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DE1112071B - Verfahren zur Herstellung von Tetraalkyldiboranen neben Bortrialkylen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Tetraalkyldiboranen neben Bortrialkylen

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Publication number
DE1112071B
DE1112071B DEC19798A DEC0019798A DE1112071B DE 1112071 B DE1112071 B DE 1112071B DE C19798 A DEC19798 A DE C19798A DE C0019798 A DEC0019798 A DE C0019798A DE 1112071 B DE1112071 B DE 1112071B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
boron
tetraalkyldiboranes
addition
hexane
production
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEC19798A
Other languages
English (en)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
ConocoPhillips Co
Original Assignee
Continental Oil Co
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Continental Oil Co filed Critical Continental Oil Co
Publication of DE1112071B publication Critical patent/DE1112071B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07FACYCLIC, CARBOCYCLIC OR HETEROCYCLIC COMPOUNDS CONTAINING ELEMENTS OTHER THAN CARBON, HYDROGEN, HALOGEN, OXYGEN, NITROGEN, SULFUR, SELENIUM OR TELLURIUM
    • C07F5/00Compounds containing elements of Groups 3 or 13 of the Periodic Table
    • C07F5/02Boron compounds
    • C07F5/027Organoboranes and organoborohydrides

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von Tetraalkyldiboranen neben Bortrialkylen Alkylborine und alkylsubstituierte Diborane sind vielbegehrte Verbindungen, die sich als Treibstoffe hoher Energie eignen. Frühere Verfahren zur Darstellung alkylsubstituierter Diborane hatten die Verwendung von Diboran selbst als chemisches Zwischenprodukt zur Grundlage. Diboran ist zum strategischen Rohstoff geworden und ist recht kostspielig, obwohl viel Mühe auf die Verbesserung der Herstellungsverfahren verwendet wurde. Es ist daher erwünscht, die Gewinnung alkylsubstituierter Diborane auf wirtschaftlichere und leichter zugängliche Rohstoffe abzustellen.
  • Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zur Herstellung von Tetraalkyldiboranen neben Bortrialkylen, dadurch gekennzeichnet, daß unter im wesentlichen wasserfreien Bedingungen eine Aluminiumverbindung der allgemeinen Formel Al R3 X Hn, worin R ein Alkylrest bedeutet und n 1 oder 2 ist, mit einem Borhalogenid oder einem Borsäureester, vorzugsweise in einem inerten Lösungs- oder Verdünnungsmittel, umgesetzt wird und die Reaktionsprodukte getrennt werden, z. B. durch Destillation.
  • In der Aluminiumverbindung können die Alkylgruppen verzweigt oder unverzweigt, gleich oder verschieden sein, z. B. Äthyl, Propyl und Octyl.
  • Die stattfindenden hauptsächlichen Reaktionen lassen sich wie folgt darstellen: In den Formeln bedeutet X Halogen oder ein Esterrest. Der Verbindungstyp R2A1H wird bevorzugt, da er leichter zugänglich ist und ein wertvolles Gemisch an Reaktionsprodukten liefert. Es ist zu erwähnen, daß die Verwendung einer Aluminiumverbindung von gleichbleibender Reinheit wichtig ist, wenn gleichbleibende Ergebnisse erwartet werden.
  • Geeignete Lösungsmittel sind Kohlenwasserstoffe, wie n-Hexan, Benzol und Xylol, sowie Äther, beispielsweise Dibutyl-, Diäthyl- und Dihexyläther, sowie Diäther des Glykols und Diäthylenglykols. Das Verfahren ist bei Temperaturen oberhalb -30"C ausführbar und läßt sich mit guten Ausbeuten bei Temperaturen bis 150"C oder auch höher durchführen.
  • An Stelle der Borhalogenide können vorteilhaft diese Koordinationskomplexe mit einem aliphatischen Äther verwendet werden.
  • In den folgenden Beispielen beziehen sich die Ausbeuten auf verbrauchtes BX3, wenn nichts anderes angegeben ist.
  • Beispiel 1 Ein l-l-Dreihalskolben mit Tropftrichter, Rührer und Trockeneis-Aceton-Kühler wurde mit 500 ccm n-Hexan und 78 g (0,92 Mol) Diäthylaluminiumhydrid beschickt. Zu diesem Gemisch wurden im Verlauf von 2 Stunden 120 g (0,84 Mol) Bortrifiuoridätherat langsam zugegeben. Durch die exotherme Natur der Reaktion begann das n-Hexan rückfiießend zu sieden. Nach der Zugabe wurde noch 2 Stunden lang bei Rückflußtemperatur nacherhitzt. Das Aluminiumfiuorid wurde abfiltriert und das Filtrat bei niedriger Temperatur unter vermindertem Druck abdestilliert. Der flüssige Rückstand wurde destilliert.
  • Es wurde eine Ausbeute von 400/o an Tetraäthyldiboran, Kp. 112"C, erhalten.
  • Das Tetraäthyldiboran wurde auf verschiedene Weise identifiziert. Bei der Hydrolyse in saurer Lösung entwickelten sich 95°/0 der theoretischen Menge an Wasserstoffgas. Die kryoskopische Bestimmung des Molekulargewichts betrug 133 (theor. 140). Die Massen spektralanalyse ergab ein Molekulargewicht von 140.
  • Beispiel 2 Ein l-l-Zweihalskolben mit Kühlfingerkondenser, Rührer und Tropftrichter wurde mit 500 ccm trockenem n-Hexan und 86,0 g (1,0 Mol) (C2Hs)2AlH beschickt.
  • Zu diesem Gemisch wurden im Verlauf von 2 Stunden 98,3 g (0,95 Mol) B(OCH3)3 so zugegeben, daß die Temperatur bei der Rückflußtemperatur des n-Hexans gehalten wurde. Die Reaktion war anfänglich sehr heftig, wurde aber gegen Ende der Zugabe etwas träger. Ein Niederschlag aus hauptsächlich Al(O CH3)3 wurde erst festgestellt, als annähernd 20 ccm des B(OCH3)3 zugefügt waren.
  • Das Reaktionsgemisch wurde weitere 2 Stunden lang bei der Rückflußtemperatur des Hexans ge- halten, gekühlt, filtriert und das n-Hexan bei vermindertem Druck abgedampft. Die fraktionierte Destillation des Rückstandes ergab 27,4 g B2H2(C2Hs)4 (440/0 Ausbeute) und 13,6 gB(C2H5)2 (21% Ausbeute).
  • In folgendem sind die bei verschiedenartigen Reaktionsbedingungen und mit verschiedenen Borverbindungen als Ausgangsmaterial erhaltenen Ergebnisse zusammengestellt. Als Aluminiumverbindung wurde (C2H5)2AIH verwendet. Alle Ausbeuten beziehen sich auf verbrauchtes BX3.
    BX3 Lösungsmittel Temperatur 32 H2 (C2 H2)4 B (C2 Hs)3
    c 010 Olo
    B F3 O(C2H5)2 n-Hexan 64 40 nicht
    bestimmt
    B(OCH3)3 n-Hexan 68 44 21
    BF3 - O(C2Hs)2 n-Hexan 45 23 10
    BF3 - O(C2Hs)2 n-Hexan -20 bis -30 10 26
    B(OCH3)3 Xylol 100bis 110 29 11
    B(OCH3)2 n-Dodecan 150 63 18
    B(OCH3)3 Xylol 140 50 8
    B(iso-OC3H7)3 Xylol 100 6 89
    B(iso-O CoHI0)3 Xylol 140 23 72
    B(iso-O C4H,0)3 Dekalin 105 29 57
    B(iso-O C4H,0)2 Dekalin 105 - 57
    Das erfindungsgemäße Verfahren weist einige offensichtliche Vorteile auf, welche sich aus der Tatsache des einfachen direkten Weges zu den Tetraalkyldiboranen herleiten. Es bilden sich nach diesem Verfahren allerdings auch Nebenprodukte, hauptsächlich Diboran und Trialkylborine; die Reaktionsprodukte sind aber mit Leichtigkeit durch Destillation abzutrennen, und sämtliche Produkte sind wertvoll, so daß die Nebenprodukte keine Belastung darstellen und etwa die Betriebskosten erhöhen.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE: 1. Verfahren zur Herstellung von Tetraalkyldiboranen neben Bortrialkylen, dadurch gekenn- zeichnet, daß unter im wesentlichen wasserfreien Bedingungen eine Aluminiumverbindung der allgemeinen Formel A1R3.nHn, worin R ein Alkylrest und n = 1 oder 2 ist, mit einem Borhalogenid oder einem Borsäureester, vorzugsweise in einem inerten Lösungs- oder Verdünnungsmittel, umgesetzt wird, und die Reaktionsprodukte getrennt werden.
  2. 2. Verfahren gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß ein Borhalogenid in Form eines Koordinationskomplexes mit einem aliphatischen Äther verwendet wird.
  3. 3. Verfahren gemäß Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß als Aluminiumverbindung ein Dialkylaluminiumhydrid verwendet wird.
DEC19798A 1958-09-19 1959-09-14 Verfahren zur Herstellung von Tetraalkyldiboranen neben Bortrialkylen Pending DE1112071B (de)

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US1112071X 1958-09-19

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DE1112071B true DE1112071B (de) 1961-08-03

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DEC19798A Pending DE1112071B (de) 1958-09-19 1959-09-14 Verfahren zur Herstellung von Tetraalkyldiboranen neben Bortrialkylen

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