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Die Erfindung bezieht sich auf ein
Insektenschutznetz zum Umschließen
eines Bettes, oder dergleichen, mit einer licht- und luftdurchlässigen vorzugsweisen
textilen Materialbahn mit hinreichend geringen Durchtrittsöffnungen,
beispielsweise geringer Maschenweite sowie eines luftdurchlässigen Daches.
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Bisher bekannte Insektenschutznetze
benötigen
in der Regel einen Stützrahmen
als Halterung derselben, wobei jedoch der Einstieg nachteilig schwer
zu finden ist.
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Mit der
DE 83 21 403 ist die Lösung eines Moskitonetzes
bekannt geworden, bei welchem zwei bogenförmge, an ihrem Scheitel einander überkreuzende
Stäbe angeordnet
sind, die von der Stoffbahn überzogen
werden und mit den Enden etwa in einer gemeinsamen Ebene liegen.
Auf solche Weise soll erreicht werden, dass es bei möglichst
geringem Gewicht und möglichst
geringen Abmessungen einen wesentlich besseren Schutz vor Ungeziefer
liefert, als dies bis dahin bekannten Moskitonetzen der Fall war.
Dieses Moskitonetz soll von Reisenden ohne weiteres mitgeführt und
ohne zusätzliche
Einrichtungen verwendet werden können.
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Mit der
DE 84 09 634.U1 ist eine
weitere Lösung
eines Insektenschutznetzes bekannt welches dadurch gekennzeichnet
ist, dass es einen den Himmel bildenden Materialbahnabschnitt von
mindestens etwa der Flächengröße des zu
umschließenden Bettes
aufweist, dass der Himmel-Materialbahnabschnitt Schlaufen, Bänder, Laschen,
Ringe oder dergleichen Mittel für
das Aufhängen
an einer über
dem Bett befindlichen Zimmerdecke und das Halten des Himmel-Materialbahnabschnittes
in im wesentlichen gespannten Zustand an der Zimmerdecke besitzt, und
dass an den Außenrändern des
Himmel-Materialbahnabschnittes für
das im wesentlichen senkrechte Herabhängen bis auf den Boden, auf
dem das Bett steht, bestimmte, die Wände eines Aufenthaltraumes bildenden
Materialbahnabschnitts angebracht sind. Bei dieser Lösung weist
der Himmel des Netzes mindestens die Flächengröße des zu umschließenden Raumes
auf. Die Seitenwände
verlaufen senkrecht und der Himmel hängt durch, da fallbezogen ein
licht- und luftdurchlässiges
Material Einsatz fand, welches in der Regel leicht elastisch ist,
wie beispielsweise ein Gewirke .
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Dieser Lösung haftet jedoch der Nachteil
an, dass der Himmel aufgrund des eingesetzten Materials stets durchhängt und
dadurch das Raumvolumen innerhalb des Netzes ungünstig verkleinert wird. Ein weiterer
Nachteil besteht in der Einbringung von Bohrlöchern in der Zimmerdecke, welche
zu vermeiden wären.
Für den
Gebrauch ist ferner nachteilig, dass der Einstieg in den Innenraum
wegen des relativ durchsichtigen Materials vor allem nachts nicht
gut erkennbar ist. Andererseits ist durch die Faltenbildung der
Ummantelung keine klare Durchsicht gewährleistet, wenn beispielsweise
Vorgänge
außerhalb
des Insektenschutznetzes verfolgt werden sollen.
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Aufgabe der Erfindung ist es daher,
ein kostengünstiges,
einfach zu befestigendes, raumsparend unterzubringendes sowie optisch
ansprechbares Insektenschutznetz vorzuschlagen, welches die vorgenannten
Nachteile der bekannten Lösungen beseitigt.
Die Aufgabe der Erfindung wird gelöst, durch die im kennzeichnenden
Teil des Anspruchs 1 aufgezeigten Merkmale. Die nachfolgenden Unteransprüche stellen
vorteilhafte Ausgestaltungen dar.
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Die Lösung des erfindungsgemäßen Insektenschutznetzes
ist gekennzeichnet durch eine klare Struktur. Die Seitenteile und
auch der Himmel sind fest miteinander durch eine Bandeinfassung
verbunden. Der Himmel wird mittels mehrerer Befestigungspunkte an
der Zimmerdecke, oder an zwei von Wand zu Wand gespannten Halteseilen
in stark gespanntem Zustand befestigt. Auf solche Weise kommt das Insektenschutznetz
völlig
ohne aufwändigen
Stützrahmen,
Laschen, Schlaufen oder dergleichen Befestigungselemente aus. Die
Aufhängung
des erfindungsgemäßen Insektenschutznetzes
erfolgt mit Klemmhaken oder vergleichbaren Befestigungsmitteln,
die in einem Haken an Decke oder Wand eingehängt werden. An diesen Haken
kann das Insektenschutznetz einfach an der zugfesten Bandeinfassung festgeklemmt
und problemlos wieder abgenommen werden. Ohne Stützrahmen und Befestigungsmittel kann
das Netz einfach gewaschen werden.
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Das Insektenschutznetz bietet auch
große Sicherheit,
da es den Aufenthaltsraum, in welchem sich das Bett oder dergleichen
befindet, nach allen Seiten abschließt. Dabei kann das Insektenschutznetz
auf einfache Art und Weise an die jeweilige Bettgröße angepasst
werden, da lediglich der Himmel entsprechend seiner Grundfläche verändert werden muß, wobei
die Fläche
des Himmels die zu schützende
Fläche übersteigen
soll, um einen ausreichenden Schutz zu gewährleisten.
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Das für den Himmel verwendete Material
ist zugfest und verkleinert in stark gespanntem Zustand nicht das
Raumvolumen. Durch Einsatz von optisch ansprechenden Materialien
wird eine angenehme Atmosphäre
geschaffen. Durch die Aufhängung
des Himmels in stark gespanntem Zustand fällt das Material der Seitenwände glatt
nach unten, so dass keine Falten die Durchsicht beeinträchtigen.
Diese Aufhängung
kann ebenfalls in Mansarden problemlos installiert werden.
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Soll die Zimmerdecke von Löchern für Befestigungsmittel
verschont werden, wird das Insektenschutznetz vorzugsweise an zwei
Spannseilen befestigt, welche von einer Wand zur anderen gespannt werden.
Bei dieser Variante werden die Spannseile mit Stopperelementen versehen,
welche die Klemmhaken in der gewünschten
Position halten.
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Durch die mit Bändern eingefassten Seitenteile,
welche sich mindestens einmal überlappen
wird sichergestellt, dass man durch seitliches wegschieben leicht
in den Aufenthaltsraum gelangen kann. Die Überlappung der beiden Seitenteile
sorgt dafür,
dass in geschlossenem Zustand kein Insekt eindringen kann. Die Bandeinfassung
der Seitenteile kennzeichnet deutlich den, beziehungsweise die Ausstiege.
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Bänder,
welche an der Verbindung von Seitenteilen und Himmel angebracht
werden sorgen dafür,
dass der Aufenthaltsraum auch längerfristig
leicht zu begehen ist. Die Seitenteile werden einfach hochgebunden.
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Die Erfindung soll nachstehend an
einem Ausführungsbeispiel
näher erläutert werden.
In der zugehörigen
Zeichnung zeigt:
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1:
eine Gesamtdarstellung des Insektenschutznetzes
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Ein Insektenschutznetz zum Umschließen eines
Bettes oder dergleichen besteht aus folgenden Bestandteilen, nämlich aus
zwei oder mehreren textilen licht- und luftdurchlässige Seitenteilen 1 mit
hinreichend geringer Maschenweite, so dass keine Insekten in den
umschlossenen Raum eindringen können.
Ferner sind an den Schmalseiten zwei Stirnseiten 7 angeordnet.
Dabei reichen sowohl die Längsseiten 1,
als auch die Stirnseiten 7 von einem straft gespannten
Himmel 2 bis zum Boden. Die Fläche des Himmels 2 ist
dabei mindestens so groß,
wie die Fläche
des zu schützenden
Raumes. Der Himmel 2 wird aus zugfestem textilen Material
gebildet. Der Himmel 2 ist an seinen Außenrändern mit den Seitenteilen 1 sowie
den Stirnseiten 7 mindesetens an seinen vier Eckpunkten
fest miteinander durch eine zugfeste Verbindung 3 verbunden.
Der Himmel 2 wird mittels Klemmhaken oder vergleichbarem
Befestigungsmaterial in gespanntem Zustand an der Zimmerdecke direkt,
oder alternativ an zwei Spannseilen befestigt, welche von Wand zu
Wand gespannt sind. Die Seitenteile 1 überlappen sich mindestens einmal vorzugsweise
in ihrer Mitte durch eine Überlappung 4,
wodurch ein Zugang zum Innenraum, des durch das Insektenschutznetz
zu schützenden
Raumes, geschaffen wird. Der Zugang zum Innenraum ist durch eine
Bandeinfassung 5 der Seitenteile 1 deutlich sichtbar
gemacht. Gleichzeitig wird durch den hinreichend großen Überlappungsbereich
der Überlappung 4 ein
Eindringen der Insekten an dieser Stelle verhindert. Als Art der
Verbindung der Seitenteile 1 mit dem Himmel 2 sind
Bänder 6 angeordnet.
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- 1
- – Seitenteil
- 2
- – Himmel
- 3
- – zugfeste
Verbindung
- 4
- – Überlappung
- 5
- – Bandeinfassung
- 6
- – Bänder
- 7
- – Stirnseiten