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DE1289881B - Speichermaterial zur Aufzeichnung hochfrequenter Signale - Google Patents

Speichermaterial zur Aufzeichnung hochfrequenter Signale

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Publication number
DE1289881B
DE1289881B DE1966T0032163 DET0032163A DE1289881B DE 1289881 B DE1289881 B DE 1289881B DE 1966T0032163 DE1966T0032163 DE 1966T0032163 DE T0032163 A DET0032163 A DE T0032163A DE 1289881 B DE1289881 B DE 1289881B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
spiropyrans
storage material
frequency signals
naphtho
spirobi
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Granted
Application number
DE1966T0032163
Other languages
English (en)
Other versions
DE1289881C2 (de
Inventor
Schiele
Dr Cajetan
Kalinowski Hans-Otto
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Telefunken Patentverwertungs GmbH
Original Assignee
Telefunken Patentverwertungs GmbH
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Telefunken Patentverwertungs GmbH filed Critical Telefunken Patentverwertungs GmbH
Priority to DE1966T0032163 priority Critical patent/DE1289881C2/de
Publication of DE1289881B publication Critical patent/DE1289881B/de
Application granted granted Critical
Publication of DE1289881C2 publication Critical patent/DE1289881C2/de
Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • GPHYSICS
    • G03PHOTOGRAPHY; CINEMATOGRAPHY; ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ELECTROGRAPHY; HOLOGRAPHY
    • G03CPHOTOSENSITIVE MATERIALS FOR PHOTOGRAPHIC PURPOSES; PHOTOGRAPHIC PROCESSES, e.g. CINE, X-RAY, COLOUR, STEREO-PHOTOGRAPHIC PROCESSES; AUXILIARY PROCESSES IN PHOTOGRAPHY
    • G03C1/00Photosensitive materials
    • G03C1/685Compositions containing spiro-condensed pyran compounds or derivatives thereof, as photosensitive substances

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Non-Silver Salt Photosensitive Materials And Non-Silver Salt Photography (AREA)

Description

  • Die Erfindung betrifft ein Speichermaterial, aul dem sich hochfrequente Signale dadurch aufzeichnen lassen, daß Spiropyrane energiereichen Strahlen ausgesetzt werden und dabei eine Umfärbung oder Anfärbung erfahren.
  • Die Möglichkeit, die Verfärbbarkeit von Spiropyranen zur Aufzeichnung von Daten zu nutzen, ist an sich bereits bekannt. So ist in der deutschen Patentschrift 1082119 eine strahlungsempfindliche Schicht für Datenspeichervorrichtungen beschrieben, die ein Spiropyran in gelöster Form innerhalb eines durchsichtigen filmbildenden Stoffes enthält. Zwar ist eine derartige Schicht für eine vorübergehende Datenspeicherung geeignet, es gibt jedoch eine ganze Reihe von Anwendungsgebieten, für die sich eine derartige Speicherschicht nicht einsetzen läßt. Die in der obigen Patentschrift beschriebene Schicht hat nämlich den Nachteil, daß sie durch die Bestrahlung nur eine reversible Farbänderung erfährt, die dadurch, daß die Schicht einer Strahlung anderer Wellenlänge ausgesetzt wird, wieder rückgängig gemacht wird. Es ist also mit dieser Schicht keine dauernde Datenspeicherung möglich. Es sind ihr also Anwendungsgebiete wie etwa die Speicherung von Fernsehprogrammen oder die Ausgabe der Ergebnisse von Rechenmaschinen oder die Nachrichtenaufzeichnung bei Übertragung mit Fernschreibern verschlossen.
  • Dementsprechend befaßt sich die Patentanmeldung P 12 74 655.3-53 (deutsche Auslegeschrift 1274 655) mit einer Speicherschicht, bei der eine irreversible Umfärbung der Spiropyrane erfolgt, so daß eine dauerhafte Aufzeichnung möglich wird und. die aufgezeichneten Daten über beliebige Zeiten zur Verfügung stehen, ohne daß das Speichermaterial vor dem Einfluß unerwünschter Strahlungen besonders geschützt werden müßte. Zur Erreichung dieses Zieles wird dem Speichermaterial gemäß der Hauptpatentanmeldung außer den Spiropyranen noch eine durch die aufzeichnenden Strahlen in Radikale aufspaltbare Substanz beigegeben.
  • Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, ein Speichermaterial gemäß der Hauptpatentanmeldung in Richtung auf eine Erhöhung der Ansprechgeschwindigkeit, d. h. also der Geschwindigkeit der Verfärbung bei der Bestrahlung der Speicherschicht weiterzuentwickeln. Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die Spiropyrane in der Speicherschicht stereoisomere Spirodi-ß-naphtho-`-pyrane sind. -Die erfindungsgemäße Speicherschicht kann die aktiven Substanzen, ähnlich wie dies in der deutschen Patentschrift 1082119 beschrieben ist, in Form kleiner, von Kapseln umschlossener Tröpfchen enthalten, die ihrerseits zu einem durchgehenden Film verbunden sind. Es ist aber auch ein Aufbau möglich, wie er in der Hauptpatentanmeldung beschrieben ist, bei dem das Speichermaterial selbst in Form eines Filmes vorliegt und das Spiropyran und seine Zusätze die wirksame Speicherschicht bilden und in ein Bindemittel eingebettet auf einem durchsichtigen Träger aufgebracht sind. Als Trägermaterial kommen im letzteren Fall neben starren, transparenten, anorganischen Materialien, wie z. B. Glas, oder starren, organischen Materialien, wie z. B. Plexiglas, praktisch alle hinreichend schmiegsamen Kunststoffe in Betracht, und ebenso sind zur Einbettung der in der Speicherschicht enthaltenen Materialien alle zur Verbindung mit solchen Kunst - Stoffen geeigneten Bindemittel brauchbar: Hinsichtlich der den Spiropyranen beizugebenden Radikalbildner eignen sich besonders halogenierte organische Verbindungen oder polymerisierbare Monomere. Im letzteren Fall empfiehlt es sich, außerdem noch eine die Polymerisation befördernde Substanz in das Speichermaterial einzuarbeiten. Für diesen Zweck kommen außer den bekannten Initiatorsubstanzen vornehmlich Halogenverbindungen oder andere photolysierbare organische Verbindungen in Betracht.
  • Die für die Aufzeichnung der Signale benutzte energiereiche Strahlung ist weitgehend frei wählbar. Es sollte lediglich die Forderung gestellt werden, daß sie eine Mindestenergie entsprechend einer Wellenlänge von 300 m#i besitzt. Es kommen dabei sowohl Teilchenstrahlen, wie insbesondere Elektronenstrahlen, als auch Wellenstrahlen in Betracht, wobei im letzteren Fall vor allem Laserlicht, das sich sehr gut bündeln läßt, geeignet ist.
  • Zur Verwendung als Einbettungs- und photopolymerisierbares.Material. für die--als Farbstoffkomponente dienenden Spiropyrane können folgende Substanzen und Substanzgruppen einzeln oder als Gemische eingesetzt werden: a) Polyäthylenglykole mit höherem Molekulargewicht, b) Polyvinylester und deren Mischpolymerisate, z. B. Polyvinylazetat und/oder Polyvinylazetatacrylat; e) Polyvinylchlorid und dessen Mischpolymerisate, z. B. Polyvinylchlorid und/oder Polyvinylchloridazetat, d) Polyvinylidenchlorid und dessen Mischpolymerisate, z. B. Polyvinylidenchlorid und/oder Poly-. vinylidenchlorid-Acrylnitril.bzw. Polyvinylidenchlorid-Vinylazetat, e) Zelluloseester und deren... Mischpolymerisate, z. B. Zelluloseazetat und/oder Zelluloseazetatbutyrat bzw. Zellulöseazetat-butyrat und/oder Zelluloseazetat-sukzinat, f) Additionspolymerisierbare Verbindungen, wie z. B. Pentacrythroltetrpmethacrylat,1,2,4-Butantriol-trimethacrylat, 1,3-Propandiol-diacrylat, Glyzerin-triacrylat oder die Bisacrylate und Bismethacrylate von Polyäthylenglycolen, g) Stickstoffhaltige Verbindungen mit äthylenischen ungesättigten Gruppen, wie z. B. Diäthylen-trismethacrylamid, Methylen-bis-methycrylamid, N-Vinylcarbazol, Methylen-bis-acrylamid, N,N-Bis-(ß-methacryloxyäthyl)-acrylamid, Äthylen glycol-bis [N-vinylcarbaminsäureester], h) Polyvinylacetale; wie z. B: Polyvinylbutyral oder Polyvinylformal oder Mischpolymerisate aus Vinylacetalen, wie z. B. ein solches aus Vinylacetal-chloracetal. Es erweist sich dabei günstig, diesem Material einen thermischen Polymerisationsinhibitor, wie beispielsweise 2,6-Di-tert: butyl-p-kresol, p-Methoxyphenol, Hydrochinon, Pyrogallol oder tert: Butylcatechol zuzusetzen.
  • Für die im Sinne der Erfindung in Radikale spaltbaren Substanzen läßt sich ebenfalls eine ganze Reihe von Beispielen anführen. Geeignet erweisen sich z. B. als Radikalbildner für die Umsetzung der Spiropyrane und zur Einleitung der Polymerisation nachfolgend angeführte Substanzen: 1-Cl-Anthrachinon, 2-Cl-Anthrachinon, 2,3-Dichlornaphthochinon, Tetrabromkohlenstoff, Tribromäthanol, Bromtriphenylmethan, Pentachlorphenol, Pentabromphenol, Trichloracetaldehydmonoäthylacetat, 1.,1,1-Trichloro-2-(2,2,2-trichloro-l-hydroxyäthoxy)-2-methylpropan, 1,3-Dichloraceton, 2-tert.-Butylantrachinon, Oktamethylanthrachinon.
  • Zur weiteren Erläuterung der Erfindung seien noch Ausführungsbeispiele für die einsetzbaren Spiropyrane sowie für den Aufbau der Speicherschicht selbst angegeben. Als solche einsetzbaren Spiropyrane eignen sich beispielsweise das a1-3,3'-Spirobi-2'-isopropyl-[3 H-naphtho(2,1-b)pyran] vom Schmelzpunkt 55 bis 57° C, Amax (offen) 600, 740 nm; ß1-3,3'-Spirobi-2'-isopropyl-[3 H-naphtho(2,1-b)pyran] vom Schmelzpunkt 194 bis 195° C, Am", (offen) 600, 740 nm; ß2-3,3'-Spirobi-2'-isopropyl-[3 H-naphtho(2,1-b)pyran] vom Schmelzpunkt 210 bis 211° C, Am." (offen) 600 nm; ,x,-3,3'-Spirobi-2'-isobutyl - [3 H-naphtho (2,1-b)pyran] vom Schmelzpunkt 50 bis 52° C, Am"" (offen) 600, 740 nm; ß2-3,3'-Spirobi-2'-isobutyl - [3 H-naphtho (2,1-b)pyran] vom Schmelzpunkt 201 bis 202° C, Am", (offen) 600 nm; a2 3,3'-Spirobi-2'-n-octyl- [3 H-naphtho (2,1-b)pyran] vom Schmelzpunkt 96 bis 98° C, Am"" (offen) 600', 670, 740 nm; ßi 3,3'-Spirobi-2'-n-octyl-[3 H-naphtho (2,1-b)pyran] vom Schmelzpunkt 151 bis 153° C (a), 166 bis 1681 C (b), Am", (offen) 600, 740 nm; cai-3,3'-Spirobi-2'-n-hexyl-[3 H-naphtho (2,1-b)pyran] vom Schmelzpunkt 80 bis 82° C, Am", (offen) 600, 670, 740 nm; ßl-3,3'-Spirobi-2'-n-hexyl-[3 H-naphtho (2,1-b)pyran] vom Schmelzpunkt 157 bis 158° C, A"tax (offen) 600, 740 nm.
  • Die Isolierung der Verbindungen erfolgte in Analogie zu dem in Z. Naturforsch., 21 b, S. 292 und 293 (1966), beschriebenen Trennungsgang.
  • Zur Veranschaulichung des Aufbaus einer derartigen Speicherschicht sei abschließend ein Beispiel gegeben: 2 g einer mit 0,1 bis 3% tert. Butylcatechol versetzten Lösung eines polymeren Polyvinylchlorids mittleren Molekulargewichtes werden unter Rühren zu 4 g einer mit 5 bis 15% Tribromäthonal versetzten Lösung von Polyvinylacetat (MG 8000 bis 10 000) und 2 g einer Lösung des ßi 3,3'-Spirobi-2'-n-octyl-[3 H-naphtho-(2,1 b)-pyrans] zugegeben. Mit der über eine Glasfritte filtrierten Lösung läßt sich nach Abdunsten des Lösungsmittels ein klarer, transparenter Film auf einer Polyesterfolie erzielen.
  • In der Figur ist eine schematische Darstellung für ein erfindungsgemäßes Speichermaterial veranschaulicht. Es besitzt in dem Ausführungsbeispiel die Form eines geschichteten Bandes. Die strahlungsempfindliche Speicherschicht 1, die außer den Spiropyranen noch Radikalbildner in dem aus photopolymerisierbarem Material aufgebauten einbettenden Substrat enthält, ist in diesem Beispiel auf eine Trägerunterlage 2 aus einem biegsamen Kunststoff aufgebracht.

Claims (1)

  1. Patentanspruch: Speichermaterial zur Aufzeichnung hochfrequenter Signale mittels energiereicher Strahlen unter Umfärbung von Spiropyranen, das neben den Spiropyranen noch eine durch die aufzeichnenden Strahlen in Radikale aufspaltbare Substanz enthält, nach Patentanmeldung P 12 74 655. 3-53 (deutsche Auslegeschrift 1274 655), d adurch gekennzeichnet, daß die Spiropyrane stereoisomere Spirodi-ß-naphthopyrane sind.
DE1966T0032163 1966-09-30 1966-09-30 Speichermaterial zur aufzeichnung hochfrequenter signale Expired DE1289881C2 (de)

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