DE1692878B2 - Verfahren zum auskristallisieren von alkali als karbonat aus der bei der zellstoffablaugen-aufarbeitung anfallenden schmelzloesung - Google Patents
Verfahren zum auskristallisieren von alkali als karbonat aus der bei der zellstoffablaugen-aufarbeitung anfallenden schmelzloesungInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Kristallisieren von Alkali aus einer Lösung, die man aus einer
beim Abbrennen von Zelluloserückständen entstehenden Flüssigkeit, »Grünlauge« genannt, erhält, zu Monohydratkristallen
eines sulfid- und thiosulfatfreien Alkalikarbonates und ein Ausfällen von Schwefel als Schwefelwasserstoff,
sowie auch deren Anwendung zur Herstellung einer neuen Reaktionsflüssigkeit.
Man kennt viele Verfahren, mit denen man anstrebt, Alkali und Schwefel der »Grünlauge« so zu verändern,
daß man sie bei der Herstellung einer neuen Reaktionsflüssigkeit einsetzen kann. Vielen dieser Verfahren
ist gemeinsam, daß die »Grünlauge« in zwei und mehr Stufen mit Kohlendioxyd und/oder mit kohlendioxydhaltigen
Gasen behandelt wird, um den Schwefel als Schwefelwasserstoff freizusetzen und das Alkali
in Bikarbonat umzuwandeln.
Abgesehen von Verfahren, die in der Praxis kaum durchführbar sind, da sie Absorptionstürme von wirtschaftlich
untragbarer Höhe erfordern würden (schwedische Patentschrift 151066, deutsche Patentschrift
235), wird der Stand der Technik am ehesten in technischer und wirtschaftlicher Hinsicht durch das sogenannte
Sivola-Verfahren (finnische Patentschrift
478) dargestellt, das man bei verschiedenen Zelluloseherstellungsverfahren
auf Natriumbasis anwenden kann. In diesem Verfahren karbonisiert man geklärte »Grünlauge« erst mit kohlendioxydhaltigem Gas und
dann in der zweiten Stufe mit Kohlendioxyd vor. Der
Sulfidgehalt der zu behandelnden Lösung nach dem Karbonisieren hängt von der Menge des verwendeten
Kohlendioxyds ab. Abhängig von dem Verwendungszweck und anderen Bedingungen kann man unter
ίο anderem wie folgt verfahren:
1. Die Karbonisierung wird so gesteuert, daß nur ein Teil, z. B. 2J3, des Schwefelanteils beim Karbonisieren
selbst als Schwefelwasserstoff abgeht, wobei die beim Karbonisieren abgetrennte Flüssigkeit
hauptsächlich Alkalibikarbonate sowohl
in Lösung als auch in Form von Kristallbrei und auch die unaufgelösten Alkalisulfide -nthält. Wenn
dieses Gemisch in einen Dekomposer geleitet wird, in dem es so erhitzt wird, daß ein Teil des
Wassers verdampft, reagieren Alkalibikarbonat und Alkalibisulfid miteinander, wobei Alkalikarbonat
und Schwefelwasserstoff, der zusammen mit Wasserdampf entweicht, entstehen. Ein Tea
des überschüssigen Bikarbonates zerfällt in Karbonat und Kohlendioxyd. Schließlich bekommt
man eine sehr wenig Sulfid enthaltende Alkalikarbonatlösung, die mau gut zur Herstellung
von z. B. NSSC-Reaktionsfiüssigkeiti.-Chemikaiien einsetzen kann.
2. Die Karbonisierung wird so gesteuert, daß beinahe das gesamte Sulfid in Schwefelwasserstoff umgewandelt
wird, wobei die beim Karbonisieren abgetrennte Flüssigkeit hauptsächlich Alkalibikarbonat
sowohl in Lösung als auch in Form von Kristallbrei enthält. Das kristalline Aikalibikarbonat
trennt man durch Filtern und Waschen von der Mutterlösung. So be'.cmmt man ein völlig
sulfid- und thiosulfatfreies Alkali, das zur Herstellung von z. ß. Zellulose nach dem Sulfitverfahren
ausreicht. Die Mutterlösung kann man durch den Dekomposer in den Auflöser zurückgeben
oder dann einem anderen Verwendungszweck zuführen, z. B. der Sodaphase beim Mehrstufenkochverfahren.
Die größte Schwäche des Sivola-Verfahrens sind seine hohen Investierungskosten infolge seiner Vielphasigkeit.
Vor allem die Karbonisierung mit Kohlendioxyd erhöht die Investitionskosten sehr. Wegen des
Kohlendioxyds müssen ein Gasometer und Kompressoren angeschafft werden. Als Karbonisierungsapparat
verwendet man einen Turm vom Typ Solvay, der sehr teuer ist. Die notwendige Kohlendioxyderzeugung setzt
Wärmeenergie voraus, was dazu führt, daß auch die Unterhaltungskosten steigen.
Das im schwedischen Patent 25 317 beschriebene Verfahren entspricht im Prinzip dem Sivola-Verfahren,
nur mit dem Ünterscliied, daß die beiden vorstehend
angeführten Alternativen des Sivola-Verfahrens hier hintereinander durchgeführt werden, und daß die
Zerlegung anstatt bei Atmosphärendruck unter reduziertem Druck erfolgt. Die Nachteiligkeit des Sivola-Verfahrens
liegt hier noch gesteigert vor.
Bei allen vorgenannten Verfahren erfolgt die Herstellung des Bikarbonates und des Alkalibisulfids durch Karbonisieren mit Kohlendioxyd oder einem COg-haltigen Gas. Ein Abschalten des Sulfids in ausreichendem Grad setzt einen sehr hohen Bikarbonateehalt voraus.
Bei allen vorgenannten Verfahren erfolgt die Herstellung des Bikarbonates und des Alkalibisulfids durch Karbonisieren mit Kohlendioxyd oder einem COg-haltigen Gas. Ein Abschalten des Sulfids in ausreichendem Grad setzt einen sehr hohen Bikarbonateehalt voraus.
der sich nur sehr schwierig erreichen läßt, wie sich auch 1. Die Zahl der Behandlungsphasen ist gering:
aus der recht komplizierten Anlage, die teilweise zur , dje Alkalikarbonatkristalle sind frei von Thio-
Durchfuhrung der Karbonisierung in den Vorver- sulfalen und Sulfiden:
onentlichunaen beschrieben ist, eraibt.
Gerade der hohe Schwierigkeftsarad der Karbo- 5 3. das Verfahren ist brauchbar für alle Kochlaugen
nisierung. der einer breiteren Anwendung der voree- auf Alkalibasis, auch für Sulfatkochlaugen, die
nannten Verfahren bislang im Wege stand, wird beim einen Polysulfidzusatz enthalten:
Anmeldungsgegenstand durch die grundsätzlich andere 4. der AVärmehaushalt ist trotz der durchzuführen-
Art der Zufuhr des Bikarbonates beseitigt. Soweit beim den Kristallisationsverdampfung günstig;
anme'Jiingseemäßen Verfahren die »Grünlauee« kar- 10 . , . ,
bonisiert wird, geschieht dies nur insoweit, als dies mit 5' die Durchführung des Verfahrens ,st leicht zu
einfachen Vorrichtungen leicht durchzuführen ist. warten,
Dies ist gleichbedeutend damit, daß etwa 10 bis 20% 6. alle notwendigen Apparaturen sind einfach und
des Schwefels, bezogen auf die Gesamtschwefelmenge, billig;
in Form von Schwefelwasserstoff abgehen. ~ .5 7 es wird weni Platz gebraucht.
Das schwedische Patent 87 018 zeigt ein Verfahren,
bei dem die »Grünlauge« nicht karbonisiert wird, son- Bei einem Verfahren zum Kristallisieren von Alkali
dem bei dem die gesamte benötigte Bikarbor.atmenge aus einer Lösung, die man aus einer beim Vervon
außen zugeführt wird. Das vorgeschlagene Ver- brennen von Zellstoffablaugen entstehenden Flüssigfahren,
bei dem sowohl die Schmelze als auch das Bi- 20 keit erhält, zu Monohydratkristallen eines sulfid- und
karbonat beim Mischen in festem Zustand vorliegen, thiosulfatfreien Alkalik^rbonates besteht die erfinist wegen des äußerst unbequemen Arbeuens mit fester dungsgemäße Lösung darin, daß die erwärmte Schmelz
Schmelze in der Praxis auf unüberwindliche Schwierig- lösung zusammen mit Alkalibikarbonat so entgast
keiten gestoßen. Dieses Verfahren ist daher unbrauch- wird, daß alle Sulfide in Form von Schwefelwasserbar. Beim Anmeldungsgegenstand sind diese Schwierig- 25 stoff zusammen mit Wasserdampf entweichen, wobei
keiten beseitigt, da die Schmelze zu gewöhnlicher der größte Alkalibikarbonatzusatz entweder vor oder
»Grünlauge« verarbeitet wird, der dann das Bikarbonat während des Entgasens zugeführt wird. Dabei kann
zugesetzt wird. dann kristallisches Alkalikarbonat in Form von Mono-
anderem Tappi 43 [1960], S. 702) vom Karbonisieren 30 Die Erfindung wird nachfolgend näher beschrieben,
her an S i ν ο 1 a, und die größten begrenzenden Fak- wobei auf die Zeichnung hingewiesen wird, in der das
toren im Hinblick auf seine Anwendung sind ebenso erfindungsgemäße Verfahren schematisch illustriert ist.
dung des »Mead«-Verfahrens (Tappi 43 [1960], S. 699) Abgase über den Weg 4 entweichen und die erhaltene
ist auf die Wiedergewinnung der Kochchemikalien bei 35 Lösung wird in eine Auflösevorrichtung geleitet, in der
dem NSSC-Verfahren begrenzt, und außerdem sind die erforderliche Menge Wasser zugesetzt wird,
schwierige Korrosionsvorgänge beobachtet worden. Die geklärte Grünlauge, die H2O, Na2CO3, Na2S,
33 882 und 33 829) unterscheidet sich bis zu einem ge- nisierung 3. Die Vorkarbonisierung führt man mit
wissen Grad von den vorher beschriebenen. Dort wird 40 dem Abgas 4 durch, wobei die folgenden Reaktionen
das Karbonisieren der »Grünlauge« unter Druck ablaufen:
durchgeführt, wobei eine Alkalikarbonat und Alkalibi- . ^x. „„ nn-^Tw ui _u μ m
sulfid enthaltende Lösung entsteht. Wenn man diese l ilNa2b + CÜ2 + «2^— 2NaMb + Ma2CU3
bei Unterdruck erhitzt, reagieren Bikarbonat und Bi- ^ '
sdfid unter Bildung von Karbonat und Schwefel- 45 II NaHS -f CO2 + H2O ^= NaHCO2 + H2S
wasserstoff, der mit dem Wasserdampf entweicht. (pH < 10) Durch mehrfache Wiederholung des Druckkarboni-
sierens und der damit verbundenen Zersetzung kann 1^ ^2S + Na2S = 2NaHS (pH
> 10) man praktisch alles in der »Grünlauge« enthaltene Alkalisulfid in Alkalikarbonat und Schwefelwasserstoff 50 Hierbei steuert man anfänglich die Reaktionsbeu.nwandeln. Das Verfahren hat keine praktische An- dingungen so, daß die Absorption des Kohlendioxydes
wendung gefunden, was auf die beim Bau der Appara- möglichst vollständig erfolgt, wobei die Reaktion I
türen auftretenden Schwierigkeiten und seinen hohen ganz von links nach rechts erfolgt. Gleichzeitig wird
Wärmeverbrauch zurückzuführen ist. stellenweise auch Schwefelwasserstoff nach Reaktion II
Bei allen oben beschriebenen Verfahren macht sich 55 frei. Zum Schluß wäscht man noch das schwefelwasserstörend bemerkbar, daß man das Alkalikarbonat nicht stoffhaltige Gas mit nicht reagierender Sulfidlösung,
rein bekommt, sondern daß es immer Thiosulfate und wobei die Reaktion III abläuft und ein großer Teil
Sulfide enthält, die beim Reagieren mit Sulfit bei der des Sciiwefelwasserstoffes erneut zu Bisulfid absorbiert
zuletzt beschriebenen Sulfitisierung den störenden wird,
Thiosulfatgehalt noch erhöhen. Die einzige Ausnahme 60 Die Regelung der Reaktions-Bedingungen erfolgt
bilden die infolge verschiedener Waschphasen der vornehmlich durch Abstimmen der Einsatzmengen der
Alkalibikarbonatkristalle entstehenden reinen Alkali- Lösung und des kohtendioxydhaltigen Gases im rich-
bikarbonatkristalle, wie im Zusammenhang mit dem tigen Verhältnis zueinander und durch Kontrolle des
Sivola-Vei fahren vorher unter Beispiel 2 beschrieben pH-Wertes. Bei Bedarf kann man eine auf ständigen
worden ist. 65 pH-Wert-Messungen basierende Regelung einsetzen.
Durch das erfindungsgemäße Verfahren kann man In der Praxis hat sich trotzdem herausgestellt, daß man
im Vergleich zu den vorstehend beschriebenen, be- den Ablauf der Reaktionen völlig zufriedenstellend,
kannten Verfahren folgende Vorteile erzielen: z. B. auf Grund der einmal pro Tag durchgeführten pH-
si ä B fs η d
Wert-Messung, steuern kann. Auch die Temperatur muß in für das Verfahren geeigneten Grenzen von z. B.
25 bis 4O0C gehalten werden.
Aus der Karbonisiervorrichtung entweichen die Gase durch die Leitung 5 und die vorkarbonisierte
Lösung, die H2O, Na2CO3, NaHS, NaHCO3, Na2SO4
und Na2S2O3 enthält, leitet man in die Verdampfungsapparatur 6, wo man H1O und H2S im Unterdruck aus
der z. B. im Wärmeaustauscher vorgewärmten Lösung herauszieht und sie durch die I eitnngR zur Schwefelwasserstoffnachbchandlung
entweichen läßt. Um das in dieser Phase durch die Leitung 7abgeleitete Natriumkarbonat
in Form von Monohydrat zu erhalten, muß die Entgasungstemperatur unter 950C gehalten werden.
Ein Teil des durch die Leitung 7 geführten Natriumkarbonates wird in Kristallform in die Karbonisierungsanlage
9 geleitet, wo es zu konzentrierter Sndalösung, die mit dem Abgas 4 karbonisiert wird, gelöst
wird. Die entstehenden Natriumbikarbonatkristalle " werden in der Verdampfungsphase 6 zugeführt.
Der Entzug des Sulfids aus der Lösung in Form von Schwefelwasserstoff läuft nach folgender Reaktion ab:
IV NaHCO3 + NaHS ^ Na2CO3 f H2S
Die in der Vorkarbonisierungsphase 3 entstandene as
Natriumbikarbonatmenge reicht nicht zum Entzug der gesamten Sulfidmenge.
Aus diesem Grunde leitet man in bekannter Weise das in der Karbonisierungsanlage 9 erhaltene Na-bikarbonat
als solches in die Vcrdampfungsphasc 6 oder 3=
vorher ein, um alles Sulfid in Form von Schwefelwasserstoff entweichen zu lassen.
Danach benutzt man den nahezu lOOprozentigen Schwefelwasserstoff und das von Thiosulfaten und
Sulfiden freie Na-bikarbonat als solches zur Herstellung einer Reaktionsflüssigkeit od. dgl.
Während der Verdampfungsphase 6 entnimmt man fortwährend oder mit Unterbrechungen einen Teil
der Lösung, die man in den Sodakessel zurückleitct, um die sich während der Verdampfungsphase ansammelnde
Thiosulfatmenge niedrig zu halten.
ζ '
^ B ei s ρ i e
Der Versuch wird mit Apparaturen in der Größenordnung
einer Versuchsanlage durchgeführt, in der mar nach den Reaktionen I und II vorkarbonisierte »Grünlauge«
mit einem pH-Wert von etwa 10 verwendet.
Die vorkarbonisierte GrUnlauge leitet man kontinuierlich in den Verdampfer ein, so daß der Flüssigkeitsspiegel
im Verdampfer immer auf gleicher Höhe hleiht Gleichzeitig wird krktallUrher Natrium-Karbonatschlamm
mit Hilfe eines genau eingestellten, regelbaren Schraubenförderers in den Verdampfer eingebracht,
so daß er mengenmäßig genau dem in dei Grünlauge verbliebenen Schwefelwasserstoff entspricht
Als Summenreaktion entsteht Schwefelwasserstoff ir Anlehnung an die Reaktion IV.
Die Temperatur im Verdampfer beträgt 950C, und e;
herrscht ein Unterdruck von —0,45 atü, den man mil Hilfe einer Vakuumpumpe der Verdampfungsanlagt
erreicht. Während der Versuchszeit ist die aktive Na2O-Konzentration der Mutterlösung 208 g/l und ihi
Wasserstoffsulfidgehalt 1,05 mol/1. Die in den Ver
dämpfer mit 1 l/min eingesetzte Grünlauge enthält ar Alkalibisulfid 1,43 mol/i. Die entsprechende Bikarbo
natmenge wird so geregelt, daß die Sulfidität der Mut·
ierlösung konstant bleibt. Aus der Anlage entweichi etwa 80prozentiger H2S; weil das Gas aber keir
Kohlendioxyd enthält, kann man die H2S-Konzen
tration durch gute Abdichtung der Apparatur aul
Am Boden des Verdampfers wird eine der in dei Grünlauge und dem Bikarbonat zugeführten Na2O
Menge entsprechende Menge kristallisches Natrium karbonat in Form von Monohydrat abgeführt. Ir
die Grünlauge wird 154,6 g Na4O/min und in das Bi
katbonat 44,5 g Na2O/min Karbonate als Na2O züge
führt. Zusammen werden also 199,1 g/min Karbonate als Na2O gezählt, abgegeben. Wie schon erwähnt
bleibt das aktive Na2O der Mutterlösung konstant nämlich 208 g Na2O/I. Im abgeführten Karbonat is
kein Bikarbonat enthalten.
si b d. h ü ff si
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (6)
1. Verfahren zum Kristallisieren von Alkali aus einer Lösung, die man aus einer beim Verbrennen
von Zeüuloserückständen entstehenden Flüssigkeit erhält, zu Monohydratkristallen eines sulfid- und
thiosulfatfreien Alkalikarbonats, dadurch gekennzeichnet,
daß die erwärmte Schmelzlösung zusammen mit Alkalibikarbonat so entgast wird, daß alle Sulfide in Fern von Schwefelwasserstoff
zusammen mit Wasserdampf entweichen, wobei der nötige Alkalibikarbonatzusatz entweder vor oder während des Entgasens zugeführt
wird.
2. Verfahren gemäß Patentanspruch 1, gekennzeichnet dadurch, daß die Schmelzlösung vor ihrer
Entgasung vorkarbonisiert wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, gekennzeichnet uudurch, daß ein Teil des während der
Entgasungspr ase anfallenden Karbonates mit Kohlenstoffdioxyd und/oder kohlenstoffdioxydhaltigern
Gas in Alkalibikarbonat umgewandelt wird, das danach in die Entgasungsphase eingeleitet wiiii.
4. Verfahren nach Anspruch 3, gekennzeichnet dadurch, daß Alkalikarbonat während der Karbonisierungsphase
in Form von Monohydratkristallen zugesetzt wird.
5. Verfahren nach Anspruch 3 oder 4. gekennzeichnet dadurch, daß von einer zu karbonisierenden
Lösung ausgegangen wird, die eine Konzentration aufweist, bei der unter Zugabe von Alkalikarbonatkristallen
und/oder bei'n Karbonisieren das Alkalibikarbonat kristallisiert.
6. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet dadurch, daß ein Teil
der sich in der Entgasungsphase befindlichen Lösung kontinuierlich oder mit Unterbrechung abgeführt
wird, um die Thiosulfatmenge n'edrig zu halten.
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