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DE1119869B - Verfahren zur Herstellung des N-(p-Aminobenzolsulfonyl)-N-acetyl-5-amino-1-phenyl-pyrazols - Google Patents

Verfahren zur Herstellung des N-(p-Aminobenzolsulfonyl)-N-acetyl-5-amino-1-phenyl-pyrazols

Info

Publication number
DE1119869B
DE1119869B DEC18366A DEC0018366A DE1119869B DE 1119869 B DE1119869 B DE 1119869B DE C18366 A DEC18366 A DE C18366A DE C0018366 A DEC0018366 A DE C0018366A DE 1119869 B DE1119869 B DE 1119869B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
carried out
phenyl
process according
pyrazole
amino group
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEC18366A
Other languages
English (en)
Inventor
Dr Jean Druey
Dr Paul Schmidt
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Novartis AG
Original Assignee
Ciba Geigy AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Ciba Geigy AG filed Critical Ciba Geigy AG
Publication of DE1119869B publication Critical patent/DE1119869B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07DHETEROCYCLIC COMPOUNDS
    • C07D231/00Heterocyclic compounds containing 1,2-diazole or hydrogenated 1,2-diazole rings
    • C07D231/02Heterocyclic compounds containing 1,2-diazole or hydrogenated 1,2-diazole rings not condensed with other rings
    • C07D231/10Heterocyclic compounds containing 1,2-diazole or hydrogenated 1,2-diazole rings not condensed with other rings having two or three double bonds between ring members or between ring members and non-ring members
    • C07D231/14Heterocyclic compounds containing 1,2-diazole or hydrogenated 1,2-diazole rings not condensed with other rings having two or three double bonds between ring members or between ring members and non-ring members with hetero atoms or with carbon atoms having three bonds to hetero atoms with at the most one bond to halogen, e.g. ester or nitrile radicals, directly attached to ring carbon atoms
    • C07D231/38Nitrogen atoms
    • C07D231/42Benzene-sulfonamido pyrazoles

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Plural Heterocyclic Compounds (AREA)

Description

DEUTSCHES
PATENTAMT
ANMELDETAG:
C18366IVd/12p
9. FEBRUAR 1959
BEKANNTMACHUNG DER ANMELDUNG UND AUSGABE DER AUSLEGESCHRIFT: 21. DEZEMBBR 1961
Gegenstand der Erfindung ist die Herstellung des N-(p-Aminobenzolsulfonyl)-N-acetyl-5-amino-l-phenyl-pyrazols der Formel
HC CH
4 3
CH3
C8H5
Die neue Verbindung wird erhalten, wenn man ein 5 - (Benzolsulf onamido) -1 -phenyl - pyrazol der allgemeinen Formel
HC CH
C6H5
worin R die Aminogruppe oder einen durch Reduktion in diese überführbaren Rest bedeutet, in an sich bekannter Weise Ni-acetyliert und anschließend in Verbindungen mit einem in die Aminogruppe überführbaren Rest R diesen in die freie Aminogruppe umwandelt.
Ein in die Aminogruppe durch Reduktion umwandelbarer Rest ist z. B. die Nitro- oder Azogruppe oder eine durch Hydrogenolyse spaltbare Acylaminogruppe, wie die Carbobenzoxyaminogruppe. Die Reduktion wird in an sich bekannter Weise durchgeführt, zweckmäßig unter Vermeidung von hydrolysierenden Bedingungen und höheren Temperaturen, um Abspaltung oder Umlagerung des Nj-Acetylrestes an das N4-Stickstoffatom zu vermeiden. Besonders geeignet ist die Reduktion mit Wasserstoff in Gegenwart von Katalysatoren, wie Edelmetallkatalysatoren, z. B. Palladium auf Kohle.
Die Nj-Acetylierung wird in üblicher Weise unter Verwendung Nj-acetylierender Mittel durchgeführt. Solche sind vor allem die Säureanhydride oder -halogenide, wie -chloride. Die Reaktion wird zweckmäßig in Gegenwart basischer Mittel, wie anorganischer oder organischer Basen, z. B. Alkalicarbonaten, oder tertiären Aminen, wie Pyridin, Picolin, Lutidin, Collidin, Trimethylamine Triäthylamin, Tributylamin oder 1,6-Bis-dimethylamino-hexan, und in Gegenwart inerter Verdünnungsmittel, insbesondere organischer Lösungsmittel, wie Dioxan, Benzol, Toluol, halo-Verf ahren zur Herstellung
des N-(p-Aminobenzolsulfonyl)-
N-acetyl-5-amino- 1-phenyl-pyrazols
Anmelder:
CIBA Aktiengesellschaft, Basel (Schweiz)
Vertreter: Dipl.-Ing. E. Splanemann, Patentanwalt, Hamburg 36, Neuer WaU 10
Beanspruchte Priorität:
Schweiz vom 18. Februar 1958 (Nr. 56 002)
Dr. Jean Druey, Riehen,
und Dr. Paul Schmidt, Therwil (Schweiz),
sind als Erfinder genannt worden
genierte Kohlenwasserstoffe, z. B. Methylenchlorid oder Chloroform, Dimethylformamid, niederen aliphatischen Ketonen, wie Aceton oder Methyläthylketon, oder gegebenenfalls den basischen Mitteln selbst, z. B. Pyridin oder Mischungen davon, wie besonders Pyridin—Aceton, durchgeführt. Vorteilhaft arbeitet man in möglichst wasserfreiem Medium. Wird ein Säurehalogenid verwendet, so kann man auch ein Metallsalz des Sulfonamids, z. B. ein Alkalisalz oder, besser, das Silbersalz, verwenden, wodurch sich die oben empfohlene Beifügung basischer Mittel erübrigt. Ihrer zusätzlichen Verwendung, z. B. als Verdünnungsmittel, steht aber nichts im Weg.
Bei Verwendung des 5-(p-Aminobenzolsulfonamido)-1-phenyl-pyrazols ist darauf zu achten, daß die Reaktion unter milden Bedingungen und unter Verwendung etwa äquimolekularer Mengen der Reaktionsteilnehmer durchgeführt wird, um zu vermeiden, daß die Nx,N4-Bis-acetylverbindung oder durch Acylwanderung die N4-Acetylverbindung entsteht. Vorteilhaft arbeitet man deshalb bei niederer Temperatur, z. B. unter 400C, wie zwischen 10 und 30° C, und in wasserfreiem Medium. Bei Verwendung der Säurehalogenide empfiehlt es sich, von den Metallsalzen des Sulfonamids, wie dem Silbersalz, auszugehen.
Die neue Verbindung besitzt wertvolle chemotherapeutische Eigenschaften. Sie hat eine starke und lang dauernde Wirkung gegenüber der Streptokokkensepsis
109 750/549
der Maus und zeigt weiter" sehr gute Aktivität gegenüber Coli-Bakterien im Urin und im Darm. Außerdem ist sie praktisch frei von unangenehmen Geschmäcksqualitäten, wie sie oft den Sulfonamiden anhaften, und kann deshalb mit Vorteil für die Herstellung von Tabletten und Sirups dienen.
Die Erfindung wird im folgenden Beispiel beschrieben. Die Temperaturen sind in Celsiusgraden angegeben.
Beispiel
IO
In einem mit Rührer und Thermometer versehenen Kolben werden 32 g 5-(p-Amino-benzolsulfonamido)-1-phenyl-pyrazol in 80 cm3 Aceton und 16 cm3 trockenem Pyridin bei 20 bis 25° gelöst. Unter Rühren werden innerhalb 10 Minuten 11g Essigsäureanhydrid zugegeben. Man rührt während 5 Stunden und läßt die Mischung während 10 Stunden stehen. Es wird dann unter Rühren 100 cm3 3 %iges wäßriges Ammoniak und etwas frisches Eis zugegeben, wonach ein öliges Produkt ausfällt. Man versetzt es mit 500 cm3 Wasser und läßt während 10 Stunden bei Zimmertemperatur stehen, wobei das gebildete Öl allmählich kristallisiert. Das so erhaltene N-(p-Aminobenzolsulfonyty-N-acetyl-S-amino-1 -phenyl-pyrazol wird aus Äthanol umkristallisiert und wird so in weißen Kristallen vom F. 178 bis 180° erhalten.

Claims (7)

PATENTANSPRÜCHE: 30
1. Verfahren zur Herstellung des N-(p-Aminobenzolsulfonyl)-N-acetyl-5-amino-1 - phenyl-pyrazols der Formel
H9N-
HC CH
1 3
-SO2-N-C N
CO
CH3
1/
C«H,
40
dadurch gekennzeichnet, daß man ein 5-(Benzol-
45 sulfonamido)-l-phenyl-pyrazol der allgemeinen
Formel
HC CH
CrHc
worin R die Aminogruppe oder einen durch Reduktion in diese überführbaren Rest bedeutet, in an sich bekannter Weise Νχ-acetyliert und anschließend in Verbindungen mit einem in die Aminogruppe überführbaren Rest R diesen in die freie Aminogruppe umwandelt.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man mit Essigsäureanhydrid acyliert.
3. Verfahren nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß man die Reaktion in Gegenwart eines basischen Mittels durchführt.
4. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß man die Reaktion in Gegenwart eines inerten organischen Lösungsmittels unter im wesentlichen wasserfreien Bedingungen durchführt.
5. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß man die Reaktion in Aceton in Gegenwart von Pyridin durchführt.
6. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß man bei Verwendung des 5 - (p - Aminobenzolsulfonamido) -1 - phenylpyrazols ungefähr äquimolekulare Mengen der Reaktionsteilnehmer verwendet.
7. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß man die Acylierung bei Verwendung des 5-(p-Aminobenzolsulfonamido)-l-phenyl-pyrazols bei niederer Temperatur durchführt.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschrift Nr. 952 809;
britische Patentschrift Nr. 788 140;
HeIv. chim. Acta, 41 [1958], S. 306 bis 309;
Schweizerische medizinische Wochenschrift,
[1958], S. 835 bis 839 und 858 bis 863.
© 109 750/5« 12.
DEC18366A 1958-02-18 1959-02-09 Verfahren zur Herstellung des N-(p-Aminobenzolsulfonyl)-N-acetyl-5-amino-1-phenyl-pyrazols Pending DE1119869B (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US3374227A (en) * 1963-01-10 1968-03-19 Ciba Geigy Corp Sulfonamides

Citations (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE952809C (de) * 1939-05-24 1956-11-22 Dehydag Gmbh Verfahren zur Herstellung von Abkoemmlingen aromatischer Sulfonamide
GB788140A (en) * 1955-04-07 1957-12-23 Hoffmann La Roche Novel 4-substituted-pyrazole derivatives and a process for the manufacture and conversion thereof

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