DE1110865B - Verfahren zur Polymerisation von Vinylverbindungen in waessriger Dispersion - Google Patents
Verfahren zur Polymerisation von Vinylverbindungen in waessriger DispersionInfo
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- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C08—ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
- C08F—MACROMOLECULAR COMPOUNDS OBTAINED BY REACTIONS ONLY INVOLVING CARBON-TO-CARBON UNSATURATED BONDS
- C08F2/00—Processes of polymerisation
- C08F2/12—Polymerisation in non-solvents
- C08F2/16—Aqueous medium
- C08F2/22—Emulsion polymerisation
- C08F2/24—Emulsion polymerisation with the aid of emulsifying agents
- C08F2/26—Emulsion polymerisation with the aid of emulsifying agents anionic
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Description
Es ist bekannt, ungesättigte organische Verbindungen, z. B. Vinylverbindungen, in wäßrigem
Medium zu polymerisieren. Die erforderliche feine Verteilung innerhalb der wäßrigen Phase der zu polymerisierenden
Substanz wird dabei entweder durch hochmolekulare, wasserlösliche Substanzen, wie z. B.
Polyvinylalkohol oder Celluloseabkömmlingen, oder durch seifenähnliche Emulgatoren erreicht. So wird
z. B. bei der Suspensionspolymerisation ein Vinylgruppen enthaltendes Monomeres in Wasser derartig
suspendiert, daß nach Beendigung der Polymerisation das Polymere sich in Form von kugeligen
Teilchen absetzt.
In einem anderen Verfahren wird die Verwendung des Mischpolymerisates aus Inden und Maleinsäureanhydrid
als Dispergiermittel z. B. für die Polymerisation von Methylmethacrylat, Äthylacrylat,
Vinylacetat, Styrol, Acrylnitril oder Vinylidenchlorid nach der Emulsionsmethode beschrieben. Die so hergestellten
Polymerisate z. B. von Vinylchlorid, das aber in keinem Beispiel des obengenannten Verfahrens
angefühlt ist, besitzen eine für den Betrieb geringe Grundstabilität, so daß sich die Endprodukte
bei der thermischen Verarbeitung leicht verfärben.
Es sind auch schon wasserunlösliche Alkalisalze von Mischpolymerisaten aus Styrol—Maleinsäurehalbester
zur Herstellung von wäßrigen Emulsionen beschrieben worden.
Es wurde nun gefunden, daß man körnige Polymerisate von einheitlicher Größe und in leicht abfiltrierbarer
Form immer dann erhält, wenn man der wäßrigen Flotte vor der Polymerisation als Dispergiermittel
wäßrige Lösungen von Salzen der Halbester von Maleinsäureanhydrid-Inden-Mischpolymerisaten
zusetzt. Wählt man den Polymerisationsablauf derart, daß man im ammoniakalischen Gebiet bleibt,
d.h. daß man als Dispergiermittel das Ammonsalz des beschriebenen Halbester-Mischpolymerisates verwendet,
dann lassen sich die geringen Mengen des Dispergiermittels sehr leicht von dem Polymerisat
abtrennen. Das Polymerisatteilchen kann daher nur sehr kleine Mengen an artfremder Substanz einschließen,
wodurch z. B. im Falle des Polystyrols eine einwandfreie, glasklare Transparenz erreicht wird.
Die Polymerisate z. B. von Vinylchlorid besitzen eine sehr gute Thermostabilität.
Bei Verwendung der Salze des Cetylhalbesters des Mischpolymerisates aus Inden und Maleinsäureanhydrid
gelingt es auch, Emulsionspolymerisate herzustellen, die sich besonders dadurch auszeichnen, daß
bei der Herstellung die Menge der üblichen anorganischen Katalysatoren, z. B. Persulfate, sehr gering
Verfahren zur Polymerisation von
Vinylverbindungen in wäßriger Dispersion
Vinylverbindungen in wäßriger Dispersion
Anmelder:
Dynamit Nobel Aktiengesellschaft,
Troisdorf (Bez. Köln)
Troisdorf (Bez. Köln)
Dr. Walter Honig, Oberlar,
und Dr. Johannes Freytag, Oberlar,
sind als Erfinder genannt worden
gegenüber bekannten Verfahren ist. Die Emulsionen an weisen die genügende Stabilität auf, um sie z. B.
über Förderorgane einer Zerstäubungsvorrichtung zuzuführen. Das Polymerisat besitzt eine sehr gute
Thermostabilität und zeichnet sich ganz besonders durch die geringe Wasseraufnahme aus. So werden
z. B. bei Polyvinylchlorid-Emulsionsprodukten, die mit Hilfe seifenähnlicher Emulgatoren polymerisiert
wurden, beim Kochen der hartverarbeiteten Endprodukte in Wasser nach 24 Stunden eine Wasseraufnahme
von etwa 2% gemessen, während eine solche Wasseraufnahme bei Verwendung der von uns vorgeschlagenen
Dispergiermittel bei etwa 0,5% liegt.
0,3 Gewichtsteile Ammonsalz des Cetylhalbesters eines Mischpolymerisates von Inden mit Maleinsäureanhydrid
(1:1 Mol) werden in 1050 Gewichtsteilen Wasser gelöst. Nach der Zugabe von 300 Gewichtsteilen
Styrol wird mit Ammonik ein pH-Wert von 9,0 eingestellt, und dann werden 0,75 Gewichtsteile
Benzoylperoxyd zugesetzt. Unter Rühren wird die Mischung auf 74 bis 76° C erhitzt. Nach
10 Stunden ist die Polymerisation beendet und das Polymerisat praktisch monomerenfrei. Infolge seiner
gleichmäßigen Korngröße läßt sich das Polystyrol gut von der wäßrigen Flotte abtrennen. Die Ausbeute
beträgt 97 % der Theorie. Es wird ein Polystyrol vom K-Wert75 (nach Ubbelohde) erhalten.
300 Gewichtsteile Styrol werden in 1050 Gewichtsteilen Wasser unter Zusatz von 0,75 Gewichtsteilen
Ammonsalz des Cetylhalbesters eines Maleinsäure-
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anhydrid-Inden-Mischpolymerisates emulgiert. Nach
der Zugabe von 0,75 Gewichtsteilen Ammoniumpersulfat wird mit Ammoniak ein pH-Wert von 9 eingestellt.
Unter kräftigem Rühren wird auf 75° C erwärmt. Nach achtstündiger Polymerisationszeit wird eine
Polystyrolemulsion erhalten, die durch den Zusatz eines Elektrolyten ausgefällt wird. Nach dem Abzentrifugieren,
Auswaschen und Trocknen wird ein Polystyrol vom K-Wert 85 erhalten.
IO
2 Teile Natriumsalz des Cetylhalbesters des Maleinsäureanhydrid-Inden-Mischpolymerisates
werden zusammen mit 0,1 Teilen Kaliumpersulfat in 100 Teilen destilliertem Wasser gelöst. Dann werden
20 Teile frisch destilliertes Vinylacetat zugesetzt, wobei intensiv bis zur Bildung einer Emulsion gerührt
wird. Die Polymerisationstemperatur beträgt 60 bis 65: C. Nach 4 Stunden ist das Monomere auspolymerisiert.
Die Emulsion wird mit Kochsalzlösung ausgefällt. Nach der üblichen Aufarbeitungsmethode,
wie Auswaschen, Trocknen usw., erhält man ein feinkörniges Polyvinylacetat in 85°/oiger Ausbeute.
Im Reaktionsgefäß werden 10 Gewichtsteile Kaliumsalz des Cetylhalbesters des Maleinsäureanhydrid-Inden-Mischpolymerisates
und 0,2 Gewichtsteile Kaliumpersulfat in 100 Gewichtsteilen destilliertem Wasser unter Rühren klar gelöst. Schließlich
werden 26 Gewichtsteile Styrol sowie 22 Gewichtsteile Vinylacetat durch kräftiges Rühren mit einem
Schnellgangrührer emulgiert. Nach 16stündiger Polymerisationszeit bei 65° C wird die Emulsion durch
Zugabe eines Elektrolyten gefällt. Das Mischpolymerisat wird nach der Aufarbeitung in 9O°/oiger Ausbeute
erhalten. ·
In einem Autoklav werden unter Rühren 0,144 Gewichtsteile Ammonsalz eines Maleinsäureanhydrid-Inden-Mischpolymerisates
sowie 0,115 Gewichtsteile Dilauroylperoxyd in 120 Gewichtsteilen Wasser gelöst. Durch Ammoniakzugabe wird ein pH-Wert von
8,8 eingestellt. Dann werden 64 Gewichtsteile Vinylchlorid eingepreßt. Nach lOstündiger Polymerisationszeit
bei 56° C wird eine feinkörnige Suspension erhalten. Nach dem Abzentrifugieren, Auswaschen
und Trocknen resultiert ein Polyvinylchlorid vom K-Wert 68 (nach Fikentscher).'
Claims (2)
1. Verfahren zur Polymerisation von Vinylverbindungen in wäßriger Dispersion, dadurch ge
kennzeichnet, daß man als Dispergiermittel wasserlösliche Salze der Halbester des Mischpolymerisates
aus Inden und Maleinsäureanhydrid verwendet.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man als Dispergiermittel das
Natrium-, Kalium-, Ammonium- oder Magnesiumsalz des Cetylhalbesters verwendet.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschrift Nr. 879 315;
deutsche Auslegeschrift Nr. 1001 002.
Deutsche Patentschrift Nr. 879 315;
deutsche Auslegeschrift Nr. 1001 002.
© 109 647/526 7.61
Priority Applications (4)
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|---|---|---|---|
| BE587244D BE587244A (de) | 1959-02-21 | ||
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|---|---|---|---|
| DED30050A DE1110865B (de) | 1959-02-21 | 1959-02-21 | Verfahren zur Polymerisation von Vinylverbindungen in waessriger Dispersion |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1110865B true DE1110865B (de) | 1961-07-13 |
Family
ID=7040343
Family Applications (1)
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|---|---|
| BE (1) | BE587244A (de) |
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| GB (1) | GB891850A (de) |
Citations (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE879315C (de) * | 1939-03-11 | 1953-06-11 | Hoechst Ag | Verfahren zur Herstellung feinkoerniger oder perlfoermiger Polymerisate |
| DE1001002B (de) * | 1953-08-11 | 1957-01-17 | Bayer Ag | Verfahren zur Herstellung von waessrigen Emulsionen mit Hilfe wasserunloeslicher hochmolekularer Emulgatoren |
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- BE BE587244D patent/BE587244A/xx unknown
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1959
- 1959-02-21 DE DED30050A patent/DE1110865B/de active Pending
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1960
- 1960-02-10 FR FR818112A patent/FR1247760A/fr not_active Expired
- 1960-02-19 GB GB600160A patent/GB891850A/en not_active Expired
Patent Citations (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE879315C (de) * | 1939-03-11 | 1953-06-11 | Hoechst Ag | Verfahren zur Herstellung feinkoerniger oder perlfoermiger Polymerisate |
| DE1001002B (de) * | 1953-08-11 | 1957-01-17 | Bayer Ag | Verfahren zur Herstellung von waessrigen Emulsionen mit Hilfe wasserunloeslicher hochmolekularer Emulgatoren |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
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| BE587244A (de) | |
| FR1247760A (fr) | 1960-12-02 |
| GB891850A (en) | 1962-03-21 |
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