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Gebührenanzeiger für Teilnehmerstellen in Fernsprechanlagen Die vorliegende
Erfindung betrifft einen Gebührenanzeiger für Teilnehmerstellen in Fernsprechanlagen
bei dem ein im Stromkreis der Wählscheibe angeordnetes Markiergerät die gerufene
Teilnehmernummer und die Gesprächseinheiten auf einem Informationsträger speichert,
der mit jeder Gebühreneinheit weiterbewegt wird.
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Für den Inhaber von Fernsprechanlagen mit einer Anzahl von Teilnehmerstellen
ist es von großer Wichtigkeit zu wissen, wie die Fernsprechanschlüsse benutzt werden.
Es ist insbesondere von Interesse zu erfahren, ob der einzelne Fernsprechanschluß
berechtigt benutzt wird und welche Gebühren jeweils anfallen. Man hat daher Gebührenaufzeichnungsvorrichtungen
vorgesehen, wobei die bekannten Ausführungen jedoch denNachteil eines verhältnismäßig
großen Aufwandes haben und vielfach auch nur ein Teil der benötigten Informationen
rigstriert werden kann.
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Die deutsche Auslegeschrift 1047 877 zeigt eine Einrichtung zum Einstellen
und Anzeigen für Gebührendrucker. Hier ist ein gesondertes Druckwerk erforderlich,
welches in Tätigkeit gesetzt wird, wenn die ganze Ziffernwahl durchgeführt wurde.
Es muß also erst einmal die Ziffernwahl in eine Verstellung von Typenrädern umgesetzt
werden, und anschließend ist ein Auslösemechanismus zu bedienen. Dabei ist eine
ganze Anzahl von Typenrädern erforderlich, nach deren Einstellung die mehrziffrige
Zahl mittels eines Druckhammers auf einem Papierstreifen abgedruckt wird. Neben
dem mechanischen Aufwand wird auch noch eine gewisse Zeit benötigt, um nun diese
Druckvorrichtung in Gang zu setzen. Insgesamt sind hierfür sehr viele Einrichtungen
und Vorrichtungen sowie Justierungen notwendig.
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Die deutsche Auslegeschrift 1063 217 bezieht sich auf ein Verfahren
zur zentralen Erfassung der aus mehreren räumlich getrennten Fernmeldevermittlungsanlagen
anfallenden Gebühren. Es ist hier keine Möglichkeit vorgesehen, gleichzeitig zu
diesen anfallenden Gebühren in einfacher und betriebssicherer Weise die Nummern,
welche zu diesen Gebühren gehören, mit festzuhalten.
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Die deutsche Auslegeschrift 1005134 zeigt ein Zählwerkschaltgetriebe
zu Registrierung der Teilnehmernummern. Hierbei fehlt wieder die Möglichkeit, gleichzeitig
die Gesprächsdauer festzuhalten. Im übrigen ist auch hier wiederum ein Druckwerk
erforderlich, dessen Typenräder von den ausgesendeten Impulsen einzeln eingestellt
und nachher insgesamt abgedruckt werden müssen. Dieses Gerät ist also sowohl hinsichtlich
des räumlichen als auch des fertigungstechnischen Aufwandes sehr ungünstig. Die
deutsche Auslegeschrift 1042 281 zeigt eine Steuer- und Antriebseinrichtung für
den Druck- und Löschmechanismus eines Quittungs- oder Kontrollstreifendruckers.
Dabei wird durch einen Gebührenimpuls ein Schaltmagnet ausgelöst, wodurch der bei
Gesprächsende erfolgende Druck aller für die Verrechnung wichtigen Angaben vorbereitet
wird. Hierfür sind jedoch eigene Nummern- und Gebührenzählwerke notwendig. Auch
bei dieser Ausführung muß also eine besondere Umsetzung für die Verstellung von
Typenrädern stattfinden.
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Die deutsche Patentschrift 831846 beschreibt eine Einrichtung
zur Anzeige der Gebühr bei Fernmeldeanlagen, wobei ein mit Gebührenraster versehener
Papierstreifen durch ein Schrittschaltwerk je Zählimpuls um eine Einheit fortgeschaltet
wird. Für die Aufzeichnung zusätzlicher Information, etwa der Nummer des angerufenen
Teilnehmers, wird eine besondere Einrichtung benötigt.
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Die deutsche Auslegeschrift 1095 893 bezieht sich auf einen Gebührenanzeiger
oder -drucker für Teilnehmerfernsprechgeräte. Auch bei dieser Ausführung sind Zifferneinstellrelais
erforderlich, die einen erheblichen fertigungs- und wartungstechnischen Aufwand
bedingen.
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Die deutsche Patentschrift 962 346 bezieht sich auf eine Einrichtung
zur Erfassung der Gebühr für Telefongespräche mittels einer in eine Kartenbahn eingeführten
Karte. Eine gleichzeitige Speicherung weitere Informationen, wie Rufnummer und Kenndaten,
ist mit dieser Einrichtung weder vorgesehen noch möglich.
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Aufgabe der Erfindung ist es, die Nachteile der bekannten Ausführungen
zu vermeiden und einen Gebührenanzeiger für Teilnehmerstellen in Fernsprechanlagen
zu
schallen, der einfach und kompakt aufgebaut sowie billig herstellbar ist und der
eine übersichtliche Auswertung aller aufgezeichneten Informationen gestattet.
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Zur Lösung dieser Aufgabe wird bei einem Gebührenanzeiger der eingangs
erwähnten Art gemäß der Erfindung vorgeschlagen, daß das Markiergerät senkrecht
zu Fortbewegungsrichtung des Informationsträgers und proportional jeder Impulsreihe
der Rufnummer auslenkbar ist.
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Durch eine derartige Maßnahme wird der Stand der Technik bereichert.
Man verzichtet jetzt auf ein die Fernsprechnummer abdruckendes Druckgerät und benutzt
ein Markierungsgerät, welches ähnlich einen? Oszillographen arbeitet, d. h. amplitudenabhängig
senkrecht zur Fortbewegungsrichtung des Informationsträgers bewegt wird. Es sind
dadurch zwei Kennzeichnungen auf dem Informationsträger möglich. Die amplitudenabhängige
Bewegung des Markierungsgeräts gibt Aufschluß über die gesendeten Impulse, und damit
wird die gewählte Nummer angezeigt. Die Länge der Beschriftung, die in an sich bekannter
Weise abhängig ist von dem Weg, den der Impulsträger zurücklegt, ist ein Maß für
die aufgelaufenen Gebühren. Es wird also in einer sehr einfachen Form sowohl die
F--rnsprechnummer als auch die zu dieser Fernsprechnummer gehörende Gebühr aufgezeichnet.
Diese Geräte können so klein ausgebildet werden, daß sie praktisch im Gehäuse des
Tischapparates untergebracht werden können. Es sind auch in der Herstellung Vorteile
vorhanden, denn die gesendete Impulsfolge muß nicht erst irgendwie in eine Drehung
von Typenrädern od. ä. umgesetzt werden, wobei dieser Umsetzweg wieder Störungsmöglichkeiten
bedingt. Die Nummernscheibe oder ein irgendwie angeschalteter Trafo dient jetzt
unmittelbar zur amplitudenabhängigen Auslenkung des Markiergerätes.
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Eine Ausgestaltung der Erfindung besteht darin, daß zusätzlich zum
Markiergerät ein Sichtanzeiger vorhanden ist.
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Bei dieser Ausführungsform der Erfindung ist es nicht erforderlich,
den Informationsträger selbst während bzw. nach der Aufzeichnung zu beobachten,
da es mit Hilfe des Sichtanzeigegerätes möglich ist, in jedem Augenblick sowohl
die Gebühren des Einzelgespräches als auch die Summe der bisher angefallenen Gesprächsgebühren
festzustellen.
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Es ist weiterhin vorteilhaft, daß der Informationsträger als Band
mit aufgedrucktem Gebühren- bzw. Amplitudenraster ausgebildet ist.
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Ein solcher Gebührenanzeiger arbeitet außerordentlich übersichtlich
und sparsam. Es wird nicht nur der auf dem Informationsträger verfügbare Raum quer
zur Vorschubrichtung ausgenutzt, so daß die Vorschubwege für die Registrierung namentlich
der ; Wählimpulse gegenüber herkömmlichen Ausführungen stark verringert sind, sondern
es lassen sich alle Informationen mit einem Blick erfassen. Konstruktionsaufwand
und Materialverbrauch sind trotz des erzielten Maximums an Übersichtlichkeit außerordentlich
gering.
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Während auch in diesem Fall die Aufzeichnung der Rufnummern durch
Auslenkungen des Markiergerätes quer zur Vorschubrichtung des Informationsträgers
erfolgt, geschieht die Gebührenregistrierung i nicht durch impulsabhängige Fortbewegung
des Informationsträgers, sondern durch Aufdrucken in bekannter Weise. Man erzielt
hierdurch den Vorteil, daß an Vorschublänge des Informationsträgers gespart und
der Materialverbrauch entsprechend gesenkt wird. Im Fall der Abtrennung des Informationsträgers
nach erfolgter Aufzeichnung haben diese Belege außerdem stets die gleiche Länge,
so daß die Aufbewahrung bzw. Handhabung entsprechend vereinfacht wird.
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Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird im folgenden an Hand der
Abbildung erläutert.
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Die Abbildung zeigt einen mittels des erfindungsgemäßen Gebührenanzeigers
mit Aufzeichnungen versehenen Informationsträger.
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Man erkennt, daß der bandförmig ausgebildete Informationsträger 6
an einer Längskante mit einem aufgedruckten Gebührenmaßstab 13 versehen ist. Der
freie Teil des Informationsträgers 6 ist mit einem Amplitudenraster 15 bedruckt.
Die jeweils gewählten Ziffern werden durch das Markiergerät des erfindungsgemäßen
Gebührenanzeigers in Form von Strichen 9 mit verschiedener Amplitude aufgezeichnet.
Die einzelnen Amplituden sind durch ein geeignet ausgebildetes Amplitudenraster
bequem und übersichtlich ablesbar. Für jede Ziffer wird nur ein Strich 9 entsprechender
Amplitude benötigt. Nach jedem geschriebenen Amplitudenstrich 9, d. h. nach jeder
abgeschlossenen Ziffernwahlimpulsfolge, wird der Informationsträger 6 um eine Vorschubeinheit
weiterbewegt. Der nächste Amplitudenstrich 9 erscheint mithin auf gleicher Höhe
mit dem nächsten Strich des Gebührenmaßstabs 13. Im dargestellten Beispiel entsprechen
die Amplitudenstriche 9 innerhalb des Bereichs 1 der Nummer 04114 322. Nach Beendigung
der Ziffernwahl beginnt die Gebührenaufzeichnung, d. h., es wird die der anfallenden
Gebühr proportionale Weglänge durch den Strich 14
geschrieben.
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Nach Ende des ersten Gebührenaufzeichnungsintervalls, das mit
2 bezeichnet ist, werden in den Bereichen 3 und 4 wiederum
Ziffern geschrieben, nämlich die Zahlen 292 und 5225. Nach jeder fertiggewählten
Nummer kommt als Zwischenraum eine zusätzliche Vorschubeinheit 16 hinzu. Sodann
schließt sich .der nächste Bereich der Gebührenaufzeichnung an, im Beispiel ist
dies die Zone 5.
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Es ist auch möglich, statt der Gebührenregistrierung durch impulsabhängigen
Vorschub des Informationsträgers 6 ein zusätzliches impulsgesteuertes Paginierdruckwerk
einzusetzen. In diesem Fall kann der Gebührenmaßstab 13 entfallen, so daß die volle
Breite des Informationsträgers 6 für die Amplitudenaufzeichnung zur Verfügung steht.
Die übersichtlichkeit der Auswertung wird dadurch noch gesteigert. Zugleich wird
eine geringere Länge des Informationsträgers 6 verbraucht, da für den Gebührendruck
stets derselbe, verhältnismäßig geringe Raum benötigt wird. Die als Belege in bekannter
Weise abtrennbaren Bandstücke haben dann stets die gleiche Länge.
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Der erfindungsgemäße Gebührenanzeiger läßt sich nicht nur zur Gebührenaufzeichnung,
sondern auch zur Registrierung von Zeichen und Zeichengruppen elektrisch übertragener
und in Impulse zerlegter Meßwerte verwenden.