DE886751C - Verfahren zur Herstellung von grobkoernigem Kaliduengesalz - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von grobkoernigem KaliduengesalzInfo
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- DE886751C DE886751C DEV3621A DEV0003621A DE886751C DE 886751 C DE886751 C DE 886751C DE V3621 A DEV3621 A DE V3621A DE V0003621 A DEV0003621 A DE V0003621A DE 886751 C DE886751 C DE 886751C
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- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C05—FERTILISERS; MANUFACTURE THEREOF
- C05D—INORGANIC FERTILISERS NOT COVERED BY SUBCLASSES C05B, C05C; FERTILISERS PRODUCING CARBON DIOXIDE
- C05D1/00—Fertilisers containing potassium
- C05D1/005—Fertilisers containing potassium post-treatment
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- Chemical & Material Sciences (AREA)
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- Fertilizers (AREA)
Description
- Verfahren zur Herstellung von grobkörnigem Kahdüngesalz Von der Landwirtschaft wird in steigendem Maße bei den Düngemitteln eine grobkörnige Beschaffenheit gefordert, um die maschinelle Ausstreuung der Düngemittel auf den Äckern zu erleichtern.
- Bei den Kalidüngesalzen hat man diese Körnung bisher in kleinem Umfang dadurch erzielt, daß die in den Kaliwerken anfallenden heißen, gesättigten Kalisalzlösungen sorgfältig geklärt und anschließend in Kristallisierkästen langsam zur Abkühlung gebracht wurden, wobei das Kalisalz in groben Kristallen ausfiel. Dieses Verfahren ist jedoch unwirtschaftlich, weil die in den heißen Lösungen enthaltene Wärme nicht wiedergewonnen wird und weil das Ausräumen der Kristallisierkästen mit wesentlicher Arbeit verbunden ist. Aus diesem Grunde ist man in der Kaliindustrie von der langsamen Abkühlung in Kristallisierkästen immer mehr abgegangen und wendet heute allgemein die Vakuumkühlung an, bei der die zum Lösen aufgewendete Wärme mit den bei der Vakuumkühlung entstandenen Brüden zu einem wesentlichen Teil zurückgewonnen werden kann. Das Produkt fällt aber bei dieser Arbeitsmethode nicht grobkörnig, sondern sehr fein an.
- Man hat bereits auf verschiedene Weise versucht, das bei diesem Verfahren anfallende feinkörnige Salz zu größeren Körnern haltbar zu agglomericren. Dieses gelingt z. B. durch Zusammenschmelzen oder Brikettieren des getrockneten Salzes und nachfolgendes Zerkleinern. Diese Verfahren sind aber wegen des erforderlichen hohen Energieaufwandes zu teuer.
- Es wurde gefunden, daß man feinkörniges Düngesalz zu haltbaren Körnern agglomerieren kann, wenn man das im Faurikationsprozeß anfallende feuchte Salz -unter mäßigem Druck zusammenpreßt und anschließend unter Umwälzen, beispielsweise in einer Trockentrommel, trocknet. Das Pressen kann beispielsweise mittels glatter oder profilierter Walzen oder anderer geeigneter Vorrichtungen erfolgen. Wesentlich ist nur, daß der Preßkörper nach Ausmaß und Festigkeit so beschaffen ist, daß er bei der anschließenden Trocknung grobkörnig zerfällt. Die Preßlirige zerbröckeln während der Trocknung und gehen in rundliche, feste, lagerfähige Körner über. Das Verfahren hat den Vorteil, die Verdichtung des Salzes mit einem Minimum an Energie zu erreichen und trotzdem dichte, harte Körner zu ergeben ohne jeglichen Aufwand für eine Wiederzerkleinerung des gepreßten Salzes.
- In der Patentschrift 412 $64 ist bereits vorgeschlagen, bei längerer Aufbewahrung zum Backen neigende Stoffe .dadurch unmittelbar in nicht backende Stoffe zu überführen, daß man sie zwischen glatten Walzen preßt. Im Gegensatz dazu wird bei der vorliegenden Erfindung .bei der Pressung noch kein lagerfähiger Stoff erhalten, sondern dieser entsteht erst bei der unter Umwälzung vor sich gehenden Trocknung, bei welcher die entsprechend zusammengepreßte Masse zerbröckelt und granuliert, wobei die Körner durch weiteren Wasserentzug hart getrocknet werden. Demgemäß ist der beim Pressen erforderliche Energieaufwand bei dem beanspruchten Verfahren nur ein Bruchteil dessen, den das bekannte Verfahren benötigt.
- Bei dem Verfahren der -Patentschrift 633 253 dienen die mit Messern versehenen Walzen lediglich der Zerkleinerung von stückigem, gepreßtem Gut, insbesondere stückigen, in Plattenform gepreßten Düngemitteln.
- Von dem Verfahren der Patentschrift 612 756, bei dem die Granulierung von nicht gepreßtem Salz in einem rotierenden liegenden Zylinder mit eingebautem rotierendem Zerteiler, gegebenenfalls mit anschließender Trocknung erreicht werden soll, unterscheidet sich die vorliegende Erfindung wesentlich -dadurch,- da/ das im Endprodukt vorliegende Korn aus bereits vorgepreßtem Salz entsteht und daher erheblich fester und dichter ausfällt.
- Nach der Patentschrift 731 119 werden unbeständige feuchte Salzgemische bis zur Erreichung des Salzgleichgewichtes (Phasengleichgewichtes) in gepreßter Form längere Zeit gelagert, dann getrocknet und nach der Trocknung durch Zerkleinern in Körner umgewandelt. Gegenüber diesem Verfahren hat die vorliegende Erfindung den wesentlichen Vorteil, daß das Salz nach der Pressung sofort ohne längere Lagerzeit getrocknet werden kann, da keine Reaktion abzuwarten ist, und daß keine besondere Zerkleinerungsarbeit aufzuwenden ist. Beispiel In einer Trockentrommel von 2 m Durchmesser und 1o m Länge wurde Kalisalz ohne Verpressung eingeführt und mit Feuergasen getrocknet. In dem getrockneten Produkt waren nur etwa 10/a Körner über o,5 mm enthalten. In der gleichen Trockentrommel wurde unter gleichen Bedingungen feuchtes Kalisalz gleicher Art getrocknet, das vor seinem Eintritt in die Trockentrommel mit einer Walzenpresse zu einem 4 bis 5 mm starken Salzband v erpreßt war. Das erhaltene Produkt enthielt etwa. 5o% Körner über 0,5 mm Durchmesser.
Claims (3)
- PATENTANSPRÜCHE: 1. Verfahren zur Herstellung von grobkörnigem Kalidüngesalz durch Agglomeration von feinkörnigem Kalisalz, dadurch gekennzeichnet, daß das feuchte Salz in gepreßter Form unter Umwälzen getrocknet wird.
- 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zur Verpressung eine Walzenpresse verwendet wird.
- 3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß aus dem getrockneten Produkt der Feinanteil ausgesiebt und nach Anfeuchtung wiederholt verpreßt und getrocknet wird.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEV3621A DE886751C (de) | 1951-07-29 | 1951-07-29 | Verfahren zur Herstellung von grobkoernigem Kaliduengesalz |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEV3621A DE886751C (de) | 1951-07-29 | 1951-07-29 | Verfahren zur Herstellung von grobkoernigem Kaliduengesalz |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE886751C true DE886751C (de) | 1953-08-17 |
Family
ID=7570538
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEV3621A Expired DE886751C (de) | 1951-07-29 | 1951-07-29 | Verfahren zur Herstellung von grobkoernigem Kaliduengesalz |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE886751C (de) |
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1238051B (de) * | 1961-04-11 | 1967-04-06 | Ver Kaliwerke Salzdetfurth A G | Verfahren zur Herstellung von koernigen Mischduengemitteln aus Kalisalzen und Thomas-phosphatschlackenmehl |
| DE1242644B (de) * | 1961-10-17 | 1967-06-22 | Ver Kaliwerke Salzdetfurth A G | Verfahren zur Herstellung von gekoernten Mischduengemitteln aus Thomasmehl und Kalisalzen |
| US3502272A (en) * | 1966-11-16 | 1970-03-24 | Kloeckner Humboldt Deutz Ag | Compacting method for finely grained potassium sulphate into shells and comminuting of the latter |
-
1951
- 1951-07-29 DE DEV3621A patent/DE886751C/de not_active Expired
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1238051B (de) * | 1961-04-11 | 1967-04-06 | Ver Kaliwerke Salzdetfurth A G | Verfahren zur Herstellung von koernigen Mischduengemitteln aus Kalisalzen und Thomas-phosphatschlackenmehl |
| DE1242644B (de) * | 1961-10-17 | 1967-06-22 | Ver Kaliwerke Salzdetfurth A G | Verfahren zur Herstellung von gekoernten Mischduengemitteln aus Thomasmehl und Kalisalzen |
| US3502272A (en) * | 1966-11-16 | 1970-03-24 | Kloeckner Humboldt Deutz Ag | Compacting method for finely grained potassium sulphate into shells and comminuting of the latter |
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