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DE231646C - - Google Patents

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Publication number
DE231646C
DE231646C DENDAT231646D DE231646DA DE231646C DE 231646 C DE231646 C DE 231646C DE NDAT231646 D DENDAT231646 D DE NDAT231646D DE 231646D A DE231646D A DE 231646DA DE 231646 C DE231646 C DE 231646C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
calcium cyanamide
water
nitrogen
lime
calcium
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Active
Application number
DENDAT231646D
Other languages
English (en)
Publication of DE231646C publication Critical patent/DE231646C/de
Active legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C05FERTILISERS; MANUFACTURE THEREOF
    • C05CNITROGENOUS FERTILISERS
    • C05C7/00Fertilisers containing calcium or other cyanamides
    • C05C7/02Granulation; Pelletisation; Degassing; Hydrating; Hardening; Stabilisation; Oiling

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Fertilizers (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- JVl 231646 KLASSE 16. GRUPPE
aus Kalkstickstoff.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 4. Januar 1910 ab.
Das technische Calciumcyanamid, welches unter dem Namen Kalkstickstoff oder Stickstoffkalk sich im Handel befindet, zeigt den Nachteil, daß es stark staubend und ätzend ist. Bei der praktischen Verwendung des Materials als Düngemittel zeigen sich deshalb gewisse Nachteile. Es ist wiederholt versucht worden, diese Nachteile dadurch zu beheben, daß man das Material mit Wasser, Öl, kalkbindenden Zusätzen, wie Chlorcalcium-, Chlormagnesium.-Lösungen behandelte. Es ist auch auf diese Weise ein Material erhalten worden, welches für eine gewisse kurze Zeit nach der Behandlung nicht staubte. Alle so behandelten Materialien zeigten aber den Nachteil, daß nach relativ kurzer Zeit, namentlich durch Einwirkung von Feuchtigkeit und Kohlensäure der Luft, wiederum die fest gewordene Substanz zerfiel und stärker wie früher staubte.
Auch trat bei dem mit Wasser oder wässerigen Lösungen behandelten Kalkstickstoff nach kurzer Zeit Stickstoffverlust durch Ammoniakbildung ein. Es hat sich nun erwiesen, daß man ein ständig haltbares und ständig nicht staubendes Produkt erhält, wenn man Kalkstickstoff unter Zusatz einer geringen Menge von Wasser, welcher zur Bildung einer geringen Menge von Kalkhydrat dient, unter starkem Druck behandelt. Man bekömmt auf diese Weise ein hartes Produkt, welches sich zerkleinern läßt, und das in diesem Zustande nicht staubt und ohne Stickstoffverlust sehr lange haltbar ist. Ein Vorteil dieses Verfahrens besteht auch darin, daß das beim Zerkleinern abfallende Pulver, oder das Pulver, welches man bei weitgehender Zerkleinerung erhält, durchaus staubfrei und gleichfalls ohne Stickstoffverluste haltbar ist. Die Behandlung des Kalkstickstoffes unter Druck kann sowohl gleichzeitig mit dem Vermischen stattfinden als auch nachträglich, nachdem die Vermischung des Kalkstickstoffes mit Wasser erfolgt ist.
Der Zusatz von Wasser braucht unter Um- ' ständen 4 bis 5 Prozent nicht zu übersteigen, nur wenn in rohem Kalkstickstoff, größere Mengen freien Carbides vorhanden sind, dann wird der Zusatz von Wasser etwas höher gewählt. Neben Wasser können auch noch andere Bindemittel, wie öl, sowie solche Stoffe, die mit Kalk Verbindungen eingehen, wie Chlorcalcium, Chlormagnesium, Schwefelsäure, Bisulfat, Bikarbonat, organische Säuren und Alkohole usw., Verwendung finden. Bei Anwendung eines gut durchazotierten Kalkstickstoffs mit 20 bis 22 Prozent Stickstoff, der nur wenig freien Kalk enthält, ist die Anwendung eines hohen Preßdruckes von 100 bis 150 Atm. notwendig. Bei Anwendung minderwertigen Kalkstickstoffs mit 16 bis 17 Prozent Stickstoff genügt schon unter Umständen ein Druck von 5 bis 10 Atm., so z. B. wenn man dem Kalk-

Claims (1)

  1. stickstoff etwa 4 bis 5 Prozent Wasser *aoch j KalKsjttckjjrtofE (Calciumcyanamid), der mit
    zufügt. vj einer v||&iäjtnismäßig geringen Menge
    . ■ I Wasser bzw. anderen Bindemitteln ver-
    PatänT-Anspruch: , mengt ist_ dadurch gekennzeichnet, daß ic
    Verfahren zur Herstellung eines halt- j die Masse einem hohen Preßdruck ausgebaren und staubfreien Düngemittels aus j setzt wird.
    BERLIN. GEDRUCKT IN DER REICHSDRUCKEREI.
DENDAT231646D Active DE231646C (de)

Publications (1)

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DE231646C true DE231646C (de)

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DENDAT231646D Active DE231646C (de)

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE231646C (de)

Cited By (5)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE932616C (de) * 1937-05-14 1955-10-13 American Cyanamid Co Verfahren zum Granulieren von rohem Calciumcyanamid
DE1012932B (de) * 1955-08-09 1957-08-01 Sueddeutsche Kalkstickstoff Verfahren zum Granulieren von Kalkstickstoff
DE1121084B (de) * 1960-04-06 1962-01-04 Sueddeutsche Kalkstickstoff Verfahren zur Herstellung von Presskalkstickstoff
DE1241467B (de) * 1963-08-02 1967-06-01 Wintershall Ag Verfahren zur Herstellung poroeser, granulierter Duengemittel
DE1242249B (de) * 1961-07-14 1967-06-15 Wintershall Ag Verfahren zur Herstellung granulierter Mischduengemittel aus Kalkstickstoff und Kaliduengesalz

Cited By (5)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE932616C (de) * 1937-05-14 1955-10-13 American Cyanamid Co Verfahren zum Granulieren von rohem Calciumcyanamid
DE1012932B (de) * 1955-08-09 1957-08-01 Sueddeutsche Kalkstickstoff Verfahren zum Granulieren von Kalkstickstoff
DE1121084B (de) * 1960-04-06 1962-01-04 Sueddeutsche Kalkstickstoff Verfahren zur Herstellung von Presskalkstickstoff
DE1242249B (de) * 1961-07-14 1967-06-15 Wintershall Ag Verfahren zur Herstellung granulierter Mischduengemittel aus Kalkstickstoff und Kaliduengesalz
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