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Steuer- und Antriebseinrichtung für den Druck- und Löschmechanismus
eines Quittungs- oder Kontrollstreifendruckers Die Erfindung bezieht sich auf einen
Quittungs-oder Kontrollstreifendrucker, insbesondere auf die Steuer- und Antriebseinrichtung
für den Druck- und Löschmechanismus eines Fernsprechgebührendruckers, welcher teilnehmerseitig
in das Fernsprechselbstwählnetz eingeschleift werden kann und dazu dient, neben
der Angabe von Datum und Uhrzeit eines geführten Gespräches auch noch wenigstens
die Nummer des gerufenen Teilnehmers und die Gesprächsgebühren - entweder in Verrechnungseinheiten
oder als Gesamtgebühr - aufzuzeichnen.
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Die Verwendung solcher Gebührendrucker bei Teilnehmern, welche Gastsprechern
gegenüber eine Verrechnungsgrundlage benötigen, beispielsweise Hotels od. dgl.,
ist seit langem bekannt, und es wurden hierfür bereits mehrere Arten von Druckern
entwickelt, bei denen entweder die zu registrierenden Angaben, wie Rufnummer, Datum,
Uhrzeit des Gesprächsbeginns und -endes sowie gegebenenfalls die Gesprächsgebühr,
nacheinander oder gleichzeitig auf einem Kontrollstreifen oder einem Quittungsbeleg
zum Abdruck gelangen. Der Drucker nach der Erfindung fällt unter die letztgenannte
Gruppe, bei der alle Angaben gleichzeitig gedruckt werden, und zwar in an sich bekannter
Weise mit einem Druckwerk in einem Arbeitsgang sowohl auf einen Quittungsbeleg als
auch auf einen Kontrollstreifen, wobei der Quittungsbeleg entweder von einem Streifen
abgeschnitten oder durch einen einzuschiebenden Rechnungsvordruck gebildet werden
kann.
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Bei derartigen teilnehmerseitigen Gebührendruckern, welche nicht oder
nur selten von Fachkräften bedient und gewartet werden, besteht häufig die Gefahr
einer Falschbedienung, sei es unbeabsichtigt oder absichtlich, beispielsweise durch
Unterbrechung der Stromversorgung. Der vorliegenden Erfindung liegt daher die Aufgabe
zugrunde, eine Steuer- und Antriebseinrichtung für einen solchen Gebührendrucker
vorzusehen, welche einerseits schnell und sicher arbeitet und andererseits bei unabsichtlicher
oder beabsichtigter, z. B. betrügerischer Falschbedienung die Störung kenntlich
macht.
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Nach der Erfindung wird vorgeschlagen, den Drucker mit in Abhängigkeit
von der Gebührenregistriereinrichtung auslösbaren Druckwerksteuermitteln zu versehen,
durch die beim Einlaufen mindestens eines Gebührenimpulses das Druckwerkeinschaltgestänge
in eine Vorbereitungsstellung bringbar ist, und daß bei Gesprächsbeendigung wirksam
werdende Löschsteuermittel vorgesehen sind, durch die das vorbereitete Druckwerkeinschaltgestänge
freigebbar und die Löscheinrichtung auslösbar ist, welche selbsttätig je nachdem,
ob ein Druck vorbereitet wurde oder nicht, im Anschluß an den Druckvorgang oder
sofort die Registrierzählwerke in ihre Ausgangslage zurückstellt.
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Weitere Erfindungsmerkmale gehen aus der nachfolgenden Beschreibung
eines in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispieles hervor. Es zeigt Fig.
1 die rechte Seitenwand des Gebührendruckers mit dem elektromagnetisch auslösbaren
mechanischen Teil der erfindungsgemäßen Steuer- und Antriebseinrichtung, Fig. 2
eine Ansicht der Einschaltsteuergestänge nach einem Schnitt II-II in Fig. 1, Fig.
3 einen Teil der Steuer- und Antriebseinrichtung in einem vergrößerten Maßstab,
Fig.4 die die Auslösung der Antriebseinrichtung steuernde Schaltanordnung in einem
vereinfachten Prinzipschaltbild.
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Die Erfindung wird veranschaulicht an einem Fernsprechgebührendrucker,
bei welchem die aufzuzeichnenden Angaben gleichzeitig auf einen Quittungsbeleg und
einen Kontrollstreifen gedruckt werden. Sowohl der Druck- wie der Löschvorgang werden
in dem gezeigten Beispiel elektromotorisch durchgeführt.
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Gemäß Fig. 1, welche nur die mit der Erfindung unmittelbar zusammenhängenden
Teile zeigt, ist an der rechten Seitenwand 1 eine Schiene 2 befestigt, welche drei
Schaltmagnete DM, LM und DDM trägt. Der Schaltmagnet DM dient
der Vorbereitung des Druckes, der Magnet LM der Auslösung des Druck-und Löschvorganges
und der Magnet DDM der Vorbereitung eines Kontroil- oder Doppeldruckes. Jeder
dieser Schaltmagnete weist einen Anker 3 bzw. 4
bzw. 5 auf, welcher
durch Federkraft entgegen dem Uhrzeigersinn verschwenkt wird. Am Ende weisen die
Anker 3 bis 5 über Langlöcher einstellbare Krallen 6, 7 und 8 auf, welche etwa senkrecht
nach unten gewinkelt sind. Die Kralle 6 übergreift einen Lappen 9 an einer Schaltschiene
10, die Kralle 7 einen Lappen 11 an einer Schaltschiene 12 und außerdem noch einen
Lappen 13 an der Schaltschiene 10, wobei jedoch der Lappen 13 nicht an der Kralle
7 anliegt, da er etwas schmaler ist als der Lappen 11 und die Schiene 10 über den
Lappen 9 an der Kralle 6 festgehalten wird. Schließlich ist noch eine Schiene 14
vorgesehen, deren Lappen 15 durch die Kralle 8 des Ankers 5, gehalten wird. An jeder
Schiene 10, 12 und 14 greift eine Feder 16, 17. 18 (Fig. 2) an, die bestrebt ist,
ihre Schiene nach links in die wirksame Lage zu ziehen. Die Federn sind andererseits
an einem Stift 19 der Seitenwand 1 verankert. Ein weiterer Stift 20 in der Seitenwand
1 dient der gemeinsamen Lagerung der Schienen 10, 12 und 14, welche am Stift 20
in Langlöchern geführt sind. Wie aus Fig. 1 ersichtlich ist, sind die Schienen 10
und 12 gleichausgebildet und nur um 18Q° gekippt montiert. Dabei ist der Lappen
22 etwas schmaler gemacht, beispielsweise abgeschliffen. Der Lappen 21 an der Schiene
12 hat keine Funktion. Die Lappen 22 und 23 an den Schienen 10 und 12 schließen
bei der Verschiebung nach links einen Kontakt 24 für den Stromkreis eines nicht
dargestellten Elektromotors. Während, wie bereits erwähnt wurde, die Schienen 10,
12, 14 einerseits verschiebbar auf dem Stift 20 geführt werden, sind sie mit ihrem
linken Ende an Hebeln angelenkt, und zwar die Schiene 10 an einem Schalthebel 25,
die Schiene 12 an einem dem Schalthebel 25 gleichen Hebel 26 und die Schiene 14
an einem Auslösehebel 27. Der Hebel 27 ist seinerseits an der Welle 28 des Schaltankers
3 gelagert und weist einen Stollen 29 auf, mit dem er den Anker 3 untergreift und
anhebt, wenn die Schiene 14 von ihrer Feder 18 nach links gezogen wird. Die Hebel
25 und 26 sind schwenkbar an der Seitenwand 1 gelagert und dienen der Ein-und Ausschaltung
von Kupplungen 30 und 31, welche als Eintouren-Klinkenkupplungen ausgebildet sind.
Diese Kupplungen 30, 31 werden durch einen Elektromotor über eine hier nicht dargestellte
gemeinsame Zahnraduntersetzung entgegen der Uhrzeigerrichtung angetrieben, wenn
der obenerwähnte Kontakt 24 geschlossen ist. Die Kupplung 3.0 dient dem Druck-Zverlcsantrieb,
die Kupplung 31 der Zählwerkslöschung.
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Die Ausbildung der beiden Antriebskupplungen 30 und 31 für die Druck-
und Löscheinrichtung sowie ihrer Schalthebel 25 und 26 geht aus der Fig. 3 hervor,
in der jedoch nur die Kupplung 30 und der Schalthebel 25 ganz dargestellt sind,
da die Kupplung 31 und der Schalthebel 26 mit den gezeigten übereinstimmen. Der
Antrieb der Kupplung 30 erfolgt über ein Zahnrad 32, welches lose drehbar auf der
Kupplungsabtriebsw°lle 33. an der Seitenwand 1 gelagert und mit einem Zackenrad
34 fest verbunden ist. Mit diesem Zackenrad 34 ist eine Klinke 35 eines Klinkenliebels
36 durch die Kraft einer zwischen dem Hebel 36 und einem Ansatz am Sperrhebel 39
gespannten Feder 37 in Eingriff bringbar, wenn der Haken 38 am Sperrhebel 39 freigegeben
wird. Der Klinkenhebel 36 und der Sperrhebel 39 sind schwenkbar an einer Scheibe
40 befestigt, welche auf der Abtriebswelle 33, dem Zackenrad 3.4 vorgelagert, drehbar
angeordnet ist. Außerdem weist die Scheibe 40 noch einen Durchbruch 41 auf, in den
ein auf dem Sperrhebel 39 befestigter Stift 42 ragt und der zusammen mit dem Durchbruch
41 den Schwenkweg des Sperrhebels 39 begrenzt. Die Verbindung zwischen dieser die
Kupplungsteile 35 bis 39 tragenden Scheibe 40 und der Abtriebswelle 33 wird über
einen auf letzterer aufgeschobenen justier- und festziehbaren Klemmhebel 43 hergestellt,
an dessen Ende zur Scheibe 40 hin ein Stollen 44 befestigt ist, welcher in einen
Schlitz 45 der Scheibe 40 eingreift. An der Auflaufseite 46 - die Kupplungen 30,
31 drehen sich entgegen der Uhrzeigerrichtung - ist der Stollen 44 vorzugsweise
etwas abgeschrägt.
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Der Schalthebel 25, hat, wie die Fig. 5 veranschaulicht, nicht nur
die Aufgabe, über seine in Ruhelage in den Sperrhaken 38 eingreifende Nase 47 die
Kupplung 30 entsprechend der an ihn über die Schaltschiene 10 ergangenen Kommandos
einzuschalten, sondern sie nach einer Umdrehung wieder auszuschalten und das Einschaltgestänge
10 dabei in die Ausgangslage zurückzustellen. Hierzu ragt er mit einem Vorsprung
48 in den Umlaufbereich des Stollens 44, durch dessen Auflaufkante 46 der beim Einschalten
der Kupplung entgegen dem Uhrzeigersinn verschwenkte Schalthebel 25 während des
Kupplungsumlaufes kurz vor Beendigung der vollen Umdrehung weggedrängt und in Uhrzeigerrichtung
zurückgeschwenkt wird. Weiterhin ist der Vorsprung so geformt, daß er, nachdem der
Stollen 44 vorbeigelaufen ist, hinter diesem einfällt und dadurch die Kupplung gegen
Rückdrehen sichert. Da die Nase 47 und der Vorsprung 48 in verschiedenen Ebenen
angreifen müssen, ist der Schalthebel 25 unterhalb seines Drehpunktes abgekröpft.
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An den Schalthebeln 25 und 26 sind aber außerdem noch Einrichtungen
vorhanden, um sich gegenseitig verriegeln zu können, damit jeweils nur eine der
Kupplungen 30, 31 eingeschaltet wird, und zwar weist der Hebel 26 hierzu einen der
Nase 47' benachbarten hochgewinkelten Lappen 49' und der Schalthebel 25 einen dem
Angriffspunkt der Schaltschiene 10 benachbarten Riegelhaken 50 auf. Durch Pfeile
x und y sind in Fig. 3 die Bewegungsbahnen des Lappens 49' und des Hakens 50 veranschaulicht.
Schwenkt der Haken 50 in Richtung x, so legt er sich unter den Lappen 49', der Hebel
26 kann nicht in Richtung y schwenken. Schwenkt dagegen der Lappen 49' in Richtung
y, so setzt er sich unter den Haken 50, und der Hebel 25 kann nicht in Richtung
x schwenken.
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In Fig. 4 ist ein vereinfachtes Prinzipschaltbild der Steuereinrichtung,
soweit es mit dem Gegenstand der Erfindung in Verbindung steht, in stromlosem Zustand
gezeigt. Im Sprechstromkreis liegt der Gabelumschalter GU, der Wählscheibenkontakt
Wsk und ein Relais A. Der von dem Sprechstromkreis getrennte Gerätestromkreis wird
in bekannter Weise über Gleichrichter aus dem Netz gespeist. Er weist ein verzögert
arbeitendes Relais B, ein Relais S, welches der Spannungsüberwachung dient und bei
angeschlossener Stromversorgung über einen Widerstand R dauernd unter Strom gehalten
wird, und .ein ebenfalls verzögert arbeitendes Relais C auf. Die eingezeichneten
Schaltmagnete DM, LM und D'DM entsprechen den in Fig. 1 gezeigten Auslösemagneten.
Der Schaltmagnet GM dient der Registrierung der vom Amt ausgesandten Gebührenimpulse
in einem Zählwerk des Druckers. Diesem kann in bekannter Weise noch ein elektromechanischer
Zähler parallel geschaltet sein, welcher zur überwachung .des druckenden Zählers
und zur Abrechnung nach einem längeren Zeitraum dient. Von dem Relais A im Sprechstromkreis
wird der a-Kontakt im Gerätestromkreis gesteuert. Das B-Relais weist die Kontakte
bi und b2 auf. Das S-Relais
wirkt auf die Kontakte sl bis s3 und
das C-Relais auf den c-Iiontakt. Weiterhin ist noch ein Kontakt i vorgesehen, welcher
von einem nicht dargestellten I-Relais beim Einlaufen eines Gebührenimpulses kurzzeitig
angezogen wird. Der Kontakt u dient in bekannter Weise zum zeitweiligen Auftrennen
von Stromkreisen, beispielsweise während der Zeit des Motorlaufs, und ist zusammen
mit dem in Fig. 1 gezeigten Kontakt 24 mechanisch betätigbar.
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Wie bereits erwähnt wurde, liegt im Ruhezustand am Relais S über den
nach rechts umgelegten s,-Kontakt und den Widerstand R stets Spannung, so daß es
dauernd angezogen ist. Die Kontakte s2 und s3 sind geöffnet, alle übrigen Relais
A, B und C sind stromlos, desgleichen die Schaltmagnete GM. DII,
LM und DDM. Wird nun zu Beginn eines Gespräches der Hörer abgenommen, so
schließt der Kontakt GU den Sprechstromkreis, das A-Relais wird erregt und
legt den Kontakt a nach links um. Damit kommt das B-Relais ebenfalls unter Spannung
und schließt seine Kontakte b1 und b2. Das Schließen von b1 ist wirkungslos, da
s3, in dem Leitungsverlauf liegend, geöffnet ist. Desgleichen bleibt das Umlegen
des Kontaktes b2 nach rechts vorerst wirkungslos, da der Kontakt a nach links geschwenkt
ist. Da das B-Relais verzögert abfällt, bleiben seine Kontakte b1 und b2 auch während
des nachfolgenden Wählvorgangs in der eingenommenen Lage. Beim Wählen werden in
hier nicht dargestellter Weise die Wählimpulse in einem Wählnummernzähler erfaßt
und gespeichert. Wird der Hörer aufgelegt, ohne daß ein Gebührenimpuls den i-Kontakt
zum Ansprechen brachte, so erfolgt folgender Vorgang: Der GU-Kontakt wird unterbrochen,
das A-Relais fällt ab. Über den Kontakt a, der in die dargestellte Ruhelage zurückkehrt,
wird an den Kontakt b2 Spannung gegeben. Da aber das B-Relais verzögert abfällt,
erhält das C-Relais Spannung und schließt den c-Kontakt. Das B-Relais fällt nun
ab und legt den Kontakt b2 nach links um. Das C-Relais ist jedoch, da es ebenfalls
verzögert abfällt, noch angezogen, so daß sein Kontakt c noch geschlossen ist. Damit
erhält der Schaltmagnet LAl, das ist der Löschauslösemagnet, Spannung und zieht
an, bis beim Abfallen des C-Relais durch den c-Kontakt der Stromkreis unterbrochen
wird; d. h., der Schaltmagnet LM erhält einen kurzzeitigen Ansprechimpuls.
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Wie aus Fig. 1 ersichtlich ist, wird durch den LM-Auslösemagnet der
Anker 4 angezogen. Seine Kralle 7 gibt den Lappen 11 an der Schiene 12 frei, und
unter dem Zuge der Feder 17 schnellt die Schiene 12 nach links. Hierbei wird der
Schalthebel 26 entgegen dem Uhrzeigersinn geschwenkt, und seine Nase 47'
gibt den Haken 38' der Kupplung 31 frei. Gleichzeitig hat der Lappen 23 an der Schiene
12 den Kontakt 24 geschlossen, der Elektromotor treibt über ein Untersetzungsgetriebe
die Antriebsräder der Kupplungen 30, 31 in Pfeilrichtung an. Hat nun die Kupplung
3:1 fast eine volle Umdrehung ausgeführt, so drängt, wie in der vorhergehenden Beschreibung
bereits für die Kupplung 30 eingehend ausgeführt wurde, der Stollen 44' den Schalthebel
26 wieder weg, d. h., er schwenkt ihn in Uhrzeigerrichtung, wobei unter Spannen
der Feder 17 die Schiene 12 mit etwas Überhub in ihre Ausgangsstellung zurückgeschoben
wird, in der die Kralle 7 wieder vor dem Lappen 11 einfallen kann, da inzwischen
der Auslösemagnet LlVI wieder stromlos ist und dadurch seinen Anker 4 fallen ließ.
Ist die ganze Umdrehung vollzogen, so legt sich der Schalthebel 26 so hinter den
Stollen 44', daß sich die Kupplung 31 nicht mehr zurückdrehen kann. Mit dem
Zurückstellen der Schiene 12 hat aber auch der Lappen 23 den Kontakt 24 wieder freigegeben,
der Elektromotor ist stromlos.
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Kommt nach Herstellung der Verbindung, wie sie oben beschrieben wurde,
beim Teilnehmer ein Gebührenimpuls an, so wird in hier nicht dargestellter Weise
ein I-Relais erregt, welches den Kontakt i kurzzeitig schließt. Da der a-Kontakt
nach links umgelegt ist, erhält hierbei der Gebührenschaltmagnet GM und gleichzeitig
der Schaltmagnet DM einen kurzen Ansprechimpuls. Der Gebührenschaltmagnet
GM, welcher auf Drucktypenräder arbeitet, und ein eventuell vorhandener, hier nicht
dargestellter Gebührenimpulszähler werden dabei eine Einheit weitergedreht. Durch
den Impuls auf den Magnet DM wird, wie aus Fig. 1 ersichtlich ist, der Anker 3 angehoben.
Die Kralle 6 gibt den Lappen 9 an der Schiene 10 frei, und unter dem Zuge der Feder
16 kann sich die Schiene 10 nach links bewegen, jedoch nur um ein kurzes Stück,
welches gerade genügt, daß der in Fig. 3 gezeigte Haken 50 sich etwas unter den
Lappen 49' schieben kann, wobei jedoch die Nase 47 den Sperrhaken 3.8 noch nicht
freigibt. Diese Begrenzung des Weges der Schiene 10 wird durch den Lappen 13 erreicht,
der etwas schmaler ist als der Lappen 11 und daher einen bestimmten Weg zurücklegen
kann, bevor er an der Kralle 7 des Löschauslösemagnets LM anliegt. Da außerdem auch
der Lappen 22 schmaler ist als der Lappen 23, wird der Kontakt 24 vorerst noch nicht
geschlossen. Durch die beschriebenen Schaltmaßnahmen wird der Druck vorbereitet.
Das Druckkommando wird jedoch bis zur Beendigung des Gespräches, währenddessen noch
mehrere Gebührenimpulse einlaufen und durch die Gebührenerfassungseinrichtungen
aufgenommen werden können, gespeichert. Die volle Einschaltung der Schiene 10 erfolgt
erst nach Beendigung des Gespräches, wenn durch die oben bereits beschriebene Erregung
des Löschauslösemagnets LM der Anker 4 angezogen wird, wobei von der Kralle
7 gleichzeitig die Lappen 11 und 13 freigegeben werden. Da sich mit der Druckvorbereitung
bereits der Haken 50 des Schalthebels 25 unter den Lappen 49' des Hebels 26 geschoben
hat, kann zwar unter dem Zug der Feder 16 die Schiene 10 nach links schnellen, die
Schiene 12 aber wird vorerst noch in einer unwirksamen Lage festgehalten, da der
Lappen 49' fest auf dem Haken 50 aufliegt. Die Kralle 7 kann jedoch den Lappen 11
nicht mehr festhalten, da sie einerseits von dem Lappen 13 in ihrer angehobenen
Lage gehalten wird und andererseits die Schiene 12 bereits ein Stück verschoben
ist.
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Mit dem Vorschnellen der Schiene 10 wird über den Lappen 22 aber nunmehr
der Kontakt 24 geschlossen, wodurch der Motor die Kupplungen 30, 31 antreibt. Die
Nase 47 hat den Haken 38 verlassen, der Sperrhebel 39 schwenkt hoch und läßt die
an dem Klinkenhebel 36 angeordnete Klinke 35 unter dem Zug der Feder 37 in eine
Lücke im Zackenrad 34 einrasten. Über den Schlitz 45 in der Scheibe 40 und den Stollen
44 wird der an der Abtriebswelle 33 festgeklemmte Hebel 43 mitgenommen. Nach einer
Umdrehung läuft der Stollen 44 mit seiner Schrägung 46 an den Vorsprung 48 des Hebels
25 an und stellt den Hebel 25 in die Ausgangslage zurück. Dadurch kommt die Nase
47 in den Umlaufbereich des Sperrhakens 38 und zieht über den Sperrhebel 39 und
den Klinkenhebel 36 entgegen der Kraft der Feder 37 die Klinke 35 aus dem Zackenrad
34 heraus, wodurch die Triebverbindung wieder unterbrochen ist. Der hinter der Kante
des Stollens 44 einfallende Vorsprung 48 sichert die Kupplang
30
gegen Rückdrehen. Mit dem Rückschwenken des Hebels 25 wird aber auch die Schiene
10 entgegen der Kraft der Feder 16 zurückgeschoben und über den Lappen 9 durch die
Kralle 6 verklinkt.
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Sobald der Hebel 25 so weit zurückgeschwenkt ist, daß der Haken 50
unter dem Lappen 49' hervorgetreten ist, wird die Schiene 12 frei und durch ihre
Feder 17 nach links gezogen, wodurch der Schalthebel 26 den Sperrhalsen 38' der
Kupplung 31 freigibt. Die L öschwellendrehung erfolgt nun in beim vorigen Arbeitsspiel
bereits geschilderter Weise. Nachdem die Kupplung 31 über den Schalthebel 26 die
Schiene 12 unter Spannen der Feder 17 wieder so weit zurückgeschoben hat, daß die
Kralle 7 vor dem Lappen 11 einfallen kann, wird auch der Elektromotor wieder stromlos,
die Kupplungsantriebsräder stehen still.
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Die beiden beschriebenen Arbeitsweisen entsprechen dem normalen Betrieb.
Wird kein Gebührenimpuls während des Bestehens der Verbindung gegeben, so wird nur
gelöscht, d. h. der Zähler für den rufenden und/oder gerufenen Teilnehmer zurückgestellt.
Ein Druckvorgang erfolgt nicht. Gelangt aber während des Gespräches ein Gebührenimpuls
zum Teilnehmer, so wird der DM-Schaltmagnet ausgelöst und der bei Gesprächsende
erfolgende Druck aller für die Gesprächsverrechnung wichtigen Angaben vorbereitet.
Ist der Abdruck vollzogen, wird die Löschung betätigt, die nun zusätzlich zum vorbeschriebenen
Löschen auch noch den Druckwerkszähler für die Gebührenimpulse bzw. ein eventuell
vorgesehenes Gebührenresultatzählwerk auf Null zurückstellt.
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Nun besteht aber die Möglichkeit, daß während des Gespräches oder
auch im Ruhezustand des Gebührendruckers die Stromversorgung ausfällt. Mit den bisher
beschriebenen Einrichtungen wäre es beispielsweise möglich, in betrügerischer Absicht
unmittelbar nach Herstellung einer Verbindung zwecks Unterdrückung der Aufzeichnung
von Gebührenimpulsen die Stromversorgung zu unterbrechen. Um über derartige Störungen
sofort eine sichtbare Kontrolle zu haben, ist das S-Relais vorgesehen. Erfolgt während
eines Gespräches, beispielsweise nach dem ersten Gebührenimpuls, welcher bereits
den Druck über den Schaltmagnet DiV vorbereitet hat, eine Stromunterbrechung, so
fallen alle Relais ab. Das S-Relais schließt seine Kontakte s1, s2 und s3. Wird
nach einiger Zeit der Strom wieder eingeschaltet, so spricht sofort, da s2 geschlossen
ist, der Magnet DDM an. Die Kontaktes, und s-, sind Folgekontakte, d. h.,
s3 öffnet erst, wenn s1 den Stromkreis über den Widerstand R geschlossen hat. Da
aber zuvor bereits über den Kontakt u und den nach links gelegten Kontakt a Strom
an das B-Relais gelangte, wird bi geschlossen, desgleichen b2. Mit dem Auflegen
des Hörers spricht wieder das C-Relais an; der Löschauslösemagnet LM zieht seinen
Anker 4 an. Da zuvor bereits der Druckvorbereitemagnet DM angesprochen hat,
wird in bereits beschriebener Weise zuerst der Druckvorgang eingeschaltet; das Druckwerk
registriert die in den Zählern aufgespeicherten Werte sowohl auf der Quittung wie
auf dem Kontrollstreifen. Der Kontrollstreifen wird eine Spalte weiterbefördert,
der Quittungsbeleg bleibt stehen. Anschließend werden, wie oben beschrieben wurde,
die Zählwerke gelöscht. Nun hat aber beim Auslösen des Magnets DDAT die Kralle 8
den Lappen 15 der Schiene 14 freigegeben. Unter dem Zug der Feder 18 konnte sich
der Hebel 27 gegen den Stift 51 der Schiene 12, an welchem die Feder 17 eingehängt
ist, legen. Der Stollen 29 wurde von unten her gegen den Anker 3 geschwenkt. Mit
dem Vorschnellen der Löscheinschaltschiene 12 gab der Stift 51 auch den Hebel 27
und damit die Schiene 14 frei, so daß diese ungehindert nach links gleiten konnte,
wodurch der Stollen 29 nunmehr den Anker 3 so weit anhob, daß die Kralle 6 den Lappen
9 freigab und sofort im Anschluß an die Rückschwenkung des Druckwerksschalthebels25eine
neuerliche Drückwerksauslösung erfolgte. Da aber die Löscheinschaltschiene 12 bei
der Rückstellung der Schiene 10 bereits in die Einschaltstellung sprang, legte sich
der Lappen 49' des Schalthebels 26, der Pfeilrichtung y in Fig. 3 folgend, unter
den Haken 50 des Schalthebels 25. Das neuerliche Druckkommando bleibt also so lange
gespeichert, bis nach einer vollen Umdrehung der Löschkupplung 31 der Schalthebel
26 wieder in Uhrzeigerrichtung zurückgeschwenkt wird. Ist dies erfolgt, so
hat der inzwischen freigegebene Schalthebel 25 bereits wieder den Druckwerksantrieb
eingeschaltet. Da vor diesem zweiten Druck aber die Nummern- und Gebührenzählwerke
in ihre Ausgangslage zurückgestellt wurden, wird jetzt der Quittungsbeleg mit Ungültigzeichen,
beispielsweise Strichen oder Nullen, welche die Zählwerke in der Ausgangsstellung
aufweisen, überdruckt, so daß der Gebührendrucker keinen gültigen Quittungsbeleg
liefert. Auf dem Kontrollstreifen aber erscheint dieser Druck in der nächsten Spalte;
Hier ist somit sofort die Stromunterbrechung sowie deren genauer Eintrittszeitpunkt
sichtbar, da im normalen Betrieb ein Abdruck der Zählwerke in Ruhestellung nicht
erfolgt. Durch die vorgeschnellte D.ruckwerksschaltschiene 10 ist über deren Lappen
13. die Kralle 7 so hoch gehoben, daß sich selbsttätig eine Auslösung einer nochmaligen
Löschung im Anschluß an den Druck ergibt.
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In ähnlicher Weise erfolgt auch ein Warndruck, wenn außerhalb eines
Gespräches, d. h. im Ruhezustand des Gebührendruckers, eine Stromunterbrechung auftritt.
Die Aus_ lösung geht hier folgendermaßen vor sich: Beim Wiederkommen des Stromes
wird über den Kontakt s2 der Magnet DDM erregt. Dieser bringt die Schiene
14 in Vorbereitungsstellung. Der Kontakt s1 gibt Spannung an das B-Relais, welches
seine Kontakte bi und b2 schließt. Über den Kontakt s3 und bi wird das S-Relais
erregt, welches nunmehr die Kon= takte s2 und sg öffnet, letzteren jedoch erst,
wenn s1 über den Widerstand R den - Haltestromkreis geschlossen hat. Mit dem Schließen
des b2 Kontaktes wird aber auch das C-Relais erregt, und dieses schließt den c-Kontakt.
Fällt nun bei dem obenerwähnten Umschalten des Kontaktes s1 das B-Rela;is ab, so
legt sich sein Kontakt b2 nach links um, der Magnet LM erhält über den c-Kontakt
Spannung, bis verzögert auch das C-Relais wieder abfällt. Beim Wiedereinschalten
des Stromes wird also zuerst der Magnet DDA7 und dann der Magnet LM erregt.
Mit letzterem aber wird die Löschschiene 12 freigegeben, welche nach links schnellt
und die Löschkupplung 31 einschaltet. Da der Stift 51 dabei aber den Hebel 27 freigibt,
kann auch die Schiene 14, dem Zug der Feder 18 folgend, nach links springen. Der
Hebel 27 hebt mit seinem Stollen 29 den Anker 3 des Druckauslösemagnets DM mechanisch
an, die Schiene 10 springt etwas nach links, ihr Schalthebel 25. ist aber
durch den Schalthebel 26 verriegelt, sie kann also erst nach vollzogener
Löschumdrehung ihre Druckwerkskupplung 30 einschalten, welche wie im vorher beschriebenen
Arbeitsspiel einen Ungültig-oder Nullendruck ausführt. Anschließend kommt, wie dort
bereits beschrieben wurde, nochmals eine Löschumdrehung. Der Quittungsbeleg Wie
der Kontrollstreifen
zeigen, den Ungültigdruck, ein Zeichen dafür,
daß eine Störung -vorlag und daher gegebenenfalls -das vom gleichen Netz
'an getriebene Uhrzeitschältwerk des Druckers kontrolliert und nachgestellt werden
muß. Die letztgenannte Methode, -nämlich ein kurzzeitiges Stromunterbrechen, gestattet
auch jederzeit eine Funktionskontrolle des Gebührendruckers, beispielsweise nach
einem Papier- oder Farbbandwechsel bzw. nach Neueinstellung von Datum und Uhrzeit.