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DE1964746A1 - Verfahren zur Reinigung Fluorwasserstoffsaeure enthaltender Industrieabgase - Google Patents

Verfahren zur Reinigung Fluorwasserstoffsaeure enthaltender Industrieabgase

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DE1964746A1
DE1964746A1 DE19691964746 DE1964746A DE1964746A1 DE 1964746 A1 DE1964746 A1 DE 1964746A1 DE 19691964746 DE19691964746 DE 19691964746 DE 1964746 A DE1964746 A DE 1964746A DE 1964746 A1 DE1964746 A1 DE 1964746A1
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DE
Germany
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hydrofluoric acid
zone
washing zone
aqueous
washing
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DE19691964746
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DE1964746B2 (de
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Hans Predikant
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UOP GmbH
Original Assignee
UOP KAVAG GES fur LUFTREINHAL
UOP-KAVAG GESELLSCHAFT fur LUFTREINHALTUNG MBH
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Publication date
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    • B01PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
    • B01DSEPARATION
    • B01D47/00Separating dispersed particles from gases, air or vapours by liquid as separating agent
    • B01D47/06Spray cleaning

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Treating Waste Gases (AREA)
  • Gas Separation By Absorption (AREA)

Description

Die Erfindung betrifft ein kontinuierliche Verfahren zur Reinigung von Induatrieabgaaen mit einem Gehalt an Fluor und/oder Fluorwaaaeratoffsäure. Derartige Abgase entatehen beiapielaweiae bei der achmelzelektrolytiachen Aluminiumherateilung aus Aluminiumoxyd, gewöhnlich aua Bauxit, wobei ala Flußmittel Kryolith (Na^AlFg) Verwendung findet. Derartige Abgase aua der Aluminiumindustrie enthalten aufler Fluorverbindungen, wie Fluorwaaserstoffaäure und elementarem Fluor, gewöhnlich Staub und Schwefeldioxyd.
009826/1937
Aua äei1 deutschen Patentschrift 1 107 946 ist bereits ein Verfahren aum Seinigen von Grasen aua öfen für die schmelEslektrolytische Aluminiumerzeugung bekannt» bei dem die Sase mit alkalihaltigem Waschwasser von einem pH-Wert unter 7, vorzugsweise unter 5$ gewaschen werden. Bei diesem Verfahren, bei dem daa Waachwaassr gegebenenfalls teilweise im Kreislauf geführt wirdf entstehen saure fluoride, die zu Kryolith aufgearbeitet werden»
Aus der USA-Patentschrift 2 813 0Ö0 ist ein ähnliches Verfahren bekannt, bei dem ebenfalls in einem einzigen Waschwasserkreislauf die Abgase mit einer Waschflüssigkeit im sauren Bereich von pH 1,0 bis etwa 5,5 gewaechen werdenf worauf dann daa Waschwasser mit Alkali neutralisiert und das ausgefällte und abgetrennte liatriumfluorid zu Kryolith aufgearbeitet wird» Beide Verfahren besitzen jedoch den laohteil, daß der Reinigungseffekt bezüglich der Fluorwasserstoffsäure für viele Fälle nicht ausreicht und bei dem letztgenannten Verfahren beispielsweise nur zu einer Fluorwaeserstoffvenainderung auf 15 bis 30 mg je Nnr des gereinigten Saves führt. Außerdem fallen bei diesem bekannten Verfahren in der Neutralisationsstufe Abwässer an, die in vielen Industrien lanerwünscht sind.
Zur Erzielung erhöhter Reinheiten der behandelten Abgas· wurde außerdem ein kontinuierliches Verfahren vorge-
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schlagen, bei dem nlt ζπβΐ Wasehflüssigkeitiikyeialäuieii nacheinander gearbeitet wird« Bei diesem YerfaSirem wäeoht nan in der ersten Wasohzone mit wässrig@r Fluß- ■äure und führt dieie io lange im Kreislauf zur ersten
Wasohsone zurück, bis tie Fluorwasserstoffkonsemtr&tion
wenigstens etwa 3 Gew. HJ* beträgt. Xn der zweiten Waseh sone wird dann mit verdünnter Natronlauge gewaschen und die Waschflüssigkeit so lange im Kreislauf zur «weiten Wasohtene zurückgeführt, dass eine Konzentrierung des in der zweiten Waschflüssigkeit enthaltenen Hatrium fluorids erfolgt, dessin Konzentration aber noch unter- f halb des Xiösliohkeitspro&uktes liegt. Anschließend werden
Ale Auslaufe beider Wasohsoaen in einer Reutralisatiöns-
sene Miteinander vereinigt« das dabei auefallende Hatrium fluorid «,bgetren&t. ?.ad tie I^T-isiisslP.uge aus der Heutrat- llsation in dea Ertiil,„.--..- :. ^ vxß-bm. wasöaaems smrüokge ftihrt.
Ton der Vatj*onlau£e in der zweiten Wasohisne werden wesentlioh· Mengen flohwefeldioxyd absorbiert, das bei tor Aufarbeitung i6i ÄatrliiÄfluoride ku Kryolith entfernt werden auf« Di«s 1st In nanohen ftllen ein laeh-UH, wenn nlmliök If?t au rtinigönden Abgase wesentliche sttmeta mn 8ohw«f«lil«x^i Enthalten und fticht erforderlich ist» »«eh fiae itkwtf«ldi«^& mus den Abgasen zu entfernen.
Aufgabe der Erfindung war es daher, dl« Saehteile der
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BAD ORIGINAL
oben beschriebenen bekannten Verfahren zu beseitigen und das vorgeschlagene Verfahren für spezielle Anwendungabedingungen zu verbessern. Insbesondere sollen nach dem Verfahren der Erfindung Abgase bis auf einen Fluorwasserstoffgehalt von höchstens 1 mg/Nm gereinigt werden können, und es soll dabei Natriumfluorid anfallen, das möglichst wenig Schwefeldioxid oder Natriumsulfit enthält. Außerdem soll das Verfahren dazu führen, dai keine oder nur möglichst wenig Abwässer aus dem Vtr- * fehrenegang abgezogen werden müssen. Biese und ander» Vorteile erreicht man durch das Verfahren nach der Erfindung.
Dieses erfindungsgemäfie kontinuierliche Verfahren zur Reinigung von Industrieabgasen mit einem Gehalt an fluor unö/oäer Fluorwasserstoffsäure unter Waschen der Abgase in einer ersten Waiohzone mit im Kreislauf geführter wMeeriger FluSeäure und ±n einer zweiten Waeohzone mit einer im Kreislauf geführten wäsirigta Lösung, Überführung wässriger FluSsäur* aus der ersten W&sohzone in eins Neetralieationszone, Neutralisation der I1IuI-säure mit Natronlauge oder Natriumcarbonat, Abtrenung des dabei gebildeten Natriumfluorids und Rückführung der Mutterlauge als Waschflüssigkeit ist daduroh gekennEeiohne't, «laß man die wässrige FluSaäur« der ersten Waeehzone durch Kreislaufführuag auf einen Fluorwasserstoff gehalt Ysm 1,0 bis 2,9 0ew-5i anreichert, die wässrige
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LEIaung der zweiten fasöhsoa© imroli £r«ielauf£ükruag und kontinuierliche Waeserasugafe© auf eia©» 'iö&Q-Xt toe. 0,01 bis 0,5 $ew..-$ f^ai@3? FlmQrwftaaaratoffaau^e ©instellt, kontinuierlich einen $eil äer im Kreislauf durch die zweite Wasohzon® geführten wässriges Lösung in die ia Kreislauf durch ti® eafst® Waaehsaa© -gsfüharfee wäaariga FImSsSure ©isf'ufert 9 lmutlWil^lieh. oi®i? dia-= kontinuierlich, einen Seil &®τ im Sr-aislamf äurofe. die erst® Waschzone geführt©^ wäasrigaa flaSsEiai1® im di© Neutraliaationszone Üb erfüllet und ¥/eaigat©Ms siasa Bail dar Mutterlauge zu der im Ireislamf äms?©!, iia iw©ite Wasclizone gefiltertem wässrigen Wemig surüakfütet 0
Um kein oder mögliehst uoaig Äfewaseer sia @sli wirä in der ersten W&soiiEoa.© du.s'eh eats^ laufführung? "bei d®i* der Auslauf des? ersten in die Wasohsone zurückgeführt wiyd^ &üg stoff konzentration erhöht» Erfinduagagemäi seil jadooh die FluorwaBserstoffkonzdHtraitiosi. is da^ @rst®a Stuf® 2,9 Sew.-^ nicht übersteigen, da etw» ab 3 §®wo-=^ isr Bampfdruok dta Pluorwaeaerai*"©ff©s QQ g
stoff
zu viel Fluorwasse^in di® aweit®
um die erwüniohte Bndreinhsit d@r l¥gaee Die zweite Waschzone muß sich &naohli9J3®&; um diese erwünschte Endreinheit der Abgas« von
und/oder fluor Fluorwasserstoff säure/je Noriaftlkufeikmtte^ sm bekommen, und um den Dampfdruck der !Xu©rw&s&ersteifttmsO ia
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n Waschzone ausreichend niedrig su halten, wird dia ^laor^eaeeratöffkotieenliratien i& dieser Waschzone erfin-dimgflgsiiEäß auf O5Ot feie; 0,5 §ew.-$ freier Fluorwas a era t off säure» eingestellt* Diese Eonzentrationseine^ellung erfolgt duroh Kr»iilaufführung des Auslaufe der? swell;e?i W&s&Iizoha=- siurück au dieser W&schsson® und
&b« sa äi
g führt man in dem. Kreislauf der Waschflüssigkeit chii'efc- die zweite Wasciisone Natronlauge oder Katriuucarfecmsi z'&s lan eine Pufferwirkung zu arssielen, dooh iarf ia, dieaem fall ?;."ir so vial Alkali zugesetzt werde^s daS -1:15 is. li&M.auf duriih dia zweite Waschzone geführte Wasehflüseigkeit einen sauran pH-Wert behält. Wurde dar pH-Wert der- Waschflüssigkeit der zweiten Waechzone Ins Alkalische versolioben, so würde, wie oben erwähßt, EHYial Schwefeldioxyd absorbiert werden, was beim vorliegenden Tsrf&hren unerwünscht ist«
Bi 3 obere Konzentrat ions grenze von 2,9 Grew-# Fluorwasserstoffsäure in der Waschflüssigkeit der ersten Waschzone ergibt sich auch aus dar Tatsache, daß bei überschreiten ditser Obergrenze im Waschflüseigkeitskreialauf der Kielten Wasehsone zu riel Hatriumfluorid auefällt und die Söfah!· ©ines ?erstcpfens von Ventilen und Rohrlei- t-uM-mii fees1;el5,t3 da di# «sa der erst ob Wasehzone in die-
Waseäzon© gelangende Pluorwasseratoff menge su groß 009826/1937
wftr«.
Di· nach der bevorzugten Ausftihrungsform dee vorliegenden Verfahrene der Waschflüssigkeit in der swaiten. Wassiizone zugeführt· natronlauge ioder wäsarigs Hatrittmearb©nat- " lösung braucht nicht direkt in de» Kreislauf eUarsfe öle zweite Waschzone eingeführt zu warden» aomdera statt dessen kann »weckmäßigerweis· <ier Hemtralieationssone ©ia stöehi- OKetrischer AlkaliüberiohuS Im, f sr?i von Hatrojülaiag^ oier Hatriumcarbonat zugesttzt werden, 30- daB dams, aasli Als- -
trennung des in der Neu-fes&liaationazone aiiagefälitea Natriumfluorids die zum Waschflüssigkeitskreisls&f d die zweite Waachzone su^tiekgeführte Mutterlauge alkalisch.
ist «und als AlkaliqueI3.« für ii© sweit® Waschsoa© äient.
Vom Auslauf der zweitem Ifesehssos-s wird ■kT ein, Teil in die durofe die srets W&echzone im Ere geführte Waschflüssigkeit überführt. Sa abei^ die asu reinigenden Industrieabgase Im Regelfall auf erhöhter temperatur, wie beispielsweise auf einer Temperatur wsa 900G, sind, wird ein feil des durch di© ere te Wt.sehsone im Kreislauf geführten Wasohwassers adiabatiach verdampftp und ein nioht unwesentlicher Anteil hiervon verlässt die zweite Wasohzone zusammen mit dem gereinigten Abgas» Daher ist der durch die zweite Wa@s&zöj&® im Kreislauf geführten Waschflüssigkeit genügend Frieciiwaeeer kontinuierlich zuzusetzen, um das durch aSiabatiaoiie Terci&mpfmng aus dem Kreislauf der ersten Wasehzone entfernte Waeßer zu ersetzen.
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BAD Ö^GÜ
Ba eich jedoch die Friaohwassereufuhr zu der im Kreislauf durch die zweite Waschzone. geführten Waschflüssigkeit in erster Linie nach der dort erwünschten Konstntration freier Fluorwasserstoffsäure riohten muß, ist es iweokmäßig, zusätzlich auch der durch die erste Wasohzone im Kreislauf geführten Wasohflüssigkeit Frischwasser kontinuierlich zuzusetzen. Durch entsprechende Regelung der Frischwasserzufuhr, der aus dem Kreislauf durch die zweite Wasohzone in den Kreislauf durch die erste Was eh- -zone überführten Wasohflüssigkeitemenge und der aus dem Kreislauf durch die erste Wasohsone in die Neutralisationezone überführten Waschflüssigkeit einenge gelingt es auf einfache Weise, die erforderlichen Pluorwasserstoffkenz ent rat ionen in beiden Waschflüssigkeit skr ei« lauf en konstant zu halten. Wenn die Zusammensetzung der tu reinigenden Abgase wechselt, lässt sich dies mit Hilfe verstellbarer Ventile in den ?risohwasserzuJ!hrleitungen und den genannten Überführungeleitungen rom zweiten ium ersten Was ohflüssigke it skre is lauf und vom ersten Waschflüssigkeitskreislauf zur Keutralisationszone regulieren. Zweckmäßig ist es, auch die überführung τοη Waschflüssigkeit aus dem ersten Waschflüesigkeitskreislauf in die Neutralisations ζ one kontinuierlich zu gestalten.
Durch den kontinuierlichen Betrieb des vorliegenden Verfahrens stellt sich in den Ausläufen der beiden Waschzonen nach einer Anlaufzeit eine bestimmte Schwefeldioxydkonzentration ein, wobei die Hauptmenge des in der zweiten Waechzone in physikalisch^ fctj&ung, gebrachten Schwefeldioxyde in
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BAD CRIS
der eraten Waaohzone durch die stärkere Azidität der dort verwendeten Waschflüssigkeit wieder ausgetrieben wird. . Die zur Neutralisationszone gelangende Waschflüssigkeit enthält daher nur geringe Mengen Schwefelverbindungen^ aus denen bei der Neutralisation Natriumsulfat entsteht, während der Hauptteil des Sohwefeldioxyds wunschgemäß zusammen mit den von Fluorwasserstoffsäure gereinigten Abgasen aus der zweiten Waachzon® entweicht.
In der Neutraliaationazone wird bei Zugabe von Natron- ^
lauge oder Natriumcarbonat das Lösliohkeitsprodukt dea dabei gebildeten Natriumfluorids in jedem Pail überschritten, ao daß die Abtrennung von der Mutterlauge in einfacher Weise durch Zentrifugieren oder Filtrieren oder auf andere bekannte Weise erfolgen kann, worauf dann die bei der Abtrennung gewonnene Mutterlaug© ganz oder teilweise ssu der durch die zweite Waschzone geführten Waschflüssigkeit zurückgeführt werden kann. Auf dieae Weise ist es möglich» bei dem vorliegenden Verfahren so zu arbeiten, daß überhaupt keine Abwässer anfallen. (
Durch die Zeiohung, die in sohematischer Weise ein Fließbild dea Verfahrens nach der Erfindung zeigt, wird die Erfindung weiter erläutert. Der Übersichtlichkeit halber wurden die beiden Waschzonen in der Zeichnung hintereinander angeordnet, dooh ist es in gleicher Weias möglich, beide Waaohzonen in einer gemeinsamen Auflenhüll® überein-
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BAD ORIGINAL
ander
In dem dargestellten FlieSfeild aind zwsi hintereinander geaohaltete Gaawäaeher mit 1 und 2 bezeichnet. Jeder dieser Saswäacher enthält für Gaa und Flüssigkeit durehläaaige lochböden 3, zwiachen denen sich eins Wirbelschicht von kugeligen Füllkörpern 4 «befindet. Oberhalb der Lochböden 3 sind Zerstäuberdüsen 5 und oberhalb dieser Zeratäuberdüsen Tropfenabscheider 6 vorgesehen.
Über einen Ventilator 7 gelangen die zu reinigenden Abgase, beiapielaweiae mit einer Temperatur von 900C, über Leitung 8 in den unteren !Teil des Gaswäschers t und strömen im Gegenstroia zu der Waachflüaaigkeit durch die Lochböden 3, die Püllkarper-Wirbelachichten 4 und den Tropfenabscheider 6 und verlasBen den Gaswäscher 1 am oberen Ende. Im Gaswäscher 1 erfolgt eine adiabatlache Abkühlung der zu reinigenden Abgase, wobei ein Teil des Wassere der Waschflüssigkeit verdampft und mit den vorgereinigten Abgasen am oberen Ende aus dem Gaswäscher 1 austritt.
Über Leitung 9 gelangen die so vorgereinigten Abgase zum unteren Ende des Gaswäschers 2 und wiederum im Gegenstrom
. zur Wssohflüsafekeit dursn die LochbSden 3» di· Püllkörper- ! Wirbelschicht en 4 miä den fropfenabsclieider 6 und verlassen den G-sswäeelier 2 diireh leitung 10, von wo sie an .die AtmoapMre Abgegeben oder einer nicht gezeigten Nachreiiiigungseinrichtung zur Entfernung von SchwefeMicxyd suge-
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BAD OR.GiNM
führt werden.
über Leitung 11 und Ventil 12 gelangt Frischwasser in den Auffangbehälter 13 des Gaswäschers 1, und über Leitung H und Pumpe 15 wird die Waschflüssigkeit aus dem Auffangbehälter 13 zu den Zerstäuberdüsen des Gaswäsohers 1 zurückgeführt und über diese Teile und Leitung 16 konstant reoyqlieiert. Ebenso wird die Waschflüssigkeit in dem Auffangbehälter 17 des Gaswäschers 2 über Leitung 18 und Pumpe 19 zu den Zerstäuberdüsen g
des da· was ehe rs 2 gtfükrt und über diesen und über Leitung 20 konstant recyolisiert» Über Leitung 21 und Ventil 22 wird auch dem Auffangbehälter 17 kontinuierlich Frischwasser zugeführt, und ■»•beff Issitiiag 23 mit Ventil 24 wird ktatiauitrlioh ein Stil &®r Waeakfi-Soiji.skeit im Auffangbehälter 17 des CtaiwäHGhere 2 eu dem Auffangbehälter 13 des Gaswäschers 1 überführt.
Von dem Auffangbehälter 13 wird vorzugsweise kontinuierlich über Leitung 25 und Ventil 26 ein Seil der Waschflüssigkeit ( xu dea Heutraliaationebehälter 27 geleitet und dort mit AlkalilÖBung, beispielsweise Natronlauge oder wässriger XatriuMoarbenatlösung, aus Leitung 28 versetzt. Dabei bildet «ich aus der flttögmeserstoffsäure in der Waschflüssigkeit Natriumfluo^id In eimer Konzentration, dafi das LöslionkeitspredvCrt überschritten wird und das Natriumfluorid ausfällt. Über Leitung 29 und Ventil 30 wird das Heutralisationsgemiieh einer Zentrifuge oder anderen Ab-
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trenneinrichtung 31 zugeführt, wo das feste Natriumfluorid im Gemisch mit Staub und wenig Natriumsulfat ale Feststoff 32 ausgetragen und ,einer Anlage 33 zur Kryolith Aufarbeitung zugeführt wird. Die Mutterlauge aus der Zentrifuge 31 wird über leitung 34 dem Auffangbehälter 17 des Gaswäschers 2 zugeführt.
Vorzugsweise wird über Leitung 28 dem Neutralieationebehälter 27 Alkalilösung in stöohiometrischem Übersohuß zugeführt, so daß die durch Leitung 34 zu dem Auffangbehälter 17 gelangende Mutterlauge noch Alkali enthält. Zusätzlich oder, wenn im Neutralisationsbehälter 27 nur stöchiometrische Mengen Alkali zugesetzt werden, kann über Leitung 35 Natronlauge oder Natriumcarbonatlösung in den Auffangbehälter 17 gegeben werden.
Durch entsprechende Einstellung der Ventile 12, 22, 24 und 26 sowie der Zirkulationsgesohwindigkeit durch die Pumpen 15 und 19 erreicht man, daß die Fluorwasserstoffkonzentration in den Waschflüssigkeiten der Gaswäscher 1 und 2 auf einen Wert eingestellt wird, der innerhalb der beanspruchten Bereiche liegt. Vorzugsweise liegt die Fluorwasserstoffkonzentration in der im Kreislauf durch den Gaswäscher 1 geführten Waschflüssigkeit im Bereich von 1,3 bis 1,5 Gew.-# und in der im Kreislauf durch den Gaswäscher 2 geführten Waschflüssigkeit im Bereich von 0,05 bis 0,2 Gew.-#.
Das folgende Ausführungsbeispiel dient der weiteren Er-
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BAD ORIGIWA
läuterung der Erfindung.
^BEISPIEL·
Durch die oben beschriebene Apparatur wurde ein zu reinigendes Abgas aus der Schmelzelektrolysegewinnung von Aluminium in einer Menge 200 000 Nm /h geleitet. Dieses Abgas besaß eine Temperatur von 900C, einen Staubgehalt von 140 mg/Nm , einen SOg-Gehalt von 83 mg/Nur und einen Gehalt an Fluor und Fluorwasserstoff, berechnet als Fluor, von 60 mg/Nm .
Nach Durohströmen des Gaswäschers 1 betrug die Temperatur des Abgases etwa 300O, der Staubgehalt 70,0 mg/Nm , der SOp-Gehalt 74,0 mg/Nm' und der Fluorgehalt 16,4 mg/Nm . Nach Durohströmen des Gaswäschers 2 war der Fluorgehalt auf weniger als 1 mg/Nm vermindert»
Über Leitung 21 gelangten je Stunde 1560 1 Frischwasser in den Auffangbehälter 17 mit einem Volumen von 50 m . Diese 50 m Waschflüssigkeit enthielten nach einer Anlaufzeit 50 kg Fluorwasserstoffsäure, 105 kg Natriumfluorid, 90 kg Staub und 119 kg Schwefeldioxyd. Über Leitung 2j5 gelangten stündlich 1560 1 Überlauf aus dem Auffangbehälter 17 in den Auffangbehälter 13, der ebenfalls 50 m5 Waschflüssigkeit enthielt. Diese 50 m Waschflüssigkeit enthielten 650 kg Fluorwasserstoffsäure, 1180 kg Natriumfluorid, 130 kg Natriumsulfat, 780 kg Staub und 153 kg SO9. Aus Leitung IX,vjurden außerdem in den Auffang-
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ORIGINAL INSPECTED
behälter 13 stündlich 5440 1 Friachwasaer eingeführt.
Aua dem Auffangbehälter 13 wurden atühdlioh 513 1 Waachflüaaigkeit und über Leitung 28 eine wäaarige Löaung von 15|2 kg Ätznatron in den Neutraliaationabehälter 27 eingeführt. Das Neutraliaationagemisch ergab in der Stunde 24 kg Natriumfluorid, 4,8 kg Natriumsulfat und 8,0 kg Staub. In der Zentrifuge 31 wurden djLe Peatatoffe dea Neutraliaationagemiaohea von der Mutterlauge abgetrennt und diese über Leitung 34 zu dem Auffangbehälter 17 zurückgeführt .
Bei dieaer Veraucheanordnung wurde daa behandelte Abgas auf einen Fluorwasaeratoffgehalt von weniger ala 1 mg je Normalkubikmeter gereinigt, und es entstanden keine Abwäaaer, die aua dem Verfahren entfernt werden mussten.
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Claims (6)

  1. PATENTANSPRÜCHE
    1,, Kontinuierliches Verfahren zur Reinigung von Industrieabgasen mit einem Gehalt an Fluor und/oder Fluorwasserstoffsäure unter Waschen der Abgase in einer ersten Waschzone mit im Kreislauf geführter wässriger Flußsäure und in einer zweiten Waschzone mit einer im Kreislauf geführten wässrigen Lösung, Überführung wässriger Fluflsäure aus der
    ersten Waschzone in eine Neutralisationszone, Neu- Λ
    tralisation der Flußsäure mit Natronlauge oder Natriumcarbonat, Abtrennung des dabei gebildeten Natriumfluorids und Rückführung der Mutterlauge als Waschflüssigkeit, dadurch gekennzeichnet, daß man die wässrige Flußeäure der ersten Waschzone (1) durch Kreislaufführung auf einen Fluorwasserstoffgehalt von 1,0 bis 2,9 Gew.-$ anreichert, die wässrige Lösung der zweiten Waschzone (2) durch Kreislaufführung und kontinuierliche Wasserzugabe
    auf einen Gehalt von 0,01 bis 0,5 Gew.-# freier ä
    Fluorwasserstoffsäure einstellt, kontinuierlich einen Teil der im Kreislauf durch die zweite Waschzone geführten wässrigen Lösung in die im Kreislauf durch die erste Waschzone geführte wässrige Flußsäure einführt, kontinuierlich oder diskontinuierlich einen Teil der im Kreislauf durch die erste Waschzone geführten wässrigen Flußsäure in die Neutralisationszone
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    (27) überführt und wenigatene einen Teil der Mutterlauge zu der im Kreislauf durch die zweite Waschzone geführten wässrigen Lösung zurückführt.
  2. 2. Kontinuierliches Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man die wäitrige Flußsäure der ersten Waschzone auf einen Fluorwasserstoffgehalt von 1,3 bis 1,5 Gew.-^ anreichert und die wässrige Lösung der zweiten Waschzone auf einen Sehalt von 0,05 bis 0,2 Gew.-^ freier Fluorwasserstoffsäure einstellt.
  3. 3. Kontinuierliches Verfahren nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß man der im Kreislauf durch die zweite Waschzone geführten wässrigen Lösung Natronlauge oder Natriumcarbonat in einer Menge zusetzt, dass ein saurer pH-Wert aufrechterhalten bleibt.
  4. 4. Kontinuierliches Verfahren nach Anspruch 3» dadurch gekennzeichnet, daß man die Natronlauge oder das Natriumcarbonat als Überschuß der Neutralisationszone zusetzt und mit der Mutterlauge der im Kreislauf durch die zweite Waschzone geführten wässrigen Lösung zuführt.
  5. 5. Kontinuierliches Verfahren nach Anspruch 1 bis 4» dadurch gekennzeichnet, daß man auch der im Kreis-
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    BAD ORIGINAL
    lauf durch die erste Waschzone geführten wässrigen Flußsäur· kontinuierlich Wasser zusetzt.
  6. 6. Kontinuierliches Verfahren nach Anspruch 1 bis 5» daduroh gekennzeichnet, daß man den Teil der
    wässrigen Flußiäure aus der ersten Waschzone kontinuierlich in die Neutralisationszone überführt.
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    Leerseite
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