DE1123953B - Kartusche fuer rueckstossfreie Geschuetze - Google Patents
Kartusche fuer rueckstossfreie GeschuetzeInfo
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- DE1123953B DE1123953B DED33686A DED0033686A DE1123953B DE 1123953 B DE1123953 B DE 1123953B DE D33686 A DED33686 A DE D33686A DE D0033686 A DED0033686 A DE D0033686A DE 1123953 B DE1123953 B DE 1123953B
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Classifications
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- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F42—AMMUNITION; BLASTING
- F42B—EXPLOSIVE CHARGES, e.g. FOR BLASTING, FIREWORKS, AMMUNITION
- F42B5/00—Cartridge ammunition, e.g. separately-loaded propellant charges
- F42B5/38—Separately-loaded propellant charges, e.g. cartridge bags
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- Engineering & Computer Science (AREA)
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Description
- Kartusche für rückstoßfreie Geschütze Rückstoßfreie Geschütze besitzen in der Regel ein vorn und hinten offenes zylindrisches Rohr. Die Kartusche für das Geschoß sitzt dabei hinter diesem und ist nicht wie bei Raketen mit diesem fest verbunden. Die Geschoßbeschleunigung wird durch die bei der Verbrennung des Pulvers entstehenden Gase hervorgerufen. Da die Gase jedoch auch nach hinten frei austreten können, entsteht kein Druck auf das Rohr in rückwärtiger Richtung, so daß dieses auch keinen Rückstoß erhält. Dabei ist die dem Geschoß erteilte Bewegungsenergie etwa gleich der Energie der nach hinten ausströmenden Gase einschließlich der Bewegungsenergie der häufig noch vorhandenen Verdämmungsmaterialien, die ebenfalls nach hinten ausgestoßen werden. Der Wirkungsgrad der Kartusche hängt dabei in hohem Maße von dieser Verdämmung ab. Man verwendet hierfür häufig Kunststoffscheiben oder ähnliche Materialien. Es ist auch üblich, das Pulver der Kartusche in geschlossenen Hüllen, beispielsweise in Kunststoffrohre, unterzubringen, um diesem so eine stärkere Verdämmung zu geben. Dieser Aufbau besitzt jedoch den Nachteil, daß dabei hohe Gasdruckspitzen auftreten und die Arbeitsfläche des Druck-Zeit-Diagramms nicht sehr günstig ausfällt.
- Daher ist sowohl bei Minenwerferkartuschen als auch bei Raketentreibladungen zur Erzielung von Gleichdruckdiagrammen die Verwendung geringer Ladedichten vorgeschlagen worden. Umschließt das Pulver der Kartusche jedoch eine ungenügende Verdämmung, so besteht die Gefahr, daß es nur unvollkommen und ungleichmäßig verbrennt. Große Geschwindigkeitsstreuungen des Geschosses sind dann die Folge.
- Die Erfindung vermeidet diese Nachteile. Sio gibt einerseits der Kartusche eine gute Verdämmung, andererseits vermeidet sie jedoch hohe Gasdrücke, so daß die Gasdruckkurve sehr flach verläuft. Dies wird dadurch erreicht, daß ein Behälter aus zwei ineinanderliegenden Hüllen, die durch je einen Deckel abgeschlossen sind, die Kartusche aufnimmt, wobei diese zwischen den beiden Hüllen oder in der inneren Hülle eingelagert ist. Vorzugsweise verwendet man für beide Hüllen Kunststoffe, welche chemisch vom Pulver nicht angegriffen werden, insbesondere wird zur Herstellung der Behälter Polyäthylen verwendet. Der freie Hohlraum des Behälters kann auch mit einem brennbaren Gas ausgefüllt werden, wobei grundsätzlich die Verwendung von verflüssigtem Gas an Stelle einer Kartusche aus festen Pulverteilen bekannt ist. Die Zündung der in der inneren Hülle befindlichen Kartusche kann elektrisch über Zündpillen oder aber durch übertragungspulverladungen erfolgen, welche zwischen den beiden Hüllen liegen. Durch Haltescheiben kann ein gleichmäßiger Sitz der Innenhülle mit dem Treibladungspulver erreicht werden.
- Fig. I zeigt den erfindungsgemäßen Aufbau der beschriebenen Kartusche. Die Innenhülle l nimmt das Treibladungspulver 3 und gegebenenfalls Verdämmungsscheiben 4 am Ende der Kartusche auf. Die Zündung erfolgt über die elektrische Zündpille 2. Durch Haltescheiben 5 wird die Innenhülle 1 in der Außenhülle 6 gehalten. Sowohl die Innenhülle 1 als auch die Außenhülle 6 werden durch die Abschlußdeckel 7 und 8 verschlossen, wobei diese fest mit den Hüllen verbunden sein sollen. Dies kann beispielsweise bei Kunststoffen durch Schweißung erfolgen.
- Bei Zündung der Zündpille wird über die Zündladung das Treibladungspulver zur Verbrennung gebracht. Durch den engen Einschluß in der inneren Hülle erfolgt die Verbrennung gleichmäßig und weitgehend vollkommen. Dabei wird die innere Hülle zerstört und der Gasdruck erheblich gemindert. Da auch die äußere Hülle in sich geschlossen ist, wird die Gleichmäßigkeit des Druckes weiter verbessert. Der zeitliche Ablauf der Druckeinwirkung auf das Geschoß wird dadurch länger und die Schubwirkung größer. Es tritt eine beachtliche Verbesserung des Wirkungsgrades bei rückstoßfreien Geschützen ein. Die Hüllen können in bekannter Weise mit Sollbruchstellen versehen werden, die bewirken, daß die Hüllen bei jedem Schuß ausgeworfen werden und daß das Rohr frei bleibt.
- Fig. II zeigt eine weitere Ausführungsmöglichkeit des Erfindungsgedankens. Das Treibladungspulver 3 ist dabei in dem Raum zwischen der Innenhülle 1 und der Außenhülle 6 untergebracht. Die Innenhülle 1 bleibt in diesem Fall frei. Der Verbrennungsvorgang ist im Prinzip der gleiche. Durch den engen Einschluß des Treibladungspulvers zwischen der inneren und äußeren Höhe erfolgt ebenfalls eine gleichmäßige und vollkommene Verbrennung. Die innere Hülle wird ebenfalls dabei zerstört und der Gasdruck gemindert.
Claims (3)
- PATENTANSPRÜCHE: 1. Kartusche für rückstoßfreie Geschütze, da- durch gekennzeichnet, daß ein Behälter aus zwei ineinanderliegenden Hüllen (1, 6), die durch je einen Deckel (7, 8) abgeschlossen. sind, die Treibladung (3) aufnimmt, wobei diese zwischen den beiden Hüllen (1, 6) oder in der inneren Hülle (1) eingelagert ist.
- 2. Kartusche für rückstoßfreie Geschütze nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Behälter aus Polyäthylen gefertigt ist.
- 3. Kartusche für rückstoßfreie Geschütze nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der freie Hohlraum des Behälters mit einem brennbaren Gas ausgefüllt wird. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschrift Nr. 58 322.
Priority Applications (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DED33686A DE1123953B (de) | 1960-07-01 | 1960-07-01 | Kartusche fuer rueckstossfreie Geschuetze |
| BE604238A BE604238A (fr) | 1960-07-01 | 1961-05-26 | Charge propulsive pour canons exempt de recul |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DED33686A DE1123953B (de) | 1960-07-01 | 1960-07-01 | Kartusche fuer rueckstossfreie Geschuetze |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1123953B true DE1123953B (de) | 1962-02-15 |
Family
ID=7041849
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DED33686A Pending DE1123953B (de) | 1960-07-01 | 1960-07-01 | Kartusche fuer rueckstossfreie Geschuetze |
Country Status (2)
| Country | Link |
|---|---|
| BE (1) | BE604238A (de) |
| DE (1) | DE1123953B (de) |
Cited By (8)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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-
1960
- 1960-07-01 DE DED33686A patent/DE1123953B/de active Pending
-
1961
- 1961-05-26 BE BE604238A patent/BE604238A/fr unknown
Patent Citations (1)
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Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| BE604238A (fr) | 1961-09-18 |
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