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DE1200590B - Einrichtung zum parallelen Abdruck von Informationen - Google Patents

Einrichtung zum parallelen Abdruck von Informationen

Info

Publication number
DE1200590B
DE1200590B DES75166A DES0075166A DE1200590B DE 1200590 B DE1200590 B DE 1200590B DE S75166 A DES75166 A DE S75166A DE S0075166 A DES0075166 A DE S0075166A DE 1200590 B DE1200590 B DE 1200590B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
memory
control
type carrier
control member
assigned
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DES75166A
Other languages
English (en)
Inventor
Dipl-Phys Dr-Ing The Bullinger
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Philips Electrologica GmbH
Original Assignee
Siemag Feinmechanische Werke GmbH
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Siemag Feinmechanische Werke GmbH filed Critical Siemag Feinmechanische Werke GmbH
Priority to DES75166A priority Critical patent/DE1200590B/de
Priority to GB2797262A priority patent/GB1014495A/en
Publication of DE1200590B publication Critical patent/DE1200590B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • GPHYSICS
    • G06COMPUTING OR CALCULATING; COUNTING
    • G06KGRAPHICAL DATA READING; PRESENTATION OF DATA; RECORD CARRIERS; HANDLING RECORD CARRIERS
    • G06K15/00Arrangements for producing a permanent visual presentation of the output data, e.g. computer output printers
    • G06K15/02Arrangements for producing a permanent visual presentation of the output data, e.g. computer output printers using printers
    • G06K15/04Arrangements for producing a permanent visual presentation of the output data, e.g. computer output printers using printers by rack-type printers

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Theoretical Computer Science (AREA)
  • Casings For Electric Apparatus (AREA)

Description

BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
DEUTSCHES
PATENTAMT
AUSLEGESCHRIFT
Int. α.:
G06k
Deutsche KL: 43 a-41/03
Nummer: 1200 590 /. ί ;
Aktenzeichen: S 75166IX c/43 a
Anmeldetag: 3. August 1961
Auslegetag: 9. September 1965
Die Erfindung betrifft eine Einrichtung zum parallelen Abdruck von Informationen, die in einem Magnetspeicher, beispielsweise in einer Magnettrommel, einem Magnetband oder Kernspeicher, in binär-dezimal kodierter Form enthalten sind, bei der die Speichermarkierungen eine Verschiebung der Typenträger des Druckwerkes bewirken, so daß die Informationen in dekodierter Form zum Abdruck gelangen.
Derartige, als Zeilendruckwerke bekannte Einrichtungen werden beispielsweise als Gebührendrucker in elektronischen Fernmelde-, insbesondere Fernsprechanlagen verwendet, bei denen die dekadischen Wahlimpulse zum Verbindungsaufbau in eine binäre Kodeform umgewandelt werden. Zweckmäßig werden dabei auch die Gebührenimpulse in dieser Kodeform übertragen. Sie müssen dann, da die Angaben, wie Teilnehmernummer, Tag, Zeit usw., dekadisch abzudrucken sind, dekodiert werden.
Auch in elektronischen Geschäftsmaschinen, beispielsweise bei Buchungs- oder Rechenmaschinen, werden solche Zeilendruckwerke verwendet. In den meisten Fällen wird hierbei die binär-dezimale Kodeform angewendet, da durch sie der Aufwand an einzelnen Rechenwerken stark herabgesetzt ist. as
Um zusätzliche Dekodier- und Speichereinrichtungen zu vermeiden, sind Druckwerke bekanntgeworden, bei denen erst während der Einstellung der einzelnen Typenträger die Umsetzung der in binär-dezimaler Form in einem Speicher vorliegenden Information in die dekadische Form erfolgt. Dazu wird der Typenträger, auf dem in konstanten Abständen a die abzudruckenden Zeichen (Ziffern oder Buchstaben) angeordnet sind, um einen Weg verschoben, der sich aus der Addition der den kodierten Werten zugeordneten Strecken zusammensetzt. Bei den Ziffern »0« bis »9« betragen beispielsweise diese Teilstrecken das ein-, zwei-, vier- und achtfache des Zeichenabstandes. Bei Buchstaben wäre noch die Teilstrecke des sechzehnfachen Abstandes erforderlieh. Andere Größen der Teilstrecken sind beim binär-dezimalen Kode denkbar.
Bei einer bekannten Anordnung dieser Art ist der stangenförmige Typenträger mit teleskopartig ineinander verschachtelten Einstellgliedern versehen, die entgegen einer Federkraft durch Arretierungsglieder in ihren Ausgangslagen gehalten werden. Diese von Elektromagneten betätigbaren Arretierungsglieder geben entsprechend der binär-dezimalen Wertigkeit des abzudruckenden Zeichens die ihnen zugeordneten Einstellglieder frei, die nun der gemeinsamen Federkraft nachgeben und die Verschiebung des Einrichtung zum parallelen Abdruck von
Informationen
Anmelder:
SIEMAG Feinmechanische Werke
Gesellschaft mit beschränkter Haftung,
Eiserfeld/Sieg
Als Erfinder benannt:
Dipl.-Phys. Dr.-Ing. Theo Bullinger, Siegen
Typenträgers entsprechend der Addition ihrer zurückgelegten Strecken bewirken.
Bei einer weiteren bekannten Anordnung dieser Art sind die Einstellglieder stangenförmig ausgebildet und übereinander angeordnet. Für jeden möglichen binär-dezimalen Wert ist eine solche Stange vorgesehen, auf der an vorbestimmten Stellen Elektromagnete befestigt sind, die für die benachbarten Stangen als Solenoid wirken. Diese Solenoide werden entsprechend der binär-dezimalen Wertigkeit des abzudruckenden Zeichens erregt, so daß nicht nur die einzelnen Stangen verschoben werden, sondern mit dieser auch der zugeordnete Elektromagnet.
Diese beiden bekannten Anordnungen sind sehr aufwendig. Während die erstgenannte eine größere Anzahl beweglicher Einzelteile enthält, die mechanisch zusammenwirken und durch die bedingte Reibung mehr oder weniger schnell verschleißen, müssen darüber hinaus bei der zweiten Anordnung die Zuführungen der Elektromagnete flexibel ausgebildet werden. Beide Anordnungen sind daher aufwendig und störanfällig.
Ein weiterer wesentlicher Nachteil dieser bekannten Anordnungen liegt in ihrer langsamen Arbeitsgeschwindigkeit, durch die bei elektronischen Buchungs- und Rechenmaschinen deren Arbeitsgeschwindigkeit überwiegend bestimmt ist. Es besteht daher die Forderung, bei solchen Maschinen schnell arbeitende Druckwerke zu verwenden. Die obengenannten bekannten Werke sind hierzu ungeeignet, da in ihnen relativ viele bewegliche Elemente verwendet werden müssen, die mit jeder Einstellung oder Weiterstellung erneut zu beschleunigen sind.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein den bekannten Anordnungen gegenüber schnell einstellbares Druckwerk zu schaffen, in dem möglichst wenige bewegliche Elemente verwendet werden oder
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diese weitgehend kontinuierlich zu bewegen, sofern einem Magnetkernspeicher zeilengerecht und in dies nicht zwangläufig ausgeschlossen ist, wie z. B. binär-dezimaler Form enthalten ist. An Stelle dieses die Einstellung der Typenträger selbst. Die Anord- statischen Speichers kann auch ein dynamischer nung nach der Erfindung besitzt daher für jede Speicher verwendet werden, auf welchem der Infor-Druckstelle ein während der Abfrage des Speichers 5 mationsinhalt in der Form gespeichert ist, wie er zur stetig bewegbares Steuerorgan, welches auf den ihm nachfolgend beschriebenen Steuerung des Druckzugeordneten Typenträger eine Einstellbewegung Werkes nacheinander entnommen wird. Weiterhin derart überträgt, daß in Abhängigkeit vom Vorhan- wird die Art und Weise, wie die gespeicherten Infordensein einer Speichermarkierung an vorbestimmter mationen dem statischen oder dynamischen Magnet-Stelle des von dem Steuerorgan zurückgelegten We- io speicher entnommen werden, als bekannt vorausges eine Schalteinrichtung wirksam wird, die das gesetzt. Es wird angenommen, daß ein Magnetkern-Steuerorgan mit dem Typenträger kuppelt. Nach speicher verwendet sei. Dieser nicht dargestellte, Zurücklegen einer der abgelesenen Speichermarkie- aber bekannte Magnetkernspeicher besitze bei dem rung zugeordneten Wegstrecke durch den Typen- verwendeten Kode vier Speicherzeilen mit den Werträger wird eine weitere Schalteinrichtung wirksam, 15 ten 1-2-4-8 und soviele senkrechte Speicherreihen, die das Steuerorgan und den Typenträger wieder wie Einstellelemente für eine Zeile des Druckwerks entkuppelt. Die Abfrage der einzelnen Speicherstellen möglich sind. Besitzt beispielsweise das Parallelerfolgt gemäß weiterer Ausbildung der Erfindung druckwerk eine Kapazität von 25 Zeichen je Zeile, synchron mit der Bewegung des Steuerorgans, so daß so sind dementsprechend 25 Speicherreihen für den die nächste Speicherstelle erst dann abgefragt wird, 20 Magnetkernspeicher vorzusehen. Jedes Zeichen wird wenn das Steuerorgan mindestens einen dem Kode- in einer solchen Speicherreihe in binärer Kodeform, wert dieser Stelle entsprechenden Weg zurückgelegt z. B. das zehnte Zeichen auf der Typenstange in der hat. Die Schalteinrichtung für die Kupplung des Form LOLO dargestellt, d. h., der erste und dritte Steuerorgans mit dem Typenträger ist durch die in Magnetkern der diese Ziffer enthaltenden Speicherdem Speicher enthaltenen Informationen direkt as reihe sind markiert, der zweite und vierte Magnetsteuerbar. Während die Schalteinrichtung für die kern dagegen nicht. Dieser gespeicherte Wert wird Kupplung nur einmal vorhanden ist, ist die Schalt- nun direkt zur Steuerung der in F i g. 1 dargestellten einrichtung für die Entkupplung entsprechend der Anordnung benutzt, indem in bekannter Weise die Anzahl der möglichen Wertstellen des verwendeten vier Speicherzeilen dieser Speicherreihe nacheinander Kodes mehrfach vorzusehen. Sie sind in einem sol- 30 abgefragt werden.
chen Abstand von der Schalteinrichtung für die Das in Fig. 1 prinzipmäßig dargestellte Druck-Kupplung anzuordnen, der jeweils den Stellenwertig- werk besteht aus einer Typenstange 1, die auf ihrem keiten des Kodes entspricht, und werden in Abhän- vorderen Ende jeweils im Abstand α die Typen 2 gigkeit von dem zurückgelegten Weg des Steuer- trägt und an ihrem hinteren Ende eine Verzahnung organs wirksam. 35 aufweist. Dieser Verzahnung gegenüber ist eine
Gemäß weiterer Ausbildung der Erfindung sind Steuerstange 3 angeordnet, die mit Beginn des Ausmehrere Steuerorgane gleichzeitig bewegbar. Die Speichervorganges der Information der ihr zugeordihnen zugeordneten Speicherreihen eines statischen neten Speicherreihe kontinuierlich in Pfeilrichtung Speichers werden jedoch nacheinander abgefragt. bewegt wird. In dieser Steuerstange 3 sind setzbare Hierdurch wird für alle gleichzeitig bewegbaren 40 Stifte 61, 62, 64 und 68 angeordnet. Die Anzahl dieser Steuerorgane nur eine einzige Schalteinrichtung für Stifte richtet sich nach der Anzahl der möglichen die Kupplung notwendig. Die von der Schalteinrich- Stellen des verwendeten Kodes. Im vorliegenden Beitung betätigbaren Stifte zur Kupplung des Steuer- spiel ist ein binär-dezimaler Kode mit maximal vier organs mit dem zugeordneten Typenträger sind in Stellen verwendet. Es sind somit vier setzbare Stifte diesem Falle jeweils versetzt zu denen des benach- 45 erforderlich. Ihr Abstand voneinander entspricht dabarten Steuerorgans anzuordnen. Zweckmäßig wer- bei der Wertigkeit der einzelnen Kodestellen. Bei der den sämtliche Steuerorgane in Gruppen zusammen- kontinuierlichen Bewegung der Steuerstange 3 gelangefaßt und gleichzeitig bewegt. In diesem Falle wer- gen diese Setzstifte 61, 62, 64 und 68 nacheinander in den die Speicherreihen des Speichers innerhalb einer den Wirkungsbereich eines Magneten 4, dessen Kern Gruppe nacheinander und die einander entsprechen- 50 bei Erregung in Pfeilrichtung bewegt wird und damit den Steuerreihen aller Gruppen gleichzeitig abgefragt. den über ihm befindlichen Stift derart verschiebt, daß Jeder Gruppe ist eine gesonderte Schalteinrichtung dieser in die über ihm liegende Zahnlücke der zur Kupplung mit den Steuerorganen zugeordnet. Typenstange 1 eingreift. Hierdurch wird die konti-
Die Ausbildung der Steuerorgane und der Typen- nuierliche Bewegung der Steuerschiene 3 auf die
träger kann beliebig gewählt werden, beispielsweise 55 Typenstange 1 übertragen, und zwar so lange, so-
stangen- oder ringförmig. lange einer dieser Stifte gesetzt bleibt. Neben diesem
Die Erfindung wird im folgenden an Hand eines als Eingabevorrichtung wirkenden Magneten 4 sind in den Fig. 1 und 2 prinzipmäßig dargestellten Aus- an verschiedenen Stellen Löschglieder 5 vorhanden, führungsbeispieles näher beschrieben. Alle nicht zum die ebenfalls als Magnete, z. B. als Solenoide oder in Verständnis der Erfindung unbedingt erforderlichen So anderer bekannter Weise, ausgebildet sein können. Einrichtungen und Schaltungen sind fortgelassen. Diese Löschglieder 5 haben die Aufgabe, die durch Insbesondere werden die konstruktiven und schal- den Magneten 4 gesetzten Stifte an vorbestimmten tungsmäßigen Maßnahmen und Vorrichtungen, die Stellen wieder außer Eingriff mit der Typenstange 1 zur Verwirklichung der Erfindung notwendig sind, zu bringen. Sowohl der Abstand dieser Löschais bekannt vorausgesetzt. 65 glieder 5 von der Eingabevorrichtung 4 als auch ihr
Bei dem Ausführungsbeispiel wird davon ausge- gegenseitiger Abstand ist wie der Abstand der Setzgangen, daß der Informationsinhalt einer parallel ab- stifte 6 entsprechend den Stellenwerten des verwenzudruckenden Zeile in an sich bekannter Weise in deten Kodes abgestuft. Beim binär-dezimalen System
entspricht der Abstand zwischen dem ersten und dem zweiten Stift 61 und 6- einer Teilung, derjenige zwischen dem zweiten und dem dritten Stift 62 und 64 zwei Teilungen und der Abstand zwischen dem dritten und dem vierten Stift 64 und 68 schließlich vier Teilungen. Für den gegenseitigen Abstand der Löschglieder gilt dementsprechend das gleiche.
Die in F i g. 1 dargestellte Anordnung ist in einem Zeilendruckwerk mehrfach vorhanden und nebeneinander angeordnet. Ihre Anzahl richtet sich nach der Zahl der möglichen abzudruckenden Zeichen einer Zeile. Wie weiter unten ausgeführt ist, können bei einer derartigen Mehrfachanordnung unter gewissen Voraussetzungen die Eingabevorrichtungen 4 und die Löschvorrichtungen 5 für mehrere Steuerschienen 3 zusammengefaßt werden.
Soll nun die in einer Speicherreihe des nicht dargestellten Magnetkernspeichers enthaltene binäre Information LOLO in dekodierter Form zum Abdruck vorbereitet werden, so wird in bekannter, nicht dargestellter Weise mit Hilfe eines ebenfalls bekannten Programmschalters die Abfrage der betreffenden Speicherreihe und gleichzeitig die kontinuierliche Bewegung der Steuerschiene 3 in Pfeilrichtung eingeleitet. Die Abfrage der der einzustellenden Steuerschiene 3 entsprechenden Speicherreihe und die Bewegung dieser Steuerschiene 3 erfolgt synchron derart, daß, wenn der erste Stift 61, welcher der binären Einerstelle zugeordnet ist, über der Eingabevorrichtung 4 steht, die zugeordnete binäre Einerstelle des Magnetkernspeichers abgefragt wird. Da die Information dieser Stelle jedoch Null ist, d. h., der Magnetkernspeicher nicht markiert ist, wird der Stift 61 nicht gesetzt. Nachdem die Stellschiene 3 eine Bewegung in Pfeilrichtung über eine Teilung durchgeführt hat, befindet sich nun ihr zweiter Stift 62 über der Eingabevorrichtung 4. In diesem Moment wird über den nicht dargestellten Programmschalter die zweite Stelle der Speicherreihe des Magnetkernspeichers abgefragt. Da diese Abfrage des Speichers für diese Stelle eine Markierung ergibt, wird durch den dadurch erzeugten Impuls die Magnetspule der Eingabevorrichtung 4 erregt. Der Anker dieses Magneten wird in Pfeilrichtung bewegt und bringt dadurch den Stift 62 in Eingriff mit der Typenstange 1. Durch diese Kupplung der Typenstange 1 mit der Stellschiene 3 wird jene ebenfalls in Pfeilrichtung mitbewegt, und zwar so lange, bis der Stift 62 wieder abgeworfen wird. Dies ist nach einer Bewegung über zwei Teilungen der Fall. Die Entkupplung der beiden Stangen 1 und 3 und damit der Abwurf des Stiftes 62 kann beispielsweise dadurch erfolgen, daß der betreffende Löschmagnet 5 in Abhängigkeit von der Bewegung der Steuerschiene 3 erregt wird. Sie kann aber auch dadurch erfolgen, daß gleichzeitig mit dem Wirksamwerden der Eingabevorrichtung 4 derjenige Löschmagnet 5 durch den Markierimpuls des Speichers wirksam wird und so lange wirksam bleibt, bis die Stellschiene 3 die diesem Wert zugeordneten Teilungen durchgeführt hat.
Nachdem nun der Stift 62 durch die Löschvorrichtung 52 abgeworfen ist, befindet sich der dritte Stift 64 der Stellschiene 3 über der Eingabevorrichtung 4. Dieser wird jedoch nicht gesetzt, da die gleichzeitige Abfrage der dritten Binärstelle keinen Markierimpuls ergibt, d. h., diese dritte Binärstelle hat den Wert Null. Nach einer Bewegung der Stellschiene 3 über vier Einheiten — der Löschmagnet 54 ist durch das Fehlen eines Markierimpulses nicht erregt oder ist in Abhängigkeit der Steuerschienenbewegung erregt, blieb aber wirkungslos — kommt schließlich der vierte Stift 68 über die Eingabevorrichtung 4 und wird in der vorbeschriebenen Weise gesetzt, da die Abfrage der entsprechenden vierten Stelle der Speicherreihe eine Markierung ergeben hat. Da, wie vorher angenommen, auch der Löschmagnet 58 durch die Stellschienenbewegung oder den Markierimpuls
ίο erregt ist, wird dieser vierte Stift 68 nach einer Bewegung über acht Teilungen wieder abgeworfen. Die Typenstange 1 hat also während einer kontinuierlichen Bewegung der Stellschiene 3 über insgesamt sechzehn Teilungen, nacheinander eine Verschiebung zunächst über zwei, dann über acht, insgesamt also über zehn Einheiten erfahren. Damit ist das zehnte Zeichen der Typenstange 1 in Druckstellung gebracht. In gleicher Weise werden nacheinander alle vorhandenen Typenstangen 1 des Druckwerkes auf diejenigen Zeichen eingestellt, die in binärer Form in den ihnen zugeordneten Speicherreihen des Magnetkernspeichers enthalten sind. Es ist ohne weiteres erkennbar, daß die Einstellung der Typenstangen 1 auf die verschiedenen Zeichen analog dem vorher für die Einstellung der Ziffer 0 geschilderten Vorgang erfolgt.
Während in dem vorher beschriebenen Beispiel sämtliche nebeneinanderliegenden Typenstangen 1 nacheinander durch dementsprechende Abfragen der einzelnen Speicherreihen des Magnetkernspeichers über die ihnen zugeordneten Stellschienen 3 auf die einzelnen Zeichen eingestellt werden und dann in an sich bekannter Weise gleichzeitig gegen die Papierrolle 7 des Druckwerkes angeschlagen werden, kann die Erfindung mit Vorteil bei einer Abart des vorher beschriebenen Druckwerkes angewendet werden. So können die Löschvorrichtungen 5 für alle parallelliegenden Stellschienen 3 des Druckwerkes zu einer gemeinsamen Löschvorrichtung zusammengefaßt werden, wenn die sich entsprechenden Stifte 6 auf gleicher Höhe angeordnet werden. Die Notwendigkeit, für jede Stellschiene 3 eine eigene Eingabevorrichtung vorzusehen, bleibt jedoch bestehen.
Da das Druckwerk nach der Erfindung weitgehend in Serie arbeitet, kann eine Vereinfachung, bei der diese Notwendigkeit nicht erforderlich ist, dadurch erreicht werden, daß sämtliche Stellschienen 3 gleichzeitig bewegt werden und daß die Stifte 61, 62, 64 und 68 einer jeden Stellschiene 3 zur benachbarten Stellschiene derart gegeneinander versetzt sind, daß nur eine einzige Eingabevorrichtung 4 für alle Stellschienen 3 erforderlich ist. Ist das Zeilendruckwerk mit einer Vielzahl benachbarter Typenstangen 1 ausgerüstet, so werden die Stellschienen 3 zweckmäßig in Gruppen zusammengefaßt und jeder dieser Gruppen eine besondere Einstellvorrichtung 4 zugeordnet. In Fig. 2 ist eine derartige Gruppe von Stellschienen 31 bis 34 in Draufsicht dargestellt. Diese aus vier Stellschienen 3 bestehende Gruppe wird in Pfeilrichtung bewegt. Der senkrechte Pfeil deutet diejenige Stelle an, an welcher die gemeinsame, in F i g. 2 nicht dargestellte Eingabevorrichtung 4 wirksam wird. Die setzbaren Stifte 6 benachbarter Stellschienen 3 können nun derart versetzt angeordnet werden, daß sie nacheinander bei der kontinuierlichen Bewegung aller Stellschienen 31 bis 34 die Eingabevorrichtung (senkrechter Pfeil) passieren. Sie können aber auch, wie das Ausführungsbeispiel
der Fig. 2 zeigt, sich überschneiden. Bei solchen Anordnungen der setzbaren Stifte 6 ist jedoch darauf zu achten, daß ein gleichzeitiges Setzen mehrerer Stifte 6 durch die gemeinsame Eingabevorrichtung verhindert ist. Die in F i g. 2 gezeigte Anordnung der Stifte 6 zeigt einen solchen Fall.
Eine solche Anordnung hat weiterhin den Vorteil, daß die Abfrage der den einzelnen Stellschienen 3 zugeordneten Speicherreihen des Magnetkernspeichers zwar innerhalb einer jeden Gruppe nacheinander, für die gleichen Stellschienen verschiedener Gruppen jedoch gleichzeitig erfolgen kann. Weiterhin ergibt sich der Vorteil, unter der Voraussetzung, daß diejenigen Stellen, an denen die Emgabevorrichtungen 4 wirksam werden, für alle Gruppen in gleicher Höhe liegen, daß für sämtliche Stellschienen 3 aller Gruppen die Löschglieder 5 gemeinsam sein können.
Die Wirkungsweise einer solchen Anordnung ergibt sich ohne weiteres aus der beschriebenen Wirkungsweise der Anordnung nach Fig. 1. Auf diese Weise werden sämtliche Stellschienen 31 bis 34 kontinuierlich in Pfeilrichtung bewegt und dabei in Abhängigkeit von dieser Bewegung die zugeordnete, nicht dargestellte Speicherreihe eines Kernspeichers abgefragt. Entsprechend den in dieser Speicherreihe enthaltenen Markierungen werden in der vorher beschriebenen Weise ein Stift oder mehrere Stifte 61, 62, 64 oder 68 der Stellschiene 31 nacheinander gesetzt. Während hinter dem Stift 6i die Stellschiene 31 eine Bewegung über vier Teilungen macht, gelangt nun (etwa nach zwei Teilungen) der Stift 61 der Stellschiene 32 in den Bereich der Eingabevorrichtung. Dies bedeutet, daß vor der Abfrage der vierten Stelle der der Steuerschiene 31 zugeordneten Speicherreihe die erste und, wie die Anordnung der Stifte in der Fig. 2 zeigt, auch die zweite Stelle der der Stellschiene 32 zugeordneten, nicht dargestellten Speicherreihe des Magnetkernspeichers abgefragt werden. Analog werden auch sich gegenseitig überschneidend die zugeordneten Speicherreihen der beiden übrigen Stellschienen 33 und 34 zu den Zeiten abgefragt, an denen die betreffenden Stifte 6 über die Eingabevorrichtung hinwegbewegt werden.
Die verschachtelte Arbeitsweise der einzelnen Stellen und Werte des Magnetkernspeichers erfordert einen Impulsgeber, der synchron mit oder von den Stellschienen 31 bis 3* angetrieben wird und den Speicher in der vorbestimmten Folge abfragt. Dieser Impulsgeber kann beispielsweise photoelektrisch ausgebildet sein und den Kernspeicher in an sich bei so einer Matrix bekannten Weise spalten- und zeilenweise ansteuern.
In Abänderung des dargestellten und beschriebenen Ausführungsbeispieles können die als Stangen dargestellten Einstell- und Steuerorgane 1 und 3 ringförmig ausgebildet sein. Dabei kann der äußere Ring den Typenstangen 1 entsprechen und auf seinem Umfang die Typen besitzen. Innerhalb dieses Ringes ist dann das ebenfalls ringförmig ausgebildete Steuerorgan und innerhalb dieses wiederum die erforderliehen Eingabe- und Löschvorrichtungen angeordnet. Sämtliche Typenringe und Steuerringe können dabei auf einer gemeinsamen Achse angeordnet sein.

Claims (17)

Patentansprüche: g
1. Einrichtung zum parallelen Abdruck von Informationen, die in einem Speicher in binärdezimal kodierter Form enthalten sind, mit einem Typenträger je Druckstelle, auf denen die Drucktypen in konstanten Abständen angeordnet sind, bei der zur Bereitstellung der der gespeicherten Information entsprechenden Drucktype für den Abdruck jeder Typenträger um einen Weg verschoben wird, der sich aus der Addition der den abzudruckenden binären Werten jeweils zugeordneten Strecken ergibt, dadurch gekennzeichnet, daß für jede Druckstelle ein während der Abfrage des Speichers stetig bewegbares Steuerorgan (3) vorgesehen ist, welches auf den ihm zugeordneten Typenträger (1) eine Einstellbewegung derart überträgt, daß in Abhängigkeit vom Vorhandensein einer Speichermarkierung an vorbestimmter Stelle des von dem Steuerorgan (3) zurückgelegten Weges eine Schalteinrichtung (4) wirksam wird, die das Steuerorgan (3) mit dem Typenträger (1) kuppelt, und daß nach Zurücklegen einer der abgelesenen Speichermarkierung zugeordneten Wegstrecke durch den Typenträger (1) eine weitere Schalteinrichtung (5) wirksam wird, die das Steuerorgan (3) und den Typenträger (1) wieder entkuppelt.
2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Abfrage der einzelnen Speicherstellen synchron mit der Bewegung des Steuerorgans (3) erfolgt und daß die nächste Speicherstelle erst dann abfragbar ist, wenn das Steuerorgan (3) mindestens einen dem Kodewert dieser Stelle entsprechenden Weg zurückgelegt hat.
3. Einrichtung nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Abfrage der einzelnen Speicherstellen durch einen von oder mit dem Steuerorgan (3) synchron angetriebenen Impulsgeber erfolgt.
4. Einrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Steuerorgane
(3) einzeln nacheinander bewegbar sind und daß damit ebenfalls die gespeicherten Informationen nacheinander abfragbar sind.
5. Einrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Schalteinrichtung
(4) für die Kupplung des Steuerorganes (3) mit dem Typenträger (1) direkt durch die in den Speicherstellen enthaltenen Informationen steuerbar ist.
6. Einrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Schalteinrichtung (5) für die Entkupplung entsprechend der möglichen Stellenzahl des verwendeten Kodes mehrfach vorhanden ist.
7. Einrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Steuerorgan (3) kurz vor oder gleichzeitig mit der Abfrage der nächsten Speicherstelle von dem Typenträger (1) entkuppelbar ist.
8. Einrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Schalteinrichtungen (5) für die Entkupplung durch die in den Speicherstellen enthaltenen Markierungen und entsprechend diesen Wertigkeiten steuerbar sind.
9. Einrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Schalteinrichtungen (4 und 5) auf setzbare Stifte (6) der Steuerorgane (3) einwirken.
10. Einrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß jedes Steuerorgan (3) jeweils an der gleichen Stelle in Ein-
griff mit dem zugeordneten Typenträger (1) gebracht wird.
11. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß mehrere Steuerorgane (3) gleichzeitig bewegbar sind und daß für diese eine gemeinsame Schalteinrichtung (4) für die Kupplung vorgesehen ist.
12. Einrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß die setzbaren Stifte (6) eines Steuerorgans (3) zu denen des benachbarten Steuerorgans versetzt angeordnet sind.
13. Einrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß sämtliche Steuerorgane (3) zu mehreren Gruppen zusammengefaßt sind.
14. Einrichtung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß die Speicherreihen innerhalb einer Gruppe nacheinander und die einander entsprechenden Speicherreihen aller Gruppen gleichzeitig abgefragt werden.
10
15. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß alle Steuerorgane (3) aller Gruppen gleichzeitig bewegt werden.
16. Einrichtung nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, daß für jede Gruppe eine gesonderte Schalteinrichtung (4) zur Kupplung mit den zugeordneten Steuerorganen (3) vorgesehen ist.
17. Einrichtung nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, daß für alle Steuerorgane (3) aller Gruppen die erforderlichen Schalteinrichtungen (5) für die Entkupplung gemeinsam vorgesehen sind.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Auslegeschrift 19341IX/42 m (bekanntgemacht am 11. 10.1956);
Elektrotechnische Zeitschrift (ETZ-B), Bd. 10, Heft 2, 1958, S. 48 bis 51.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
509 660/222 8.65 ® Bundesdruckerei Berlin
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