Einrichtung zur elektrischen Übertragung der Messergebnisse an einer Messvorrichtung, z. B. einer Waage
Es ist bekannt, die Messergebnisse von Waagen und anderen Messeinrichtungen entweder auf ein Wertzeichendruckwerk oder auf eine Registrierein- richtung von der Art einer Buchungs-, Addier-, Lochkarten-oder ähnlichen Maschine zu übertragen. Das Wertzeichendruckwerk und die Registriereinrichtung stellen somit je ein Aufschreibwerk dar.
Die üblichen Mittel zur ¯bertragung der Messergebnisse sind Nach lauf-oder Abtastvorrichtungen. Sie werden in Gang gesetzt, sobald das Messglied eine Einspiellage erreicht hat, und stellen dann, meist auf elektrischem Wege durch Stromstösse und elektromagnetische Hilfsmittel die Zeichenwalzen des Druckwerkes oder die Schreib- tasten der Registriermaschine ein.
Wenn eine Messeinrichtung, insbesondere eine Waage, mit sowohl Druck-wie auch Registrierwerk ausgerüstet ist und jedes Messergebnis alsbald angezeigt, auf übliche Karten oder dergleichen abgedruckt und auch noch gebucht oder auf andere Weise registriert werden soll-eine Forderung, die immer häufiger gestellt wird-, dann macht sich hinderlich geltend, dass die Arbeitsweisen der gebräuchlichen Wertzeichendrucker einerseits und der üblichen Buchungs- und dergleichen Registriermaschinen anderseits voneinander grundsätzlich verschieden sind.
Auf die Druckwerke werden alle in Wertgruppen, bei Zahlendruckwerken meistens in Dezimalen festgestellten Messwerte ziemlich gleichzeitig übertragen, einerlei, ob die Ubertragang durch eine Nachlauf-oder eine Abtastvorrichtung geschieht. Die Registriermaschinen können zusammengesetzte Wertangaben, insbesondere mehrstellige Zahlen, stets nur in einzelnen Wertzeichen (Ziffern) nacheinander aufnehmen, wobei sich der Stellenwert erst aus den bei der Ubertragung veranlassten Schaltschritten ergibt.
Man muss demnach die Registrierung eines Gewichtswertes bei der Ziffer mit höchstem Stellenwert beginnen und für jeden Ubertragungsfall stets dieselbe Ziffernanzahl vorsehen. Bei Messvorrichtungen derartige Zubehörwerke in marktgängiger Form zu verwenden, ist aber in den meisten Fällen eine unerlässliche Voraussetzung für die preiswerte Lösung der gestellten Aufgabe.
Es sind bereits Einrichtungen bekanntgeworden, bei denen eine Reihe von Messergebnissen, beispielsweise nebeneinander, auf einem Blatt Papier geschrieben oder gedruckt wird. Hierdurch wird beispielsweise die Messung einer Reihe von Kapazitäten eines Telephonkabels zwischen den einzelnen Leitern oder zwischen diesem und Erde festgehalten. Dies geschieht mittels'einer entsprechend umgebauten Schreibmaschine, bei der ein besonderer Wählschalter vorgesehen ist, der diese Kapazitäten der Reihe nach in einen Messkreis schaltet und der gleichzeitig eine am Wagen der Schreibmaschine angebrachte, von Kontakten betriebene Kontaktleiste über einen mit ihm gekuppelten Wählschalter an Spannung legt.
Hierfür werdenbesondereVerriegelungenbetätigt, die sicherstellen, dal3 jeder gemess, ene Wert an der ihm zugeordneten, Stelle auf dem Papier erscheint.
Die Kapazitäten werden'auf einer Brücke abgegli chen und die Abgleichkondensatoren von Hand oder automatisch betätigt. Mit den Kondensatorachsen sind Kontaktbahnen gekuppelt, wodurch zugeordnete Magnete entsprechende Tasten der Schreibmaschine betätigen. Durch diese bekannte Einrichtung ist eine gleichzeitige Ermittlung der Messwerte für alle Dekaden nicht möglich.
Gegenstand der Erfindung ist eine Einrichtung zur elektrischen Übertragung der Messergebnisse an einer Messvorrichtung, z. B. einer Waage, welche e Messvorrichtung vor dieser Ubertragung mit Hilfe einer mechanischen Abtastvorrichtung abgetastet wird und bei welcher Übertragung das Messergebnis nach Wertstellen, beispielsweise Dezimalstellen, aufgeteilt an wenigstens ein Aufschreibewerk übermittelt wird, z. B. sowohl auf ein Wertzeichendruckwerk wie auch auf ein Registrierwerk, vorzugsweise auf handels iibliche Buchungs-, Lochkarten-, Addier-oder dergleichen Maschinen, durch mechanische und elektrische Mittel übertragen wird.
Die die Messergebnisse liefernde Messvorrichtung mu¯ dabei nicht unbedingt gleichzeitig mit dem Wert zeichendruckwerk und dem Registrierwerk in Verbindung stehen.
Die Einrichtung soll so gestaltet sein, dass sie einer Verbindung des Messgerätes sowohl mit einem Druckwerk als auch mit einer Registriereinrichtung wahlweise oder gemeinsam zulässt. Sehr häufig ist bei der Bestellung einer Waage noch nicht bekannt, ob an diese Waage ein Druckwerk oder eine Registriereinrichtung angeschlossen werden soll. Häufig möchte sich der Kunde die Möglichkeit offenhalten, das Druckwerk gegen eine Registriereinrichtung auszuwechseln oder beide zusammen zu verwenden.
Das Kennzeichen der erfindungsgemässen Einrichtung besteht darin, dass sie eine Schaltvorrichtung aufweist, die wÏhrend des mechanischen Abtastvorganges des Messergebnisses für obige Übertragung unwirksam ist, aber veranlasst, dass nach Beendigung dieses Abtastvorganges die elektrische ¯bertragung der Wertstellen des Messergebnisses der Reihe nach an das Aufschreibewerk erfolgt.
Man kann somit die Messvorrichtung mit dem Druckwerk und der Registriereinrichtung gemeinsam verbinden, und man hat auch später noch die Wahl, das Druckwerk oder die Registriereinrichtung an das Messgerät anzuschliessen. Das ist auch aus fertigungstechnischen Gründen und aus Gründen der Lagerhaltung für den Hersteller wesentlich wirtschaftlicher, als wenn er zwei verschiedene Typen auf Lager halten muss.
Die Einrichtung gemäss der Erfindung kann so beschaffen sein, dass sie am Ort ihrer Aufstellung das Messergebnis, beispielsweise durch ein Leuchtbild, bekanntgibt und ausserdem gestattet, an der gleichen oder an einer oder mehreren beliebig entfernten Stellen das Messergebnis einwandfrei abzudrucken sowie zu buchen oder sonstwie zu registrieren.
Als Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegen- standes wird im folgenden eine Wägeeinrichtung be- schrieben, welche in der Zeichnung schematisch ver anschaulicht ist.
Fig. I zeigt den Wägearbeitsplatz mit den wesentlichen Einrichtungen im Aufriss,
Fig. 2 den Grundriss davon in kleinerem Massstab.
Fig. 3 veranschaulicht perspektivisch eine Ge wichtswert-Feststellungsvorrichtung mit Merkmals- trägern und die Einrichtungen, zur Übertragung dieser Werte auf ein Druckwerk und eine Registrier- machine.
Fig. 4 ist ein Schaltschema für die Betätigung der Ubertragungseinrichtung.
Fig. 5a zeigt eine weitere Lösung für die gestellte Aufgabe in schematischer Weise.
Fig. 5b zeigt eine Seitenansicht der Anlage nach Fig. 5a, und
Fig. 6 zeigt eine weitere Messwertübertragungsanlage in schematischer Weise.
Die Einrichtung besitzt gemäss Fig. 1 eine Nei gungspendelwaage A, auf die der Lastzug von der Wägebrücke P her durch Hebel und Zuggestänge B übertragen wird, ferner einen Leuchtbildanzeigekopf C, eine selbsttätige Abtast-und Druckvorrichtung D für beispielsweise vierstellige Gewichtswerte (ler, 10er, 100er und 1000er) sowie eine Schaltvorrichtung E zur automatischen Ubertragung der festgestellten Gewichtswerte auf ein Registrierwerk H.
Zu der Schaltvorrichtung E gehören auch vom Bedienungspersonal der Waage handbediente Schalter G für den Ort-, Datum- und dergleichen -abdruck nebst Addi- tions-, Subtraktions-und'Kommandoschaltern Br (= Brutto) und Ta (= Tara) (Fig. 2). Das Druckwerk D sowie das Registrierwerk H sind die Auf schreibwerke der Waage A. Eine Signallampe 7 ! gibt an, wenn Kommandoschalter betätigt sind. Die gesamte Einrichtung ist teils unter einer etwa hufeisenförmigen Arbeitstischplatte L am Sitz-und Beobachtungsplatz M des Wägers, teils auf dieser Platte in bequemer Lage für die Bedienung bzw. Ablesung durch den Wäger, wie Fig. 1 und 2 zeigen, angeordnet.
Der Netzanschluss für den Leuchtbildanzeige- kopf C und die elektrisch betriebenen Ubertragungs- teile erfolgt durch den Steckkontakt N. Vor dem Arbeitstisch und Sitzplatz des Wägers befindet sich die Wägebrücke P, die der Wäger zu überwachen vermag.
Die Arbeitsweise von Ubertragungsvorrichtungen für Gewichtswerte auf ein Druckwerk ist an sich bekannt. Gemäss Fig. 1 und 3 besitzt die Abtast-und Druckvorrichtung D an der Waage A zwei trommelartige Merkmalsträger 11 und 21. Der Merkmalsträ- ger 11 ist für Hunderter-und Tausenderwerte bestimmt und der Merkmalsträger 21 gilt für Einer und Zehnerwerte.
Entsprechend dem von der auf die Waage A einwirkenden Last abhängigen Ausschlag der Auswägevorrichtung werden die Trommeln 11 und 21 getrennt, aber abhängig voneinander eingestellt, das hei¯t, tuber die Kegelräder 13 bzw. 26 in Richtung ihrer Pfeile gedreht.
Die getrennte aber abhängige Bewegung beider Trommeln 11 und 21 kann mittels nicht dargestellter Mittel z. B. so erfolgen : Ist das Neigungspendel der Waage A in seiner dem ermittelten Gewicht entspre- chenden Lage eingependelt, so wird es mit einem nicht dargestellten Rahmen, an dem die Zahnstange 24 (Fig. 3) befestigt ist, fest gekuppelt. Wird jetzt der Motor 32 eingeschaltet, so treibt er über einen Schneckentrieb 33, 44 (Fig. 3) zwei nicht dargestellte Kurvenscheiben (wie Kurvenscheibe 31, Fig. 3) an.
Durch eine dieser Kurvenscheiben wird der Rahmen mitsamt dem Neigungspendel und der Zahnstange 24 (Fig. 3) bewegt. Durch die Zahnstange 24 wird über ein Ritzel 25 und ein Kegelräderpaar 26 der Merkmalsträger 21 in Richtung des Pfeiles gedreht.
Der Rahmen mit dem Neigungspendel bewegt sich bis zum Anschlag an nicht dargestellte ortsfeste Anschläge, und der Merkmalsträger 21 ist eingestellt.
Durch die andere, ebenfalls vom Motor 32 angetrie- bene Kurvenscheibe wird nun ein nicht dargestellter Hebel, der mit der Antriebswelle des Kegelradgetrie- bes 13 (Fig. 3) verbunden ist, bis zum Anschlag an den bereits erwähnten Rahmen geschwenkt. Diese Bewegung des Hebels wird auf den Merkmalsträger 11 übertragen, und dieser ist ebenfalls eingestellt.
Beide Merkmalsträger 11 und 21 sind mit einem Spitzenrad 137 bzw. 237 versehen, damit sie nach erfolgter Einstellung durch Geradsteller 118 bzw. 218 auf die Druckeinheit (Dezimale) ausgerichtet und dann festgehalten werden können. Jede der beiden Trommeln 11 und 21 ist auf einer Stirnseite mit Merkmalen 111 (Hunderter) bzw. 211 (Einer) in n Stiftform und auf der anderen Stirnseite mit Merk- malen 112 (Tausender) bzw. 212 (Zehner) in Stufen- form versehen.
Die beiden Merkmale 211, 212 für die Einer und Zehner sind auf der Trommel 21 starr miteinander verbunden und werden somit bei drehender Trommel 21 gleichzeitig bewegt. Das gleiche gilt für die Merkmale 111, 112 für die Hunderter und Tausender auf der Trommel 11.
An diese Merkmale 111 bzw. 211 werden, sobald ihre Trommeln 11 und 21 nach Massgabe des ermittel, ten Gewichtes eingestellt sind, die Abtaststangen 1 la und 12a bzw. 21a und 22a der Vorrichtung D mit Taststufen 11 b und 12b bzw. 21b und 22b durch die Kraftwirkung der Federn llc, 12c bzw. 21c, 22c herangeführt. Die Stangen lla und 21a ermitteln mit ihren vertikalen Stufenreihen, die der kreisför- migen Anordnung und Bewegungsbahn der Stifte 111 bzw. 211 angepasst sind, die niedrigeren Dezimalen durch Anschlag an diese Stifte, und. zwar sind jeder höheren Dezimale zehn Stellungen der niedrigeren pro Stift 111 bzw. 211 zugeordnet.
Die höheren Ein- heiten werden an den Stufenmerkmalen 112 bzw.
212 von den Stangen 12a und 22a mit ihren horizontalen Stufenreihen festgestellt. Die Taststangen liegen also teils in einer Vertikalebene, teils in einer Parallelebene zur Achse der Trommeln 11 und 21.
Dadurch ergibt sich für den gesamten Aufbau der Abtastvorrichtung eine sehr kurze axiale Baulänge.
Sämtliche Abtaststangen lla, 12a und 21a, 22a sind an ihrer Unterseite mit ZÏhnen 17 versehen, die mit Zahnrädern 117, 127, 217 und 227 an den Ziffernrollen 119, 129, 219 und 229 eines im übrigen nicht d'argestellten Abdruckwerkes für die ermittelten Gewichtswerte kämmen und dadurch deren Einstellung bewirken.
In ihrer Ausgangsstellung werden die Stangen lla, 12a, 21a und 22a von einer durch Schlitze in den Stangen geführten, gemeinsamen Sperrstange 15 gegen den Zug der Federn llc, 12c, 21c und 22c ausser Eingriff mit den Merkmalen 111, 112 und 211, 212 an den Trommeln 11 und 21 gehalten. Ein gleichfalls vom Motor 32 gedrehter Nocken 31 gibt den Sperrhebel 35 für die Sperrstange 15, der mit einer Laufrolle 35a am Nocken 31 anliegt, zeitweise frei, so dass die Federn llc, 12c, 21c und 22c die Taststangen gegen die ihnen zugeordneben Merkmale bewegen und die mit ihnen verzahnten Ziffernrollen 119, 129, 219 und 229 wie beschrieben wurde einstellen können.
Damit jeder Gewichtswert auch sofort zur Regi striereinrichtung H in einer Form weitergeleitet werden kann, die seine richtige Aufnahme dort gewähr- leistet, besitzen die Taststangen Kontaktfinger 11d, 12d, 21d und 22d, die beim Verstellen der Stangen über die ih ; nen zugeordneten Bänke 1 le, 12e, 21e und 22e mit zehn Kontaktknöpfen für je zehn Leitungen 0 bis 9 gleiten, vergleiche Fig. 3. Die Leitungen führen zu elektromagnetischen Steuerelementen 80 an n, den Schreibtasten der Registriereinrichtung H (Fig. l).
Auf den Stromschienen llf, 12f, 21f undl 22f gleiten die Stromabnehmer 11g, 12g, 21g und 22 g der Taststangen. Jede Stromschiene erhält Strom über eine Schaltvorrichtung 41, die an eine Versorgungsleitung 41a angeschlossen ist. Diese Schaltvorrichtung ist von der Art, dass mit ihr d'ie von allen Tast- stangen gleichzeitig festgestellten Gewichtsdezimalen nacheinander an die Schreib-oder Locheinrichtung der beigeordneten Registrierwerke weitergegeben werden. können.
Der Kontaktfinger 42 der Schaltvorrichtung 41 wird in Richtung des Pfeils 44 vom Motor 32 zusammen mit dem Nocken 31 bewegt. Der Weg, den der Finger 42 bis zum Erreichen des ersten Schalterkontaktes 45 zurückzulegen hat, entspricht der Zeit- spanne, die für das Arbeitsspiel der Taststangen nötig ist.
Wenn der Finger 42 über die Kontakte 45, 46, 47 und 48 gleitet, verbindet er die an diese Kontakte angeschlossenen Leitungen 45a bis 48a zu den Stromschienen 11f, 12f, 21f und 22f über den Ring 43 mit der Stromquelle 41a, wodurch die zugehörigen Magnete einer oder mehrerer Registriermaschinen nacheinander über die Kontaktfinger und-brücken
12d-12e (Tausender), lld-lle (Hunderter), 22d-22e (Zehner) und 21d-21e (Einer) durch die jeder Dezimale zugeordneten Leitungen 0 bis 9 erregt und die Registriervorgänge für den ermittelten Gewichtswert vorbereitet werden. Beim tSberfahren des Kontaktes 49 am Schalter 41 erhält ein nicht gezeichneter Antriebsmotor der Registriereinrichtung H Strom, damit die Registrierung vollzogen wird.
Damit beim Uberschreiten der höchsten Wäge- fähigkeit oder bei Unterschreiten des Skalennullpunk- tes keine Gewichtswerte in das Druck-und das Regi strierwerk übertragen werden, ist eine Uber-und eine Unterlastsperre vorgesehen, die in diesen Wägestel- lungen ausserhalb des Skalenbereiches eine Betäti- gung der Taststangen 11a, 12a, 21a und 22a verhin dem. Am Merkmalsträger 21 ist zu diesem Zweck der Anschlag 19 vorgesehen, der in solchen Fällen im Wirkungsbereich des Fortsatzes 20 eines Winkelhebels 15a liegt, der von einer Feder 15b an der Sperrstange 15 gehalten wird.
Normalerweise gibt die Feder 15b nach und lässt den Winkelhebel 15a ausweichen, wenn die Federn llc, 12c, 21c und 22c ihre Taststangen mitsamt ihrer Sperrstange 15 gegen die Merkmale der Trommeln 11 und 21 bewegen sollen.
Wenn aber die Trommeln 11 und 21 wegen Unteroder Überlastung der Waage ausserhalb des Skalenbereiches eingestellt sind, dann hält der Anschlag 19 den Hebel 15a und die Sperrstange 15 in der Ruhelage unnachgiebig fest. Es erfolgt also in diesem Zustand keinerlei Ziffernrolleneinstellung und infolgedessen auch keinerlei tYbertfagung auf ein Registrier- werk, wie z. B. die Buchungsmaschine H.
Fig. 4 zeigt in einem Schaltungsschema, wie dank der Schaltvorrichtung 41 die Zeit zwischen zwei Ge wichtswertfeststellungen und-übertragungen, das heisst, wenn die Taster 1 la, 12a, 21a und 22ain Ruhestellung sich befinden, vorteilhaft ausgenutzt werden kann, um zusätzliche Beizeichen, wie z. B. Ort-, Zeitund Datumangaben usw., mehr zu registrieren. Durch diese Möglichkeit braucht die Waage lediglich während der Zeit gegen anderweitige Benutzung gesperrt zu werden, die zur Abtastung und tYbertragung der Gewichtswerte durch die Einrichtung D, E benötigt wird.
Die Schaltvorrichtung 41 mit dem Schaltfinger 42, der vom Motor 32, wie anhand der Fig. 3 beschrieben wurde, in Richtung des Pfeiles 44 gedreht wird, besitzt z. B. vier verschiedene Kontaktgruppen.
In derMitte stehttdieGruppe derGewichtswertkontakte 45 bis 48, die vom Finger 42 überfahren werden sollen, sobald die Taststangen 11 a, 12a, 21 a und 22a mit den Stromabnehmern bzw.-abgebern 11', 12', 21' und 22'an den Stromzufuhrleitungen llf, 12f, 21f und 22f bzv. den Kontakten lle, 12e, 21e und 22e einen Messgang vollendet haben.
Der Schaltfinger beginnt mit dem 1000er-Kontakt 45 und berührt zu letzt den ler-Kontakt, damit die Energieimpulse in der richtigen Reihenfolge zu den Betätigungsmagne- ten oder dergleichen an den beiden Registriereinrichtungen, nämlich der Buchungsmaschine H1 und einer Lochkartenmaschine H2 gelangen.
Vor der Gewichtswertübertragung mitHilfe derEin- richtung D konnte der Finger 42 der Schaltvorrich- tung E von den Kontakten 85, 86, 87 und 88 die genaue Uhrzeit an einer der hierfür bekannten und deshalb nicht näher beschriebenen Einrichtung U abnehmen, das heisst also, seinen Lauf damit beginnen, diese Uhrzeitwerte über die Leitungen 0 bis 9 nacheinander an eine oder beide Registriereinrichtungen H1 und H2 weiterzugeben.
Mit 89 ist ein Kommandoschalter der Schaltvorrichtung E bezeichnet, der die Ausführung des Abdruckes des Uhrzeitwertes durch den Mechanismus der Einrichtungen H1 undloder H2 veranlasst, ohne dabei deren Rechenwerke zu beeinflussen. Die bereits geschilderte Gewichtswertübertragung geschieht mittels des Kommandoschalters 49 der Schaltvorrich- tung E, der einen beispielsweise vom Wäger mit der Hand betätigten Vorschalter 49a besitzen kann, durch den auf bekannte Weise veranlasst wird, dass der Gewichtswert als Brutto oder als Tara vom Rechenwerk der Buchungsmaschine Hl bzw. von der Lochkartenmaschine 77., aufgenommen wird.
Wenn beide Werte hintereinanderfolgen, dann können die Maschinen das Nettogewicht selbsttätig errechnen und registrieren. Sonstige Beizeichen, wie Datum, Ort usw. werden vom Wäger mit Hilfe der Einrichtung G (einer sogenannten Volltastatur) eingetastet und vermittels der Kontakte 101, 102, 103 und 104 sowie des Kommandoschalters 105 der Schaltvorrichtung E auf die Registrierwerke Hi und H2 übertragen.
Der geschilderte Arbeitsablauf zuerst tÇber- tragung der Uhrzeit, dann des Gewichtes und schliesslich des Datums, Ortes usw.-stellt nur ein Beispiel dar, um zu zeigen, in welcher Weise die von der Messwertübertragung zum Drucker freie Zeit zwi- schen zwei Messungen für die tZbertragung weiterer Werte und Zeichen genutzt werden kann. In gleicher Weise stellt der Schalter 49a nur ein Beispiel dar ; je nach dem Arbeitsablauf an einer Waage kann eine Registrierfolge, wie Brutto-Tara oder dergleichen, zwangläufig für mehrere nacheinander ablaufende Wägungen gesteuert werden. Im Waagenbau ist es üblich, die ausser dem Gewichtswert noch gemessenen Werte, wie z. B.
Uhrzeit, Datum, Ort usw., als Bei- zeichenwerte zu bezeichnen. Die Reihenfolge, in der der Gewichtswert und die Beizeichenwerte gedrückt bzw. registriert werden, ist auch anders aufzubauen.
Die mechanisch-elektrische Messwertübertragungs- anlage gemäss Fig. 5a und 5b ist insbesondere dort verwendbar, wo die mit Sicherheit fehlerfreie aber- tragung einer grösseren Anzahl von Messwert-und zusätzlichen Beizeichen länger als die Ablaufzeit der Buchungs-oder sonstigen Registriermaschine dauern würde. Das Wesen der Einrichtung F nach Fig. 5a besteht deshalb darin, dal3 die Steuerung aller Registriermaschinenorgane (z.
B. der Elektromagnete 80 oder dergleichen, Fig.]), welche die zu übertragenden Werte (Gewichte, Beizeichen und sonstige An- gaben) aufnehmen sollen, nunmehr mehr oder weniger gleichzeitig erfolgt, sobald entweder das Abtastwerk D die Gewichtswerte festgestellt oder der Wäger einen diesbezüglichen Schalter bedient hat. Die Steue rungseinrichtung F besitzt eine vorzugsweise durch einen Elektromotor drehbare Welle 54, auf der so viel Steuernockenscheiben 55a bis 55n für elektrische Schalter 555a bis 555n angebracht sind, als Wertgruppen (Dezimalen), Zeichen oder Kombinationen von Ziffern und Zeichen registriert werden sollen.
Die Nockenscheiben schliessen während jeder ihrer Umdrehungen die ihnen zugeordneten Schalter einmal, und zwar in einer Reihenfolge, die durch die Art und Einstellung der Nocken auf der Welle 54 beliebig festgelegt werden kann. Sämtliche Schalterkontakte sind mit der Klemmleiste 61 verbunden, an der über die Klemmen E und A die Spannung eines Versorgungs- netzes liegt. Auf diese Weise werden die an die Schalter angeschlossenen Registriermaschinen be tätigt. Voraussetzung hierfür ist es, dass z.
B. der Motor 32 (Fig. 3), der die Merkmalstrommeln 11 und 21 einstellt, auch den über die Klemmen V, und V2 an die Leiste 61 angeschlossenen Magneten 52 über einen (nicht gezeichneten) Schal'ter erregen und als Folge davon den Sperrhebel 53 für die Schaltwelle 54 entgegen der Kraft einer Feder 53a aus der Nut 56 einer auf der Welle 54 fest angebrachten Sperr- scheibe 57 ziehen lässt.
Gleichzeitig betätigt der Hebel 53 den Schalter 59 für den Schaltwellenantriebsmotor 58. tuber ein Vorgelege 58a mit Rutschkupplung dreht der Motor 58 die Welle 54 einmal vol1 (360 ) herum, denn der Sperrbebel 53 wird von der Scheibe 57 während ihres Umlaufes auf den Schalter 59 herabgedrückt. Erst wenn die Nut 56 wieder über dem Sperrhebel erscheint, lässt die Rückholfeder 53a den Hebel einspringen und dadurch den Schalter 59 sich wieder offnen.
Während einer solchen Umdrehung der Welle 54 schliessen die Nockenscheiben 55a bis 55n die Schalter 555a bis 555n, die den Nocken- scheiben zugeordnet sind. Dies geschieht in aber- einstimmung mit der gewählten Einstellung der Nok- ken auf der Welle und den Anforderungen der mit der Einrichtung F zu steuernden Registriermaschinen.
Die Schalter 555 werden demnach, wenn eine Bu chungsmaschine die vom Abtastwerk D ermittelten Gewichtswerte übernehmen soll, in derselben ReihenW folge wie die Kontakte 45 bis 48 in Fig. 3 betätigt.
Der Endschalter 555n setzt den Buchungsmaschinenantrieb in Gang.
Fig. 6 bezieht sich auf eine Einrichtung, welche die Übertragung der Messwerte auf eine oder mehrere Registriereinrichtungen zeitlich ebenfalls weitgehend von der Arbeit eines Messwerkdruckers D unabhängig macht. Ausserdem bietet sie den besonderen Vorteil, dass damit auch Einzel-und GesamtwertfeststelL lungen mühelos registriert werden können, die zum Beispiel beim Gattieren durch Verwägung der einzelnen Chargenteile vorkommen.
Den Abtaststangen lla, 12a, 21a und 22a der Messwertfeststellvorrichtung nach Fig. 3 ist je eine verstellbare Kontaktbetätigungsstange 62E, 62Z, 62H und 62T für die Einer-, Zehner-, Hunderter-und Tausenderwerte zugeordnet. Diese Stangen 62 werden eine Zeitlang als Speicher für die gefundenen Messwerte benutzt. Dadurch ist man in der Lage, die Übernahme der Messwerte in die Registriermaschine oder-maschinen vorzubereiten, während die Abtaststangen die Druckwerksziffernrollen bewegen.
Von den vier Abtaststangen ist zur Vereinfachung der Zeichnung nur die Einerstange 21a dargestellt. Jede Abtaststange trägt einen Anschlag 63, der beim Vorrücken der Abtaststange, bis sie gegen ein Merkmal an der zugehörigen Trommel 11 oder 21 stösst, die Kontaktstange 62 mitzieht. Jede Kontaktstange 62 ist an dem Ende, wo sie vom Anschlag 63 berührt wird, mit einem elektrisch isolierten Knopf 64 versehen, der über die Kontakte an der ihm zugeordneten Kontaktbrücke 65E, 65Z, 65H bzw. 65T gleitet und schliesslich denjenigen Kontaktknopf der Brücke dauernd in Schliessstellung drückt, der dem von der Abtaststange gefundenen Messwert entspricht.
An ihrer Unterseite sind die Kontaktstangen mit Sperrkerben 66 versehen, in die Klinken 67 durch die Kraft einer Feder 67a einfallen, um den Träger in Messwertlage festzuhalten. Sämtliche Klinken sind miteinander gekuppelt und an den beweglichen Teil eines Elektromagneten 67b angeschlossen, mit dessen Hilfe sie gegen die Kraft der Feder 67a aus den Sperrkerben gezogen werden können. Die Feder 68 holt dann jeden Kontaktträger in seine Ausgangslage zurück. Fig. 6 zeigt die Abtaststangen 21a und sämt- liche Kontaktstangen in der Ruhelage. 69 sind zwei Führungsvorrichtungen für die Abtaststange.
Sämtliche Bankkontakte 65 sind so geschaltet, dlass der eine Pol an einer von der Schaltvorrichtung 41 kommenden Leitung und der andere Pol an den Leitungen 0 bis 9 liegt, die zu den Betätigungsorga- nen, beispielsweise Elektromagneten, an einer oder mehreren Registriereinrichtungen H führen.
Während die Merkmale der vier Gewichtsdekaden gemäss Fig. 3 gleichzeitig von den Stangen lla, 12a, 21a und 22a abgetastet werden, steht der Schaltarm 42 in Ruhestellung (wie gezeichnet) oder er wird wie beim Ausführungsbeispiel nach Fig. 3 in Pfeilrich- tung bewegt, ohne einen der Kontakte 45-49 zu erreichen. Auf diese Weise bleiben die Kontaktbänke 65 während des Einstellvorganges der Stangen 62 stromlos. Funkenbildung und Abnutzung sind dadurch vermieden.
Nachdem die Abtaststangen ein Merkmal erreicht haben, und ihreKontaktstangen 62 auf den dem ermittelten Messwert entsprechenden Kontakfknopf drücken und dort festgehalten sind, erreicht der Schaltarm 42 nacheinander die Kontakte der Leitungen 45-48, wodurch, wie früher beschrieben, in jeder der Zahlendekaden ein zugeordneter Magnet oder dergleichen in der (nicht dargestellten) Buchungs-odler sonstigen Registriermaschine H für die Übertragung vorbereitet wird. tuber den Kontakt 49 vollzieht sich dann der Registriervorgang. Durch den Kontakt 50 mit oder ohne Handschalter 50a kann ein Summendruck im Addierwerk der Regi striermaschine veranlasst werden.
Nach dem Kontakt 50 gelangt der Schaltarm 42 zu den Kontakten 45', 46', 47'und 48', deren Stromkreis in beliebiger Weise, z. B. durch eine Tastatur ähnlich der Vorrichtung G gemäss Fig. 4 oder für eine Ubertragung der negativen Mel3werte an das Rechenwerk der Registriereinrichtung H vorbereitet sind. Diese Negativwert-Kontakte sind somit entweder an die Leitungen von den Positivwert-Kontakten 45-48 zu den Bänken 65 oder an die Tastatur G angeschlossen. 49'ist der Kommandokontakt für die Registrierung der Negativwerte oder der durch die Vorrichtung G gewählten Werte.
Während die Abtaststangen wie 21a sofort nach der Messwertfeststellung in ihre Ausgangslage zurücklaufen, bleiben die Kontaktstangen 62 in Messwert- stellung stehen, so dass der Schaltarm 42 die Kontakte 45 bis 49'überfahren kann, um Registriervor- gänge hervorzurufen, auch wenn die Abtaststangen lla, I2a, 21a und 22a sich wieder in ihrer Ruhelage befinden. Der Kontakt 67c, der den Klinkenmagnet 67b ansprechen lässt, wird erst durch Einlegen eines Handschalters 67d oder dergleichen wirksam. Zwischen den Kontakten 49'und 67c bzw. 45 lassen sich weitere einschalten, wenn dafür Bed ! aR vorhanden ist (vergleiche Zeitübertragung gemäss Fig. 4).
Die als Beispiel beschriebene Gattierregistrierung ist brauchbar, wenn die Gewichtswerte der einzelnen Chargenbestandteile durch eine oder mehrere Waagen in unmittelbarer Aufeinanderfolge ermittelt werden.
Dies ist nicht immer möglich. Mischen sich Einzelwägungen verschiedener Chargen, dann benutzt man eine Hilfsvorrichtung wie die Tara-Volltastatur G nach Fig. 4. Die jeweiligen Messwerte für Tara oder dergleichen lassen sich an der Volltastatur sehr schnell für die Registrierung einstellen. Darüber hinaus bietet die Vorrichtung G oder dergleichen die Möglichkeit, die fraglichen Werte selbsttätig auf dem Registrierbeleg abzudrucken und somit leicht kon- trollierbar zu machen.
Während eines Messwertfeststellungsvorganges können die Betätigungseinrichtungen aller Registrier- maschinen (H, und H2), beispielsweise auf elektro- magnetischem Wege, in an sich bekannter Weise gesperrt werden. Damit ist eine Registrierung falscher Messwerte verhindert. Man kann auch einen Kontrollzähler an der Messvorrichtung A und an der oder den Registrierwerken vorsehen, um zu erkennen, ob sämtliche Messwertstellen übertragen worden sind.