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DE1089384B - Verfahren zur Herstellung von ringfoermigen Borkohlenwasserstoffen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von ringfoermigen Borkohlenwasserstoffen

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DE1089384B
DE1089384B DEST14916A DEST014916A DE1089384B DE 1089384 B DE1089384 B DE 1089384B DE ST14916 A DEST14916 A DE ST14916A DE ST014916 A DEST014916 A DE ST014916A DE 1089384 B DE1089384 B DE 1089384B
Authority
DE
Germany
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boron
hydrogen
hydrocarbons
ring
aryl
Prior art date
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Pending
Application number
DEST14916A
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English (en)
Inventor
Dipl-Chem Dr Roland Koester
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Studiengesellschaft Kohle gGmbH
Original Assignee
Studiengesellschaft Kohle gGmbH
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Filing date
Publication date
Application filed by Studiengesellschaft Kohle gGmbH filed Critical Studiengesellschaft Kohle gGmbH
Priority to DEST14916A priority Critical patent/DE1089384B/de
Priority to US15809A priority patent/US3230262A/en
Priority to GB10000/60A priority patent/GB947780A/en
Publication of DE1089384B publication Critical patent/DE1089384B/de
Pending legal-status Critical Current

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    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09KMATERIALS FOR MISCELLANEOUS APPLICATIONS, NOT PROVIDED FOR ELSEWHERE
    • C09K5/00Heat-transfer, heat-exchange or heat-storage materials, e.g. refrigerants; Materials for the production of heat or cold by chemical reactions other than by combustion
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07FACYCLIC, CARBOCYCLIC OR HETEROCYCLIC COMPOUNDS CONTAINING ELEMENTS OTHER THAN CARBON, HYDROGEN, HALOGEN, OXYGEN, NITROGEN, SULFUR, SELENIUM OR TELLURIUM
    • C07F5/00Compounds containing elements of Groups 3 or 13 of the Periodic Table
    • C07F5/02Boron compounds
    • C07F5/027Organoboranes and organoborohydrides
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C10PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
    • C10LFUELS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; NATURAL GAS; SYNTHETIC NATURAL GAS OBTAINED BY PROCESSES NOT COVERED BY SUBCLASSES C10G OR C10K; LIQUIFIED PETROLEUM GAS; USE OF ADDITIVES TO FUELS OR FIRES; FIRE-LIGHTERS
    • C10L1/00Liquid carbonaceous fuels
    • C10L1/10Liquid carbonaceous fuels containing additives
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Description

  • Verfahren zur Herstellung von ringförmigen Borkohlenwasserstoffen Ringförmige aromatische Borkohlenstoffverbindungen sind bekannt. Ihre Darstellung erfolgte bisher ausschließlich durch Reaktion einer metallorganischen Verbindung (insbesondere Lithiumverbindung) mit einem Borhalogenid oder Orthoborsäureester nach der allgemeinen Gleichung (vgl. American Society, 77, 5176 [1955] und 88, 962 [1955]) R = aromatischer Kohlenwasserstoffrest, X,Y = Fluor odel O R' (R' = Kohlenwasserstoffrest).
  • Neben der Verwendung von Bor-Halogenverbindungen erfordern derartige Methoden den Einsatz deI teilweise schwer herstellbaren und dadurch teuren Metallaryle.
  • Die Ausbeuten an Bor-Heterocyclen sind wenig befriedigend.
  • Es wurde gefunden, daß man bisher unbekannte cyclische Borkohlenwasserstoffe sehr einfach und in quantitativer Ausbeute herstellen kann. Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren werden keine Hilfsstoffe, wie Halogenverbindungen oder metallorganische Stoffe, benötigt.
  • Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zur Herstellung von ringförmigen Borkohlenwasserstoffen, das dadurch gekennzeichnet ist, daß man Borverbindungen der allgemeinen Formel BR2R', in der R Wasserstoff, einen aliphatischen, cycloaliphatischen und/oder einen arylsubstituierten aliphatischen Kohlenwasserstoffrest und R' einen arylsubstituierten Alkylrest bedeutet, unter Abspaltung von Wasserstoff und Kohlenwasserstoff auf Temperaturen über 150"C erhitzt. Das erfindungsgemäße Verfahren wird insbesondere bei Temperaturen im Bereich zwischen 180 und 350°C durchgeführt.
  • An Stelle von vorgebildeten Verbindungen der Formel BR2R' kann man auch deren Bildungsgemische, wie besonders Mischungen von Verbindungen der Formeln B Ra. und BR'3 sowie von Bortrialkylen bzw. Alkyldiboianen und Olefinen der allgemeinen Formeln Ar - Cn(Rc)2n1 oder Ar 2 [Cn(Rc)2nr]2 in denen Ar einen aromatischen Kohlenwasserstoffrest und RG Wasserstoff oder einen Kohlenwasserstoffrest bedeutet, der Ringschlußreaktion unterwerfen, wobei im letzteren Falle die Umsetzung z. B. nach den Gleichungen erfolgt: Das Boratom wird im allgemeinen in Ortho-Stellung zu einem bereits vorhandenen Substituenten im Arylkern gebunden, wobei Borheterocyclen mit insbesondere 4 und 5 C-Atomen im Ring (Fünf- und Sechserringe) gebildet werden, z. B.
  • 1 -substituiertes l-substituiertes Boro-Indan Boro-Tetralin Von den verschiedenen Wegen, auf denen man zu der erfindungsgemäßen Ringschlußreaktion unter Bildung von ringförmigen Borkohlenwasserstoffen gelangt, werden im folgenden einige Beispiele näher erläutert: 1. Man erhitzt ein Bortrialkyl oder -cycloalkyl B Ra zusammen mit einem arylsubstituierten Olefin Ar-C, (RG)B17V-S im Molverhältnis 1:1 (geringer Überschuß an BR3) auf 120 bis 200"C. Zunächst wird ein Alkylrest R als Olefin abgespalten (Verdrängungsreaktion). Durch anschließende Temperatursteigerung wird neben einem weiteren Mol Olefin Wasserstoff frei, wobei gleichzeitig der Ringschluß erfolgt, z. B.
  • 2. Man setzt nach bekannten Verfahren (deutsches Patent 1034176) ein Bortrialkyl BR3 mit einem arylsubstituierten Olefin Ar - Cn(Rc2n-1 im Molverhältnis 1 3 um. Anschließend wird unter vermindertem Druck bei Temperaturen zwischen 180 und 350"C (erfindungsgemäße Reaktion) die Ringschlußreaktion durchgeführt, wobei neben Wasserstoff 1 Mol des ursprünglich eingesetzten arylsubstituierten Olefins zurückerhalten wird, z. B.
  • 3. Ein Bortrialkaryl (arylsubstituiertes Bortrialkyl) wird im Molverhältnis 1: 2 mit einem Bortrialkyl umgesetzt (Temperaturen zwischen 100 und 200°C) und dann mit dem entstandenen gemischten Bordialkylmonoalkaryl die erfindungsgemäße Reaktion durchgeführt, z.B.
  • Selbstverständlich gibt es auch noch weitere Ausführungsformen für das erfindungsgemäße Verfahren. Der Ringschluß gelingt hier immer unter ähnlichenBedingungen bei den angegebenen Temperaturen. Wenn der sich bei der Ringschlußreaktion abspaltende Wasserstoff und Kohlenwasserstoff die Reaktionsmischung nicht freiwillig verläßt, muß dafür gesorgt werden, daß das sich abspaltende Olefin zusammen mit dem Wasserstoff (bzw. sich bildendes Alkan oder arylsubstituiertes Alkan) bei be Temperaturen von 180 bis 350"C aus dem Reaktionsgemisch entfernt wird. Dieses kann, wie angegeben, dadurch erreicht werden, daß die Ringschlußreaktion unter vermindertem Druck durchgeführt wird.
  • Lösungsmittel sind normalerweise nicht notwendig, da im allgemeinen bei den für das erfindungsgemäße Verfahren notwendigen Temperaturen sowohl die Ausgangsstoffe als auch die entstehenden ringförmigen Borverbindungen flüssig sind.
  • Die erfindungsgemäß herstellbaren Bor-Heterocyclen sind als Treibstoffzusätze oder für die Herstellung von alkylarylsubstituierten Borsäuren bzw. Borwasserstoffverbindungen geeignet. Wegen ihres geringen Dampfdrucks (hohen Siedepunkts) und ihrer außerordentlich großen thermischen Stabilität können sie als Zusätze für Heizbadllüssigkeiten in hervorragendem Maße verwendet werden. Die Stoffe besitzen antioxydative Wirkung und verhindern dadurch einen durch Sauerstoff bzw. Luft hervorgerufenen thermischen Abbau der Heizbadflüssigkeiten.
  • Beispiel 1 1 -Isobutyl-3-methyl-boro-indan [aus Bortri-isobutyl und a-Methylstyrol] Zu 124 g (0,68 Mol) siedendem Bortri-isobutyl (Kp.
  • = 188°C) werden in etwa 3 Stunden 81 g (0,68 Mol) a-Methylstyrol zugetropft. Dabei steigt die Temperatur der siedenden Mischung auf 200 bis 210"C an, während lebhaft Gas entweicht (15,1 Nl Wasserstoff und 77,3 g i-Buten). Der Rückstand wird anschließend destilliert.
  • Man erhält nach wenig Vorlauf (6 g vom Kp.ll bis 107°C) insgesamt 115 g (91 01o der Theorie) l-Isobutyl-3-methylboro-indan (Kp.ll = 109°C) als farblose, sehr luftempfindliche Flüssigkeit.
  • Beispiel 2 1- (2-Phenyläthyl)-bol o-indan [aus Bortri-(2-phenyläthyl)] Bei einem Druck von etwa 25 Torr werden in etwa 10 Stunden insgesamt 195 g (0,598 Mol) Bortri-(2-phenyläthyl) in einem auf 285 bis 300"C erhitzten Gefäß unter Luftabschluß gespalten. Während der entstehende Wasserstoff laufend abgepumpt wird, destilliert neben Styrol und Äthylbenzol 1-(2-Phenyläthyl)-boro-indan ab.
  • Eine Rektifikation des Destillats liefeIt 119 g (90°/0 der Theorie) reines 1-(2-Phenyläthyl)-bolo-indan vom Kp.
  • = 175"C.
  • Beispiel 3 1-(2-Phenylpropyl) -3-methyl-boro-indan [aus Bortri- (2-phenylpropyl)] 90g (0,244 Mol) Bortri-2-phenylpropyl werden unter vermindertem Druck (etwa 0,1 bis 1 Torr) auf 170 bis 190"C erhitzt, wobei stürmisch Wasserstoff abgespalten und å-Methylstyrol entwickelt werden. Das Destillat enthält 59,5 g (98,3°/o der Theorie) l-(2-Phenylpropyl)-3-methyl-boro-indan (Kp.0,5 = 126°C). Durch Erhitzen mit Bortriäthyl auf etwa 150"C (Autoklav) erhält man aus der Verbindung das l-Äthvl-3-methyl-boro-indan (Kp.11 = 98"C).
  • Beispiel 4 1 -Isobutyl-boro-tetralin [aus Bortri-isobutyl und Allylbenzol] Ein aus 118 g (1 Mol) Allylbenzol und 182 g (1 Mol) Bortri-isobutyl bei 180"C dargestelltes Dusobutyl-bormono-(3-phenylpropyl) wird bei 230 bis 250° C in Isobuten (1 Mol), Wasserstoff (1 Mol) und l-Isobutyl-boro-tetralin gespalten. Man erhält insgesamt 171 g (92 % der Theorie) einer farblosen, luftempfindlichen Flüssigkeit (Kp.
  • = 1190c).
  • Beispiel 5 Entsprechend Beispiel 4 erhält man aus 1 Mol Bortrihexyl B(C6H13)3 und 1 Mol 4-Phenylbuten-l (oder 4-Phenylbuten-2) durch Erhitzen auf 240 bis 250"C nach Abdestillieren von 2 Mol Hexen und Abspalten von 1 Mol Wasserstoff in nahezu quantitativer Ausbeute das l-Hexyl-2-methyl-boro-tetralin.
  • Beispiel 6 77g (0,738Mol) Styrol werden bei 1500C in 42,5g N-Triäthylborazan eingetropft. Dabei wird Triäthylamin frei irnd destilliert ab. Anschließend wird das entstandene Gemisch, das eine Zusammensetzung entsprechend der Verbindung (C6H5CH2CH2)2BH hat, auf 200 bis 210°C erhitzt, wobei während etwa 2 Stunden insgesamt 8,7 1 Wasserstoff entwickelt werden. Man erhält neben 35 g Triäthylamin in praktisch quantitativer Ausbeute das 1-(2-Phenyläthyl)-boro-indan vom Kp.ll = 175"C.
  • Beispiel 7 Zunächst werden bei 140 bis 1700C in 63 g (0,548 Mol) N-Triäthylborazan 97 g (0,822 Mol) a-Methylstyrol eingetropft. Zu der Mischung gibt man 63 g (0,274Mol) Borsäuretributylester. Man erhitzt das Gemisch, das entsprechend der Formel (CgHll)2BH zusammengesetzt ist, unter Abdestillieren des frei gewordenen Amins (53 g) auf 190 bis 200" C, wobei in 2 bis 3 Stunden 18,5 1 Wasserstoff entwickelt werden. 105 g 1-Butoxy-3-methyl-boroindan vom Kp.l = 92 bis 940 C werden erhalten.
  • Beispiel 8 Entsprechend Beispiel 6 erhält man aus 218 g Allylbenzol und 106,4 g N-Triäthylborazan über die inteImediär gebildete Verbindung (G9Hu)2B H insgesamt 165 g 1-(3-Phenylpropyl)-boro-tetIalin vom Kp.10-3 =120 bis 125"C.

Claims (4)

  1. PATENTANSPRÜCHE: 1. Verfahren zur Herstellung von ringförmigen Borkohlenwasserstoffen, dadurch gekennzeichnet, daß man Borverbindungen der allgemeinen Formel B R2 R', in der R Wasserstoff einen aliphatischen, cycloaliphatischen und/oder arylsubstituierten aliphatischen Kohlenwasserstoffrest und R' einen arylsubstituierten ALkylrest bedeutet, unter Abspaltung von Wasserstoff und Kohlenwasserstoff auf Temperaturen über 1500C erhitzt.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man die Reaktion zwischen 180 und 350"C durchführt.
  3. 3. Verfahren nach Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß man die entstehenden Kohlenwasserstoffe und den Wasserstoff unter vermindertem Druck aus der Reaktionsmischung entfernt.
  4. 4. Verfahren nach Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß man Mischungen von B R3 und BR'3, aus Bortrialkylen BR3 oder Alkyldiboranen B2HbR6~7b und Olefinen der allgemeinen Formeln ArCn(Ro)2X-oder Ar - [Cn(R0)2ni]2 in denen Ar einen aromatischen Kohlenwasserstoffrest und Rc Wasserstoff oder einen Kohlenwasserstoffrest bedeutet, der Ringschlußreaktion unterwirft.
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