DE1643526A1 - Verfahren zum Faerben von Polyacrylnitril mit basischen Farbstoffen - Google Patents
Verfahren zum Faerben von Polyacrylnitril mit basischen FarbstoffenInfo
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Description
Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist ein Verfahren zum Färben von aus Polyacrylnitrilfasern oder -fäden bestehenden,
oder solche Fasern oder Fäden enthaltenden Materialien mit basischen Farbstoffen, welches dadurch gekennzeichnet ist, dass
man die Färbung in Gegenwart einer wasserlöslichen quaternären Ammoniumverbindung ausführt, welche
a) mehrere, z.B. 2 bis 7 basische Stickstoffatome, wovon mindestens
2 als quaternäre Ammoniumgruppen vorliegen,
b) mindestens 2 an Stickstoffatome gebundene Aralkylreste aus
der Phenylalkyl- und/oder Naphthylakylreihe,
c) mindestens 2 an Stickstoffatome gebundene Alkylreste mit 1 bis 6 Kohlenstoffatomen und
Unterlagen (/.». /.^1/ ·... .... ι .«.* -. .* Si,.;,runßeflee.v.4.9.i3P7·
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d) mindestens einen zwei basische Stickstoffatome miteinander verbundenen aliphatischen Rest enthält, der aus einer
Alkylengruppe mit 2 bis 8 nicht durch Heteroatome unterbrochenen Kohlenstoffatomen, oder aus einer Mehrzahl von
durch die Heteroatome S oder 0 voneinander getrennten Alkylengruppen mit je 2 bis 8 Kohlenstoffatomen besteht* '
Vorzugsweise besitzen die verwendeten quaternären Ammoniumverbindungen
ein Molekulargewicht zwischen 464 und etwa 40-000.
Die verfahrensgemäss anzuwendeten Verbindungen besitzen gute
Affinität zum Fasermaterial und beeinflussen das Aufziehen der basischen Farbstoffe in günstiger Weise. Im Gegensatz zu bekannten
Mitteln erzeugen sie in wässerigen Lösungen keinen störenden Schaum. In Färbebädern bewirken sie ein verlangsamtes
Aufziehen der basischen Farbstoffe auf das Fasermateriäl und sind bei erfindungsgemasser Verwendeng zur Regulierung der Aufziehgeschwindigkeit
basischer Farbstoffe beim Färben von Polyaerylnitrilfasern
oder -fäden vorzüglich geeignet. Man arbeitet unter den bezüglich Flottenverhältnis, Färbst off menge und Färbetemperatur
bei der Polyacrylnitrilfärberei mit basischen
Farbstoffen üblichen Färbebedingungen. Das Färben kann bei ansteigender Temperatur, bei 1000C oder unter statischem Druck,
beispielsweise bei 100-1200C erfolgen.
Neben den erf indungsgemäss zu verwendeten quaternären Ammoniumverbindungen
können die beim Färben mit basischen Farbstoffen
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~r~
üblichen Badzusätze zugegen sein, beispielsweise Salze wie
Natriumsulfat, -Chlorid oder -acetat oder Säuren wie Essigsäure, oder auch Pufferlösungen.
Die zu verwendenden quaternären Ammoniumverbindungen können in
Form reiner Verbindungen oder als technische Gemische angewandt werden. Ebenfalls können sie für sieh allein oder in
Kombination mit geeigneten oberflächenaktiven Verbindungen, wie beispielsweise den oberflächenaktiven Anlagerungsprodukten von
Aethylenoxid an Fettamine, Fettalkohole, oder Alkylphenole angewendet
werden. Die Menge der zu verwendeten quaternären Ammoniumverbindungen hat sich nach den jeweils vorliegenden färberischen
Verhältnissen zu richten, zum Beispiel nach der Art und Menge der basischen Farbstoffe und nach dem Charakter und
dem Verarbeitungszustand des zu färbenden Fasermaterials. Sie beträgt beispielsweise 0,02-2 % des Warengewichtes und kann dem
Färbebad vor oder im Laufe des Färbens zugegeben werden. Es ist auch möglich, das Fasermaterial mit den quaternären Verbindun- Λ
gen vorzubehandeln. Das zu färbende Fasermaterial kann in beliebiger Form, z.B. als lose Fasern, als Garn oder als Gewebe
vorliegen. Seiner Zusammensetzung nach kann es aus reinem Polyacrylnitril oder aus Mischpolymerisaten bestehen, die einen
erheblichen Anteil an Polyacrylnitril aufweisen, z.B. aus Mischpolymerisaten von Acrylnitril mit Vinylalkohol, Vinylacetat,
Acryl- und Metacrylsäureestern, Acrylsäureamiden oder Vinylchlorid. Ferner kann es aus einer einzigen Faserart oder aus
Mischungen von solchen zusammengesetzt sein.
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Als erfindungsgemäss geeignete basische Farbstoffe kommen beispielsweise
die Farbstoffe der Di- und Triarylmethanreihe, der Azin-, Oxazin-, Thiazin- und Thiazolreihe, Xanthenfarbstoffe,
Acridinfarbstoffe, Chinolinfarbstoffe, Chinophthalonfarbstoffe,
Cyanin-, Methin-, Azomethin- und Polymethinfarbstoffe, basische Azo- und basische Anthrachinonfarbstoffe, Nitro- und Naphthochinoniminfarbstoffe
sowie Farbstoffe mit cyclischer Imonium- oder externer Oniumgruppe in Frage.
Die verfahrenscemäss zu verwendenden quaternären Ammoniumverbindungen
können dadurch erhalten werden, dass man 1 Mol eines Di- oder Polyamins beispielsweise der allgemeinen Formel
'η
-<H>m (I)
-(H)1.
worin H ein austauschbares Wasserstoffatom, R einen gegebenenfalls substituierten aliphatischen
Rest mit 1 bis 6 Kohlenszoffatomen,
Y einen aliphatischen Rest, der aus einer Alkylengruppe mit 2 bis 8 Kohlenstoffatomen oder aus einer Mehrzahl
von durch die Heteroatome 0 oder S voneinander getrennten Alkylengruppen mit 2 bis 8 Kohlenstoffatomen
besteht,
in 0 oder eine ganze Zahl»
ή eine ganze Zahl vom Mindestwert 1 und r eine ganze Zahl vom Mindestwerfc 3 bedeuten,
ή eine ganze Zahl vom Mindestwert 1 und r eine ganze Zahl vom Mindestwerfc 3 bedeuten,
209812/1649
' BAD ORIGINAL
wobei m + r = η + 3 sein muss, mit mindestens 2 Mol eines Aralkylierungsmittels
der Naphthylalkyl- und/oder der Phenylalkylreihe umsetzt, und die so erhaltenen N-aralkylierten Polyamine
in Form der freien Amine nach bekannten Methoden mit Peralkylierungsmitteln, die zur Einführung eines niederen Alkylrestes
geeignet sind, quaterniert. Als Amine der angegebenen Formel (I) kommen beispielsweise in Frage : · l
1. Alkylendiamine wie Aethylendiamin, Propylendiamin, Hexylendiamin,
Diaminooctan, N-Monomethylhexylendiamin, Di-(aminopropyl)-sulfidj
2.' Dialkyl en tr !amine, wie Diäthylentriamin, Dipropylentriamin,
Bis-(aminopropy1)-methylamin, Dihexylentriaminj
3. Höhere Polyalkylenpolyamine wie Triäthylentetramin, Tetraäthylenpentamin,
Pentaäthylenhexamin und Hexaäthylenheptamin und Polyamide, die durch Reduktion der Anlagerungsprodukte
von Acrylnitril an Amine erhalten werden können, wie z.B. Tetra-(aminopropyl)-pentaäthylenhexamin. Ebenfalls kommen
Substitutionsprodukte- dieser Amine in Frage wie beispielsweise ein-Tetraäthylenpentamin, in welchem ein bewegliches
Wasserstoffatom durch den Methyl, Aethyl, ß-Cyanäthyl-,
Hydroxyäthyl- oder Mercaptoäthylrest ersetzt istj
4. Amine, die durch Anlagerung von Acrylnitril an Polyole und andere Stoffe mit aktiven Wasserstoffatomen und nachfolgende
Reduktion der Nitrilgruppen gewonnen werden können^ wie 1,
2, 5-Tri-(aminopropoxy) -propan.
203812/1S49
Geeignete Aralkylierungsmittel der Naphthylalkyl- und der Phenylalkylreihe
sind beispielsweise 1-(Chlormethyl)-naphthalin, 2-(Chlormethyl)-naphthalin, 1- oder 2-(2'-Bromäthyl)-naphthalin,
2-, 3- oder 4-Methylbenzylchlorid, 2-, 3- oder 4-Aethylbenzylbromid,
2-, 3- oder 4-Isopropylbenzylchlorid, ß-Chlor-
und ß-Bromäthylbenzol, Styroloxid, 2-, j5- oder 4-Phenoxybenzylchlorid,
Phenoxyäthylchlorid und insbesondere Benzylchiorid.
Als Peralkylierungsmittel sind beispielsweise Alkylhalogenide und Alkylsulfate, die Alkylreste mit 1 bis 6 Kohlenstoffatomen
aufweisen, geeignet, beispielsweise n-Hexyljodid, n-Butylbromid,
Methylbromid, Aethyljodid, Diäthylsulfat und insbesondere Dimethylsulfat .
Die erfindungsgemäss anzuwendenden Ammoniumverbindungen sind bei
Zimmertemperatur Flüssigkeiten hoher Viskosität oder zähe klebrige Pasten oder feste kristalline Stoffe. Sie sind in Alkohol-Wasser-Gemischen,
wie z.B. Isopropanol-Wasser-Gemisch, oder in Wasser unter den beim Färben mit basischen Farbstoffen üblichen
Bedingungen, löslich.
Im folgenden werden einige quaternäre Ammoniumverbindungen aufgeführt,
welche sich für das erfindungsgemässe Färbeverfahren besonders gut eignen und nach den folgenden Vorschriften hergestellt
werden können. In diesen Vorschriften sowie in den Beispielen bedeuten die Teile Gewichtsteile, die Prozente Gewichtsprozente
und die Temperaturen sind in Celsiusgraden angegeben.
20S812/1648
, >BAD ORIGINAL
HERSTELLUNGS-VORSCHRIFTEN
Zu einer auf 80° erwärmten Lösung von ?4 Teilen (1 Mol)
Trimethylendiamin in 125 Teilen Wasser v/erden unter Rühren
50β Teile (4 Mol) Benzylehlorid zugetropft. Die Innentemperatur des Reaktionsgemisches soll dabei nicht über 1000C
ansteigen.
Nach dem Zutropfen rührt man noch 90 Minuten bei 90-95° und
versetzt dann mit 533 Teilen einer 30 #-igen Natriumhydroxidlösung
(4 Mol NaOH).
Das wasserunlösliche Ainin scheidet sich ab und wird abgetrennt.
Durch Umkristallisation aus Aethanol erhält man es in kristalliner
Form mit einem Schmelzpunkt von 40-4l° (nicht korrigiert).
434 Teile (1 Mol) des so erhaltenen Amins werden in 525 Teilen
Benzol gelöst und auf Siedetemperatur des Benzols erhitzt. Unter Rühren werden 252 Teile (2 Mol) Dimethylsulfat zugegeben
und 4-5 Stunden bei Rückflusstemperatur des Benzols gehalten.
Die entstehende quaternäre Verbindung ist in Benzol unlöslich und scheidet sich als zähe Flüssigkeit ab. Das Überstehende
Benzol wird abdekantiert, das Reaktionsprodukt vom festgehaltenen Benzol durch Vakuumdestillation (ca, 20 Torr, und
7Ο-8Ο0) befreit. Es entsteht eine braune, sehr zähe Masse.
209812/1649
BAD ORIGINAL
Das entstandene Produkt (Ammoniumverbindung Nr. 1) ist in
Wasser-Isopropanol (1:1) löslich. Es besitzt ein vorzügliches
Rückhaltevermögen für basische Farbstoffe beim Färben von Polyacrylnitrilfasern.
Ersetzt man das Trimethylendiamin durch die entsprechende Menge Octamethylendiamin gelöst in 250 Teilen Wasser und arbeitet in
gleicher Weise, so erhält man ein nach Umkristallisation aus Aethanol bei 79-80° (unko'rrigiert) schmelzendes Amin, welches
nach der Quaternierung eine braune zähe Masse ergibt (Ammoniumverbindung
Nr. 2). Diese besitzt die gleichen Eigenschaften wie die Ammoniumverbindung Nr. 1.
B-. 103 Teile (1 Mol) Diäthylentriamin werden in 25O Teilen Wasser
gelöst und auf 80-90° erhitzt. Zu dieser Lösung werden 569 Teile (4,5 Mol) Benzylchlorid zugetropft. Die Temperatur des '
Reaktionsgemisches soll 100° nicht überschreiten. Nachdem man 90 Minuten bei 90-100° gerührt hat, versetzt man mit 6OO Teilen
einer j50#igen Natriumhydroxidlösung (4,5 Mol NaOH) und rührt
noch weitere I5 Minuten.
Das in Wasser unlösliche Reaktionsprodukt wird abgetrennt und im Vakuum von ca. I5 Torr, bei 100° getrocknet.
Das Reaktionsprodukt ist eine braune zähe Flüssigkeit.
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• *'. ■■··'■ ■
508 Teile (1 Mol) des so erhaltenen Amins werden auf 6O-650
erwärmt. Unter Rühren werden 290 Teile Dimethylsulfat in etwa
50-40 Minuten zugetropft. Die Temperatur steigt beim Zutropfen
an und soll 100° nicht überschreiten. Etwa 15 Minuten nach dem Zutropfen wird das Reaktionsprodukt pastig -dick. Es
werden 66 Teile Isopropanol zugegeben und 2 Stunden bei 85-900 gerührt. Danach v/erden weitere 66 Teile «Isopropanol
eingerührt und unter Rühren auf .Zimmertemperatur abgekühlt.
Das quaternierte Produkt (Ammoniumverbindung Nr. 3) wird in
Isopropanol -V/asser gelöst, es besitzt gute Retardiereigenschaften. Die Quaternierung mit Dimethylsulfat kann auch in
einem inerten Lösungsmittel wie Benzol, in einer Menge von etwa 500 bis 1000 Teilen je Mol des zu quaternisierenden Amins,
ausgeführt werden. ■ ■ -
C« Zu 45 Teilen (etwa 0,1^5 Mol) eines technischen Amingemisches,
bestehend aus 75 # Bis-(hexamethylen)-triamin H2N-(CH2)^-NH-.
(CHg)6-NH2 und höheren Homologen H3N- £ (CH2)6-Nh7
H
sowie aus Aminen niedrigeren Molekulargewichts, Nitrilen und Lactamen, werden 110 Teile (0,87 Mol) Benzylchlorid mit einer
solchen Geschwindigkeit zugetropft, dass die Temperatur 120-120° nicht übersteigt. Nach Zugabe des Benzylchlorids werden
100 Teile Wasser zugegeben und das Ganze eine Stunde unter Rückfluss gekocht.
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Danach werden II5 Teile einer ;50#igen Natriumhydroxidlösung
zugetropft. Das in Wasser unlösliche benzylierte Amin scheidet sich aus und wird als flüssige Phase abgetrennt.
Zu 100 Teilen des benzylierten Amins gibt man 60 Teile Dimethylsulfat
zu und rührt das Ganze 1 Stunde bei 80-90°. Man erhält eine viskose braune Masse (Ammoniumverbindung Nr. A),
die in Wasser : Isopropanol (1:1) löslich ist und ein vorzügliches Rückhaltevermögen für basische Farbstoffe beim Färben
von Polyacrylnitrilfasern besitzt.
Zu 95 D. Teilen einer 22,5#igen wässrigen Lösung von PoIyäthylenimin
mit dem Mol.-Gewicht von 30.000-40.000 werden bei
90° 70 Teile Benzylchlorid zugetropft. Die Reaktion ist exotherm.
Die Innentemperatur soll zwischen 100-110° liegen. Nach beendigter Zugabe des Benzylchlorids wird 1 1/2 Stunden bei 95-100°
nachgerührt. Anschliessend destilliert man das überschüssige Benzylchlorid mit Wasser bei leichtem Vakuum (ca. 100 mm
Hg Säule) ab. Sobald das Produkt viskos wird, muss Wasser nachgegeben werden.
Insgesamt werden 20 Teile Benzylchlorid zurückgewonnen, so dass der Verbrauch an Benzylchlorid 50 Teile beträgt.
Nach Entfernung des Benzylchlorids werden 60 Teile einer 30#igen
wässrigen Natriumhydroxidlösung zugetropft. Das in Wasser unlösliche, benzylierte Polyamin scheidet sich ab und wird als flüssige Phase abgetrennt.
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iil
Die untere wässrige Schicht wird verworfen, die obere Schicht wird im Vakuum bei IO50 und I5 mm Hg Säure getrocknet. Der getrocknete
Rückstand ist hellbraun und sehr viskos, ko Teile
des benzylierten Polyamins werden in 25O Teilen Dioxan aufgenommen.
Bei 80° werden 50 Teile Dimethylsulfat so langsam zugetropft
dass die Innentemperatur IO50 nicht übersteigt. Das Reaktionsprodukt wird hochviskos, bleibt aber noch rührbar.
Nach 60 Minuten Nachrühren wird vom Dioxan abdekantiert und das quaternäre Produkt (Ammoniumverbindung 12) in Wasser-Isopropanol
1:1 gelöst.
Die folgende Tabelle enthält weitere erfindungsgemäss zu
verwendende Ammoniumverbindungen.
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Nummer der Ausgangs-Ammonium- polyamin verbindung Name
Benzyl- Schmelzpunkt · Dimethyl- Quaternierung
Mol chlorid des benzylier- sulfat Lösungsmittel
In Mol ten Amins in Mol Name Teile
Ausführung nach
NJ O CO OO
tr* CO
| 5 | Aethylen diamin |
1 | 4 | 92-93°C |
| 6 | Tetramethy- lendiamin |
1 | 4 | 131* -135° C |
| 7 | Hexamethy lendiamin |
1 | 4 | 93-94°c |
| 8 | Dipropylen- trlamin |
1 | 5 | ·» w» «· |
| 9 | Tetraäthy- lenpentamln |
1 | 7 | |
| 10 | Pentaäthy- lenhexamin |
1 | 8 | |
| 11 | Gemisch aus 2,2,4- und 2,4,4-Trime- thy!hexame thylendiamin |
1 | 2 |
| 2 | Benzol | 525 | Vorschrift | A, |
| 2 | Benzol | 525 | Vorschirft | A. |
| 2 | Benzol | 525 | Vorschrift | A. |
| ,5 | Benzol | 800 | Vorschrift | B. |
| 4 | «1» N* *m PI» | ™ | Vorschrift | B. |
| 3 | . Vorschrift | B. | ||
| 2 | Benzol | 700 | Vorschrift | B, |
CO CJl NJ
Baispiell · ■
ICO Teile Polyaerylnitrilgarn in Strangforns (Type: More Dyeable
Orion 42, der Firma Du Pont) werden in 5000 Teilen einer Färbeflotte gefärbt, die 0,7 Teile des Farbstoffes
der Formel
Cl
CE~O-S0, 3 .5
3 Teile Natriumacetat, ' . . ..
2 Teile 40 £-ige Essigsäure und -
0,6 Teile der Ammoniumverbindung Nr. 1 enthält.
Man geht mit dem Fasermaterial bei 40° in die Flotte ein, heizt im Laufe von 45 Minuten auf 95-93° und färbt während
60 Minuten bei dieser Temperatur. Der Hilfsmittelzusatz wirkt
sich verlangsamend und egalisierend auf das Aufziehen des Farbstoffes aus, scdass man eine sehr egale, licht- und nassechte
rotbraune Färbung erhält, während ohne Zusatz der Ammoniumverbindung Nr. 1 der Farbstoff sehr rasch aufzieht
und die Färbung unegal ausfällt.
Die 0,6 Teile der Ammcniumverbindung Nr. 1 können ohne Nachteil
durch 0,79 Teile der Ammoniumverbindungen Nr. 5 oder 11, durch
0,59 Teile der Ammoniumverbindungen Nr. 2," 6, 7, 8 oder 9,
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durch 0,46 Teile der Ammoniumverbindung Nr. 3 oder durch 0,33
Teile der Ammoniumverbindung Nr. 10 oder durch 0,4 Teile der Ammoniumverbindung Nr. 12 ersetzt werden.
Verwendet man die Ammoniumverbindungen Nr. 1 bis 11 beim Färben mit dem Farbstoff Basic Red. 26 (CI. Supplement 1963, Seite
162), so erhält man ebenfalls egale, licht- und nassechte violettstichig rote Färbungen.
Beispiel 2
Man arbeitet nach den Angaben des Beispiels 1 unter Zusatz der Ammoniumverbindung Nr. 3 und verwendet die in der folgenden
Tabelle verzeichneten Farbstoffe an Stelle von Farbstoff-
T a b e 1 1 e 2
CI. Nummer Menge des Menge der Ammo-
Name des Farbstoffes des Färb- Farbstoffes niumverbindung
stoffes in Teilen Nr. 3 _ . Teile
| Safranin B | CI. | 50 | 240 | 0,7 | 0,2 |
| Brillantacridinorange | CI. | 46 | 070 | 0,7 | 0,2 |
| Methylviolett 5 B 0 | CI. | 42 | 555 | 0,5 | 0,15 |
| Auramin 0 | CI. | 41 | 000 | 0,7 | 0,4. |
| Rhodamin B | CI. | *5 | 170 | 0,7 | 0,4 |
| Genacrylblau 6 G | CI. | 42 | 025 | 0,5 | 0,4 |
| Basic Red.26 | — | 0,7 | 0,8 | ||
| Farbstoff- | — | 0,7 | 0,6 | ||
| Farbstoff- | mm mm | 0,7 | 0,6 |
2 09812/1649
JB
Die Farbstoffe (B) und (Ü) entsprechen der Formeln
CH
CH, ^NHp
/"Λ /W Ν -
n = Ν-( Vn(^
\-V C2H5
η ν—r— ς Ι *
ΤΓ
blau (B)
Cl Cl
^C2H4-~N ((CH^)2 Cf
gelb
Cl Cl
Die erhaltenen Färbungen besitzen eine sehr gute Egalität.
100 Teile Polyacrylnitril-Garne verschiedener Provenienzen
(Tabelle 3) werden in 5OOO Teilen einer Färbeflotte gefärbt,
die 3 Teile Natriumacetat, 2 Teile 40#ige Essigsäure, 0,16
bis 1,0 Teile einer in der nachfolgenden Tabelle erwähnten Ammoniumverbindung sowie 0,7 Teile des Farbstoffes(K) enthält.
209812/1649
JC
| Polyacrylnitrilmaterial | Hersteller | • | Ammoniumverbindung | Menge |
| Name | Crylor SA (F) | No. . | in Teilen | |
| Soc.ACSA Appl.chim. (It.) | .0,16 | |||
| Crylor 20 | Bayer Leverkusen (D) | -'.·: 0,40 | ||
| Icacryl 16 | Courtauld Ltd. (GB) · | 0,30 | ||
| Dralon HB | Chemstrand Comp. (USA) | :.·· o,4o | ||
| Courtelle | Soc.ANIC (It.) | ■ 5 '· | .0,30 | |
| Acrylan | Soc.ANIC (It.) | . . ι, ο | ||
| Euroacryl | Soc.ANIC (It.) | ■■".' 2 | 0,79 | |
| Euroacryl | Japan Exlan Ind. | " . \ 5 ' . | 9,79 | |
| ■Euroacryl | Co. Ltd. (Japan) | : : ίο | • 0,48 | |
| Exlan | '·;". ·'" "5 ' | 0,48 | ||
| Exlan | 10 |
Man geht mit dem Fasermaterial bei 40° in die Flotte ein, heizt im Laufe von 45 Minuten auf 95-98° und färbt während 60 Minuten
bei dieser Temperatur.
Der Hilfsmittelzusatz wirkt sich verlangsamend und egalisierend
auf das Ausziehen des Farbstoffes aus. Man erhält egale licht-
und nassechte Färbungen. · . ..
und nassechte Färbungen. · . ..
2098T2/16A9
B e i s ρ i e 1 4 . . ' ' ' .
100 Teile Polyacrylnitril-Garne in Strangform (More Dyeable
Orion 42) werden in 5000 Teilen einer Färbeflotte gefärbt, die
t I
0,7 Teile des Farbstoffs (T^),
3 Teile Natriumacetat, . . .; ·
2 Teile 40 #-ige Essigsäure, ,
0,395 Teile der Ammoniumverbindung Nr. 3 und
0,395 Teile eines Anlagerungsproduktes von 35 Mol
Aethylenoxid an 1 Mol Ricinusöl enthält. .
Man geht mit dem Fasermaterial bei 40° in die Flotte ein,
heizt im Laufe von 45 Minuten auf 95-98° und färbt während
SO Minuten bei dieser Temperatur. Der Hilfsmittelzusatz wirkt
sich verlangsamend und egalisierend auf das Ausziehen des Farbstoffes aus, so dass man eine egale licht- und nassechte
Färbung erhält. ' ,· .
Setzt man den Farbstoff Basic Red. 26 anstelle des Farbstoffes
(S) ein, so erhält man ebenfalls eine egale, licht- und nassechte Färbung.
··■'".-·
209812/1849
BAD ORIGINAL
B e i s ρ i e 1 5
100 Teile Polyacrylnitril-Garn in Strangform (Type More
Dyable Orion 42 der Firma Du Pont) werden in 5000 Teilen einer Färbeflotte gefärbt, die
Dyable Orion 42 der Firma Du Pont) werden in 5000 Teilen einer Färbeflotte gefärbt, die
0,7 Teile des Farbstoffs (K) , ■ .
J> Teile Natriumacetat,
2 Teile 40 #-ige Essigsäure und
0,5 Teile der Ammoniumverbindung Nr. 4 enthält.
Man arbeitet in der im Beispiel 4 beschriebenen Weise und
erhält eine egale rotbraune licht- und nassechte Färbung.
An Stelle vom Farbstoff ζ5) können z.B. folgende Farbstoffe
verwendet werden: . .
Genacrylblau 6 Ό (CI. 42025), 0,7$ des Farbstoffs (S) oder
Basic Red. 26.
Basic Red. 26.
209812/1649
Claims (1)
- Patentansprüche 'l.Verfahren zum Färben von aus Polyacrylnitrilfasern oder -fäden bestehenden oder solche Fasern oder Fäden enthaltenden Materialien mit basischen Farbstoffen, dadurch gekennzeichnet, dass man die Färbung in Gegenwart einer wasserlöslichen quaternären Ammoniumverbindung ausführt, welche ■ (Ja) mehrere basische Stickstoffatome, wovon mindestens 2 als quaternäre Ammoniumgruppen vorliegen,b) mindestens 2 an Stickstoffatome gebundene Aralkylreste aus der Phenylalkyl- und/oder Naphtylalkylreihe,c) mindestens 2 an Stickstoffatome gebundene Alkylreste mit 1 bis 6 Kohlenstoffatomen undd) mindestens einen, zwei basische Stickstoffatome miteinander verbindenden aliphatischen Rest, der aus einer Alkylen- gruppe mit 2 bis 8 nicht durch Heteroatome unterbrochenen Kohlenstoffatomen, oder aus einer Mehrzahl von durch die Heteroatome S oder 0 voneinander getrennten Alkylengruppen mit Je 2 bis 8 Kohlenstoffatomen besteht, enthält.Unterlass? ^- ■ *; ^ :-*x-209812/1649ORlGIHAL INSPECTED2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die verwendete Ammoniumverbindung 2 bis 7 basische Stickstoffatome enthält.5. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man ein Gemisch aus mehreren wasserlöslichen, quaternären Ammoniumverbindungen verwendet.4. Wasserlösliche, quaternäre Ammoniumverbindung der allgemeinen Formelworin X ein Alkylrest mit 1-6 Kohlenstoffatomen bedeutet und Z ein beliebiges Anion bedeutet, dessen Wertigkeit der Ladung des Kations entspricht.5. Wasserlösliche, quaternäre Ammoniumverbindung der allgemeinen Formel-CH.C6H5-CH2/t 1 CHpCHpN-CHpCH0-worin X und Z die oben genannte Bedeutung besitzen und A H oder Benzyl bedeuten.209812/164
Applications Claiming Priority (1)
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|---|---|---|---|
| CH1862966A CH484319A (de) | 1966-12-28 | 1966-12-28 | Verfahren zum Färben von Polyacrylnitril-Textilmaterial mit basischen Farbstoffen |
Publications (1)
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Family Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DE19671643526 Granted DE1643526A1 (de) | 1966-12-28 | 1967-12-28 | Verfahren zum Faerben von Polyacrylnitril mit basischen Farbstoffen |
Country Status (7)
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