DE2265312A1 - Pyrimidinsulfamatderivate, deren herstellung und deren verwendung als fungizide - Google Patents
Pyrimidinsulfamatderivate, deren herstellung und deren verwendung als fungizideInfo
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- DE2265312A1 DE2265312A1 DE19722265312 DE2265312A DE2265312A1 DE 2265312 A1 DE2265312 A1 DE 2265312A1 DE 19722265312 DE19722265312 DE 19722265312 DE 2265312 A DE2265312 A DE 2265312A DE 2265312 A1 DE2265312 A1 DE 2265312A1
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- C07D239/28—Heterocyclic compounds containing 1,3-diazine or hydrogenated 1,3-diazine rings not condensed with other rings having three or more double bonds between ring members or between ring members and non-ring members with hetero atoms or with carbon atoms having three bonds to hetero atoms with at the most one bond to halogen, directly attached to ring carbon atoms
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Description
Dipl.-ii.g.Tiedtke
Dipl.-Chem. Bühling Dipl.-Ing. Kinne Dipl.-Ing. Grupe
8000 München2,Postfach202403
Bavariaring 4
Tel.: (0 89) 53 96 53-56
Telex: 5 24845 tipat
cable. Germaniapatent München
14. Dezember 1976
B 7847
ICI case ΓΡ 24 330 Λ
Imperial Chemical Industries Limited London, Großbritannien
Pyrimidinsulfamatderivate, deren Herstellung und
deren Verwendung als Fungizide
Die Erfindung ist eine weitere Ausbildung des Gegenstandes der Patentanmeldung P 22 46 645.1-44. Sie bezieht sich
auf eine weitere Gruppe der in der Patentanmeldung P 22 645.1-44 beschriebenen Pyrimidinderivate, fungiziden Gemische,
welche diese Derivate enthalten, und Methoden zur Bekämpfuna
von Pilzschädlingen unter Verwendung dieser Derivate bzw. dieser Gemische.
Die britische Patentschrift 1 135 039 beschreibt Pyrimidinderivate
der Formel:
11/13
709824/1037
Dresdner Bank (München) Kto. 3939 844
Postscheck (München) Kto. 670-43-804
bzw. Salze solcher Derivate, wobei in der Formel FL und Rp
Wasserstoffatome oder substituierte oder unsubstituierte Kohlenwasserstoffgruppen bedeuten, oder zusammen mit dem
benachbarten N-Atom einen heterocyclischen Ring bilden, welcher eines oder mehrere zusätzliche Heteroatome enthalten
kann; R-, und R1, Wasserstoff-oder Halogenatome, substituierte
oder unsubstituierte Kohlenwasserstoffgruppen oder Nitrogruppen bedeuten; X ein Sauerstoff-oder Schwefelatom
ist; und Rc- eine Carbonyl-oder Sulfonylgruppe ist, welche
direkt oder über ein Sauerstoff-oder Schwefelatom eine substituierte oder unsubstituierte Kohlenwasserstoffgruppe
oder eine heterocyclische Gruppe trägt. Diese Verbindungen sind als Fungizide brauchbar.
In der vorstehenden britischen Patentschrift 1 I85 039 sind daher bestimmte Sulfonylesterderivate von Pyrimidinen
offenbart. Jedoch nur ein Sulfamylester ist in dieser Patentschrift spezifiziert, welcher die Struktur:
CH
besitzt. Diese Verbindung fällt nicht in die enge Klasse der Verbindungen, welche durch die Erfindung definiert
werden und besitzt nicht das gleiche Schema oder die gleiche Stärke fungizider Aktivität gegen pulvrigen Meltau.
In der britischen Patentschrift 1 l82 581I sind fungizidal
wirksame Pyrimidinderivate beschrieben, welche sich dadurch kennzeichnen, daß sie eine 6—Hydroxygruppe (oder
eine 6-Mercaptogruppe) und eine 2-Aminogruppe am Pyrimidinring anwesend aufweisen. Diese Pyrimidinderivate sind hochaktive Fungizide.
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Keine der Verbindungen, welche in einer der beiden vorgenannten britischen Patentschriften speziell offenbart
sind, wobei diese britischen Patentschriften den nächstliegenden Stand der Technik darstellen, besitzt jedoch einen hohen
Aktivitätsgrad gegen sämtliche Arten pulvrigen Meltaus und insbesondere gegen pulvrigen Meltau des Apfels,
Podosphaera leucotricha, wie er durch die Verbindungsklasse dargestellt wird, welch letztere durch die Erfindung
definiert ist.
Nunmehr wurde gefunden, daß eine enge Klasse an Pyrimidinen,
von denen nur· einige in die breite Klasse fallen, welche in der britischen Patentschrift 1 I85 039 definiert
ist, die aber nicht dort speziell offenbart sind, Fungizide mit besonders breitem Spektrum sind und einen höheren
Wirkungsgrad gegen pulvrige Meltauarten besitzen, insbesondere gegen den pulvrigen Meltau von Apfelbäumen, Podosphaera
leucotricha.
Gegenstand der Erfindung sind Pyrimidinsulfamatderivate bzw. 2-Amino-iJ-hydroxy-pyrimidin-sulfaminsäureester,
der allgemeinen Formel
OSO2NR5R6
NR1R2
sowie Salze dieses Derivats, wobei in der Formel R und R
Wasserstoff Qder niederes Alkyl, niederes Alkinyl oder niederes Alkenyl sind, jedoch nicht beide Wasserstoff bedeuten,
oder zusammen mit dem benachbarten N-Atom eine heterocyclische Gruppe bilden; R^ und R niederes Alkyl, niederes
Alkinyl oder niedsres Alkenyl sind; und R5 und R° niederes
Alkyl, niederes Alkinyl oder niederes Alkenyl bedeuten; oder
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zusammen mit dem benachbarten N-Atom eine heterocyclische
Gruppe bilden rcit Ausnahme der Verbindunqen qemäß Patentanmeldung
P 22 46 '645.1-44.
Demgemäß umfaßt die Erfindung solche fungizide Pyrimidinsulfamatderivate der angegebenen Formel
NR5R6
NR1R^
1 2
in welcher R und R Wasserstoff (jedoch nicht beide Wasserstoff),
Alkyl, Alkinyl oder Alkenyl sind oder zusammen mit dem N-Atom heterocyclisch sind; R? und R die gleiche Bedeutung
haben, jedoch nicht Wasserstoff sind; und R und R Alkyl, Alkinyl oder Alkenyl sind oder mit dem N-Atom
heterocyclisch sind.
Unter den Ausdrücken "niederes Alkyl", "niederes Alkinyl" und "niederes Alkenyl" sind hier Gruppen zu verstehen,
welche bis zu 6 Kohlenstoffatomen enthalten. So kann eine solche Gruppe eine geradkettige oder verzweigtkettige
oder eine cyclische Alkylgruppe sein. Zu geeigneten Alkylgruppen zählen beispielsweise Methyl, Äthyl, Propyl und
Butyl und diese können, wo angemessen, normale Gruppen, Isogruppen oder tertiäre Gruppen sein. Zu geeigneten Alkenyl
und Alkinylgruppen zählen beispielsweise Allyl, Butenyl und Propargyl.
Bevorzugte Alkyl-bzw. Alkenylgruppen sind jedoch
diejenigen, welche 1 bis 4 Kohlenstoffatome bzw. 3 bis 4 Kohlenstoffatome
enthalten, wobei Alkylgruppen bevorzugt sind.
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Insbesondere sind gemäß der Erfindung solche Pyrimidinsulfamatderivate
der angegebenen Formel bevorzugt, worin R eine Alkyl-, Alkinyl-oder Alkenylgruppe mit 3 oder mit 5
Kohlenstoffatomen bedeutet.
Wenn R1 und R2 und R5 und R6 zusammen mit dem benachbarten
N-Atorn eine heterocyclische Gruppe bilden* to kann
dies« irgendeinen substituierten oder unsubstltulerten heterocyclischen
Ring umfassen» beispielsweise Acrldln, Isothlaiolf
Pyrrolidin IaOXaSoI1 Plperazln, Piperidin! AzIrUUn, Thlaioii
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Azocin, Azepin, Pyrrol,Pyrazol, Imidazol, Pyrimidin, Indol,
Pyrazin, Chinoxolin und Morpholin. Bevorzugte heterocyclische Gruppen weisen jedoch monocyclische Ringe auf, welche
5, 6 oder 7 Ringatome enthalten und zu bevorzugten Substituenten an diesen Ringen zählen beispielsweise Alkylgruppen
z.B. Methylgruppen.
Nach einer bevorzugten AusfUhrungsform schafft die
Erfindung daher ein Pyrimidinsulfamatderivat der Formel:
• 1*
R3 ^ ^>"\/ OSO2NR5R6
1 2
oder Salze dieses Derivats, wobei in der Formel R und R
Hasserstoff oder niederes Alkyl, jedoch nicht beide Hasserstoff sind, oder zusammen mit dem benachbarten Stickstoffatom eine heterocyclische Gruppe bilden; R und R niederes
Alkyl sind) und R und R niederes Alkyl sind oder zusammen mit dem benachbarten Stickstoffatom einen monocyclischen
5-, 6- oder 7-gliedrigen heterocyclischen Ring bilden, welcher gegebenenfalls substituiert ist.
Bevorzugte Verbindungen sind dielenigen, in denen R
Methyl lstt R4 n-Propyl oder n-Pentvl und R2 Wasserstoff, Allyl,
Methyl oder KthyI, Jedoch nicht beide Wasserstoff sind; und
R und R MnthyLf KthyL, Propyl odor Butyl sind oder zusammen
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mit dem benachbarten Stickstoffatom einen Pyrol-, Piperidino-,
Morpholine—, Plperazino- oder Azepinoring bilden, welcher gegebenenfalls mit Methyl substituiert ist.
wach einer weiteren Ausführungsform schafft die Erfindung daher ein Pyrimidinsulfamatderivat der Formell
R4
und Salze dieses Derivats, wobei in der Formel R und R Wasserstoff, Methyl, Äthyl oder Allyl sind, jedoch nicht beide
Wasserstoff sind} und R und R6 Methyl, Äthyl, Propyl oder
Butyl sind oder zusammen mit dem benachbarten Stickstoffatom einen Pyrrolidino-, Morpholino-, Piperidino-, Piperazino-
oder Azepinoring bilden, welcher gegebenenfalls mit Methyl substituiert ist.
Bei einigen AusfUhrungsformen ist es bevorzugt, daß
R und R niedere Alkylgruppen sind, beispielsweise Methyl,
1 2 Verbindungen, insbesondere diejenigen, bei denen R und R
ebenfalle niedere Alkylgruppen sind, einen leicht höheren Grad an fungizider Aktivität.
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schafft die Erfindung einen Pyrintidinsulfamatester der Formel t
R4
NR1R2
Nach einer noch stärker bevorzugten Ausführungsform
schafft die Erfindung einen Pyrimidinsulfamatester der Formelt
SO2NR5R6
sowie dessen Säureadditionsealze, vobei in der Formel R und
R Wasserstoff, Methyl oder Äthyl sind, jedoch nicht beide Wasserstoff sind; und R5 und R6, Methyl, Äthyl, Propyl oder
Butyl sind.
In den drei letzten aufgeführten Strukturformeln bedeutet R4 eine Alky!gruppe mit 3 oder mit 5 Kohlenstoffatomen.
Spezifische erfindungsgemäße Pyrimidinderivate, welche als besonders brauchbar befunden wurden, sind nachstehend
in Tabelle I aufgeführt. Di« Köpfe der Spalten der Tabelle
entsprechen den Substituentengruppen am Pyrimidinring der allgemeinen Formel» r
OSO2NR5R6
NR1R2
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| • | 5 | R1 | -N | Tab | R2 | J | R3 | IiCi4H9 | CH3 | R6 | H0I4H9 | SC14H9 | i BOq1H3 |
Schmelz
punkt |
|
| Verbindung Nr. | 6 | CH, | H | CH, | ieo-C-H, | CH, | ücnH9 | CN, | L2H5 | C2H5 | CH, | öl | |||
|
I
1 |
7 | CH, | H ' | CH, | C2H5 | CH, | H0I4H9 | -CJ | J80C3H- | öl | |||||
| 2 | 8 | CH, | H | CH, | C2H5 | CH, | H^ H 9 | -G | öl | ||||||
| 3 | 9 | CH, | H | CH, | C2H5 | cn, | ücnH 9 | ■o | -<Ί | öl | |||||
| 10 | H | C2H5 | CH | "SH9 | -G | 72°C | |||||||||
| 11 | H ' | CH, | CHj | H^9 | <} | -G ■ | 11H°C | ||||||||
| 12 | H | C2H5 | CH, | IBoC11H9 | öl | ||||||||||
| 13 | H | C2H5 | CH, | ECi4H9 | CH3 | öl | |||||||||
| 14 | C2H5 | C2H5 | CH3 | HC14H9 | ißo C H„ | 77°c | |||||||||
| 15 | H | UC11H9 | CH, | "C11H9 | 560C | ||||||||||
| 16 | H | nC,H7 | CH, | IiC11H9 | 6O0C | ||||||||||
| CH3 | HC14H9 | 880C | |||||||||||||
| CH, | HC14H9 | öl | |||||||||||||
| CH3 | "-C1H9 | öl | |||||||||||||
| CH3 | öl | ||||||||||||||
| CH3 | öl | ||||||||||||||
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JA:
Tabelle I (Fortsetzung)
| Verbin dung Nr, |
R1 | R2 | R3 | "C4H9 | R5 | R6 | "C11H9 | Λ | -C2H5 | Schmelz punkt |
| 17 | H | C2H5 | "C4H9 | -rf"" | )-CH3 | CH3 | 76-77°C | |||
| 18 | H | C2H5 | fXJT | "C11H9 | nC3Hy | nC H_ | CH3 | öl | ||
| 19 | H | C2H5 | CH, | nC,H() | V_ | CH, | öl | |||
| 20 | H | C?H5' | OH, | "C11H9 | V. | } | CH3 | 102-103° | ||
| 21 | H | C2H5 | CH, | "C11H9 | -(Jl-CH3 | CiI3 | öl | |||
| 22 | H | C2H5 | CH, | »C,H9 | CH3 | öl | ||||
| 23 | H | C2H5 | CH, | "V9 | öl Schmp. 103-104° |
|||||
| 2 U | H | C2H5 | CH, | iso CjjHg | CH, | öl | ||||
| 25 | H | -CH^CHrCH2 | CH3 | Km7CH1CH, | CH, | 81° | ||||
| 26 | H | -CH^. CR-CP2 | CH, | »-CH^CiCH | CH, | 82° | ||||
| 27 | H | -C^.CH^ | CH, | nC3;i" | CH, | 5ChraP62.6H° | ||||
| 28 | H | -C2IL- | CIi, | nc,i.n | CH3 | 7 8°C | ||||
| 29 | II | Ci:, | «1 | |||||||
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Bei Verbindungen, welche in Tabelle I ale "öle" wieder
gegeben sind, wurden Elementaranalyatin durchgeführt. Die Ergebnisse
sind die folgenden:
| Verbindunq Nr. | hfirwchiw.· | t | 7 | H |
| 1 | C | 7 | ,59 | |
| 2 | 49,35 | 8 | ,86 | |
| 8 | 53,92 | >7 | ,1" | |
| 15 | 52,3 | 8 | ||
| 18 | 49,5 | 8 | ,60 | |
| 19 | 54,5 | 7 | ,1 | |
| 21 | 55,1 | 8 | ,81 | |
| 22 | 51,75 | 7 | ,38 | |
| 23 | 53,60 | 7 | ,26 | |
| 24 | 50,30 | ,a ti | ||
| 3 | 50,93 | 7 | ||
| 4 | 9 | ,26 | ||
| 7 | 50,30 | ,00 | ||
| 13 | 57,00 | 9 | ||
| 14 | 8 | ,00 | ||
| 16 | 57,00 | 7 | ,60 | |
| 25 | 54,80 | 6 | ,37 | |
| 26 | 51,20 | 5 | ^5 | |
| 27 | 49,98 | "7 I |
,84 | |
| 29 | 50,30 | ,80 | ||
| 50,9 |
17,73
15,73
16,28
17,7
15,06
15,14
10,87
15,64
I1) ,64
1ό,9»
15,64 14,00
1 4 ,00 15,06 17,06 17,93
lü,05
1 C , Ϊ
| C | ,Ib | 11 | N | 8? |
| 49 | 94 | 6,96 | 17, | ,10 |
| 53, | 44 | 8,53 | 15 | 11 |
| 52. | 0 | 7,97 | 16 | 5 |
| 48 | ,02 | 7,37 | 17 | >5 |
| 55 | .9 | 8.60 | 14 | ,92 |
| 53 | ^2 | 7r92 · | 13 | ,HO |
| 53 | ,10 | 8,41 | 15 | , OO |
| 51 | ,88 | 7,34 | 16 | , 70 |
| 50 | ,95 | 7,69 | 16 | ,^r> |
| 49 | ι 35 | 7,41 | 15 | »57 |
| 56 | ,92 | 8,91 | 13 | ,61 |
| 56 | ,94 | 9,30 | 13 | ,62 |
| 54 | ,60 | 8,59 | 14 | ,99 |
| 50 | ,3* | 7,08 | 16 | ,59 |
| 49 | ,1* | 6,29 | 17 | ,95 |
| 49 | ,70,' | 5,57 | 17 | ,89 |
| 50 | 7,9 6 | 16 | ||
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Die Verbindungen der Nummern 1, 3, 5, 8f 11 und 15
sind besonders brauchbare Fungizide.
sind besonders brauchbare Fungizide.
Die Erfindung umfaßt daher als neue Verbindungen jedes und irgendwelche spezifischen Pyrimidinsulfamatderivate,
welche oben in Tabelle I aufgeführt sind, insbesondere die Verbindungen der Nummern 1, 3, 5, 8, 11 und 15.
Die Bezifferung des Pyrimidinringes ist hier die
folgende:
Die erfindungsgemafien Pyrimidinsulfamatderivate können bereitet werden, indem man das entsprechende 6-Hydroxypyrimidin mit dem angemessenen Sulfamoylchlorid umsetzt.
Das 6-Hydroxypyrimidin kann nach irgendeiner der Methoden
bereitet werden, welche in der Literatur und in der britischen Patentschrift 1 182 584 und in der britischen Patentanmeldung 33 O79/72 angegeben sind. Das 6-Hydroxypyrimidin
behandelt man mit Alkalihydroxyd, beispielsweise Natriumhydroxyd, in einer organischen Flüssigkeit, beispielsweise
Toluol, Benzol, Xylol oder Äthylacetat, und das Hasser wird
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entfernt, Indem man das Gemisch der Rückfluftbehandlung unterwirft. Nachdem bo das Natriumsalz des Pyrimidine gebildet
ist, setzt man das Sulfamoylchlorid hinzu und das Erhitzen unter Rückfluß wird fortgesetzt. Das Reaktionsgemische extrahiert man dann mit Ätzlauge, beispielsweise mit 10%iger NaOH,
um unverändertes 6-Hydroxypyrimidin zu entfernen, und dann wäscht man mit Wasser, bis man neutrale Waschwässor (gegenüber Lakmus) erhält. Eine Umkristallination oder weitere
Reinigung kann dann durchgeführt werden, wenn die3 erforderlich oder erwünscht ist.
Nach einem gegenüber der obigen Arbeitswelse anderen
Arbeitsgang kann man das 6-Hydroxypyrimidin mit Alkalimetall oder Natriumethylat oder -äthylat in Methanol oder Xthanol
umsetzen, wonach man den als Losungsmittel verwendeten Alkohol entfernt und das Sulfamoylchlorid hinzusetzt. Danach
wird die Reaktion weitergeführt, wie dies oben beschrieben 1st.
Molare Mengenanteile der Reaktionsteilnehmer sind
besondere bevorzugt.
AIa geeignete Salz· der erfindungsgemfleen Pyrimldinderlvate selen beispielsweise die Hydrochloride erwÄhnt. Iu
anderen Salzen zählen die Salze der Pyrimidinderlvate mit
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Ar
organischen sauren, beispielsweise Acetate, Pikrate u.dgl. Diese Salze können ganz leicht in üblicher Weise bereitet
werden, indem man die entsprechende Säure zum Pyrimidinsulfamat
hinzusetzt.
Wie vorstehend erwähnt, sind die erfindungsgemäßen Verbindungen axtive Fungizide, welche besonders brauchbar
sind gegen die Krankheiten»
Sphaerotheca fuliginea (pulvriger Meltau) auf Gurke Podosphaera leucotricha (pulvriger Meltau) auf Apfel
Uncinula necntor (pulvriger Meltau) auf Wein Erysiphe graminis (pulvriger Meltau) auf Gerste
Erysiphe graminis (pulvriger Meltau) auf Weizen
Für antifugale Zwecke können die Verbindungen als solche verwendet werden, doch werden sie zweckmäßiger für
einen solchen Gebrauch zu Gemischen rezeptiert.
Nach einer weiteren Ausführungsform schafft die Erfindung daher ein fungizides Gemisch, enthaltend als aktiven
Bestandteil ein Pyrimidlnsulfamat der Formelt
NR1R2
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1 2 ..owie eines seiner Salze, wobei R und R Wasserstoff oder
niederes Alkyl f niederes Alkinyl oder niederes Alkenyl sind,
jedoch nicht beide Wasserstoff sind, oder zusammen mit dem benachbarten Stickstoffatom eine heterocyclische Gruppe bilden; R und R niederes Alkyl, niederes Alkinyl oder niederes
Alkenyl sind) und R und R niederes Alkyl, niederes Alkinyl
oder niederes Alkenyl sind oder zusammen mit dem benachbarten Stickstoffatom eine heterocyclische Gruppe bilden; sowie enthaltend einen Träger für den aktiven Bestandteil.
Nach einer bevorzugten AusfUhrungsforin schafft die Erfindung ein fungizides Gemisch, enthaltend ale aktiven Be
standteil ein Pyrimidinsulfamat der Formel:
R"
τ- ir""'1
Nl(H
1 2
oder eines seiner Salze, wobei in der Formel R und R Wasserstoff oder niederes Alkyl sind, jedoch nicht beide Wasserstoff sind oder zusammen mit dem benachbarten Stickstoffatom
eine heterocyclische Gruppe bilden» R und R niederes Alkyl
bedeuten; und R und R niederes Alkyl sind oder zusammen mit dem benachbarten Stickstoffatom einen monocycliechen,
5-, 6- oder 7-gliedriqen heterocyclischen Ring bilden, welcher
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gegebenenfalls substituiert 1st; sowie enthaltend einen Träger für den aktiven Bestandteil.
Nach einer bevorzugteren AusfUhrungsform schafft die
Erfindung ein fungizides Gemisch, enthaltend als aktiven Bestandteil ein Pyrimidinsulfamatderivat der Formel:
NR1R2
oder eines seiner Salze, wobei in der Formel R und R Wasserstoff, Methyl, Äthyl oder Allyl sind, jedoch nicht beide
Wasserstoff sind; und R und R Methyl, Äthyl, Propyl oder
Butyl sind oder zusammen mit dem benachbarten Stickstoffatom einen Pyrrolidino-, Morpholine-, Piperidino-, Piperazino- oder
Acepinoring bilden, welcher gegebenenfalls mit Methyl substituiert ist; sowie enthaltend einen Träger für den aktiven Bestandteil.
Insbesondere schafft die Erfindung in einer besonders bevorzugten Ausftihrungsform ein fungizides Gemisch, enthaltend
als aktiven Bestandteil einen Pyrimidinsulfamatester der Formeis
NR1R2
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oder elnee seiner Säureadditionssalze, wobei In der Formel
1 2
R und R Wasserstoff, Methyl oder Äthyl sind, jedoch nicht beide Wasserstoff sind; und R und R Methyl, Xthyl, Propyl oder Butyl sind; sowie enthaltend einen Träger für den aktiven Bestandteil»
R und R Wasserstoff, Methyl oder Äthyl sind, jedoch nicht beide Wasserstoff sind; und R und R Methyl, Xthyl, Propyl oder Butyl sind; sowie enthaltend einen Träger für den aktiven Bestandteil»
Wie oben festgestellt, sind die erfindungsgemäften
Verbindungen und die Gemische, welche diese enthalten, brauchbar zur Bekämpfung von Pilzkrankheiten.
Nach einer weiteren Ausführungsform umfaßt die Erfindung
daher ein Verfahren zur Pilzbekämpfung, wobei das Verfahren darin besteht, daß man Pflanzen, Saatgut oder
Bäume mit einem vorstehend in den vorhergehenden Absätzen definierten Pyrlmldinsulfamatderivat oder mit einem Gemisch
bzw, einer Zubereitung behandelt, welche diese in den vorstehenden Absätzen oder nachfolgend definierten Pyrimidinderlvate
enthält·
Die erflndungsgemäBen aktiven Pyrimldineulfamatderlvate
und die Zubereitungen, welche diese enthalten, können verwendet werden, um auf mannigfache Weise Pflanzenfungi zu
bekämpfen und um Pflanzen oder Saatgut zu behandeln. So kann man sie, rezeptiert oder nicht rezeptiert, direkt auf
das Blattwerk einer Pflanze aufbringen, welche infiziert let
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oder wahrscheinlich infiziert wird. Man kann sie auch auf Büsche und Bäume, auf Saatgut oder andere sich fortpflanzende
Teile von Pflanzen oder auf den Erdboden oder ein anderes Medium aufbringen, in welchem Pflanzen, Büsche oder Bäume
wachsen oder gepflanzt werden sollen. Sie können aufgesprüht, aufgestäubt oder als Creme- oder Pastenzubereitung
aufgebracht werden. Die Aufbringung kann auf irgendeinen Teil der Pflanze, des Busches oder des Baumes erfolgen,
beispielsweise auf das Blattwerk, die Stängel, Zweige oder Wurzeln. Sämtliche dieser Aufbringungsarten bzw. Anwendungsarten
fallen in den Rahmen des Ausdruckes "Behandeln", wie er hier verwendet wird, und das Wort "Pflanze" soll Setzlinge,
Büsche und Bäume mit umfassen. Wie ferner aus dem vorstehenden hervorgeht, umfaßt die Erfindung verhütende,
schützende, prophylaktische und ausrottende Behandlung.
Die erfindungsgemäßen Pyrimidinderivate werden vorzugsweise
in Form von Zubereitungen verwendet und diese Zubereitungen können für Zwecke des Ackerbaus und Gartenbaus
angewandt werden. Die Art der in irgendeinem Falle verwendeten Zubereitung ist abhängig von dem besonderen Zweck,
für welchen sie verwendet werden soll.
Die Zubereitungen können In Forn von StHubepulvern
oder Granulen vorliegen, wobei der aktiv« Bestandteil mit
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einem festen Verdünnungsmittel oder Träger vermischt ist.
Geeignete feste Verdünnungsmittel bzw. Träger können beispielsweise Kaolin, Bentonit, Kieselgur, Dolomit, Calciumcarbonat,
Talk, gepulverte Magnesia, Bleicherde, Gips, Hewitt-Erde, Diatomeenerde oder China-Ton sein. Gemische bzw. Zubereitungen
zum Zurichten von Saatgut können beispielsweise ein Mittel aufweisen, welches die Haftung der Zubereitung
am Saatgut unterstützt, beispielsweiae ein Mineralöl.
Die Zubereitungen können auch in Form dispergierbarer
Pulver oder Körner vorliegen, welche zusätzlich zum aktiven Bestandteil ein Netzmittel aufweisen, um die Dispergierung
des Pulvers bzw. der Körner in Flüssigkeiten zu erleichtern. Solche Pulver oder Körner können Füllstoffe, Suspendiermittel
u.dgl. aufweisen.
Die wäßrigen Dispersionen oder Emulsionen können bereitet
werden, indem man den aktiven Bestandteil bzw. die Bestandteile in einem organischen Lösungsmittel auflöst, welches
eines oder mehrere Netz-, Dispergler- oder Emulgiermittel
enthalten kann und man dann das so erhaltene GemiBCh zu Wasser
hinzusetzt, welches in ähnlicher Weise eines oder mehrere Netz-, Diepergier- oder Emulgiermittel enthalten kann. Geeignete
organische Lösungsmittel sind Äthylendichlorid, Iaopropylalkohol, Propylenglykol, Diacetonalkohol, Toluol, Kerosin,
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Methylnaphthalin, Xylole und Trichloräthylen.
Die Gemische, welche als Sprays verwendet werden sollen,
können auch in Form von Aerosolen vorliegen, wobei die Zubereitung in einem Behälter unter Druck in Gegenwart eines
Treibmittels wie Fluortrichlormethan oder Dichlordifluormethan gehalten wird.
Durch die Einverleibung geeigneter Zusätze, beispielsweise zum Verbessern der Verteilung, der Haftkraft und der
Widerstandfähigkeit gegenüber Regen auf behandelten Oberflächen, können die verschiedenen Zubereitungen für die mannigfaltigen
Zwecke, für welche sie beabsichtigt sind, besser angepaßt werden.
Die Pyrimidinderivate können auch zweckmäßig rezeptiert
werden, indem man sie mit Düngemitteln vermischt. Eine bevorzugte Zubereitung dieses Typs besteht aus Granulen von
Düngematerial, welchen ein Pyrimidinderivat einverleibt ist, wobei die Granulen beispielsweise mit dem Pyrimidinderivat
überzogen sind. Das Düngemittel kann beispielsweise stickstoff- oder phosphathaltige Substanzen aufweisen.
Nach einer noch weiteren Aueführungeform der Erfindung
wird daher ein Düngemittel geschaffen, welches ein wie
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vorstehend definiertes Pyrimidlnderivat aufweist.
Die Gemische können auch in Form flüssiger Zubereitungen vorliegen» welche als Tauchungen oder Sprühungen verwendet werden sollen und welche im allgemeinen wäßrige Dispersionen oder Emulsionen sind, die den aktiven Bestandteil in Anwesenheit eines oder mehrerer Netzmittel, Dispergiermittel,
Emulgiermittel oder Suspendiermittel enthalten.
Netzmittel, Dispergiermittel und Emulgiermittel können kationisch, anionisch oder nicht-ionisch sein. Zu geeigneten
kationischen Mitteln zahlen beispielsweise quartäre Ammoniumverbindungen, z.B. Cetyltrimethylammoniumbromid. Zu geeigneten
anionischen Mitteln zählen beispielsweise Seifen, Salze aliphatischer Monoester der Schwefelsäure, z.B. Natriumlaurylsulfat, Salze sulfonierter aromatischer Verbindungen, z.B. Natriumdodecylbenzolsulfonat, Natrium-, Calcium- oder Ammoniumlignosulfonat, Butylnaphthalinsulfonat, und ein Gemisch der Natriumsalze der Diiaopropyl- und Triisopropylnaphthalinsulfonsäuren.
7 ι geeigneten nicht-ionischen Mitteln zählen beispielsweise
die Kondensationeprodukte von Xthylenoxyd mit Fettalkoholen wie Oleylalkohol oder Cetylalkohol, oder mit Alkylphenolen
wie Octylphenol, Nonylphenol und Octylkresol, Andere nichtionische Mittel sind die Teilester, welche sich von lanqkettigen Fettsäuren und Hexit.anhydrlden ableiten, die Kondonsationeprodukte dieser Teilester mit Äthylenoxyd und die Lecithine
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Geeignete Suspendiermittel sind beispielsweise hydrophile Kolloide, z.B. Polyvinylpyrrolidon und Natriumcarboxymethylcellulose,
und die pflanzlichen Gummiarten, z.B. Akaziengummi und Tragantgummi.
Die Zubereitungen, welche in Form wäßriger Dispersionen oder Emulsionen verwendet werden sollen, werden gewöhnlich
in Form eines Konzentrats geliefert, welches einen hohen Anteil an aktivem Bestandteil bzw. aktiven Bestandteilen enthält,
wobei dieses Konzentrat vor dem Gebrauch mit Wasser zu verdünnen ist. Diese Konzentrate sind oft erforderlich, um der Lagerung
für verlängerte Zeiträume Stand zu halten und um nach einer solchen Lagerung der Verdünnung mit Wasser fähig zu sein,
um wäßrige Zubereitungen zu bilden, welche eine hinreichende Zeit homogen Verbleiben, uip durch herkömmliche Sprühausrüstungen
aufgebracht werden zu können. Die Konzentrate können zweckmäßig etwa 10 bis 85 Gew.% des' aktiven Bestandteils
bzw. der Bestandteile und im allgemeinen etwa 25 bis 60 Gew.% den aktiven Bestandteils bzw. der Bestandteile enthalten.
Sind solche Zubereitungen zur Bildung wäßriger Zubereitungen verdünnt, so können sie unterschiedliche Mengen des aktiven
Bestandteils bzw. der aktiven Bestandteile enthalten, je nach dem Zweck, für welchen sie verwendet werden sollen,
doch kann man eine wäßrige Zubereitung verwenden, welche
zwischen 0,001 und 0,01 Gew.% bin zu ■->+v/a 10 Gnw.% an aktivem
Bestandteil bzw. an sktiven Dr»-trtn'lheilen enthalt.
709824/1037 BAD ORIGINAL ...
Selbstverständlich können die erfindungsgemHßen biologisch
aktiven Gemische, zusätzlich zu einem Pyrimidinderivat, eine oder mehrere andere Verbindungen mit biologischer
Wirksamkeit aufweisen. Sie kttnnen auch eines oder mehrere Stabilisierungsmittel, beispielsweise Epoxyde, z.B. Epichlorhydrin,
einverleibt aufweisen.
Die Erfindung sei durch die folgenden Ausführungsbeispiele
veranschaulicht, wobei diejenigen mit den Nummern 1 bis 5 Methoden des Bereitens dsr In ob Ig er Tabelle I aufgeführten
Pyrimidinverbindungen beispielhaft wiedergeben, wahrend
diejenigen mit den Nummern 6 bis 12 für Gemische veranschaulichend sind, welche verschiedene dieser Pyrimidinderivate
als aktiven Bestandteil enthalten.
nelepiel 1 ·
Dieses Beispiel veranschaulicht die Herstellung von 5-n-Butyl-2-dimethylamino-6-methyl~4-pyrimidinyl-l-pyrolidinsulfonat
der Formell
(Verbindung Nr. der Tabelle I)
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Zu einer Lösung von Natriumäthylat, welche durch Auflösen von 4 3,3 g Natrium in 1340 cm Xthanol bereitet wurde, setzt
man 392,1 g 5-n~Butyl-2-dimethylamino-4-hydroxy-6-methylpyrimidin
hinzu. Das Kthanol entfernt man dann durch Abdestillieren und ersetzt es durch trockenes Jvthylacetat, wovon ein
Teil abdestilliert wird, um die letzten Pnuren an Xthanol zu entfernen. Zu dem sich ergebenden npmisch setzt man 300 g
1-Pyrolidin-sulfonylchlorid hinzu und das Gemisch hält man
einige Stunden unter Rückfluß. Nach dem Abkühlen und Abfiltrieren des unlöslichen Teilen wäscht man das Filtrat mit
5%iger Natriumhydroxydlösung und iann mit Wasser, bis neutrale
Waschwässer erhalten werden. Nach dem Trocknen über wasserfreiem Natriumsulfat entfernt man die flüchtige Fraktion durch
Abdampfen unter vermindertem Druck,· wobei man die letzten Spuren an Lösungsmittel durch Erhitzen auf 80 C unter Hochvakuum
entfernt. Das zurückbleibende undestillierbare öl ist 5-n-Butyl^-dlmethylamino-G-methyl^-pyrimidinyl-l-pyrolidinsulfonat.
Die Verbindungen der Nummern 2, 4, 9, 10, 11, 12., 17,
19, 20, 21 und 23 werden in analoger Weise hergestellt, wobei man die angemessenen Reaktionsteilnehmer verwendet.
Bw!spiel 2 Nach einer ähnlichen Arbeitsweise wie derjenigen, welche
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oben in Beispiel 1 veranschaulicht ist, jedoch unter Verwendung der angemessenen Reaktionsteilnehmer, erhalt man auch das 5-n-Butyl-2-äthylamino-6-methy1-4-pyrimidiny1-1-pyrrol
idin-sulfonat der Formel: r u (n\ /
NHC0IU
(Verbindung Nr. 5 Tabelle I)
In einem ähnlichen Versuch wie demjenigen, welcher in Beispiel 1 veranschaulicht ist, jedoch unter Verwendung
der angemessenen Reaktionsteilnehmer sowie auch unter Verwendung von Toluol zur Unterstützung des Entfernen der letzten
Äthanolspuren vor dem Hinzusetzen des Kthylacetats, erhält
man S-n-Butyl^-n-propylamino-e-methyl^-pyrimidinyl-lpyrolidinsulfonat
der Formel:
CH
Vn)
NHC3H (n)
(Verbindung Nr. 11 von Tabelle I)
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Dieses Beispiel veranschaulicht die Herstellung der Verbindung der Formel:
(Verbindung Nr. 14 der Tabelle I)
1,15 g Natrium löst man in 100 cm Xthano auf und man gibt
11,77 g (0,05 Mol) 2-PyroJidin-4-methyl-5-n-butyl-6-hydroxypyrimidin
hinzu und läßt es sich auflösen. Dio Lösung wird dann zur Trockne eingedampft. Den sich ergebenden Feststoff
suspendiert man in Benzol und man setzt 8,48 g (O,05 Mol)
1-Pyrolidin-sulfonylchlorld hinzu. Das Gemisch erhitzt man
dann unter Rückfluß 2 1/2 Stunden, laßt abkühlen und filtriert. Das Filtrat wascht man dann mit Wasser, lO%iger ·
Natriumhydroxydlösung und dann mit Portionen Wasser, bis die WaschflUssigkeiten neutrale Reaktion ergeben. Das Produkt
wird dann über Magnesiumsulfat getrocknet, das Magnesiumsulfat abfiltriert und die Lösung zur Trockne abgestreift. Ausbeute
an Produkt 10,79 g (58,6%); Schmelzpunkt 88°C.
Uli·.«.· ι Ut I If)IaI -rcrnnschaul lcht tiLf» IkürsteLLung der
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Verbindung der Formel j
HC
0-SQJl(ClI
(Verbindung Nr. 15 der Tabelle I)
32,1 g (0,11 Mol) 2-Kthylamino-4-methyl-5-n-butyl-G-hydroxy-
pyrimidin und 4,0 g (0,1 Mol) Natriumhydroxyd vermischt man
in 3OO cm Toluol und man erhitzt das Gamtuch unter Rückfluß,
um das Wasser zu entfernen, welches während der Herstellung des Natriuinsalzes des 6-Hydroxypyrlmidins gebildet
wird. Man setzt 14,35 g (O,l Mol) nimethyl-sulfamoylchlorid
in 4O cm Toluol hinzu und ι>λ<·■ ι ^.hitzt das gesamte Gemisch
3 1/2 Stunden unter Rückfluß, wonac, man abkühlt, Die Lösung
wäscht man dreimal mit Natriumhydroxydlöaunq (2OO cm einer
lO%lgen Lösung) und dann zweimal mit Wasser (200 cm ). Die Lösung wird dann mit wasserfreiem Magnesiumsulfat getrocknet
und das Toluol abdestilliert. Es ergibt sich ein dunkelbraunes
öl in einer Ausbeute von 22,15 g (7O%). Brechungsindex n
1,5146.
Die Verbindungen mit den tivnu/u-rn 1, 7, 9, 14, 15, 16,
18, 22 und 24 In Tabelle 1 werden in qenau analooec Weise
bereitet, wobei man das passende subsLltuierte P/rimidln und
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das angemessene substituierte Sufamoylchlorid verwendet.
Es wird ein emulgierbares Konzentrat bereitet, indem
man die nachstehend angegebenen Bestandteile in den vermerkten Mengenverhältnissen miteinander vermischt und
das Gemisch rührt, bis alle Bestandteile aufgelöst sind.
| Verbindung Nr. der Tabelle I | Beispiel 7 | 10% |
| Kthylendichlorid | 40% | |
| Calcium-dodecylbenzolsulfonat | 5% | |
| HLubrolM L | 10% | |
| "Aromasol" H | 35% | |
Ein Gemisch in Form von Körnern, welche in einer Flüssigkeit»
beispielsweise Wasser, leicht dispergierbar sind, wird dadurch bereitet, daß man die ersten drei der nachstehend
aufgeführten Bestandteile in Anwesenheit zugesetzten
Wassers miteinander vermahlt und dann das Natriumacetat einmischt.
Das sich ergebende Gemisch wird getrocknet und durch ein 44-bds 100-maschiges Sieb (British Standard) gegeben, um
die gewünschte Korngröße zu erhalten.
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| Verbindung Nr. | Beispiel | 1 | 50% |
| "Dispersol" T | 23 | 25% | |
| "Lubrol" APN 5 | 8 | ,5% | |
| Natriumacetat | ,5% | ||
Die nachstehend aufgeführten Bestandteile werden sämtlich miteinander in den angegebenen Mengenverhältnissen
vermählen, wodurch eine Pulverzubereitung entsteht, welche in Flüssigkeiten leicht diapergierbar ist ι
| Verbindung Nr. | 45% |
| "Dispersol" T | 5% |
| "Lissapol" NX | 0,5 % |
| "Cellofas" B6OO | 2% |
| Natriumacetat | 47,5% |
| Beispiel 9 |
Der aktive Bestandteil (Verbindung Nr. der Tabelle I)
wird in einem Lösungsmittel aufgelöst und die sich ergebende Flüssigkeit sprüht man auf Blelcherdegranulen auf. Das Lösungsmittel IMAt man dann verdampfen, wobei eine Granulatmassa
entsteht.
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UJ
Verbindung Nr. 5*
Granulen aus Bleicherde oder Chinaton 95%
Ein Gemisch/ welches zur Verwendung als Saatgutzurichtung smit te 1 geeignet ist, wird bereitet, indem man sämtliche
drei der nachstehend aufgeführten Bestandteile in den angegebenen Mengenverhilltnissen varmi3cht:
| Verbindung | Nr. | Beispiel | 11 | 50% |
| Mineralöl | 2% | |||
| Chinaton | 48% | |||
Es wird ein Stäubepulver bereitet, indem man in den angegebenen Mengenverhältnissen den aktiven Bestandteil mit
Talk vermischtι
Verbindung Nr. 5%
Talk 95%
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Beispiel 12
Es wird ein "Col'Kiemisch bereitet, indem man die nachstehend
aufgeführten Bestandteile kugelvermahlt und dann eine wäßrige Suspension des gemahlenen Gemisches mit Wasser
bildet:
Verbindung Nr. ' 4O%
"Dispersol" 10%
"Lubrol" 1% Wasser
Es wird eine dispergierbard Pulverzubereitung hergestellt,
indem man die nachstehend aufgeführten Bestandteile miteinander vermischt und d^nn das Gemisch vermahlt,
bis sämtliche Bestandteile gründlich vermischt sindi
Verbindung Nr. 3 der Tabelle I 25%
"AEROSOL" OT/B 2%
"Dispersol" A.c. 5%
Chinaton 28%
Siliciumdioxyd 4O%
Beispiel 14 Dieses Beispiel veranschaulicht die Herstellung von
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zwei dispergierbaren Pulvergemischen. In jedem Falle werden sämtliche Bestandteile in den angegebenen Mengenverhältnissen miteinander vermischt und dann das Genisch in einer
Z erk leine rung smtih Ie gemahlen:
"PERMINAL" BX . 1%
"Dispersol" T 5%
Chinaton 34%
Genau das gleiche Gemisch wird unter Verwendung der Verbindung Nr. 15 der Tabelle I bereitet.
Die nachstehend aufgeführten Bestandteile werden zu einem dispergierbaren Pulver rezeptiert, indem man die Bestandteile in den angegebenen Verhältnissen vermischt und
vermählt:
"AEROSOL" OT/B 2%
"Diepersol" A 5%
Chinaton 68«
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Genau die gleiche Zubereitung wird hergestellt, wo
bei man anstelle der Verbindung Nr. 5, die Verbindung Nr.11
der Tabelle I verwendet.
Im folgenden sei eine Erklärung der Massen bzw. Sub
stanzen gegeben, welche in den vorhergehenden Beispielen mit ihren verschiedenen Warenzeichen bzw. Handelsnamen bezeichnet
sindt
"LUBROL" L ist ein Kondensat von 1 Mol Monylphenol mit
"LUBROL" L ist ein Kondensat von 1 Mol Monylphenol mit
13 molaren Anteilen an Äthylenoxyd.
"AROMASOL" H ist ein Lösungsmittelgemisch von Alkylbenzolen.
"AROMASOL" H ist ein Lösungsmittelgemisch von Alkylbenzolen.
"DISPERSOL" T
und AC ist ein Gemisch von Natriumsulfat und einem
Kondensat von Formaldehyd mit dem Natriumsalz
der Naphthallnsulfonsiiure.
"LUBROL" APN 5 ist ein Kondensat von 1 Mol Nonylphenol mit
"LUBROL" APN 5 ist ein Kondensat von 1 Mol Nonylphenol mit
5 1/2 Mol Naphthalinoxyd.
"CELLOPAS" B 6OO ist ein Natriumcarboxymethylcellulose-Dickungs-
mittel.
"LISSAPOL" NX ist ein Kondensat von I Mol Nonylphenol mit
8 Mol Kthylenoxyd.
"AEROSOL OT/B ist Dioctyl-natrium-Bulfosuccinat.
"PERMINAL" BX ist ein Alkylnaphthallnsulfonat (Natriumsalz).
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Anzahl an Blattkrankheiten getestet, welche durch Pilze verursacht
werden. Die angewandte Technik besteht darin, daß man das Blattwerk der nicht-erkrankten Pflanzen mit einer Lösung
der Testverbindung besprüht, samtliche Lösung zum Sprühen
und Tränken enthalten 100, 25, 10, 5 und 1 Teil je Million der Testverbindung. Die Pflanzen werden dann mit den Krankheiten
infiziert, deren Bekämpfung gewünscht ist und nach einer Zeitspanne von Tagen, welche von der besonderen Krankheit
abhängig ist, wird das Ausmaß der Erkrankung visuell abgeschätzt. Die Ergebnisse sind nachstehend in den Tabellen HA
und HB angegeben, wobei das Ausmaß der Erkrankung in Form der folgenden Einstufung angegeben 1st:
Einstufung prozentuales Ausmaß der Erkrankung
0 -61 bis JOO
1 26 bis 6O
2 6 bis 25
3 ' O bis 5
In Tabelle II ist die Krankheit in der ersten Spalte angegeben und in der zweiten Spalte ist die Zeit angegeben»
welche zwischen Infizieren der Pflanzen und Abschätzen des Krankheitsausmaßes verstrichen ist.
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- ysr -
(Wein) IO A
(Weizen) ' B
(Apfel) IO C
(Gurke) D
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Tabelle ΤΤΛ (1OO Teile je Million (ppm)) Verbindung Nr. Krankhcitn-Codehuchstabo
| (Tabelle I) | A | 3 | 1 | H | C | U | _ |
| 1 | 3 | 3 1 3 |
3 | 3 | - | ||
| 2 | 3 | 0 3 |
3 | 3 3 |
|||
| 3 | 3 | - | 3 | 3 3 3 3 3 |
|||
| ή | 3 | 3 | 3 3 |
3 | |||
| 5 | 3 | 3 | 3 | 3 | |||
| 6 | 3 | 3 | 3 | 3 | |||
| 7 | 0 | 3 | 3 | 3 | |||
| θ | 3 | 3 | 3 | 3 | |||
| 9 | 3 | 0 | 3 | 3 | |||
| 10 | 3 | - | . 3 | 3 3 3 3 3 3 |
|||
| 11 | 3 | - | 3 | 3 3 3 |
|||
| 12 | OJ | - | 3 | ||||
| 13 | 3 | - | 3 | ||||
| IH | 3 | - | 3 | ||||
| 15 | 2 . | — | 3 _ |
||||
| 16 | 1 | ro ro I ro | |||||
| 17 | 0 | 1 | |||||
| 10 19 20 |
3 0 2 |
3 | |||||
| 0 | 3 3 |
||||||
| 2 3 | ? | 3 | |||||
| 28 | 3 | 3 | |||||
| 29 |
'-" bedeutet nicht getestet
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Die obigen Ergebnisse zeigen klar, dan die erfindungsgem.tßen
Verbindungen gegenüber ein<>™ l»er»;i<;h cm Arten pulvrigen
Meltaus wirksam sind.
In der nachstehenden Tabelle HB werden sogar geringere
Aufbringungsraten in Teilen je Million (ppm) anqewandt und es erfolgt ein Vergleich mit bisherigen Pyrimidinfungiziden, welche
als solche handelsmäßig fest eingeführte Produkte (Fungizide)
Tabelle ΙΤΠ (2r>f lOf 5 und 1 ppm)
Verbindung Aufbringungs- Krankheit
Nr rate pulvriger Meltau des/der
(ppm) Apfels Weins Gurke
| 9 | 25 | 3 | 3 | 3 |
| 10 | 3 | 0 | 3 | |
| 5 | 1 | 0 | 3 | |
| 11 | 25 | 3 | 3 | 3 |
| 10 | 3 | 3 | 3 | |
| 5 | 3 | 1 | 3 | |
| 10 | 25 | 3 | 3 | 3 |
| 10 | 3 | 3 | 3 | |
| 5 | 1 | 1 | 3 | |
| 3 | 25 | 3 | 1 | 3 |
| 10 | 3 | - | - | |
| 5 | 3 | - | 2 | |
| 5 | 25 | 3 | 3 | 3 |
| 10 | - | - | - | |
| 5 | 3 | 3 | 3 | |
| 1 | 3 | ? | 2 |
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Tabelle HB (25f 10. 5 ".ml 1 PT-nQ (Tort!?tJ
Aufbrlngungs- Krankholt
| Verbindung rate Nr. (PPm> |
25 | pulvrlgr?r Apfels |
WoI η π | Huvko |
| 6 | 10 | 3 | 0 | 3 |
| 5 | 2 | 0 | 3 | |
| 1 | 2 | 0 | 2 | |
| 25 | - | - | /- | |
| θ | 10 | 3 | 3 | 3 |
| 5 | 3 | 0 | 3 | |
| 1 | 3 | - | 3 | |
| 25 10 |
- | - | - | |
| Dimethirimol* | 5 | 2 | 0 | 3 3 |
| 1 | I-t | 0 | 3 | |
| 0 | - | 1 | ||
| » ., | 25 | |||
| Ethirimol* | 10 | 3 | 0 | 3 |
| 5 | - | - | CVl | |
| 1 | 0 | 0 | 2 | |
| 0 | - | 1 |
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Tabelle ITH (2Γ>, in, r) und 1 ppm) (Forts.)
Aufbri nqunqsrate
Verbind. Nr. (ppm)
12
?5 10
25 Iu
?5 10
Krank hoif
pulvriqor Mol tnu des/der
Wo in η Gurke
3 3 3
15
?2
10
25
10
10
10
3 1 1
1 1
28
29
25
10
25 10
2-3 1-2
2-3 1-2
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HZ
Aufbrin- Krankheit
Verbin- gungsrate pulvriger Meltau des/der dung Nr. (ppm) Apfels Heins , r.nrk«
* Dimethirimol bzw. Ethirimol aind Verbindungen Nr. 4 bzw.
der Tabelle I der britischen Patentschrift 1 182 584.
Die obigen Ergebnisse zeigen klar, daß die erfindungsgemäOen
Verbindungen weiter aktiv sind, d.h. wirksam sind gegen ainen weiteren Bereich «n Arten pulvrigen Meltaus bei niedrigeren
Aufbringungsraten als die bereits hervorragenden und Im Handel bekannten Pyrimidinfungizide der britischen Patent-1
182 584.
Dejgplel 17
Die Verbesserung, welche die erfindungagemXAen funqltlden
Verbindungen über andere handelsnulöig eingeführten
Produkte bieten, wird in einer Reihe von Vergleichetests de monstriert, welche nachstehend beschrieben sind.
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In diesen Testa wird auf die folgenden handelsüblichen Produkte Bezug genommen»
allgemeine
Bezeichnung
Formel
DINOCAP
BENOMYL
"CROTOTHANE"
"Karathane"
1BENLATE1
CELA 52 4 W
siehe Seite 192 von "Pesticide Manual", zweite Ausgabe, von lUbert
Martin (1971), veröffentlicht
von British Crop Protection Council.
siehe Holte 34 von "Pesticide Manual", zv/eite Au3qabe, von Hubert Martin (1971, veröffentlicht von British Crop Protection
Council
HHHCOH
CCL
CCl
Ea wird eine Reihe an Feldversuchen durchgeführt, wobei die erflndungsqemüflen Verbindungen mit bekannten handele-Ubllchen Produkten verglichen werden, die zur Bekämpfung des
pulvrigen Meltaus von Apfel Anwendung finden.
In jedem Falle werden Junga, fruchtlrlngündc; Apfelbäume in hohem Volumen (d.h. oberhalb der Rate von 100 Litern
je Hektar) besprüht bla zu dem Punkt den Ablaufena (d.h. bis
die Blätter gut benetzt sind und das Sprühfllenmlttul gerade
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beginnt, von den Blättern abzulaufen) und zv/ar in etwa 14 tägigen
Abstünden vom Aufspringen der Knospe an bis zum Aufhören des Ausdehnungswachstums im Herbst (normalerweise 9 bis
10 SprUhungen je Jahreszeit) mit einer Zubereitung, welche eine erfindungsgemäße Verbindung enthält. Die Bäume werden
periodisch auf MetoubekSmpfung abgeschätzt durch visuelles
Sichten der Blätter nach dem ersten Erscheinen des Meltaus. Es werden sowohl primärer als auch sekundärer Meltau beobachtet.
Versuchsreihe Nr. 1 (Großbritannien 1972) primäre Meltausporenblldung (% Krankheltsbekämpfung)
| Verbindung | Aufbrintjunasrate ippm) | Mlh*T>l v~»n 6 Abschähzm |
| DINOCAP (Karathane flüssig) |
300 | 23,5 |
| No.5* (Tabelle I) |
250 500 |
34,6 44,8 |
| No.11· (Tabelle I) |
250 500 |
41,8 51,6 |
| |no.5** (Tabelle I) |
250 500 |
39,0 )nur zwei Ab 55,4 )Schätzungen |
| BENOMYL | 250 | 60,2 ) » |
| CELA 521I W | 250 | 13,1 ) " |
♦ diepergierbare PulverZubereitungen
·· emulglerbare KonzentratzubereLtungen
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Sekundärer Meltau (prozentuale Meltaubekämpfung)
Verbin- Aufbringung- Abschätzunqsdatum
Verbin- Aufbringung- Abschätzunqsdatum
| dung rate | (15.6.72) | (4.7.72) H) |
(27.7.72) |
| DINOCAP 300 | 4o,4 | 18,4 | 11,6 |
| 5* (Tabellel) 25° 500 |
• 65,1 5'»,Ü |
29,4 '15,0 |
21,0 44,6 |
| It 11* 250 500 |
52,7 59, Ί |
'15,4 ή9,0 |
36,8 50,2 |
| 5·· ·. 250 500 |
61,0 U 5,6 |
57,8 75,9 |
49,0 72,0 |
| HENOMYL 250 | 59,5 | Ί7,3 | ilfl.O |
| CELA 524W 250 | 71*, ° | 71,3 | 4 3. Ί |
* dispergierbare Pulverzubereitungen
*· emulgierbare Konzentratzubereitungen
*· emulgierbare Konzentratzubereitungen
Die obigen Ergebnisse zeigen klar die Überlegenheit der erfindungsgemäßen Verbindungen über bestimmte bekannte
Produkte zum Bekämpfen von Podosphaera leucotricha (pulvriger Meltau des Apfels), sowie deren zumindest gleiche, oder in
einigen Fällen bessere Leistung im Vergleich zu den eehr bekannten,
im Handel verfügbaren Apfelnuiltaufunqi'ziden (beispielsweise
Benomyl bzw. "BENLATE").
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Versuch Nr. 2
(a) Sortei Golden Delicious (Großbritannien 1972)
(a) Sortei Golden Delicious (Großbritannien 1972)
% Blattzahl mit sekun-Verblndung dSrem Meltau
Aufbringung s r ate
| DINOCAP | 19,3 |
| Nr. 5+ | 16,4 |
| Nr. 8+ | 15,0 |
| Nr. 15+ | 8,4 |
300 ppm 250 ppm 250 ppm 25O ppm
(b) Sprtei Cox's orange Pippin (Großbritannien 1972)
Aufbringungsrate
η»λ<«λ,,«« * Blattzahl mit sekun-Verbindung
därem Meltau
| DINOCAP | 13,2 |
| Nr. 5+ | 7,4 |
| Nr. 8+ | 11,5 |
| Nr. 15+ | 4,0 |
300 ppm 25Ο ppm 2 5O ppm
25Ο ppm
dispergierbare Pulverzubereitungen
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Versuchsreihe Nr. i (droßbrLtannien 1971)
Intensität der Sporenbildung von MeLtau auf Rosetten primären
Moltaus
Verblndunq Aufbrlntjunqnrato ppm i Meltaubekiimpfunq
DINOCAP J(K) 2 9
nENOMYL 2Γ>Ο )Γ>
Nr. 3f von Tabelle I 2 SO 17
Nr. 11*" von TabelLe I 250 20
Nr. 5f von TabelLe I 2SO 12
Nr. 5f> von Tabelle Γ 2SO K)
KontrolLe - O
SekundMrer MuLtau
VerbLndumf Aufbrin<jun'jnr<ito p[>m · 4 Mi;ltüubok<lmpfun<T
VerbLndumf Aufbrin<jun'jnr<ito p[>m · 4 Mi;ltüubok<lmpfun<T
DINOCAP KK) H)
BENOMYL 2Γ)0 r>')
Nr. 3 y (TabeLle I) 2'it) 1 6
Nr.ll*"(TdböLltj I) 2SO r·')
Nr.5*" " 2r)0 51
Nr.S*'*' " 25Ο 66
Kontrolle - C)
diaporfjlerbaco ['uLverzuhnrn Ituru/en
fH enthlllt zuiilitzLlchiis ΑΟΙΙΑΓ,-Hut imlttal
fH enthlllt zuiilitzLlchiis ΑΟΙΙΑΓ,-Hut imlttal
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Versuch Nr. 4 (Snnnlen 1972)
| Verbindung | % Blattzahl mit | sekunderem | Moitau |
| I. | 2. | .). | |
| DINOCAP | 9,1 | 21,3 | 13,1 |
| Nr. 5+ (Tabelle I) | 13,4 | 27,1 | 19,5 |
| Nr. 8+ | 6,5 | 16,9 | 14,0 |
| Nr.l5f " | 3,1 ■ | 8,1 | 5,7 |
dlsperglerbare Pulverzubereitungen
709824/1037
Claims (11)
- Patentansprüche1 2 und dessen Salze, wobei in der Formel R und R Wasserstoff oder niederes Alkyl, niederes Alkinyl oder niederes Alkenyl sind, jedoch nicht beide Wasserstoff sind, oder zusammen mit dem benachbarten Stickstoffatom eine heterocyclische Gruppe bilden; R^ und R niederes Alkyl, niederes Alkinyl oder niederes Alkenyl sind; und R-3 und R niederes Alkyl, niederes Alkinyl oder niederes Alkenyl bedeuten oder zusammen mit dem benachbarten Stickstoffatom eine heterocyclische Gruppe bilden, mit der Ausnahme der Verbindungen gemäß Patentanmeldung P 22 46 6^5.1-M.
- 2. Pyrimidinsulfamatderivate oder deren Salze nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß in der allgemeinenIiFormel R für eine Alkyl-, Alkenyl-oder Alkinylgruppe mit 3 oder mit 5 Kohlenstoffatomen steht.
- 3. Pyrimidinsulfamatderivate oder deren Salze nach Ansprüchen 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß in der allgemeinen Formel R ein Wasserstoffaton o<1er einen niederen Alkyl-2rest, R einen niederen Alkyl oder Allylrest bedeutet oder R und R*" zusammen mit dem an diese Gruppen gebundenen Stickstoff-3 atom einen Pyrrolidinrinq bedeuten, R einen niederen Alkylrest4
R einen Propyl-oder Pentylrest und entweder Rr und Rß unab-709824/1037BAD ORIGINALhängig voneinander je einen niederen Alk/1-oJeL Allylrest oder R und R zusammen mit dem an diese Gruppen gebundenen Stickstoffatom einen Pyrrolidin-, Morpholin-oder N-Methylpiperazinring bedeuten. - 4. Pyrimidinsulfamatderivate oder deren Salze nacheinem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,1 2 daß in der allgemeinen Formel R und R Wasserstoff oder niederes Alkyl sind, jedoch nicht beide Wasserstoff sind, oder zusammen mit dem benachbarten Stickstoffatom eine heterocyclische Gruppe bilden; R und R niederes Alkyl sind; und R und R niederes Alkyl bedeuten oder zusammen mit dem benachbarten Stickstoffatom einen monocyclischen, 5-, 6- oder 7-gliedrigen heterocyclischen Ring bilden, welcher gegebenenfalls substituiert ist.
- 5. Pyrimidinsulfamatderivate oder deren Salze nacheinem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,1 2 daß in der allgemeinen Formel R und R Wasserstoff, Methyl, Äthyl oder Allyl sind, jedoch nicht beide Wasserstoff sind, R einen C3-oder C5-R68t darstellt und R^ und R Methyl, Äthyl, Propyl oder Butyl sind oder zusammen mit dem benachbarten Stickstoffatom einen Pyrolidino-, Morpholino-, Piperidino-Piperazin-oder Azepinoring bilden, welcher gegebenenfalls mit Methyl substituiert ist.
- 6. Pyrimidinsulfamatester nach einem der vorhergehenden Ansprüche oder dessen Säureadditionssalze, wobei1 2
in der Formel R und R Wasserstoff, Methyl oder Äthyl sind, jedoch nicht beide Wasserstoff sind; und R-* und R Methyl, Äthyl, Propyl oder Butyl sind. - 7. Fungizide Mischung, enthaltend als aktiven Bestandteil ein Pyrimidinsulfamatderivat bzw. einen Pyrimidinsulfamatester nach Anspruch 1 bis 7, oder dessen Salze bzw. Säureadditionssalze, sowie enthaltend einen Träger für den aktiven Bestandteil.709824/1037BAD ORIGINAL
- 8. Verfahren zur Herstellung von Pyrimidinsulfamatderivate nach einem der Ansprüche 1 bis 7S dadurch gekennzeichnet, daß man das entsprechende substituierte 6-Hydroxypyrimidin-und das entsprechende substituierte Sulfamoylchlorid miteinander umsetzt.
- 9. Verfahren nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß man das Natriumsalz des entsprechenden substituierten Hydroxypyrimidins in erster Stufe herstellt, welches danach mit dem entsprechenden substituierten Sulfamoylchlorid zur Reaktion gebracht wird, indem man in Anwesenheit einer organischen Flüssigkeit als Reaktionsmedium erhitzt.
- 10. Verfahren zur Pilzbekämpfung, dadurch gekennzeichnet, daß man Pflanzen oder Saatgut mit einer Mischung behandelt, welche als aktiven Bestandteil eine wirksame Menge eines Pyrimidinsulfamatderivats nach Ansprüchen 1 bis oder eine Mischung nach Anspruch 8 aufweist.
- 11. Verfahren zum Bekämpfen der Krankheit Podosphaera leucotricha, dadurch gekennzeichnet, daß man auf das Blattwerk von Apfelbäumen eine Verbindung nach Ansprüchen 1 bis 7 oder eine Mischung nach Anspruch 8 aufbringt.709824/1037
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