeisübliche Ratsche
18 ,die in einem mit der Grundplatte 1 festverbundenem Bock 19 und 19a gelagert ist
und mitteis vertikaler Druckbewegung des Hebels 20, der zur Aufnahme einer Hebelverlängerung
24,25 eckig oder rund ausgehöhlt 20a ist, die flexiblen Verbindungen 5 und 6 aufrollt,
diese durch die Öffnungen 17 und 17a in der Umleitung 16, die mit der Grundplatte 1
fest verbunden ist, in nach der Umleitung 16 gekreuzter Weise 15 durch die Führungen 14,
14a, 14b, 14c in den Halteelementen 3, 3a, 3b, 3c, die dann nochmals gegeneinander gekreuzt
15a sind, bis zu ihren Endpunkten 11 und &Pgr; &agr; in oder an dem kippbeweglichen Befestigungselement
8 , welches mittels eines Lagerbolzens 10 an oder in einem Lagerbock 9,
der auf einem Abstandsbolzen 29 drehbeweglich gelagert Ist.
Die Umleitung 16, die Befestigungselemente 8, 9, die bezogen auf die Halteelemente 3,
3a, 3b, 3c auf einer tieferen Ebene mit der Grundplatte 1 fest verbunden sind und die gekreuzten
Anordnungen 15,15a der flexiblen Verbindungen 5 und 6 bewirken, bei nur geringem
Kraftaufwand mittels der Spannvorrichtung 4 , ein sehr direktes und dennoch flexibles
Zugverhalten der flexiblen Verbindungen 5 und 6, Dadurch und durch die gleitende
Bewegungsfreiheit, die die flexiblen Verbindungen 3,3a, 3b, 3c In den Führungsbohrungen
14,14a, 14b, 14c haben, können die Halteelemente 3, 3a, 3b, 3c den jeweils benötigten
Druck, unter Berücksichtigung von Unebenheiten und Schiefwuchs, in hervorragender Form an
den zu haltenden Baumstamm bringen, in vorgegebener senkrechter Stellung ausrichten und
befestigen,
In Abwandlung gemäß Fig. 2 und 3 zu Fig. 1 kann das Aufrollen der flexiblen Verbindungen
5 und 6 von einem Elektromotor 26 , der von einem 12 V- Akku bzw. Travo 28 mit Strom versorgt
wird, und mittels einer Fernbedienung 30 gesteuert wird, über eine Antriebswelle 27 ,unter Vorschaltung
einer Ratsche 18 , die bei Stromausfall das ungewollte !ösen der flexiblen Verbindungen
5 und 6 und somit der Halteeiemente 3,3a, 3b, 3c, verhindern soll, übernommen werden.
Durch das Anbringen einer wasserdicht gekapselten 220 V - Steckdose 32 in der Abdeckhaube
31 zum Anschluß elektrischer Weihnachtsbaumkerzen, macht den bedienungsfreundlichen
Weihnachtsbaumständer zu einer wirklichen Kompletflösung.
Durch lösen der Ratschensperre 20b, 33 wird die Ratsche 18 und somit die Spannung
auf die Zugverbindungen 5, 6 freigegeben, die Rückholfeder 7 kann die Halteelemente
3, 3a, 3b, 3c unterhalb ihrer Lagerung 13, 13a, 13b, 13c zu ihrer Symetrieachse hin zusammen
ziehen, sodaß die Haiteelemente 3, 3a, 3b, 3c die mit ihren oberen Enden den Baum
halten, diesen freigeben, Der Weihnachtsbaum kann entnommen werden.