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DE969501C - Verfahren zum Entfernen von stoerenden Verunreinigungen aus Cyclohexanol-Cyclohexanon-Gemischen - Google Patents

Verfahren zum Entfernen von stoerenden Verunreinigungen aus Cyclohexanol-Cyclohexanon-Gemischen

Info

Publication number
DE969501C
DE969501C DEC5093A DEC0005093A DE969501C DE 969501 C DE969501 C DE 969501C DE C5093 A DEC5093 A DE C5093A DE C0005093 A DEC0005093 A DE C0005093A DE 969501 C DE969501 C DE 969501C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
cyclohexanol
cyclohexanone
aqueous
cyclohexane
impurities
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEC5093A
Other languages
English (en)
Inventor
Dr Gunthard Hoffmann
Dr Franz Broich
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Huels AG
Original Assignee
Chemische Werke Huels AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Chemische Werke Huels AG filed Critical Chemische Werke Huels AG
Priority to DEC5093A priority Critical patent/DE969501C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE969501C publication Critical patent/DE969501C/de
Expired legal-status Critical Current

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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C35/00Compounds having at least one hydroxy or O-metal group bound to a carbon atom of a ring other than a six-membered aromatic ring
    • C07C35/02Compounds having at least one hydroxy or O-metal group bound to a carbon atom of a ring other than a six-membered aromatic ring monocyclic
    • C07C35/08Compounds having at least one hydroxy or O-metal group bound to a carbon atom of a ring other than a six-membered aromatic ring monocyclic containing a six-membered rings
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C29/00Preparation of compounds having hydroxy or O-metal groups bound to a carbon atom not belonging to a six-membered aromatic ring
    • C07C29/74Separation; Purification; Use of additives, e.g. for stabilisation
    • C07C29/88Separation; Purification; Use of additives, e.g. for stabilisation by treatment giving rise to a chemical modification of at least one compound
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C45/00Preparation of compounds having >C = O groups bound only to carbon or hydrogen atoms; Preparation of chelates of such compounds
    • C07C45/78Separation; Purification; Stabilisation; Use of additives
    • C07C45/85Separation; Purification; Stabilisation; Use of additives by treatment giving rise to a chemical modification
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    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C49/00Ketones; Ketenes; Dimeric ketenes; Ketonic chelates
    • C07C49/385Saturated compounds containing a keto group being part of a ring
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
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  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

Cyclohexanol und Cyclohexanon, die durch Oxydation von Cyclohexan mit Sauerstoff oder Sauerstoff enthaltenden Gasen in flüssiger Phase hergestellt worden sind, enthalten Verunreinigungen, die sich durch Destillation nicht abtrennen lassen, weil ihre Siedepunkte sehr nahe bei denen des Cyclohexanols und Cyclohexane Hegen. Da diese A^erunreinigungen bei der weiteren Verwendung des Cyclohexanols und Cyclohexanone stören, müssen sie auf andere Weise entfernt werden. Das Verseifen der Verunreinigungen in dem vom nicht umgesetzten Kohlenwasserstoff befreiten Oxydationsprodukt der Cyclohexanoxydation oder im rohen Cyclohexanol oder Cyclohexanon mit wäßriger Lauge führt auch bei niedrigen Laugekonzentrationen und Temperaturen zu Kondensationsprodukten des Cyclohexanone und damit zu Ausbeuteverlusten. Außerdem läßt sich die wäßrige Lauge nur schlecht wieder abtrennen.
Aus der französischen Patentschrift 886 795 ist es bekannt, die Oxydation von Cyclohexan in Gegenwart von den dabei entstehenden Säuren äquivalenten Mengen Alkali bei hoher Temperatur und unter Druck durchzuführen. Dabei entstehen ausweislich des Beispiels Oxydationsprodukte, die noch eine Verseifungszahl von 42 aufweisen, d. h. unzweifelhaft noch Ester enthalten. Das Problem, esterfreie Oxydationsprodukte zu gewinnen, hat danach keine Lösung gefunden. Hier fängt aber erst die Aufgabe des beanspruchten Verfahrens an. Es wurde nämlich gefunden, daß man die störenden Verunreinigungen aus den durch Oxydation von Cyclohexan hergestellten Cyclohexanol-Cyclohexanon-Gemisehen mit wäßrigen Alkalien entfernen
809 542/57
kann, wenn man eine Lösung dies esterhaltigen CycloliexanolhCyclohexanon-Gemisches in eimern organischem Lösungsmittel bei einer Temperatur von etwa 50 bis 1400 C mit verdünnten wäßrigen Alkalien, die je kg nicht mehr als 2 Mol Alkali enthalten, behandelt und nach der Abtrennung der wäßrigen Schicht fraktioniert destilliert. Als organische Lösungsmittel sind diejenigen geeignet, die mit Cyclohexanol oder Cyclohexanon keine azeotropen. Gemische bilden. Besonders empfehlenswert sind solche, die azeotrope Gemische mit Wasser bildien, z. B. Alkohole, Äther und Kohlenwasserstoffe. Beim Abdestilliieren kann dann im gleichen Arbeitsgang das in Cyolohexanol und Cyclohexanon gelöste Wasser azeotrop entfernt werden. Das Lösungsmittel, wird mindestens im gleichen Volumen wie das Cyclohexanol-Cyclohexanon-Gemisch angewandt, es ist jedoch zweckmäßiger, etwa die iofache Menge einzusetzen. Als wäßrige Alkalien werden z. B. Lösungen von Ätzalkalien in Konzen^ trationen von nicht mehr als 2 Mol im kg, vorteilhaft V2 bis ι Mol im kg, eingesetzt. Die günstigsten Konzentrationen sind von der gewählten Temperatur abhängig, die zwischen etwa 50 und 1400 C liegt.
Beim Behandeln der Lösung des Cyclohexanol·- Cyclohexanon-Gemisches mit wäßrigen Alkalien werden die den Hauptbestandteil der Verunreinigungen bildenden Cyclohexylester der niederen Fettsäuren verseift. Die dabei entstehenden niederen Fettsäuren gehein als Alkaiisalze in die wäßrige Lösung, während das wiedergewonnene Cyclohexanol die Gesamtausbeute verbessern hilft. Durch Verdünnen der Verseifungslösung mit einem Lösungsmittel werden unerwünschte Kondensationsreaktionen des Cyclohexanone mit Sicherheit verhindert.
Von besonderem technischem Interesse ist die Verwendung von Cyclohexan als Lösungsmittel.
In diesem Faill kann man die Verseifung der störenden Ester gleich im Rohgemisoh der Cyclo^ hexanoxydation vornehmen. Die anschließende Destillation des im Gemisch zu etwa 85 bis 901Vo vorhandenen nicht umgesetzten Cyclohexane führt dann im einem Arbeitsgang zu einer azeotropen Entwässerung des rohen Cyclohexanol-Cyclohexanon-Gemiisches. 'Das Fraktionieren des von Cyclohexan befreiiiten Reaktionsgemisches ergibt Cyclohexanol und Cyclohexanon, deren Gehalt an Estern weniger als 10% der Menge beträgt, die ohne die beanspruchte Behandlung bei sonst gleicher Verarbeitung vorhanden sind.
Gegenüber dem oben verzeichneten bekannten
Verfahren zeichnet sich das Verfahren gemäß der Erfindung durch geringen Alkaliverbrauch aus und' liefert ein Cyclohexanon von einem Reinheitsgrad von. über 99,5 °/o.
Beispiel
In einem mit Rücknußkühler versehenen Rührbehälter ι werden bei etwa 70 bis 75 ° C stündlich 100 Gewichtsteile eines neutralisierten, noch heißen Cyclohexanoxydationsproduktes mit 12 Gewichtsteilen 2%iger wäßriger Natronlauge behandelt. Das Zulaufprodukt hat folgende Zusammensetzung:
90,00% Cyclohexan 5,80 % Cyclohexanon 3,70% Cyclohexanol 0,45 % Cyclohexylester ),05°/o Rückstand.
Die analytischen Kennzahlen des Oxydationsproduktes sind folgende:
COZ = 33,1 OHZ = 20,7
VZ= 1,96
SZ = 0,0,
wobei die Verseifungszahl als Cyclohexylformiat bewertet wurde. Der Inhalt des Rührkessels ist so bemessen, daß eine Verweilzeit von einer Stunde eingehalten wird. Durch einen Überlauf gelangt das Verseifungsgemisch aus Rührbehälter 1 in eine erste Trennflasche 2, von wo aus die sich abscheidende nicht wäßrige Phase in einen zweiten, gleichartigen Rührbehälter 3 fließt, wo sie bei gleicher Temperatur und gleicher Verweilzeit erneut mit 2%iger Lauge behandelt wird. Die erschöpfte wäßrige Lauge aus Trennflasche 2,· die die beim Verseifen der den Hauptteil der Verunreinigungen bildenden Ester entstandenen niederen Fettsäuren als Natriumsalze enthält, wird verworfen oder auf fettsaure Salze aufgearbeitet. Die wäßrige Lauge aus dem Rührbehälter 3 dagegen wird in einer zweiten Trennflasche 4 abgeschieden und in einer Vorlage 5 gesammelt. Nachdem die Apparatur gefüllt ist, wird die gesamte Frischlaugezufuhr in den Rührbehälter 3 gegeben, während man den Behälter 1 mit der Ablauge aus der Ablaugevorlage 5 beschickt. Die aus der Trennflasche 4 ablaufende nicht wäßrige Phase wird aus der Vorlage 6 kontinuierlich einer- Kolonne 7 zugeführt, in der das im Cyclohexanol-Cyclohexanon-Gemisch gelöste Wasser zusammen mit dem Cyclohexan azeotrop am Kopf abdestilliert wird. In der Trennflasche 8 wird das Cyclohexan vom Wasser befreit, um erneut verwendet zu werden. Im Sumpf der Kolonne verbleibt ein wasserfreies Cyclohexanol-Cyclohexanon-Gemisch folgender Zusammenset'* zung:
57,90% Cyclohexanon 41,20% Cyclohexanol
0,30% Cyclohexylester
0,60% Rückstand.
Bei den noch verbliebenen Estern handelt es sich um schwer verseif bare Anteile, deren Siedepunkte so liegen, daß sie bei der anschließenden Fraktionierung entfernt werden können.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE:
    i. Verfahren zum Entfernen' von störenden Verunreinigungen aus durch katalytischem Oxydation von Cyclohexan in flüssiger Phase hergestellten Cyclohexanol-Cyclohexanon-Gemischen mit wäßrigen Alkalien, dadurch ge-
    kennzeichnet, daß man eine Lösung des esterhaltigenCyclohexanol-Cyclohexanon-Gemisches in einem organischen Lösungsmittel bei einer Temperatur von etwa 50 bis 1400 C mit verdünnten wäßrigen Alkalien, die je kg nicht mehr als 2 Mol Alkali enthalten, behandelt und nach der Abtrennung der wäßrigen Schicht fraktioniert.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man solche Lösungsmittel verwendet, die das beim Verseifen vom Cyclohexanol-Cyclohexanon-Gemisch aufgenommene Wasser beim Destillieren azeotrop entfernen.
    In Betracht gezogene Druckschriften:
    Französische Patentschrift Nr. 886 795; USA.-Patentschrift Nr. 2 552 670.
    Entgegengehaltene ältere Rechte: Deutsches Patent Nr. 878 350.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
    © 809 542/57 6.58
DEC5093A 1951-12-13 1951-12-13 Verfahren zum Entfernen von stoerenden Verunreinigungen aus Cyclohexanol-Cyclohexanon-Gemischen Expired DE969501C (de)

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1077212B (de) * 1956-10-24 1960-03-10 Inventa A G Fuer Forschung Verfahren zur Gewinnung von Oxydationsprodukten des Cyclohexans
DE1100020B (de) * 1958-09-13 1961-02-23 Inventa A G Fuer Forschung Verfahren zur destillativen Zerlegung von Reaktionsgemischen, die aus der Oxydation von Cyclohexan stammen
DE1125917B (de) * 1959-12-14 1962-03-22 Scient Design Co Verfahren zur Gewinnung von Cyclohexanon und Cyclohexanol
DE1153361B (de) * 1959-12-14 1963-08-29 Scient Design Co Verfahren zur Gewinnung von Cyclohexanol und Cyclohexanon
DE1155121B (de) * 1960-05-06 1963-10-03 Basf Ag Verfahren zur Herstellung von Cyclohexanol und Cyclohexanon durch Oxydation von Cyclohexan

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FR886795A (fr) * 1941-12-10 1943-10-25 Ig Farbenindustrie Ag Procédé de préparation de produits d'oxydation d'hydrocarbures cycliques saturés
US2552670A (en) * 1951-05-15 Purification of cyclic ketones
DE878350C (de) * 1941-12-11 1953-06-01 Bayer Ag Verfahren zur Herstellung von Oxydationsprodukten gesaettigter cyclischer Kohlenwasserstoffe

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