[go: up one dir, main page]

DE1276110B - Schaltungsanordnung fuer eine Fernsprechanlage mit Tastenwahl - Google Patents

Schaltungsanordnung fuer eine Fernsprechanlage mit Tastenwahl

Info

Publication number
DE1276110B
DE1276110B DET27563A DET0027563A DE1276110B DE 1276110 B DE1276110 B DE 1276110B DE T27563 A DET27563 A DE T27563A DE T0027563 A DET0027563 A DE T0027563A DE 1276110 B DE1276110 B DE 1276110B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
relays
tens
receiving device
marking
relay
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DET27563A
Other languages
English (en)
Inventor
Josef Altmann
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Telephon und Telegraphen Fabriks AG Kapsch und Soehne
Original Assignee
Telephon und Telegraphen Fabriks AG Kapsch und Soehne
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Telephon und Telegraphen Fabriks AG Kapsch und Soehne filed Critical Telephon und Telegraphen Fabriks AG Kapsch und Soehne
Publication of DE1276110B publication Critical patent/DE1276110B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • HELECTRICITY
    • H04ELECTRIC COMMUNICATION TECHNIQUE
    • H04QSELECTING
    • H04Q3/00Selecting arrangements
    • H04Q3/0008Selecting arrangements using relay selectors in the switching stages
    • H04Q3/0012Selecting arrangements using relay selectors in the switching stages in which the relays are arranged in a matrix configuration

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Computer Networks & Wireless Communication (AREA)
  • Structure Of Telephone Exchanges (AREA)

Description

  • Schaltungsanordnung für eine Fernsprechanlage mit Tastenwahl Bei Fernsprechanlagen mit Tastenwahl, in denen für die Leitungswahl koordinatenmäßig in einem Koppelfeld angeordnete Koppelrelais Verwendung finden, muß die von einem rufenden Teilnehmer abgegebene Wählinformation Markiereinrichtungen zugeführt werden, die sodann durch selektive Erregung eines Koppelrelais die Durchschaltung des entsprechenden Koppelpunktes und damit der gewünschten Anschlußleitung veranlassen.
  • Eine diesem Zweck dienende Schaltungsanordnung könnte in Analogie zu einer bekannten Schaltungsanordnung für Impulswahl so aufgebaut werden, daß je Leitungskoppler eine Markiereinrichtung vorgesehen wird, die sowohl eine Tastenwahlempfangseinrichtung für die Zehnerstelle als auch eine Tastenwahlempfangseinrichtung für die Einerstelle enthält. Eine solche Anordnung würde im Aufbau einem Direktwählsystem unter Verwendung von Relais-Leitungskopplern entsprechen, in dem auch mehrere Verbindungen gleichzeitig ohne Wartezeiten durchgeschaltet werden können.
  • Um den je Leitungskoppler erforderlichen Aufwand herabzusetzen; wird jedoch in der Praxis nach Art von Speicher -und Registersystemen für mehrere Leitungskoppler eine gemeinsame Markiereinrichtung verwendet. Bei solchen Systemen können die Verbindungen nur hintereinander durchgeführt werden, wodurch sich automatisch Wartezeiten ergeben.
  • Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Schaltungsanordnung für eine Fernsprechanlage mit Tastenwahl, bei der koordinatenmäßig in einem Koppelfeld angeordnete Koppelrelais für die Leitungswahl vorgesehen sind, und befaßt sich mit der Aufgabe, den bei Zuordnung einer Markiereinrichtung zu jedem Leitungskoppler je Leitungskoppler erforderlichen Aufwand unter Beibehaltung der Vorteile eines Direktwählsystems herabzusetzen.
  • Eine gemäß der Erfindung ausgebildete Schaltungsanordnung für eine Fernsprechanlage mit Tastenwahl, bei der koordinatenmäßig in einem Koppelfeld angeordnete, durch Markierung ansteuerbare Koppelrelais für die Leitungswahl vorgesehen sind, ist dadurch gekennzeichnet, daß jedem Leitungskoppler eine für die Zehner- und Einerwahl gemeinsame Tastenwahlempfangseinrichtung zugeordnet ist, deren Ausgänge ständig sowohl mit den homologen Einer-Markierleitungen der Koppelrelais in Vielfach geschaltet als auch über Entkopplungsgleichrichter und einen Kontakt eines Dekadenumschalterrelais an Speicherrelais zur gegebenenfalls kodierten Speicherung der der Zehnerwahl entsprechenden Ein-Stellung der Tastenwahlempfangseinrichtung angeschaltet sind, wobei die Kontakte dieser Speicherrelais vorbereitend in den zugeordneten Zehner-Markierleitungen liegen, so daß nach Rückstellung der Tastenwahlempfangseinrichtung nach der Zehnerwahl, Umschaltung des Kontaktes des Dekadenumschalterrelais auf Schließen der jeweils vorbereiteten Zehner-Markierleitung und neuerlicher Einstellung der Tastenwahlempfangseinrichtung durch die Einerwahl die selektive Erregung des gewünschten Koppelrelais über die nunmehr geschlossene Zehner-Markierleitung und die der neuen Einstellung der Tastenwahlempfangseinrichtung zugeordnete Einer-Markierleitung erfolgt.
  • Bei dieser Schaltungsanordnung wird nach der Zehnerwahl entsprechend der Einstellung der Tastenwahlempfangseinrichtung eine Speicherung der Zehnerstelle durch die Speicherrelais bewirkt, wobei zwar gleichzeitig die zifferngleiche Einer-Markierleitung markiert wird, diese Markierung jedoch wirkungslos bleibt, weil der Markierstromkreis durch den Dekadenumschalter noch unterbrochen ist. Nach der Rückstellung der Tastenwahlempfangseinrichtung nach der Zehnerwahl bleibt die Zehnerstelle gespeichert, wogegen die falsche und wirkungslose Markierung der zifferngleichen Einer-Markierleitung wieder verschwindet. In der Wählpause spricht in üblicher Weise der Dekadenumschalter an, trennt die Speicherrelais von der Tastenwahlempfangseinrichtung, veranlaßt über die Kontakte der erregten Speicherrelais die Markierung der gewünschten Zehner-Markierleitung und bereitet den Stromkreis für die Erregung jenes Koppelrelais vor, das der schon gewählten Zehnerstelle und der noch zu wählenden Einerstelle zugeordnet ist. Bei der nachfolgenden Einerwahl wird die gewünschte Einer-Markierleitung markiert und dadurch die angesteuerte Koppelspule erregt.
  • Diese Anordnung bietet besonders bei kleinen Leitungskopplern u. a. den technischen und wirtschaftlichen Vorteil, daß für die Zehner- und Einerwahl immer eine Tastenwahlempfangseinrichtung mit zehn Ausgängen zur Verfügung steht, wogegen die Speicherrelais nur entsprechend der Anzahl der jeweils tatsächlich vorhandenen Zehnergruppen vorgesehen werden müssen. Bei Leitungskopplern, bei denen für zwei oder mehr Koppelpunkte ein gemeinsames Relais mit doppelter bzw. mehrfacher Kontaktanzahl verwendet wird, kann die Anzahl der Zehner-Markierleitungen auf die Hälfte bzw. einen Bruchteil reduziert werden, so daß die Kodierung der Zehnerstelle besonders einfach und dadurch wirtschaftlich möglich ist.
  • Besonders vorteilhaft gestaltet sich die Anwendung der Erfindung, wenn die Koppelrelais und die Speicherrelais in gruppierte Mehrankerhaftrelais mit inverser Kontaktbetätigung zusammengefaßt werden, wie sie z. B. in der deutschen Patentschrift 1109 217 beschrieben sind. Es können dann in jedem Mehrankerhaftrelais zehn den Einerstellen der Nummernwahl zugeordnete Einzelanker vorgesehen sein, deren Erregerspulen als Koppelrelais geschaltet sind und deren Kontaktsätze eine für zwei oder mehr Anschlußleitungen ausreichende Kontaktanzahl haben und entsprechend der Anzahl der Anschlußleitungen gruppiert sind; überdies können in jedem Mehrankerhaftrelais noch zwei oder mehr Einzelanker vorgesehen sein, deren Erregerspulen als Speicherrelais an die Ausgänge der Tastenwahlempfangseinrichtung angeschlossen sind und von denen Kontaktsätze einerseits als Markierschalter in den gruppenweise zusammengefaßten Zehner-Markierleitungen und andererseits als Wählschalter für die Auswahl der der gewünschten Zehner-Markierleitung der Gruppe zugeordneten Kontaktgruppe jedes Einzelschaltersatzes geschaltet sind.
  • Nachstehend wird die Erfindung an Hand von zwei Ausführungsbeispielen unter Bezugnahme auf die schematisch gehaltenen Zeichnungen näher beschrieben: In den F i g. 1 und 2, die ein mit getrennten Relais bzw.- ein mit Mehrankerhaftrelais ausgestattetes Ausführungsbeispiel zeigen, sind nur die für das Verständnis der Erfindung wesentlichen Schaltmittel dargestellt.
  • In F i g. 1 sind die für die Zehner- und Einermarkierung gemeinsame Tastenwahlempfangseinrichtung TE und ein 100teiliger Leitungskoppler LK mit einem Koppelrelais KR an jedem Koppelpunkt dargestellt. Die Tastenwahlempfangseinrichtung TE wird zuerst entsprechend der Zehnerwahl und sodann entsprechend der Einerwahl auf einen der Ausgänge 1 bis 10 eingestellt. Diese Ausgänge der Tastenwahlempfangseinrichtung sind, wie in F i g. 1 nur für die Ausgänge 1 und 10 gezeigt worden ist, über Entkopplungsdioden ständig mit den zugeordneten Koppelrelais KR verbunden. Der Stromweg über die Koppelrelais ist jedoch normalerweise durch den Umschaltkontakt du eines in bekannter Weise in der Wählpause zwischen Zehner- und Einerwahl ansprechenden Dekadenumschalter DU unterbrochen. Ferner sind die Ausgänge der Tastenwahlempfangseinrichtung TE über Dioden Di 1 bis Di 15 in verschiedenen Kombinationen an Speicherrelais A, B, C und U angeschlossen, wobei den Ausgängen 1 bis 10 der Reihe nach folgende Relaiskombinationen zugeordnet sind:
    1. ........ A 6. ........ A + U
    2. ........ B 7. ........ B + U
    3......... C B......... C+U
    4......... A+B 9:........ A+B+U
    5......... C+B 10......... C+B+U
    Die jeweils ansprechenden Relais halten sich über Haltewicklungen A' bis U' durch Schließen entsprechender Haltekontakte a bis u.
  • Die Speicherkontakte der Relais sind zu einer in der Zeichnung nur durch einen Block KP angedeuteten Kontaktpyramide zusammengefaßt, die in bekannter Weise so geschaltet ist, daß bei den vorstehend angegebenen Relaiskombinationen der Reihe nach eine der Zehner-Markierleitungen 1, 2 usw. vorbereitend an den zum Kontakt du des Dekadenumschalters führenden Stromkreis (Punkt x) gelegt wird.
  • Die Koppelrelais KR sind, wie dargestellt, in einem Koordinatensystem angeordnet, dessen Spalten den verschiedenen Zehnerstellen bzw. Zehner-Markierleitungen entsprechen, während die Zeilen den Einerstellen bzw. Einer-Markierleitungen zugeordnet sind, wobei die Eckpunkte des Koordinatensystems bei . der gewählten Bezifferung durch die Koppelrelais KR 11, Kr 01, KR 10 und KR 00 gegeben sind.
  • Zur Erläuterung der Arbeitsweise der beschriebenen Schaltungsanordnung sei angenommen, daß der rufende Teilnehmer den Teilnehmer Nr.46 wählt. Es erfolgt zunächst die Zehnerwahl durch Tastendruck der Taste 4, wodurch die Ziffer »4« in einem Parallelkode an die Tastenwahlempfangseinrichtung TE angelegt wird, die ihrerseits den Ausgang 4 durch Erdanschaltung kennzeichnet. Dies hat zunächst zur Folge, daß (fälschlich) die Einer-Markierleitung 4 markiert wird, was aber wirkungslos bleibt, weil noch kein geschlossener Markierstromkreis vorliegt. Anderseits werden infolge dieser Zehnerwahl über die Diode Di 4 die Speicherrelais _4 und B erregt, die sich durch Schließen der Kontakte a und b über die Hilfswicklungen A' und B' halten, wenn nach Beendigung der Zehnerwahl die Tastenwahlempfangseinrichtung TE zurückgestellt wird. In der Kontaktpyramide KP werden die den Speicherrelais A und B zugeordneten Speicherkontakte betätigt, wodurch die Zehner-Markierleitung 4 markiert wird.
  • Nach Beendigung der Zehnerwahl wird, wie schon erwähnt, die Tastenwahlempfangseinrichtung zurückgestellt, d. h., der Ausgang 4 wird wieder frei, und in der nun folgenden Wählpause spricht der Dekadenumschalter DU an und legt seinen Kontakt du an die Kontaktpyramide KP, wodurch der Markierstromkreis für die spätere Erregung der Koppelspule KR 46 vorbereitet wird. Gleichzeitig werden die Arbeitswicklungen der Speicherrelais A bis C und U abgeschaltet, so daß sie durch die nachfolgende Einerwahl nicht mehr beeinflußt werden können. Bei der nun folgenden Einerwahl durch Tastendruck der Taste 6 wird die Tastenwahlempfangseinrichtung TE durch einen der Ziffer »6« entsprechenden Parallelkode auf den Ausgang 6 eingestellt, und es wird somit (diesmal richtig) die Einer-Markierleitung 6 erregt, was im Zusammenwirken mit der markierten Zehnerleitung 4 das Ansprechen der Koppelspule KR 46 und damit die Durchschaltung zum Teilnehmer Nr. 46 zur Folge hat. Die Rückstellung der gesamten Anlage nach Gesprächsende erfolgt in bekannter Weise durch Trennung einer Haltewicklung des Koppelrelais.
  • Beim Ausführungsbeispiel nach F i g. 2 werden in vorteilhafter Weise Mehrankerhaftrelais mit inverser Kontaktbetätigung verwendet. Derartige Mehrankerhaftrelais weisen Einzelschaltersätze auf, die jeweils durch einen gemeinsamen Dauermagnet in ihrer unbetätigten Ruhelage gehalten werden und aus dieser Ruhelage wahlweise durch eine kurzzeitige, den Dauermagnetfluß individuell aufhebende Einzelerregung in ihre Arbeitslage überführbar sind; bei Auslösen der dem Mehrankerhaftrelais zugeordneten Verbindungseinrichtung wird der jeweils betätigte Einzelschaltersatz durch einen allen Einzelschaltersätzen gemeinsamen Rückstellmagnet mechanisch wieder in seine Ruhelage zurückgeführt.
  • In F i g. 2 ist sowohl eine Abzähleinrichtung AZE als auch eine Tastenwahlempfangseinrichtung TE eingezeichnet, wobei im Falle einer Belegung des Verbindungssatzes durch einen Wahlscheibenapparat gemäß dem österreichischen Patent 235 911 die Abzähleinrichtung AZE und im Falle einer Belegung des Verbindungssatzes durch einen Tastenapparat gemäß der vorliegenden Erfindung die Tastenwahlempfangseinrichtung TE zur Wirksamkeit kommt. Die Unterscheidung wird durch den Kontakt tk eines Kennzeichenrelais TK, das bei Belegung durch einen Tastenapparat anspricht, vorgenommen.
  • In F i g. 2 ist angenommen, daß für einen 100teiligen Leitungskoppler LK insgesamt fünf derartige Mehrankerhaftrelais mit zwölf Einzelänkern und zugehörigen Erregerwicklungen vorgesehen sind, wobei jeder Einzelanker die für zwei Anschlußleitungen erforderliche Kontaktanzahl aufweist( beispielsweise insgesamt acht Kontakte, wenn 4adrig durchgeschaltet werden soll). Es kann daher mit Hilfe von zehn Erregerwicklungen in jedem Mehrankerhaftrelais Zugang zu insgesamt 20 Anschlußleitungen geschaffen werden, d. h., jedem Mehrankerhaftrelais können zwei Zehnerstellen zugeordnet werden. Gemäß der Zeichnung sind die Zehnerstellen 1 und 2 zu einer vom ersten Mehrankerhaftrelais bedienten Gruppe, die Zehnerstellen 3 und 4 zu einer vom zweiten Mehrankerhaftrelais bedienten Gruppe usw. zusammengefaßt. Im übrigen sind die erwähnten zehn Erregerwicklungen aller Mehrankerhaftrelais ähnlich wie in F i g. 1 geschaltet.
  • Die noch verfügbaren zwei Erregerspulen jedes Mehrankerhaftrelais sind erfindungsgemäß als Speicherrelais ES 11, ES 12 über Dioden Di 1, Di 2 an die Ausgänge der Tastenwahlempfangseinrichtung TE und an die Ausgänge der Abzähleinrichtung AZE angeschlossen, wobei die gemeinsame Leitung dieser Speicherrelais wieder in Serie zum Kontakt du eines Dekadenumschalters DU liegt.
  • Infolge der gruppenweisen Zusammenfassung der Zehner-Markierleitungen 1, 2 bzw. 3, 4 usw. muß der Zehner-Markierstromkreis eines jeden Mehrankerhaftrelais bei zwei verschiedenen Zehnerstellen geschlossen werden. Dies erfolgt bei der Zehnerwahl dadurch, daß entweder das Speicherrelais ES 11 oder das Speicherrelais ES 12 des betreffenden Mehrankerhaftrelais anspricht und den Markierkontakt es 11 oder es 12 schließt.
  • Im Eingang des Leitungskopplers liegen weitere Kontakte es'll, es'12 der Speicherrelais ES 11 bzw. ES12, die je nach der gewählten Zehnerstelle die Auswahl jener Kontaktgruppe der je zwei Zehnerstellen bedienenden Koppelrelais KR jedes Mehrankerhaftrelais besorgen, die der gewählten Zehnerstelle zugeordnet ist.
  • Zur Erläuterung der Schaltungsanordnung nach F i g. 2 sei wieder angenommen, daß der rufende Teilnehmer mit seinem Tastenapparat den Teilnehmer Nr. 46 wählt (tk hat auf TE umgeschaltet). Bei der Zehnerwahl wird demnach die Tastenwahlempfangseinrichtung auf den Ausgang 4 eingestellt. Die (falsche) Markierspannung an der ständig durchverbundenen Markierleitung 4 bleibt bei der vorhandenen Stellung des Kontaktes au des Dekadenumschalters DU wieder wirkungslos. Über die Diode Di 4 wird die Speicherrelaisspule ES 12 des Mehrankerhaftrelais MR 2 erregt. Dadurch wird der Kontakt es 12 geschlossen und der markierte Stromweg zu der gruppierten Zehner-Markierleitung 3, 4 vorbereitet.
  • Gleichzeitig wird der Wählschalter es'12 im Kontakteingang des Mehrankerhaftrelais MR 2 geschlossen, wodurch jene Kontaktgruppen der Einzelschaltersätze ausgewählt werden, die der Zehnerstelle 4 und nicht der Zehnerstelle 3 entsprechen.
  • Nach Rückstellung der Tastenwahlempfangseinrichtung werden zwar die Speicherrelaisspulen ES 11, ES 12 aberregt, die Speicherung der gewählten Zehnerstelle bleibt aber infolge der bekannten Wirkungsweise der Mehrankerhaftrelais mechanisch erhalten. In der Pause zwischen Zehner- und Einerwahl spricht der Dekadenumschalter D U an und legt den Kontakt du um, so daß die Speicherrelaisspulen ES 11, ES 12 bei der nachfolgenden Einerwahl nicht mehr erregt werden können. Durch die Einerwahl wird die Tastenwahlempfangseinrichtung TE beim angenommenen Beispiel auf den Ausgang 6 eingestellt, was zur Folge hat, daß die Einer-Markierleitung 6 (diesmal richtig) Markierpotential enthält, wodurch im Zusammenwirken mit dem nunmehr an der gruppierten Zehner-Markierleitung 3, 4 liegenden Markierpotential des Koppelrelais KR 46 anspricht und die Durchschaltung zum Teilnehmer Nr.46 vornimmt.
  • Wird im gleichen Verbindungssatz ein Wahlscheibenapparat benutzt, so bleibt der Kontakt tk in der in F i g. 2 gezeigten Stellung, so daß die Wählimpulse in der Abzähleinrichtung AZE abgezählt und gemäß dem österreichischen Patent 235 911 weiterbehandelt werden.
  • Die beschriebenen Ausführungsbeispiele lassen natürlich im Rahmen der Erfindung noch verschiedene Abwandlungen zu. So können dem jeweiligen Bedarf entsprechend auch weniger Zehnerstellen vorgesehen sein, was beispielsweise bei kleineren Anlagen mit geringerer Teilnehmerzahl in Betracht kommen kann.
  • Ferner ist auch eine teilweise Kombination der Schaltungsanordnungen nach den F i g. 1 und 2 insofern denkbar, als getrennte Koppelrelais mit einer je für zwei Anschlußleitungen ausreichenden Kontaktanzahl verwendet werden können, wobei auch die Zehner-Markierleitungen im Leitungskoppler gemäß F i g. 2 gruppiert werden, und für die Speicherung der Zehnerwahl analog zu F i g. 1 getrennte Relais vorgesehen werden können, deren Speicherkontakte nur noch zwischen den so erhaltenen fünf gruppierten Zehner-Markierleitungen auszuwählen haben.

Claims (4)

  1. Patentansprüche: 1. Schaltungsanordnung für eine Fernsprechanlage mit Tastenwahl, bei der koordinatenmäßig in einem Koppelfeld angeordnete, durch Markierung ansteuerbare Koppelrelais für die Leitungswahl vorgesehen sind, dadurch gekennzeichnet, daß jedem Leitungskoppler eine für die Zehner- und Einerwahl gemeinsame Tastenwahlempfangseinrichtung (TE) zugeordnet ist, deren Ausgänge (1 bis 10) ständig sowohl mit den homologen Einer-Markierleitungen (E-Mltg) der Koppelrelais (KR 11 bis KR 00) in Vielfach geschaltet als auch über Entkopplungsgleichrichter (Di 1, Di 2 usw.) und einen Kontakt (du) eines Dekadenumschalterrelais (DU) an Speicherrelais (A, B, C, U) zur gegebenenfalls kodierten Speicherung der der Zehnerwahl entsprechenden Einstellung der Tastenwahlempfangseinrichtung angeschaltet sind, wobei die Kontakte (a, b, c, u) dieser Speicherrelais- vorbereitend in den zugeordneten Zehner-Markierleitungen liegen, so daß nach Rückstellung der Tastenwahlempfangseinrichtung nach der Zehnerwahl, Umschaltung des Kontaktes (du) des Dekadenumschalterrelais (DU) auf Schließen der jeweils vorbereiteten Zehner-Markierleitung (Z-Mltg) und' neuerlicher Einstellung der Tastenwahlempfangseinrichtung durch die Einerwahl die selektive Erregung des gewünschten Koppelrelais über die nunmehr geschlossene Zehner-Markierleitung und die der neuen Einstellung der Tastenwahlempfangseinrichtung zugeordnete Einer-Markierleitung erfolgt.
  2. 2. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Koppelrelais (KR 11,21 bis KR 90,00) und die Speicherrelais (ES11, ES12) gruppierte Mehrankerhaftrelais (MR) mit inverser Kontaktbetätigung zusammengefaßt sind, von denen jedes zehn den Einerstellen der Nummernwahl zugeordnete Einzelanker aufweist, deren Erregerspulen (KR 11,2l bis KR 90,00) als Koppelrelais geschaltet sind und deren Kontaktsätze eine für zwei oder mehr Anschlußleitungen ausreichende Kontaktanzahl haben und entsprechend den Anschlußleitungen gruppiert sind, wobei in jedem Mehrankerhaftrelais (MR) noch zwei oder mehr Einzelanker vorgesehen sind, deren Erregerspulen (ES 11, ES 12) als Speicherrelais an die Ausgänge (1 bis 10) der Tastenwahlempfangseinrichtung (TE) angeschlossind und von denen Kontaktsätze einerseits als Markierschalter (es 11, es 12) in den gruppenweise zusammengefaßten Zehner-Markierleitungen (Z-Mltg) liegen und anderseits als Wählschalter (es'll, es'12) für die Auswahl der der gewünschten Zehner-Markierleitung der Gruppe zugeordneten Kontaktgruppe jedes Einzelschaltersatzes geschaltet sind.
  3. 3. Schaltungsanordnung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß Mehrankerhaftrelais (MR) mit zwölf Einzelankern und zugehörigen Erregerwicklungen (KR 11,12 bis KR 10,20, ES11, ES12) vorgesehen sind, wobei jeder Einzelanker die für zwei Anschlußleitungen (z. B. TN11, TN12) erforderliche Kontaktanzahl aufweist, und daß zehn Einzelanker samt Erregerwicklungen (KR 11,12 bis KR 10,20) als Koppelrelais und zwei Einzelanker samt Erregerwicklungen (ES 11, ES 12) als Speicherrelais geschaltet sind.
  4. 4. Schaltungsanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Markiereinrichtung zusätzlich eine für die Einer-und Zehnerwahl durch Wahlscheibenimpulse gemeinsame Wählimpulsabzähleinrichtung (AZE) enthält, deren Ausgänge parallel zu den Ausgängen (1 bis 10) der Tastenwahlempfangseinrichtung (TE) geschaltet sind und deren Eingänge über einen zwischen Tastenwahl und Scheibenwahl unterscheidenden Relaiskontakt (tk) alternativ an Stelle der Eingänge der Tastenwahlempfangseinrichtung ausschaltbar sind. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Auslegeschriften Nr. 1062 755, 1023 795, 1010 575.
DET27563A 1964-08-20 1964-12-07 Schaltungsanordnung fuer eine Fernsprechanlage mit Tastenwahl Pending DE1276110B (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
AT1276110X 1964-08-20

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE1276110B true DE1276110B (de) 1968-08-29

Family

ID=3688018

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DET27563A Pending DE1276110B (de) 1964-08-20 1964-12-07 Schaltungsanordnung fuer eine Fernsprechanlage mit Tastenwahl

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE1276110B (de)

Citations (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1010575B (de) * 1956-03-06 1957-06-19 Siemens Ag Schaltungsanordnung zur Kennzeichnung von Koppelpunkten in Fernmelde-, insbesondere Fernsprechanlagen
DE1023795B (de) * 1956-11-21 1958-02-06 Siemens Ag Schaltungsanordnung fuer ein mehrfach ausnutzbares Koppelfeld, z. B. einen Koordinatenwaehler, in Fernmelde-, insbesondere Fernsprechanlagen
DE1062755B (de) * 1957-11-07 1959-08-06 Lehner Fernsprech Signal Schaltungsanordnung fuer Relais-Koordinatenschalter

Patent Citations (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1010575B (de) * 1956-03-06 1957-06-19 Siemens Ag Schaltungsanordnung zur Kennzeichnung von Koppelpunkten in Fernmelde-, insbesondere Fernsprechanlagen
DE1023795B (de) * 1956-11-21 1958-02-06 Siemens Ag Schaltungsanordnung fuer ein mehrfach ausnutzbares Koppelfeld, z. B. einen Koordinatenwaehler, in Fernmelde-, insbesondere Fernsprechanlagen
DE1062755B (de) * 1957-11-07 1959-08-06 Lehner Fernsprech Signal Schaltungsanordnung fuer Relais-Koordinatenschalter

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE1262357B (de) Schaltungsanordnung fuer elektronische Fernsprechvermittlungsanlagen mit einem endmarkierten Koppelfeld
DE851366C (de) Schaltungsanordnung fuer Fernmeldeanlagen, insbesondere fuer Fernsprechanlagen, mit Waehlerbetrieb, in denen Anrufsucher gleichzeitig als Endwaehler verwendet werden
AT243868B (de) Schaltungsanordnung für eine Fernsprechanlage mit Tastenwahl
AT235911B (de) Schaltungsanordnung für eine Fernsprechanlage
DE1276110B (de) Schaltungsanordnung fuer eine Fernsprechanlage mit Tastenwahl
DE863512C (de) Schaltungsanordnung fuer Fernsprechanlagen mit Waehlerbetrieb, insbesondere mit Koordinatenwaehlern
AT274052B (de) Schaltungsanordnung für Fernmeldevermittlungsanlagen, insbesondere Fernsprechanlagen
DE748467C (de) Schaltungsanordnung fuer Fernsprechanlagen mit Waehlerbetrieb und mehreren Verkehrsrichtungen
DE973980C (de) Anordnung zur Identifizierung von mehr als 100 Leitungen mit Hilfe von sich auf eine zu identifizierende Leitung einstellenden Wählern
DE970524C (de) Schaltungsanordnung zur Speicherung von Kennzeichen, bei der zur Markierung aller unterschiedlichen Schaltauftraege die Ladungen einer Gruppe von Kondensatoren in bestimmter Kombination verwendet werden
DE1196715B (de) Schaltungsanordnung fuer Fernsprech-vermittlungsanlagen zum Ausloesen der aus Mehr-ankerhaftrelais mit inverser Kontaktbetaetigung bestehenden Waehler
AT122758B (de) Selbsttätige Fernsprechanlage.
AT247926B (de) Schaltungsanordnung für Fernsprechvermittlungsanlagen zum Auslösen der aus Mehrankerhaftrelais mit inverser Kontaktbetätigung bestehende Wähler
DE924758C (de) Schaltungsanordnung zur Herstellung von Endverbindungen ueber Durch-gangsverbindungsleitungen in Fernsprechanlagen mit Waehlerbetrieb
DE967404C (de) Schaltungsanordnung fuer Gruppenwahlstufen in Fernmelde-, insbesondere Fernsprechanlagen, mit Mehrfachschaltern nach dem Kreuzschienenprinzip
AT238267B (de) Schaltungsanordnung für die Ansteuerung eines Amtskopplers in Nebenstellenanlagen
DE2438885C2 (de) Informationsspeicher mit zwei von unterschiedlichen Informationsgebern ansteuerbaren Relaiskettenschaltungen
DE755063C (de) Schaltungsanordnung fuer Waehler in Fernmeldeanlagen, insbesondere Fernsprechanlagen
DE972581C (de) Schaltungsanordnung fuer Fernsprech-, insbesondere Fernsprech-nebenstellenanlagen zur Sperrung beliebiger, bei der Landesfernwahl gebraeuchlicher Kennzahlen
DE1182704B (de) Schaltungsanordnung fuer Fernsprechnebenstellenanlagen mit Tastaturwahl und Durchwahl der ueber Verbindungsleitungen von anderen Vermittlungsstellen ankommenden Verbindungen
DE1163397B (de) Schaltungsanordnung fuer Markierzahlengeber fuer Bedienungsplaetze von Fernmelde-, insbesondere Fernsprech-Nebenstellen-Waehlvermittlungen
DE1017662B (de) Schaltungsanordnung fuer ein Mitlaufwerk zur UEberwachung einer Vielzahl mehrziffriger Kennzahlen in Fernsprechanlagen
DE1041099B (de) Schaltungsanordnung fuer Stromstossspeicher in Fernmeldeanlagen
DE1189156B (de) Schaltungsanordnung fuer ein nach dem Zeitmultiplexprinzip arbeitendes Vermittlungssystem, insbesondere Nebenstellenvermittlungssystem
DE1291766B (de) Schaltungsanordnung zum impulsmaessigen UEbertragen von Nachrichten in Form von Parallelimpulskombinationen ueber eine Fernmeldewaehlvermittlung