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DE2261376A1 - Treibladung fuer rueckstossfreie waffen - Google Patents

Treibladung fuer rueckstossfreie waffen

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DE2261376A1
DE2261376A1 DE19722261376 DE2261376A DE2261376A1 DE 2261376 A1 DE2261376 A1 DE 2261376A1 DE 19722261376 DE19722261376 DE 19722261376 DE 2261376 A DE2261376 A DE 2261376A DE 2261376 A1 DE2261376 A1 DE 2261376A1
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DE
Germany
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dam
charge
propellant charge
cavity
propellant
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DE19722261376
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Heinz Kroschel
Manfred Strunk
Alfred Voss
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Dynamit Nobel AG
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Dynamit Nobel AG
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Publication date
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Priority to IT54287/73A priority patent/IT1000450B/it
Priority to FR7344915A priority patent/FR2210757B1/fr
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    • F41WEAPONS
    • F41AFUNCTIONAL FEATURES OR DETAILS COMMON TO BOTH SMALLARMS AND ORDNANCE, e.g. CANNONS; MOUNTINGS FOR SMALLARMS OR ORDNANCE
    • F41A1/00Missile propulsion characterised by the use of explosive or combustible propellant charges
    • F41A1/08Recoilless guns, i.e. guns having propulsion means producing no recoil
    • F41A1/10Recoilless guns, i.e. guns having propulsion means producing no recoil a counter projectile being used to balance recoil

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Combustion & Propulsion (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Aiming, Guidance, Guns With A Light Source, Armor, Camouflage, And Targets (AREA)
  • Toys (AREA)

Description

OZ 72126
DYNAMIT NOBEL AKTIENGESELLSCHAFT Troisdorf Bez. Köln
Treibladung, für rückstoßfreie Waffen
Die Erfindung betrifft eine Treibladung für rückstoßfreie Waffen, die hinter einem von vorn in ein beidseitig offenes Waffenrohr einschiebbares Geschoß angeordnet wird und axial aufeinanderfolgend einen Pulverteil, einen Hohlraum und eine Verdammung aufweist. ■ ■
Der Erfindung liegt ein Waffensystem zugrunde, bei dem aus einem beidseits offenen langen Rohr mit verhältnismäßig geringem Durchmesser ein Geschoß rückstoßfrei durch eine Treibladung abgefeuert wird, wobei der Zündpunkt - von der Rohrmündung aus gesehen - etwa bei einem Drittel der Waffenrohrlänge liegt. Das Geschoß ist im allgemeinen überkalibrig, es kann aber auch gleich- oder sogar unterkalibrig sein.
In einem solchen Fall wird das Geschoß von vorn bis zu einem festen Anschlag in das Waffenrohr hineingeschoben. Zwischen dem hinteren Geschoßende, das noch vor dem Zündpunkt für die Treibladung liegt, und dem Rohrende steht der lange freie Rohrquerschnitt für die Anordnung der Treibladung zur Verfügung. Der Grundaufbau der Treibladung besteht aus einem Pulverteil mit Zündladung und ein oder mehreren Ladungsteilen, einer meist als Zerfallverdämmung ausgebildeten Verdammung und ggf. einem Hohlraum. Für die Anordnung dieser Bauelemente der Treibladung sind zwei prinzipielle Möglichkeiten bekannt:
1. Pulverteil und Verdammung sind in einer gemeinsamen Hülle untergebracht und befinden sich unmittelbar hinter dem Geschoß, wobei die Verdammung direkt am Pulverteil anliegt (einteilige Ausführung).
2. Der Pulverteil befindet sich in einer Hülle unmittelbar hin-
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ter dem Geschoß, während die Verdammung als gesonderter Teil von hinten in das hintere Rohrende eingeschoben ist, so daß zwischen dem Pulverteil und der Verdammung ein den Hohlraum bildender freier Raum besteht (zweiteilige Ausführung).
Diese beiden prinzipiellen Ladungsaufbauten unterscheiden sich in ihrer Verbrennungscharakteristik. Bei der Treibladung nach Punkt 1.) wird ein schmales, im Kurververlauf gleichmäßiges Gasdruck-Zeit-Diagramm erzielt. Um dabei eine möglichst hohe Abschußgeschwindigkeit des Geschosses zu erreichen, wird die Verdammung möglichst schwer ausgeführt, wodurch allerdings sehr schnell der maximal zulässige Gasdruck für das Waffenrohr er- ; reicht wird. Nun sind Ausführungen dieser Treibladung bekannt, bei denen durch bestimmte Anordnung der Bauelemente versucht wird, diese Gasdruckspitze abzubauen und eine niedrigere und breitere Gasdruckkurve zu erzielen. So ist beispielsweise gemäß der DT-PS 1.123.953 eine Kartusche mit zwei ineinanderliegenden Hüllen vorgesehen, bei der das Treibladungspulver zwischen den beiden Hüllen oder in der inneren Hülle liegt. Entsprechend der DT-OS 1.453.826 werden überhöhte Druckspitzen mittels eines axialen Durchlasses in der Verdammung abgebaut.
Alle diese Vorschläge behalten jedoch den grundsätzlichen Aufbau der Treibladung nach Punkt 1.) bei, d.h. die Verdammung liegt immer unmittelbar am Pulverteil an. Aus diesem Grunde wird aber nur eine relativ geringe Verbreiterung der Gasdruckkurve und damit auch nur geringe Erhöhung der Abschußgeschwindigkeit erreicht. Ein weiterer Nachteil dieser einteiligen Treibladungen ist, daß sie das Waffenrohr nur etwa auf seiner halben Länge ausfüllen, die Verdammung also relativ weit vorn angeordnet ist, so daß sie beim Schuß einen verhältnismäßig langen Weg bis zum Rohrende zurücklegen muß. Dadurch kann es aber unter ungünstigen Umständen zu die Zielgenauigkeit beträchtigenden radialen Schwingungen des V.'affenrohres und infolge der Reibung zwischen der Verdammung und der Rohrinnenwand auch zu einem unerwünscht hohen Rückstoß kommen. Ferner sind bei diesen kurzen einteiligen Treib-
*r--r 409825/0163
ladungen unbeabsichtigte Handhabungsfehler möglich, ,indem der Schütze nach einem vorhergegangenen Fehlschuß nicht die u.U. noch im Waffenrohr vorhandenen Treibladungsreste entfernt, sondern gleich das nächste Geschoß mit einer neuen Treibladung nachlädt, so daß das Waffenrohr beim Abschuß aufgeweitet oder unter ungünstigen Umständen auch auseinandergerissen werden kann. Die Schützensicherheit ist damit nicht ausreichend gewährleistet.
Bei der zweiteiligen Treibladung nach Punkt 2.) werden diese Nachteile zum Teil vermieden. Eine derartige Treibladung ist beispielsweise in der DT-OS 1.553.996 beschrieben. Hierbei wird nach dem Zünden der Zündladung und der Ladungsteile des. Pulverteils eine gewisse Menge des Treibladungspulvers in den freien Raum zwischen dem Pulverteil und der Verdammung geworfen. Dadurch entsteht eine breitere, allerdings unerwünscht wellenförmige Gasdruckkurve, die eine gewisse Leistungssteigerung der Treibladung ergibt. Ein grundsätzlicher Nachteil auch dieser Lösung ist jedoch, daß bei falscher Handhabung Fremdkörper in den Hohlraum zwischen Pulverteil und Verdämmungsteil gelangen und zur Gefährdung des Schützen führen können.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die vorstehend genannten Nachteile der bekannten Treibladungen zu vermeiden, d.h. eine Treibladung für rückstoßfreie Waffen so auszubilden, daß sie bei einfacher Handhabung und möglichst großer Schützensicherheit eine wesentliche Erhöhung der Abschußgeschwindigkeit ermöglicht.
Diese Aufgabe wird ausgehend von der bekannten zweiteiligen Treibladung erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß für den Pulverteil, den Hohlraum und die Verdammung eine gemeinsame Hülle solcher Länge vorgesehen wird, daß sie den hinter dem Geschoß befindlichen Teil des Waffenrohres zumindest im wesentlichen auf seiner gesamten Länge ausfüllt. Die Treibladung wird also
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in vorteilhafter Weise als ein in sich geschlossenes System ausgebildet, bei dem der Hohlraum ein integrierter Bestandteil der übrigen Elemente ist. Es können somit keine Fremdkörper in den Hohlraum gelangen und die Waffenfunktion in unzulässiger V/eise beeinträchtigen. Eventuell im Waffenrohr sich befindende Fremdkörper oder Treibladungsreste vom vorhergehenden Schloß v/erden beim Laden der Treibladung aus dem Waffenrohr hinausgestoßen. Die Gesamtlänge der Hülle wird dabei in jedem Falle mindestens so groß gewählt, daß der dann noch verbleibene leere Raum im Bereich des hinteren V/affenrohrendes so klein ist, daß eventuelle Verunreinigungen oder Verstopfungen in diesem Raum keine Gefährdung des Schützen verursachen. Damit ist in vorteilhafter V/eise gewährleistet, daß beispielsweise auch dann, wenn der Schütze die geladene Waffe mit ihrem hinteren offenen Ende in an sich unzulässiger Weise in Sandboden hineindrückt, so daß das Waffenende mit einem Sandpfropfen verstopft wird, die einwandfreie Waffenfunktion nicht beeinträchtigt wird.
Im Unterschied zu den bekannten ein- und zweiteiligen Treibladungen mit relativ kurzen Hüllen weist die Hülle der erfindungsgemäßen Treibladung eine beträchtliche Länge auf, so daß an sich beim Abschuß Schwierigkeiten bezüglich des selbständigen Ausstoßens der Hülle nach hinten aus dem Waffenrohr hinaus befürchtet wurden. Aus diesem Grunde wurde bi she i? auch angestrebt, die auszuschiebenden Hüllenteile möglichst kurz zu halten. Entgegen den Erwartungen zeigte sich jedoch, daß auch die relativ lange Hülle der erfindungsgemäßen Treibladung unter normalen Umständen einwandfrei nach hinten ausgestoßen wird, so daß der nächste Schuß ohne Schwierigkeiten geladen werden kann. Je tiefer allerdings die Umgebungstemperaturen beim Einsatz der erfindungsgemäßen Treibladung sind, um so kritischer wird das einwandfreie Ausstoßen der Hülle. Um die einwandfreie Funktion auch bei Temperaturen bis herab zu wenigstens -400C sicherzustellen, wird in zweckmäßiger Ausgestaltung der Erfindung die Hülle im Bereich des Übergangs vom Pulverteil zum Hohlraum und
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von diesem zur Verdammung mit je einer in Umfangsrichtung verlaufenden Sollbruchstelle versehen. Diese Sollbruchstellen können beispielsweise als Ringkerben ausgebildet v/erden. Zweckmässiger ist es jedoch, die Hülle im Bereich der beabsichtigten Sollbruchstelle zwischen Pulverteil und Hohlraum zu teilen und mit einem innen eingesetzten kurzen Hülsenabschnitt etwa durch Kleben wieder miteinander zu verbinden, da man dadurch die Möglichkeit hat, den Pulverteil und den Verdämmungs- Hohlraumteil je für sich zu laborieren, wodurch die Fertigung vereinfacht wird.
Zum Erleichtern des Ausstoßens der Hülle aus dem Waffenrohr kann zusätzlich oder auch statt dessen nach einem weiteren Vorschlag der Erfindung die Hülle im Bereich der Verdammung und des Hohlraumes auf ihrer Außenfläche mit einer Beschichtung aus reibungsverminderndem bei niedrigen Temperaturen schmelzendem oder verdampfendem Material wie Paraffin, Wachs oder dergleichen versehen v/erden. · .
Der Pulverteil der erfindungsgemäßen Treibladung besteht in bekannter Weise aus einem geschoßseitigen und einem verdämmungsseitigen Ladungsteil mit dazwischen liegender Zündladung. Entsprechend einem anderen Vorschlag der Erfindung weist jeder der beiden Ladungsteile wenigstens ein von der Zündladung ausgehendes und sich über die ganze Länge der Ladungsteile erstreckendes Gasleitrohr auf. Das Treibladungspulver liegt zwischen dem innen leeren Gasleitrohr und der Außenhülle der Ladungsteile. Die Gasleitrohre sind an ihrer Mantelfläche mit Durchbrechungen versehen, um die Zündung des Treibladungspulvers zu erleichtern. Mittels der erfindungsgemäßen Gasleitrohre wird die Verdammung der Zündladung definiert herabgesetzt, indem ein Teil der bei der Umsetzung der Zündladung entstehenden Gase durch die Gasleitrohre in den Hohlraum hinein bzw. zu dem vor der Treibladung befindlichen Geschoß hin entweichen kann. Damit wird eine "sanfte" Zündung des Treibladungspulvers erreicht, so daß
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auch bei tiefen Temperaturen von beispielsweise -400G die dann entsprechend spröden Pulverblättchen durch die Einwirkung des Zünddruckes nicht zerstört v/erden. Diese Zerstörung hätte eine Vergrößerung der brennenden Oberfläche und damit einen unerwünscht hohen Gasdruckanstieg zur Folge. Die Gasleitrohre bewirken außerdem in vorteilhafter V/eise eine weitere Glättung des wellenförmigen Verlaufes der Gasdruckkurve und damit auch eine weitere Erhöhung der Abschußgeschwindigkeit. Das im jeweiligen Einzelfall günstigste Maß der Glättung kann durch die Wahl des Querschnittsverhältnisses zwischen der Treibladungshülle und den Gasleitrohren festgelegt werden.
Zur weiteren definierten Herabsetzung der Verdammung der Zündladung im Bereich der Gasleitrohre kann erfindungsgemäß zwischen den Gasleitrohren und der Zündladung Je eine bei geringem inneren Überdruck berstende Abdeckung vorgesehen werden. Beispielsweise kann dazu eine dünne Papier-, Aluminium- oder Kunststofffolie etwa aus Polyäthylen verv/endet werden. Gegebenenfalls können die Gasleitrohre auch auf ihrer Mantelfläche mit einer gleichartigen dünnen Umhüllung versehen werden, sofern die Gefahr besteht, daß die Treibladungspulverblättchen durch die Durchbrechungen der Gasleitrohre hindurch in diese eindringen könnten. Im Bereich außerhalb der Gasleitrohre ist die Zündladung dagegen mit einer festeren Abdeckung versehen, so daß nach der radial von außen eingeleiteten Zündung die Zündladung bevorzugt im Bereich der Gasleitrohre aufbricht.
Die Verdammung ist zweckmäßigerweise mit einer zentralen durchgehenden Ausnehmung versehen, um in bekannter Weise eine Minderung der Gasdruckspitzen zu erreichen. Erfindungsgemäß kann dabei am hohlraumseitigen Ende der Verdammung wenigstens eine ringförmige Dämpfungsscheibe aus einem leicht deformierbaren Material vorgesehen werden, damit der Aufprall des bei der Zündung nach hinten geworfenen Treibladungspulvers gedämpft wird, um ein Zerbrechen der Blättchen und dadurch wiederum bedingte Gas-
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druckspitzen zu vermeiden. Beispielsweise können diese Ringscheiben aus einem elastischen Kunststoffschaum, Gummi, Styropor, Filz oder dergleichen hergestellt werden. Um ein besseres Einströmen der Gase in die zentrale Ausnehmung der Verdammung zu erreichen, kann ggf. auch die wenigstens eine ringförmige Dämpfungsscheibe mit einem konischen Einlauf und/oder einer im Querschnitt im Vergleich zur Ausnehmung größeren Durchlaßöffnung versehen werden. Sofern es sich als zweckmäßig erweist, kann natürlich eine derartige ringförmige Dämpfungsscheibe auch am geschoßseitigen Ende des Pulverteiles vorgesehen werden, um auch dort die Bewegung der bei der Zündung herausgeschleuderten Treibladungspulverblättchen möglichst abzubremsen.
Die erfindungsgemäße Treibladung gewährleistet einerseits die geforderte Schützensicherheit, da Handhabungsfehler nicht mehr möglich sind, und gibt andererseits auch unter extremen Bedingungen, d.h. bei Temperaturen zwischen etwa -AO0C und +500C, bei erhöhter Abschußgeschwindigkeit reproduzierbare Ergebnisse hinsichtlich der Gasdruckkurve und damit auch hinsichtlich der erreichbaren Zielgenauigkeit.
Die Erfindung ist in der Zeichnung in einem Ausführungsbeispiel gezeigt und wird anhand dieses nachstehend noch näher erläutert. Es zeigen
Figur 1 die geladene Waffe und
Figur 2 die Treibladung im Längsschnitt.
Gemäß Figur 1 ist das Geschoß 1 über seinen Stiel 2 und einer im'einzelnen nicht gezeigten Kupplung 3, die z.B. nach Art eines Bajonettverschlusses arbeitet, mit der Treibladung 4 verbunden. Die Treibladung 4 weist axial aufeinanderfolgend den Pulvepteil 5, den Hohlraum 6 und die Verdammung 7 auf, die innerhalb der gemeinsamen Hülle 8 angeordnet sind. Geschoß 1 und Treibladung 4 sind zusammen in das im Längsschnitt gezeigte Waffenrohr 9 von vorn eingeführt und füllen dieses bis auf den kleinen Raum 10 aus. Bei 11 wird die Zündung des Pulverteile 5 von
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außen eingeleitet.
In Figur 2 ist die Treibladung U im vergrößerten Maßstab gezeigt. Sie weist die Hülle 8 auf, welche den Pulverteil 5, den Hohlraum 6 und die Verdammung 7 umschließt. Die Hülle 8 kann aus Metall, Kunststoff, Cellulosefasern wie beispielsweise Pappe usw. hergestellt werden. Der Pulverteil 5 ict mittels der Zündladung 12 in den geschoßseitigen Ladungsteil 13 und den verdämmungsseitigen Ladungsteil 14 unterteilt. In beiden Ladungsteilen sind die Gasleitrohre 15 mit den Durchbrechungen 16 und den Abdeckungen 17 angeordnet. Außerhalb der Gasleitrohre 15 ist die Zündladung 12 mit den festeren Abdeckungen 18 aus beispielsweise Pappe versehen. An ihrem von der Zündladung 12 abgewandten Ende können die Gasleitrohre 15 ggf. noch mit einer dünneren Abdeckung aus Papier, Kunststoffolie oder dergleichen versehen v/erden, die das Eindringen von Verunreinigungen, Feuchtigkeit oder dergleichen verhindern, unter dem Druck der Treibladungsgase aber leicht aufreißen und so daß Abströmen der Gas praktisch nicht behindern. Die Gasleitrohre 15 können beispielsweise aus Pappe oder Kunststoff hergestellt werden. Die im einzelnen nicht dargestellte Kupplung 3 dient zur Verbindung der Treibladung mit dem GeschoßX Bei 11 erfolgt die radiale Zündung von außen. Die Hülle 8 ist zur Ausbildung der Sollbruchstelle 19 hinter dem Pulverteil 5 geteilt und mit der eingeklebten Innenhülse 20 wieder verbunden. Am Übergang vom Hohlraum 6 zur Verdammung 7 ist die als Ringkerbe ausgebildete Sollbruchstelle 21 innerhalb der Hülle 8 vorgesehen. Die Sollbruchstelle 21 ist hier so angeordnet, daß sie zwischen den am vorderen Ende der Verdammung 7 befindlichen Dämpfungsscheiben 22 und Zentrierringen 23 liegt. Damit wird in vorteilhafter Weise erreicht, daß nach dem unter der Wirkung der Treibladungsgase erfolgten Abtrennen der Verdammung 7 an der Sollbruchstelle 21 die mit der Hülle 8 verklebten Dämpfungsscheiben 22 als Schubflächen für die Treibl:. dungs gase wirken und damit das Hinauswerfen der restlichen Hüllenteile nach hinten aus dem Waffenrohr 9 hinaus begünstigen.
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Die Verdammung 7 v/eist das zentrale Innenrohr 24 aus Pappe, Kunststoff oder dergleichen auf, das an seinen beiden Enden mittels der Zentrierringe 23 gehalten ist. Zwischen der Hülle 8 und dem Innenrohr 24 ist das Verdämmungspulver 5, z.B. geschüttetes Eisenpulver, angeordnet. Am hohlraumseitigen Ende der Verdammung 7 sind die beiden ringförmigen Dämpfungsscheiben 22 mit dem Durchlaß 26 und dem konischen Einlaß 27 vorgesehen. Am anderen Ende der Verdammung 7 ist die Abschlußscheibe 28 aus Pappe, Kunststoff oder dergleichen angeordnet. Die Hülle 8 ist im Bereich der Verdammung 7 und des Hohlraumes 6 mit einer Beschichtung 29 aus Wachse Paraffin oder dergleichen versehen. Insgesamt ist die Hülle 8 zum Schutz während der Lagerung und des Transportes in einem mit einer Reißleine versehenen Folienschlauch 30 untergebracht..Die Materialien sämtlicher Einzelteile der erfindungsgemäßen Treibladung werden in bekannter Weise so ausgewählt, daß sie einerseits ihre Funktion in der Treibladung 4 erfüllen, andererseits aber-beim Schuß keinen unerwünscht großen Gefahrenbereich hinter der Waffe im Hinblick auf die aus dieser nach hinten ausgestoßenen Teile zur Folge haben.
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Claims (5)

Patentansprüche:
1.) Treibladung für rückstoßfreie Waffen, die hinter einem von vorn in ein beidseitig offenes Waffenrohr einschiebbares Geschoß angeordnet wird und axial aufeinanderfolgend einen Pulverteil, einen Hohlraum und eine Verdammung aufweist, dadurch gekennzeichnet, daß für den Pulverteil (5)» den Hohlraum (6) und die Verdammung (7) eine gemeinsame Hülle (8) solcher Länge vorgesehen ist, daß sie den hinter dem Geschoß (1) befindlichen Teil des Waffenrohres (8) zumindest im wesentlichen auf seiner gesamten Länge ausfüllt.
2. Treibladung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Hülle (8) im Bereich des Überganrs vom Pulverteil (5) zum Hohlraum (6) und von diesen zur Verdammung (7) mit je einer in Umfangsrichtung verlaufenden Sollbruchstelle (19,21) versehen ist.
3. Treibladung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Hülle (8) im Bereich der Verdammung (7) und des Hohlraumes (6) auf ihrer Außenfläche mit einer Beschichtung (29) aus reibungsvermindemdem bei niedrigen Temperaturen schmelzendem oder verdampfendem Material wie Paraffin, Wachs oder dergleichen versehen ist.
4. Treibladung nach einem der Ansprüche 1 bis 3$ mit einem durch eine dazwischenliegende Zündungladung in einen geschoßseitigen und einen verdämmungsseitigen Ladungsteil unterteilten Pulverteil, dadurch gekennzeichnet, daß Jeder der beiden Ladungsteile (13,14) wenigstens ein von der Zündladung (1.2) ausgehendes und sich über die ganze Länge der Ladungsteile (13|14) erstreckendes Gasleitrohr (15) aufweist.
5. Treibladung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß zwi-
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sehen den Gasleitrohren (15) und der Zündladung (12) je eine bei geringem inneren Überdruck "berstende Abdeckung (17) vorgesehen ist.
Treibladung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, mit einer eine zentrale durchgehende Ausnehmung aufv;eisenden Verdammung, dadurch gekennzeichnet, daß am hohlräumeeitigen Ende der Verdammung (7) wenigstens eine ringförmige Dämpfungsscheibe (22) aus einem leicht deformierbaren Material vorgesehen ist.
Troisdorf, den 29. Nov. 1972
OZ 72126 Sc/Ro
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