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DE1121084B - Verfahren zur Herstellung von Presskalkstickstoff - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Presskalkstickstoff

Info

Publication number
DE1121084B
DE1121084B DES67955A DES0067955A DE1121084B DE 1121084 B DE1121084 B DE 1121084B DE S67955 A DES67955 A DE S67955A DE S0067955 A DES0067955 A DE S0067955A DE 1121084 B DE1121084 B DE 1121084B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
production
calcium cyanamide
pressure
nitrate
urea
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DES67955A
Other languages
English (en)
Inventor
Dipl-Ing Thomas Fischer
Dr Hans Knoblauch
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Evonik Operations GmbH
Original Assignee
SKW Trostberg AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by SKW Trostberg AG filed Critical SKW Trostberg AG
Priority to DES67955A priority Critical patent/DE1121084B/de
Priority to CH79061A priority patent/CH419202A/de
Publication of DE1121084B publication Critical patent/DE1121084B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C05FERTILISERS; MANUFACTURE THEREOF
    • C05CNITROGENOUS FERTILISERS
    • C05C7/00Fertilisers containing calcium or other cyanamides
    • C05C7/02Granulation; Pelletisation; Degassing; Hydrating; Hardening; Stabilisation; Oiling
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C05FERTILISERS; MANUFACTURE THEREOF
    • C05CNITROGENOUS FERTILISERS
    • C05C5/00Fertilisers containing other nitrates

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Fertilizers (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von Preßkalkstickstoff Es sind verschiedene Vorschläge bekannt, gemahlenen Kalkstickstoff durch Anwendung von Druck in eine stabile Form zu bringen. Während nach der deutschen Patentschrift 231 646 zu diesem Zweck noch mit Wassermengen gearbeitet wird, die weit unter der Grenze für eine vollständige Hydratisierung liegen - was nachweislich zu nicht dauerbeständigen Körnern führt - und während der Wasserzugabe oder sofort anschließend Druck angewendet wird, wird nach der deutschen Patentschrift 379 836 zwar fast vollständig aushydratisiert (wozu an sich eine Wasserzugabe von 7°/o nicht ganz ausreicht), doch werden vor dem Druckprozeß erst noch weitere 10 bis 20% Wasser zugesetzt.
  • Als Voraussetzung für einen haltbaren Preßkalkstickstoff wird bekanntlich auf vollständige Hydratisierung Wert gelegt, was durch den Zusatz von etwa 9,511/o Wasser erreicht wird; um zu haltbaren Preßlingen zu gelangen. werden erhebliche Mengen einer verdünnten Zuckerlösung (20 bis 35% vom Gewicht des behandelten Cyanamids) zugesetzt und diese Mischung dann zu dünnen Schichten verpreßt, diese zu Körnern zerkleinert und nach der Rollierung getrocknet.
  • Die Notwendigkeit einer vollständigen Hydratisierung vor dem Verpressen ist heute unbestritten. Alle darauf aufbauenden Verfahren benötigen jedoch zusätzliche Wasser- oder Flüssigkeitsmengen für den Preßvorgang. Dadurch erhöht sich der Dicyandiamidgehalt des Kalkstickstoffs. und es entstehen die Wirtschaftlichkeit beeinträchtigende Ammoniakverluste. Der Gehalt an Dicyandiamid ist zwar für den Düngeerfolg nicht verloren, doch kann diese Stickstoffgabe wegen der schwierigen Abbauverhältnisse erst frühestens nach l Jahr zur Wirkung kommen; deshalb sind Gehalte über 1% Dicyandiamid im Kalkstickstoff unerwünscht.
  • Die Verhältnisse liegen auch nicht anders, wenn man, wie bekannt, vollständig aushydratisierten Kalkstickstoff zusammen mit nitrat- oder harnstoffhaltigen Lösungen oder Laugen verarbeitet.
  • Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, Ammoniakverluste beim Verpressen zu vermeiden.
  • Die Aufgabe ist erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß man auf vollständig hydratisierten Kalkstickstoff in Gegenwart von Nitrat- und; oder Harnstoff-N, unter Verzicht auf jeden weiteren Flüssigkeitszusatz, in verformender Weise Druck einwirken läßt. Überraschenderweise wurde dabei festgestellt, daß man einem nitrat- und/oder harnstoff-N-haltigen, hydratisierten Kalkstickstoff, der praktisch kein freies Wasser enthält, beim Pressen überhaupt keine Flüssigkeit zuzusetzen braucht und trotzdem stabile, abriebfeste Preßlinge erhält. Nach einer bevorzugten Arbeitsweise läßt man auf das noch warm aus dem Hydratisierungsprozeß kommende Material Druck einwirken.
  • Mit dieser Arbeitsweise sind folgende Vorteile verbunden: a) Die Nitrat- und'oder Harnstoffkomponente wird auf einfache Art in den Kalkstickstoff eingeführt.
  • b) Die Verformung des so vorbehandelten Kalkstickstoffs erfolgt trocken, also in Abwesenheit von Wasser, so daß die Dicyandiamidbildung unterdrückt ist und praktisch keine Ammoniakverluste auftreten.
  • c) Die bisher übliche Trocknung entfällt.
  • d) Man erhält nicht staubende, nicht ätzende, stabile, abriebfeste und gut streufähige Kalkstickstoffkörner.
  • Die vorausgehende Hydratisierung kann z. B. mit Hilfe einer Calciumnitrat- oder Magnesiumnitratlauge bzw. mit Harnstoff- oder Harnstoffnitratlösung - jeweils allein oder im Gemisch miteinander - in der Weise vorgenommen werden, daß das Reaktionsgut ständig einen Gehalt von weniger als 0,5 bis 1 % freien Wassers aufweist (deutsche Auslegeschrift 1097 457).
  • Die Druckeinwirkung kann einmalig oder in mehreren Stufen, in ihrer Dauer variiert und gegebenenfalls mit geheizten Preßorganen erfolgen. Je nach Form der Druckmittel ist der Preßling anschließend durch geeignete Maßnahmen auf die gewünschte Korngröße zu bringen. In manchen Fällen hat es sich im Hinblick auf Haltbarkeit und Festigkeit als vorteilhaft erwiesen, zwischen dem Verpressen und der Zerkleinerung einen gewissen Zeitraum verstreichen zu lassen. Die Körner können dann noch in bekannter Weise rolliert werden; der dabei anfallende Staub wird nach Absiebung dem zu verpressenden hydratisierten Kalkstickstoff wieder zugemischt.
  • Derartige Preßlinge werden nach dem Ausstreuen auf den Ackerboden von der Luft- und Bodenfeuchtigkeit langsam zersetzt und geben ihre wertvollen Bestandteile an die Pflanzen weiter. Der gepreßte Kalkstickstoff vermehrt die Darbietungsformen des nichtstäubenden Kalkstickstoffs.
  • Beispiel 1 In einem kontinuierlich arbeitenden, mit Paddeln ausgerüsteten Trog werden stündlich 10t Kalkstickstoff mit 1,6 t einer 40o/oigen Kalksalpeterlösung, entsprechend = 960 kg Wasser, gemischt, wobei die Verweilzeit im Trog etwa 1 Stunde beträgt und die auftretende Hydratisierwärme in geeigneter Weise abzuführen ist.
  • Das aus dem Hydratisiertrog kommende trockene Material wird anschließend zwischen zwei gegeneinanderlaufenden glatten Walzen bei einem Druck von 800 kg-cm'- zu dünnen Plättchen gepreßt und dann auf die gewünschte Korngröße zerkleinert. fit Beispiel 2 In demselben Mischer werden stündlich 10 t Kalkstickstoff mit 1100 kg 50o/oiger Kalksalpeterlösung und 600 kg einer 40°/oigen Harnstofflösung zusammengemischt. Die Weiterverarbeitung erfolgt wie im Beispiel 1.

Claims (4)

  1. PATE NTANSPRLICH E 1. Verfahren zur Herstellung von Kalkstickstoff durch Verpressen von vollständig aushydratisiertem Material unter Verwendung von nitratund,!oder harnstoffhaltigen Lösungen, dadurch gekennzeichnet, daß man die Verpressung ohne weiteren Flüssigkeitszusatz vornimmt, worauf die Preßlinge auf die übliche Korngröße gebracht werden.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man auf das noch warme Material Druck einwirken läßt.
  3. 3. Verfahren nach Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß man den Druck in zwei oder mehreren Stufen einwirken läßt.
  4. 4. Verfahren nach Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß man geheizte Preßorgane verwendet. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr. 1012 932. 817 455, 231646; französische Patentschrift Nr. 533 513; USA.-Patentschrift Nr. 1 326 310.
DES67955A 1960-04-06 1960-04-06 Verfahren zur Herstellung von Presskalkstickstoff Pending DE1121084B (de)

Priority Applications (2)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DES67955A DE1121084B (de) 1960-04-06 1960-04-06 Verfahren zur Herstellung von Presskalkstickstoff
CH79061A CH419202A (de) 1960-04-06 1961-01-23 Verfahren zur Herstellung von Presskalkstickstoff

Applications Claiming Priority (1)

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DES67955A DE1121084B (de) 1960-04-06 1960-04-06 Verfahren zur Herstellung von Presskalkstickstoff

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE1121084B true DE1121084B (de) 1962-01-04

Family

ID=7499933

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DES67955A Pending DE1121084B (de) 1960-04-06 1960-04-06 Verfahren zur Herstellung von Presskalkstickstoff

Country Status (2)

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CH (1) CH419202A (de)
DE (1) DE1121084B (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1592809B1 (de) * 1963-03-06 1971-12-30 Wintershall Ag Verfahren zur Herstellung von granulierten Mischduengemitteln

Citations (5)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE231646C (de) *
US1326310A (en) * 1917-01-16 1919-12-30 Victor Thrane Process of granulating cyanamid containing free lime.
FR533513A (fr) * 1921-01-25 1922-03-04 Azote Francais L Procédé de fabrication de granules de cyanamide à haute teneur en azote
DE817455C (de) * 1949-07-12 1951-10-18 Sueddeutsche Kalkstickstoff Verfahren zur Herstellung von gekoerntem Kalkstickstoff
DE1012932B (de) 1955-08-09 1957-08-01 Sueddeutsche Kalkstickstoff Verfahren zum Granulieren von Kalkstickstoff

Patent Citations (5)

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DE1592809B1 (de) * 1963-03-06 1971-12-30 Wintershall Ag Verfahren zur Herstellung von granulierten Mischduengemitteln

Also Published As

Publication number Publication date
CH419202A (de) 1966-08-31

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