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DE29809124U1 - Granulierter Dünger - Google Patents

Granulierter Dünger

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Publication number
DE29809124U1
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Authority
DE
Germany
Prior art keywords
calcium sulfate
water
granulated fertilizer
granules
urea
Prior art date
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Expired - Lifetime
Application number
DE29809124U
Other languages
English (en)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Knauf Gips KG
Original Assignee
Gebr Knauf Westdeutsche Gipswerke
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Publication date
Application filed by Gebr Knauf Westdeutsche Gipswerke filed Critical Gebr Knauf Westdeutsche Gipswerke
Priority to DE29809124U priority Critical patent/DE29809124U1/de
Publication of DE29809124U1 publication Critical patent/DE29809124U1/de
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Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C05FERTILISERS; MANUFACTURE THEREOF
    • C05CNITROGENOUS FERTILISERS
    • C05C9/00Fertilisers containing urea or urea compounds

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Fertilizers (AREA)

Description

980910de W/gn
Granulierter Dünger
Gegenstand der vorliegenden Neuerung ist ein granulierter Dünger mit verzögerter Freisetzung von Stickstoff und Schwefel, welcher sowohl Harnstoff als auch Calciumsulfat enthält.
Derartige Dünger besitzen den Nachteil, daß der Harnstoff wesentlich rascher vom Wasser gelöst wird als das Calciumsulfat und daher keine verzögerte Freisetzung des Stickstoffs erfolgt.
Ein weiterer Nachteil des gattungsgemäßen Düngers besteht darin, daß Harnstoff nach dem Eindringen in den Boden rasch durch Urease zersetzt wird, so daß ein erheblicher Anteil des Stickstoffs in Form von gasförmigem Ammoniak verloren geht.
Es ist zwar in der Vergangenheit gelungen, die Wirkung der Urease durch N-(&eegr;-butyl)thiophosphorsäuretriamid zu inhibieren. Dieser Inhibitor versagt aber, wenn der Boden zu stark von Wasser ausgespült wird und wenn der Dünger kombiniert mit Herbiziden eingesetzt wird.
Diese Neuerung hat 'sich somit . die Aufgabe gestellt, einen granulierten Dünger mit verzögerter Freisetzung von Stickstoff und Schwefel zur Verfügung zu stellen, der auch bei starker Wasserauslaugung den Stickstoff des Harnstoffs praktisch vollständig den Pflanzen als Nährstoff zur Verfügung stellt.
Diese Aufgabe wird gelöst durch einen granulierten Dünger mit verzögerter Freisetzung von Stickstoff und Schwefel, der im wesentlichen besteht aus 64 bis 70 Gew.■-% Calciumsulfatdihydrat, 25 bis 35 Gew.-% Harnstoff und 1 bis 5 Gew.-% Borsäure. Gegebenenfalls ist bis zu 12 Gew.-% des Calciumsulfatdihydrats ersetzt durch Kaliumsulfat.
Der neue Dünger wird hergestellt, indem 40 bis 48 Gew.-% trockener Harnstoff mit 51 bis 59 Gew.-% Calciumsulfathalbhydrat und 1 bis 5 Gew.-% Borsäure trocken vermischt, durch Zusatz von wäßrigem Ethanol granuliert werden, wobei gegebenenfalls bis zu ca. 10 Gew.-% des Calciumsulfathalbhydrats durch Kaliumsulfat ersetzt wird.
Das beim Granulieren zugesetzte Wasser wird in erheblichem Umfang verbraucht zum Abbinden des Calciumsulfathalbhydrats zum Calciumsulfatdihydrat, so daß der Gewichtsanteil an Harnstoff von 40 bis 48 Gew.-% auf 25 bis 35 Gew.-% im fertig granulierten Dünger absinkt. Entsprechend steigt der Gewichtsanteil an Calciumsulfatdihydrat, da aus dem Halbhydrat das Dihydrat entsteht.
Der Zusatz des wäßrigen Ethanols zum Granulieren wird zeitlich und mengenmäßig so gesteuert, daß aus dem trockenen Gemisch feste Granulen entstehen, die eine ausreichende mechanische Festigkeit besitzen. Bei Verwendung von zu wenig Wasser entstehen Granulen mit zu geringer Abriebfestigkeit und somit unzureichenden mechanischen Eigenschaften. Wird hingegen zuviel Wasser verwendet oder dieses zu schnell zugegeben, entstehen hochviskose Aufschlämmungen, die zu Zusammenbackungen führen und somit ebenfalls nicht die gewünschten Granulen liefern.
Die in dem Gemisch vorhandene Borsäure wirkt einerseits als starker Beschleuniger der Abbindereaktion von Calciumsulfathalbhydrat und andererseits als langanhaltender Inhibitor der Urease. Die Borsäure wirkt auch dann noch als Inhibitor der Urease, wenn der granulierte Dünger nach dem Ausstreuen mit großen überschüssigen Mengen Wasser zusammengebracht wird, da die Granulen nicht ausgelaugt werden, sondern nur insgesamt langsam vom Wasser aufgelöst werden können. Das aus dem abgebundenen Calciumsulfathalbhydrat entstandene Calciumsulfatdihydrat ist aufgrund seiner Schwerlöslichkeit auch von überschüssigen Mengen von Wasser im Boden nur sehr langsam auflösbar.
Je nach der verwendeten Granuliertechnik kann ein Gemisch aus trockenem Harnstoff, Calciumsulfathalbhydrat und Borsäure zu rasch abbinden, so daß keine brauchbaren Granulen entstehen. Kaliumsulfat wirkt ebenfalls als Abbindebeschleuniger und liefert zusätzlich dem zu düngenden Boden Kaliumionen.
Weiterhin ist es nötig, dem zum Granulieren und Abbinden verwendeten Wasser Ethanol zuzusetzen, der zu einer höheren Festigkeit der Granulen führt. Es ist zu empfehlen, den Alkohol, der von den Granulen in Form von Dampf wieder abgegeben wird, aufzufangen und wiederzuverwenden. Der wäßrige Ethanol sollte vorzugsweise 20 bis 60% Ethanol enthalten. Besonders bewährt hat sich ein Gemisch im Verhältnis 1:1.
Ein erheblicher Vorteil der Herstellungsverfahren für den granulierten Dünger sind die Herstellkosten, da kein größerer Aufwand für Trocknen, Erwärmen oder Kühlen des Endproduktes nötig ist. Die Rohstoffe sind preiswert und in ausreichenden Mengen erhältlich. Der fertige granulierte Dünger stellt sowohl Stickstoff als auch Schwefel langsam und gleichmäßig zur Verfügung, er korrigiert den pH-Wert von übersäuerten Böden und verbessert das Verhältnis Natrium/Kalium im Boden. Da kein Stickstoff in Form von Ammoniak verloren geht, werden auch die bekannten Nachteile für die Umwelt vermieden. Das Calciumsulfat ist in der Lage, tonige Böden aufzulockern und dadurch wasserdurchlässiger zu machen.
Der neue granulierte Dünger kann gewünschtenfalls mit anderen granulierten Düngern vermischt, gelagert, ausgestreut und somit angewendet werden.
In dem nachfolgenden Beispiel ist der neue Dünger und seine Herstellung näher beschrieben.
Beispiel
42 bis 44 Gew.-Teile trockener Harnstoff werden mit 52 bis 54 Gew.-Teilen Calciumsulfathalbhydrat und 2 bis 4 Gew.-% Borsäure trocken vermischt.
Dieses Gemisch wird in üblicher Weise auf einem Granulierteller mit wäßrigem Ethanol (1:1) besprüht und zu Granulen verarbeitet. Die Menge an wäßrigem Ethanol wird so dosiert, daß sie geringfügig höher ist als die zum Abbinden des Calcxumsulf athalbhydrats notwendige Wassermenge. Die Restfeuchtigkeit kann aber in den Granulen verbleiben. Bei Zugabe von zu wenig Wasser entstehen zu weiche Granulen, die bei mechanischer Beanspruchung Abrieb zeigen. Bei zu schneller Zugabe des Wassers oder Zugabe von zuviel Wasser entstehen viskose Aufschlämmungen, die zu Verbackungen der Granulen führen. Die Verfahrensbedingungen lassen sich durch einfache Vorversuche optimieren. Das verdunstende Ethanol wird vorzugsweise in einer Kältefalle kondensiert und wiederverwendet.
Die fertigen Granulen enthalten je nach Zusammensetzung des Ausgangspulvers und des in den Granulen verbliebenen Wassers 28 bis 33% Harnstoff und ca. 2 bis 4 Gew.-% Borsäure. Auslaugversuche auch auf sehr feuchten Böden zeigen, daß Stickstoff und Schwefel langsam freigesetzt werden und sich keine meßbaren Ammoniakdämpfe bilden.

Claims (2)

1. Granulierter Dünger mit verzögerter Freisetzung von Stickstoff und Schwefel, bestehend im wesentlichen aus 64 bis 70 Gew.-% Calciumsulfatdihydrat, 25 bis 35 Gew.-% Harnstoff und 1 bis 5 Gew.-% Borsäure.
2. Granulierter Dünger gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß bis zu ca. 12 Gew.-% des Calciumsulfatdihydrats ersetzt sind durch Kaliumsulfat.
DE29809124U 1998-05-20 1998-05-20 Granulierter Dünger Expired - Lifetime DE29809124U1 (de)

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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US12384732B2 (en) 2018-12-07 2025-08-12 SABIC Agri-Nutrients Company Fertilizers containing calcium sulfate urea and methods for producing and using the same
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