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DE2246645C3 - 2-Amino-4-hydroxy-pyrimidin-sulfaminsäureester - Google Patents

2-Amino-4-hydroxy-pyrimidin-sulfaminsäureester

Info

Publication number
DE2246645C3
DE2246645C3 DE19722246645 DE2246645A DE2246645C3 DE 2246645 C3 DE2246645 C3 DE 2246645C3 DE 19722246645 DE19722246645 DE 19722246645 DE 2246645 A DE2246645 A DE 2246645A DE 2246645 C3 DE2246645 C3 DE 2246645C3
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
radical
acid ester
hydroxypyrimidine
butyl
lower alkyl
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DE19722246645
Other languages
English (en)
Other versions
DE2246645B2 (de
DE2246645A1 (de
Inventor
Ann Mary Maidenhead; Turner John Angus William Wokingham; Snell Brian Kenneth Ruscombe Twyford Berkshire; CoIe (Großbritannien)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Imperial Chemical Industries Ltd
Original Assignee
Imperial Chemical Industries Ltd
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Priority claimed from GB4440171A external-priority patent/GB1400710A/en
Application filed by Imperial Chemical Industries Ltd filed Critical Imperial Chemical Industries Ltd
Publication of DE2246645A1 publication Critical patent/DE2246645A1/de
Publication of DE2246645B2 publication Critical patent/DE2246645B2/de
Application granted granted Critical
Publication of DE2246645C3 publication Critical patent/DE2246645C3/de
Expired legal-status Critical Current

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Description

N N
R1 R2
in der die Reste Ri bis R4 die im Anspruch 1 genannte Bedeutung haben, mit einem Sulfaminsäurechlorid der allgemeinen Formel IU
Cl-SO2-N
(III)
in der die Reste R5 und Ri, die im Anspruch 1 genannte Bedeutung haben, in an sich bekannter Weise umsetzt.
5. Fungizides Mittel, bestehend aus einer Verbindung gemäß Anspruch 1 und üblichen Hilfs- und Trägerstoffen.
Die britische Patentschrift 11 85 039 beschreibt Pyriminderivate der Formel:
bzw. Salze solcher Derivate, wobei in der Formel Ri und R2 Wasserstoffatome oder substituierte oder unsubstituierte Kohlenwasserstoffgruppen bedeuten, oder zusammen mit dem benachbarten N-Atom einen heterocyclischen Ring bilden, welcher eines oder mehrere zusätzliche Heteroatome enthalten kann; R) und R4 Wasserstoff- oder Halogenatome, substituierte oder unsubstituierte Kohlenwasserstoffgruppen oder Nitrogruppen bedeuten; X ein Sauerstoff- oder Schwefelatom ist; und R5 eine Carbonyl- oder Sulfonylgruppe ist, welche direkt oder über ein Sauerstoff- oder Schwefelatom eine substituierte oder unsubstituierte Kohlenwasserstoffgruppe oder eine heterocyclische Gruppe trägt. Diese Verbindungen sind als Fungizide brauchbar.
In der vorstehenden britischen Patentschrift 85 039 sind daher bestimmte Sulfonylesterderivate von Pyrimidinen offenbart. Jedoch nur ein Sulfamylester ist in dieser Patentschrift spezifiziert, welcher die Struktur:
FI
55
N N
N(CH3J2
OSO, · N
besitzt. Diese Verbindungen besitzen zwar gegen einzelne Schädlinge fungizide Aktivität. Sie besitzen jedoch keine Breitbandspektrum-Aktivität und wirken auch gegen einzelne Schädlinge häufig nur bei Aufbringung in relativ hoher Konzentration.
In der britischen Patentschrift 11 82 584 sind fungizidal wirksame Pyrimidinderivate beschrieben, die eine
fts 6-Hydroxygruppe (oder eine 6-Metcaptoe:ruppe) und eine 2-Aminogruppe am Pyrimidinring aufweisen. Diese Pyrimidinderivate sind hochaktive Fungizide.
Keine der Verbindungen, welche in einer der beiden
vorgenannten britischen Patentschriften speziell offenbart sind, besitzt jedoch einen hohen Aktivitätsgrad gegen sämtliche Arten pulvrigen Mehltaus und insbesondere gegen pulvrigen Mehltau des Apfels, Podosphaera leucotricha.
Nunmehr wurde gefunden, daß bestimmte 2-Amino-4-hydroxy-pyrimidin-sulfaminsäureester Fungizide mit besonders breitem Spektrum sind und einen höheren Wirkungsgrad gegen pulvrige Mehltauarten besitzen, insbesondere gegen den pulvrigen Mehltau
Apfelbäumen, Podosphaera leucotricha.
Gegenstand der Erfindung sind daher 2-Amino-4-hydroxy-pyrimidin-sulfaminsäureester der allgemeinen Formel I
NR1R2
Äthylrest oder zusammen mit dem benachbarten Stickstoffatom einen Pyrrolidinoring bedeuten.
Eine besonders bevorzugte und hochwirksame Verbindung ist 2-Äthylamino-4-hydΓOxy-5-butyl-6-methyl-pyrirnidin-N.N-dimethyl-sulfaminsäureester.
Die erfindungsgemäßen 2-Amino-4-hydroxypyrimidin-sulfamin-säureester werden dadurch hergestellt, daß man ein 4-Hydroxypyrimidin der allgemeinen Forme! II
von ίο
(II)
in der die Reste Ri bis R4 die im Anspruch 1 genannte Bedeutung haben, mit einem Sulfaminsäurechlorid der allgemeinen Formel III
in der entweder R1 ein Wasserstoffatom oder einen niederen Alkylrest und R2 einen niederen Alkyl- oder Allylrest bedeuten oder R1 und R2 zusammen mit dem an diese Gruppen gebundenen Stickstoffatom einen Pyrrolidinring bedeuten, RJ einen niederen Alkylrest, R4 einen Butyl-, Allyl- oder Propargylrest und entweder R5 ■und Re unabhängig voneinander je einön niederen Alkyl- oder Allylrest oder R5 und R6 zusammen mit dem an diese Gruppen gebundenen Stickstoffatom einen Pyrrolidin-, Morpholin- oder N-Mcthyl-piperazinring bedeuten.
Bevorzugte Pyrimidinsulfaminsäureester sind solche, bei denen R1 und R2 die vorstehend angegebene Bedeutung haben und RJ einen Methylrest, R4 einen Butylrest und entweder R5 und R6 einen Methyl- oder Cl-SO2-N
(III)
in der die Reste R5 und Rö die im Anspruch 1 genannte Bedeutung haben, in an sich bekannter Weise umsetzt.
Spezifische erfindungsgemäße Pyrimidinderivate, welche als besonders brauchbar befunden wurden, sind nachstehend in Tabelle 1 aufgeführt. Die Positionen der in dieser Tabelle genannten Reste Ri bis Re ergeben sich aus der allgemeinen Formel I.
Tabelle I Verbindung R1 R2
R5
Schmelzpunkt
CHj CHj CHj "C4H,
CHj CHj ClI3 HC4II,
CHj CHj CHj 11C4H,
H C2H5 CHj MC4Hg
CHj
CIIj
— N
-N O
— N
öl
Ol
Dl
72"C
5 H CHj CHj nt ■4II» nt '411, — N v_ nC JU Il
C2 H5 C2 H5
6 II C2II5 CH, mC 41U 0
7 Il C2H5 cn., /K JU — n' 0
K C1H5 C2H5 CH, nt II. 77
Fortsetzung
Verbindung R'
H nC4H„
— Ν
CH, IfC4H,
CH.. BC4H,
CH, nC4 H,
— Ν
-■/Ί
— Ν
Schmelzpunkt
56 C
60 C
88 C
12 II ISO-C3H7 CH, nC4H, --N -N CH, / ISO-C4H9 O -C2H5 Ol
13 Ii CjH5 CH, IfC4H, ISO-C4H, CH, CH, cn, Ol
14 Il CjH5 CH.. IfC4H, CH, -N CH, ISO-C1H7 CH, Ol
15 H CjH, CH, r.C4Uv JSO-C1H7 (H, hC, H7 CH, Ol
16 H CjH5 CH, IfC4H, iiC, H7 -CH2CH N-CH, CW1 CH2(H- Ol
17 Ii C2H5 CH, HC4H, cn, H(Ji, Ol
18 Ii C2H5 CH, nC4H, CH, Ol
19 Ii C2H5 CH, HC4H, Sehmp. HB bib
104 C
20 H C2Ii5 CH, HC4H, Ol
21 H -CH2 CH = CH2 CH, ISO-C4H, »rc
22 H -CH2 CH : CH2 CH, -CH2 C\i : CH2 82 C
23 II -CH2 CH = CH2 CH, — C H2 C=CH Schmp. 62 bis
64 C
24 H C2H5 CH, IfC4H, (H2 Ol
25 II C2H5 "C1II7 HC4II, Ol
Bei Verbindungen, welche in Tabelle I als »öle« 40 folgende: wiedergegeben sind, wurden Elementaranalysen durchgeführt. Die Ergebnisse sind die folgenden:
Ver Berechnet H N Gefunden Il N
bindung
Nr.
C 7,59 17,73 C 6,96 17,82
1 49,35 7,26 15,64 49,18 7,41 15,25
3 50,30 8,14 16,28 49,95 7,97 16,11
7 52,3 9,00 14,00 52,44 9,30 13,61
13 57,00 7,6 17,7 56,92 7,37 17,5
14 49,5 8,60 15,06 48,0 8,59 14,62
15 54,80 8,60 15,06 54,94 8 60 14,5
16 54,5 8,38 15,64 55,02 8,41 15,89
18 53,60 7,26 15,64 53,52 7,34 16,00
19 50,30 7,88 16,98 51,10 7,69 16,70
20 50,93 8,60 15,06 50,88 8,59 14,62
15 54,80 7,37 17,06 54,94 7,08 16,V9
21 51,20 6,45 17,93 50,60 6,29 17,59
22 49,98 5,84 18,05 49,34 5,57 17,95
23 50,30 7,61 15,22 49,14 7,66 15,30
24 55,40 8,14 16,28 54,95 8,17 15,92
25 52,3 9,00 14,00 52,55 8,91 13,57
26 57,00 56,35
(10
Die Verbindungen der Nummern 1, 2, 4, 7, 10 und 14 sind besonders brauchbare Fungizide. Die Bezifferung des Pyrimidinringes ist hier die
N 3
Il
IN
Es sei bemerkt, daß die 4- und 6-Stellungen äquivalent sind.
Bei der Herstellung der erfindungsgemäßen Verbindungen sind molare Mengenanteile der Reaktionsteilnehmer besonders bevorzugt.
Als geeignete Salze der erfindungsgemäßen Pyrimidinderivate seien beispielsweise die Hydrochloride erwähnt. Zu anderen Salzen zählen die Salze der Pyrimidinderivate mit organischen Säuren, beispielsweise Acetate oder Pikrate. Diese Salze können ganz leicht in üblicher Weise bereitet werden, indem man die entsprechende Säure zum Pyrimidinsulfamat hinzusetzt.
Wie vorstehend erwähnt, sind die erfindungsgemäßen Verbindungen aktive Fungizide, welche besonders brauchbar sind gegen die Krankheiten:
Sphaerotheca fuliginea (pulvriger Mehltau) auf Gurke
P^dosphaera leucotricha (pulvriger Mehltau) auf Apfel
Uncinula necator (pulvriger Mehltau) auf Wein
Erysiphegraminis (pulvriger Mehltau) auf Gerste
Erysiphe graminis (pulvriger Mehltau) auf Weizen
Zur Bekämpfung von Pilzbefall können die Verbindungen als solche verwendet werden, doch werden sie zweckmäßiger für einen solchen Gebrauch zu Gemischen rezeptiert.
Die Erfindung betrifft daher auch ein fungizides Mittel, das aus einem erfindungsgemäßen Pyrimidinsulfaminsäureester und üblichen Hilfs- und Trägerstoffen besteht. Besonders bevorzugt sind Mittel, die als erfindungsgemäßen Pyrimidinsulfaminsäureester eine Verbindung gemäß Anspruch 2 oder 3 enthalten.
Die erfindungsgemäßen aktiven Pyrimidinsulfaminsäurederivate und die erfindungsgemäßen Zubereitungen, welche diese enthalten, können verwendet werden, um auf mannigfache Weise Pflanzenfungi zu bekämpfen oder um Pflanzen oder Saatgut zu behandeln. So kann man sie, direkt auf das Blattwerk einer Pflanze aufbringen, welche infiziert ist, oder wahrscheinlich infiziert wird. Man kann sie auch auf Büsche oder Bäume, auf Saatgut oder andere sich fortpflanzende Teile von Pflanzen oder auf den Erdboden oder ein anderes Medium aufbringen, in welchem Pflanzen, Büsche oder Bäume wachsen oder gepflanzt werden sollen. Sie können aufgesprüht, aufgestäubt oder als Creme- oder Pastenzubereitung aufgebracht werden. Die Aufbringung kann auf irgendeinen Teil der Pflanze, des Busches oder des Baumes erfolgen, beispielsweise auf das Blattwerk, die Stengel, Zweige oder Wurzeln. Sämtliche dieser Aufbringungsarten bzw. Anwendungsarten fallen in den Rahmen des Ausdruckes »Behandeln«, wie er hier verwendet wird, und das Wort »Pflanze« soll Setzlinge, Büsche und Bäume mit umfassen. Wie ferner aus dem vorstehenden hervorgeht, umfaßt die Erfindung verhütende, schützende, prophylaktische und ausrottende Behandlung.
Die erfindungsgemäßen Pyrimidinderivate werden vorzugsweise in Form von Zubereitungen verwendet, und diese Zubereitungen können für Zwecke des Ackerbaus und Gartenbaus angewandt werden. Die Art der in irgendeinem Falle verwendeten Zubereitung ist abhängig von dem besonderen Zweck, für welchen sie verwendet werden soll.
Die Zubereitungen können in Form von Stäubepulvern oder Granulaten vorliegen, wobei der aktive Bestandteil mit einem festen Verdünnungsmittel oder Träger vermischt ist. Geeignete feste Verdünnungsmittel bzw. Träger können beispielsweise Kaolin, Bentonit, Kieselgur, Dolomit, Calciumcarbonat, Talk, gepulverte Magnesia, Bleicherde, Gips, Hewitt-Erde, Diatomeenerde oder China-Ton sein. Gemische bzw. Zubereitungen zum Zurichten von Saatgut können beispielsweise ein Mittel aufweisen, welches die Haftung der Zubereitung am Saatgut unterstützt, beispielsweise ein Mineralöl.
Die Zubereitungen können auch in Form dispergierbarer Pulver oder Körner vorliegen, weiche zusätzlich zum aktiven Bestandteil ein Netzmittel aufweisen, um die Dispergierung des Pulvers bzw. der Kömer in Flüssigkeiten zu erleichtem. Solche Pulver oder Kömer können Füllstoffe, Suspendiermittel u. dgl. aufweisen.
Die wäßrigen Dispersionen oder Emulsionen können bereitet werden, indem man den aktiven Bestandteil bzw. die Bestandteile in einem organischen Lösungsmittel auflöst, welches eines oder mehrere Netz-, Dispergier- oder Emulgiermittel enthalten kann und man dann das so erhaltene Gemisch zu Wasser hinzusetzt, welches in ähnlicher Weise eines oder mehrere Netz-, Dispergier- oder Emulgiermittel enthalten kann. Geeignete organische Lösungsmittel sind Äthylendichlorid, Isopropylalkohol, Propylenglykol, Diacetonalkohol, Toluol, Kerosin, Methylnaphthalin, Xylole und Trichlorethylen.
Die Gemische, welche als Sprays verwendet werden sollen, können auch in Form von Aerosolen vorliegen, wobei die Zubereitung in einem Behälter unter Druck in Gegenwart eines Treibmittels wie Fluortrichlormethan oder Dichlordifluormethan gehalten wird.
Durch die Einverleibung geeigneter Zusätze, beispielsweise zum Verbessern der Verteilung, der Haftkraft und der Widerstandsfähigkeil gegenüber Regen auf behandelten Oberflächen, können die verschiedenen Zubereitungen den unterschiedlichen Einsatzarten angepaßt werden.
Die Gemische können auch in Form flüssiger Zubereitungen vorliegen, welche als Tauchungen oder Sprünungen verwendet werden sollen und weiche im allgemeinen wäßrige Dispersionen oder Emulsionen sind, die den aktiven Bestandteil in Anwesenheit eines oder mehrerer Netzmittel, Dispergiermittel, Emulgiermittel oder Suspendiermittel enthalten.
Netzmittel, Dispergiermittel und Emulgiermittel können kationisch, anionisch oder nichtionisch sein. Zu geeigneten kationischen Mitteln zählen beispielsweise quartäre Ammoniumverbindungen, z. B. Cetyltrimethylammoniumbromid. Zu geeigneten anionischen Mitteln zählen beispielsweise Seifen, Salze aliphatischer Monoester der Schwefelsäure, z. B. Natriumlaurylsulfat, Salze sulfonierter aromatischer Verbindungen, z. B. Natriumdodecylbenzolsulfonat, Natrium-, Calcium- oder Ammoniumlignosulfonat, Butylnaphthalinsulfonat, und ein Gemisch der Natriumsalze der Diisopropyl- und Triisopropylnaphthaünsulfonsäuren. Zu geeigneten nichtionischen Mitteln zählen beispielsweise die Kondensationsprodukte von Äthylenoxyd mit Fellalkoholen wie Oleylalkohol oder Cetylalkohol oder mit Alkylphenolen wie Octylphenol, Nonylphenol und Octylkresol. Andere nichtionische Mittel sind die Teilester, welche sich von langkettigen Fettsäuren und Hexitanhydriden ableiten, die Kondensationsprodukte dieser Teilester mit Äthylenoxyd und die Lecithine.
Geeignete Suspendiermittel sind beispielsweise hydrophile Kolloide, z. B. Polyvinylpyrrolidon und Natriumcarboxymethylcellulose, und die pflanzlichen Gummiarten, z. B. Akaziengummi undTraganthgummi.
Die Zubereitungen, welche in Form wäßriger Dispersionen oder Emulsionen verwendet werden sollen, werden gewöhnlich in Form eines Konzentrats geliefert, welches einen hohen Anteil an aktivem Bestandteil enthält, wobei dieses Konzentrat vor dem Gebrauch mit Wasser zu verdünnen ist. Diese Konzentrate sind oft erforderlich, um der Lagerung für verlängerte Zeiträume Stand zu halten und um nach einer solchen Lagerung der Verdünnung mit Wasser fähig zu sein, um wäßrige Zubereitungen zu bilden, welche eine hinreichende Zeit homogen verbleiben, um durch herkömmliche Sprühausrüstungen aufgebracht werden zu können. Die Konzentrate können zweckmäßig etwa 10 bis 85 Gew.-°/o des aktiven Bestandteils, bevorzugt etwa 25 bis 60 Gew.-% des aktiven Bestandteils, enthalten. Sind solche Zubereitungen zur Bildung wäßriger Zubereitungen verdünnt, so können sie unterschiedliche Mengen des aktiven Bestandteils enthalten, je nach dem Zweck, für welchen sie verwendet werden sollen, doch wird im allgemeinen eine wäßrige Zubereitung verwendet, welche zwischen 0,001 und 0,01 Gew.-% bis zu etwa 10 Gew.-% an aktivem Bestandteil enthält
Die Herstellung der erfindungsgemäßen Verbindun-
gen wird durch die folgenden Ausführungsbeispiele veranschaulicht.
Beispiel 1
Dieses Beispiel veranschaulicht die Herstellung von S-n-Butyl^-dimethylamino-^hydroxy-e-methyl-pyrimidinyl-1-pyrrolidin-sulfonsäureeslerder Formel:
C4H9(/,)
N N
NHC3H7Oi)
(Verbindung Nr. 10 von Tabelle I)
Beispiel 4
Dieses Beispiel veranschaulicht die Herstellung der Verbindung der Formel
N(CH3),
(Verbindung Nr. 2 der Tabelle I)
Zu einer Lösung von Natriumäthylat, welche durch Auflösen von 43,3 g Natrium in 1340Cm3 Äthanol bereitet wurde, setzt man 392,1 g 5-n-Butyl-2-dimethylamino-4-hydroxy-6-methylpyrimidin hinzu. Das Äthanol entfernt man dann durch Abdestillieren und ersetzt es durch trockenes Äthylacetat, wovon ein Teil abdestilliert wird, um die letzten Spuren an Äthanol zu entfernen. Zu dem sich ergebenden Gemisch setzt man 300 g 1-Pyrrolidin-sulfomlchlorid hinzu und hält das Gemisch einige Stunden unter Rückfluß. Nach dem Abkühlen und Abfiltrieren des unlöslichen Teiles wäscht man das Filtrat mit 5°/oiger Natriumhydroxydlösung und dann mit Wasser, bis neutrale Waschwässer erhalten werden. Nach dem Trocknen über wasserfreiem Natriumsulfat entfernt man die flüchtige Fraktion durch Abdampfen unter vermindertem Druck, wobei man die letzten Spuren am Lösungsmittel durch Erhitzen auf 80°C unter Hochvakuum entfernt. Das zurückbleibende undestillierbare öl ist 5-n-Butyl-2-dimethylamino-4-hydroxy-6-methyl-pyrimidinyl-1 -pyrrolidinsulfonsäureester.
Die Verbindungen der Nummern 3, 4, 8, 9, 10. 11, 17 und 19 werden in analoger Weise hergestellt, wobei man die entsprechenden Reaktionsteilnehmer verwendet
30
35
Beispiel 2
In einem ähnlichen Versuch wie demjenigen, welcher in Beispiel 1 veranschaulicht ist, jedoch unter Verwendung des entsprechenden Hydroxypyrimidins sowie unter Verwendung von Toluol zur Unterstützung des Entfernens der letzten Äthanolspuren vor dem Hinzusetzen des Äthylacetats, erhält man 5-n-ButyI-4-hydroxy-e-methyl^-n-propylamino-pyrirnidinyl-1 -pyrrolidinsulfonsäureester der Formel:
OSO2 —N
N N
(Verbindung Nr. 11 in Tabelle I)
ί ,15 g Natrium löst man in 100 cm3 Äthanol auf, gibt 11,77 g (0,05 Mol) 2-Pyrrolidino-4-methyl-5-n-butyl-6-hydroxy-pyrimidin hinzu und läßt es sich auflösen. Die Lösung wird dann zur Trockne eingedampft. Den sich ergebenden Feststoff suspendiert man in Benzol und setzt 8,48 g (0,05 Mo!) 1-Pyrrolidin-sulfonylchlorid hinzu. Das Gemisch erhitzt man dann unter Rückfluß 2'/2 Stunden, läßt abkühlen und filtriert. Das Filtrat wäscht man mit Wasser, 10%iger Natriumhydroxydlösung und wieder mit Wasser, bis die Waschflüssigkeiten neutrale Reaktion ergeben. Das Produkt wird über Magnesiumsulfat getrocknet, das Magnesiumsulfat abfiltriert und die Lösung zur Trockne eingedampft. Ausbeute an Produkt 10,79 g (58,6%), Schmelzpunkt 880C.
Beispiel 5
Dieses Beispiel veranschaulicht die Herstellung der Verbindung der Formel:
/1C4H9
40
45
(Verbindung Nr. 14 in Tabelle I)
32,1 g (0,11 Mol) 2-Äthylamino-4-methyI-5-n-butyl-6-hydroxy-pyrimidin und 4,0 g (0,1 MoI) Natriumhydroxyd vermischt man in 300 cm3 Toluol und erhitzt das Gemisch unter Rückfluß, um das Wasser zu entfernen, welches während der Herstellung des Natriumsalzes des 6-Hydroxypyrimidins gebildet wird.
Man setzt 1435 g (0,1 Mol) Dimethyl-sulfamoylchlorid in 40 cm3 Toluol hinzu und erhitzt das gesamte Gemisch 3'/2 Stunden unter Rückfluß, wonach man abkühlt Die Lösung wäscht man dreimal mit Natriumhydroxydlösung (200 cm3 einer 10%igen Lösung) und dann zweimal mit Wasser (200 an3). Die Lösung wird dann mit wasserfreiem Magnesiumsulfat getrocknet und das Toluol abdestilliert Es ergibt sich ein dunkelbraunes öl in einer Ausbeute von 22,15 g (70%). Brechungsindex /ι 2Ί ,5146.
Die Verbindungen mit den Nummern 1,6,7,13,14,15, 16, 18 und 20 in Tabelle I können in analoger Weise
bereitet werden, wobei man das passende substituierte Pyrimidin und das entsprechende substituierte SuIfamoylchlorid verwendet
12
Fungizide Wirkung
Die erfindungsgemäßen Verbindungen werden gegen eine Anzahl von Blattkrankheiten getestet, welche durch Pilze verursacht werden. Die angewandte Technik besteht darin, daß man das Blattwerk der nicht erkrankten Pflanzen mit einer Lösung der Testverbindung besprüht. Sämtliche Lösungen zum Sprühen enthalten 100, 25, 10, 5 und 1 Gewichtsteile der Testverbindung je Million Gewichtsteile Lösung. Die Pflanzen werden dann mit den Krankheiten infiziert, deren Bekämpfung gewünscht ist und nach einer Zeitspanne von Tagen, welche von der besonderen Krankheit abhängig ist, wird das Ausmaß der Erkrankung visuell abgeschätzt. Die Ergebnisse sind nachstehend in den Tabellen HA und HB angegeben, wobei das Ausmaß der Erkrankung in Form der folgenden Einstufung angegeben ist.
Verbindung Nr.
(Tabelle I)
Einstufung
Prozentuales Ausmaß der Erkrankung
61 bis 100
26 bis 60
6 bis 25
0bis5
Krankheit und Pflanze Zeit Krankheits-
intervall Codebuchstabe
(Tage) (Tabelle HA)
Uncinula necator 10 Teile je A
(Wein)
Erysiphe graminis 7 B
(Weizen)
Podosphaera leucotricha 10 C
(Apfel)
Sphaerotheca fuliginea 7 D
(Gurke)
Verbindung Nr. Tabelle HA
(Tabelle I) (100 Million [ppm])
In Tabelle II ist die Krankheit in der ersten Spalte angegeben, und in der zweiten Spalte ist die Zeit angegeben, welche zwischen Infizieren der Pflanzen und Abschätzen des Krankheitsausmaßes verstrichen ist.
Tabelle II
"rankheits-Codebuchstabe
1
2
3
4
5
6
7
8
9
10
Ii
3 3 3 3
3 3 3 3
3 0 3 3
3 3 3 3
3 2 3 3
0 - 3
3 3 3
3 3 3 3
3 3 3 3
3 3 3 3
3 3 3 3
Tabelle HA
(100 Teile je Million [ppm])
Krankheits-Codebuchstabe
3 3 3 3
3 0 3 3
2 - 3 3
1 - 3 3
3 - 3 3
0 - 1 3
2 - 3 3
3 - 3 3
3 - 3 3
1 - 3
3 3 3
12 13 14 15 16 17 18 19 20 24 25 » - « bedeutet nicht geprüft.
Die obigen Ergebnisse zeigen klar, daß die erfindungsgemäßen Verbindungen gegenüber verschiedenen Arten pulvrigen Mehltaus wirksam sind.
In der nachstehenden Tabelle HB wird die fungizide Wirkung der erfindungsgemäßen Verbindungen mit denjenigen bekannter Verbindungen aus der GB-PS 82 584 verglichen, wobei noch geringere Wirkstoffkonzentrationen in Teilen je Million (ppm) angewendet werden.
Tabelle HB
Ver Auf Krankheit des/der
bindung
Nr
bringungs-
rate
pulvriger Mehltau Gurke
Apfels Weins
(ppm)
25
10
25
10
25
10
25
10
25
10
25
10
25
10
3 3
3 0
1 0
3 3
3 3
3 1
3 3
3 3
1 1
3 1
3
3
3 3
3 3
3 2
3 0
2 0
2 0
3 3
3 0
3
3 3 3
3 3 3
3 3 3
2 3
3 2 3 3 2
3 3 3
AuI- 13 22 46 - 3 Gurke 645 14 Apfels Weins Gurke (ppm) Andere Toxizitätsdaten
bringungs-
rate
Ver- Auf- Krankheit 25 25 3 - - Wirkung auf Haut und Auge von
Ver - Toxizitätsdaten für Verbindungen der Tabelle 3 bindung bringungs-
Nr. rate
10 3 - - Kaninchen
bindung
Nr.
(ppm) Krankheit pulvriger Mehllau des/der - Verbindung Nr. 5 0 - -
25 Apfels Weins 1 2,5 1 Leichte Hautreizung. Mäßige Augen
10 oder Handelsname 3 Dimethiri- 25 2 0 3 reizung
3 5 3 3 des Produkts mo!*) 10 - 3 Keine Hautreizung. Milde Augenreizung
25 1 5 10 3 Leichte Hautreizung. Milde Augen
10 3 1 1 3 1 0-1 reizung
Π 5 3 0 1 '5 Elhirimol*) 25 3 0 3 Keine Hautreizung. Keine Augen
25 2 _ 4 1 10 0 0 2 reizung
10 1 0 7 3 5 0 0 2 Keine Hautreizung. Keine Augen
14 5 3 1 _ 1 0-1 reizung
25 - 0 10 0 *) Dimethirimol bzw. Kthirimol sind die Verbindungen Nr.4 Nicht giftig für Honigbienen
10 3 3 3 bzw. 30 der Tabelle 1 der GB-PS 1 182 584.
16 5 3 - 14 1
25
10
_ 0 3 Die obigen Ergebnisse zeigen klar, daß die erfin
1 U
5
1 Dimethirimol dungsgemäßen Verbindungen ein breiteres Wirkungs
18 25 3 2 1 spektrum aufweisen und teilweise niedrigere Aufbrin
10 1 gungsraten benötigen als die bereits anerkannt gut
19 5 3 2 3 wirksamen Pyrimidinfungizide der GB-PS 1182 584.
- Die folgende Tabelle III zeigt, daß die Toxizitäten der
25 0 - 0 ,ο erfindungsgemäßen Verbindungen in derselben Grö
10 2-3 ßenordnung liegen wie diejenige des bekannten
20 5 3 1 Dimethirimols.
25 0
10 2 1 im Vergleich mit Dimethirimol
24 5 3 LD50-Werte (weibl. Ratten);
3 orale Verabreichung
1 - in mg Verbindung je kg
Tabelle HI Körperlebendgewichl
>500
>500
>500 .
>500
>500
2350 mg/kg

Claims (4)

Patentansprüche:
1. 2-Amino-4-hydroxy-Pyrimidin-suifaminsäuΓeester der allgemeinen Formel 1
OSO,NR5R6
(D
in der entweder R1 ein Wasserstoffatom oder einen niederen Alkylrest und R2 einen niederen Alkyl- oder Allylrest bedeuten oder R1 und R2 zusammen mit dem an diese Gruppen gebundenen Stickstoffatom einen Pyrrolidinring bedeuten, R3 einen niederen Alkylrest, R4 einen Butyl-, Allyl- oder Propargylrest und entweder R5 und R6 unabhängig voneinander je einen niederen Alkyl- oder Allylrest oder R5 und R6 zusammen mit dem an diese Gruppen gebundenen Stickstoffatom einen Pyrrolidin-, Morpholin- oder N-Methyl-piperazinring bedeuten.
2. Pyrimidinsulfaminsäureester nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß R1 und R2 die in Anspruch 1 angegebene Bedeutung haben, R3 einen Methylrest, R4 einen Butylrest und entweder R5 und Rb einen Methyl- oder Äthylrest oder zusammen mit dem benachbarten Stickstoffatom einen Pyrrolidinoring bedeuten.
3. 2-Äthylamino-4-hydroxy-5-butyl-6-methyl-pyrimidin-N.N-dimethyl-sulfaminsäureester.
35
4. Verfahren zur Herstellung der Verbindungen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man ein 4-Hydroxypyrimidin der allgemeinen Formel Il
DE19722246645 1971-09-23 1972-09-22 2-Amino-4-hydroxy-pyrimidin-sulfaminsäureester Expired DE2246645C3 (de)

Applications Claiming Priority (2)

Application Number Priority Date Filing Date Title
GB4440171A GB1400710A (en) 1971-09-23 1971-09-23 Pyrimidine sulphamates their preparation and use
GB4440171 1971-09-23

Publications (3)

Publication Number Publication Date
DE2246645A1 DE2246645A1 (de) 1973-03-29
DE2246645B2 DE2246645B2 (de) 1977-07-07
DE2246645C3 true DE2246645C3 (de) 1978-02-16

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