DE1062755B - Schaltungsanordnung fuer Relais-Koordinatenschalter - Google Patents
Schaltungsanordnung fuer Relais-KoordinatenschalterInfo
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- DE1062755B DE1062755B DEF24343A DEF0024343A DE1062755B DE 1062755 B DE1062755 B DE 1062755B DE F24343 A DEF24343 A DE F24343A DE F0024343 A DEF0024343 A DE F0024343A DE 1062755 B DE1062755 B DE 1062755B
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Description
Zur mehradrigen Teilnehmerdurchschaltung in Fernsprechvermittlungen sind Schaltungsanordnungen
für Kreuzschaltfelder bekannt, die im Schnittpunkt zweier Koordinaten jeweils ein Relais mit mehreren
gleichzeitig betätigbaren Kontaktfedersätzen besitzen. In diesen Schaltungsanordnungen ist die Relaiswicklung
jedes Relais über eine Sperrgleichrichterzelle mit den Eingangskontakten der horizontalen Schaltfeldachse
der einen Koordinate und mit den Ausgangskontakten der vertikalen Schaltfeldachse der anderen
Koordinate verbunden. Die Sperrgleichrichterzellen dienen dabei der Fehlstromentkopplung benachbarter
Relais. Diese Anordnungen benötigen für jeden Teilnehmeranschluß ein Relais mit z. B. vier Kontaktfedersätzen
mit je acht Kontaktfedern und je eine Sperrgleichrichterzelle. Die Verwendung von Sperrgleichrichterzellen
aus Selen beschränkt die Größe solcher Kreuzschaltfelder, da die Leckströme, die durch Rückströme
jeder Sperrgleichrichterzelle auftreten, so hoch werden können, daß die Paralleschaltung mehrerer Re-Iais
zu Fehlern führen kann.
Durch die Verwendung von Reed-Relais mit mehreren Kontakten in Verbindung mit Gasdioden als
Sperrzellen können derartige Kreuzfeldschaltungen unter Verkleinerung der Fehl- und Leckstromverluste
so verbessert werden, daß Kreuzschaltfelder beliebiger Größe gebildet werden können, jedoch sind solche Anordnnungen
sehr teuer und benötigen mehr Platz.
Weitere, unter der Bezeichnung Koppelfeld bekannte Kreuzschaltfeldschaltungen für Vermittlungseinrichtungen
in Fernsprechanlagen benötigen in jedem z. B. 5teiligen Koppelfeldrelais pro Teilnehmeranschluß
eine Selengleichrichter-Sperrzelle, eine Erregerwicklung und eine Haltewicklung je Magnet.
Die Erfindung bezweckt, den Aufwand an Relaiswicklungen, Sperrgleichrichterzellen und Lötstellen
der bekannten Anordnungen herabzusetzen, ohne die Zahl der Kontaktfedersätze zu verkleinern. Dies erreicht
die Erfindung dadurch, daß in einer Schaltungsanordnung zur wahlweisen Durchschaltung von koordinatenmäßig
angeordneten Eingangs- und Ausgangsleitungen in Fernmelde-, insbesondere Fernsprechanlagen
mit mehreren in einem Kreuzschaltfeld angeordneten Relaisschaltern von deren gruppenweise
angeordneten Teilnehmerkontaktfedersätzen jeweils ein gewünschter Kontaktfedersatz in Abhängigkeit von
der Stellung eines mit einem Schritt durch Einstellmagnete in eine seiner Endlagen bewegbaren und für
alle Gruppen eines Relaisschalters gemeinsam vorgesehenen Einsteilgliedes durch den seiner Gruppe zugeordneten
Andrückmagnet einzeln betätigt wird, die Andrückmagnete und die Einstellmagnete aller Relaisschalter
in individuellen Markierstromkreiszweigen liegen, die gegeneinander entkoppelt sind und am einen
Schaltungsanordnung
für Relais-Koordinatenschalter
für Relais-Koordinatenschalter
Anmelder:
Fernsprech- und Signalbau
Lehner & Co. K. G.,
Essen-Kupferdreh
Fernsprech- und Signalbau
Lehner & Co. K. G.,
Essen-Kupferdreh
Max Amann, Stuttgart-Bad Cannstatt,
und Carl Ludwig Lehner, Essen-Heisingen,
sind als Erfinder genannt worden
und Carl Ludwig Lehner, Essen-Heisingen,
sind als Erfinder genannt worden
Ende für jeweils einen Relaisschalter an einen diesem zugeordneten Relaisschaltermarkierkontakt der einen
Koordinate angeschlossen sind und am anderen Ende derart an Eingangsmarkierkontakte der anderen Koordinate
angeschlossen sind, daß jeder Kontakt einer Teilgruppe dieser Kontakte nur den ihm zugeordneten
und jeweils markierten Andrückmagnet allein einschaltet, während jeder Kontakt der anderen Teilgruppe
dieser Kontakte den ihm zugeordneten Einstellmagnet einschaltet und zugleich die verzögerte Einschaltung
des zugeordneten Andrückmagnets vorbereitet.
Durch die Unterteilung der Stromkreise für die Andrückmagnete und der Umschaltemagnete in zwei
Schaltgruppen, wobei in der ersten Schaltgruppe nur jeweils ein Andrückmagnet allein — dagegen in der
zweiten Schaltgruppe zuerst der vorbereitete Umschaltmagnet betätigt wird und mit dem danach betätigten
Andrückmagnet gemeinsam —■ zur Kontaktfederauswahl und Durchschaltung zur Wirkung
kommt, ermöglicht die Erfindung eine erhebliche Einsparung an Anschaffungskosten, Größe und Gewicht
der Kreuzschaltfeldanordnung; auch werden die Wartungskosten bei der Anordnung nach der Erfindung
gesenkt. Nach weiterer Erfindung sind die Sperrgleichrichterzellen zur Fehlstromentkopplung so geschaltet,
daß der Stromfluß vorzugsweise von den Teilgruppeneingangskontakten über die Andrück- bzw;
Umschaltemagnete nur in einer Richtung über die den Ausgangskoordinaten zugeordneten Relaisschaltermarkierkontakte
möglich ist. Hierbei muß nur der Teilgruppe von Eingangskontakten, die den Umschaltemagneten
und Andrückmagneten gemeinsam ist, ein besonderer Satz von Sperrgleichrichterzellen und nur
im ersten Relaisschalter zugeteilt werden. Durch diese
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Maßnahme werden für die anderen Relaisschalter dem gleichen Zweck dienende Sperrgleichrichterzellen überflüssig.
Die zeitliche Reihenfolge des Ansprechens, zuerst der Umschaltemagnete und anschließend der Andrückmagnete,
ist durch die Ausbildung der Andrückmagnete mit Anzugsverzögerungsmitteln, wie Vor-
und Parallelwiderständen zu den Errergerwicklungen oder durch Kupferdämpfungen auf den Wicklungen
sichergestellt. Mit besonderem Vorteil erhalten in anderer Ausführung der Erfindung die Relaisschalter
für diesen Zweck Umschaltekontaktfedersätze, so daß durch das Umschalteglied oder den Umschaltemagnet
zuerst ein Umschaltekontaktfedersatz betätigt wird, der damit zwangläufig seine Andrückmagnete erst anschließend
durchschalten läßt. Die erwähnten Verzögerungsmittel entfallen dabei.
Zur weiteren Fehlstromentkopplung ist nach der Erfindung der Umschaltemagnet eines jeden Relaisschalters
über nur eine Sperrgleichrichterzelle an die der Ausgangskoordinate zugeordnete Achsenleitung
angeschlossen.
Nach einem weiteren Merkmal der Erfindung befindet sich in der Zuleitung vor den Relaisschaltermarkierkontakten
ein gemeinsamer Stromschwächungswiderstand zur Stromeinsparung, der nach vollzogener
Kontaktdurchschaltung eines Relaisschalters durch einen Kontakt eines nicht dargestellten Belegungsrelais
eingeschaltet wird.
Das Kreuzschaltfeld der Schaltungsanordnung nach der Erfindung ist erheblich einfacher, billiger und ist
mit geringen Betriebskosten zu pflegen.
In vier Schaltbildern sind einige Ausführungsbeispiele der Erfindung an einem Relais-Kreuzschaltfeld
für je zehn bzw. zwölf Eingangskoordinaten und je zehn Ausgangskoordinaten dargestellt. Es zeigt
Fig. 1 a eine Schaltungsanordnung mit drei Relaisschaltern, bei welchen das Umschalteglied aus einer
Ruhestellung nur in eine Endlage verstellt wird, mit elektrischen Verzögerungsmitteln, die die Schaltgruppenumschaltung
bestimmen,
Fig. 1 b ein Diagramm für einen Relaisschalter nach Fig. 1 a,
Fig. 1 c eine Anordnung der Anzugsverzögerungswiderstände für Fig. la,
Fig. 2 eine Schaltungsanordnung mit drei Relaisschaltern, bei welchen das Umschalteglied wie bei
Fig. 1 a aus einer Ruhestellung nur in einer Bewegungsrichtung verstellt wird und bei der ein Umschaltekontaktfedersatz
die Schaltgruppenumschaltung bestimmt,
Fig. 3 a eine Schaltungsanordnung mit drei Relaisschaltern, bei welchen das Umschalteglied aus einer
mittleren Ruhestellung in eine von zwei Endlagen verstellt wird und bei der wie in Fig. 1 a elektrische Verzögerungsmittel
die Schaltgruppenumschaltung bestimmen,
Fig. 3 b ein Diagramm für einen Relaisschalter der Fig. 3 a,
Fig. 4 eine Schaltungsanordnung mit drei Relaisschaltern, bei welchen das Umschalteglied wie bei
Fig. 3 a aus einer mittleren Ruhestellung in eine von zwei Endlagen verstellt wird und bei der wie in
Fig. 2 ein Umschaltekontaktfedersatz die Schaltgruppenumschaltung bestimmt.
Die in Fig. 1 a dargestellte Schaltungsanordnung für ein Relais-Kreuzschaltfeld verwendet zehn Relaisschalter
mit je zehn Kontaktfedersätzen für zehn Teilnehmeranschlüsse. Jeder Relaisschalter besitzt fünf
Andrückmagnete Il bis Vl usw. bis IO bis VO und
ein Umschalteglied, das aus einer seitlichen Ruhestellung in eine seitliche Endlage durch einen Umschaltemagnet
Ul bis UO verstellt werden kann. Die Magnete sind in zwei Schaltgruppen so angeordnet,
daß in der ersten Schaltgruppe der ungeraden Teilnehmernummern nur die Andrückmagnete alkine und
in der zweiten Schaltgruppe der geraden Teilnehmernummern immer zuerst ein vorbereiteter Umschaltemagnet
betätigt wird und mit einem danach betätigten
ίο Andrückmagnet gemeinsam den Kontaktfedersatz eines Teilnehmers bestimmt und durchschaltet. Dabei sind
in dem dargestellten Kreuzschaltfeld alle Andrückmagnete Il bis Vl usw. bis IO bis VO über Sperrgleichrichterzellen
6" 11, S31, 5*51, 571 und 591 bis SlO1 S 30, S 50, S 70 und S 90 an die horizontalen
Achsenleitungen L aller Dekaden angeschlossen. Die Achsenleitungen L enden an den Eingangskontakten
El, ES, E5, E7 und E9 von Markierrelais der ungeraden
Teilnehmeranschlüsse. Außerdem sind die Andrückmagnete11 bis Vl usw. bis IO bis VO jeder
Ausgängskoordinate Zl bis ZO an eine vertikale Achsenleitungwl bis mO angeschlossen, die an die
RelaisschaltermarkierkontakteZl bis ZO der Markierrelais führt. Nur im ersten Relaisschalter sind an
den horizontalen AchsenleitungenL die vertikalen Verbindungsleitungen k angeschlossen, die zu den Eingangskontakten
E2, E4c, D6, E8 und £0 der Markierrelais der geraden Teilnehmeranschlüsse führen.
An jede vertikale Achsenleitungwl bis raO ist über eine der Sperrgleichrichterzellen SU1 bis SUO einer
der Umschaltemagnete Ul bis UO angeschlossen. Eine allen Eingangskoordinaten gemeinsame Sammelleitung
Lu aller Magnete U führt über die Sperrgleichrichterzellen
S2, Si, S6, S8 und SO zu den Eingangskontakten der geraden Teilnehmeranschlüsse.
Über einen Stromschwächungswiderstand Rv sind die RelaisschaltermarkierkontakteZl bis ZO an die
horizontale Vielfachleitung L 6 angeschlossen und an das Plus-Potential einer Stromquelle gelegt. Alle Eingangskontakte
E1 bis E 0 sind an eine Vielfachleitung η
angeschlossen und an das Minus-Potential gelegt. Die Sperrgleichrichterzellen S11, 5*31, 6*51, 5*71 und 5*91
bis 5*10, .930, 6*50, 6*70 und S 90 dienen der Fehlstromentkopplung
aller Andrückmagnete 11 bis V1 usw. bis IO bis VO. Die Sperrgleichrichterzellen SUl
bis SUO dienen der Fehlstromentkopplung aller Umschaltemagnete Ul bis UO. Die Sperrgleichrichterzellen
S2', S 4', 6*6', 5*8' und SO' dienen der Fehlstromentkopplung
aller über Verbindungsleitungen k parallelgeschalteten Eingangskontakte E1 bis E 0. Der
Stromschwächungswiderstand Rv ist bei Einstellung des Relaisschalters über einen Ruhekontakt b 2 kurzgeschlossen und wird nach vollzogener Schalterbelegung
durch ein nicht dargestelltes Belegungsrelais B geöffnet, wodurch der Haltestrom für einen markierten
Umschalte- bzw. Andrückmagnet zur Stromeinsparung herabgesetzt wird.
In Fig. Ib ist das Diagramm eines Relaisschalters für die Umschaltemagnete U und die Andrückmagnete
11 bis V1 usw. bis 10 bis V 0 der Teilnehmeranschlüsse
E Nr. 1 bis 0 dargestellt. Die Punkte darin geben an, welcher der Magnete für einen Teilnehmer
erregt wird.
In Fig. 1 c ist das Beispiel einer Anzugsverzögerung für jeden der Andrückmagnete, z.B. 19, durch einen
Parallelwiderstand Rb und durch einen der Verbindungsleitung k einer Achsenleitung L zugeordneten gemeinsamen
Vorwiderstand Ra gezeigt.
Die Wirkungsweise einer Kontaktfedersatzauswahl und Durchschaltung ist an nachstehenden Beispielen
für einen geraden und ungeraden Teilnehmeranschluß erläutert:
Wird z. B. der Teilnehmers markiert, so wird durch ein nicht dargestelltes Markierrelais der erste freie
Relaisschalter markiert, d. h. der Kontakt Z1 geschlossen und damit Plus-Potential vorbereitend an die
vertikale Achsenleitung m 1 aller Andrückmagnete 11 bis V1 und an den Umschaltemagnet U1 des ersten
Relaisschalters gelegt:
+ . > Lz, ZI, .
b2 Sul, Ul
Ferner wird durch ein nicht dargestelltes Markierrelais der Eingangskontakt E 5 geschlossen, der damit
das Minus-Potential anschaltet:
+ , —, Lz, Z1, III 1, S 51, E 5, n, —.
b2
Laut Diagramm Fig. Ib ist unter der U-Nr. 5 nur der Andrückmagnet III 1 zu betätigen. In dem zuletzt
beschriebenen Stromlauf wird der Andrückmagnet IIIl erregt, der den Kontaktfedersatz für den Teilnehmeranschluß
5 im ersten Relaisschalter (Z1) durchschaltet.
Wird z. B. der Teilnehmer 2 markiert und ist der Relaisschalter 9 frei, so wird durch ein nicht dargestelltes
Markierrelais der Kontakt Z 9 geschlossen und damit Plus-Potential vorbereitend an die vertikale
Achsenleitung m 9 aller Andrückmagnete 19 bis V 9 und an den Umschaltemagnet U 9 des neunten Relaisschalters
gelegt:
+ , ,Lz, Z 9, m 9,
b2
19 — V9, L, k, S2'
SU 9, U9, LU,_S2
(Fig. la).
Ferner wird durch ein Markierrelais der Eingangskontakt E2 geschlossen, der damit das Minus-Potential
anschaltet:
λ. Rv τ 7D ο SU9> V9.LU.S2
+,—, Lz,Z9,m9, , E2, n, —.
b2 I9,S19,L,K,S2'
Laut Diagramm Fig. 1 b sind unter E-Nt. 2 der Umschaltemagnet U und der Andrückmagnet I zu betätigen.
Beide Magnete werden in dem zuletzt beschriebenenStromlauf erregt. DerUmschaltemagnet U9 spricht
zuerst an und verstellt sein Umschalteglied so, daß ein Wählfmger unter dem Kontaktfedersatz für den Teilnehmeranschluß
2 im neunten Relaisschalter steht. Erst danach zieht der infolge Kupferdämpfung oder
infolge des Parallelwiderstandes Rb (Fig. 1 c) verzögert ansprechende Andrückmagnet 19 seinen Anker
an und schaltet den Kontaktfedersatz für den Teilnehmeranschluß 2 durch.
Selbstverständlich kann die erfindungsgemäße Schaltungsanordnung auch als lOOteiliges, dekadisches
Relais-Kreuzschaltfeld ausgebildet und dazu benutzt werden, eine von 10-10=100 Leitungen (Teilnehmeranschlußleitungen
od. dgl. mit zweistelligen Nummern 1.1 bis 0.0) mit Hilfe des ihnen individuell zugeordneten
und durch den Andrückmagnet, gegebenenfalls unter Mitwirkung des Umschaltemagnets, betätigbaren
Kontaktfedersatzes zu markieren, durchzuschalten oder abwechselnd mit einer einzigen Leitung
anderer Art zu verbinden. Bei dieser Anwendung wirken die bisher als Eingangskontakte bezeichneten
Kontakte El bis EO als Markierkontakte z. B. für die Einerziffern der Leitungen und die sogenannten Relaisschal termarkierkontakte Z1 bis ZO dementsprechend
als Markierkontakte für die Zehnerziffern der betreffenden Leitungen usw.
Die in Fig. 2 dargestellte Schaltungsanordnung unterscheidet sich von der der Fig. 1 a durch die Anwendung
je eines Umschaltekontaktfedersatzes u 1 bis itO in den Relaisschaltern. Jeder Umschaltekontaktfedersatz
bewirkt eine zwangläufige Anzugsverzögerung für die Andrückmagnete 11 bis Vl bis 10 bis VO
jedes Relaisschalters, sofern einer der Kontakte £2, £4, £6, £8 und £0 der zweiten Schaltgruppe betätigt
ist, die den geraden Teilnehmernummern zugeordnet sind. Die Andrückmagnete 11 bis Vl bis 10
bis VO besitzen dann keine besonderen Mittel zur Anzugsverzögerung, wie z. B. Parallel- und Vorwiderstände
oder Kupferdämpfungen. Die zwangläufige Zeitfolge, gemäß der erst einer der Umschaltemagnete Ul
bis UO ansprechen muß, bevor ein Andrückmagnet erregt werden kann, wird dadurch erreicht, daß der Umschaltemagnet
bei seiner Betätigung seinen Umschaltekontaktfedersatz u 1 bis u0 schließt und erst damit
alle Andrückmagnete Il bis Vl bis 10 bis VO an die Eingangskontakte anschaltet. Durch Einführung der
Umschaltekontaktfedersätze u 1 bis u0 entfallen in den vertikalen Verbindungsleitungen k die Sperrgleichrichterzellen,
da die vertikalen Verbindungsleitungen k durch die nicht geschlossenen Umschaltekontaktfedersätze
u 1 bis u 0 aufgetrennt sind. Die vertikalen Verbindungsleitungen k aller Relaisschalter sind an gemeinsame
horizontale Verbindungsleitungen 0 parallelgeschaltet. Die sonstige Ausbildung der Schaltungsanordnung
ist die gleiche wie die der Fig. 1 a, und es gilt auch das gleiche Diagramm der Fig. lb, das die
Wirkungsweise zeigt.
An zwei nachstehenden Beispielen für einen geraden und einen ungeraden Teilnehmeranschluß wird das erläutert.
Wird z. B. der Teilnehmer 19 markiert, so wird durch ein nicht dargestelltes Markierrelais der »Zehner-Kontakt
Z1 geschlossen und damit Plus-Potential vorbereitend an die vertikale Achsenleitung m 1 aller Andrückmagnete
11 bis V1 und an den Umschaltemagnet Ul des ersten Relaisschalters gelegt:
•VI
_1_
rv t
71
H-
+ , —, Lz, ZI,
b2 SU1,U1
Ferner wird der »Einer«-Kontakt E 9 geschlossen, der damit das Minus-Potential anschaltet:
+, —,LzlZl, VI, S91, E9, n, —.
b2
Das Umschalterelais Ul kann nicht erregt werden, da der Umschaltekontaktfedersatz u 1 geöffnet ist.
Nach dem Diagramm Fig. 1 b ist unter der £-Nr. 9 nur der Andrückmagnet Vl erregt worden, der den
Kontaktfedersatz des Teilnehmeranschlusses 19 im ersten Relaisschalter durchschaltet.
Wird z. B. der Teilnehmer 06 markiert, so wird der »Zehner«-Kontakt ZO geschlossen und damit Plus-Potential
vorbereitend an die vertikale Achsenleitung m0 aller Andrückmagnete 10 bis VO und an den Umschaltemagnet
UO des zehnten Relaisschalters gelegt:
Rv
+ , ,Lz, ZO.mO,
b2
10 —VO
SUO1 UO, LU
Ferner wird der »Einer«-Kontakt£6 geschlossen, der damit das Minus-Potential anschaltet:
+ , —,Lz,Z0,m0, Eo, A1 —.
b2 IIIO1S50,L,K, UO
Das Umschalterelais wurde damit in erster Schaltstufe erregt und sein Umschaltekontaktfedersatz u0
geschlossen, wobei auch sein Umschalteglied so verstellt wurde, daß für den Teilnehmeranschluß 6 in der
zehnten Dekade, also im zehnten Relaisschalter, ein elastischer Wählfinger unter dem Kontaktfedersatz
steht. Über FedersatzwO wird in zweiter Schaltstufe der Andrückmagnet III 0 erregt und damit der Kontaktfedersatz
für den Teilnehmeranschluß 06 im zehnten Relaisschalter durchgeschaltet, wie aus dem Diagramm
Fig. 1 b unter der £-Nr. 6 ersichtlich ist.
In Fig. 3 a ist die Schaltungsanordnung für ein nicht dekadisches Relais-Kreuzschaltfeld dargestellt, das aus
zehn Relaisschaltern mit je zwölf Kontaktfedersätzen für 120 Teilnehmeranschlüsse besteht. Die Relaisschalter
besitzen hierbei je vier Andrückmagnete, von denen jeder einen von drei Kontaktfedersätzen zu betätigen
vermag, sowie ein Umschalteglied, das aus einer mittleren Ruhestellung unter dem Einfluß von
zwei Umschaltemagneten Ul, Ul' bis UO, UOr in eine von zwei Endlagen verstellt werden kann. Die Schaltungsanordnung
aller Magnete ist in drei Schaltgruppen so getroffen, daß in der ersten Schaltgruppe
nur einer der Andrückmagnete 11 bis IV1 bis 10 bis IVO allein und in den zwei anderen Schaltgruppen dagegen
immer zunächst ein vorbereiteter Umschaltemagnet Ul, Ul' bis UO, UO' betätigt wird und mit
einem danach betätigten Andrückmagneten gemeinsam den Kontaktfedersatz eines Teilnehmers bestimmt und
durchschaltet. Dabei sind in dem dargestellten Kreuzschaltfeld alle Andrückmagnete 11 bis IV1 bis 10 bis
IVO über Sperrgleichrichterzellen 521, S51, S81 und 5011 usw. bis 520, 550, 580, 5010 an die horizontalen
Achsenleitungen L aller Relaisschalter angeschlossen. Die Vielfachleitungen L der ersten Schaltgruppe enden unmittelbar an den »Einer«-Kontakten
E2, E5, EB und £01 der Markierrelais. Außerdem sind die Andrückmagnete 11 bis IVl bis 10 bis IVO
jedes Relaisschalters Zl bis ZO an eine vertikale Achsenleitungwil bis m0 angeschlossen, die an die
»Zehner«-Kontakte Z.l bis ZO führt.
Nur im ersten Relaisschalter sind an den horizontalen Achsenleitungen L die vertikalen Verbindungsleitungen k angeschlossen, die zu den »Einer«-Kontakten
£1, £3, £4, £6, £7, £9, £0 und £02 führen. An jede vertikale Achsenleitung m 1 bis m0 jedes Relaisschalters
ist über je eine Sperrgleichrichterzelle SU1 bis SU 0 je ein Paar von Umschaltemagneteh U1,
Ul' usw. bis UO, UO' angeschlossen, an deren andere Wicklungsanschlüsse diesen zugeordnete vertikale
Achsenleitungen m 1, ml' usw. bis m0, m0' angeschlossen sind, die über die Sperrgleichrichterzellen
51, 53, 54, 56; 57, 59 und 50, 502 mit den »Einer«-Kontakten der zwei anderen Schaltgruppen
verbunden sind. Alle Umschaltemagnete Ul, Ul' bis L'O, t/0' sind an die entsprechenden Vielfachleitungen
LL7I und LU 2 parallel angeschaltet. Die weitere Ausbildung dieser Schaltungsanordnung ist ähnlich wie in
Fig. 1 a.
Das Diagramm Fig. 3 b ist ähnlich dem der Fig. Ib mit dem Unterschied, daß zwei Umschaltemagnete U1,
Ul' bis UO, UO' mit {/..., Lr.. / sowie vier Andrückmagnete
11. bis IVl bis 10 bis IVQ mit I ... bis IV . . . dargestellt sind.
In der Schaltungsanordnung nach der Fig. 3 a finden für die Anzugsverzögerung der Andrückmagnete 11 bis
IVl bis 10 bis IVO Parallelwiderstände Rb und ein gemeinsamer Vorwiderstind Ra nach Fig. 1 c Anwendung.
Die Wirkungsweise wird an zwei Beispielen wie folgt erläutert:
Wird z. B. der Teilnehmer 12 markiert, so wird in geeigneter Weise der »Zehner«-Kontakt Zl geschlossen
und damit Plus-Potential vorbereitend an die vertikale Achsenleitung m 1 aller Andrückmagnete
11 bis IV1 und an die Umschaltemagnete U1 und U Ir des ersten Relaisschalters gelegt:
+, , Lz, Zl1Il-
b2
-IVlj SU1,
Ul
Ul''
Ferner wird der »Einer«-Kontakt £2 geschlossen, der damit das Minus-Potential anschaltet:
Rv
+, , Lz, Zl1 Il1 S21, L, E2, n, —.
b2
Im Diagramm nach Fig. 3 b ist unter der £-Nr. 2 as der Andrückmagnet 11 betätigt. Damit ist nur der Andrückmagnet
11 erregt worden, der den Kontaktfedersatz für den Teilnehmeranschluß 12 im ersten Relaisschalter
durchschaltet.
Wird z. B. der Teilnehmer 902 markiert, so wird der »Zehner«-Kontakt Z9 geschlossen und damit Plus-Potential
vorbereitend an die vertikale Achsenleitung m 9 aller Andrückmagnete 19 bis IV 9 und an die Umschaltemagnete
U 9' und U 9 des neunten Relaisschalters gelegt:
+ ,^,Lz,Z9,I9-IV9,SU9ü9''m9''LU2.
b2 U9,m9,LU2
Ferner wird der »Einer«-Kontakt £02 geschlossen, der damit das Minus-Potential anschaltet:
+ ,^,LzlZ9,m9,E^n,-.
b2 lY9,S019,L,k,S02
Im Diagramm nach Fig. 3 b sind unter der £-Nr. 02 der Umschaltemagnet U 9' und der Andrückmagnet IV 9
betätigt. Dabei ist in erster Schaltstufe der Umschaltemagnet U 9' im neunten Relaisschalter erregt, der sein
Umschalteglied von einer mittleren Ruhelage so in eine rechte Endlage verstellt, daß sein Wählfinger
unter den Kontaktfedersatz für den Teilnehmeranschluß 02 im neunten Relaisschalter steht und daß
in zweiter Schaltstufe dessen verzögert ansprechender Andrückmagnet IV 9 betätigt wird, der den Kontaktfedersatz
für den Teilnehmeranschluß 902 durchschaltet.
In Fig. 4 ist die abgewandelte Schaltungsanordnung der Fig. 3 a ersichtlich, die durch die Anwendung je
eines Umschaltekontaktfedersatzes ul bis «0 in jedem Relaisschalter gekennzeichnet ist. Jeder Umschaltekontaktfedersatz
bewirkt eine zwangläufige Anzugsverzögerung für die Andrückmagnete 11 bis IV1 usw.
bis 15 bis VO jedes Relaisschalters bei der Betätigung eines beliebigen der »Einer«Kontakte E1, £3; £4,
£6; £7, £9 und £0, £02 der zwei Schaltgruppen. Die Ändrückmagnete 11 bis IVl usw. bis 10 bis VO
besitzen keine Anzugsverzögerungen wie Parallel- und Vorwiderstände oder Kupferdämpfungen. Die zwangläufige Zeitfolge, daß erst einer der Umschaltemagnete'
Ul, Ul' bis UO, UO' eines Relaisschalters ansprechen
Claims (5)
1. Schaltungsanordnung zur wahlweisen Durchschaltung von koordinatenmäßig angeordneten Eingangs-
und Ausgangsleitungen in Fernmelde-, insbesondere Fernsprechanlagen mit mehreren in
einem Kreuzschaltfeld angeordneten Relaisschaltern, von deren gruppenweise angeordneten
Teilnehmerkontaktfedersätzen jeweils ein gewünschter Kontaktfedersatz in Abhängigkeit von
der Stellung eines mit einem Schritt durch Umschaltemagnete in eine seiner Endlagen bewegbaren
und für alle Gruppen eines Relaisschalters gemeinsam vorgesehenen Umschaltegliedes durch den
seiner Gruppe zugeordneten Andrückmagnet einzeln betätigt wird, dadurch gekennzeichnet, daß
die Andrückmagnete (II bis VO) und die Umschaltemagnete (U1 bis UO) aller Relaisschalter
in individuellen Markierstromkreiszweigen liegen, die gegeneinander entkoppelt sind und am einen
Ende gemeinsam für jeweils einen Relaisschalter an einen diesem zugeordneten Relaisschaltermarkierkontakt
(ZI bis ZO) der einen Koordinate angeschlossen sind und am anderen Ende derart an Eingangsmarkierkontakte (£1 bis EO bzw.
£02) der anderen Koordinate angeschlossen sind, daß jeder Kontakt einer Teilgruppe dieser Kontakte
(z. B. £5) nur den ihm" zugeordneten und jeweils markierten Andrückmagnet (z. B. III 1) allein einschaltet,
während jeder Kontakt der anderen Teilgruppe dieser Kontakte (z. B. £6) den ihm zugeordneten
Umschaltemagnet (z. B. Ul) einschaltet und zugleich die verzögerte Einschaltung des zugeordneten
Andrückmagnets (z. B. IUI) vorbereitet.
2. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß alle Magnete (I bis V,
[/...) jeweils eines Relaisschalters an eine durch einen der Relaisschaltermarkierkontakte gesteuerte
und einer entsprechenden Ausgangskoordinate zugeordnete Achsenleitung (ml bis m0) fest angeschlossen
sind und daß je ein Andrückmagnet (II bis VO) gleicher Ordnungszahl aller Relaisschalter
mit seinem anderen Anschluß an eine weitere von mindestens einem der Eingangsmarkierkontakte
(£) gesteuerte, den entsprechenden Eingangskoordinaten zugeordnete Achsenleitung
(L) angeschlossen ist.
3. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Eingangsmarkierkontakte
(£2, E 4 ... £ 0) der anderen Teilgruppe zusätzlich eine allen Eingangskoordinaten gemeinsame
Leitung {Lu) steuern, an welche die Umschaltemagnete (U...) mit ihrem anderen Anschluß
aller Relaisschalter angeschlossen sind (Fig. 1 a, 2).
4. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß Verzögerungseinrichtungen
vorgesehen sind, welche bei Betätigung eines Kontaktes (£6) der anderen Teilgruppe
wirksam werden und das Ansprechen eines Andrückmagnets (II bis VO) gegenüber dem Ansprechen
des zugeordneten Umschaltemagnets (JJ . . .) verzögern.
5. Schaltungsanordnung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß jeder Andrückmagnet
(11 bis VO) eine Kupferdämpfung trägt und allen
909 580/78
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEF24343A DE1062755B (de) | 1957-11-07 | 1957-11-07 | Schaltungsanordnung fuer Relais-Koordinatenschalter |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEF24343A DE1062755B (de) | 1957-11-07 | 1957-11-07 | Schaltungsanordnung fuer Relais-Koordinatenschalter |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1062755B true DE1062755B (de) | 1959-08-06 |
Family
ID=7091198
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEF24343A Pending DE1062755B (de) | 1957-11-07 | 1957-11-07 | Schaltungsanordnung fuer Relais-Koordinatenschalter |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1062755B (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1276110B (de) * | 1964-08-20 | 1968-08-29 | Kapsch Telephon Telegraph | Schaltungsanordnung fuer eine Fernsprechanlage mit Tastenwahl |
-
1957
- 1957-11-07 DE DEF24343A patent/DE1062755B/de active Pending
Non-Patent Citations (1)
| Title |
|---|
| None * |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1276110B (de) * | 1964-08-20 | 1968-08-29 | Kapsch Telephon Telegraph | Schaltungsanordnung fuer eine Fernsprechanlage mit Tastenwahl |
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